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lieber die deutsche L-1rafexpedition über die wir gestern berichtet haben, liegt jetzt eine anssührlichere Meldung vor. Die Straf­expedition wurde abgesandt, da Tags vorher eine Patrouille angegriffen war. Die Deutschen steckten mehrere Dörfer in Brand, in denen Waffen vorgefunden wurden, und rückten auf Nanghungman vor. Boxer, welche außer­halb der Stadt angegriffen, wurden nach kurzem Kampfe zersprengt. Dieselben waren theils mit Gewehren, theils mit Piken und Schwertern bewaffnet. Einige chinesischen Soldaten, die sich den deutschen Truppen auf zwanzig Schritt näherten, wurden niedergemacht. VierDeutsche wurden verwundet.

Mit der Ankunft Waldersee's scheint eine Periode reger militärischer Thätig- keit zu beginnen. Wie das österreichisch-ungari­sche Geschwaderkommando für Ostasien meldet, wurde infolge der Aufforderung Walderfee's die Wegnahme von Shanhaikwan und Tschen- wantao (?) von dem Admiralsrathe am 29. September beschlossen und Alles für eine Aktion vorbereitet. Vorher wurden englische Kriegs­schiffe abgesandt, um zur Uebergabe aufzufordern, worauf die Chinesen die Forts und den Platz bedingungslos räumten. Die britische Flagge wurde in Shanhaikwan gehißt. Alle Admirals­schiffe gehen nach Shanhaikwan, um auf den Forts ihre Flaggen zu hissen.

Die Russen in der Mandschurei.

lieber die Kolonne des Generals Fleischer wird gemeldet: Die Kolonne, bestehend aus 6 Bataillonen mit 10 Geschützen und zwei Sotnien, verdrängte nach hartnäckigem Kampse die Truppen des Generals Schüfe, bestehend aus 6000 Mann mit Artillerie aus einer ganzen Reihe befestigter Ortschaften und nahm das alte Riutschwang ein. Die Chinesen flohen nord­wärts. Von den Russen wurden 7 Offiziere und 18 Mann verwundet, die Chinesen hatten starke Verluste, eine Fahne, deren Träger ge- tödtet wurde, und eine Kanone wurden erbeutet Am gleichen Tage unternahm der Oberst Artamonow auf Befehl des Generals Subbotisch mit zwei Schwadronen Kavallerie eine Rekognos- zirung vor dem allgemeinen Vorrücken gegen die chinesische Stellung südlich von Anschanschaw. Er erkundete mit Erfolg die Flanken und das Centrum der Position und näherte sich auf 300 Schritt dem Feinde, der ihn mit Gewehr- und Geschützfeuer empfing. Es zeigte sich hier­auf, daß die Chinesen mit 14 000 Mann disziplinirten Truppen und 30 Geschützen eine starke Position einnahmen. Ferner wurde

Liebenswürdigkeit auszeichnete, und die Pflicht der Höflichkeit gegen den Gastgeber verlangte von den Gästen, das gleiche zu thun.

Herr von Kronek führte Margot zu Tische. Die Tischordnung war so getroffen, daß sie dem Baron gegenüber saß. Die mußte sich Mühe geben, nicht unaufmerksam zu erscheinen und dem zu folgen, was Leo zu ihr sprach.

Immer wieder wanderten ihre Augen zu dem Platz Hagendorfs hinüber: der eigentliche Tonfall seiner weichen Stimme übte auf sie einen unwiderstehlichen Zauber. Sie war wie berauscht; zum ersten Male hatte sie an das verschlossene Thor des Lebens geklopft und nun war es vor ihr aufgesprungen, und sie schaute geblendet in eine wunderbare, fremde, lockende Welt hinein.

Auch Kronek kam es fo vor als richte Hagendorf, auch wenn er zu andern sprach, seine Worte doch nur an Margot, als bestände zwischen den beiden ein stilles Einvernehmen. Das erfüllte ihn mit einem feindlichen Miß­behagen.

