wollen wir uns ebenfalls darauf beschränken. Wir haben keine Veranlassung, ex abrupto Gebietserweiterungen anzustreben, die unsere wirthschastlichen, militärischen und politischen Kräfte unverhältnißmäßig in Anspruch nehmen könnten. Auch werde Deutschland sich nicht auf einen bestimmten Theil Chinas festnageln, sondern den freien Wettbewerb in allen Theilen zu sichern bemüht sein. > Das sei die Tendenz des Abkommens mit England, mit dem inzwischen die übrigen Kabinette sich einverstanden erklärt haben. Den weiteren Schritten würhen die von den Vertretern aller Mächte in Peking festgestellten Bedingungen zu Grunde gelegt werden, die im Wesentlichen bereits bekannt geworden sind.
Zu den Truppensendungen übergehend, berührte der Reichskanzler die Frage der Mitwirkung des Reichstags und bekannte sich mit dem Bemerken, daß seinem Herrn Amtsvorgänger jede Absicht, die Rechte des Reichstags zu verkürzen, selbstverständlich fern gelegen habe, für seine Person zu einer den strengsten „konstistutionellen" Forderungen entsprechenden prinzipiellen Auffasiung. Er erbat die nachträgliche Bewilligung im Sinne einer Jndemnitätserth eilung und erklärte sich bereit, der Vorlage eine dementsprechende Form zu geben. Die sichtbare Enttäuschung, die sich bei dieser Erklärung auf der äußersten Linken bekundete, veranlaßte den Reichskanzler, noch hinzuzufügen, daß man auf gewisier Seite Wohl einen Konflikt nicht ungern gesehen hätte, dieser werde aber nicht kommen.
Das der deutschen Politik durch die Ueber- tragung des Oberbefehls auf einen deutschen General seitens der Mächte ertheilte Vertrauensvotum bezeuge am besten deren gemäßigte, wohlerwogene Haltung. Namentlich, daß der Kaiser von Rußland — dessen baldige und völlige Genesung wir mit der ganzen Welt wünschen (Beifall) — hierin voranging, sei ein neues Zeugniß dafür, daß zwischen einer gut geleiteten deutschen und einer gut geleiteten russischen Politik kein unüberbrückbarer Gegensatz bestehen könne. Jenes Vertrauensvotum aber lege der deutschen Politik die Verpflichtung auf, nun erst recht besonnen zu bleiben, vor Allem aber werde sie sich hüten, in China die Geschäfte irgend eines Anderen zu besorgen. (Bravo!) Napoleonische Wege werde ein Hohenzoller niemals gehn. Eine andere Richtschnur, als das Jnteresie der Nation, gebe es für die deutsche Politik nicht. Sie vergesse nicht, daß das Centrum unserer Interessen in Europa liege, und so sei auch jetzt durch die Entsendung von Truppen nach Ostasien die heimische Schlagfertigkeit nicht beeinträchtigt worden. Auch habe sich gezeigt, daß der deut- fche Soldat noch da ist. Es sei für Deutschlands gesammte Weltstellung wichtig, wie es in China militärisch und moralisch abschneide. Das Haus möge durch die Bewilligung der Kosten die deutsche Politik in den Stand setzen, ihre Aufgabe mit Umsicht und ruhiger Besonnenheit, aber auch in der Kraft und Ehre durchzuführen, wie es der deutsche Name gebiete. (Beifall.)
