Wöchentliche Beilege«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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Marburg
Sonntags. September1900.
Ätqeigm mhrn«r entgegen: die Expedition dieser Blatter, die Annoncen» fcimwt von Hsasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde» burr, Wien; Rudolf Stoffe, Frankfurt a. M.. Berlin, München, Köln; L, L. Danbe * 60., Frankfurt e. M.. Berlin, Hannover, Paris k.
35. Jahrg.
Zweites Blatt.
Was deutsche Dichter verdienen.
Von den Einnahmen der deutsche» Dichter und Schriftsteller sprach Tony Kellen in zwei Aufsätzen, die Paul Lindaus Monatsschrift „Nord und Süd" kürzlich veröffentlichte. lieber denselben Segenstand führt nun ein Artikel der Zeitschrift „Wiener Rundschau* u. A. aus:
Auch i» früheren Jahrhunderten waren, wie heute, jene „beliebten Autoren*, die den größten Erfolg bet ihren Zeitgenossen fanden, nur höchst selten zugleich die besten Schriftsteller ihrer Zeit. August Lafontaines Erzählungen (150 Bände) wurden vielfach den Werken Goethes vorgezogen. Kotzebue hatte in den Jahre» 1790 bis 1810 an Lheatereiuuahmen (abgesehen von seinen sonstigen Bezügen) fast viermal soviel, wie sein Zeitgenosse Schiller und dessen Erben.
Kläglich besoldet war Kleist als Diätar in Königsberg. In Berlin, wohin er sich aus patriotischen Gründen begeben, fand er keinerlei Unterstützung und ging daran zu Grunde. Justinus Kerner, der in Geldsachen ei» Kiud war, bekam für sei» erstes Werk 20 Freiexemplare und das Recht, Bücher im Ge- sammtwerthe von 32 Gulden und 30 Kreuzern bet seinem Verleger zu erheben; die ärztliche Praxis brachte ihm fast gar nichts ein, da er meist unentgeltlich behandelte. Kant erhielt erst in seinem 46. Lebensjahre eine Professur, mtt der übrigens ein sehr mäßiges Gehalt verbunden war. Seine schriftstellerische Thätigkeit brachte ihm fast gar nichts ei». Sein Hauptwerk wurde vo» dem Verleger Hart- kuoch iu Riga mit einem Honorar vo» 4 Thalern für den Druckbogen bedacht, nachdem der Verleger Hartung (Herausgeber der „Königsberger Hartung- scheu Zeitung*) das Mauuscript zurückgewteseu hatte. Dagegen waren die Einnahmen aus den Collegien- geldern stets ziemlich ansehnlich. Freiligrath wurde (1838) durch den Erfolg seiner Gedichte veranlaßt, den Kaufmannsberuf, dem er sich ursprünglich gewidmet hatte, an den Nagel zn hängen. Einige Jahre laug bezog er von Friedrich Wilhelm IV. ein Ehrengehalt von 300 Thalern, auf das er später (1844), als Hoffmanu von Fallersleben das Lied vom „Schweigethaler* anstimmte, fteiwillig verzichtete. Seine Schriften brachte» ihm nicht immer wenig. Dennoch mußte er es vorübergehend in einem Handlungshause, danu iu einer Bank versuche». Neu» Jahre vor seinem Tode ergab ein Aufruf zur Unterstützung des Dichters, von Emil Rtttershaus geleitet, binnen Jahresfrist die Summe vo» 60000 Thalern. Hoffman« von Fallersleben bezog, seiner Professur enthoben (1848), ei» Wartegeld von 300 Thalern, dem sich zwölf Jahre später ein herzoglich Ratibor- scheS Bibliothekars gehalt von 300 Thalern zugesellte. Heine, der von seinem ursprünglichen Verleger Dümmler für einen Sammelband („Harzreise*, „Nordsee", „Heimkehr* u. s. w.) 2 Lomsdor für den Bogen verlangte, wurde mit seine» Manuscripteu abgewiesen. Campe gab ihm für den ersten Land der „Reisebilder" 50 Louisdor. De« gleichen Betrag erhielt er für sämmtliche Auflagen des „Buches der Lieder*. In Paris brachten ihm seine literarischen Arbeiten Anfangs nur 3000 Fr. jährlich ein. Sei« Onkel setzte ihm eine Jahresrente von 4800 Fr. aus. Für seine sämmtliche» Werke, die er der Firma Campe auf elf Jahre überließ, erhielt er 20 000 Fr. Sein Nachlaß wurde um 10000 Fr. erworben. Heine war kein schlechter Geschäftsmann. Aber Goethe war im Grunde ein befferer: seinen Bemühungen ist es zu bauten, daß sich im Laufe der späteren Zeit die Verleger bereit zeigten, ihren Autoren angemessene Honorare zu sicher«.
