t
M 193
Zweites Blatt
Zarkt
em.
ftadt
N
me
iSchÄ
- Förd«
Bl.
AbM.
»gust i! nd Fra
Die Treppenstufe» in der Wendelgasse find eben» 6 wie das dortige Pflaster schon seit langer Z tt in nem bejrmmernswerthen Zustand. Fast tagtäglich kommen dort Paffanten zu Fall uud ziehe, sich mehr oder weniger Verletzungen z«. Eine AuSvesseruug liefen so sta k ftcquenttrten Baffe wäre sehr noth weudig.
P» die allgemein gütigen Spielregeln zu um- sehen, ist die Unterstützung, welche der Bewerbsspieler von seinen Benossen erhält, am höchsten zu bewerthen. Schon der gewöhnliche Bauernfänger hat seine Schlepper und der Glücks» Ipieler großen Stils seine Agenten au Rennbahnen, Badeorten, in Restaurants und Balllokalen. Eines der bekanntesten und gefürchtetsten HüfSmittel ist beim Epiele selbst die „Maquillage", d. h. die Kenn
fügung. Jede fabrikmäßig hergestellte Karte ist für den mit gutem Buge und Bedächtniß begabten Fal chspieler schon durch das Muster der Rückseite, die „$aroti;ung“ gezeichnet. Gerade der regelmäßige Verlauf des in gewissen Abständen sich stets wiederhol,»den Musters ermöglicht dmch die Art und Weise, wie diese Muster an den Ecken abschneiden, ein Wiedererkernen bestimmter Karten. Es kommt nicht selten vor, daß einzelne Karten an diesen Stellen eine eigenthümliche, in dem ganzen Spiele nicht wied rkehrende Physiognomie zeigen und Karten desselben WertheS gleiche oder doch sehr ähnliche Bilder an den Ecke» zeigen.
Fehlkarten, d. h. solche, welche keine charakteristi- scheu Merkmale aufweffen, können durch Karten eines gleichartigen Spieles mit geringer Mühe ersetzt werden. In Auffindung solcher Kennzeichen vermag die Uebung Bedeutendes zu leisten. Wo das Auge des Nichtgeübte» nur ei» verwirre»deS Muster von Linie, striche« und Punkte» stehl, findet das geschulte Auge schon minimale Unterschiede heraus, die dem Laien völlig entgehen. Wie mir ein Kartenfabrikant versicherte, ist eS der Fabrikation bisher nicht gelungen, für Karten ein Rückenmuster herzustellen, welcher einen Betrug auischlöffe.
Die Technik des Betrugs beim • Glücksspiel.
verdeckt auf oder im Talon liegenden Karten während deS Zusammenlegens, Mischens, AbhebenS und Bebens bezw. Abziehens der Karten vom Talon erkennt, kurz gesagt, also wie mit aufgedeckte» Karte» manipulirt. Der Vortheil dieses Kniffs ist so offenkundig, daß er kaum eines weitere» Kommeutais bedarf. Ich will nur darauf Hinweisen, daß z. B. beim „Tempeln" der Pointeur vor j.dem Verlust geschützt ist, wen» er die zu oberst auf dem Talon liegende Karte, welche der Bankier als erste eines jeden Abzuges und zwar als Bewinnkarte für sich zieht, in der Pause zwischen je zwei Abzügen erkennt uud demgemäß feine Einsätze verändern kann. Bei den Spielen: Baccarat, Macao, Onze et demi, vingt et un ist es für be» kaufenden Bankier und Pointeur von wesentlicher Bedeutung, das oberste Blatt des Talons zu kenne». Hierdurch ist jedes Risiko, sich tobt zu kaufen, ausgeschlossen. Von ben Markiruugsmte» ist bie Pointirung mit Nabel, Farbe und Stift, die Biseautirung und Pipe noch heute gebräuchlich. Zn bemerken ist, daß die in Deutschland und über daffelbe hinaus ver-
noch Erwähnung. Bei ihr werde» sämmiliche Karten, bis auf diejenigen, auf welche eS dem Falschspieler gerade ankommt, a» beiden Längsseiten parallel zu diesen um ei» Geringes beschnitte». Vo» den letzteren wird der a» beide» Längsseiten überstehende Theil zur Hälfte und in der Diagonale »eggenommen, so daß dieselbe eine keilaitige Form erhalte» und fiq beim Mische» nicht nur leicht herausziehen lasten, sonder» auch beim Abhebe» dem lastende» Finger eine» Anhalt bieten.