Der Abg. Dr. Lieder, der nach dem Reichskanzler das Wort nahm, begann mit der Anerkennung des befriedigenden Eindrucks dieser Darlegungen, deren patriotischen Grundton der Centrumsreder mehrfach weiter klingen ließ. Den Angriffen, die Herr Lieber gegen die Nichtbefragung des Reichstages richtete, war durch die bezüglichen Erklärungen des Grafen Bülow die Spitze im Voraus abgebrochen, und als Fazit der Lieberffchen Rede blieb denn die Bereitwilligkeit des Centrums zur nachträglichen Bewilligung unter Er- lheilung der „Indemnität". Die hiernach folgende zweistündige Rede des Abg. Bebel war eine be-
zureiten! Ist das nicht schrecklich ? Ich verstehe meinen Vater in manchen Punkten überhaupt nicht mehr. Die Kluft die sich leider zwischen uns aufgethan hat, wird immer größer. Daß ich ihm nicht den Willen that, und Graf Dornbusch heirathete, der mir zwar ungezählte Reichthümer zu Füßen legen konnte, aber nicht das, was ich mir einzig wünschte: ein Herz voll Liebe, — das verzeiht mir Papa nie. Dornbusch wäre ein Mann nach seinem Sinn gewesen, aber — ich konnte mich nicht entschließen. Was hilft mir das Geld! Und jetzt, — wer weiß, ob er mich jetzt noch wollte, die Tochter eines — Kunstreiters!" »
Sie lachte schneidend auf, daß Susanne besorgt die Züge der jungen Freundin zu unterscheiden suchte, und sich bemühte, dieselbe zu trösten.
„Du bist jetzt zu sehr aufgeregt, und kannst unmöglich ruhig über die Sache urtheilen," sagte sie innig. „Ich denke, es ist am besten, wenn Du mit uns nach unserm stillen Buchecke kommst, dort findest Du alles, was Dir noth thut, Ruhe und Einsamkeit. Dort kannst Du Dich erholen und bleiben, so lange es Dir gefällt. Wenn Dein Vater so weit hergestellt sein wird, daß Du ihn unbesorgt verlassen kannst, reisen wir. Bis dahin bleibe ich bei Dir. Dort in unserm schönen, stillen Hause, wo meine gute Tante alles so herrlich einzurichten wußte, wirst Du bald wieder heimisch sein, und Tante Martha versteht es am besten, ehr niedergeschlagenes Herz aufzurichten. Als damals unsere guten Eltern so schnell nach einander starben, und Kurt und ich ganz allein in der Welt standen, da war sie eS auch, die uns tröstete, und mit
geisterte Bertheidigung der chinesischen Kreuel im Namen von „Menschlichkeit und Recht". Der sozialdemokratische Redner hatte sogar die Stirn, den Freiherrn von Ketteler für den Ausbruch der Wirren moralisch' verantwortlich zu erklären. Gegen die charakteristische Auffaffunz des sozialdemokratischen Redners, daß im umgekehrten Falle in Berlin dasselbe geschehen würde, was in Peking geschehen ist, verwahrte der Preußische Kriegsmini st er die Würde des deutschen Volks. Im Uebrigen verwies Herr von Göhler gegenüber den von Herrn Bebel in üblicher Weise zusammengestellten Berichten über „Hunnen"-Thaten der deutschen Soldaten in China auf die unzweideutigen Vorschriften über das kriegsgerichtliche Verfahren, die auch gegenüber einem etwaigen Mißverständniß wohlgemeinter Warnungen des höchsten Kriegsherrn für die Haltung der Truppe maßgebend seien. Die Rede des Kriegsministers wurde von den Sozialdemokraten mit Gelächter und Zwischenrufen beständig unterbrochen. Morgen wird die Be rathung fortgesetzt.
Deutsches Reich
Berlin, 20. November.
— Nachdem der Kaiser kürzlich aus dem seiner Bestimmung unterliegenden Vermögen des Haupt- verbandes deutscher Flottenvereine im Aus lande die Summe von 15000 Mk. der Gesellschaft „Seemannshaus für Unterosficiere und Mannschaften der kaiserlichen Marine" zur Verfügung gestellt hat, ist jetzt, wie die „Worbb. Allg. Ztg." meldet, von Sr. Majestät sür bie weitere Bestimmung bet fraglichen Fonds genehmigt worden, daß dieselben, nach Sicherung einer festen Reserve von 200000 Mk., zur BeschaffungvonFlußkanonenbooten verwendet werden. Das zuerst fertiggestellte Flutz- kanonenboot soll in den chinesischen Gewässern Verwendung finden.
