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schneidende Klagelaut eines rcstguierendeu aber »»er« bittlich fich treubleibenden Charakters, eines »iederge- worfenen, geknebelte», aber »och unbezwungenen BeisteS, dem nun plötzlich die Schwinge» gelöst Ware», der wieder ausflatter» durfte aus dem Staub der Erde, hinauf auf die Höhe der Menschheit. Dort winkte» ihm drei ideale Gestalte»: die Liebe, die Ehre und das Glück.

Al» Lothar die Hände von seiner Stirn löste, das feuchte Auge auffchlvg, brach auf Sekunde» die Sonne durchs Gewölk. Zwischen zerrissene» Wolken blaute eia Stück Himmel hindurch, dorthin richtete er de» schimmernde» Blick.

Durch die Stille des Schlafzimmers tönt das monotone .Tick, Tick" der alte» Stvtzuhr. Mele Male hat Nelde darauf schon zu Lebzeiten der kränk­lichen Großmutter gelauscht, wen» ste an dere» Lager, wie jetzt bei der Mutter, Krankenpflege geleistet.

Niemand versteht das beffer al» sie. Ihre Hand ist sanft wie alle ihre Bewegungen, ihre Stimme weich u»d sympathisch, ihr Si»» geduldig. Es hat von jeher eine Kraft i» ihr gelegen, eigene Wünsche zu bezwinge», und denen anderer unterordne» zu »»e». Hier zumal geschieht mit unendlicher Liebe, was die Pflicht erheischt. Als Motto über ihrem Leben stehen die Worte:

Wern Tu nrch eine Mutter hast, So sollst Tu sie in Liebe t flegen, Daß sie dereinst ihr müdes Haupt, In Frieden kann zur Ruhe legen.

Der Tag neigt fich zu Ente. Sie hat von seiner Schönheit, seiner Sonne, seiner linde» Lust nicht viel gespürt.

Der Morgen verstrich in fleißiger Arbeit an der Staffelei, in Korrespondeuze» a» die Llautleute in Misdroy, dir wissen stllten, wie innig deren Gluck da­

heim getheilt ward, und wie die stohe Nachricht mitgeholfe» hat, die Gesundheit der langsam ge­nesenden Mutter zu fördern. ThuSuelde konnte de« Ihrigen gar nicht ausführlich genug von de» Glück­lichen erzähle», und fie that dies mtt der berettwilligeu Freundlichkeit und Selbstaufopferung eines starke», selbstlose» GemütheS, das fich uugetheilt der Mit- steude anderer hiuzugebe» versteht. Nur fetten ge­stattete ste sich die schmerzliche Wonne eigener Er- iu»eru»gen. Sie hatte fich ihren LebenSpla» vorge- zeichnet und fühtte Energie genng in fich, denselben auszuführe». Durch die Kaust konnte fie fich Er­werb und innere Bestiedigung schaffe». Die Professoren hatte» ihr Schülerinnen zugesagt, Privatleute Be­stellungen auf Bilder gemacht. Nicht nur Schaffens­lust, auch die Bast» derselben, daS nothwendige Selbstvertrauen erwachte m ihr. Und das Gefühl wieder stei, völlig unabhängig zn fein, gab ihrem Geist die alte Elastizität zurück. Uud doch, wie gern hätte fie fich eines Mensche» Wille» und Wünsche» ergeben, wie ger» gerufen: sei mei» Herr, ich will Dir diene». Ach, er selbst war ja uustei, ei» Sklave »»glücklicher Verhängnisse. Wen» fie daran dachte, konnte ste sich in dem Bewußtsein, daß dar Böse über das Gute triumphire» durfte, dermaßen aufregen, daß Thiäne» t» ihre Auge» stiegen und eine Unruhe sie befiel, die bis tief in die Nacht hinein alle» Schlaf von ihre» Augen scheuchte. Es verging kein Tag, wo fie nicht seiner gedachte und eine Stimme im Inner» sagte ihr, daß fich ihre Seele» in gemeinsam getrogenem Leid begegnete».

