Einzelbild herunterladen
 

Pteoib

lei

Uttlfit 'chuhe,

11 ex

ititl

erd,

Bmmtsortlich für bb Jttboöion: Redakteur Han» Hnpfe, ta Mark»,» Redaktion: Markt 21. Telephon 56.

Insti seht.

AiKAt Mich «>tt «l iBnea»n nach 6»nm» «b Feiertagen. *W[«nzeigni nehmen entgegen: bi« Expedition birst» Blatte», bb Armoncm«

M 9ß7 bei b« Srp«dta-S- S «., bei all« »««am von Haasenstri» L Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magd- OK

Ji* * J^*®*!* s'^® Iasernrsr»lebithr: bb g-, , , . AAA berg, Wien: Rudolf Mofl«, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; du*

^S»°b« der« R«m 10 Lfg., bb Zeile 26 Pf». MlttW0H 5. SePtkMbtr 1900. «. L. Daube & So., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari» rc.

Die Snarchistenftage hat eine psychologische, eine

Jedesmal, toexx der Telegraph die Schreckens-

os

ller,

iftraße

Kommt man mit gesetzgeberischex Vorschlägen

, 25

lasche»

Pfg-

z

KS, V

tvt», preise lerniiS

damit Ausnahmegesetze auf sozialem Gebiete: solchem Umfange und daß fie die schwersten da» öffentliche Wohl

tt b

heia

:uer

iel

«»ahmegesetze. Auch auf dem Gebiete des Privat- 8 hat die Gesetzgebung, wenn neue Erscheinungen virthschaftlicheu Leben hervortreten, sich mit zu befassen. Das haben auch das neue

u. i tergtN 8.

(Nachdruck verboten.)

Zur Anarchistenfrage.

ruchbgi chre u,i (53

zerltche Gesetzbuch und Handelsgesetzbuch für das che Reich getha», ohne

d hrirt ' vup uuiaf geeigvkle viu»

rt 44 iil°uge» etwas zur Beruhigung der öffentlichen äc{ >mutg geschähe.

ut Jahren Kaiserin Elisabeth von Oesterreich von i Dolche eines Anarchisten in's Herz getroffen J c, wurde eine internationale Kouferexz nach Rom , ruft», welche beauftragt war, über MÜtel zur ~ 1 »ehr der anarchistische» Gefahr zu beratheu. Hebet - - ! k Thätigkett dieser Konferenz ist fast nichts in die -~ Hntlichkeit gedrungen; von de» einzelne« Dele- UU rte» ist nichts zu erfahre», da sie durch die Der- X ichtung zur Amtsverschwiegenheit gebunden find.

\ wäre wünschenSwerth, daß durch geeignete Mit-

B3ch erwähne nun die einzelnen MÜtel, welche 'Abwehr der anaristische» Gefahr angewendet 1 ®tn können, wobei ich wege» der Beschränktheit WM - -s.

2uana Kommi ma gesetzgevertschex Vorschlägen t Bekämpfung des Nebels, so hat ma» de» Vor- ifÄhti W r» gewärtige»:Die Scharfmacher find wieder , her Arbeit; fort mit alle» Ausnahmegesetzen, fie __ je» nicht, fie schaden nur, fie vertragen sich nicht rrffw t he« Priucipie» des Rechtsstaates!' Darauf lihere ich: es haudelt sich überhaupt nicht um

scheffln. Ebenso ist eS hier Erscheinungen in solcher Gewalt austreten, Wen und Schäden für

iführe» können, so ist es geradezu Pflicht der tzzebuug, fich mit ihnen zu beschästtgeu, für Hotz und Abhilfe zu sorgen. I» Spanien uud i» yer to ist damit bereits ein Anfang gemacht worden, F JL die Gesetzgebung bereits in dieser Richtung thätig

h (Nachdruck verboten.)

- j Konrad.

i [ Novelle von M. Heber.

i i (Schluß.)

l Christian, der inzwischen nach den Pferden ge« setzte fich zu Konrad. .Nur nicht verzagt, «Et, wir alle wiffen ja, waS für ein grundguter MS der Vetter früher gewesen, ich gebe die Hoff- I 9fC »och nicht anf".