— In einer Verhandlung der Handelskammer zu M.-Gladbach wurde dieser Tage darauf hingewiesen, daß an der Baumwollbörse in Bremen jetzt häufig die Telegramme aus Liverpool über New-Port bezogen werden, weil sie dann eher in Deutschland eintreffen, als von Liverpool direkt. Solche Zustände seien absolut unhaltbar. Die Kammer beschloß einstimmig, beim Staatssekretär des Reichspostamts die Legung eines deutschenKabels nach England zu beantragen.
— In der p o l n i s ch e n P r e s s e wird der Plan erörtert, in der deutschen Reichshauptstadt ein „Pol en - h a u s" zu bauen, das als Centralstelle aller über die Stadt verstreuten Vereine dienen soll. Dieser Plan und seine eventuelle Verwirklichung muß mit großer Aufmerksamkeit und Wachsamkeit Zierfolgt werden. Handelte es sich dabei um die Schaffung eines landsmannschaftlichen Heims, so wäre dagegen nichts einzuwenden ; allein die polnischen Vereine tragen sämmt- lich politischen Charakter und haben eine gegen das Deutschthum gerichtete Spitze. Das „Polenhaus" soll also offenbar das Hauptquartier der polnischen Aufwiegler werden. Es ist bezeichnend, daß der Plan, im Herzen Deutschlands eine solche Centrale zu errichten und den Mittelpunkt der polnischen Organisation dorthin zu verlegen, überhaupt diskutirt werden kann; die Polen müssen sich doch sehr zuversichtlich fühlen.
Parlamentarisches.
* Die nationalliberale Reichstagsfraktion hat einen Antrag wieder eingebracht, der wohl allseitige Unterstützung finden dürste und der die möglichst baldige Einbringung eines Gesetzentwurses betreffend die Sicherung der Bauforderungen zum Zweck hat. Konservativerseits ist schon wiederholt und beharrlich Anregung zu einem gesetzgeberischen Schritte nach dieser Richtung gegeben worden, die Verwirklichung scheiterte bisher an den bekannten „Schwierigkeiten" und „Erwägungen". Man wird abwarten müffen, ob diese „Erwägungen" sortge- schritten und die „Schwierigkeiten" behoben sind. Daß hinsichtlich der Sicherung der Bausorderungen etwas geschehen muß, unterliegt keinem Zweifel. Durch bte „Wohnungsreform" im Stil der Berliner freisinnigen Stadtverwaltung wird ohnedies die Bauspekulation wieder einen neuen Impuls erhalten und unter den Handwerkern wieder zahlreiche Opfer fordern.
* Von der nationalliberalen Fraktion ist dem Reichstage ein Initiativantrag zugegangen, wonach ein Gesetzentwurf vorgelegt werden soll, durchweichen besondere G e r i ch t e für Rechtsstreitigkeiten aus dem kaufmännischen
Dienstverträge eingeführt werden. Diese Gerichte sollen dem Anträge gemäß den Amtsgerichten anzugliedern sein und aus einem Amtsrichter mit je einem Prinzipal und einem Hanblungsgehilfen als Beisitzer bestehen. Die Beisitzer sollen in unmittelbarer und geheimer Wahl in getrennten Wahlhanblungen bestellt werden. Also noch mehr geheime Wahlen! Wem die mit jeder geheimen Wahl in Zusammenhang stehende Wühlerei zu Gute kommt, sollten doch die Nationalliberalen wissen; den Ordnungsparteien jedenfalls nicht.
Ausland
Südafrika. Von der englischen Kriegführung in Transvaal entwirft der Brief eines englischen „Peornanry" folgendes Bild: „Ich denke, daß der Krieg jetzt bald zu Ende sein wird, denn wir verbrennen jeden Bauernhof, an dem wir vorüberkommen. Es ist schrecklich, namentlich für die Frauen und Kinder, denn unsere Truppen verbrennen Alles, das Haus, die Möbel und Scheunen. Wir nehmen alle Vorräthe mit, so daß sie, von Allem entblößt, auf den Feldern zurückbleiben. Es ist ein famoser Anblick, wie unsere Leute in so einem Hose auftreten; binnen zehn Minuten ist die ganze Geschichte verwüstet, und könnte ich es nur tragen, ich würde eine Menge Sachen mitbringen können, doch wir dürfen leider nichts mitschleppen".
