mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Deutsche Grausamkeiten in China." Die deutsche Chinesenpresse, besonders die
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.Danke, es eilt nicht."
Mithin blieb Stein nichts übrig, als nach ^itz zurückzufahren. Auf der etwa eine halbe mbe vom Gute entfernten Station angelangt,
Fremden Staaten gegenüber, die zur Zeit, wenn wir mit ihnen einen Handelsvertrag abschließen, wesentlich dem Freihandel huldigen, werden wir als halb industrieller, halb land- wirthschaftlicher Staat Tarif-Verträge abzuschließen, überhaupt nicht bestrebt zu sein brauchen. Solchen Staaten gegenüber könnte für uns ein Meistbegünstigungs-Vertrag durch-
s gemischte Zolltarif-System.
der Preffe (u. a. in den „Hamb. Nachr.") Vorschlag aufgetaucht, daß die Zolltarif- in der Weise gelöst werde, daß man dem allgemeinen Zolltarif keinen allge- n Minimal-Tarif aufstelle, sondern daß fjch damit begnüge, neben dem General- nur für eine Reihe wichtiger inländischer ukte Minimal-Zollsätze festzulegen, d. h. neben einen sorgsältig ausgestalteten, voll- iqen Generaltarif einen unvollständigen ^altarif auszustellen. Da die Frage: iheitstarif oder Doppeltarif" eine wesentlich sche ist, so wird man zu erwägen haben, je taktischen Vortheile des Doppeltarifs itüber dem Einheitstarif auch schon durch
unvollständigen Minimal-Tarif zu ge
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nter den Vortheilen des Doppel - Tarifs n angeführt: 1) Die Beruhigung der tlich für den inneren Konsum arbeitenden uktion über den Punkt, daß in keinem lsvertrage die für die Preiserhaltung
ist und daß ein unvollständiger Minimal-Tarif neben dem Generaltarif uns sogar Vortheile vor dem allgemeinen Doppeltarif bringen kann, falls nur für diesen unvollständigen Minimaltarif die Wünsche der iuteressirten nationalen Produktion ausreichende Würdigung
Zeitungen sozialdemokratischer Zopfträger hausieren noch immer in größter Geschäftigkeit mit angeblichen Soldatenbriefen, in denen Schilderungen von Grausamkeiten zu lesen sind, die aus angemessen erscheinen. Nur dürfte dieser I unsere Soldaten „auf Kommando" in China Meistbegünstigungs-Vertrag natürlich kein reiner begangen haben sollen. Ans diese Briesschreiberei Meistbegünstigungsvertrag sein, sondern der- sollten die Verleger von Hintertreppenlitteratur selbe müßte eine Klausel enthalten, welche ihr Auge werfen; das gäbe noch einmal zug- unferen Kontrahenten die etwaige Einführung kräftige Kapitel für gangbare Schauerromane, neuer oder die Erhöhung bestehender Zölle uns In der deutschen Bevölkerung, auch in Arbeitergegenüber ausschließt. Wir sehen also auch in I kreisen, wird man aber diese Schreibereien mit dieser Erwägung, daß in der That die ganze 1 einigem Mißtrauen aufnehmen; denn man Tarif-System-Frage rein taktischer Natur kennt dort den Charakter des deutschen Volkes
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Weil Dr. Heller vor kurzem an mir vor- chihr."
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Umschau.
Die Reichstagsersatzwahl in Randow- Greifenhagen
hat den Sozialdemokraten, namentlich aber dem Freisinn eine große Enttäuschung bereitet. Trotz der wüstesten Agitation haben die beiden verbrüderten Parteien es nicht vermocht, zusammen die Stimmen für den konservativen Kandidaten zu erreichen. Dabei waren die gewiegtesten Agitatoren, selbst Singer und Barth aufgebote», um das Exempel auf die geplante „Verteuerungs"- Agitation des rothen Kartells zu machen. Die Phrasen, so aufreizend sie auch vorgetragen wurden, haben wohl einige leicht Schreckhafte beirrt; allein den Erfolg den sich die Agitatoren davon versprachen, haben sie nicht» erreicht.