Daß fie stiller und ernster geworden war »ach ihrer Rückkehr, blieb unbemerkt, den» ihrer Mutter Zustand forderte Sülle uud Ruhe im Hause. Manche Stunde hatte fie au ihrem Lager verbracht, auch*

diese» Nachmütag. Nu» aber verrietheu die leise», regelmäßigen Athemzüge, daß die immer noch schwache Frau eiugeschlummert war. Nelde erhebt sich und verläßt zögernd uud vorfichtig daS Zimmer, horcht draußen »och eine Weile u»d zieht fich dann erst in ihr kleines, frischduftiges Stübchen zurück.

Der Tag ist hi» und fie kann Feierabend mache». Die Schwüle des Krankenzimmer hat ihre» Kopf er­hitzt. Sie badet fich Geficht und Hände i» frischem Waffer, löst die schwere Last des weiche» Haares, bürstet es uud steckt es fich bann in leichte» Knote» wieder auf.

Nach dieser körperliche» Erfrischung gönnt fie auch ihren Gedanke» eine Erholung. Sie setzt fich an daS offene Fenster und wird fich durch de» mit kleine» weiße», golduwsäumte» Wolke» geschmückte» Himmel des schöne» Abends bewußt. ES ist ein SamStag und von de» ferne» Kirchthürme» tönt Glockengeläute.

Sie feiert ordentlich diese Stunde, denn nicht eher, als der Tag dahin ist, erlaubt ste ihre» Ge­danke» die volle Freiheit. I» weite Ferne geht ihr Zug. Sie nennt das ihre einzige Lebenssrende, ohne auch nur die leiseste Hoffnung auf eine beffere Zu­kunft zu setzen.

-Wie oft aber kehrt eben dann daS Glück ein, wenn mann es am wenigsten erwartet. Der darauf rechnet, steht fich meist immer enttäuscht. Jene ge­heimnisvollen Schwestern, die den LebenSpfad des Menschen a» dem Rade der Geschicke spinnen, webe» dann etwas Verhängnisvolles, Verderbenbringendes, in ihr Werk, und der Uebermuth des Siegesgewisstn muß sich beuge», muß inne werde», daß daS Glück Geduld u»d Demuth fordert. Diesen Abeud nimmt eS vorläufig die Gestatt eines Mädchenkopfes ei».

(Fortsetzung folgt.)

auf die nationale Empfindlichkeit der Franzosen auf- gegeben werden soll, erhält dieT. 81/ folgende Zuschrift:Wenn auf deutscher Sette der Gedanke, die Sedanfeier zu unterlasse», hauptsächlich aus dem Grunde Anklang findet, daß man eS vermeiden müsse, die Erinnerung an die Niederwersung Frankreichs zu einer Zeit aufzufiischen und her vorzuheben, wo Franzosen und Deutsche Schulter an Schütter gegen einen gemein­samen Feind zusammenstehe», so mag darauf aufmerksam gemacht werden, daß deutsche Sentimentalität hier denn doch die nationale Rücksichtnahme gar zu breit in den Vordergrund stellt. Die Beziehungen zwischen Frank- reich und Rußland könne» doch gewiß als die aller- beste» aufgefaßt werde», nichtsdestoweniger ist eS noch »ie einem Russen eingefallen, aus Liebe zu den Franzosen der Gegenwart die Auslöschung des Ge­dächtnisses an die Franzosen der Vergangenheit zu verlange». Rußlnnd feiert seit 88 Jahren de» Er- innerungStag a» die furchtbare Niedermetzelung der Franzosen im Jahre 1812. Der 25. Dezember russische Stils ist auch heute noch Reichsfeiertag, der im Kalendarium alsFest der Völkerbefreiung 1812", Befreiung Rußlands vom Joch der Franzosen* ». s. w. verzeichnet steht. Meines Wiffevs muß an diesem Tage in de» Kirchengebete» Lob und Dank dem Herrn der himmliche» Heerschaaren ausgesprochen werden, daß durch seine Gnade eS gelungen ist, die Franzose» zu vernichte» und Rußland die Freiheit wiederzugebe». Wäre das Datum nicht gerade der 25. Dezember, also der erste Weihnachtsfeiertag, so würde der Tag als Feiertag in Behörde» und Schulen gefeiert werde». Wie gesagt, die ftanko- rusfische entente cordiale hat de» nationalen Fest­tag bis heute nicht auslöschen könne». Sollte diese Parallele uns nicht ein wenig nachdenklich stimme» ?*

