fflttll
ie
sse
ation der Völker.
m.
M
ir=
en-
Mk.
Mk.
ft
vidi, vici.“
ccaxcc-
bis au ten.
!t in
4 Mk cinsa
in g
egantl
rau rr
i Fa
efel,
M
mit dem Kreisblatt für -die Kreise Marburg uud Kirchhain
ist klar, daß, wie und wann die Ex- _n auch zu Ende geführt werden wird, jetzt geforderten 152 Millionen Mark i;od) weitere Summen aufgewandt werden Die Gegner der Politik des Reichs ' xs nach dieser Richtung hin leicht haben; sie haben es nicht nöthig, die Unproduktivi- litischer Aktionen überhaupt nachzuweisen, Jahre 1900 immerhin dadurch erschwert ß die ganze nationalökonomische Wissen- diesen scheinbar von Adam Smith einenen Standpunkt gegen den vertauscht aß ebenso wie alle anderen Organisationen sellschaft der Staat ein Element der «llion ist, die ohne seine Mitwirkung durch und Verwaltung — unter Umständen aus dem Wege der Machtentfaltung — pt nicht denkbar ist.
Die Produktivität der ostasiatischen Expedition liegt deshalb hauptsächlich in der Befestigung unserer Stellung im Concert der Kulturstaaten. Es ist nicht ausgeschlossen, daß das gemeinsam vergossene Blut am Peiho die Kulturstaaten aus allen Gebieten der Wirthschaft, der Handels- ivlitik, der internationalen Verwaltung einander in der Richtung annähert, in welcher das gemeinsam vergossene Blut der deutschen Stämme im Jahre 1870 schließlich zu einer Einigung des Reichs geführt hat unter Aufrechterhaltung der souveränen Einzelstaaten. Indem die Kulturstaaten Schulter an Schulter kämpften, ernten sie sich auf der ganzen Linie der zwischen ihnen möglichen Berührungspunkte, beginnend vom Notenaustausch der Souveräne bis zu dem Schluck aus der Feldflasche, den der französische, russische oder englische Soldat mit dem deutschen theilte, intimer kennen, wie je in einer Zeit vorher. Und dieses Gefühl der Gemeinsamkeit wichtiger Kulturinteressen ist eine Stufe zur Annäherung aller Kulturstaaten überhaupt und zu gemeinsamer Arbeit derselben auf allen Gebieten der Wirthschaft und der socialen Organi-
en Handels eintreten sollte, so wäre es gar nicht abzusehen, daß er gerade die
dieser Expedition decken sollte. Im heil, es ist eher vorauszusehen, daß noch gere Zeit hin in Folge der ungeordneten tltnisse Chinas fortdauernd große Anf- ngen des Staats nothwendig sein werden, ie Sicherheit des Handels herzustellen.
also die Möglichkeit zugegeben werden,
denn Andere behaupten wieder, Tenneloitz habe verkauft, weil ihm das Leben auf dem Lande zu langweilig wurde, und weil er sein Töchterchen in die Welt einführen wollte."
„Ach was Sie sagen, eine Tochter hat er auch?"
„So hörte ich wenigsteus. Graf Dornbusch erzählte mir schon mehrere Male, daß er die Komtesse Tennewitz kennen gelernt habe, er if: geradezu entzückt von ihr, scheint sogar verlieb zu sein. Na, wenn er jetzt die Geschichte erfährt, dann wird auch die Liebe rasch verfliegen, denn Tennewitz hat sich durch dieses Auftreten gesellschaftlich unmöglich gemacht. Das fällt natürlich in erster Linie auf die Kinder zurück. Wie kann man nur so unverantwortlich leichtsiunig handeln, ich bitte Sie, Herr Kamerad, welche Familie wird einen Kunstreiter und dessen Tochter noch empfangen wollen, denn die Sache wird ja nicht allzulange verschwiegen bleiben."
Inzwischen hatten die Künstler — Johnson und Bella — ihren Rundlauf beendet. Sie hielten einen Augenblick inne, wie um sich für das Folgende zu sammeln. Langsam ließ Johnson mit einem eigenthümlich ängstlichen Blic: die Augen ringsum schweifen, während Miß Bella herausfordernd nach einer Loge schaute, wo drei oder vier Ofsiziere lebhaft plaudernd saßen und der reizenden Reiterin verstohlen zunickten. Auf ein gegebenes Zeichen intonirte die Musik einen schmetternden Galopp, in rasendem Tempo flogen die Pferde dahin mit ihren Hufen den Sand aufwirbelnd und weithin schleudernd. Seite an Seite umkreisten sie die Manege, in höchster Spannung beohachtete
Produktivität der ostasiatischen Expedition.
