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Filiale ।
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Das Urtheil ging
m-Naffau und Nachbargebiete.
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Jesberg, 28. Aug. Beste« ist baS unserer kdi gehörige Obst verkauft tooroen. Es wurden
»eschäftttch- MittheUmrge«.
gebisien wurde ein Gärtner aus B:esthicht, der mit stch h,lle und dunll. Stellen, kurz er ergeben sich jene Er- Bekannten auf dem veseuhorster Moor die Hähner- sschtinungen, di« man gemeinhin einen schlechten, unreinen.
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str die Frau Stegner und so schrieb fit denn etit i Brief nach Cassel, ix welchem sie die Wittwe eint ik als sehr wohlhabende Fran hinstellte. Sie nm rpichnete das Schreiben mit dem Namen eines
igb ausübte. Der Gärtner war so uuvorfichtig, eine im Versteck liegende Kreuzotter anzufafseu, da er glaubte, es sei eine Blindschleiche. Sofort erhob ste sen Kopf und biß den llivirfichtigen in den linken Zeigefinger. Nach Verlauf von kaum zwei Minuten zeigte die Wunde eine blauschwarze Stelle von der Größe eines Zweimarkstücks. Nachdem der Finger abgebunden war, eilte der Unglücklich: zum Arzte, 1er die erste Operation vornahm. Der Instand des kranken verschlimmerte fich aber im Laufe des Tages berattig, daß er nach dem Lüneburger Kraukenhause
Lugust. tag Nch
uj begaben sich die Angeklagten auf die Straße. Maud nun eine Schlägerei, bei welcher die
------- Merzhausen, (Kr. Ziegenhain,) 28. Ang. rannten, Seiet des 30. Jahrestages der Schlacht bei
>, wo fit te Besitz inng btt tter war lei Cassel Zuß übet h Ruhla, de. 8ta gebrochen kotterobt von 5° die Räti- lohaendt iefiiebigt rgen vor isammen.
jage einer Feuerwehtübung beigewohnt hatte, L,kal betrat und sich darüber aufhielt, daß
milch-Seife ist in den meisten Apotheken, Drogerien und Parfümerien i Stück 50 Pfz. zu haben.
Ein rosig zarter, rein« Teint: Die menschliche Gesichts» haut besteht bekanntlich aus kleinen Zellen, die in den unteren Schichten »eich und durchsichtig sind, oben ab« abblättern, nachdem sie zn Schuppen «tngeirocknet sind. Sobald dies« Borgang merklich wird, erscheint die Oberfläche hart, schwielig, verliert ihre Durchsichtigkeit, di« Proportionen der Fettabsonderuug werden verschoben, eS bild«
'^rthvolle Thiere.
- an unserem Bericht über da» Preis
* mtS «Mthrtfc SSpittrM
Generalversammlung des Vereins Nasi. Land» und Forstwirthe verbunden mit Prtismarkt und einer Ausstellung laudwirthschastl. Seräthe und Maschinen find ix flottem Gange. Die verschiedene» ComttsS find eifrig bei der Arbeit und darauf bedacht, dem Feste, wenn der Himmel ihm günstig ist, ein volles Gelingen zu ficheru. Auf de« nahe der Stadt ge- legeneu leicht zu erreichenden Festplatz wird bereits feit einigen Tagen rüstig geschafft an dem Bau der Tribüne, der Viehstände u. s. w. Eixe ganz besonders starke Anziehung auswärtiger Gäste dürfte der für Dienstag, 4. September in Aussicht genommene große Festzug ansüben, da derselbe uach Allem, waS wir darüber gehört haben, großartig zu werden verspricht. Der Zug soll die Landwirthschast, die Industrie und das Bewerbe des Dillkreises