Neutralität der Gewerkschaften.

p. DieKölnische Volkszeitung* macht auf die Zwecke, welche der Sozialdemokratie bei Proklamirung derNeuttalität der Gewerkschaften* vor Augen stehen, mit folgendem aufmerksam:Wie die Neutralität der Gewerkschaften gemeint ist, der vor einiger Zett auch der Abg. Bebel i« Abweichung von seiner ftüheru Meinung das Wort redete, darüber spricht fich das von derGeneral > Kommisfion der Gewerkschaften Deutschlands* herausgegebene Korrespondenzblatt mit aller nur wünschenswerthen Offenheit aus. ES heißt da:Die Neutralität dient der Förderung der Klassen-Prrpaganda; fie führt die Arbeiter nicht ins Lager der bürgerlichen Parteien, sondern wirkt de» bürgerlichen Harmonie Aposteln entgegen, indem fie de» in anderspolitischen Anschauungen befangenen Arbeiter zum große» wirth- schastlicheu Befreiungskämpfe, zum Kampfe zur bessern Gestaltung der eigenen Klaffenlage anfrust. . . Die

neutrale Gewerkschaft vertraut der Urteilsfähigkeit der Klasstnkämpfer uud schätzt ihre wirthschaftlicheu Er- ziehungs Resultate viel zu hoch, um jedem Mttgliede eine gebundene politische Marschroute auf den Weg zu gebe». . . Sie hat »och wirklich zur Sozial­demokratie so viel Vertraue», daß diese auch in Zu­kunft die entschiedenste und rücksichtsloseste Verireteriu der politischen Klassenforterungen der Arbeiter sei» wird. . . . Berttauen gegen Vertraue». Je beffer fich jeder Theil bemüht, dem Klaffen-Jntereffe der Arbeiter gerecht zu werden und seine daraus resul- tirenben Pflichten ganz zu erfüllen, destoweniger wird einer über den andern zu klage», oder einer de» andern zu bevormunden brauchen.* Die Gegner der Sozialdemokratie werden fich das merken.*

Die Wirren in China.

Die allgemeine Lage.

Nunmehr ist kein Zweifel mehr daran möglich, daß die Kaiserin-Witiwe von China und mit ihr die gesarnmte Regierung auf Seiten der Boxer gestanden und diese nach Möglichkeit bei ihren Angriffen gegen die Fremden und Gesandten unterstützt hat. Suchte man bisher noch mit Fleiß die Fiktiv» auf­recht zu erhalte», als ob die Mächte gegen China überhaupt keinen Krieg führten, so ist dies in Zu­kunft nicht mehr möglich; den« die Flucht der Katserin-Wittwe in Begleitung deS Prinzen Tua» und der Boxer zerstört nunmehr endgittig diese diplomatische Klügelei. Für die Mächte erhebt fich jetzt die Frage:Welche Stellung solle» wir fortan China gegenüber einnehmen?* und hierbei verhehlt man fich nicht, daß nun erst die größten Schwierig­keiten beginnen. Denn cs ist wohl leicht gesagt: Einsetzung einer neuen, fremdenfreundlichen Regierung in Peking*, dafür ist die Ausführung aber desto schwieliger, zumal eine Absetzung der jetzt regierenden Mandschu-Dynastie keineswegs auf die Zustimmung aller Mächte rechnen kann, weßhalb man fie, wen» ebe,möglich, wird zu vermeide» suche».

Aus dem Umstande, daß die Kaiser - Wittwe Peking verlassen, kann man jedenfalls den Schluß ziehe», daß fie nicht geneigt ist, sich mit den Mächten in Unterhandlungen einzulassen, geschweige denn, fich ihren Forderungen einfach zu unterwerfen. Wahr­scheinlich wird fich die jetzige Centtalregierung in einer Stadt im Innern Chinas niederlassen, die weit genug von Peking entfernt liegt, daß die verbündeten Truppen ihr nicht zu folgen vermögen. Von dort aus wird die Kaiserin alsdann ihre getreuen Unter- tijanen zum Kampf gegen die fremden Teufel auf­rufe», so daß man weitere kriegerische Zusammen- stütze in Tschtli schon in nächster Zeit wird erwarten müssen.

