mit dem Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
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seit 2 Jahren für das südliche
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wir gerade in dieser Wirkung mitten drin. k.
Deutsche Kohle nach Ostasien.
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tte, dazu gerathen werden konnte, zunächst
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(Fortsetzung.)
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Würde der Baron nun endlich die geplante
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m. Man möchte auf der Linken die Ursachen der drückenden Kohlennoth gern dem großen Bedarf unserer in Ostasien versammelten starken Kriegsflotte zuschieben. Die amtliche Handels- statistit zu Rathe zu ziehen, dürfte deßhalb " ' ' ' ' ' " ' . Aus den bis
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Produktions - und Konsumtions- Interesse.
Ueber dieses Thema wird in der freisinnigen „Königsberger Hartungschen Zeitung" eine längere Betrachtung aus Berlin veröffentlicht, die wohl kaum auf allseitigen Beifall in den freihändlerisch gerichteten Kreisen der Linken wird rechnen dürfen. Es heißt nämlich fn jeder Betrachtung:
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Hatsamas ins Leben zu rufen, um bei dieser I Erfahrungen zu sammeln, so muß heute wegen I des begonnenen und noch in stärkerem Maße zu erwartenden Eindringens nicht deutscher Ein- I Wanderer nach Beendigung des Burenkrieges wenigstens die sofortige Inangriffnahme der Gründung von mindestens vier oder fünf land- wirthschaftlichenKolonienimSinnedesHatsamas- I unternehmens verlangt werden, um die bedrohte I Vorherrschaft des deutschen Elements zu sichern. I Professor Rehbock schlägt für diese Kolonien I folgende Gegenden vor: im Norden in der Nähe der Minenfelder von- Otavi, wo es Sache der 1 finanzkräftigen South West Africa Company I
wäre, mit der Schaffung der erforderlichen I Stauanlagen vorzugehen; weiter südlich würde eine Kolonie etwa in der Gegend I von Omburo folgen können und noch I weiter südlich eine solche bei Hatsamas, die I sofort in Angriff zu nehmen wäre, da dieser I Ort eine bevorzugte Lage in den von der Eisen- I bahn erschlossenen trefflichen Weidegebieten öst- I lich von Windhuk besitzt; im Namalande würde I zunächst die Farm Marienthal und sodann eine Stelle am Löwenfluß bei De Naauwte für die Gründung landwirthschaftlicher Kolonien ins
j Auge zu fasten sein. Untersuchungen in Deutsch- I Südwestafrika haben den Nachweis erbracht, daß es in diesem Schutzgebiete an Oertlichkeiten, welche die Anlage landwirthschaftlicher Kolonien begünstigen, nicht fehlt.
Für die Verwirklichung dieser landwirth- schastlichen Kolonien schlägt Professor Rehbock vor, Gesellschaften heranzuziehen, denen die Geldbeschaffung durch eine Zinsgarantie oder eine Subvention Seitens des Reiches erleichtert wird.
I Er veranschlagt die jährlichen Ausgaben für die Besiedelung Deutsch - Südwestafrikas im Höchst- betrage auf 400 000 Mk. oder auf kaum den 18. Theil der für das laufende Jahr vorgesehenen Aufwendungen des Reiches für das I Schutzgebiet, und zwar 100000 Mk. für das I Hatsamasunternehmen, 200000 Mk. für drei I bis vier weitere, etwas kleinere landwirthschaftliche Kolonien und 100 000 Mk. für die Schaff- | ung einer Behörde, welche alle die Besiedelung Deutsch-Südwestafrikas betreffenden Angelegen-
I heiten zu überwachen und zu leiten hätte. Dieser Betrag würde freilich nur für ben, Fall eines völligen finanziellen Mißerfolges sämmtlicher
1 Unternehmungen zu zahlen fein. Die Ausgabe I würde aber tatsächlich die Reichsfinanzen nicht I belasten, sondern sehr wesentlich entlasten, I da die vorgesehene Anfiedelung von 900 er- I wachsenen deutschen Männern, von denen die I meisten in Deutschland gedient, manche sogar
„Mensch! Läuft man mit Briefen in der Hand herum? f2Bie leicht könnte einer verloren gehen! Lege fie dort hin. Es sind alles wichtige Korrespondenzen." »• z
Der Diener wagte keine Einwendungen zu I auf.
Umschau.
„Ich bin ein deutscher Bürger."
a.ganz mit
(Nachdruck verboten.)