auf entsprechend geschmückten Festwagen verfinnbildlichen. Von land- wirthschastlichex Wagen, als Ernte-, Dresch, Flachs-, Spinn«, HaubergS-, Molkerei, Gärtnerei und Forst, wagen, liegen Anmeldungen vor von Dillenburg, Herborn, Haiger, Driedo f, Breitscketd, Eibach, Made- wühlen und Rtttershausen. Die Industrie wird vertreten sein durch Tabaksverarbeitung und Gerberei von Dillenburg, landwirthschaftliche Maschinen von Haiger, Bergbau von 'Oberscheld, Hüttenwesen von Ebersbach, Nagelschmiede vou Niederscheld und Töpferei von Breitscheid. Die Handwerker hiesiger Stadt bethetligex fich s-hr rege. — Bereits vor langen Jahren, gelegentlich eines Bewerbefestes, war ein ähnlicher Zug in hiesiger Stadt veranstaltet worden und damals haben die Arrangeure der Festwagen bewiesen, daß ein schöpferischer Geist ihnen iunege- wohnt, was sie geboten, fand den lauten und uuge- theilten Beifall der zahlreichen Gäste und der Einwohnerschaft. Mau kann mit Sicherheit annehmen, daß dies auch bei dem für den 4. September in Aussicht stehenden Festzug der Fall sein wird, hatte doch die Anregung zu einer derartigen Ausgestaltung des Zuges die günstigste Aufnahme bei den tatereffirten Berufskreisen gesunden und wo Lust und Liebe vor- Händen ist, da fehlt es auch in der Regel nicht an einer guten Idee nnb einer vollendeten Durchführung derselben. — Hoffentlich steht unser lanbwirihschast- licheS Fest auch bezüglich der Witterung unter einem guten Stern.
mit« Rohrleger, zwei junge Leute aus Gaffel, jubelt wurden. Die Verhandlung zog fich sehr Üt Länge, da eine ganze Menge Zeugen, sowie j eix ärztlicher Sachverständiger, Herr Dr. med.
Dir Bure« al» Sportsmeu. ES ist wenig be> (amt, daß die Baren den Sport ebenso leidenschaftlich lieben, wie die Europäer. Ja Johannesburg blühte der Sport am meisten. Dort gab es Fußball-, Cricket, Polo- und Golfklubs und eine ausgezeichnet eingerichtete Rennbahn. Die Pferderennen sind besorderS Beliebt. Nur dauern sie »ich, wie ia Europa, einige Stunden, sondern sie beginnen am Morgen und endigen erst am Abend. An den Tagen der Wettrennen in Johannesburg sah man viele reiche Farmer, die mehrere Tagereisen zu Pferde gemacht hatten, um diesem für ste größten Genuß beizuwohnen. Wetten wurde« in großem Maßstabe gemacht. Der Auto- wo'rilismus hatte fich seit ungefähr vier Jahren sehr gehoben. Der erste mechanische Wagen, de: durch die Umgegend von Pretoria gefahren ist, war in Frankreich gebaut und im Auftrage von Dr. LeydS und Elofs dem Schwiegersohn des Prästdenten Krüger, hiuübergebracht worden.
Ausbreitung der Bolkskrankheiten. lieber die Ursachen der Sterbefälle im deutschen Reiche und über die Ausbreitung unserer gefährlichste» Solls ■ krankheiteu enthalten die Mittheilungen aus dem kaiserlichen Gesundheitsamte folgende bemerkenswerthe Daten. Es starbe« im Jahre 1898 im deutschen Reiche bei einer Einwohnerzahl von 52 Millionen im Ganzen 1 120 000 Mensche», davon an Lungentuberkulose 110 200, ax Diphtherie nnb Croup 26 500, Keuch, husten 21600, Masern 11 600, Scharlach 6800, Typhus 6000, an Tetanus (Starrkrampf) starben 467, an Tollwuth 13 Personen. Die Zahl der Selbstmörder betrug 10 700.