Wie von Kapstadt aus berichtet wird, setzen die Buren die Belästigungen der englischen Verbindungslinien und die Zerstörung der Eisenbahnen munter fort, ohne daß es den britischen Truppen gelingen will, derartige Vorgänge rechtzeitig zu verhindern. Die Eisenbahnlinie zwischen dem Oranjefluß und Bloemfontein ist an nicht weniger als zwanzig Stellen zerschnitten und auf Meilen hinaus zerstört worden, während die Bahn nach Kimberley u. A. in der Nähe von Belmont derartig unterbrochen ist, daß die Engländer mindestens eine Woche mit der Wiederherstellung derselben zu thun haben werden. Dabei gelingt es ihnen in den seltensten Fällen, die „Marodeure" auf frischer That zu ertappen und zu züchtigen, trotzdem seit Wochen das ganze Land int bestimmte Distrikte eingetheilt ist, deren jeder eine bestimmte Garnison haben sollte, aber natürlich bei der trotz aller trüben Erfahrungen immer noch mangelhaften und verworrenen Organisation der Engländer nicht immer hat. Diese Bezirksgarnisonen sollen von ihren Standorten aus strahlenförmig nach allen Richtungen starke Patrouillen regelmäßig unterwegs haben, so daß also eigentlich eine ganz regelmäßige Bewachung und Sicherstellung des Geländes und vor Allem der Verbindungslinien stattfinden sollte. Da sich aber vermuthen läßt, daß auch tu diesem gut ausgedachten und angelegten System die übliche englische Sorglosigkeit und Nachlässigkeit schließlich doch vorherrschen wird, so kann man sich natürlich nicht wundern, wenn die Buren andauernd der sogenannten Wachsamkeit ihrer Gegner ein Schnippchen schlagen und mit großer Gewandtheit und Unternehmungslust immer gerade da auftauchen und ihr Zerstörungs- und Belästigungswerk in Scene setzen, wo die englischen Soldaten nicht sind.
Der Nachfolger des Lord Roberts, General Lord Kitchener, scheint mit eiserner Hand unter solchen englischen Officieren aufzuräumen, durch deren Schuld es dem Gegner möglich gemacht wird, feine verwegenen Handstreiche erfolgreich auszuführen; er schickt schonungslos jeden Stabs- officier nach England zurück, in dessen Bezirk Eisenbahnen zerstört und sonstige Unternehmungen der Buren wegen Nachlässigkeit des englisches Militärs durchgesührt werden können.
Sanftmuth und Geduld uns über den ersten Schmerz hinweghalf. Sie zog ohne Bedenken zu uns, übernahm die Führung des Hauswesens und verwaltete unser Vermögen, bis Kurt selbst in der Lage war, es zu thun. Seitdem weilt sie bei uns als liebe Hausgenossin, und sorgt wie eine zweite Mutter für Alles. Was wäre ohne sie aus uns geworden! An ihrem warmen liebevollen Herzen wirst auch Du genesen, meine Isa!"
Susanne hatte in überzeugendem Ton gesprochen, und das junge Mädchen nickte sinnend vor sich hin.
„Ja, ja, — in Buchecke, ich kenne es wohl, wie schön wird es dort fein! Und — Du glaubst, daß Tante Martha mich gern aufnehmen, daß Dein Bruder sich nicht mit mir schämen wird; daß für die Tochter des Kunstreiters noch ein Platz ist in Eurem Hause?"