Unten im Garten blitzte unterbeffen Licht um Licht auf. In allen Farben glühte es aus den dunklen Lauben hervor, als wären die Sterne vom Himmel herabgefallen und in dieser grünen Wildniß an den Zweigen hängen geblieben. In der Ferne, in tiefem Dickicht versteckt, begann ein Orchester zu spielen. Das klang wie zärtliches Girren, Flattern und Kosen.

Tort unten im Park muß es herrlich fein," flüsterte Margot unwillkürlich, aber fo leise sie auch sprach, der Baron hatte die Worte vernommen und forderte feine Gäste auf, ihm

bestätigt, daß die Eisenbahn überall zer­stört und die Schwellen weggebracht waren, die Schienen dagegen geblieben feien.

Neue Metzelei.

Der französische Generalkonsul in Schanghai erklärte, daß die Kaiserin -Wittwe auf der Flucht beim Passiren der Stadt Kuang-Hang- Hn den Befehl gegeben habe, alle Euro­päer, welche in der Stadt feien, z u e r - morden. In Folge dessen seien fünfzehn französische Missionare abgeschlachtet worden.

Einzelheiten.

Welcher überaus großen Ouan- titäten Don Munition Kriegsschiffe bedürfen, wenn sie ihre modernen Schnellfeuer­kanonen spielen lassen, erhellt jetzt aus dem eingegangenen Bericht des Commandos des KanonenbootsIltis" über die Theilnahme an dem Gefecht um die Takuforts. Bei diesem haben die Geschütze desIltis" allein 658 Stück 8,8 Centimeter-Patronen, 3174 Stück 3,7 Centimeter-Patronen und 1190 Stück 0,8 Centimeter-Patronen verfeuert, obgleich die Be­stückung des kleinen Kanonenboots nur aus vier 8,8 Ctm.-Gefchützen, acht Maschinenkanonen und einigen Maschinengewehren bestand. Man kann sich aus diesen Angaben leicht einen Begriff machen, wie groß der Munitionsverbrauch sein würde, wenn unsere nach Ostasien entsendeten Linienschiffe in die Lage kommen sollten, ihre Riesengeschütze zu lösen, zumal alle Linienschiffe und große Kreuzer in der Mittel- und kleinen Artillerie gleichsalls Schnellladekanonen an Bord haben. Zum Transport weiteren Kriegsmaterials, insbesondere Munition nach China ist von der deutschen Marineverwaltung der Dampfer Löwenburg" gechartert worden, der eben jetzt von Wilhelmshaven nach China in See gegangen ist, nachdem er seit dem 17. September auf der Nordseestation geankert hatte, um seine Ladung an Bord zu nehmen. Wie man derVoss. Ztg." schreibt, soll auch ein vergrößertes Munitions­lager nach Kiautschou gelegt werden.

Umschau.

Chin a und das Völkerrecht" ist der Gegenstand eines Aufsatzes von Prof. Jellinek in Heidelberg in der neuesten Nummer der von Laband, Stenglein und Staub heraus­gegebenenDeutschen-Ztg." Wir heben daraus folgende Sätze hervor:

Es ist dem weit verbreiteten populären Urtheil zu begegnen, daß das Völkerrecht nothwendig wie für jeden Staat, so auch für China gelte. Das in der

ans der Schwüle der Gemächer in die Kühle des Parkes hinunter zu folgen.

Nachdem die Tafel aufgehoben war, bildet man zwanglose Gruppen. Der Major politisirte mit einigen älteren Herren, und Tante Dorothea, des Majors Schwester, war in ein Gespräch mit der Gräfin von R. verwickelt.

Auf dem mit vergoldeten Schäferstäben ab- gesteckten Rasenplatz schwebten tanzende Paare dahin, andere hatten in den Grotten und Zelten Platz genommen.

Bruno Heller sah nichts von der feenhaften Pracht, er beobachtete nur die zwei hohen Ge­stalten, welche fo schweigsam Arm in Arm, bald zwischen den uralten Eichen verschwanden, bald an einer weniger dichten Stelle wieder sichtbar wurden.