Die „Pommersche Reichspost" schließt eine Betrachtung über den erfreulichen konservativen Wahlsieg mit folgenden beherzigenswerthen Worten: „Die konfervative Partei wird nun darauf sehen müßen, ihre Reihen auch für die Zukunft fest zusammenzuhalten. Sie muß die Aufklärungsarbeit namentlich auf dem Lande fortsetzen, damit dort auch die sozialdemokratische Stimme wieder verschwindet. Nur in einer ununterbrochenen, unermüdlichen Thätigkeit nach dieser Richtung liegt die Gewähr für künftige Erfolge." — Möchte man diese Mahnung auch in allen anderen Wahlkreisen beachten und
19. Kapitel.
Bald darauf ließ sich Stein bei dem Baron melden.
Hagendorf lag auf dem Ruhebett, beide Arme unter den Kopf verschränkt, apathisch vor sich hinstarrend.
„Guten Tag, Herr Baron!"
„Willkommen, mein Lieber! — Also? —"
„Ihre Befehle sind erfüllt. Hier ist die Quittung über die Werthpapiere, welche ich angekauft und in Depot gegeben habe."
Mit gleichgültigem Blick überflog Hagendorf das Papier. „Ich danke."
„Auch die anderen Aufträge sind besorgt. Darf ich Ihnen —"
„Nein, nein, verschonen Sie mich mit solche» Auseinanders etzungen."
„Ich möchte mich aber gegen den Verdacht, Ihr Vertrauen zu mißbrauchen, wahren, Herr Baron."
„Ich gab Ihnen noch keine Beweise solchen Verdachtes."
„Es lastet dennoch auf mir."
Hagendorf machte eine ungeduldige Bewegung.
„Lasten Sie das, ich bitte Sie! Ich bin heute zu angegriffen, um von solchen Dingen zu reden. Seien Sie indesten überzeugt, daß ich nicht der Mann bin, unbegründeten Beschuldigungen mein Ohr zu leihen und Ihnen auf derartige Anschuldigungen, wie sie gegen Sie erhoben wurden, mein Vertrauen zu entziehen. Sie kennen mich seit Jahren und wiflen, daß ich dafür Sorge tragen werde, daß Sie völlige Genugthuung erhalten!" Fortsetzung folgt.)
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Wenn bei einem gemischten Tarif - System I die Wünsche der eben berührten Jnterestenten- gruppen berücksichtigt werden, dann kann der gemischte Taris auch unseren diplomatischen Unterhändlern nahezu so bequem werden, als der allgemeine Doppeltarif. Dann wird man auch aus diesem Punkte keine Einwendungen gegen das gemischte System zu erheben brauchen. Ja, alsdann kann das gemischte System sogar einen taktischen Dort heil vor dem Doppeltarif bringen. Von den Verfechtern des Einheitstarifes wird j dem Doppeltarif - System vorgeworfen, daß es den Ländern, mit welchen Handelsverträge alschließen wollen, in den Minimal-Tarifsötzen diejenige Zollhöhe von vornherein zeige, die man ihnen gewähren wolle. Von den Anhängern des Doppel-Tarifs wird dies als ein taktischer Vortheil angesehen, weil in der Differenz des General - Tarifs und des Minimal - Tarifs für die fremden Staaten ein starker Anreiz zum Abschluß von Verträgen liegen werde. Vergegenwärtigen wir uns nun, daß diejenigen Länder, mit denen wir in Rücksicht auf unfern industriellen Export in erster Linie Handelsverträge abzuschließen geneigt sein werden, in unsere Grenzen wesentlich landwirthschaftliche Produkte einführen, so wird es klar, daß diesen gegenüber anch ein nach den eben dargelegten Grundsätzen aufgestelltes gemischtes Tarif-System ausreichende Wirksamkeit entfallen kann. An diese Länder wird die Gewährung einer Ermäßigung der Zollsätze unseres General-Tarifs in den meisten industriellen Positionen gar nicht nöthig sein. Wir würden alsdann gegenüber weiteren Kontrahenten, insbesondere solchen, mit denen es schwer hält, zum Abschluß von Tarif-Verträgen zu kommen, in besserer Rüstung dastehen, als mit einem allgemeinen Doppeltarife.
(Nachdruck verboten.)
Treue.
Roman von Ada Dörner.
