E dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und KirAhai«.
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Die Wirren in China.
Deutschlands Handel mit China.
nur Oel ms Feuer gießen. Sie dürfen um ihrer I und Nacht keine Ruhe lassen. Der Entschluß eigenen Ruhe willen gar nicht ahnen, wie eine Unterredung mit dieser Frau zu haben' traurig es hier bei uns aussieht. Du hast doch reifte längst in mir. Halte mich nicht ab ihn 11HPT nrrfe-ro _____1 I ___t.____i cv x x *. i r-^. v- ' * Z_
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chriütiia täglich außer an Werktagen nach «onn- und Feiertagen
Sonntagsbeilage: Jliuftrirtes Sonutagsblatt.
Druck und Verlag: Joh. Auq. Koch, llniversitäts-Äuchdruckerei Marbura Markt 21. — Telephon 55
ab w,;. c? _?5.rer.,®Qn^en Dor I ^e,n 6er3 aus. Sie erzählte der jüngeren
von ihrer Unterredung mit Leo von
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Umschau
DieWahl in den Bereinigten Staaten.
hle ich der de ahn» al- m ober
lNachdrnck verboten.)
Treue.
Roman von Ada Dörner.
Gortsetzung.)
m. Angesichts der in gewissen Kreisen immer iederkehrenden Behauptung, daß die handels- gytzi »litischen Interessen Deutschlands in China - m keiner großen Bedeutung seien, muß ein- fll statistisch auf die tendenziöse Unwahrheit Icher Behauptungen hingewiesen werden.
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^e"n e§ that, so hatte ich meine verlassen. Sie sah nicht, wie er hinter ihr die ?|U)(1|U “WC ÖQ2U. ■ -.-’C-CIa.- r~ n v- v » . .
S ,$atan. Zweifle ich nicht Gnädigste," er-
----- ttte Stein höflich, sie bemerkte aber doch
I solgung wurde noch ein Schnellfeuer- geschütz erbeutet.
Nachträgliches aus Peking.
Die auffallende Thatsache, daß Tausende gut bewaffneter und gedrillter regulärer chinesischer Soldaten in Peking es nicht gewagt haben, gegen das kleine Häuflein Fremder in den Gesandtschaften im Sturme vorzugehen, | erklärt der mehrfach erwähnte, ebenfalls in Peking eingeschlosfen gewesene österreichisch- ungarnische Geschäftsträger Dr. v. Rosthorn in einem vom 20. August . datirten Berichte folgendermaßen:
Es liegt ausschließlich daran, daß die chinesischen Truppen von einer fast abergläubischen Angst vor europäischem Militär erfüllt sind, die sich auch dieses Mal darin äußerte, daß von den Chinesen während der ganzen Belagerungszeit auch nicht ein einziger Sturmangriff versucht, hingegen viele Stunden und Tage lang und insbesondere in der Nacht das heftigste Gewehrfeuer unterhalten wurde, augenscheinlich nur um uns von Ausfällen abzuschrecken. Wiederholt konnte man hören, wie den Offizieren, wenn sie ihre Leute selbst in sicherer Deckung zum Vorgehen anspornten, von diesen erwidert wurde: „es geht nicht, denn die Fremden schießen." Die Soldaten selbst sah man fast nie; nur ihre Gewehrläuse tauchten über den Mauern und Barrikaden auf. Bei einem Munitionsverbrauch, der nicht unter 2 Mill, geschätzt werden kann, hatte das chinesische Gewehrseuer selbst auf Distanzen von zwanzig Meter kaum eine nennens- werthe Wirkung. Die „Angriffe", die Anfangs stündlich Alarmsignale und einen überaus aufreibenden Dienst zur Folge hatten, erwiesen sich stets so harmlos, daß sie zuletzt nicht einmal mit einer Verstärkung der Posten beantwortet wurden. Wie mit den Handwaffen stand es mit den Geschützen. Da diese niemals exponirt, sondern stets hinter Barrikaden aufgestellt waren, konnten sie nur Hochschüsse abgeben, die zwar unsere Dächer mehr oder weniger demolirten, uns aber aus unseren Stellungen nicht zu vertreiben vermochten."