Von einschneidender Bedeutung war die gesetzliche Regelung des dramatischen Eigenthums, die Sicherung der „Tantiemen". Grillparzer (1833 bis 1856 Archivdirektor der Hofkammer) hatte noch zeitlebens ein sehr geringes Einkommen. Im Uebrigen hatte er den Leopoldsorden, später auch den Hofrathstitel, und bekam sogar ein Jahr vor seinem Tode ein Ruhegehalt vo» 3000 Gulden ausgesetzt. Damals schrieb Bauerufeld:
Zählt ein Dichter acht-,ig Jahr', Kommt er hier zn hohen Ehren, ■ Auch zu höherem Solar, Es im Jenseits zu verzehren.
Hebbel erhielt für seine Trilogie „Die Nibelungen" 1000 Thaler (Preis des preußischen Königs).
Seit den fünfziger Jahren gilt der Roman als besonders einträglich. Freytags „Soll und Haben" erlebte fast jedes Jahr eine neue Auflage. Die „Ahnen* (7 Bände) wurden mit 420 000 M. houortrt. Spielhagen mußte aufäuglich „Stunden geben*. Seine erste» vier Bücher brachte» ihm 200 Thaler. Um so behaglicher gestaltete» sich die Honorare seiner späteren Romane. EberS erhielt für jedes Exemplar seiner Romane 1 Mark; es sind im Laufe der Jahre über eine Million solcher Exemplare abgesetzt worden. Hackläuder hat rund 350 000 M. verdient. K. E. Franzos bekam für jedes Exemplar seiner Werke 1 bis 1,50 M. Reuter, mit seinem Erstlingswerk abgewiesen, hat später jährliche Houorar-Autheile im Betrage 5000 bis zu 20 000 Thalern bezogen; seine Werke sind heute iu mehr als 1720 000 Einzelbändeu verbreitet. Scheffels „Trompeter von Säkkingen* (1854) hat einen Absatz vrn 300 000 Exemplaren gefunden; „Ekkehard" wurde in mehr als 200 000 Exemplaren abgesetzt; der Verkaufsabschluß seiner übrigen Werke gestaltet sich etwa folgendermaßen: „Gaudeamus" 72 000, „Frau Aoeutiure* 25 000, „Bergpsalmeu* 18 000, „Juniperus" 2000, „Reisebilder* 4000, „Gedichte aus dem Nachlaß" 4000 Exemplare. Hamerltng bekam für „HomunculuS" 10 000, für „Lehrjahre der Liebe* 3000, für „Atomistik des Willens* 4200 Mark Honorar. Conrad Ferdinand Meyer hinterließ ein Vermögen von nahezu 2 Millionen Franken, das er aber nicht erschrieben, sondern ererbt hat; in der heimathlicheu Schweiz wird er noch heute wenig gelesen, noch weniger gekauft. Graf Schack mußte die Druckkoste» einzlluer seiner Werke, bisweilen auch die Vertriebskoste», aus eige»er Tasche zahlen. I« welchen bedrängte» Umstände» Anzengruber lebte und daß er ein Witzblatt mache» mrfete, ist allgemein bekannt. Sudermann erhielt für seine Romane „Fran Sorge* und „Katzensteg* je 3000 Mk., für „Es war* 20000 Mk.; vo» seinen Dramen brachte ihm die „Ehre* allein mehr als 100 000 Mk. Tantiemen; für das bloße UebersetzangSrecht zweier Dramen bste» ihm englische Bühne» 50 000 Mk. usw. Hauptmanns „Fuhrmann Henschel* war zwei Tage nach der Veröffentlichung des Werkes i« 4 Auflage» vergriffe»; gleichzeitig wurde» die nächste»4Auflage» durch Vorausbestellungen erschöpft; „Einsame Mensche»* fi»d iu 10, die „Weber* i» 22 „Hanuele" iu 8, die „Versunkene Glocke* iu 44 Auflage» erschiene«. Dazu kommen »och die Thealer- Tanticmen. Nichtsdestoweniger soll eS auch heute noch in ganz Europa Dichter gebe», die so geschmacklos find, für ihre künstlerische Ueberzeugung tantiemenfrei zu hungern. Diese» Unzeitgemäß.» kann nicht geholfen werde».
Vermischtes.