(Fortsetzung.)
ihrend Stein noch diese Möglichkeit erwog, uckte ihn ein neuer Gedanke. Wie, wenn . Heller selbst aufsuchte und dort auf den stopfte! Vielleicht ließen sich so Anhalts- We c Tinnen, aus die er neue VerdachtS- te mit geschickter Hand aufbauen konnte, das war das Richtige. Mit sich zufrieden der Sekretär endlich sein Lager.
chon am frühen Morgen ließ sich Stein Dr. Heller melden, um seinen ärztlichen l einzuholen, wie er dem Diener mittheilte. Der Herr Doktor ist verreist, wird Abends zurückkommen. Wenn Sie vielleicht feinen
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»Nein, nein," unterbrach Stein. „Wohin fich Herr Dr. Heller begeben."
Vertagung der Zolltarif-Vorlage?
Die „Kölnische Volkszeitung" schreibt:
„Uebrigens ist möglicherweise die ganze Agitation für und gegen den neuen Zolltarif verfrüht. Die Vorlage ist noch weit im Rückstände, und es ist, wie wir hören, noch keineswegs sicher, daß sie in diesem Winter noch an den Reichstag gelangt. In Regierungs- treifen soll man bereits mit der Wahrscheinlichkeit einer Verschiebung bis zur anderenSesfion rechnen."
Diese Mittheilung wird, obwohl in dieser Beziehung schon verschiedenerlei „gemunkelt" worden ist, überraschen. Hoffentlich giebt die Thronrede darüber nähere Aufklärungen, n.
im A cüßte Stein einen Bekannten, und dieser r 6 ö l Ux. cyff jn.rr von Laaendorf kränker ae-
d gebetL'Das weiß ich nicht. Aber der Sanitäts- 3er Kus 1 —
uktion neben dem General-Tarif Minimal- irciWtze u schaffen, so wird die für die fernere liche Entwickelung unserer innerpolitischen । m ältniste wünschenswerthe Beruhigung großer '* ■’ ucentenkreise eben so gut erlangt werden g en, wie bei einem vollständigen Minimal-
-«SalHr Produktion nöthige Zollgrenze unter- . Rog tten werden könne; weiterhin 2) die c>. Hals ^rn de Hintenanhaltung zollwirthschastlicher mssenkämpfe innerhalb der großen nationalen leien des Reichstages; und ferner 3) die uC I ckung unserer diplomatischen Unterhändler wieder «über dem Ausland, (weil die Vertreter
vierteljährlicher Bezugspreis: bei der Expedition 2 Lil., ffl} flttr» ^Ncheml tagltd) außer an Werttagen nacv^-onn- und Feiertagen.
, . bei allen Postämtern 2,2»Mk. (excl. Bestellgeld). iytUtvUtfl Sonntagsbeilage: ZUnstrirtes «oautagsblatt. 35 Jsthrfl.
M 267 syattroodi, 14 November 1900. *"*
und die Art des deutschen Soldaten aus Er- ahrung besser als in den Redaktionsstuben der reiwilligen Chinesen.
Wenn man sich aber gar darüber aufzuregen vorgiebt, daß Chinesen totgeschossen werden, daß auch einmal ein Weib oder ein Kind dem Gewehrfeuer zum Opfer stallen, weil sie doch vermuthlich in den Reihen der Kämpfenden, wo sie nichts zu suchen haben, sich aufhalten, vielleicht gar am Kampfe Theil nahmen, so ist das einfach kindisch. C’est la guerre! DaS elfte man doch nicht vergesten. Die Deutschen haben in allen neueren Feldzügen bewiesen, daß sie in der humansten Weise Krieg führen; aber ein Krieg ohne Todte, ein Krieg ohne Elend und Greuel, ohne Jammern von Verwundeten und Hinterbliebenen ist nicht möglich.
Unsere deutschen Brüder sind hinausgezogen nach China, um die deutsche Nationalehre zu chützen, um diejenigen zu bestrafen, die es gewagt haben, in völkerrechtswidriger und grau- amster Weise wehr-"und schutzlose Deutsche, mrunter den unverletzlichen osfiziellen Vertreter uweres Reiches zu morden. Glaubt man, daß das durch Streicheln mit Glaeehandschuhen bewirkt werden könnte? Man stelle sich doch nicht alberner als man ohnedies ist. Die Sozialdemokratie hat unsere deutschen, nach Ostasien gesandten Soldaten verhöhnt und verspottet, sie hat die chinesischen Mordbanden entschuldigt und reinzuwaschen versucht; von ihr ist nichts anderes zu verlangen, als daß sie unser deutsches China-Heer auch noch der Unmenschlichkeit verdächtigt. Daß aber freisinnige Blätter sich diesem widerwärtigen beschämenden Treiben anschließen, ist ein trauriges Zeichen der Zeit — ein weiteres Zeichen der absoluten Abhängigkeit des Freisinns von seinen sozialdemokratischen Brot-
„Ich weih nichts davon. Es müßte depeschirt I Stimme: „Was giebt's denn da zu horchen, worden sein. Benützte er denn die Equipage?" I Herr Sekretär?"