Im wirthschaftlichen Leben tritt der neueste Konkurrent immer mit etwas größeren Mitteln auf, als die alten Geschäfte, und das ist gerecht- ertigt, wenn er seine Mittel nicht erschöpft und überanstrengt, und wenn er das Ziel, das er sich vernünftiger Weise setzt, erreicht. Die junge deutsche Seemacht mußte zeigen, daß sie ich zutraute, unter dem Schutze ihrer Kriegschiffe auch in Ostasien eine militärische Aktion au Lande zu unternehmen. Zu dem diplomati- chen Präzedenzsall von 1895, in welchem Deutsch- and zuerst mit Rußland und Frankreich Japan und der Welt gegenüber dokumentirte, daß seine Jntereffen in China durch seine eigene Macht wahrgenommen werden sollten, — und zu dem praktisch-politischen Präzedenzsall 1900 getreten: wir haben die Anerkennung der ganzen Kulturwelt durch unser energisches Eintreten für unsere Interessen errungen und gelten weiterhin gleichberechtigt im Konzert der großen Weltmächte.
Diese Position ist das Ergebniß, das aus der chinesischen politischen Aktion hervorgehen wird. Deutschland, das sich in einer seine Kräfte nicht überanstrengenden Weise machtvoll xlbst in Ostasien zeigen kann, gewinnt durch diese Haltung !die Grundlage, in allen wirth- schaftspolitischen Fragen überhaupt einer im entscheidenden Moment entgegenkommenden Politik der andern Kulturstaaten .gewärtig sein zu können, weil nun jedermann in der Welt weiß, daß Deutschland entschlossen und mächtig genug ist, unter Umständen um die Entwicklung seiner Zukunft auch zu kämpfen.
Wenn wir aus Ostasien weggeblieben wären und den Engländern, Franzosen, Russen, Amerikanern und Japanern die nothwendige Nieder- zwingung des chinesischen fremdenfeindlichen Geistes überlassen hätten, so würde des Fehlen der deutschen Fahne aus den Mauern Pekings die sichere Anweisung darauf gewesen sein, daß das Deutsche Reich nicht bloß zum Spott der anderen Nationen werden, sondern auch bei jeder wirthschaftspolitischen Auseinandersetzung in der Zukunft rücksichtsloser Politik von Seiten aller großen Kulturstaaten sich gegenübersehen würde, weil alle anderen entschlossen sind, im letzten Moment auch zu fechten, während Deutschland den Anschein erweckt haben würde, daß es aus einem Volk der Dichter und Denker nach der kurzen Zeit energischer Politik unter Kaiser Wilhelm I. und Bismarck zu einem Volk bloßer Krämer inmitten von Nationen herabgesunken ist, die ihrerseits ihre Industrie und ihren Handel auf der Basis starker politischer Macht entwickelt haben und weiter zu entwickeln entschlossen sind.
ine r.
ie Gegner werden andererseits wohl alle |t ihres Angriffs auf den Punkt legen, daß " ndel mit China vorläufig noch verhältniß- gering und daß, selbst wenn man eine ng in der Zukunst in Aussicht nimmt, feil! Mich davon die Rede sein kann, daß die Illi» L jjer Expedition in dem Sinne wieder wett gemacht werden können, indem man „der durch und im Anschluß an diese ition gesicherte steigende, deutsch-chinesische ist der bedeutende Ersatz für die Kosten pedition." An der Hand der statistischen chen ist es Wohl nicht angängig, wenn nicht geradezu reine Zukunftsmusik treiben diesem Verdikt der Gegner der Reichs- das Argument entgegenzustellen: das och der Fall sein. Selbst wenn späterhin bedeutende Entwickelung des deutsch-
' Mä, und; n in b stattu» ;?"n er, । _ uswah ' »actuiij
(Nachdruck verboten.)
Wahre Liebe.
iginal-Roman von Irene v. Hellmuth.
(Fortsetzung.)
Vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Kxpedirion 2 Mk., bei allen Postämter« 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld). *** WV
3,l..tb«.«16ü6nito,»W w. Dienstag. 20. November 1900.
