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Feh!» angesehen »erben, insofern et geeignet ist, ben Chinesen eine bequeme Hanbhabe zu geben für bas Hinausziehen »nstlicher Friedensverhandlungen.

Es scheint sich aber trotz alledem militärisch ein Ank weg zu bieten in bet Räumungsfrage, bet auch politisch gangbar sein bürste nnb erörtert werben soll. K.

Umschau.

Eine Spaltung in bet deutsch-sozialen Reformpartei.

Der Parteitag her beutsch-srzialeu Reform Partei, bet gestern in Magdeburg eröffnet würbe, hat ben längst erwarteten Krach wirklich herbrigeführt. Die Magdeb. Ztg." berichtet darüber:

Beim Rechenschaftsbericht über die THStigkeit der Reichstagsftaktion verwies Reichstagsabgeordneter Raabe-Hamburg auf die vor einigen Tagen versandte Druckschrift. Deren Inhalt wurde in verschiedenen Punkten bemängelt und als ungenau bezeichnet. Ueberhaupt ergab die lange Besprechung hierüber, daß in der Partei nicht Alles so ist, wie eS viele Mitglieder wünschen, und daß auch die Abgeordneten durchaus nicht einig find. Besonders scharf wurden die Herren Liebermann v. Sonnenberg und Raab angegriffen. Schließlich stellte Graf Reventlow ben Antrag, dem Vorsitzenden der Reichstagsfraktion, Herrn Bieber mann von Sonnenberg das Ver­trauen des Parteitages auszudrücken. Dieser Antrag rief wieder eine lange, zum Theil hitzige Erörterung hervor. Herr v. Liebermann erklärte, daß er bei Ablehnung des Antrages mit feinen Freunden nicht mehr in der bisherigen Art in der Partei thätig fein könne.

DaS Ergebuiß der namentlichen Abstimmung war die Ablehnung des Antrages mit 85 gegen 75 Stimmen. Herr v. Liebermann erklärte hierauf im Namen feiner politischen Freunde den Austritt aus der Parteiorganisation und forderte feine Gesinnungsgenossen auf, sich um ihn zu versammeln zur Gründung einer neuen Organisation. Mit ihm verließ etwa die Hälfte der Versammelten den Sitzungssaal. Der Vorsitzende, Abg. Zimmermann, forderte zumFest­halten an der Partei in der alten ehrlichen Weise* auf; eS fei besterklein, aber rein."

D i e Nothlage der Landwirthschaft wird durch folgende Ausführungen desVogt- ländischen Anzeiger und Tageblatt" sehr eindringlich beleuchtet:

Unsere sächsischen KammergLter find landwirth- schaftliche Musterwirthschaften, gut ausgestattet und gut geleitet. Ihre Erträge werden daher ein zu-

Me hast Du aber in Geldnoth kommen können?" Mein Vater war gestorben, fein gutes Gehalt fortgefallen, Vermögen nicht vorhanden, die Witwen- Pension meiner Mutter winzig, ich mußte des Kindes Dankbarkeit bekunden, und eine LeutnantSpeufion ist selbst als Kriegspenfion keine Millionenrente. Ich habe gedarbt, Freund Dir kann ich es ja sagen , ost trocken Brod gegeßen und mich lange ver­geblich bemüht, eine einträgliche Stellung zu erhalten. Endlich hat mir mein hochseliger Großherzog geholfen. Der wackere Fürst, der tapfere Führer unser» hessischen Division, bet mir persönlich auf dem Schlachtfelde das Ritt»kreuz des Ordens Philipps des Groß- müthigen überreicht hat, mußte von mein» üblen Lage durch wen, weiß ich nicht gehört haben, befahl mich zn sich nach Darmstadt, forderte offene, rückhaltlose Darstellung meiner Lebensverhältnisse, übernahm dann in freigebigst» Art die Versorgung meiner Mutt» und verschaffte mir selbst die Bürger- meisterstelle in einer kl einen rheinischen Stadt. Dort lebe ich nun."

