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WScheEche SMbigen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.
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tW/**• ß« *««A Knjtigra u«h»w «mgegtn: bi« Expedition dieser Blatter, bi« Annoncen-
9IWVVUVU Dim« Ben Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Caffel, Stagbe» qe cv-t„_
v- ov- bare. Men; Rubels Moss«, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; vO. ^yUDlfl.
och, 22. Auaust 1900. «. b. <d«6« * e», Frankfurt a. M., Berlin, Hannover. Bari« x.
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Die Ebsdorfer Bahn.
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| f Wittelsberg nach Holzhausen—Roßdorf— \ Wldorf bis nach SchtveinSberg alsbald in ihr Ver
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1.4
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ß hätte es doch wohl alsbald auffallen ffcs, daß mit dieser Linienführung, auch wenn sie Ausführung hätte kommen können, keine besonderen dchte zu ernten gewesen wären. Dies wird eben ch die Gelände und Lodenbeschaffenheit, die Wirth- istliche» und andere Verhältnisse bedingt.
Wird somU die Weiter führung der Ebsdorfer in der zunächst und ix zweiter Linie geplanten ttfe «Möglich, so darf sie bei den gegebenen Bekiffen doch unter keinen Umständen als Stich- Sackbahn gebaut werden. Keinesfalls darf be inmitten des ihr zur Verfügung stehenden ihrer Aufschließung harrenden aussichtsvollen hiSgebietes enden. Geschähe die» dennoch, so der Bahn von vornherein die vorhandenen tßigßen Aus fichten für ihre Wirthschaftlichkeit mit unterbunden bezw. verschloffen werden. Die muß, wenn fie zweckentsprechend angelegt werden
ebiet einbeziehen, also zunächst ihren Anschluß die^Ohmthalbahn innerhalb der Landesgrenze avf
«z zu erwarten war, ablehmud verhalten hat, l ein Bedürfuiß für diese Linie, welche etwa einer Entfernung von 4—5 km parallel mit der >h, Grünberg—Londorf gelaufen haben würde, t anerkannt werden konnte. Der Plan an tt Stelle mit der Ebsdorfer Bahn an und über
Lardesgreuze zu gehen war wohl von vorn- (5613 tix nicht hinreichend erwogen worden, denn
, nnttt den vorliegenden Verhältnissen unbedingt i# m den Ohmgrund weitergeführt werden und die I^tsfWschafilich bedeutenden und stark bevölkerten Oit- Uupä des an den Ebsdorfer Grund direkt an» «den ausgedehnten und fruchtbaren OhmthaleS
tzeiheilt worden, daß die Broßheizogl. Hessische : jiernng in Darmstadt sich zu dem Bau einer
histlkcke Mücke — Landesgrenze in der Richtung flicht f Dreihausen (also der obenerwähnten Anschluß
ft auf hessischem Gebiet), wie eS nicht wohl
(Nachdruck verboten.)
Die Ehestisteri».
Von H. PalmS-Paysen.
fcfain Ben Marietta Tonrlli, Mädchenliebr, Aw Mälarsee Sin H»ch»«ittteg rc.
* TuS unserem Leserkreise schreibt man uns:
SBie bekannt, wurde in der Sitzung des Kreis- «S für den Kreis Marburg vom 18. Dezember ZS. nach längeren Verhandlungen über den da» rorgeschlageuen Bahnbau Marburg—Ebsdorfer ^id—Londorf diese Linienführung mit allen gegen iti Stimmen abgelehut, dagegen aber der Beschluß ^t, die Bahn zunächst von Marburg bis nach »hausen zu bauen und eine Fortsetzung bis zur nußisch-Hessischen Landesgrenze so lange auSzusetzen, Moon Laubach bezw. Mücke aus Anschluß an die Wlänserung der Marburg—Dreihäuser Linie sicher
» Ebenso ist später bekannt und in dieser Zeitung
(soryrtzrmsä) *
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möä harten, und ich kann doch unmöglich mit einem ^swlheilaufen.'
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man das kleine Mädchen umherlaufen sah; ihnen rauschten Waldbäume, vor ihnen bis euhmbl gliche Ferne daS Meer.
hatte sich niedergelassen und ihre Füßchen Saum der Kleides gezogen. Ernst stand vor ihr. ®e8 ist's denn eigentlich mit ihm? dachte fie. ? sonderbar heute, spricht nicht, lacht nicht *mmer da und sieht mich an.