it strahlender Miene verkündete Bella Tage später ihren Kollegen, die sie nicht beneideten, Johnson habe plötzlich einigt, im Cirkus mit ihr ein Wettreiten zu alten. In der That verkündeten bald lf riesengroße Plakate und mächtige fite in den Zeitungen das neue vielver- mäßig her.de Schauspiel. Alt und Jung strömte nur m ent betreffenden Abend dem Cirkus Conradty io daß alle Plätze besetzt waren. In den ft drängte sich ein distinguirtes Publikum, tZi bet Gallerie stand die Menge Kopf an anb erwog lebhaft, wer heute Sieger sein ' Das Interesse aller Besucher konzentrirte
i» V aus Miß Bella und ihren Partner. Die » vrr Zöchenden Nummern fanden deshalb kaum * (l richtige Würdigung. Plötzlich erhob sich
Beifallssturm, kleine Blumensträußchen cn Miß Bella und Johnson entgegen, die --- ’ zusammen hereinsprengten. Einträchtig jie zuerst nebeneinander, Hand in Hand Listen sie ein paar Mal die Manege, John- aus seinem prächtigen, goldbraunen Pferd, voll Aufregung die Nüstern blähte, und ^en Hufen kaum den Sand zu brühren Der kühne, vielbewunderte Reiter stand rinem enganliegenden, weißen Atlaskostüm und stolz im Sattel, dessen eine Ecke goldgestickten Buchstaben die LVorte trug:
Umschau.
Der Zwischenfall in Breslau.
Der Anschlag aus den Kaiser ist, wie wir am Sonnabend in unserem Depeschentheil berichtet haben, so weit geklärt, daß die That deutlich als die einer Geisteskranken erkennbar ist. Durch diese Feststellung verliert freilich das beklagenswerthe Ereigniß nicht den Charakter einer ernsten Mahnung, wie leicht das Schicksal unseres Vaterlandes durch Gefahren, wie sie jedem Menschen täglich und stündlich begegnen können, mag dies ein elementarer Unglücksfall oder die That eines Wahnsinnigen sein, in folgenschwerer Weise beeinflußt werden kann. Diese Mahnung, die uns mit Dank gegen die göttliche Fügung erfüllt, die die Gefahr von dem Leben unseres Kaisers abgewendet hat, ist zugleich wohl geeignet, in einer kritiklustigen, schnell Vorwärtsstürmenden Zeit zum Nachdenken über die Wohlthat einer geordneten Monarchie anzuregen und das Gefühl der Königstreue, wie das Pflicht- und Verantwortlichkeitsbewußtsein dem Staat gegenüber zu stärken.
Heber das Ergebniß der amtlichen Ermittelungen tragen wir unseren bisherigen Meldungen noch nach: Der Irrsinn der unverehelichten 40 jährigen Selma Schnapka ist durch die weiteren Vernehmungen namentlich das Publikum dies interessante Schauspiel. DaS kurze, weise Röckchen Bellas flog, ihre Augen glänzten, die Brust hob und senkte sich rasch, während ihr Partner, der ihr etwas voraus war, seine Zurufe zu noch rascherem Laufe anspornte. Laute Braworufe wurden hörbar, einige von den Zuschauern hatten sich von den Plätzen erhoben, andere schrieen: „Setzen, — setzen!" Immer größer wurde die Entfernung zwischen den beiden Kämpfenden und schon schien für Johnson der Sieg entschieden zu sein, als sich plötzlich aus einer etwas seitwärts liegenden Loge ein junges, etwa 17 jähriges Mädchen weit herausbog, und mit schreckhaft ausgerissenen Augen die Gestalt des Reiters anstarrte. Die junge Dame, die nebenan saß, versuchte daS Mädchen mit den Worten: „Rege Dich doch nicht so auf, liebe Isa," zurückzudrängen, doch in demselben Augenblick ertönte ein markerschütternder Schrei, dem gleich darauf hundert andere folgten. — —
Der kühne Reiter, besten Blick sekundenlang an dem blassen Mädchengesicht dort an der Logenbrüstung hing, hatte ganz plötzlich wie in jähem Schreck die Zügel losgelasten, während die Arme schlaff herabhingen, sein Gesicht überzog Todtenbläffe er stieß einen Schrei ans, stürzte vom Pferde und blieb bewußtlos liegen. — — —
Nun entstand eine ungeheure Bewegung tm Publikum. Mehrere Damen wurden ohnmächtig, und während man den Gestürzten vorsichtig in seine Garderobe trug, lag das junge Mädchen mit geschlossenen Augen in den Armen ihrer Begleiterin, die rathlos auf den neben ihr stehenden Herrn blickte. (Fortsetzung folgt.)
Msticgcuu layliO) auäcr an tuia> conn-- nrtp /vertagen.
LouuragsbeUilge: SUuttnrtce Souutagoblatt. Qß
Druck und Verlag: Joh. Aua. Koch, Universitäts-Buchorucker-i ' y*
Marbura Mark- 21. ■ Televbon 5?.
daß die speziellen in China ausgegebenen Summen unter Umftänben nicht direkt in China wieder eingebracht werden können, wenn es nicht gelingt, in Folge der Friedensbestimmungen inanzielle Entschädigungen zu erhalten.