Eine Art der Pipe ist eS, wenn vom Falschspieler während deS Spieles besonders wichtige Karte» in der Mittellinie parellel zu den Längsseite» leicht gebogen werde». Hierdurch sind sie beim Mischen und Adheben »üheloS herauszufinde» und es wird das falsche Mischen und Abhebeu erleichtert. Da Karte», wen» sie »och einigermaßen neu sind, ziemlich lauge solche Biegungen bewahre», und sie dem Uneingeweihte» kaum wahrnehmbar find, so erfreut sich dieser Kniff einer besondere» Beliebtheit. Je deutlicher solche Kennzeichen find, um so größer ist aber auch die Befahr der Entdeckung und Ueberführung bei ihrer Suwendung. Gezinkte d. h. gezeichnete Karten wird mau daher kaum noch bei Spielern von einiger Geschicklichkeit und Bedeutung finden. Diese» stehe» zu demselben Zwecke bessere «rd gefahrlosere Mittel zur Ler
er die Schriftzüge einzeln ausmalt, ist ebensowenig als wesentlich zu erachten, wie das Material, mit welchem geschrieben wird, nur muß erhellen, daß durch die Thätigkeit die Urkunde hat vollzogen sein sollen. Das Beisitzen einer fakfimilirten Unterschrift gießt der Urkunde äußerlich daS Aussehen einer durch Unterschrift vollzogenen Urkunde. Ist dies mit dem Willen des Berechtigten geschrhen, so hat dieser der so hergestellten Urkunde äußerlich das Aussehen eines unterschriebenen Schriftstücks geben wollen und daS Fakstmile ersetzt seine Unterschrift in voll- giftiger Weise. Wen» eine größere Anzahl gleichlautender Urkunde» ausgegebe» werde» soll, so liegt ei» praktisches Bedürfniß der Erleichterung für de» zur Unterschrift Verpflichtete» vor. Für solche Fälle hat die Rechtssitte fakfimilirte Unterschriften zugelassen und eingeführt, so namentlich bei der Ausgabe von Obligationen und Zinskupon». Auch daS Reichsgericht hat die Rechtsgiltigkeit derartiger Unterschriften anerkannt.
Gr. u. R. Segen die Ausschließung aus einem Kriegervereiue ist zwar die Anfechtung im ordentlichen Rechtswege zulässig, auch wen» die landesherrlich bestätigte, für den Verein maßgebende Satzung das Begeniheil verordnet. Aber die Gerichte find nut zur Entscheidung der Frage be. rufen, ob der AuSschließungsbeschluß formell giftig zu Stande-gekommen ist, also i» einer der Satzung entsprechenden Weise, insbesondere von den zuständige» Vereinsorgane» gefaßt worden ist. Die Nachprüfung der sachliche» Richtigkeit des AuSschließungsbefchlusieS teht den Gerichte» bagegtn nicht zu. (Entscheidung d s Reichsgerichts vom 27. März 1900).
G. u. R. Rückständige Zinse» können nach einer Entscheidung des Reichsgerichts vom 7. April 1900 auch da»» noch tn einer besondere» klage geltend gemacht werde», wenn sie in dem rühere» Processi, in welchem dem Gläubiger das kapital rechtskräftig zugesprocheu worde» ist, bereits hätten eingeklagt werden können.
W
Bett»
Vermischtes.
Hagelschaden im Elsaß. Der durch das Hagelwetter vom 29. Juli d. I. im Elsaß angerichtete Schaden beträgt nach amtlicher Feststellung im Kreise Aftkirch 230 000 Mk., im Kreise Thann 1422 900 Mk., im Kreise Gebweiler 1 357 630 Mk. Der «e.
hagelte» Gemeinden Steuererlaß für das laufende Jahr in Aussicht. Außerdem werden die Beschädigten durch unentgeltliche Abgabe von Saatgetreide, Saatkartoffeln und junge» Obstbäume» unterstützt werden. In Leimbach wurde eiu Bauer iu Folge des erlittenen große» Schade»S wahufiaoig uud mußte in eine Irrenanstalt gebracht werde».