^?rd immer verlegener, den« auch ihr war «sprächigkeit und aller Uebermnth auf eine un» >lter- Weise abhanden gekommen.
^üte, Ernst,' sagte fie mü unsicherer Stimme, Sie dem Kinde suche»! Tante Alma wird
•®tt können hier ja auSruhe», bis Gretchen »iwgKommt,' meinte fie, ihre Hände ans de« feiutgen - in eigentümlich schüchternem Tone, der ihn 'sie.
b« hatten die Höhe fast erreicht, nnd eine gras- ene Erdfläche, die das lispelnde Laub einer überschattete, bot einen verlockenden Ruh« platz.
8*6nt breitete sich der Strand aus, an dem
.1 *^88 sollen Sie auch nicht, süße Ella,' sagte ?* lag plötzlich auf de» Snieeu vor ihr, aus r Rock die Schuhe hervorzieheud.
s r? Ernst,' lachte fie auf, »Sie find wirklich '«Hafter Mensch."
i r88 ist schlechter Dank und kein Finderlohn,"
Station SchweinSberg suchen nnd zwar aus mehrfachen Gründen. Die hier in Betracht kommenden zahlreichen Ortschaften, welche fast durchweg eine Einwohnerzahl von 800—1000 Seelen und, wie schon durch die Bevölkerungszahl bedingt, regen Ver- kehr haben, werden der Bahn einen ganz erheblichen Zuwachs an Personen» und Güterverkehr unter allen Umständen sichern, denn die Bedürfniffe des Land- maunes und der Landwirthschaft überhaupt werden, wie die Erfahrung und Beobachtungen auch bei der Ohmthalbahn lehren, von Jahr zu Jahr gesteigert. Auch wird der Boden noch manchen bisher nnbe- achtet gebliebene« Besörderuugsgegenstand stellen. Durch den Anschluß der Ebsdorfer Bahn an die Ohmthalbah« bei SchweinSberg wird aber auch deu Bewohnern des oberen und mittleren OhmthaleS und der Umgebung der Weg nach Marvurg erleichtert und vorgczeichnet. Die Geländeverhältnisse sind der Weiterführung der Bahn bis nach Schweinsberg äußerst günstig; dies ist eine ganz besonders hervorzuhebende Thatsache. Noch andere Gründe kommen für diese Linienführung in Betracht, auf deren nähere Ausführung hier jedoch verzichtet werden kann. Sicherem Vernehmen nach sind auch die betreffenden Gemeinden des OhmthaleS, in richtiger Würdigung der Verhältnisse, allgemein sür eine Durchführung der Ebsdorfer Bahn sehr eingenommen.
Der natürliche Weg der dann entstehenden Linie Marburg—Ebsdorf—Schweinsberg geht aber noch weiter. Von SchweinSberg aus müssen die umfangreichen und holzreichen Waldungen an der Landes- greuze in der Richtung anf Lehrbach zu durch- schnitten und das äußerst belebte und verkehrsreiche Kleinthal über Lehrbach—Kiitorf erschloffen werden und die Bah» ihren Endpunkt und weiteren Anschluß in dem verkehrsreichen Alsfeld sieden. Nevneus- werthe Hindernisse bezw. Erschwernisse durch die Se< ländebeschaff.vheit stehen dem Bahnbau — sofern die hessische Regierung demselben, wie zu hoffe» stebt, sich günstig gegeuüberstellt — auch auf dieser Strecke nicht entgegen. Was die Stellung der Bewohner des Klein thales anlangt, fo wartet man daselbst, zuverlässigen Mittheiluttgeu zufolge, nur auf eine Anregung der Sache. Einer solchen Linienführung der g' Planten neuen Bahn kann eine günstige Aussicht mit Sicherheit gestellt werde». Gerade das in der in Betracht kommende» Gegend ausgedehnte Ohm- thal mit seine» günstige» Bodenverhältnisse» u»d seiner starken Bevölkerung und das von einem äußerst rührigen Völkchen bewohnte Kleinthal werden der Bah« ein Hauplverkehrsgebiet sowohl int Nah- wie auch im Verkehr ans weitere Strecke» abgebeu und fie überhaupt zu einer ganz andere» Be- deutung bringe», als wen» fie nur als Stichbahn von Marburg aus in den Ebsdorfer Grund gebaut würde. Die direkte Verbindung der beiden
«einte er, ohne die Schuhe hergeben zu wolle«, nach denen fie eifrig griff. Sie mußte es sich gefalle« laffe«, daß er ihr die zierliche» Dinger über die Füße zog, daß er diese dann mit einer zärtliche» Bewegung an seine Brust preßte, daß er ihre Hände ergriff, ohne sich von den Knieeu zu erhebe», daß er ihr i» die Auge« sah mit einem Blick, der fie mit Wonneschauer erfüllte.