Und doch hat die Opposition vollständig unrecht. Sie vergißt, daß Deutschland nicht bloß in Wirtschaftsverkehr mit China steht, andern in Wirthschaftsverkehr mit allen Nationen, Völkern und Stämmen der Welt. Immerhin nehmen die Beziehungen zu China, das auch z. B. Durchgangsglied für einen großen Theil unseres japanisch-deutschen Verkehrs ist, einen erheblichen Rang innerhalb der internationalen Beziehungen Deutschlands ein. Zieht man zu Deutschland aber die ganze Kulturwelt heran, o sind die wirthschaftlichen Beziehungen zwischen den Kulturstaaten, im engeren Sinne also Europa, Amerika und Japan einerseits und China andererseits — wie heute Niemand leugnen wird — eins der wichtigsten wirthschafts- mlitischen Probleme und in dem Augenblick das wichtigste dieser Probleme, in welchem China eine sremdenfeindliche Haltung allen Mächten der Erde gegenüber einnimmt.
Die Kulturstaaten find denn auch entschlossen gewesen, einer wie der andere, den ihnen von China hingeworfenen Handschuh aufzunehmen. Daß die Herausforderung an die Adresse von Deutschland durch die Ermordung des Freiherrn von Ketteler besonders verschärft wurde, ist eine Sache für sich. Ganz abgesehen hiervon, mußte das Deutsche Reich mit den andern Kulturstaaten zusammen militärisch in China auftreten, um auch die Blut kosten dieser nothwendigen Aktion der großen „stillen Gesellschaft" mitzutragen, welche die Kulturstaaten als Handelsnationen unter den bestehenden völkerrechtlichen Grundsätzen und handelspolitischen Verträgen schließlich darstellen.
Da es garnicht möglich ist, ziffermäßig den Grad des Jnterestes jedes Einzelnen insbesondere in der Zukunft festzulegen, so war und ist es ganz mäßig, darüber Betrachtungen anzustellen, ob Deutschland einen Feldmarschall oder einen Soldaten zu viel hinausgesandt hat. Jeder der Kulturstanten mußte nach Maßgabe seiner Leistungsfähigkeit, ohne Rücksicht auf den speziell zu realisirenden Gewinn militärische Macht in China entfalten, damit wirkliche Erfolge zu erreichen waren und damit keiner nachher in die Situation kam, um deshalb, weil er sich von einer energischen Antheilnahme an der Aktion ausgeschloffen hatte, von denen, welche sie durchgeführt, bei der Regelung der Verhältnisse zurück- gewiesen zu werden.
„Ein schöner Mann, fürwahr," raunte Rittmeister v. Schölte seinem Nachbar zu, „sehen Sie nur, die kleine Bella verschwindet fast neben diesem Riesen. Ich fürchte, sie hat sich heute etwas zu viel zugetraut, denn dieser Johnson kommt mir gerade so vor, als ob er sich den Sieg erzwingen wollte, wenn er ihn nicht anders erringen kann. Haben Sie diesen Kunstreiter schon einmal genau angesehen? Je mehr ich ihn betrachte, desto bekannter erscheinen mir seine Züge. Ich denke nur immer darüber nach, Wern er eigentlich ähnlich sieht, kann aber nicht darauf kommen."
„Mir geht es genau wie Ihnen, Herr Kamerad, entgegnete der Angeredete leise, „und, — wäre der Gedanke nicht zu absurd, ich — möchte fast glauben, — daß es Graf Tennewitz ist, der hier als Kunstreiter auftritt.
"Ah, ganz recht, — ganz recht!" rief der Rittmeister beinahe etwas zu laut, — „Sie bringen mich auf die rechte Spur, — jetzt hab ichs! So ist es, Graf Tennewitz! Kein Zweifel, — Graf Tennewitz, der bei dem letzten Frühjahrs-Rennen mit feiner „Florence", — nebenbei bemerkt, ein prachtvolles Thier, — einen solch kolossalen Sieg davontrug, der flotte Cavalier der überhaupt bei keinem Rennen fehlte! Wissen Sie, was aus ihm geworden ist? Waren Sie näher mit ihm bekannt?"
„Soviel ich hörte, hat er sein Gut verkauft, weil er — es vor Schulden nicht mehr halten konnte. Die Wucherer sollen ihn längst schon in ihren Klauen gehabt haben, und wer diesen Blutsaugern zum Opfer fällt, der ist verloren! Verbürgt ist die Geschichte indeffen nicht, ich möchte auch nicht, daß es weiter erzählt wird;
ben wahrscheinlich heute stattfindenden ^^Mtaqsverhandlungen über die Kosten der ' «chen Expedition wird mit Fug und hauptsächlich wohl von der Opposition, ttht aber von allen Seiten des Hauses die nach der Produktivität derselben erhoben