Hiernach nimmt Deutschland die zweite Blü ein unter sämmtlichen nach China ex- 'rothe rtirenden Ländern und wird nur von Eng- romm ob übertroffen, was den Werth der Handels- «u lanz mit China angeht. Besonders bemerkens- \ rth ist hierbei, daß Deutschland selbst Japan
„Ja. — Dr. Heller, den sie wegen einer! „Mich vermissen? — Die Zeit, wo das zu
Erkrankung rufen ließ, verkehrt bei ihr." I befürchten gewesen wäre, ist längst vorüber.
„Was führt sie wieder nach Deutschland?" Dafür hat Stein gesorgt. Stundenlang stand
„Der Magnat Kunosch ist, nachdem ihm ich vor Hugos Thüre, und der schloß sich'ab vor seine zweite Frau voranging, ohne weitere Nach- I mir. Er wird gar nicht erfahren, daß ich fort kommen gestorben und sein großes Vermögen I bin, und der einzige, der es ihm verrathen fiel der Tochter als einziger Erbin zu." I könnte, ist morgen auch nicht da. Stein ver-
„Ah — „ I reist mit dem ersten Zuge, und ich benütze den
„Aber Du darfst einen derartigen Schritt | zweiten."
nicht thun. Du darfst Hugo nicht verlassen, I „Das ist Thorheit Margot."
das ist unmöglich. Harre aus, das ist Deine „Mag sein! Doch eine Thorheit, die den Pflicht und allein das Richtige," selbstlosesten Wünschen entspringt. Hilf mir
™ fta9t Margot zweifelnd. Gretchen. Wenn der Schritt auch mißlingt, so
„Vielleicht doch, Margot.,, I habe ich doch, was in meinen Kräften stand
„Nein, widersprich mit nicht, Grete. Es I gethan."
«iebt Dinge die man thun muß um vor sich (Fortsetzung folgt.)
selbst gerechtfertigt darzustehen, die einem Tag | ------------
worden Der Militärstand ist ein besonderer Stand I m« stellt besondere Anforderungen und Anstrengungen an den Körper und den Geist. Ihr müßt Euch insbesondere gewöhnen, Euch unterzuordnen, Euch ein- I zufugen in em Ganzes. Ohne die Unterordnung kann kein Gebäude bestehen. Ihr habt den Eid der Treue geschworen Eurem Kriegsherrn. Eure Brüder jenseits des Ozeans haben bereits Gelegenheit gehabt Proben ihrer breite abzulegen. Ihr habt den Feind nieder- I zukampfen, Ihr habt auch im Innern die Ordnung I aufrecht erhalten. Diese Fahnen werden Euch unbefleckt übergeben, Ihr habt dafür zu sorgen, daß sie in Zukunft unbefleckt bleiben. Ich habe Euch ein schönes Kleid geschenkt, macht Euch dessen würdig".
Reichstag hat voriges Jahr im Etat für Sudwestafrika 100000 Mk. bewilligt als Beihilfe furbe utsche Ansiedler im Schutzgebiete. Ueber die Art und Hohe der Beihilfe, die in Vieh, Land- wlrthschaftsgeräthen usw. bestehen soll, ist nun in der Kolomal-Abtheilung eine Aufstellung- gemacht worden, welche dem Kolonialrathe zur Begutachtung zugehen wird. Die Frage der Besiedelung von Deutsch-Süd- weft - Afrika ist neuerdings zu einer recht tagfälligen geworden durch den Zuzug von Buren, der sich wohl noch verstärken wird. Viele Erörterungen sind in den letzten Monaten in Zeitschriften und Tagesblättern daran geknüpft worden. Die Besiedelung bekommt 5°^?^urch einen völlig politischen Charakter, daß C. Rhodes die Einwanderung der Buren verhindern I will. Da auch der Kap - Premier seine Hände nach Subwest-Afrika von Neuem ausstreckt, so hat die Besiedelung des Schutzgebietes durch Deutsche und nicht weniger durch Buren eine besondere weitgreifende Be- deutuug. Der Kolonialrath hat also eine wichtige öwage vor sich, die zu den interessantesten Verhandlungen fuhren muß.