»Ernst, stehen Sie doch anf!' stammelte fie ganz verwirrt.
„Nicht ohne Finderlohn!'
,3a, was wollen Sie de»»?'
,6inen Knß, Ella!'
»Aber Ernst,' rief fie ganz entrüstet, „was denken Sie denn?'
„Daß Eie mich liebe», ei« ganz klei» wenig liebe», Ella, we»» auch nicht so heiß und innig, wie ich Sie, daß Sie aber trotzdem meine Brant sein wollen, wen» ich Sie jetzt fußsällig darnm anflehe!'
Er hatte ihre Hände um seine» Hals gezogen und fühlte, daß fie nicht wiederstrebte. Im Gegen- theil neigte fie ihr weiches, rosiges Gefichtche» an das feine und flüsterte ganz leise, aber glückselig: „Ja, daS will ich, Ernst.' Leidenschaftlich zog er fie a« seine Brust — nun durfte er sie ja küffeu!
Liebe war doch kein Ammenmärchen, Liebe war ein großes, heiliges Mysterium, daS ihm zum elften» male im Leben den Blick i» eine Ewpfiudungswelt eröffnete, deren Existenz er mit spöttischer Ironie so ost geleugnet.
DaS kleine Mädchen kam de» junge» Brautleute» viel zu stüh von der vergebliche» Snche zurück. Nu» mußte dem flüsternde» Kose» ei» Ende gemacht, der Gang in den Wald angetrete» werden. Alle Drei ginge» Ha»d in Hand und Ernst machte in seiner glückseligen Stimmung die heitersten Scherze
Städte Alsfeld und Marburg würde für beide, insbesondere aber für letztere, von ganz erheblicher Bedeutung sein.
Auch hier darf erwähnt nnd darauf hingewiese« werden, daß jeder neue Verkehrsweg neuen Verkehr schafft und entwickelt, znmeist stärker, als es erwartet wnrde. Dies wird sich auch im vorliegenden Falle bei den gegebenen Verhältnissen sicher bewahrheiten, weil eben alle hierfür erforderliche« Voraussetzungen vorhanden find. Würde doch durch die Weite, führnng der EbSdörferbahn i« das Ohm- und Kleinthal ein VerkehrSgebiet von schätzensweise mindestens 12 000 Bewohnern zumeist ertragsfähiger Gegenden ne» erschlossen werden.
Hoffen wir, daß eS den beteiligten Kreisen und vereinte« Bestrebungen bei den dem Vernehmen nach in Kürze bevorstehenden Verhandlungen über die Angelegenheit gelingen wird, den durch die Verhältnisse vorgezeichuetku richtige« Weg für die erstrebte neue Bahnlinie Oberhessens zu finde» und baldigst durchzuführe». Hoffe» wir feiner, daß hier ganze und keine später zu bereuende halbe Arbeit gemacht wird. DaS Richtige muß sich Bahn brechen.
Umschau.
Zur letzten Rede des Kaisers.