Allein?"

,3a! Die Mutter ist ihrem Gatten gefolgt." Und Du bliebst uuverheirathet?"

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Fandest Du nie Gelegenheit, Dir ein häusliches Glück zu gründen?"

Ich suchte nicht darnach."

Du suchtest nicht? Und ist Dir ungesucht niemals ein Mädchen begegnet, das Du hättest lieben können? Hast Du nie geliebt? He, holla, Freund, jetzt überzieht eine Purpurgluth Dein kummervolles Gesicht. Nein, Du entziehst mir Deinen Arm nicht, ich Halle Dich fest und will mehr noch hören! Deine financiellen Lagen find eS nicht allein gewesen, welche Dich vergrämten und Dich mir und vielleicht noch

tllffendeS Bild von der gegenwärtigen Loge der Land wirthschast bei uns geben.

Die sächsischen Kammergüter umfassen ein Areal 2977 Hektar 74,9 Ar und find im ganzen nach 110846,86 Steuereinheiten abgeschätzt. Amtliche Veröffentlichungen über die abgeschlossenen Rech- nnngtn der Kammergüter liegen jetzt bis zum Jahre 1898 vor. Das Gesammteinkomme» dieser Güter belief sich im genannten Jahre 1898 nach Abzug sämmtlich» Baukosten, Abgaben und deS sonstigen Aufwands auf 125645 Mk. 78 Pfg., woraus fick für ein Hektar ein durchschnittlicher Ertrag von 42 Mark 19 Pfg., und für die Steuereinheit ein solcher von 1 Mk. 13 Pfg. ergiebt.

Nun vergleiche man mit diesem Ertrage von 42 Mk. 19 Pfg. auf das Hektar die Erträge früherer Jahre, alS die Landwirthschaft noch nicht so tief niedergedrückt war wie jetzt.

Nach den amtlichen Rechnungsablegungen Über die sächflschen Kammergüter betrug der durchschnitt­liche Ertrag deS Hektars im Jahre

1885; 71,75 Mk.

1896: 67,91

1887: 72,30

1888: 63,82

1889: 56,75

1890: 55,35

Und 1898 find wir mit dem Ertrage unserer Kammergüter glücklich auf 42 Mk. 19 Pfg. ange­langt !

DaS find traurige Zahlen; aber fie werden ge­wisse Blätter nicht hindern, mit der internationalen Börsenpreise zusammen auf die deutschen Bauern los­zuhämmern, als wenn die deutschen Landwirthe und nicht ganz andere Leute es wären, die fich auf Kosten deS deutschen Volkes bereichern und Millionen auf Millionen häufen." *

Die Wirren in China.

Interessante Nachrichten übermittelt uns ein Telegramm aus Schanghai, das von der Nachrichten-Expedition des deutschen Flotten- Vereins heute bei uns eingetroffen ist. Das vom gestrigen Tage, vom 10. September, datierte Telegramm besagt:

Gewischte Truppe» habe« die Be- festigu«ge» von Pattang in der Nähe von Takn angegriffen. Die Verlnste solle« erheblich sei«. Die Japa«er wolle« 600 Ma«« i« Shanghai lande«. Der DampferRhei«" mit dem Kommandeur der ostafiatische« Expeditionsarmee Exeellenz von Leffel an Bord ist

manchem guten Freunde in d» Well entfremdet haben. Dn hattest noch and«en Kummer. Sprich, ich taffe Dich nicht."

Nun, so fei es. Zu Niemandem sprach ich noch darüber, Dir sei eS gesagt!"

Ich bin begierig!"

Entsinnst Du Dich noch, als wir vor fiebzeh« Jahren zusammen weilte» und »ach Biebrich gefahren waren, um einige Stunden am Rheinufer zu fitzen, der Gesellschaft, die an unsnern Nachbartische saß?"

DaS ist zn viel verlangt; w» kann wohl eine fremde Gesellschaft ix der Erinnerung behalten, mit der man einmal vor langen Jahren Tisch an Tisch gesessen Hst?'