„Ein Kuß". Ein Prozeß, zu dem die folgende heitere Episode die Veranlassung gab, hat i» London viel Stoff zur Heiterkett gegeben. Lady A. ließ eines Tages ihren Wage» vor dem Hause eines Musik- händlers hallen, hot eiligst ei« und ließ sich einige Musikstücke geben. Sie bezahlte ihre Rechnung und verließ den Lade». Aber bald kam ihr ein neuer Einfall. „Ach", sagte fie, „ein Kuß", ehe ich fortfahre." Der Ladenjüngling betrachtete seine hübsche Kundin, schwankte eine Sekunde, dann faßte er sie um und drückte einen glühenden Kuß auf ihre Wange. Entsetzen der Gräfin, Hilferufe und die Ankunft des Chefs, der den Angestellten sogleich vor die Thür setzte, alles war das Werk eines Augenblicks. Der unglückliche Kommis wurde uuu kürzlich vor be« Gerichtshof zitirt, weil er feine Kundin gewaltthätig behandelt halte. Er konnte sich aber vertheidige» und wurde freigesproche». „Teufel", sagte der junge Mann vor Gericht, „ich wußte nicht, daß eS sich um ein Musikstück handelte I" . . . DaS ist eia Wink für die Komponisten, in der Wahl ihrer Tttel vorsichtiger zu fein 1
Vom Büchermarkt.
*** Andree-PutzgerS Gymnasial- und Realschul-Atlas in «9 Haupt- and 28 Nebenkarten. 8. Aust, Bielesild und Le pztg, Verlag von Ltthagen und Klasing, Preis: ungeb 3,tu, Mk., ged. 4, 0 Mk.
(Nachdruck verdaten.)
Rechtspflege.
RechtSgilttgkeit faksimilirter Unterschriften.
Von Dr. jur. Weyer.
Der Art. 9 des Ausführungsgesetzes zur Brnnd- mchordnuug vorn 26. September 1899 bestimmt, aß Erklärungen einer Behörde, auf Grund deren ne Eintragung erfolgen soll, ordnungsmäßig zu unterschreiben und mit Siegel oder Stempel zu ver- «hen seien. Ist dies der Fall, so spricht die Prä- umtion für die Echtheit des Siegels und der Unter- chrift. Er können nun Zweifel entstehe», ob ei« Fakstmile die Unterschrift vollgiltig zu ersetze« vermag. Zur Unt'rschriftSleistunz gehört eine eigene Thätigkeit dessin, der die schriftliche Erklärung abgtetit. Daß
Wer Seide braucht
Hohensteiner Seidenweberei Lotze, Hohensteiu-Ernstthal, Sa-, Grösste Fabrik von Seidenstoffen in Sachsen. KönigL, Grossherzogi. u. Herzogi. Hoflieferant. Spezialität: Brautkleider. Musterlager: Marie von Elif, Marburg, Barfilsserstrasse.
k hab« chaus.
Eingesandt.
(Ohne Verantwortnng der Redaktion.)
DaS Bettelunwesen nimmt i« unserer Stadt, sauptsächlich i« den im Freien gelegenen Wohnungen, ehr überhand. So mußten sich dieser Tage einige Bewohner der Renthosstraße vor einem fortwährend wiederkehrenden und an die Thüre« pochenden Bettler örmlich verschließe». Hoffentlich wird diesem Treiben bald gesteuert.
* Von Hans Krämers monumentaler Schöpfung „Das 19. Jahrhundert in Wort undBild" (Deutsches V.rlagrhaus Bong u. Co, Beilin W.), dem erfolgreichsten Prachtwerke unserer Tage, ist soeben mit Ausgabe der 60. Lieferung der dritte «and zum Abschluß gelangt. Text! ch und illustraiiv aus der gleichen Höhe wie sein« Vorgänger stehend, übertrifft es dieselben noch au Reichhaltigkeit seiner gediegenen Inhaltes: Nicht weniger als zwanzig ausgezeichnete Fachmänner, darunter Gelehrte von Weltruf, haben ihr Wissen und Können in den Dienst des populären Werkes gestellt, um etwas wahrhaft Vollendetes zu schaffe».
en
»de N |
(565 t ff, Deckev I Fel, i
WScheEcheBeiksem Kreisblatt für Die Kreise Marburg und Kirchhain.