Unser Kronprinz ist im Manövergelände überall Gege»stand lebhafter Huldigungen. I» Blumberg, wo er im Schloß der Gräfin von Arnim ein- quartirt war, hatte» fleißige Härrde in der Berliner- und Teichstraße, sowie am Eingang zum Schloßhofe prächtige Ehrenpforte» errichtet. Der Kronprinz be- suchte dort die stattliche gothische Kirche, die zahlreiche Erinnerungen an frühere Gutsherren birgt und u. A. auch ein Werk SchadowS enthält, das Marmor- epitaph des Großkanzlers v. Goldbeck und seiner Gimahli». Abends war der ganze Ort glänzend erleuchtet. In Wriezen, wo der Kronprinz auS der Hand der Tcchter des Oberpfarrers Jung eine« Blumenstrauß eutgegennahm, gab der Kronprinz eine» hübschen Beweis seines schlichten Charakters. Während des kurze» Halts, den das 1. Garde-Regiment hier machte, setzte er stch anS Scheuuenthor des GntS- bcfitzers Kunze und theilte hier sei» einfaches Butter brot tu kameradschaftlicher Weise mtt einem seiner Soldaten.
Ein Fiksco-Zettel. Eine sogenarnte „Schmiere*, die fich de» Marktfl-cke« Wolcyska an der deutsch- russische» Grenze zur Ausübung ihrer künstlerischen Thätigkeit auserkoren hat, kündigte ihre erste Vor stelluvg in folgende: Weise au: „Die Verschwörung des Fiasko, Doggen von Grnua und Venedig. Vatter- läudischeS HrlSengroßes berühmtes Ritterschauspiel mit ei'm wirklichen Braud zum Beschluß. Bearbeitet vo» Julius von Sachse» in 5 Aufzuge. Personen: Fiasko der Doggen: Direktor Helber; Eleonohre dessen Gemahlin, Madame Helber; Doria Fürst vo» Genna: Herr Nosfipal; Julie, eine Bnlleri», deffe» Schwester: Dem. Nosfipal; Verrinna ein Ge schworener: Häuptling aus Genua: (Theater- frrtnd); Huffah ei» Moor; kleiner Helber. Ge
schworene, Maske«, wallische Bandisten. Am Schluffe ein wirklicher Mordbrand von rotheu Feuer. Ge ehrte Herrschaft, Gähner und Kunstfreunde! Dieser berühmte Stück empfiehlt fich, wo feine Kosten- erspanmg nicht gescheut und über all' berests mit größte» Beifall aufgeuommeu, weil wir i» der hier- ortigen Gegend nur eise kurze Zeit uns verhalte» können, bitten wft doch recht sehr, »m Ihre Gnade und Beistand Uuterthänizste. Preise der Plätze. Erster Platz »ach Beliebe» hoher Gäh«er. Zweiter Platz 20 Pfg. Dritter Platz oder Kinderbilljet wird eingesammelt. Anfa»g 8 Uhr. Auch find bet der Caßa vorzüglichste wohl riechet- Seife» und in de» größte» Städten abgesetzte Fleckkugel«, wo man selbe fich sogleich 60« der Prob überzeuge« kau« um billigste Preise zu habe» so auch wohl riechrte Vidi büß i« Etwi, bitte um zahlreiche Verehrung. Josefa Helber."
Musiker-Anekdoten. Bon berühmte« Mufikeru erzählt die „Neue M-fik-Zeitung* in ihrer letzte« Nummer eine Anzahl von Anekdote», vo» denen die folgende« besonders hübsch find: Der Komponist Pauseron traf einmal Cherubini in einem furchtbaren Platzregen auf der Straße; der alte Herr halte dabei nur einen schon bedenklich durchlöcherten Regenschirm. Pauseron beeilte stch, ihn aufzufordern, in seinem Wagen Platz zu nehmen, während er seit st zu Fuß nach Hause gehr» wollte. Um aber nicht gänzlich durchnäßt zu werde», bat er Cherubini, ihm dazu seinen R-geuschirm zu leihen; dieser aber sagte kühl: „Unmöglich, mein Theuerster; denn es ist eine die Thatsache, daß man verliehene Regenschirme niemals zurückbekommt!" Spachs und fuhr in PauseronS Wagen vo» dannen. — Von Gluck wird erzählt, daß er ein wahrer Thrans gewesen ist; manche Stelle« lietz er zwanzig Mal wiede'.holen ehe ste ihm paßte». Die Wiener Hofkapelle beschwerte sich darüber bei Kaiser Josef II., der die Musiker jedoch beschwichtigte und ihnen stets, weq» Gluck dirigiite, — zwei statt einen Dukaten auszahlen liefe.
Wissenschaft, Kunst und Leben.