„O, wie kannst Du nur so sprechen, Isa! rief Susanne erschrocken. „Wie wenig kennst Du den zarten Sinn der Tante und meines Bruders gutes Herz! Er wäre im Stande, das Letzte für Dich hinzugeben, Dir Alles zum Opfer zu bringen denn — — — —"
Sie hielt plötzlich inne, als hätte sie schon zu viel gesagt.
Isa beachtete es nicht. Sie lehnte sich schweigend zurück und schloß die Augen.
Endlich hielt der Wagen vor einem großen stattlichen Hause. Der Portier öffnete mit respektvollem Gruße den Heiden Damen die Hausthüre, sie schlüpften hinein und stiegen die teppichbelegten Stufen hinan. Das Gemach, das Isa zur Linken des breiten Korridors öffnete, war zwar nicht gerade kostbar, aber behaglich
eingerichtet, und wies alte, braungebeizte Möbel, dunkle Vorhänge und Teppiche auf, eine Einrichtung, die Susanne wohl kannte von ihrer Kinderzeit her; denn sie hatte oft und gern auf dem Gut des Grafen Tennewitz geweilt und glückliche Stunden dort verlebt. Sie waren zusammen ausgewachsen, Susanne und Isa, weil Tennewitz an Buchecke grenzte, und die beiden benachbarten Familie verband von jeher innigste Freundschaft. Kurt, Susannes Bruder, der etwa zehn Jahre älter war, als Isa, hatte die Mädchen stets durch Feld und Wald begleitet.
Als dann Isas Mutter gestorben war, und der Vater oft längere Zeit vom Hause abwesend sein mußte, hatte er sein einziges Töchterchen in die Obhut der Geschwister Wall- brecht gegeben, bei denen er es gut aufgehoben wußte. Susanne, obwohl nur wenige Jahre älter als Isa, betrachtete diese fast tote ein Kind, das man ihrer Fürsorge anvertrante. Was den Grafen Tennetoitz so oft und so lange fernhielt, wußte man nicht, aber es gingen verschiedene Gerüchte in der Umgegend, daß er durch Spiel, durch Rennen und Wetten, sowie allerlei Spekulationen seinen zerrütteten Dermögensver- hältniffen aufzuhelfen suchte. Man wußte auch, daß es trotzdem weiter abwärts ging, und daß nichts im Stande war, das rollende Rad aufzuhalten. Isa erfuhr natürlich von alledem nichts. Sie lebte froh und glücklich die sorglosen Tage der Jugend dahin, und war mehr in Bucheck, als daheim auf Tennewitz. So blieb es ihr auch verborgen, daß dort die Wucherer ein- und ausgingen, und schon manches werthvolle Stück Land an sich zu bringen gewußt hatten. Wer
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gegenwärtigen Zustände trägt, gering ad Gott läßt sich nicht spotten: zu spät hat schon oft ein Geschlecht, ein Mensch erki Dom Thron bis zur Hütte vereine der c reuigen Flehens Fürst;unb Volk: „Herr,■ wir verderben!"
zu handeln, und die Beiden geriethen öfters hart aneinander.
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parlamentarischen Verhandlungen. Er berii objektiv über die Argumente, die in Commissions- und Plenarberathungen für wider die Steuer vorgebracht worden find, legt endgiltigen Gestaltung des Gesetzes dar, besondere die Bestimmungen, durch die dafm ' sorgt werden soll, daß nur die eigentl Waarenhäuser, nicht auch die Spezialgesi von der Steuer getroffen werden.
Fürbitte vor dem heiligen und barmbd lx, Gott für uns selbst und sür unser Volk 11 Vaterland. Die Volksseele ist gefährdet Einflüffe, welche Religion und Sittlichkeit achten, dagegen das Trachten nach Genuß Besitz als das oberste Gesetz proklarniren.
