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(Fortsetzmig folgt.)^

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die Reue erfaßt. Konnte er ihm aber de« Glaube» au die Meuschheit, konnte er feinem Kinde die Jugend wtedergebe»? Nein, zwischen ihnen gab eS keine Bersöhunug für diese» Lebe«.

Auf Umwege« ging der Alte von «un ax ix de» Garte» u»d ward »och mürrischer rad meuscheuscheuer.

Ander» die Base. Die hatte dem Konrad ei»e stille Neigung bewahrt und knüpfte neue Hoffuung an sei» Wiederkomme».

Die Christel, ihre zwefte Tochter, war deu» auch 8be»dS zur Mutter gekommen und hatte erzählt, daß Kourad bei ihr gewesen, hatte erzählt, wie schön und stattlich er geworden uud wie feine Kleider er trage; »ach Allem habe er gefragt; an» Angst vor de« Vater habe fie ihn aber gebeten, nicht wieder zu komme».

Die Bewoh»er de» Städtchen» ka»»te» alle die Ursache, die de» Kourad vertriebe»; »u» er wieder gekommen, erwartete» fie Versöh»u»g und Hochzeit. Doch al» Woche» vergi»ge», ohne daß eine A». Näherung stattgefuude«, wurden fie zweifelhaft. Der Vetter S^ch war unzugänglich, die Christel schweigsam und Konrad, der war so ernst und seltsam, daß ihn Niemand zu ftageu wagte. So »ahme» fie a», daß es aus sei zwische» ihm und Milli, uud manche Mutter knüpfte darau eine leise Hoffnung und hätte de» stattlichen Man» gern zum Schwiegeisoh»e gehabt.

Au GelegeuheU zur Aunähernng fehlte es nicht, da» ganze Städtchen war verwaudt uud verschwägert uud Alle uahmeu Theil a» de» Partie» u»d sonstige» Festltchkeitiu, die dem Konrad zu Ehre« veranstaltet

ieböi oft

blauen Augen. Eine kleine Stille; dran rat- e fie: .Vater, er hat mir gesagt, daß er »ich

wmde«. Verblümt uud offen kam« die Anträge, doch vergeben»; ftenndlich und zutraulich verkehrte Kourad mit deu lustige» Mädche», doch ohne eine zu bevorzuge», u»d alle fühlte»: war er auch noch so liebeuswürdig, da» Herz war nicht bei der Sache. Aber lieb hatten fie de» herrliche» Mensche» doch, der so interessant z» erzähle» u»d bisweilen auch ftöhlich zu scherze» wußte. Uud al» fie ux» hörte», daß sei» Aufenthalt »nr »och von kurzer Dauer sei, ging ein Zug des Bebauet»» durch alle Herzen.

Heute hatte mra einen Ausflug nach dem nahe» Broaueberg nuteruomme». Bo» demselben zurückge« kehrt, säße» »uu Kourad uud Christia» in der Dämmerstunde beieinander und bespräche» die Lor- gänge. Christia» war müde gewoide» und verab­schiedete stch mit de» Worte»; «Ich gehe schlafe», muß um drei Uhr heraus uud wüusch' Euch gute Nacht. Schließ gut zu, Marieche», uud Du, Bruder, laß de» Kopf nicht hänge». Da» Hilst »uu Alles uicht, da heißt es: Durch 1* Er reichte beiden die Hand u»d ging.

Konrad faß schweigend ti» Lehnstuhl und schaute in die dämmernde Nacht hinaus. Die junge Frau ihm gegenüber erfaßte ei» tiefe» Mstleid; fie im Besitze des reiuste» Eheglückes fühlte, wa» der Arme litt, nud sich ei» Herz fastend, sprach fie:Schwager, nimm mir'» nicht übel, aber ich kann e» nicht länger verschweige». Warum gehst Du uicht zu. MM und sprichst: Sieh, da bin ich, all die Zett hab ich Dich im Herze« getragen und bi» gekommen, nm Dich

* habe .

Hf 'U»d Du?

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Her

V

seinen Körper uud verhinderte den Schlag, rücklings fiel er zu Bode«.