Wächter mit seinem schrillen Pfiff und seinem Wtonen Gesang kündete Stunde nm Stunde und

i Noch ein zweites Argument muß ich von vorn- >fg. «w widerlege». Mau sagt: dort, wo die lieberalste MB iEtgebung herrscht, im Lande der goldenen Frei-

l, i» England gibt es die wenigste» Anarchisten.

«ff antwortete ich: der Grund dieser Erscheinung ""Nil I nicht in der lteberale» Gesetzgebung, sonder» y daß die angelsächsische Raffe ix Folge ihrer Döhnltch praktische» Veranlagung überhaupt chfttt Aer zum Anarchismus geneigt ist. Nach glaub- >U»W ®*se» Berichten giebt es in ganz England nur i einheimische Anarchisten I*

von der Ermordung eines gekrönte» Hauptes (Ü» ben Erdball trägt, erhebt fich die bange Frage: ist inzwischen geschehen; stehe» die Regierungen civilisirte» Staate» diese» entsetzliche» Ereignisse» rathloS und machtlos gegenüber? Als vor

ttn fij X/ic eme piyanHvgijcgc, eine

'tan» litische und eine juristische Seite. Wir haben eS geouh 1 lediglich mit der juristische» Sette z» thun.

I S immer saßen die drei bei einander. Christian eingeschlafen. Konrad bat: .Geht doch zu Bett, T®f Euch schon, wenn'S »öthig ist", und die beide» chm gute Nacht.

«as bleiche Grau des »ahe» MorgeuS schimmerte M Fenster uud fiel auf den junge» Ma»», der 8 im Zimmer auf und ab gürg. Ihm schlug «rz hörbar; schier »uerttäglich war das Warte», shrübex kämpfte eix junges Weib für sei» Glück, ' er, er konnte nicht helfen.

-«ldlich hielt eS ihn nicht länger. Er eilte durch Schlachthaus die Htattrtteppe hinab zum Nachbar.

erger, t» Regiiruvgsrath a. D. Dr. jur. C. Fihr. v. b. Goltz

-^7Z2^ie Thür stand offen. Seife ging er die Stufe» ff $51» * 6te geöffnete Thüre des SraukeuzimmerS.

lag der schwerathmende Mau» u»d bewegte Riu^V dik Lippe».

des hier zur Verfügung stehende» Raumes auf er­schöpfende und ausführliche Darstellung verzichte« muß Ich schicke voraus, daß ich de« Kriminalisten darin beistimme: die Abschreckuugsiheorie ist keine richtige Strafrechts furcht; für ihn hat die Vorstellung, eine Märtyrerolle spiele» zu könne», etwas Be­rauschendes. ES kann fich daher wesentlich nur um vorbeugende Maßregel» handel».

Vor alle» Dinge» ist zu verhindern, daß eine internationale Anarchisteu-Liga bald i» New-Dark, in London, in Paris oder in Neapel tagt, und von dort aus ihre Delegüte» »ach alle» Himmelsgegenden eutseudet. ES ist mit der größten Sttenge darauf zu hallen, daß ausländische Anarchisten ausgewiese» werde«. I» ihrem Heimathstaate find fie besser be­kannt und können fie leichter überwacht werden. Im Wege der der diplomatischen Verhandlung ist dahin zu wirken, daß von anderen Staate« ix gleicher Weise verfahren wird. ES ist ein unbestrittener staatsrechtlicher Grundsatz, daß jeder Staat berechtigt ist, aus allgemeinen politischen Gründen, int Interesse der öffentlchen Sicherheit, Ordnung und Ruhe Aus­länder aus dem Lande zu verweisen.

Der internationale» Anarchisten - Liga ist durch eine internationale Anarchisten-Polizei entgegenzutreten. Die Polizeibehörde» habe» Verzeichnisse der polllisch verdächtigen Personen zn fuhren. Diese Verzeichnisse sind von den einzelne» Staate» unter einander aus­zutauscheu. Eine strenge Konirole des Fremden­verkehrs ist durch Polizeiverordnung vorzuschreibe» und energisch zu handhaben.