Vortragende, der der Commission zur • berathung der erwähnten Vorlage angehört “ gab zunächst einen Ueberblitf über die ^men geschichte des Gesetzes, um dann die Hi $ beftimmungen desselben zu erläutern. Er dabei u. A. darauf hin, daß die Waarens ig^itsl steuer zwar vom Staat veranlagt werde, j !onft J lediglich den Gemeinden zu Gute komme, i «n 2
auch die letzteren bei der Verwendung beßln Steuerertrages gewissen Beschränkungen ausg seien. Diese Beschränkungen geben die G« <tüe dafür, daß der Steuerertrag zur Erleichte 161 $ der Lage der kleineren und mittleren Gew K bis treibenden diene. Durch diese Bestimm« ® charakterisirt sich die Waarenhaussteuer Schals eine Finanzsteuer sondern als eine sl B Ta
mit ernster Treue: diese dreifache Rid ^img müffen heute unsere Gedanke nehmen, wen« i heilsame und bleibende Bewegung von di ^lu Tage ausgehen soll. Möchte niemand ^ngen Rauschen der Sturmvögel überhören und neftrigi unterirdische Grollen des Vulkans, der .
Landes - Butz- und Bettag.
Auch von dem ernsten Landes - BuL * L',lhl Bettage gilt: „das ist der Tag, den bet" *” " uns macht", und zwar zur demüthigen § Prüfung wie andererseits zum Gebet un
hätte auch mit dem harmlosen Kinde von ammtr traurigen Verhältnissen sprechen sollen, bii seinem Vaterhause herrschten?
Als Graf Tennewitz das Gut, das i schlechte Bewirthschaftung und ehrlose Verv Ger'tac ganz heruntergekommen war, schließlich verki S mußte, und die Absicht kundgab, nad) Residenz übersiedeln zu wollen, da hatte» Freunde gebeten, Isa bei ihnen in Buchet ' . lassen.
Der Graf wollte jedoch davon nichts h ; Er erklärte, feine Tochter gehöre von nun ü zu ihm, er könne nicht zugeben, daß sie i» 2ctiem fremden Leuten zur Last falle. Daß dies hebet Grund seiner Weigerung sei, ahnte» Geschwister nicht. Aber Tennewitz' beabsild die narr Isa so schnell als möglich zu verheirathen, "smart, bei der ungewöhnlichen Schönheit des E Mädchens nicht schwer fallen konnte.
würde es ihm wieder möglich werden, sei« sba$ , wohntes, „standesgemäßes" Leben z» sü Waffen so kalkulirte er. In der That hatte et bald den Mann gefunden, der ihm der $ „ schien. Ob Isa mit dem viel älteren ®' t .u Dornbusch glücklich werden würde, d Deuben fragte Graf Tennewitz nicht; die Häuft ^at ■ war: der ausersehene Schwiegersohn besaß neulich geheure Reichthümer, und versprach dem - &egei eine glänzende Zukunft, wenn Isa einwi^kin U seine Gattin zu werden. Doch diese tot' sich entschieden, dem Willen des Vaters
weil jeder diese verderbliche Luft athmet jeder Antheil an dieser Nationalgefahi macht sich mehr oder weniger theilhaftig fi, 31 “ p Sünden. So gilt es denn auch nicht fe veI zu klagen und zu richten über andere Sj 611 --i Parteien, Volks- und Gesellschaftskreise, vielmehr in bußfertiger Selbsteinkehr das e eX‘rt Wesen zu Prüfen Das treibt ins ©eher ■ ' Verschonung und Erleuchtung und Heilj und bewahrt vor der lieblosen Beurthe L' fei der Verhältnisse. — Einwärts ins sß ( Herz, aufwärts zum heiligen Gott, tioi
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Marburg, 20. Nove^
Bärtsch hielt gestern Abend der confer» ' (l]Ci)( Verein feine Monats-Versammlung ab und S'r damit in die Winterarbeit ein. Nach eh ^Tnnei einleitenden Worten des 1. Vorsitzenden, H Dr. Theuner, nahm unser Land! „ abgeordneter, Herr Landrath v. Negel Pk/ft das Wort zu einem Referate über die Wo, , nnr;t Haussteuer und einen Rückblick auf die Handlungen, die im Abgeordnetenhause übe y bett. Vorlage geführt worden sind. Der^