Universitäts-Nachrichten. Aus Tübingen wird gemeldet: Als Nachfolger MaudryS auf dem Lehrstuhl für Civilrecht au der hiesigen Universität ist vor etwa Jahresfrist ans Leipzig hierher be- turene a. o. Professor Dr. Siegfried Rletschel zum o. Professor ernannt worden. Rt-tschel, 1871 geboren, ist der jüngste aller deutschen Profeffore».
Dir Schriftsteller in Marie v. Ebner-Eschen- bach wurde anläfelich ihres 70. Geburtstages zum Ehrendoktor der Wiener philosophischen Fakultät ernannt.
Frankfurter Stadttheater. Im Opnnhaus» soll während der diesjährigen Herbstsatson, der letzten unter Leitung d«S Intendanten Claar, welcher mit Ende Ok ober nach gerade zwanzigjähriger Thätigkeit von der Führung der Frankfurter Oper znrücktritt, eine R-ihe be- sovdkrS inlcreffanter Aufführung^ stattfinden. Zunächst werden mehrere klassische Opern in veränderter Form auf der Bühne erscheinen. Dem emsprechend sind die Borbereitungen zu riner gänzlich neuen Juizenirung von Weber's „Freischütz* und Berthover-'S „rridelio* in vollem Gange. Dir dekorative Ausstattung zum „Freischütz* wird in dem Hoftheateratelier deS Malers Burghardt in Wien, diejenige zu „Fidrlio" im Frankfurter Atelier von Maler Max Walther neu angefert-gt. Dann wird ein« N-ueinstudirung von Heinrich Marichner's viel» Jahr« nicht gegebener Oper: „Templer und Jüdin* folgen.
AIS Gäste werden in den nächsten Wochen im Opernhause oufireten: van Roy, Signoriua Prevofti und Francesco d'Andrad«.
Richard Wagner'S „Ring des Nibelungen* wird im Zusammenhänge innerhalb einer Woche nochmals zur Aufführung gelangen. Außerdem wird ein« Reihe klassischer Schauspiele bei ermäßigten Preisen zur Aufführung kommen.
Im Schauspielhause wird nach Beendrgung deS Cyklus nordischer Dramen, welcher nach Djörrson'S „Falllffement* in neuer Einstutirung Jbsen's „Volksfeind* und dann zum ersten Male Strindberg's „Gläubiger* bringen wird, zum ersten Mal das Drama „Die Weber* von Gerhart Hauptmann, sowie daS Schauspiel „Der Rebell* von Hugo Ganz gegeben werden. Innerhalb eines EyklnS klassischer Dramen wird unter Anderem znm ersten Male „Molisre's-Schule der Ehemänner* in einer neuen Bearbeitung und Urbrrtragung von Ludwig Fulda zur Ausführung gelangen.
(Nachdruck verkottn- Neue Entscheidungen.
Reichsgericht.
G. u. R, Der Grnvdstücksmäkler, dem eise Provision für Zuweisung eines KänfeiS für ein Gut versprochen worden ist, geht res Provision-anspruchs verlnstigt, wen» er dem Kaufabschluffe seitkus des vo» ihm selbst vorgeschlagenen Kauflustige« entgegenwirkte, dieser aber trotzdem daS Gut kaufte. Ein folchrS Entgegenwtrke» gegen daS Zustandekommen
des Kaufvertrages ist aber nicht etwa schon darin z finde», daß der Mäkler dem Kauflustige» noch et zwesteS Gut zum Ankauf vorgeschlagen hat, den daraus ergießt sich noch nicht, dafe er de» Kans lustige« von dem Ankauf de» früher benannten Gute abt ringen wollte.
(Entscheidung deS Reichsgerichts vom IS Februar 1900).
Ober-BerwaltungSgericht.
G. u. R. Auflösung von Versamm luugeu bei Aufforderung zu straf baren Handlungen.
Der § 5 des Vereinsgesetzes vom 1. Mär 1850, welcher die überwachende« Polizeibeamte ermächtigt, Versammlungen aufzulösen, wenn i ihnen Anträge oder Vorschläge erörtert Werder welche eine Aufforderung orer Anreizung zu straf baren Handlungen enthalten, hat nach einer @ni scheidung des OberbrrwaltungsgerichteS vom 5. Dezbi 1899 nicht die unmittelbare — d. h. der Anffsrdei ung alsbald folgende — Ausführung der strafbare Handlung zur Voraussetzung; bas Gesktz spricht ein solche Beschränkung nicht Ms. Daher kommt e auch nicht darauf an, ob die Aufforderung (Ar reizung) von Erfolg begleitet gewesen ist oder nicht auch braucht sie selbst stch nicht nothwendig al strafbare HandlMg darzustellen. Doch kann »ick zweifelhaft fein, ‘ßafe es sich in allen Fällen um b< stimmte, wenn auch nicht unter allen Umständet sonder» nur bei vorkommeuder passender Gcleg »he auszuführende Unternehme» handel» mufe, um bi Aufforderung (Anreizung) als eine solche zu straf baren Handlungen erscheine» zu laffe».