b Jllustrirtes Tonntagsblatt. '""-E - iyy.y.y"
Uudeulfchrr. Was wir bisher nicht wußte«, gedruckt duifte« wirs heute lese«: Ja Berlin wttd d e u t s ch g e s p r o ch e n. Die „Tägl. Rundsch.' schreibt: Ja dem amtlichen Blatt des deutsche« Sportvereins („St. Georg") findet stch nämlich eine von A bis Z in französischer Sprache abgefaßte Anzeige der „maison fran^aise“ von D. Petrus, die Unter den Linde« 10 „chapeaux, Robes, Fleurs, Plumes“ u. s. w. feilhält. Die Inhaber dieser „maison“, die durch die Abbildung eines halben Dutzends deutscher Landeswappen kundgebe«, daß fie „fournisseurs Brevetes de plusieurs cours“ eien, verrathe« rechts unten in der Ecke ihrer Anzeige, daß sie auch englisch spreche«, links aber finden wir das befreiende Wort: „Man spricht deutsch!" Gott sei Dank! Wir glaubten schon, nicht mehr ohne französischen Sprachführer Unter den Linden erscheinen zu dürfen!
Zeichnung der Karte« »ach einer gewisse« für das ober das Tastgefühl des Spielers bestimmten 12, U Methode vor ober während des eigentlichen Spieles, vorüber berichtet Herr v. Mantenffel:
f »Jeder verließ das Befängniß krank und schwer WM erkältet und wir konnten erst nach weiteren 14 Tagen ------ von allmählicher Erholung sprechen. Am folgenden ~~ ' Tage wurden wir wieder nach Randfontei» bezw.
KrügerSdorp befördert, um dort zu hören, baß ' '* sämmtttche Beamten ber genannten Bah», die nicht «m« Bürger von Transvaal waren, zwei Tage später über bie Grenze mußten. So fuhren wir denn am 21 3ult ab «ad erreichten am 7. Juli East Lonbou, »vim einen englischen Hasen, zwischen Capetown und Port $ Elizabeth gelegen. Die Verpflegung ließ abermals biel zu wünsche» übrig. I« ben ersten zwei Tagen vlDO ist uns überhaupt nichts angeboten worden, glück- «m. llcherweise konnten wir unterwegs hier und dort lerUtt etwas kaufen. Das war der Abschied von einem
Lande, welches wir fast Alle fett verschiedenen Jahren als unsere zweite Heimath anzusehen ge- wohnt waren. Nicht die sogenannten verrotteten Zu- ir 1 i stände in Transvaal, sondern nur einzig und t. Klass s allein bie englische erbärmliche Habsucht hat uns stealschi - Alle um unsere guten Stellungen gebracht .... lute Ai Ja East Lonbo» würben wir aus ben englischen sichtig« Dampfer „German" von ber Union - Linie gebracht ; Fää» uud langten, etwa 587 Personen stark, worunter Z. 191 280 Kinoer, am 2. August in Vlisfingen an; über (53! das Essen auf dem Schiffe hatten wir uns Alle sehr I zu beklagen unb bie Meisten vo« uns hat es noch [HCl 'ehl schönes Gelb außerdem gekostet, um wenigstens einigermaßen anständig verpflegt zu werden. — Ist das Alles unter dem Namen „KiiegSrecht" gerechtfertigt, oder kann und muß ich nicht als Deutscher für diese entsetzlich rohe Behandlung vo« der englische« Regierung Entschädigung bezw. Genugthuung verlange« S"
je 3.^ nitgifi# rge$er» (5551
91. _
Ei« guter Atlas ist eins der wichtigsten Nachschlag«- und Orientirungsbücher eines jeden Gebildeten. Nun flieht e8 zwar eine große Anzahl Atlanten; aber ebendrum ist auch di« Wahl eines solchen nicht leicht Wer zwar einen hohen Preis nicht sch«ut, wird schon eher das ihm zusagende Kartenwerk heraur finden; «r hat sich nur zwischen den Handatlanten von Stieler zu 65 Mk, von Kiepert zu 40, Debes oder Andree zu je 3 e Mk. zu entscheiden. Anders steht es mit der Aurwahl einer guten Atlasses von ganz mäßigem Preis«; denn deren giebt es «in« übergroße Zahl. Da möchte nun manchem Leser ein guter Dienst erwiesen werden, wenn er auf die hohen Vorzüge des an der Spitze genannten Atlaff«s aufmerksam gemacht wird. Schon das Format ist ein Vorzug: 29 X 22 cm; dasselbe hat nur dadurch erreicht werden können, daß die Blätter nur einseitig bedruckt wurden. Trotz