Die beide» Frauen trüge» ihn auf das Sopha uud »etzte» ihm Stir» uud Lippe«. Entsetze« im Antlitz, kniete Milli »ebeu dem Kranke» uud flehte: Vater, lieber Vater, ich will ja Alle» thu», was D» willst; fieh mich »ur »och et»mal a», hörst Du »icht, lieber, guter Vater? O, sprich, sprich »och ein­mal zu Deinem Kinde!"

Doch »icht der Tod hielt, wie die Aermste glaubte, de» Alten umfange», sonder» eine tiefe Ohnmacht; leise ginge» die Athemzüge und »ach einer lange», bangen Stunde öffnete er die Augeu. Lauge konnte er stch de» Vorgangs nicht e»tfin»e»; doch al» er auf sein knieendes Kind schaute, fiel ihm Alles wieder ein. Milli streichelte die schlaff herabhäuge»de Hand uud sprach:Gottlob, Vater, steh, ich will ja Alles thun, was Du willst! Ja, Vater, ich gelobe Dir, ich will ihu nie mehr Wiedersehen!' Der Alte legte wie segnend die Hand auf da» Haupt de» weinenden Kindes; doch es war zn Ende mti ihrer Kraft. Nachdem sie »och der Mutter geholfen, ging fie hinauf, uud ihr Stäbchen sah deu erste» größte» Schmerz eines frage» Menschenherzens.

Das Alles war am Geiste des alte» Schreiber» vorüber gezogen, al» er vo» der Heimkehr Konrads hörte. Seine Milli, sei» Sonnenschein, war ein altes Mädchen geworden, da» die Heimath verlaste», das draußen iu der Fremde fein Brot suchte und das Singe» verlernt hatte. De» da drübe», de» hatte

Mit todteubleiche» Lippe» und keuchender Brust, * entschlossene» Anges trat fie vor de» Aste».

.Later, da» Ira» ich nicht!'

-Das kannst Du nicht?' schrie dieser uud hob tob dm Arm. Doch etit Zucke» ging durch

ist das uicht, da ihre bi» jetzt bekauut gewordenen Telegramme sich alle in derselben Richtung bewegten.

Ein wettere» Reuter-Telegramm an» Peking er­zählt :Die Giebel der britischen und amerikanischen Gebäude find durch Kannoneuschüste durchlöchert uud der Rest der fretnbe» Niederlassungen ist fast ganz zerstört. Während der erste» drei Woche» wurde» 2800 Schuß auf diese abgegebe», manchmal 400 täglich. Ganze Eimer füllte» die Kugel», die auf dem Grunde und Bode» der Gesandtschaft aufgelesen wurden. Der Einzug i» die Stadt war kein Schaustück. General Galesee mit Stab und einer Compagnie SikhS drang durch das Bett des AbzngS- kanal» unter tatarische» Mauer. Die Belagerte» beseitigte» die Barrikade». AIS die Thorfügel ein­wärts ausflogen und die brttische Fahne erschien, er- scholl auf beide« Seiten ei» gewaltige» a»halte»deS Hnrrah. General und Soldaten erklommen die Ufer deS Kanals, immer durch de» Schmutz hi»durch unter drängende» Stößen. Jeder .wollte der erste in der Gesandschaft sein.

Ei» Stunde später maschirte General Chaffee an der Spitze des 14. Infanterie- Regiments die tatarische Mauer hinauf. Chaffee rückte hinter den letzten eng. lischeu Streitkräfte» in da» Thor ein, enthusiastisch empfange». Jeder Theil der Einftiedigung zeugte von dem, was die Belagerten durchgemocht. Be­sondere» fiel eine mit frischen Gräber« be­deckte Stelle auf, überragt vo» lölzernen Kreuzen, darunter fünf Kiudergräber. Bewundernugswerth war die Tapferkeit der Frone»; fie gewöhnten sich auch der maße» an das Feuer, daß fie »ur mit Mühe vom Betreten de» Parkes zmückgehattm werden konnte». Wen» der Vorschlag gemacht wurde, eine Petition um Lieferung von Lebensmittel an das Tsung-Li Aamen zu richten, sagten einige stets: Lieber verhuSger»! Die Gesandtschasteu wurden in der Zeit vom 17. Juli bis 25. Juli heftig angegriffen. Bo« letztgenannten Tage ab, wo der nominelle, vo» deu Chinese» wiederholt verletzte Waffenstillstand Begann, bis zum 3. August blieb die Gesandtschaft, von ge­legentlichen Feindseligkeiten abgesehen, unbehelligt, vom 3. August bis 11. August unterhielte» die Chinese» ei» lebhaftes Gewehrfeuer und stellte» ihre nicht gezogene» Geschütze aus. Die Hau ptverrheidigungS- waffe war ei» altes, vo» deu Engländer» 1860 verwendete» Geschütz, das vo»amrrika»ischen Artilleristen aufgefunden und auf eine russische Lafette gestellt wurde. Mra fand, daß die italienische Munition zu dem Geschütz paßte. Die Kanone wurdeinter­nationale Kanone' getanst. Die Belagerten fanden freilich, daß die Befreiung sich sehr verzögerte, der- zweifelte» aber niemals an der Errettung. Die Chinese» gäbe» selbst z», daß fie im L a u f e d e r Belagerung 3000 Todte hatten. Die Fremden sparte» mtt der Munitio» und schoffe» rar, wenn sich ein Ziel bot. Die Chinese» verfolgte» dagegen die Methode, ei» hartnäckiges planloses Feuer» zu unterhalte». Der Feind schob Nachts die Barrikaden weiter vor. In der Dunkelheit kamen die Chinesen, die Aime voll Steine, herauf und cm andere» Morgen