G. u. R. Hundesteuer. Befreite Huudebesitzer. Oertliche Nachtwache Jagdhunde als Wachthnnde.
Einem Huudebefitzer gegenüber ist dir AuSlegu« der Hebeliste für die eine indirekte Abgabe darstellent Hundesteuer wirkungslos, wenn er Freiheit von ih mit Recht beansprnchen kann. — Die Nothwendigke der Bewachung eines Hauses wird durch seine Lag in dem von der Nachtwache begangene« innere Stadtgebiet keineswegs ausgeschlossen, und evensl wenig zwingt die Zugehörigkeit des Hundes zu eint Jagdhundrasse dazu, ihm die Eigenschaft eines Wach hundcS abzusprechen. Soviel bekannt, besitzt leit einheimische Jagdhundrasse Eigenthümlichkeiten, welch ihre Verwendung für Zwecke der Bewachung «nmÖ£ lich machten. (Entscheidung des Oberverwaltung? gertchts vom 17. Dezember 1899.)
Vom Büchermarkt.
*** Di« irn Verlag« her „Urion* herausgegebene al bekannte Zeitschrift „VomFelS zum Meer* er scheu vom 1. September ab wöchentlich und wird unter Fes Haltung ihres bisherigen vornehmen künstlerischen Charakter den Zeitereignissen besondere Pfleg« angedeihen taffen Di Preis dieser neuen, unter dem Titel „Die weit« Welt erscheinenden Wochenausgabe beträgt p»o Nummer 25 Pfg für die bisherige Vier zehr. tagSschrifc von „Vom Fels zur Meer", die bestehen bleibt, ist der Preis von 75 Pfg. at 60 Pfg. herabgesetzt, während gleichzeitig eine starke Ve mehrnng des Inhalts »intütt.
Kopfschmerzen, an fälle, Flimmern und ährlick Erscheinungen fi d s,or häufig die Folgen von Bei stopfnr und ungenügender LiibeSöffnung. Deßhalb sollte jeder fi seine Gesundbeit besorgte Mensch, wenn nöthig, durch den <8 brauch der von zahlreichen angesehenen Professoren und Aerzte geprüft ur d empfohlenen Apotheker RichardBrandt'SSchweize Pillen auf zuverlässig«, angenehme, unschädliche und dabei 1 billige Weise di« wichtigstrn Funktionen deS Körpers regel Erhältlich nur in Schachteln zu Mk. 1.— in den Apotheke Die Bestandtheile der ächten Apotheker R i ch a r Brandt'scheu Schweizerpillen sind Extrakte von: Sih 1,5 Gr., Moschus garbe, Aloe, Adsynth, je 1 Gr. Bitterkle Gentian je 0,5 Gr., dazu Genttan- und Bitterkleepulver gleichen Theilen und im Quantum, um daraus 50 Pillt tm Gewicht von 0,12 herzustellen.
«efchüfttich- Ritth-il«rrg-*.
Ein Wink für Jäger. Der Herbst ist da m seinen Stoppelfeldern, und tausende von Jägern rüsten st zur Ausübung b«8 edlen Waidwerkes. Der Jäger füicht nicht die Unbilden dir Witttrung, höchstens ist es ihm faia wenn er einer alte Frau begegnet Dagegen sehnt er si dann und wann nach innerer Wärme. Ein guter Cogn, ist keineswegs zu verachten, aber jeder erfahrene Waidmar wird zugeben, daß der Alkohol auf die Dauer ermüdet ur die Hand nicht festigt. Wett besser sind hier Maggis G müse- und Kraftsuppev, wie auch Maggt's treffliche Bouillio, Kaps In. Man wende nicht ein, daß beten Zubereitur schwierig sei. Gelegenheit, fich fiedend.S Wasser zu ve schaffen bietet sich überall Wir haben uns selbst in ein entlegenen Kräh nhätte an einer famosen Maggi'schi Jul»nne-Suppi beleftitt, di« einen alten Förster in fold Begeisterung versetzte, daß er ein förmlicher Apostel d Maggi-Erzeugnisse ward. Di« Packung der Suppenwürf und BouLon-Kapseln ist «in« s«hr praktisch«, so daß s leicht mitgksührt werd,« können.