Treue.
«»man von Ada Dörner.
Die kraftvollen Worte des Kaisers bei der Grundsteinlegung des Reichs - Limesmuseums werden weithin in deutschen Landen lebhaften Widerhall finden. Es läßt sich ja leider nicht leugnen, daß die deutsche Nation noch immer der Aufrüttelung des nationalen Bewußtseins | und der Erinnerung an die Pflichten und Rechte bedarf, die fie durch ihre neue machtvolle Stellung unter den großen Reichen übernommen hat; Pflichten und Rechte, die bethätigt werden muffen, wenn sie nicht allzu schnell verkümmern sollen. Auch die Geschichte der Völker hat ihre Ebbe und ihre Fluth. Den Fluthzeiten leidenschaftlicher Begeisterung, in denen Staaten errichtet werden und große Zukunssgedanken aus dem Schoße der Gegenwart sich losringen, folgt die Zeit der Ebbe, schlaffer Gewöhnung und des Aufgehens in der Sorge und den kleinen Kämpfen des täglichen Lebens. Was kraftvoll zufammengefaßt war, droht auseinanderzufallen. Daß das deutsche Volk dieser Gefahr in höherem Maße als andere ausgesetzt scheint, erklärt sich i zum Theil aus seiner Geschichte und seiner geistigen Veranlagung. Um so ernster ist die Pflicht der Führer der Nation, diesem Prozeß entgegenzuarbeiten und auf die großen gemeinsamen Auf
gaben und Ziele hinzuweisen. Aus ihrer Er- kenntniß und aus der Ueberzeugung, daß die geistige und materielle Befähigung für die Verfolgung großer historischer Aufgaben mit der Pflicht, sich ihnen zu unterziehen, zusammenfällt, entspringt für uns das stolze Bewußtsein, das der Kaiser in die Worte zusammenfaßte: , , v, ■ „ , - . - . .
„Ich bin ein deutscher Bürger", ein Wort das außerordentlich lehrreich sein
vor allem die Mahnung und die Erinnerung Ende August reichenden Aufzeichnungen nun er- enthält, daß uns über allem politifchen und Wirth- sehen wir, daß tm ^ahre 1000 bis zum Schluß
schaftlichen Partikularismus das gemeinsame des 8. Monats nach China 1002 D. Z., nach
I nationale Interesse stehen muß. I Kiauifchou 24c>475 D. Z. (davon 93 725 D. Z.
Z. Der Baron vollendete daS angefangene | Reiben nie. Es wurde stets wieder durchge- - h und verkohlte im Aschenbecher.
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Dieser Tage ist die Frage viel erörtert worden, ob das Productions- oder das Consumtions-Jnteresie vorgehe. Der Streit um den Getreidezoll, der im Mittelpunkte des Streites um die Handelsverträge stehen wird, führt insbesondere zu der Untersuchung, ob die arbeitende Bevölkerung, die große Masse der Brodverzehrer, besser abschneide bei hohem Lohn und hohen Kornpreisen oder bei niedrigem Lohn und niedrigen Kornpreisen. Soweit diese Untersuchung ernst zu nehmen ist, sind die Betheiligten sich darüber klar, daß das Problem in der scharfen Fassung, die es hier erhalten hat, praktisch nicht zum Austrag kommt. Hohe Löhne und hohe Kornpreise, niedrige Löhne und niedrige Kornpreise werden nicht streng und nicht immer parallel gehen. Aber der Zusammenhang zwischen Lohn und Kornpreis wird in der Regelund bis zu einem gewissen Grade sich durchsetzen. Aus diesem Grunde wird die obige Formel, wenn sie auch einseitig nur eine Alternative ins Auge faßt, von den Parteien, die für den Kampf einer scharf zugespitzten Parole bedürfen, als brauchbar befunden werden. Sie wird — wir sind zu wetten bereit — für einige Tausend Leitartikel in den nächsten Monaten das Thema abgeben. Die Antwort auf dir Frage nach dem passenden Verhältniß zwischen Productions- und Consumtions-Jnteresie ist durch die Beobachtung gegeben, daß jede einseitige Bevorzugung des einen oder anderen Interesses sich rächen muß, da Production und Consumtion in derselben Ab-
I hängigkeit stehen, wie Glieder nnd Magen." '