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mnng Rußlands von de» übrigen Mächte» und Lafolgung eigennütziger rusfischer Ziele in Nord-

Zn der Ansprache, welche Kaiser Wilhelm 6aflel an de» Feldmarschall richtete, betonte der

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schaare». Unter solchen Umständen kann natürlich von einer Einstellung der Feindseligkeiten noch gar keine Rede fein, und werden die Friedensvorschläge des schlaue» Li-Hu»g-Tschang voraussichtlich allseitiger Ablehnung begegnen. Unter de» Zielen, die sich die Kriegsführung der vereinigten Europäer uud Japaner von vornherein stecke» mußte, ist bis­her uur das eine, die Befreiung der Gesandten, wirklich erreicht. Nun kommt es aber weiterhin doch darauf an, für die begangenen Schuld- und Frevel- thate» der Chinesen die nöthige Sühne zu erlangen und sodann Bürgschaften zu gewinnen, welche eine Wiederkehr ähnlicher Vorkommnisse unmöglich machen und die Sicherheit von Leben und Eigertthum der Ausländer in China künftighin gewährleisten. So bleibt noch ein tüchtiges Stück Arbeit zu leisten übrig, und alles oppositionelle Gerede, als sei mit der Befreiung der Gesandten eine weitere Kriegs- führuug unnöthig, erscheint haltlos und thöricht. Am allerwenigsten aber kann ei» derarttges Gerede für Deutschland Geltung beanspruchen, das wegen der Ermordung seines Gesandten in weitaus erster Linie an ausreichender Sühnung und der Gewinnung sicherer Zukunftsgarantien interesfirt ist.

In Südafrika stehen die schon so ost zu Boden geworfenen Buren immer von Neuem auf. Der kühne D e w e t macht ersteulicher Weise den Engländern zu schaffen und hält das gewalttge Heer Albions nach wie vor mit seiner kleinen Schaar in Athem. Fast ein Jahr dauert der frivol begonnene Krieg nun schon an, riesenhafte Opfer an Blut und Geld hat er verschlungen und noch immer ist ein Ende nicht abzusehen. Wie das Ende aber schließ­lich auch sein möge, das tapfere Burenvolk hat sich für olle Zeiten die Sympathie der gesummten außer­englischen Welt erworben.

In Europa selbst machen die Balkanstaaten wieder einmal von sich reden, und die verbrecherische Thätigkeit der macedonischen Comstsis in Bulgarien hat zu einem bulgarisch-rumänischen Conflicte geführt, in dem das Recht so augen­scheinlich auf rumänischer Seite liegt, daß die bul­garische Regierung allen Grund hat, den Forderungen Rumäniens nachgerade etwas mehr Entgegenkommen zu zeigen, als sie bisher für gut befand. Für die allgemeinen europäischen Jntereffen ist die Erhaltung des Friedens auf der Balkanhalbinsel dringend er­forderlich, und Europa dürfte nicht Lust haben, durch bulgarische Souderintereffeu sich ernstlich be­unruhigen zu lassen.

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|t sei. Allen übelwollenden Ausstreuungen» wonach «schland fich fteiwtllig hervorgedrärmt hätte, um eiste Rolle spiele» zu können, ist damit der Boden en worden. Der kaiserliche» Rede aber kommt r auch deshalb eine hohe politische Bedeutung »eil fie ein klares Licht wirst auf die vortrefflichen nagen, die zwischen Rußland und Deutschland

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Wochenschau.

* Ter Oberbefehlshaber der verbündeten Truppen tzhiua, Gereralstldmarschall Graf Waldersee hat chlaad verlaffen. Seine Ausgabe, die er int £B Osten zu lösen hat, ist eine stolze und ehren- .. Er soll als erprobter Feldherr die Heere der iisteumale verbündeten großen Kultur»ächte nm Unrecht zu sühnen und die Ordnung in zerrüttete!». chinefische» Reiche wiedertzerzustelle». unzweideutige Sympathie, mit welcher alle ver- «deren Mächte die Ernennung des Grase» Waldersee Oberbefehlshaber in China begrüßt haben, Bei daß unser Kaiser de» rechte» Man» cn die Stelle gesetzt hat, als er einen der besten e des Vaterlandes, einen der treueste» und lässigsten Diener der Monarchie, einen der auS- raetsten Heerführer in dsises schwierige Amt be.