Die historische Mühle bei Großbeeren ist auf Beranlasiung der letzren Eigenthürnerin, der Stadt Berlin, abgebrochen worden. Die Mühle bildete in dem blutige« Ringe« der tapferen Landwehr Bülows mit de« Truppe» des Marschalls Qudiuot am 23. August 1813 de» Mittelpunkt der stegreichen Abwehr >eS ersten französischen Vorstoßes gegen Berlin. An hrer Stelle soll j tzt ein Gedenkstein mtt Daten, die auf de» Sieg Bülows Bezug nehme«, errichtet werden.
Aa» Rah' und Fern. Box einet Kreuzotter
gebracht werden mußte. Bei dieser Belegenheit sek erwähnt, daß die größte« Kreuzotter« in Nordwest« deutschland im Bereiche des SachseuwuldeS Vorkommen. Die vorerwähnte Kreuzotter war etwa 1 Meter lang nnb hatte einen Bauchumfang von 15 Ceuttmet«.
Berlin, 29. August. Das „Tagebl." meldet aus Paris: Die Untersuchung in der Affaire wegen des Attentats auf den Schah von Persien ist gestern abgeschlossen worden. Das Ergebniß ist die Verweisung Salson's vor die Geschworenen
Betlht, 29. August. Das „Kl. Journal" meldet aus London: Sämmtliche Eisendahnbedienstete in England beabsichtige« zu streiken, wen» ihre Gesellschaften nicht die geforderte Lohnerhöhung bewilligen.
Vermischtes.
Ein Pantheon l iv Berlin? Nach einer Meldung des „Lokal-Anzeigers" soll in Berlin der Plan, einPantheonzn erbaue«, aufgetaucht fein und zur Ausführung gebracht werde«. Das genannte Blatt glaubt berichten zu können, die betreffenden Kreise hoffen ihr Projekt, trotz der große« Koste« — man schätzt solche für de» Bauplatz allein auf 20 Mill. Mark — vermittels einer Lotterie realistre« zu könne«. Das Pantheon werde als Beisetzungsstätte für Deutschlands große Männer dienen; als Terrain sei ein Platz in der Nähe des Schlosses auSerseheu.
Ein Rieseu-Fernsprechamt wird das neue Berliner Amt III, da» jetzt im Bau begriffen ist. Es soll für nicht wmiger als 22 000 Theiluehmer versuchsweise eingerichtet werden. ES ist dies die höchste Zahl von Th-ilnehrnern, die jemals an einer VermittelnngSstelle vereinigt worden find. (Die neuen Doppelämter find bis jetzt für 10—12000 Theil- nehmer eingerichtet worden.)' Wie das am 1. April eröffnete Arni Via wird das neue Amt III von Siemens und Halske nach den neueste» Errungen- schäften auf diesem Gebiet eingerichtet. Anstelle des KlappenschrankeS treten Glühlämpchen, die beim Ruf so lange leuchten, bis der axrufeude Theiluehmer bedient ist. Hängt der Theiluehmer den Hörer an de» Apparat, so wird die Verbindung automatisch gelöst, so daß das lästige Abfrage» ganz aufhört. Die Handreichungen der Gehilfiimen stab ans daS geringste Maß gebracht. Während jetzt für je 66 Theiluehmer eine Beamtin gebraucht wurde, erfordert beim neuen Apparat je 100 Teilnehmer eine Gehilfin. Die ganze Einrichtung wird so zusammeugedrängt, daß an Platz und Aulagekosteu wieder ein Drittel gespart wird. Das neue Amt wird nach dem 1. Oktober dem Betrieb übergebe» werde«.