Ein Theil dieser „einigen Tausend Leitartikel" ist in der freisinnigen und sozialdemokratischen Presse bereits publiziert; das Königsberger Blatt würde also seine Wette zweifellos gewinnen, wenn sie feiste Gesinnungsgenoffen annehmen wollten. Was die Bemerkung von der sich rächenden einseitigen Bevorzugung des I einen oder anderen Interesses betrifft, so sind
tC!t «eignen sei. Der Versuch einer Besiedelung oder) bernts seit 2 Jahren für das südliche idjt, a ,IDianb das der Sitz des Gouvernements $- M 'nb die'größte Zahl von Weißen, nainentlich
täuschung zu bereiten. Er überreichte dem I Reise ausführen, oder würde er sich entschließen, Baron zwei Karten mit tiefer Verbeugung. I noch einmal an Stetten zu schreiben. Wurde „Ah — Gras v. Rhedern — Oberstleutnant I es ihm gelingen, einen zweiten Brief zu unter- ~ — Sonst niemand?,, I schlagen? ■
m ■ „ I Dann wieder tröstete er sich mit der tzosf-
oa nur um geschäftliche Angelegen- I bat. Es war ihm ja offenoar uuaj in mejem i ,Nem. nuna auf die Verwirklichung seiner Pläne. Wenn
L Äll ÄLT“ ’ 9 au! S mit d°r Ab°nd-°st -mg°- d-t 9B°^N doch «ist- ? W-nn «ihmwi°d°r
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907 Äte. • I Aber neu und im ersten Augenblick un-
,qn 9? Stein wußte ja, was sie enthielten denn glaublich war es ihm, daß Hagendorf jemand .905 9» ! waren ihm gestern erst diktirt worden. Es I mit schlichten, herzlichen Worten um Vergebung I v. Bebau. — .905 90 Bibelte sich btt nur um geschäftliche Angelegen- I bat. Es war ihm ja offenbar auch in biefem ' "
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bie zwei kurzen, rasch aufeinander,-
Pf- A Mden Klingelzeichen, welche benDiener her- I ;ammt seinem Reichthum abgewiesen ---.. , a-—->— 1 - y. *- । • , u
< 'riesen unb bemerkte bann, wie zufällig auf I unb hatte sich zu einer jenen ©eenen Hinreisen seinen Herrn, auf besten Antlitz ber Schimmer gelehrt.
^6^8 Korridor tretend, daß Hasto, der Diener Ianen die Stein in den verfloßenen sechs unverkennbarer Freude aufleuchtete, eine Ent- I t. _ 9» ktzarons, mit tzerschiedenen Briese forteilen Wochen oft genug erlebt hatte. ' -------
bereits in Südafrika gekämpft haben, es ermöglichen würde, die Schutztruppe ohne Schwächung der Wehrkraft des Landes um wenigstens 200 Mann zu verringern, wodurch sofort eine Er- sparniß von mindestens 400000 Mk. im Jahre eintreten würde.
Möge vor allem ober ein Entschluß bald gefaßt werden; denn jedes bei der Erschließung des Schutzgebietes verlorene Jahr kostet dem Reiche Millionen und gefährdet die Vorherrfchaft des Deutschthums in.Südwestafrika.
Möge es genug sein der Worte, Mögen nun Thaten folgen! kp.
' AkDeutscheu, itn Schutzgebiete aufweist, ge- ieben. t Eine geeignete Stelle dazu fand sich bet Bl.__ ßtnag( wo ber wasserreiche Schaffluß, bte
ch do! .jicbfeit ber Herstellung eines preiswerten I " n,,ni unb treffliches Weideland» alle Vor-
” ' unaen für eine blühende landwirthschaftliche unte mit bieten. Professor Rehbock schlug diese lt zunächst für die Anlage einer laudwirth- ilschei michen Kolonie vor, wobei die Ansiedelung ’en- 150 Bauernfamilien mit etwa 300 er- jenen männlichen Arbeitskräften und 300 en unb Kinbern vorgesehen mürbe. Jede ■ Familien sollte 10 ha bewässerbaren rlandes, 5 ha Land für Holzwecke unb 400 ha Tränkanlagen verfehenen Weidelandes er-
Der aufgefteüte Entwurf stützt sich auf Annahme, daß 80 dieser Familien völlig llos sind und für die Ausreise und Nieder- g einen Vorschuß von je 8000 Mk. erhalten, d die übrigen 70 aus ben Bauarbeitern erforderlichen Thalsperre entnommen werben aus eigenen Mitteln bie Kosten ber reife unb Nieberlastung bestreiten sollen.