Diese Gesellschaft Halle ab» etwas Besonderes. In ihr befand fich ein junges Mädchen"

Aha, nun kornrnt's!"

Bildhübsch",

Natürlich l"

Das junge Mädchen leistete mit einen Dienst. Ein großer Hund, dn im Garten hernrnwüthete, riß mir einen meiner Stöcke fort, und da sprang baS junge Mädchen, meine Hülflofigkett bemerkend, herzu, holte mir den Stock wieder, und überreichte ihn mir, für den bösen Hund um Verzeihung bittend."

Jetzt besinne ich mich, Münchhof, ja wohl, hast Recht, es war ehr kapitaler Hund, so eine herrliche dänische Dogge sah ich yoch nie und habe fie »och nie wiedergesehe». Fünfhundert Gulden hätte ich dem von mir beneidete» Besitzer sofort dafür auf den Tisch gelegt

Ich spreche von dem Mädchen," erinnerte Münchhof etwas unwMg.

Ja richttg, ein kleines Mädchen war dabei, ein recht nettes Ktted, aber der Hund war schön«."

(Fortsetzung folgt).

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Vi* Alt) LL5 Mk. («rfi. Vefkllg-H), Saftntfalgeiiht: di, g«., barg, Wien: Rudolf Moste, Frankfurt a. M., Berlin. München, Köln;

&& oder bw. A«» W M«. -»JM« Mi W Mittwoch, 12. September 1900. e. L D«nbe a To., Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover. Paris it.

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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

gl «fr OWiag: SH. An«. in Äwwsg. verauworttich fit di» Redaktion: Redakteur Hans Hnvfe, w Sterbet.,

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Zur Frage der Räumung Pekings.

Im Vordergründe des politischen JntNisses an it« Vorgängen in China steht imm» noch der soge­nannte russische Zwischenfall. Er kam jedenfalls der nichtrusfifchc» Diplomatie durchaus unetwattet. Und »ii Recht; den« er paßte so gar nicht in de» Rahmen in internationalen Entente, welche naturgemäß nur da»» einen festen Untergrunb aufweisen Ian», wenn grundsätzlich alle Frage» ausgeschieden bleibe», fei deren Erörterung politische oder militärische Diver- ginzen vorauszusehen waren. Man konnte ab» doch in St. Petersburg keinen Augenblick darüber im Zweifel sei», daß der russische Vorschlag, Pekiug militärisch preiSzugebe» und das operative Schwer- g,wicht nach Tienlfiu zu verlege», bei de» meiste» Mächte» auf schwere und durchaus gerechtfertigte Be. denke» stoßen mußte. Und zwar auS politischen wie militärischen Gründen. Oder richtiger, weil die »iMrische Preisgabe von Peking als ein strategischer Fehl» erster Ordnung dazu angethan erscheint, unab- fthbare politische Konsequenzen nach sich zu ziehen.

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Jedenfalls ist aber jetzt in eklatantester Form der beweis erbracht dafür, daß die Formel, welcher man «ch neuerdings in der russischen Presse begegnet in Sachen des Oberkommandos in China, daß dasselbe nämlich lediglich untn militärischen Gefichts- Mkten zu agirex habe, nur einen pcpiernen Werth hat. Oder glaubt man wirklich, daß das Ober, kmwando in China auch nur halbwegs seine verant­wortliche Aufgabe militärisch zu erfüllen im Stande sei, wenn politische Zwischenfälle, wie der russische «änmuutzsvmschlag, Ziel und Richtung der mili- täüschc» Maßnahme» über Nacht verschiebe» ? Solches polittsche» Eingreifen schließt doch die Hauptsache bei jeder milstärischen Aktion, die Stetigkeit und Folge- richtigkett deS operativen Wollens, aus.