Sieben Jäger nud sieben Stück Wild haben unsere« Gerichte« weidlich zu schaffen gemacht. Die sichen Jäger waren nämlich angeklagt, auf ein Rudel, bestehend aus einem Hirsche nab sechs Stück weiblichen RothwildeS, vierzig Schüsie, und zwar derart abgegeben zu habe«, daß vier der weibliche» Thiere auf der Strecke bliebe«. Und baS während der Schonzeit l Ma« hat nun lange darüber gestritten, ob eine Uebertretung oder ei« Vergehe«, etire oder mehrere Handlungen - vorliege«, und wie die Straf that an jedem der siebe« Schätze» zu ahnde« fei. Das Schongesetz droht für baS Tödteu eines Stückes Roihwilo während der Schonzeit 90 Mk. Geldbuße an vier Stück machen daher 360 Mk.; wer vou de» Sieben sollte aber dieses Sühnegeld zahlen? DaS Berufungsgericht hatte jede« der siebe» Jäger die Zahlung der 360 Mk. auferlegt, weil es gleich- gütig sei, ob die Thiere burch mehrere oder nur durch eine Handlung vom Leben zum Tode befördert wurden. DaS Kammergericht hat, wie die „Deutsche Juristeu- Zig." mitthellk, die Revision der Angeklagte« zurück- gewiesen, indem es hauptsächlich die thatsächliche Fest- ßellung hervorhebt, daß die sieben Jäger mit dem Vorsätze zur Jagd gegangen seien, baS ganze Rudel abzuschießen, daß jeder auf die Thiere schoß, jeder baS Handeln des andern als daS (einige gelte« liffeu wollte und dmch seine- eigene Thätigk-tt unterstützte. — 2520 Mk. für vier Stück Wild, — baS heißt wirklich ein theurer Braten.
Der Bruder aus Amerika, lieber ein Gaunerstückchen, daS des Humors nicht entbehrt, berichtet man aus der Stadt Weinsberg in Württemberg:
machten re große e genug ah und : »3-h z eigen- : Wacht „Mei» i waren munter, ssisch- anderen tz e ab vo!', ÜB affen» ne sehr ri von bet den o ärex neu wir Ratsche iff nicht ch lasen.
skwohners, der jedoch von dem Schreibe« nichts L In der gestrige« Verhandlung gab die An- Kt an, sie habe der Merle immer den Backofen ha müsien; dies habe sie so sehr verdrossen, i Samen des Ortsbürgers habe sie deshalb be- । nt her Sach: mehr Nachdruck zu geben. DaS ü lautete auf 14 Tage Gefäugniß.
'Bittertrag. Diese Nacht waren + 7,5 Grad C. t Mittag hatte die Lust eine Temperatur be> 13 -rad C. Barometerstand 755 mm, gegen snm 3 mm gestiegen. Windrichtung: NO.
bsw^lufgaug 5.06 Moub-Lnfgang 9,60 wm>-UM«r«arl» 6,64 Mond NnL«ga»s 7,60
^redeten. Nach einem kurzen Wottwechsel gingen Rohrleger fort und begaben stch zu ihren «radex, welche daun mit ihnen in der Nähe der guten Wirtschaft Ausstellung nahmen. Kurz
Neueste Sdegmmw
Wolffs Büren«.
Unruhe« in Etzin».
London, 29. August. Reuter's Bureau meldet ans Peking vom 23.: 3 russische, 2 japanische, 1 englisches und 1 amerikanisches Bataillon durchsuchten den Kaiserliche« Park »ach Boxern. Der Kaiserliche Sommerpalast wird heute vou den Japanern besetzt, der Winterpalast wird noch besetzt gehalten. Die Russen beabsichtigen ihn zu zerstören, die Japaner sind jedoch dagegen. Der Vormarsch der verbündeteuTruppeu nachSüden hat begonnen, doch wird eine Besatzung zum Schutz der eingeborenen Christen zurückgelassen. •
London, 29. «ng. „Daily News" melde« aus Schanghai vom 28.: Ein Telegramm des englische« ConsnlS in Amoy, batirt vom 27. ds., berichtet, Japan habe ein Geschütz auf das Armen der Taotoi gerichtet, die Lage fei be- drohlich. Der Taotoi protestiere gegen die Landung von Truppen und erkläre stch außer Stande, die Ordnung aufrecht zu erhalten, falls nicht die Truppe« zurückgezogen würde«.