Die deutsche Bevölkerung hat dem Scheidende» jeder fich ihr darbietenden Gelegenheit stürmische nen gewidmet; daraus wird Graf Waldersee haben, mit welchem Sertianen auch das Volk

ieiininnF seine Mission blickt. Möge ihn in seinem 6er« 1, J, wottmtgSvolle» Unternehmen Gottes Segen be-

, . . r-ten. Hoffentlich bleibt dies auch tu Zukunft -m pH atü wird von der amtlichen Politik Rußland nicht ' ' ß« russischen Pretzstimmeu gewillfahrt, die eine

Anzeigen nehme« entgegen: di« Expedition dieses Blattes, di» Annoncen-.

VA**- y B»r««ii von Haesenstein & Vogler, Frankfurt a. SW., Cassel, Magd«-

Bit«, Wi«u; Rudolf Moste, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln;

aa, 26. Auaust 1900. «. $«b« * «... Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari» re.

A« fordern.

Auf dem chinesischen Kriegsschau- rOHm a?e ist ein wesentlicher Schrttt vorwärts ge- _: die Gesandte» sind befreit. Aber in den

mrch, daß die Uebertragung des Oberbefehls über verbündete» Truppe» an de» Grafe» Waldersee eine Anregung des Zaren Nikolaus II. hin er-

WSchtt'Mche Kreisblatt für Die Kreise Marvrrrg «nd Kirchhain.

MiLMS' te 0«Wvnarwaertlich fit bi« Nrdaltton: Redattcur Han« Hidfer tn Mardis

WMW»- WMM. LffbvWs M Redaktion: Markt 81. - Telephon 65.

M 199

J * H» tarne W

I r Erstes Blatt.

Bedrohung der rückwärtigen Verbindungen der

:ten Truppen durch neu aurückeude Chinese»

leiftr. 55

(Nachdruck verbot«».)

wer» Pekings tobt wahrscheinlich »och der Kampf, ! Kaiserin-Mutter und der Kaiser scheine» nach

thekt»

Vitalis i^te» Hauptstadt Siugansu in Scheust ge- jjftenSc 5» fein, und verschiedene Gerüchte melden

Umschau.

Nochmals die Sedanfeier.

Zu dem vielfach erörterten Thema, ob die Sedan­feier auch fernerhin beibehalten oder aus Rücksicht

(Fortfttzingi)

i begraben muffen und allgemach das Wünschen

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Die Ehestisterin

Bon H. PalmS-Paysen.

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diesen Brief las, faß da mtt gestütztem , de» Blick auf die Schrift gerichtet, als sähe er iypheu vor sich. Er war von inne» und außen ivchtbar durch die Bitterkett der letzte» Jahre tet, daß sein Kopf die innerliche Befreiung fo unvorbereitet, so schnell begreife» konnte.

Dos Leben hatte ihm allzu große Schmerzen ge- > und diese todtzuschweige», das war bisher Los gewest». ES hätte eine ungewöhnliche ät des Geistes dazu gehört, nach so grausame» age» die richtige Stellung zur Seaenwart so- Sieder gewinne» zu könne». Ein Sturm, wie Lries in ihm wachrief, glich einer Revolution, sicht nur die Welt ändert, auch den Mensche» ,> der hätte fich nicht tief daran betheiligt, der die atte» Bande wieder anzuknüpfe» und ge» . weiter zu spinnen verstanden.

« diesem Augenblick lag nicht die Zukunft vor sonder» die herbe aufgeschreckte Vergangenhett. -'uttur hatte ihm viel Empfindung gegeben, zwar $ti Kraft. Er, der im Dunkeln fechten gewußt, als nur Gott zum Zeugen seines MutheS seiner Wunde» gehabt, hatte seine Leide» ja

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Wen» er sich in feiner Stille und Zmück- * ?^eit erhalte», so kam's, weil er eben von diebeH und Dingen nur wenig mehr erwartete, bis i« ecfl fcimbe, wo er fie sah und kenne» lernte. 18 ein Glück? Die Frage war der tieftin«