Die Wirren in China.

Au» Peking.

DaS Bild da» wir bisher vo» de» Vorgänge» l Peking hatte», erfährt durch die neuerdings einge» mfenen Nachrichten wesentliche Ergänzungen, wen» nm auch nach wie vor auf die Darstellunge« privater kiichtelstatter angewicseu ist. An solchen ist zunächst he Reutermeldung vom 14. August nachzutragen, taiin heißt eS:Wir fanden die Verthetdiger der ftsaudtschasten i» weit besserer Gesundheit uud Ber- Mirg als wir erwartet hatte». Sie hatte» keine» «angel an Nahrungsmittel gelitten, wenn sie auch flwunge» waren, Pferdefleisch zu effen. Das Tsungli- unen hatte allerdings versprochen, Lebensmittel zu ptben; alles aber, was ankam, waren einige Wasser- «leinen. Als frisches Fleisch verlangt wurde, rat» Mete der chinesische Beamte, daß Krieg Szu- fand bestehe uud daher das Gesuch nicht be- billigt werde» könne. Die Chinese» führte» fre Angriffe mit einer Rachsucht aus, die nicht Desgleichen hat. Bor mehrere» Tagen wurde» noch stuall Maueranschlage angeheftet, durch die bekannt pnacht wurde, daß alle Fremden binnen 5 Tagen mordet fein müßten. Nur die Feigheit des Feindes rt thatsächlich nicht wogte, sich in ein Handgemenge «t den Europäer einzulaffeu, verhinderten die Aus- Wung dieses Gebots.' Eine zweite Reutermeldung M 18. August sagt,Baron v. K e t t e l e r s seich n a m, wurde i» einem chinesische» Hause Sarge «ter einem Haufe» Sand in der Nähe des Platzes

fanden die Fremde» eise »ene Mauer vor, nm einige Fuß der Gesandtschaft näher. Schließlich waren die Barrikade« so nahe, daß man die Gespräche der chinesische» Offiziere vernehme» konnte. I» de» beide» letzte» Nächte» hörte mra fie ihre» Man», schäfte» znrufen:Dranf auf die Fremde» I Rottet fie auS, bevor da» Entsatzheer kommt!' Die chinesische» Soldaten erwiderten, vor ben Bajonette» bet Fremde» könnten fie »icht Stand halte».'

Nach einem Telegramm des russtsche» Vice­admirals ans Toku vom 25. August, theilt unter« 19. General Lenewitsch mit, daß nach einer Verein­barung der fremdländischen Truppenführer unter ein- ander die Truppen keiner einzige» Macht bisher de» kaiserliche» Palast bettete» habe». A» den Thore» des Palastes find Wachtposte» der Ver- kündeten aufgestellt. Die Ruffe» habe» eise Reis- uiederlage, ungefähr eine Million Pud, i» Be- fitz genommen. Im Tsragl Damen wurde eine Menge Silber gefradc».

Die Deutsche» i» Peking.