dieses auf einen mäßigen Umfang gebrachten Formates hat man — da sich die meisten Karten auf 2 Blätter erstrecken - «in Kartrnbild von mehr als 40 cm Breite vor sich. Was das der inneren Einrichtung zu Grund« gelegte Prinzip b«ttifft, so will der vorlteginde AtlaS der immer mehr zur Geltung gelangend«« Richtung im geographischen Unterricht dienen, welche da« Hauptgewicht auf di« natürliche Gestaltung b«r Erdoberfläche legt, im Gegensatz zu der älteren, die sich vorwicg.nd mit der politischen Einiheilung beschäftigte. Deßhalb gelangen auch in diesem Atlas zuvörderst die bleibenden natürlichen Erdverhältniffe zur Darstellung, und alsdann auf Grund derselben die politischen Eintheilungen. Der Atlas beginnt mit schönen, klaren Sternkarten, einer sehr überfichtlichen Satte des Sonnensystems und einer Mondkarte. Es folgen Regen-, Hoth«rmen- und Windkarten; Karten der Meeres- strömungen und des Weltverkehrs, der Vulkane und der Korallentnseln, der Vegetattonsgebiete der Erd«, der Heimath der wichtigsten Thier«. Hi«ran rriht sich noch j« «ine Völker- und Religionskarte der Erde, sowie eine Tiefenkart« d«S Großrn und Atlantisch«« Oceans. Alsdann folgen die Länder der Erd« «tnzeln; zurrst bi« Australiens und di« Jns-ln d«r Südsee; sodann di« Länd«r Amerikas, Asiens, Afrikas und Europas. Die Theile d«s letzteren Erdtheils werden ganz besonders genau und einzeln dargestellt; Deutschland z. B. umfaßt 8 Karten, darunter 4 Doppel- blarter. Es findet fich da von Deutschland auch eine Karte der mittleren Jahrestemperatur, eine spezielle Regen- und Völkeikaite, sowie eine Rel giontkaite; auch ein übersichtlicher Plan von Berlin und Umgebung ist bargeboten. Die 28 Nebenkarten thun gute spezielle Dienste. — Der nur mit 70 Pfg. berechnete Einband besteht in gepreßter Ganzleinwand unb ist sorgfältig ur.b solid auSgeführt, wie ihn kein Buchbinder als Einzelarbeit zu gleich billigem Preise Herstellen könnte. Man darf daher der Wahrheit gemäß sagen: tem Atlas kommt hinsichtlich seines reichen Inhaltes und seiner sorgfältigen technischen Ausführung kein anderer von ebensolch billigem Preise gleich. Möge er in Vieler Hände — in HauS und Schule — gelangen.
Englische Rohheiten.
■ ®K im »Münsterische« Anzeiger" abgedruckter Brief eiueS Beamte« ber Niederländisch-Südaftikan - scheu Etse«bah«gesellschast, eines gebürttgten Westfalen, 'st für bie Engländer bezeichnend. Der Briefschreiber wurde mit seine« College«, darunter auch Holländer«, Belgier», „ also jedenfalls neutrale» Untertanen neu» V Mächte, vo» ber Eisenbahnstation weg ber» hastet, fortgeschleppt, brutal behanbelt, stundenlang M °h»e jebe Nahrung gelassen, schließlich ins Krüger».
*IOIf,cr' bann ^s Johannesburger Befängniß gebracht u»d eine Woche darauf, wiederum ohne jede Angabe des Grundes, entlassen.
Unter diesem Titel veröffentlicht ber königl.
Kriminal-Kommissar H. vonM a n t euffel (Berlin) ----- eine« überaus lesenswerthen Aufsatz im „Archiv f. Wer i Kriminalanthropologie unb Kliminalistik". Der ”°6e sachkundige Verfasser weist zunächst darauf hin, daß der Betrug eine „symptomatische Begletterscheinung nmek des gewerbsmäßigen Glücksspiels" ist. Unter nd, f den Hilfsmitteln, deren Spieler fich bedienen,
;H Led fammtfchaden beläuft stch mtthin auf die Summe von ilie gd 2010530 Mk. Eine Hilfsaction zu Gunsten (ber betroffenen Gemeinde« ist in vollem Gange. Der (559 reichsländische Landwirthschaftsminister, Unterstaais- sekretär Baroa Zorn von Bulach, ft-, fite ben oec-
brettete» Karten der Fabriken zu Sttalsund und Frankfurt a. M. mit auf Hellem Grunde gemusterter Rücksette stch besonders zur Pointirung eignen. Eine Der Erfolg ist der, daß ber Eingeweihte bie Manier des Biseautirung (Beschneidung), verdient