Die Rede des Kaisers, bie er in Caffel beim Empfange deS Feldmarschalls Grafe» Waldersee hielt, steht i» auffälligem Widerspruche zu deu Kommentare«, die die ausländische Preffe an die Ernennung WalderseeS knüpfte ßind insbesondere zu der amtliche» Auslassung deS Petersburger „Re- gierungsboteu.' Unser Kaiser erklärte ausdrücklich, daß die Ernennung WalderseeS ihren Ausgangspunkt hatte „in der Anregung und dem Wunsche Seiner Majestät deS Kaisers aller Reußen, des mächtigen Herrschers, der weit bis in die asiatischen Lande hinein seine Macht sühle« läßt.' Der russische „Regiemugsbote' aber hatte amtlich behauptet:
„Als unter den Macht.n ein Meinungsaustausch über bi« beste Art der Einigung bezüglich der Operationen brr internationalen Truppen stattfand, wandte sich Kaiser Wilhelm direkt telegraphisch an Kaiser Nikolaus, sowie auch an alle interesstiten Regierungen und stellte den Feldmarschall Grafen von Weldersee zur Verfügung, welchem in der Eigenschaft eines Ober- kommandirenden die Leitung der Operationen der auf dem Kriegsschauplatz von Petschili concentrirten internationalen Truppen übertragen werden könnte. Bon dem Wnn'che beseelt, die im fernen Osten entstandenen Verwicklungen in kürzester Zeit zu ordnen, antwortete Kaiser Nikolaus, daß er seinerseits kein Hinderniß für die Annahme deS Vorschlages Kaiser Wilhelms finde.'
Da sich diese beide» Aussage» «icht recht zu- sammeureimeu lasse», hat also der amtliche russische „Regierungsbote' eS für »öthig befuude», der Welt eine falsche Darstellung des Sachverhaltes zu gebe».
und Witze mti der Kleine». Als aber der See und das Boot erreicht waren, lenkte er die Aufmerksamkeit des Kiudes auf den Fährmann, der schöne Sage« und Märchen zn erzählen wußte, und diesem selbst gebot er, nicht gleich zur Insel, sonder« erst durch de« ganze» See zn rüder». Da säße» »u» die zwei Seligen Hand i» Hand nebeneinander. Diese stille, poetische Fahrt vergaß Ernst in seinem Leben nicht. So wie heute hatte er den See nie erblickt. Es lag eitte Weihe darüber. I» dem klarste» aller Gewäffer schwämme» auf bretteu Blätter» gelbe und weiße Wasierroseu, von deue» der Manu ft» Boote dem kleine» anfhorchende» Mädchen im gedäxpsten Tone wundersame Märchen erzählte. Die Lust war still, daS Gezweig der mannichfaltigen, hochaufstrebende», dichtbelaabte» Bäume am Saum der Buchte», am sanft aufsteigeuden Ufer, regte sich »icht. DaS Waffer war so klar, daß sich die rotheu Beere» der Eberesche bis auf deu Grund zu »eigen schiene«, und deutlich spiegelte sich jeder einz-lne Zweig, jedes zarte, grüne Blatt darin wieder.
Eine sumpfige Wiese mit allerlei melancholischen Thierstimmen dehnte sich tief in eine der Buchten hinein. Mehrere ganz gekrümmte Bäume reckten fich vom Uferweg über dir Wasserfläche und griffe» mit eingeschmmpste», knöcherige» Armen ins Wasser. Hier herrschte schon geheimnisvolle Dämmerung. Man mußte den Kopf tief neigen, nm nicht von uiederhäugeudeu Weiden gestreift zu werden, und im flüchttge», heimlichen Kuß fanden fich die Lippen der Liebrudeu. Dort aber, wo »och daS lachende Licht einer in Purpur nieder finkende» Sonne über deu See blitzte, tauchte Blick in Blick. Der Himmel schien Ernst nicht blauer uud schöner zu sei», wie Ellas Auge».
Der Fährmann erzählte, das Kind horchte, die
Aus welche« Gründe« nnd unter wessen Anleitung? Gthi in Petersburg die Politik des Zaren und die des Ministeriums, deffeu Sprachrohr der „Regierungsbote' ist, verschiedene Wege? Eine Aufklärung ist dringend erforderlich.
Zur Sedaufeier.
Daß die KriegSerimrerungSfeiern auf einmal »icht gern gesehen werde», freut die demokratische „Berliner Zeitung' und ähnliche Blätter ungemein:
Wir habe« schon seit einigen Tagen für die Abstellung der Sedanfeiern plädttt, da fie meist nur als Vorwand für recht verwerfliche chauvinistische Treibereien benutzt wurde». Die Sedanfeier paßt auch schlecht zur Pariser Weltausstellung, auf der der „Erbfeind' uuS Deutsche mit besonders großer Liebenswürdigkeit ausgenommen hat. Wir steue» unS, daß Kreise, die uns fern stehen, j-tzt zu der Ueberzeugung gekommen find, die wir schon seit Langem ausgesprochen haben.