— In welch starkem Maße seitens der Sozialdemokratie bei denNachwahlenzumReichstage agltirt wiro, sieht man jetzt wieder im Wahlkreise Randow-Greisenhagen, in dem konservativerseits Herr Praetorius, Mitglied des Abgeordnetenhauses kandidirt. In der bisher kurzen Zeit des dortigen Wahlkampfes haben die „Genossen" bereits ein Dutzend Versammlungen abgehalten, in denen außer dem Kandidaten sechs sozialdemokratische Reichstagsabge- ordnete „zweiter Garnitur" gesprochen haben. Die „erste Garnitur" soll demnächst aurückeii. Mit Singer an der Spitze soll eine neue Kolonne von sechs der besten Agitatoren, unter ihnen der ehemalige national- soziale Pastor Gochre, im Wahlkreise in Thätiakeit treten. Bei der letzten Wahl erhielten die Konser- < Ffiud 15 000, die Sozialdemokraten rund 10,500, die Freisinnigen, die auch diesmal einen Zähl- kandidaten ausgestellt haben, 1200 Stimmen. Die ungeheuere Agitationsthätiakeit der Sozialdemokratie verdient demnach alle Beachtung.
~ Prinz Prosper Arenberg wurde Dienstag Aoenb m das Gericht sgefän an iß in Hannover zur Verdutzung seiner 15 jährigen Gefängnitzstrafe ein- geliefert.
Ausdruck des Haffes, der ihr deutlicher als alles andere sagte, daß sie sich heute ein Freind ge-
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an ihm voruberzuschreiten und das Zimmer zu
Offerte Ferner zeigt die Schifffahrtsstatistik der ■ 1 nefischen Hafenplätze, daß bei dem Gesammt- -— nnmgehalt der im Jahre 1899 ein- und aus- t(?n Wgenen Schiffe ca. 39 268000 Tonnen ein-
Mich chinesischer Schiffe) England mit »UM Proc., China mit 24 Proc., Japan mit oc., Deutschland mit 5 Proc., Frankreich 2 Proc., Schweden und Norwegen, Rühmen bl. bie Vereinigten Staaten mit je rftrafj^" un^ a^e übrigen Länder zusammen mit , , »T.oc. betheiligt sind.
diese Zahlen sprechen wirklich für sich st und. sind auch die überzeugendsten Beweise , daß bei dem deutsch-englischen Abkommen erster Linie handelspolitische Interessen maß- b waren, denn beide Länder sind am en am Handel mit China betheiligt.
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Deutsches Reich
Berlin, 8. November. I 9htäfntth
— In Berlin fand gestern die Vereidigung |
• m un Äatt- <Dabei hielt unser Kaiser I Südafrika Ueber den Marsch hea
eine Ansprache, über bereit Wortlaut das B T m.TVOOi- S ’ T v VL < 1 °.e*
berichtet: .Ihr habt Eurem König und ?enL”? French nach Standerton wird obersten Kriegsherrn soeben einen heiligen Eid ge- öem Standard unter dem 26. Oktober von dort schworen und seid nunmehr des Königs Soldaten ge- telegraphirt: „General French kam heute hier
Nach den Angaben des amtlichen englischen andelsberichtes — der ganz gewiß nicht zu tniQ linsten Deutschlands aufgemacht ist — stellte c Fuh h der Werth der Exporte der einzelnen Länder haft ich China im Jahre 1899: in Haickwan-Taels Üeiili iwa 3 Mark) für England aus 157 585497, n eutschland 30 501135, Japan 24 940 972, wnkreich 8 696137, Schweden und Norwegen 243 555, Vereinigte Staaten 2 487 751, Oester- . " jch-Ungarn 1824141, Niederlande 206497, nfe iß ußland 149196, Dänemark 92303, Italien
geballte Faust erhob, und wie sein Gesicht in er- I Haß und Wuth verzerrte.