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itoriti Wenn man das russische Cornmunique, welches 7a< den Vorschlag macht, Peking zu räume», unbefangen -Flaa «8ft, so kan» man fich beim besten Willen nicht Ml, dem Eindruck verschließe», daß alle für die Räumung 5, t «geführte» militärischen Gründe lediglich der Aus- , jlnß politischer Erwägungen find, denen die ersteren - «gepaßt wurden. Denn dieser Vorschlag wird be»» schon ganz allgemein als ei» Bruch mit der Prcxis x deS Krieges angesehen werde» müsse», welche stttS

3 s dahin geht, fich vor Allem militärisch die­jenige» Operationen zu sichern, welche nöthig er­scheinen, um die Ziele zu erreiche», welche man j apolitisch anstrebt.

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Beide wurde» Soldaten i» ihre» Heirnathsstaate» - md «b lebten ihrem Berufe mll solchem Eifer, daß sie (Sv in langen Briefen wenig Zett fanden, aber kurze ^Aldschaftliche Grüße waren immer hi», nnb berge- $Nex. Die letzte österreichische Karte, welche Ende

I» diesem Zusammenhänge ist auch im Jahre 1870/71 der Kampf um den Besitz Paris als der Landeshauptstadt geführt worden. Dieser Kampf hat Mtärisch große Anstrengungen deutscherseits nöthig

(Nachdruck DtrbiUr.)

Richt zu spät!"

Ein« kl«in« Plaudrrii vom Rh«iu«.

Bon Hugo Sind«I6erg.i

(Fortsttznug.)

Sie waren Jugendfteunde gewesen und zwar in i«m goldnen Mainz, als es noch Bundesfestung MA d»r. Franz von Kubelka, der Sohn eines öfter» LMWfäex OfficierS, und.Erwin Münchhof, aus einer E«» rheinhessischen Beamtenfamilie stammend, hatte» mH als Knaben und Jünglinge trotz manchen polittschen xM vkettes innig aueinandergeschlofien. Sie hatten W gerade die glänzendste» Schulzeugniffe aufzu« Me», aber fie waren gute Turner und vortreffliche vchwimmer, wußte» als Secu»da»er schon recht Meidig mit dem Schläger umzugehen und waren «eister im Ruder» und Segeln auf dem Rheine. Tüchtige, schwertgegürtete Männer zu werden, war v Ideal, aber auch zusammenbleiben wollte» fie "Ä oft beriethe» fie, wie fie beide in ein öfter« -- HchischeS oder in ein hessisches Regiment eintreten & e*1 toie ste zu diesem Zwecke den Widerstand der beffj85ter überwinden könnten. Der Krieg von 1866 ^chte dem Beisammenleben ehr Ende, Franz von wbelfa verließ mit de» österreichische» Truppe« die "lte Rheinstadt.

Beim Abschiede äußerte er wehmüthig:Ich ^°ube, wir komme» «u» ganz auseinander," und «Win Münchhof Halle nur geantwortet:Aber ix Mer Erinnerung behalten wir uns immer!"

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gemacht, er ist aber mit zäher Beharrlichkeit durch- geführt worden, weil der Besitz von Paris die Grund­lage bildete für alle weiteren polittschen Demarchen Deutschlands.

Aehnlich liegen die Verhältnisse hinsichtlich Pekings. Allerdings immer nur vorn Standpunkte einer Politik ans, welche alle Sonderintereflen hinter dem Bestreben der Erhaltnng des allgemeine» Einverständnifses in Sachen Chinas zmücktreten läßt.

Für das russische Sonderinteresse hat auch that- sächlich die milttärische Okkupiruug Pekings keine be­sondere Bedeutung mehr, seitdem die russischen Operationen in der Mandschurei einen so günstigen Verlauf genommen, daß in absehbarer Zeit Rußland militärisch der Herr der Mandschurei sein wird. DaS Gleiche gilt von den Fortschritten der russischen Waffen in den Provinzen Kirin und Schivg-king. Rußland gewinnt hierdurch eben diejenigen mili­tärischen Unterlagen, welche e8 braucht, um seine politischen Ziele zu erreichen.