„Nein, eine Miethskutsche, aber da die Käthe stand wie aus dem Boden gewachsen Richtung nach dem Gute eingeschlagen wurde, vor ihm. Sie mußte hinter ihm her gekommen so glaubte ich" — I sein.
„Ja, ja, kann wohl sein." „Was schleichen Sie hier herum tote eine
Stein hielt sich nicht länger auf. Er sprang I ^^tze? fuhr er sie an.
in den nächsten Wagen: „So schnell als mög- haben Sie zu spiomren.
lich nach Rittergut Loschitz! Wenn wir in einer „Melden Sie mich sofort der Frau Baronin!
Diertelstuude dort find, gebe ich doppeltes „Das kann ich nicht, denn die Frau Baronin
Trinkgeld." ist verreist!" *
Der Kutscher hieb auf die mageren Gäule I X-x «
los, und das Gefährt raste davon. Jetzt hieß hnTt
es handeln und die Sache rafch zu Ende bringen. "Wer ^rrc^ denn dort drinnen? „ ’ ” _ . I „Das geht Sie so wenig wie mich etwas an.
. 'N Besuch da?" fragte er Haffo, der ihm • a _ im Grunde Stein öffnete
®a^,e m-,or °ffnete: _ I die Thüre eines gegenüberliegenden Zimmers.
.Hab Niemand gesehen, He-r Sekretär! » g-st.L -inen Bcks auf dem Tisch
M'”' ®er * * “bcti ”'9 8e‘
„§ier kam Niemand herein. I „Wenn er hingelegt worden ist, muß er
„Ich befahl Dir, die Augen offen zu halte«. QU(^ n0$ ba liegen."
Der Park hat zwei Eingänge." „Nein, er liegt nicht mehr da."
„Ich kann doch nur bei einem stehen, Herr I „Wegkommen thut hier nichts, sehen Sie
Sekretär". «doch nach'"
„Dummkopf. ES ist Zeit, daß man Dich Dazu habe ich keine Zeit!"
^^A'ckt!" „Na, dann will ich selbst."
Der Sekretär stürmte die Freitreppe empor; Käthe lief hinein. Im selben Augenblick im Hausflur angelangt, hemmte er plötzlich den wurde die Thür hinter ihr zugeschlagen und Schritt. Vernahm man tn dem Zimmer der ber Schlüssel im Schlöffe umgedreht.
Baromn nicht flüsternde Stimmen? — Ja, I §0, jetzt sitzt die Maus in der Falle!" j wahrhaftig, hier sprachen eine Frau und |em Iad)te Stein, „und das Pärchen da drüben kann «Mann miteinander. Leise schlich Stein heran nixt getoaTnt werden."
und wollte das Ohr an die Thür legen. Im __________
। selben Augenblick aber hörte er hinter sich eine | _
, Untei letzteren nicht auf Einzelsätze unter dem MarGmaltarif drängen könnten).
as den ersten und zweiten Punkt anbe- KlaviEl 1° muß von unserem Zoll - Tarifsystem WettcrMgt werden, daß es gerade denjenigen unserer nationalen Produktion, für mgnisse bisher ein drückender aus- Import in unsere Grenzen besteht, ngeneraltarifischeZollsätze bei bisherigen gen — als Coneession an das Ausland — Ermäßigungen erlitten haben und nach age auch bei künftigen Verträgen er- 1 sollen, die Sicherheit eines auf jeden ( außer Zweifel stehenden Minimalschutzes ;it. In erster Linie ist das die landwirth- liche Produktion; daneben kommen aber verschiedene reine Industrien in Betracht, n sich unser Zolltarif-System darauf be- nft, für diesen Theil unserer nationalen
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