„:r, • j ~7’ '7 —.77—" ^nch | Im Vorzimmer kam ihr die alte Dienerin
giftigen Blick, das spöttische Lächeln, mit Käthe mit freudestrahlendem Gesicht entgegen §agenboi:r hinubersah. War das und rief: „Frau Baronin, unser Nesthäkchen, tüls bestehe ein seltsames Einvernehmen | Fräulein Gretchen, ist gekommen'" I» den beiden Männern, als beruse sich „Wo ist sie?" fragte Margot.' .
,^„Toeta^..schsvergend auf ein Geheimniß, . „ImZimmer der Frau Baronin wartet sie".
1 I Als wären ihr Flügel gewachsen, flog Margot ihrer Schwester entgegen.
- . ’ I „®ott sei Lob und Dank, daß Du da bist!
preßte der Freiherr I Mein Liebling! Und jetzt wo der Winter ins
sie nicht zu deuten und mithin i/pj 'Nicht zu widerlegen vermochte? —
0 -Das wird sich alles finden. Jetzt bleibt es
bbb» . Verfügung, dcr FreflFrr. ^viuig; Uno jegr wo oer Winrer ms
i,nt,r ne gewaltige Brust athmete schwer, Land gezogen, wo es hier so trübselig ist, einem heftigen Druck. kommst Du zu mir?"
a,f lllhlte Margot, daß nun der Augen- I Und nun löste sich die furchtbare Spannung 8 ommen war, wo sie Hugo alles sagen in einen Strom von Thränen; an Gretchens it' b'as m den letzten Wochen fo schwer Brust weinte sie sich aus.
tbe^hfr6 f ^rtte" x cs . Die Schwestern saßen noch viele Stunden t f dergeblich rang sie nach Faffung, kein neben einander, Hand in Hand, Schulter an ÄÄ et fiTi“ 61 5te Bernden Lippen Und Schulter gelehnt. Die Baronin schüttete Gret-
inf, lIt ganzen Hilflosigkeit vor chen ihr H' * " '
W wie sie mit großen, angstvollen Augen Schwester
6ZQ?te ~c ba erwachte aufs neue der Kronek: „Ich hegte niemals Sympathien für i-llst« ben < ltx l.hw kalt wandte er I ihn und meine, daß er ein kaltherziger, eigen-
L Sm», tfen unb lchntt hochausgerichtet aus süchtiger Mensch ist, aber ein Körnchen Wahr- 8 ,€ie r'f' ~ . . . I heit mag doch in seinen Worten enthalten ge-
hJÜ1 St«nssonst soeisig-s wesen fein. Schon oft dachte ich daran, dem M |,^eIn des Triumphes glitt, aber Vater und Tante Dorothea alles mitzutheilen —
.z» ««« Biertelishrlicher Bezugspreis: bei der Erpedinon 2 Mk., «»X «
Yo 263 e, t b-i allen Postämter-.- 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).
Jnsertionsgebühr: die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg, ”
Reklamen - di. Zelle 25 Pfg. ^TCltafl, 9. N0VkMber 1900.
Wie vom Wolff'schen Telegraphen - Bureau gemeldet wird, siegte McKinley in 29 Staaten, darunter Kentucky und Nebrasca, Bryan in den übrigen 16. McKinley erhielt insgesammt 3 0 5, Bryan 142 Elektoralstimmen. — Die letzten Meldungen über die Kongreßwahlen er- ber das Gefecht bei Tfu-Kungw»n I ^.bisher 168 Republikaner, 139 Demokraten, 1öS* @raf L
er • 1 ™ I gebmß aus 46 Bezirken steht noch aus.
ff01 r^b £20? Mann stark. An Im Jahre 1896 hatte Mc Kinley nur 271
Ul! 'm wurden bei ihm auf gefunden: 3 Offiziere Elektoralstimmen, Bryan 176 erhalten. Seine Mann: der diesseitige Verlust: Major Majorität hat also bedeutend zugenommen.