Bezüglich der einheimische» Auarchiste» müßte durch Gesetz eine Ueberwachung für zulässig erklärt werde», ähnlich wie sie das Reichs - Straftesetzbnch (§ 39) für die unter Polizeiaufsicht gestellte» Personen vorschreibt. Hierzu würde insbesondere gehöre»: bei jedem Wohnungswechsel hat eine verschärfte Kon- trole stattzufinden, dem Betreffende» kann der Auf­enthalt an einzelnen bestimmten Orten von der LandeS-Polizeibehörde nntersagt werden, Haus­suchungen unterliege» keiner Beschränkung hinfichilich der Zeit, zu welcher fie stattfiudeu dürfe». Um die Prinzipte» des Rechtsstaates zu wahre», könnte »ach- gegeben werde», daß gegen die Berfügnng der Polizei­behörde, durch welche die Ueberwachung verhängt wird, innerhalb einer bestimmten Frist Berufung auf Entscheidung durch die ordentliche» Gerichte gestattet wird, mögen dann die Gericht auf Grund des von der Polizeibehörde beigebrachte» Materials darüber entscheide», ob die Ueberwachung stattzufinbeu hat. Die Beobachtung hat fich insbesondere auch auf de» geistige« Zustand der betreffende» Perso» zu richten, den« erfahrungsmößig find häufig anarchistische Ver­brechen auf Geisteskrankheit zurückzuführen. Die Mediciner sprechen hier von einer Form des Wahn­sinns, welcher dem Verfolgungswahn und dem Größenwahn verwandt ist und mttHerostrattSmuS" bezeichnet zu werden pflegt.

ES müßte gestattet fei», anarchistische Ver­sammlungen von vornherein zn verbieten, nicht erst aufzulösen. ES ist strellig, ob die Polizeibehörde bereits »ach der gegenwärtige» Lage der Gesetzgebung

Au seinem Bette kniete weinend sein Kind und lauschte auf die kaum vernehmbaren Worte: .Eine Dirne hat er Dich genannt, die seinen Junge» ver- führe. Mein Kind eine Dirne!"

Beruhigend strich die Base über die welken Hände und reichte ihm de» kühlenden Trank.

.Laß doch, Vater, er ist ja in der EwigkeÜ n»b Jedermann weiß, daß feine Worte nicht wahr ge­wesen find; Du kennst ja den Hitzkopf. Bald hat'S ihm leid gethan, und er hätte es Dtt gern abgebete»; doch Du wolltest ih» nicht hören und der Konrad'

«Ist der auch noch da?" kam es stoßweise über die welken Lippen.

.Ja, noch ist er da, aber morgen geht er fort über'S Meer, ein einsamer Mann".

Eine Zeitlang war eS still tat Zimmer. Milli hatte fich neben das Lett gefetzt und hielt die Hand des Kranken in der ihren.

.Hast Du ihn gesehen, MMS" fragte plötzlich der Alle.

.Ja, Vater, er war bei mir; ich sollte sein Weib werden und mtt ihm ziehen".

,U»d was hast Dn ihm geantwortetk"

Vater, Du kennst mich. WaS ich geschworen habe, das halte ich".

.Und wenn ihr dar Herz darüber bricht", fiel die Mutter ein.

.Sei ruhig, Mutter, dar ist all die Jahre nicht

dazu berechtigt ist; hierüber müßte durch daS Gesetz Klarheit geschaffen werden.

Die ausdrückliche Empfehlung roher Mittel der phyfischeu Gewalt zum Zwecke der Vernichtung der bestehenden Ordnnng, sowie die direkte oder indirekte Empfehlung von Attentate» z» demselben Zwecke müßte unter Strafe gestellt werde». Zn erwähne» ist »och, daß auch der Gedanke der Deportation angeregt worden ist; allein dieselbe ist juristisch »nr als Strafe nicht als vorbeugende Maßregel denkbar und es ist fraglich, ob man fich bei uns sobald zur Einführung dieser neue» Strafart entschließen wird.

Man hat den Anarchismus als eine Erkrankung der Volksseele bezeichnet; mögen fich Gelehrte und praktische Staatsmänner zusawmeuthu», um erfolg­reiche Mittel zur Abwehr dieses furchtbaren Nebels zu finden.

Die Wirren in China.

Die Räumung Pekings.