Hongkong, 28. August. Zu Kanton hielt die Ruhe an. Die Kausmanusgildeu unterstützen die Annen, um Unruhen zu verhindern.
De» südafrikanische Skrieg.
London, 29. August. Eiu Telegramm der „Standard" ans Belfast vom 27. besagt: Die Buren halte» «och immer de« Höhe«, zug südlich der Bahnlinie; sie find aber von dem Felsen vertriebe», von dem aus sie flefter» Gewehrfeuer unterhielten. In den Schluchten sind noch kleine Abtheilungen von Buren. Zwei Geschütze beschießen die englische Stellung und zwange» den Train, fich zurückzuziehen.
Ans England.
Paris, 29. Aug. „New Dorf Herald" meldet, Lord Wolveley, der Oberbefehlshaber des englische« Heeres, habe bemisfiouiett, ob aus eigenem Antriebe, wisse man nicht.
London, 29. Auzuft. „Daily News" melde«, Lord Roberts werde Lord Woloeley im Oberbefehl folgen; dieser werde das Amt wetterführen, bis Lord RobenS von Südafrika zurückgekehrt sei.
Prozeß Bresci.
Mailand, 29. In der Umgebung des Justiz« Palastes herrscht große Bewegung. Zutritt erhalle« nur die Inhaber von Eintrittskarten. Zahlreiche Vertreter der in- und ausländischen Preffe stad anwesend. Die Verth eidiger Bresci's beantragen zunächst die Vertagung des Prozesses Wege« Nichts, kett des EröffauugSbeschluffes, doch wird der Antrag abgelehnt. Die Berthe-diger find Mar teilt, der Vorsitzende der AnwaltSkammer, und Marli« o - Rom. Bresfi erscheint fast gleichgültig. Er erklärt, er werde nicht antworte». Marlino beantragt nochmals die Vertagung, ba ihm erst gestern rnitgetheilt sei, daß er die Vertheidignng übernehmen solle. Auch dieser Antrag wird abgelehnt.
Ein bortiger Bürger erhält ganz uuerwartet ans Zürich die freubige Nachricht, daß sein vor Jahre« nach Amerika auBgetoanberter, längst tobt geglaubter Br« der noch am Leben sei und ihn in Zürich erwarte, bis wohin er gänzlich mittellos gelangt fei. Der so unverhofft Heimgekehrte sollte nicht umsonst an daS Herz des Bruders appellttt habe». Er suchte sofort den Armen auf und trat mit ihm die Heimreise an. Unterwegs mußten die Reisenden allerdings erst bei Verwandten in Ulm eine größere Anleihe mache». Wer aber beschreibt be« freudigen Schreck des guten Bruders und seiner Famüie, als sich plötzlich hier der Amerikaner, gerührt durch so viel Liebe Seitens seiner Verwandte« und überzeugt, daß man ihn nur nrn seiner Person willen so gut aufuehrne, als Millionär zn erkennen gtebt, indem er seinen Angehörigen eine wundersame Geschichte von der LebenSretttmg der bewußten Millionärstochter mit obligater nachfolgender Helrath erzählt. Nu« war das verwandtschaftliche Verhältniß erst recht hergestellt, es wurden acht Tage lang Feste gefeiert, bei denen der gute Bruder auch den Wein nicht sparte, bis man schließlich daran dachte, das kolossale Vermögen, welches inzwischen auf einer Hamburger Bank zinsbringend depouirt war, flüssig zu machen. Da man jedoch bei einem Geldgeschäft am besten persönlich anwesend ist, Reisen aber bekanntlich viel Geld kosten, so liehen sich die Brüder noch von einem Bekannten 1000 M. Darauf wurde die Reise «ach Hamburg angetreten. In Frankfurt sah sich der Weinsberger geuöthigt, dem verschollen geglaubten Bruder einen Moment lang die Aufsicht über das Gepäck zu übergeben. Als er toieberfam — mußte er die unangenehme Entdeckung machen, daß sein Bruder nun- mehr wirklich verschollen war.