* Der zweite Admiral unseres Kreuzergeschwaders meldet aus Taku: Kapitäu P o h l'S Meldrageu vom 20. und 21., eingetroffen am 22. Er berichtet: Am 19. Nachmittags besetzten unsere Maunschafte» eine» Tempel int nordwestlichen Theil der Chineseustadt als Unterkommen und zum Schutz gegen Plündernng. Nachts wird tttnerhalb und außerhalb der Chinesen­stadt andauernd geschossen. Die Proklamation der Generale gegen das Plündern hatte» bisher vollen Erfolg .nicht. Am 21. traf Kapitävleutnaut Hecht von derHertha' mit 94 Man» ein. Die frühere telegraphische Nachricht war also unrichtig. Eine militärische Aufklärung nach Süden findet bis auf 18 km Alles frei. 50 km entfernt sollen 20000 Man» chinesische Truppe» stehe». Eine Aufklärung am 22. bestätigte, daß bis auf 25 km nach Süden Alle» frei ist. Die deutsche» Marinemannschaste» be­setzte» am 22. ein Thor im NW. der Chineseustadt. Der Gesundheitszustand der stark augestrengten Leute ist gut. Für deu 23. ist eine Sitzung über das weitere Vorgehen der Truppe» uud den Schutz des kaiserlichen Palastes angesetzt.'

Ei» weiteres amtliches Telegramm raS Tschif u besagt:Kapttänleutnaut Pohl meldet: Peking, 18. August. Bin mit 110 Man» und 32 Jtalieaern unter Leutnant Siciauni und 28 Oesterreicher» unter Seekadett Lechiuowski eingetroffen. Peking vollständig besetzt bis auf den Kaiser Palast, der umstellt ist, aber nicht beschossen werde» soll. Deutschland ist der nordwestliche Theil der Stadt zuge­wiesen. Am 18. August früh wurde die Leiche v. K e 11 e {e 18 beerdigt. Nach einer Verein­barung mit dem russische» General nimmt Deutsch- land auch an der Besetzung des Kaiser­palastes Theil. Generalmajor Höpsner tele- graphirt: Infolge langwieriger BrückenanSbefferung find Batterien rad Train erst am 27. in Iragtsun eingetroffen. Ich reife nach Peking voraus. See­soldat Weber beim Brückenbau ertrunken.

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(Nachdruck verboten.)

Konrad.

Novell» von M. Heber.

(Fortketznugi)

-War der Konrad da?'

-Ja, Vater, er half mir und so Bi» ich fertig *e»'.

»Setz' Dich einmal daher und Beantworte, was Dich frage'.

»Was ist'S mit dem Konrad?'

dM« BgKch nutzer aSnbf« »Hb <&»*» iüU gttrrUgra. Anzeigen nehmen entgegen: bl« Txpedlttsn dieses Blattes, die Annoncen-

Q»«MNb.»tz»n»em»«t»-dr»W bei d-r E«»di«»n t Ät, bei allen U iSirtua vonHaasenftein & Vogler. Frankfurt a. M., Gaffel, Mägde-

liHNdw 8,y6 TOf. (etn BAÜgta). di, ge- _ , ~ dura,Wien: Rudolf Moss«, Frankfurt a. M., Berlin, München. Köln;

SUH« * 8?a. Sonntag, 2 September 1900« * 5 Sag« ft &>., Frankfurt a. M., Berlin. Hannover. Vari« n.

Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt fftt die Kreise Marburg und Kirchhai«.

AAustrirtes Sonntagsblatt.

Redaktion: Mar» 21. Telephon 55.

msunden, wo er ermordet worden war, sodaß die £ dem Tsuugliyamen erzählte Geschichte, daß die Huche in einem ratergebracht und dort Bewacht Wrden sei, wie viele andere derartige Behauptungen «e Lüge ist. Hätten uicht zufällig eingeborene er die Sache gesprochen, so wäre die Leiche wahr- ieinlich niemals gefunden worden. Sie ist jetzt «Garten der deuschen Gesandtschaft 2.0L «digt worden. Eines der schlimmsten Stiege, die Peking vorgekommen sind, ist die entsetzliche chändung des ausländischen Kirchhof es, k sich außerhalb der westlichen Mauer befindet.

I ie Einzelheiten find zu empörend rad schrecklich, als f i man fie ffliebergeben könnte.'

Kanonier Otto Escher au» Wurzbach überfahre« rab gestorben.'

Die Räumung vo« Peking?