Es kochte in ihm, und am liebsten wäre er den beiden nachgestürzt, um Margot von der Seite des Mannes fortzureißen, den er von dieser Stunde an als feinen Todfeind haßte.

Im selben Augenblick kam Gretchen auf ihn zu:O, lieber Doktor, Papa hat doch recht ge­habt ! Da laufe ich nun herum, wie ein armes kleines Küken und weiß gar nicht, wo ich hin­gehöre. Nehmen Sie sich doch meiner an! Zch möchte so gern einmal tanzen."

Grethchen ahnte freilich nichts davon, welche bangen Gefühle in der breiten Brust wogten und tobten, an die sie zutraulich ihr blondes Köpfchen im Tanze schmiegte.

Margot und Hagendorf hatten das Ufer des Sees erreicht, auf dessen dunklem Spiegel die weißen Wasserrossen im Mondlicht schimmerten.

Darf ich Sie nicht an das andere Ufer hin­über rudern?" fragte Hagendorf höflich.

europäischen christlichen Staatenwelt entstandene Völker­recht gilt vielmehr nur für die Staaten, die es an­erkannt und nur, insoweit sie es anerkannt haben. So ist die Türkei erst 1856 in das Concert der Mächte und damit in die volle Gemeinschaft des Völker­rechts ausgenommen worden. Daß China jedoch das abendländische Völkerrecht in Bausch und Bogen angenommen habe, wäre eine ganz un­erweisliche Behauptung. Ungleich den Japanern, die bewußt mit ihrer ganzen Vergangenheit gebrochen haben, hat China nur höchst widerwillig, äußerem Drucke nachgebend, seine uralte Abschließung gegen fremde Nationen durchbrochen und einen beschränkten Verkehr mit den civilisirten Staaten begonnen. Niemals aber hat es seine hochmüthigen politischen Prätensionen und Fiktionen aufgegeben. Völkerrecht setzt in erster Linie Anerkennung der Staatengemein­schaft und der selbstberechtigten Persönlichkeit von deren einzelnen Mitgliedern voraus. - An dieser negirenden Haltung Chmas gegenüber dem Völkerrecht hat auch der moderne Gesandtschaftsverkehr nichts ge­ändert. Wenn es auch die fremden Gesandten heute ab- lehncn, sich den entwürdigenden Zeremonien zu unter­werfen, die bis vor kurzem der Hof von Peking von ihnen forderte, so hat dieser doch keineswegs die Koordina­tion der auswärtigen Mächte mit China öffentlich seinem Volke gegenüber annerkannt. Die Stellung der fremden Gesandten in China beruht nicht auf dem Völkerrecht schlechthin, sondern auf Privilegien, die in Verträgen enthalten sind. Ein Angriff auf einen Ge­sandten bedeutet daher für China bloß einen Vertrags­bruch, nicht Verletzung einer gründsätzlich anerkannten 9iorm des Völkerrechts. Dee Vorstellung von der Heiligkeit der Verträge, von der Bindung des Staates an sein einmal gegebenes Wort ist in China nicht vorhanden. Lüge, Verstellung und Heuchelei gehören in dem Blaße znm Inventar chinesischer Regierungs­kunst, daß ihr die Verwerfung derartiger politischer Mittel nicht als sittlicher Vorzug, sondern tadelns- werthe Schwäche oder sträfliche Thorheit erscheint. Aller Fortschritt im Völkerrecht kann als Fortschritt in dem Bewußfein der Nothwendigkeit der Vertragstreue bezeichnet werden. Seit den ältesten Zeiten hat es Staatsverträge gegeben, die einen durch augenblick­liche Umstände gebotenen modus vivendi zwischen zwei Staaten darstellten. Ein Völkerrecht giebt es aber erst seit der Zeit, da die Staaten erkannten, daß sie durch die von ihnen vollzogenen Vereinbarungen und Verträge unabhängig von den wechselnden Forder­ungen der Tagespolitik gebunden seien. Diese höhere Stufe hat China bis heute nicht erreicht, und darum kann dort ein oder der andere Satz des Völkerrechts vorübergehende Anerkennung finden; das ändert aber nichts an der Thatsache, daß es bis-heute sich außer­halb der Gemeinschaft des Völkerrechts gestellt hat. Am deutlichsten tritt dies im Kriege hervor. Tas Völkerrecht im Kriege verdankt seine reichste Ent­wickelung den letzten Dezennien; es bedeutet in vielen Punkten einen hervorragenden Fortschritt in den Rechtsüberzeugungen selbst der civilisirtesten Nationen. An diesem Fortschritt hat China sicherlich nicht Theil genommen. Eine Regierung, die ihre hohen Beamten ohne jedes Verfahren köpfen läßt und die Hin- fchlachtung ungezählter Unterthanen mit Erfolg an- zubefehlcn vermag, ist garnicht im Stande, ihren Truppen Achtung feindlichen Lebens und Eigenthums einzuprägen. Wer gewohnt ist, den eigenen Volks- genosfen niederzumetzeln, kann es schwerlich fassen, daß er den gefangenen Feind schonen soll; einen bahin zielenden Befehl hielte er um so mehr für nicht ernst