Ei» anständige» Gebot. Ein hübsches Ge- schichtche«, das den Vorzug der Wahrheit hat, wird aus einer kleine« Station der westfälischen Landes- bah« nahe Beckum in Westfalen berichtet. Kam da ein altes Mütterchen ax das Schalter, baS zum ersten Male die Eisenbahn benutzen wollte nnb verlangte eine Fahrkarte für bk 40 Pfennige zu ent» richten waren. Nach alter Gewohnheit verstand sich die Fran nicht dazu, gleich den geforderten Betrag zu zahlen, sondern wollte etwas abhandeln, vergeblich suchte ihr der Schalterbeamte klar zu machen, daß die Eisenbahuverwattung nicht mit fich handeln lass;. Sie ließ fich nicht aus der Ruhe bringen und bot dem Beamten, nm fich wie ste sagte, zu einigen, schließlich 30 Pfennig. Inzwischen kam der Sekundär- bahvzng langsam heran, und der Beamte drängte zur Eile, doch die redselige Alte feilschte ruhig weiter. Endlich ging der Zug wieder ab, und der Beamte erklärte der Frau, daß er nun keine Züt mehr habe, die Unterhaltung wetterznfährex, zumal der Zag bereits fort sei. Da verließ die Fran zornig das Schalter und tief: „ Saun'« Karl, ick heww em doch anständig buoten!"
R'. gelöst. Auch das dem Staate gehörige
*3 ix eisige« Tagen zum Verkaufe kommen.
»otben, das am 2. September gefeiert «pftasex । soll.
Es ver- -Lüchen Weise feiern zu lassen. Statt deffen Atischersetts Mittel für ein Kinderfest be
' ungesunden Teint nennt. Tritt gar ein« Verstopfung der Talgdrüsen hinzu, so führt di, Reizung, die dadurch bedingt ist, zur Bildung von Pusteln, Knötchen, Finnen, Mnefirrn, in besonders schweren Fällen sogar zu Balzgeschwülsten. Diesem Uebel wirkt allein ein« Behandlung entgegen, die neben btr Hinzufügung de« nothwendigen Fettes von ganz neutraler Beschissenheit eine Substanz en die erkrankten oder veruachläsfigtm ®«Debetseite heranbringt und die Entzündung aufhebt. Mt der von der Firma Bergmann n Komp, in Radebeul D.eSden hergestellten Radebeuler Lilieumilch - Seife (Schutzmarke: Steckenpferd) sind beide Aufgaben erfüllt. Die Radebeuler Lilien-
st hatten > hat der hiesige Krtegerverei« eine« gemein* n? Dr, lSj-chgaug feiner Veteranen beschlossen. Nach- )ie Leute I findet ei« Zug nach dem Festplatz: statt, Hem Herr Pfarrer Haupt die Festrede halte« Aach Schluß derselbe«, finde» Conc:rt, Tanz- ich a« tog und Gesaugesvortmge statt.
Braut-Seidenstoffe
in unerreichter Auswahl, als auch das Neueste in weihen, schwarzen und farbigen Seidenstoffe» jeder Art. Rur erst- klasjige Fabrikate zu billigsten Engi os-Preisen Meter- n. robenweise an Private porto* * und zollfrei. Tausende von Anerkennungsschreiben. Von welchen Farben wumchen Sie Muster? Doppeltes Briefporto nach der Schweiz.
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■ tootk .Jl.n wird nnS rnitgetheilt, daß Heinrich te die । bet bei dem Preisschwimme« i« der I. Sb- anerft ans Ziel kam, Oberrealschüler und itoxeniji . chymxafialschüler ist.
ei«^ Äss Strafkammer. (Ferienfitzang). D-r folgende r.c.- Orthtr. Unter h-r Wh.