Rentabilitätsberechnung ergab trotz tiger Ausstellung eine Verzinsung des rderlichen Kapitals mit 8 *ln unb gläuzenbe ";ten für bie Ansiedler. Professor od äußert sein lebhaftes Bedauern darüber, die Durchsührung des Unternehmens auch e noch nicht gesichert sei trotz eindringlicher irtoortung durch Sachverständige, sowie trotz Gutachtens des Preußischen Ministeriums öffentlichen Arbeiten über die unzweifelhafte ische Ausführbarkeit. Wäre das Hatfamas- rnehmen fchon vor zwei Jahren in Angriff immen worden, fo könnte nach Ansicht des jassers..schon in ber allernächsten Zeit mit irniss. - ! dreifachen Zahl ber jetzt vorhandenen Farmer __ Deutsch - Südwestasrika gerechnet werden, thft mn vor zwei Jahren, als kein fremder Ein- & die ruhige Entwickelung des Schutzgebietes
„Sie wird lange ausbleiben, unb daß Du ben »Das 'st nicht der Fall 9et”e1en- , mißlungenen Versöhnungsversuch nicht wieber- Am nächsten Tage begann das Warten unb holst — bafer werbe ich sorgen!" Fragen von neuem unb wieberholte sich bie
Ich nächsten Augenblick flammte ber Brief ganze Woche hinburch, unb jebeSmal, wenn ber
", Das dicke, englische Papier krümmte sich 1 Sekretär sein leises, bedauerndes „nein er-
I machen denn Stein aalt für die rechte" Hand I in der Gluth wie ein lebendes Wesen, bis widerte, wandelte Httgendors die Lust am 'n
6,. -ft g-sch-h es. b«6 -r fti°e° d-4 T-eihe^ nnb würbe °°n ber Dienerschaft mch» mehrbaaan übrig blieb, als ein Hänschen
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- «chnnlich war >°s 2immer kehrte j-d-ch -*36°- mb s» eher“SaligenBasÄe mfgefSert ” »ntoar es totbei So lange k°n»teStetten
B’» KZ I Ä - - J* Xas -asche. ? 7X Ä
fiaffo traf ben Sekretär bereits wieder vor bem I Erscheinens des Freundes erwägend. Dann I Beziehungen als gänzlich abgebrochen betrachte. Bücherfchran Das Buch wurde mit einem trieben ihn Unruhe und Ungeduld fort, zwangen -LUnd die Bitte um Vergebung noch einmal kur?en Also jetzt schnell^ schnell zur Post!" ihn aber auch bald wieder zur Rückkehr. auszusprechen? - Nein! Um feinen Preis
in Emvfana aenomrnm „War jemand hier?" war die erste Frage, wollte es Hagendorf thun.
Eines Morgen? tarn es aber doch anders.! Dann schloß sich der Sekretär in fein I die er an Stein richtete, kaum daß er sein I Auch Stein befand sich in e ige, 8
9S »Sekretär, eben in der Bibliothek beschäftigt, Ammer ein und öffnete das Couvert. Zimmer betreten hatte. rSrSXn Äaske ansckeinender Ruhe
Tiiabm die zwei kurzen, rasch aufeinander! Wirklich' — Der gnädige Herr war mit! „Ja, Herr Baron, erwiderte der Dekretar. I undurchdringlichen Maske aufcheiN 9
X. M vie zwei rurz ,rr w .... | Wirrncy. xer gnaoig V .soeben I Es gewährte ihm ein boshaftes Vergnügen, zu verstecken, hatten ihn bte verflossenen Jahre
5P > Besiedelung Deulsch-Südwest- xv Afrikas.
'Y' ‘) irnfenor' Rehbock - Karlsruhe faßt in ber ■■e ;t?chen Kolonialzeitung" seine Ausführungen " ' "die Besiedelung Deutsch-Sübwestafrikas
i, zusammen, baß biese Besiebelung burch P "Jna kleinbäuerlicher Gemeinden als die
Obtsreichste und allein erfolgversprechende
X ... KV. (Txn-r PTtlPY
--«ÄLÄL'* Marburg 35 Jahrg.
I» d'° triqlta;to.10 R-. Sonntag, 14. CftOl)« 1900. M.«->. - itoto.