Margot nickte stumm und stieg in den Kahn hinab. Ihr war, als solle sie nun ihrem Schicksal entgegen schwimmen, weit hinaus wohin, das wußte sie nicht.

Ohne ein Wort zu reden erreichten sie die Mitte des Sees.

Da neigte sich der Baron plötzlich über den Rand des Bootes, brach eine schimmernde Wasserrose und reichte sie ihr schweigend. Ihre Hände streiften sich, und wie ein wildes Feuer durchzuckte es das Mädchen.

Die Blumen sollen Unglück bringen!" flüsterte sie leise.

Unglück? Mich begleitet es schon lange als grauer Gefährte. Es blieb mir feit Jahren treu, ich konnte mich nicht dagegen wehren. Wo ich ging und stand, da breitete es feine grauen Schwingen über mich' aus; wenn ich's auch abschütteln wollte, es folgte mir wie ein Schatten. Aber es soll gute Geister geben, die im Stande sind, die bösen zu bannen, und seit meiner Rückkehr glaube ich einem solchen be­gegnet zu fein.

Tas andere Ufer war erreicht.

Margot hat die leidenschaftlich bewegten Worte vernommen und den Hauch feines heißen Athems auf ihrer Schulter gefühlt, wagte aber nicht aufzublicken. Wie ein bebendes Vögelchen, welches fühlt, daß es gefangen ist, faß sie da. Er reichte ihr die Hand, um sie beim Verlassen des Kahnes zu stützen. Dann gingen sie eine Weile schweigend neben einander her.

Es heißt, der Glaube mache selig," begann Hagendorf wider,und ich möchte fo gern wieder glauben können! Die Vergangenheit heißt das Gespenst, das mich verfolgt. Man hat

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rden Bestellungen auf dieLberheff. ilu-rfl" uebst ihren Beilagen von unserer

eafts Plein,

mit dem Kreisblatt für die Kreise Marbnra and Kirchhain

>en 2.25 Mk. vierteljährlich.

Die Wirren in China.

pie Antwortdepesche des Deutschen Kars ers

41 iertc11 d 1)11id)cr Bezugspreis: bei der Expedition 2 Mr., bei allen Postämtern 2,25 Mk. (excl. Bestellgeld).

Jnsertionsgebühn die gespaltene Zeile oder deren Raum 10 Pfg, Rcclamen: die Zellt 25 Pfg.

Marburg

Freitag, 5. Oktober 1900.

Erichcinl täglich außer an Wenlageu naaj uni) Feiertage.!.

Sonntagsbeilage: Jlluftrirtes Sonntagsblatt.