„.ftjblen. Der oder die bett. Hundesänger
- . Senner sein, lernt durchweg handelt es fich Srfntfr
*fsel, 28. August. Ei« seit kurzer Zeit bei *fjge« Familie i« Pension befindlicher, fünfund- Striger Student der Theologie der Universität Mr. Morris, welcher sich heute Abend gegen zum Baden ans daS R.'sche Badefloß be- f>:ang, nachdem er fich entkleidet, in die ttb schwamm bis z« dem in der Mitte des derankerten Kreuz, wo er plötzlich lautlos ■ Nach langem Suchen konnte erst die Leiche 1 werden. Die Leiche wurde «ach dem * Leichexhaufe geschafft.
27. Aug. Der seit April d. 3. dahier
*8te Maurer Jos. Schilling wurde heute in kommen. Derselbe wurde, wie fich herans- 555 der Staatsanwaltschaft Heidelberg und dem
Füssen (Bayern) steckbrieflich verfolgt, kx Orten hatte er als Strritleiter fangiri 'mit de« Streilgelbern durchgegangen. EiÜerxburg, 27. Ang. Die Vorbereitungen
3. und 4. September dahier stattfindeude
sitzen Verhältnissen lebt. Sie verlor vor einigen '"lehr die :iE durch einen Unglücksfall ihren Mann und irs eben- " ~ ......_ . — . - - - -
“ sehr umfangreicher Natur. Unter der An-
izers c. * Körperverletzung standen der Landwirth lig auf. Ll g.. der Schmied Karl B., I- ---------
-iubrüche fc Treysa, 28. Aug. Mit Rücksicht auf die
-schädigt. W: Lage Hal auch die hiesige Stadtvertretung Abstand genommen, daS Sedanfest in der
6., der Schmied Karl v., der Metzger teB ist und der Metzger nud Landwirth Theodor sämmtlich von Frankenberg. S., Sch. und am 6. Dezember v. I. ben Rohrleger J Schußler nnb B. nnb W. be« Rohrleger ß Rösing mißhandelt habe«. Die Sache be mgem (j. bereits s. Z. bas Schöffengericht in Franken- i möglj^ P. und W. wurde» damals freigespwchk» zu fidta zu 10 Wochen sowie Sch. zu 2 Monate« mghllj -^üitz veiurtheilt. Die Lernriheilten sowohl Filiale i och die Staatsanwaltschaft legten gegen dieses Dawpstz ^Mliche Erkenutniß Bernfuxg ein. «nßerdem erzustest-, »ff« sich die Verletzten als Nebenkläger dem exz 8im i^hjex an. Der Sachverhalt, welcher de« Am Roubeset a P Grunde lag, ist etwa folgender: Im xie wich, ygt Jahre wurde bekanntlich in Frankenberg eine t tonne«, faleitnng gebaut. Am 6. Dezember faße« nun er Wo«, an dieser beschäftigten Rohrleger aus Cassel
m3 d«t «r Ech.'fche» Wirthschaft, als S., welcher an n gebrich, läge einer Feuerwchtübnng beigewohnt hatte, Fracht st Lokal betrat und sich darüber aufhielt, daß i belasst, jjaberger Bürger mit den Fremden auf „Du"
- .ßljch dahin, daß beide Berufungen, auch
. Nrbexklage, verworfen und die Verurtheilten in[ die Kosten zu tragen haben. — Zuletzt der gl8 Angeklagte die Ehefrau Stegner WingShausen bei Treysa. In dem genannten - wohnt eine Frau Namens Merle, die in sehr
Mß sie mit ihren fünf Kindern sehen, tote ste 8 vou da । sfrb. Dann nnb wann erhält sie nun eine etter all t Seldnnterstützung von der Regierung. Dies