Wir hatte» angenommen, daß diese Bescheidenheit deS deutsche« Gefühls iu dem Verhalte» der Franzose« keine» Loh» finden werde. Und richtig, i» der Münchener „Allgemeine» Zeituug' lese» wir:
Der 60» deutscher Seite kuudgegebeue Wunsch, man möge auf deu Schlachtfeldern um Metz Gedenkfeier» «icht abhalte«, wftd vo« de» allerdings «icht durch Feinfühligkeit und Takt ausgezeichnete» Nationalisten bamit beantwortet, daß fie i» der Preffe, in Versammlunge« und fpeciell auch auf dem französischen Theile des Metzer Schlachtfeldes, in Mars-la-Tour, besonders lärmende nnd besonders chauviuistische Kundgebungen veranstalte». Tragisch ist daS freilich nicht zu nehmen. Am köstlichsten ist der heutige „Gaulots*, das Salonblatt der Nationalisten. Es ist wohl früher hi» und wieder scherzweise gesagt worde», wen« »och ei» paar Jahre ins Land gingen, würden fich gewisse sravzöfische Chauvinisten auf Grund der Leistungen der nationalistischen Zeitungen, Schlachtenbilder usw. einbilde», daß eigentlich die fran- zöfischeu »ud nicht die deutschen Heere die Schlachte» der Jahre 1870/71 gewönne» hätte». Uud fiehe da: heute spricht das der „Gaulois' in einem „Tont-Paris' unterzeichnete» Artikel bereits aus, nur noch ganz dürftig uud uur »och ein klein wenig schamhaft verhüllt, indem er erklärt, der 14. und 16. August seien anerkanntermaßen französische Siege! Uud auch der 18. August sei nur materiell nicht zu einem solchen geworden, obwohl er moralisch auch als Sieg für die ftanzöstscheu Waffen zu rechueu sei, weil Bazaiue nicht im entscheidenden Momente, »och dem „Gaulois' um 7 Uhr Abends, die französische» Garde» gegen Graveloüe vorgeworfen hätte, um die deutsche Niederlage dort zu vervollständigen, nachdem
Ruder tauchte» leise und langsam iu daS Waffer, Hobe» sich und warfen vo» der So»»e bestrahlte Perle» auf die erzitternde» Wafferrose». Fern tönte eine Helle Meufchenstimme, die vo» Liebe fang.
Diese Stunde war aller Wouue voll. * *
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Sie konnte fich durchaus nicht in die plötzlich so veränderte Lage sogleich hineinfindeu, die alte Dame. Ihr Programm zeigte mti einemmale so viel Striche nnd Lücke», daß eine Nacht nicht genügte, dieselben anszuwischen oder mit neuen Pläne« auszufülle«. Wen« fie ehrlich war, mußte sie fich eiugesteheu, daß dar gestrige Geschehnis durch den glückliche« Ausgang im Grunde nichts a« ihre» Wünsche» geändert, daß fie zufriede», ja glücklich sein konnte, den» sie sah erfüllt, war heiß ersehnt, immer aber vergeblich erstrebt worden war; doch gewohnt, festzuhatten, was fie fich vorgenomme», sah fie die Dinge ungern sich anders gestatte», als ihre Willkür sich'S zurecht gelegt Vor allem verstimmte sie das Bewußtsei», i» dieser Herze»Ssache einen Fehlgriff gethan zu haben, der überall Verwirrung hervorge- rufe» hatte. Der Neffe branchte wahrlich nicht zu fürchte», daß fie der kleine» Ella die Begebenheiten der letzten Woche» aus plauder» würde. Wen» er und ThuSnelde Schweigen beobachtete«, fie selbst würde eS ganz gewiß thu«.
ES hätte fie überrascht, wenn die Lücke, die Neide» plötzliche Abreise hervorgeruft», sogleich hätte auSgefültt »erben können. Sie erkannte an dem Gefühl des Heimwehs »ach ihr, tote innig sie diesem Mädchen zugethan war und hi der Sucht, durch ihre, tote fie meinte, glückbringenden Hände junge Herze» mit einander zu verbinden, beklagte fie eS insgeheim, fich plötzlich jeglicher Beeiufluffung auf die Ge,.altung ihres LebeoSschickfalS beraubt zu sehe». (Fortf. f.)