örster leicht verwundet 4 Mann todt, 2 Die Politik des Imperialismus hat durch ^und 3 leicht verwundet. Bei der Ver- die nunmehr zweifellose Wahl Mac Kinleys eine
.... ......... „Warum schlugst Du unsere I mich handeln, wie ich es für gut finde'"
Warnung in den Wind?" Ich mag sie nicht „Du bittest mich? - Vor allem scheint es liostspit benn nrA®ini?aI üor die Mog- I mir nöthig, daß Du Hagendorf von Deiner Ab-
toSn -A^llt, so wurde meine sicht, zu verreisen, in Kenntniß setzest." Entscheidung doch nicht anders lauten als da- er V.. . -. ' f ' ..
mals. - Ich schwanke beständig, Grete, und T be mtI bte ^aubmß versehe den richtigen Weg nicht mehr, wohl aber m
das unverrückbar vor meinen Augen stehende I re^en'. tnbe^, ®u etwas
Ziel: „Hugo glücklich zu machen". Freilich gegenselnenWillenuntermmmst?
nur durch ein schweres Opfer könnte es ae- | ."®ö g^chreht ja in seinem Interesse und mit
schehen, aber ich bin bereit es zu bringen, in- I iausend Schmerzen, das weiß Gott! Aber ich
dem ich Ilka weichen werde; mehr noch — ich I —wag ihn nicht leiden sehen —
will sie bitten zu dem Verlassenen zurückzu- | , .wlll ich selbst die Unglücklichste auf der
kehren. Nicht wahr, sie weilt immer noch in I r
der Stadt?" I „Und wenn er Dich vermißt?"
| neue Kräftigung, nämlich die Sanktion des amerikanischen Volkes erfahren. In den letzten
| Monaten trat man im Weißen Hause augen- I scheinlich etwas zaudernd aus, denn der geringe Erfolg der amerikanischen Waffen gegen die Filipinos hatte im Volke einen starken Zweifel an den Erfolgen dieser Politik erregt. Am Tage vor der Wahl wurde noch die Nachricht von der Waffenstreckung Aguinaldos verbreitet;
I oie Richtigkeit derselben mag zweifelhaft sein. Aus jeden Fall ist aber anzunehmen, daß jetzt die politische Strömung, die Amerika an die Spitze der Nationen bringen und das Sternen- und Streifenbanner an den Küsten aller Meere aufpflanzen will, mit neuer Kraft einsetzen wird. Dagegen sind in innenpolitischer Beziehung die Folgen des jSieges McKinleys wohl weniger bedeutsam, als man im allgemeinen glaubt. In mancher Richtung dürfte die republikanische Partei auch schon Waffer in ihren Wein geschüttet haben. Wir erinnern nur an die
I rigorose Lodge-Bill, welche gegen die Einwanderung gerichtet war, und die „vetirt" (d. h. durch ein Veto verhindert) zu haben, ein großes Verdienst Clevelands ist, das er sich noch einige Tage vor dem Ablauf seines Amtstermins erwarb. Aber in den verflossenen vier Jahren hatte doch die republikanische Partei reichlich Gelegenheit, eine solche Bill zu wiederholen, und sie hat es nicht gethan. Das beweist, daß die republikanische Partei doch manches gelernt hat: allerdings würden sich Beschränkung der Einwanderung und eine Expansionspolitik, die der Union Hunderttausende von Mitbürgern fremden. Stammes bringt, auch schlecht miteinander vertragen.
Die Sprache der maßgebenden republikanischen Zeitungen und manche anderen Erscheinungen (z. B. die Nichtbestrafung der Seeoffiziere, die 1898 provozirend gegen Deutschland aufgetreten waren), läßt uns ahnen, daß die Politik des Weißen Hauses nach diesem Wahlsiege noch rücksichtsloser die spezifisch amerikanischen Inter- I essen gegenüber den europäischen an verschiedenen I Punkten der Welt vertreten wird. Für uns I ünrd es daher um so nothwendiger sein, ein I gleiches zu thun.