Auch Rnßlanb hat be« Mächte» mttgetheilt, daß es beabsichtige, feinen Gesandte» v. GierS rab das Personal bet Gesandtschaft unter dem Schutze der i» Peking stehenden russischen Streitkräfte nach Tientsin bringen zu lasse», und de»Mächte» den Vorschlag gemacht, die verbündeten Truppe» möchten Peking räume« rab sich mit be« Ge­sandten nach Tientsin zurückziehen, damit vo» dort an» mit der chinesische» Regierung unterhandelt werde. Dieser Vorschlag geht von der militärisch-technische» Erwägung aus, daß die zur Zeit verfügbare» Streit- k-äste der Mächte doch vielleicht »icht genügend stark fein dürsten, die Hauptstadt Chinas gegen Angriffe der Feinde zu behaupte». Die Mächte find in Ver­handlungen darüber ein zettete», über bere» Ergebnisse naturgemäß wegen der Kürze der Zett »och keime Mittheilragen vorliege» könne». Bei ihre» Ent- schließnnge» wird zweifellos auch auf die Wirkung' Rücksicht genommen werden, die eine Räumung Pekings unter den obwattenden Umständen auf die Chinesen ausüben würde, und auch auf die Frage, ob dieses nicht als ein Zeichen der Schwäche gedeutet werde» könste, was auf die weitere Entwickelung der Ereiguiffe rab beS Verhältnisses Chinas zu de» Fremde» einen unberechenbaren Einfluß ausüben könnte. DenB. N. N.' zufolge dürste kaum deutscherseits vor dem Eintreffen des Oberbefehls­habers und der ihm voraufgegangenen beiden Bri­gade» eine der russtsche» Anregung eutsprechenbe Ent­schließung anbei» alS im äußersten Nothfalle gefaßt werben. Vox Jntereffe wirb fein, wie sich Frankreich zu biefer russisch-amerikanischenAnregung' stellt.

Die Lage in Schanghai.

Nach einem eigenen Drahtbericht wird betKöln. Ztg.' aus Berlin gerne bet, daß bie eingetroffene» chinesischen Nachrichten keineswegs erfreu­lich lauten rab bestätigen, daß auch in ben Süd- Provinzen Chinas Schwierigkeiten zu erwarten finb. Das Land fei von Beruhigung weit entfernt, die Landung japanischer Truppen bei Amoy könne nur in gleichem Sinne ausgelegt werden, desgleichen fange es in Korea an zu kriseln. I» Schanghai indessen sei gegenwärtig eine derartige Flottenmacht versammelt, daß jeder Versuch eines Aufstandes sofort niedergeschlagen werden Iran. Dazu komme, daß da» chinesische Meer von Trans­portschiffen aller Nationen wimmelt, die sofort an- gehalten werden können, nm ben Kurs auf Schanghai zu nehme».

Einzelheiten.

Nach einem Telegramm be» Chefarztes des MarinelazarettS in Jokohama wirb Korvettenkapitän LanS fflieber bienstfähig rab wirb in einem ober zwei Monaten in bie Heimath zurück­kehren.

Für unsere ostafiattschen Truppen hat daS Ober- kommrabo einer Berliner großen Pelzwaarenfirma eine nach vielen tanfenb Stücken zählende Lieferung

(8Utoe heiße Blutwelle überzog daS jugendschöne des 17jährigen Mädchen»; die junge Brust und senkte sich, und Thränen teaten in die

- Later, sei nicht böse, ich konnte nicht ander», i hab' ihn ja rach so lieb'.

«kek »schweig, Mädchen, kein Wort Wetter; daraus * »un und »immer? etwas werde», Du darfst de» Aschen nie mehr Wiedersehen, nie, hörst Du?'

Hebet die soraengeküßte Blüthe ging der ftoW.

Deutlich wie alle bisherige» Berichte oh»e irgend igu»j 16 Ausnahme weisen auch diese neuesten Schilderungen bere {f W, daß der schändliche Bruch de» Böller­ns, der in Peking verübt wurde, nicht nur der »esischen Regierung zur Last zu legen bei der die Gesandten der Möchte beglaubigt sondern daß diese Regierung auch mti abge-

«ter, schnrkenhafter Grausamkeit ihrem Verbreche» zu Werke gegrage» ist. ift immerhin möglich, daß die Berichte der Ge­ien diese Anschauung noch in dem einem