Der Vorschlag Rußlands, Peking zu räumen, hat in der Presse der int Osten beiheiligte» Mächte zum Theil Erstaune» erregt, znm Theil unzweideutige Ablehnung erfahren. Sehr zurückhaltend zeigt fich bisher Frankreich, über dessen Stellungnahme wider- sprechende Meldungen verbreitet werden. Energisch wenden fich aber znm Theil die englische» politischen Kreise gegen de» russische» Räumungs- vorschlag. Wen» ma» fich auch in der Abwesenheit Salisburys uoch nicht endgillig schlüssig wachen will, glaubt man doch, daß ein Zurückzieheu der Truppe» von Peking int gegenwärtigen Augenblick ohne be­stimmte Verständigung mtt der chinesischen Regierung nur die Wiederkehr der jüngsten Ereignisse veran­lasse» würde. A»f die Versprechungen Li-Hung- Tschang» sei gar nichts zu geben; jedenfalls könnten sie nicht für die große» Schwierigkeiten weiterer Unter- Handlunge» vo» der Küste aus entschädige». So lange die Mächte lebte direkten Zusicherungen von der chinesische» Regierung empfange», würde Eng­land seine Truppe» aus Peking nicht zurückzieheu. .Globe" schreibt am Schluß eines heftigen, russenfeindlichen Artikels:

Wir könne» nicht glaube», daß der deutsche Kaiser fich mit dem vo» Rußland vorgeschlagenen ohr mächtigen Abschluffe deS Vorgehens der Mächte zufriedengeben werde. Oesterreich und Italien werde» al» Glieder des Dreibundes nicht geneigt fein, fich von Deutschland auf Geheiß Rußlands zu tteuuen. Frankreich allein dürfte Petersburg blindlings folge». WaS u»S betrifft, so ist unsere Politik klar. Es wird unsere Pflicht fei», Peking besetzt zu halte», bis eine verantwortliche Regierung eingesetzt worden ist, mit der wtt unterhandeln könne»."

Alle Blätter find der Auficht, daß der Entschluß Rußlands mit einigen i» der russischen Note vom 25. August bezeichneten Ziele» der russtsche» Polittk in keiner Weise in Einklang zu bringen sei.

Eine andere Meldung aus London besagt, eS verlautet in dortige» diplomatische» Kreise», daß eine

gebrochen uud wird auch dies verwtade». Aber um eins bitt ich Dich noch etamal, Vater, gieb ihm ein versöhnend Wort mit hinaus, daß er sei» Geschick leichter ttägt, den» er ist unschuldig, uud etafam das weiß ich wird er durch» Lebe» gehen".

»Und einsam wird a»ch unser Ktad bleiben", sprach die Base, .denn ich, Vater, folge Dtt bald".

Der alte Mau» kämpfte schwer; aber die Base redete Wetter: .Later, stets ist fie u»S ei» gutes Stab gewesen, gehorsam und fleißig, und hat unS mtt ihrem Lohn da» Aller erttäglich gemacht. Laß doch den alten Groll und mache unsere Milli glücklich".

Da fragte der zitternde Mund: .Hast Du ihn denn noch lieb 8".

.Ja, Vater, lieber als Alles auf der Well, lieb bis in deu Tod".

Sie war am Lette »iedergesuukeu uud »einte still. Der Kranke athmete schwer; iu bauger Sorge umstaudeu ihn dtt Andere».

Konrad hatte das Aller uubemerll mtt «»gehört; jetzt ttat er leise Hinz», kniete »eben der Gelttbten nieder mtd erfaßte die Hand des Sterbenden.

Vetter K»ch", sprach er mit flehender Stimme, Du hast de» Knabe» einst so lieb gehabt; ich habe Dich nie gekränkt, und waS meta Vater Dtt gethan, dafür hat er schwer gebüßt. Die Hoffnung aus Deine Verzeihung hat mich über» Meer getrieben. Vetter Kuch, ich flehe Dich an, geh' nicht so von

Verständigung über den RäumungS-Zwischeu- fall dahin angebahnt ist, daß eine enbgiltige Entscheidung bis nach Eintreffen Waldersee» und dessen Anhörung vertagt und von den Friedensvorschläge« der Rückkehr der Dynastie und de» avzubietenden Garantien derselbe« abhängig gemacht werden soll. Sollten militärische Gründe die Räumung Peking» »öthig erscheine» lassen, so würde dtt Eisenbahn, sowie Tientsin, Taku, Nintschwaug und alle strategische» Punkte ge­halten werde«.