Druck und Verlag: Joh. Ang, Koch, Universitäts-Buchdruckern

Marbnra Markt 21. Telephon 55

In leg mit! r. 50 f nie I

jlpl t dxn König von China findet nach den bis it Nh vorliegenden Drahtberichten im Inland wie ^orri 2(uglanb rückhaltlose Zustimmung; in London 1 ;e IN Paris ist d ie Zustimmung fast eine jj llmsiastische, obwohl in diesen beiden Haupt- ntuih dien sich gleichzeitig wieder die ersten leisen

r*«l Petition (Markt 21) unseren Ausgabestellen Kirchhain und Neustadt, sowie von m Postanstalten und Landbriefträgern ent-

^Hegenommen. DieOberhessische Zeitung" '* tet nach wie vor 2 Mark, durch die Post be-

tornj aße.3.

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*k-J- stütze zu eifersüchtigen Reg-ungen be- srei » Tfbar machen. Aus Paris wird nämlich ik. i,5 egraphirt, daß gleich Deutschland nunmehr gerbli ch andere Mächte dem Kaiser Kwangsü ihren eler)ü hutz versprechen wollen, damit es nicht aus- J. als ob Kwangsü unter deutschem Protektorat 1" f)C. Und in London hat ein Blatt die Ent- 5. fung gemacht, daß Kaiser Wilhelms Dor- ~ lag, der Kaiser von China möge nach Peking Itt rückkehren, auf Grund eines bereits reiflich icogenen Arrangements der Mächte erfolgte, gtefi ie Wiener Blätter befprechen den Depeschen- NhkÜ $lel zwischen dem Kaiser von China und Kffen. m deutschen Kaiser sehr sympathisch.

TieNeue Freie Presfe" schreibt, die Ant­on des deutschen Kaisers laute ^entschieden und chdrücklich. berechtige aber doch zu der Hoffnung, tz die Blächte sich wieder mehr zusammen- li en würden. DasFremdenblatt" t besonders bemerkenswert die Thatsache, daß in kaiserlichen Antwort die Beschwerden im Namen I er Völker, ja der ganzen Menschheit, erhoben rden, und daß die Ratgeber des Kaisers von China AMramwortlich gemacht werden. DasNeue 2^2* neuer Tagblatt" bezeichnet die Antwort als raiüg, doch weise gemäßigt." Die Antwort enthalte ne Forderung, der sich nicht alle Mächte, China in- gnifen, rückhaltlos anschließen könnten. Die Österreichische Volkzeitung" sagt, die Ant- m sei einer großer Schritt auf dem Wege zur -- t Stellung des Friedens. DieDeutscheZeitung" «ibt, der Kaiser konnte und durfte nicht anders tu orten. Die Mächte sollten im eigenen Interesse gft. 1 der Frage der Sühne fest zusammenstehen. Das ... .rBeue Wiener Journal" schreibt, die Antwort ~JL' '" '>'r ''" von den

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(Nachdruck verboten.)

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Treue.

Roman von Ada Dörner. (Fortsetzung.)

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Als er Margot die Hand znm Gruße reichte 'zuckte sie ein ihr bisher fremd gebliebenes niges Gefühl. Sie hatte feit ihrer frühesten Zend so viel von diesem Manne gehört, der a \ ihrer Phantasie als ein kühner Held lebte, r,e ihn die Märchen schildern. Und nun stand _J ^iefem Traumbild ihrer Kindheit gegenüber, fivas Müdes, Schwermüthiges wie ein "er Gram, der nicht sterben will sprach Meinen Augen, wenn sie so sinnend auf ihr daß sie ein seltsames Mitleid mit dem l 46,Jt°nne ergriff. Ohne es sich recht zu gestehen, sie feit ihrer ersten Begegnung den -WO ihm helfen zu können die Last, die er . mit ihren Händen von feinen Schultern

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b-wROs eine Macht, die sie sich selbst nicht erklären KHÄ ®mte, die sie aber in einen Bann hineinzog, 3En den sie schwach und machtlos war.

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nLso-^^kvohl es nicht an jugendlichen Schönheiten >raS* "steten sich doch bei Margots Eintritt $ Augen auf sie. Margot gehörte zu den w«* Erscheinungen, man annte sie kaum, denn «ren lebte sehr zurückgezogen und besuchte Mals größere Gesellschaften.

blieb nicht unbemerkt, daß der Freiherr Major und dessen Familie mit besonderer

35. Jahrg.