Vom russischen Standpunkte aus wäre des­halb auch gegen den Gedanken, Peking wieder zu räumen, an sich nichts einzuwenden. Da aber Ruß­land nicht für sich allein in China engagirt ist und eS wiederholt bestimmt erklärt hat, daß es in China keine spezifische russische Politik treiben wolle, so brauchen seine Gründe für die militärische Preis­gabe Pekings für die übrige» Mächte nicht maßgebend zu sein. Hier beginnt also die politische Divergenz und es kau» fich bei der Sachlage nur noch darum handeln, eine» Weg zu finden, der auf die trotz aller diplomatischennVerschleiernng ihatsächlich bestehenden rnsfische» Souderwünsche Rückficht nimmt, ohne die vollkommen berechtigte» allgemeinen politische« Ziele der übrigen Mächte außer Acht zu lassen.

Gegen den Willen Rußlands «nd in gewissem Sinne gegen denjenigen Japans läßt fich die Chinefische Frage aber ebensowenig politisch wie militärisch lösen. Diese beiden find allein in der Lage eine» Landkrieg großen Styles gegen China für längere Zeit führen zu können, weil ihre militärische Hilft quellen fich am nächste» zur Stelle befinden. AehnlicheS gilt zwar auch für England in Hinficht auf seine militärische Position in Indien, aber Eng land ist durch andere Rücksichten in seiner kriegerischen Aktionsfähigkeit China gegenüber eingeengt. Alle übrigen Mächte können aber immer nur mit be> schränkten Mitteln eine» Landkrieg gegen China führe» und das wiffe» die Staatsmänner ganz genau. Deshalb mußte auch der russische Räumungsvorschlag Wasser auf die Mühle der chinesischen Diplomatie sein, weil er als Anzeichen gelten konnte für eine Zersplitterung der Großmächte, die in ihren Folgen jedenfalls der verschlagene» chinesische» Politik zu gute komme» mußte. Deshalb ist der Räumungs­vorschlag als solcher auch politisch meistens als ei»

Juli 1870 ix die Hände Münchhofs gekommen war, hatte nur die Worte enthaften:Viel Glück! Ich be­neide Dich!" Der deutsch-ftanzöfische Krieg hatte dann die Verbindung zerrissen, aber eix Wiedersehen hatte im Jahre 1883 stattgesunden, als der KriegS- invalide Münchhof wiederum die heilende» Waffer Wiesbadevs ausgesucht hatte.. Da hatte fich Franz v. Kubelka Urlaub genommen und war z« seinem allen Jugendfreund geeilt. Er fand de» beneidete» und bewunderte» Heide» »och immer mühsam an Stöcken gehend, aber voller Begeisterung für ben siegreich durchgefochtenen Krieg «nd voller Jugendlnst und Hoffnungsfteudigkett. Diese waren aus den spärliche» Briese», welche Münchhof feinem Freunde als Antworten sandte, verschwunden, wie er nach und »ach den Briefwechsel Zgonz einstellte. Nun dieses Wiedersehen unerwartet nach fiebzeh« Jahre«.

Nun aber beichte, Freund und Kamerad," sagte Kubelka,weshalb D« mit unserer Korrespondenz aufgehört hast und weshalb Deine letzte» Briefe so traurig «nd schwermüihig lauteten? Jetzt habe ich Dich am Arme, Du entrinnst mir nicht, und die Wahrheit will ich teiffeu!"

3a, lieber Freund, so eix alter Invalide hat doch keinen Grund, lustig zu sei». Ich habe in den erste« Jahren viel mit dem zerschossene« Bei« z« thu« gehabt. Dan« war ich auch weshalb soll ich es Dir gegenüber leugnen? ix schlechten pecuniären Verhältnissen."

Dann hättest Dn erst recht Deinem alten Freunde schreibe« müsse», wir habe« ans doch gelobt, uns in der Noth nie im Stich zu lassen."

Ja, ja, aber der Stolz! Ich brachte eS nicht ix die Feder. Klagen ist überhanpt eine miserable Sache."