Die E«glä«der in Peking.

DerStandard" meldet anS Tientsin vom 24. August: Gleich »ach dem Entsatz der Gesandt­schaften brach General Gaselee auf Auregung Macdonalds iu deu Wagenpark ein »ad »ahm die Staatswage», Stühle und dort v r r g r a b e u e S Silber weg. Gaselee hat die gegen das Plündern erlassenen Beschränkungen auf- gehoben, ebenso wie all die andern Befehlshaber dies thun, aber er besteht darauf, daß die Plünderung ta ordnungsmäßiger Weise vor sich geht. Ferner meldet derStandard" vom 25. August: Unter de« Chinesen in Peking ist eine Selbstmord­epidemie ausgebrochen. Ganze Familie suchen den Tod, meist durch Erhängen. Die kaiser­liche Stadt ist förmlich unter de» Mächte« g e - theilt worden, aber eine Besetzung hat noch nicht stattgefunden. Dtt Engländer, Amerikamer, Staffen und Japaner bewache» in Erwartung fernerer Weisungen oder Entscheidungen die Thore. Man wird wohl einige Richtigstellungen dieser Nachricht erwarten dürfen.

AnS der Mandschurei.

General Grodekow telegraphirt nach amtliche» russische» Meldungen unter dem 31. August, General Rennenkampf habe am 28. August nach unbedeutender Gegenwehr mit 460 Kosaken an» einer Batterie Ar­tillerie die Stadt Tsitksikar eingenommen. Dsjan-Zium Scheu, der vor einem Monat fich brüstete, er werde Chabarowsk nehme» uud iu Brand stecken, floh. Am 29. wurden Rekognosciruuge» dem General Orlow entgegen ausgeschickt. Nach Eintreffen der Infanterie wird General Rennexkampf selber im Rücken des Feindes operiren, der die Abtheilung Orlow» aufgehalten hat. Die mandschurische H a n p t l i n i e kann man für befreit ansehen. Die erste Periode der mandschurischen Kampagne dürfte damtt beendet sein.

Einzelheiten.

Nach kaiserlicher Anordnung ist die Flagge der Grasen Waldersee von de» deutschen Kriegsschiffe» mit 19 Schuß zu saluttten.

Die CH i» a - Exp e d i t i o «, die am heutigen Dienstag von Bremerhafeu au» die Ausreise antreten wird, ist 72 Offiziere, 2019 Mann uud 2 Militär­beamte, taSgesammt also 2093 Köpfe stark. Der Transport erfolgt auf dem Norddeutschen Loyd- KampferHannover".

un», nimm den Schwur zurück und mache Deine Kinder glücklich".

Feierliche Stille herrschte im Zimmer. Seltener und formet langsamer hob fich dtt Brust des Kranken. Ein Zucken ging durch den Körper. Da noch ein­mal richtete er fich sauf, legte die Hände auf die Häupter der Kuttenden und sprach:Werdet glück­lich!" Ich vergebe und laffe mtt vergeben".

ThränexloS, verklärten Auges schaute dtt Mutter auf daS Paar und dann auf de» Gefährten ihre» Lebens. Sie streichelle seine Hände und sprach Wotte der reinsten, tteuesten Liebe, bi» fich die müden Augen für immer geschloffen.

Konrad hiell dtt weinende Geliebte im Arm. Die Morgensonne schien durch» Fenster und umspielte da» friedliche Auttitz der Tobten. Noch einmal küßten fie die lallen Hände, dann gingen auch fie und er ward stille in dem Sterbegemach.

Drei Tage nachher läutettn die Glocken den Schreiber zu Grabe. Als erste 'gingen hinter dem Sarge die beiden Brüder, dann folgte Paar an Paar in langer Reihe.

Nach wenigen Wochen wurden Konrad und Milli durch Priesterhand für'S Leben verbunden. Lor ihrer Abreise besuchten fie noch einmal den Hain- garten, den Ort ihre» ersten seligen Jugeudglücke» und dann ging eS fort in die wette Well der neuen Heimath, dem Glücke entgegen.