3
£§ettj
K,
Warburg
;*» ie KSf <W-LÄ»» > M, 6ei <£«?
w
er.
trctem driigerd zu wünschen wäre.
n.
ß in
»dg
«rkratischen Drahtzieher.
Duell um jede» Preis aus dem Wege gehen
md
rser
vortrefflicher Rechner finb.
(Fortsetzung folgt)
Lager ng n'
mbog iets
ginU
Alto.
Pffl.
früh
Z.
Hiutzpeter, um dort daS Frühstück eivzru nehme».
ese».
abex 1
Stellv kartei Mrck
fe», 's.H n, Sti
Uni
e
,3a, wie soll ich'r machen" — ei» ironisches Lächel» begleitete >ie Worte —, „daß Sie mich verstehe»", sprach sie mit einem Achselzucken.
»Mau hat mich verleumdet, sagen Sie eS nur," forschte ich uuter gewaltsamer Beherrschung.
„Verleumdet? O »ei». Den» daß Sie einen Russe» zum Freunde gehabt, ist doch wahr und auch »ichtS Schlimmes. Die etwas überstürzte Reise ins Ans land rechne ich Ihnen auch nicht als Fehler an.
Um eine derartige Zwangsherrschaft aber aufzu- nchten, zu befestigen und zu erweitern, dazu hilft als eins der wirksamsten Mittel das Streikposten- Stehen mit. Es bedarf gar nicht erst der so häufigen gewaltsamen Folgeerscheinungen, der Körper Verletzungen, Sachbeschädigungen u. s. w., im Streikposteu- fteljeK o» und für sich schon ist eine fortwährende Quelle der Beunruhigung und Bedrohung für die Arbeitswilligen gegeben. Die letzter» wissen aus hundert und aberhundert Fälle» besser als liberale Leitartikler, daß die Streikposten nicht im Interesse eines harmlosen Nachrichtendienstes handeln, sondern daß sie vielmehr die Abgesandten einer mit allen Mitteln der Gewaltthat und des Schreckens, der gesellschaftlichen Aechturig arbeitende» Vehrne find. Der Senat der freien Reichsstadt Lübeck hat daher weise und gemeinnützig gehandelt, indem er das Streik- postenstehe» verbot, und die Lübecker Bürgerschaft hat tn der rückhaltlose» Znstimmnng zu diesem Verbote ei» Maß von Einsicht bekundet, das alle» Volksver-
«rgwerther Mau» geworden, bei Justines l eine günstige Aufnahme finden, mit ziem- Gewißheit auf die Erhöruug meiner Werbung n dürfe, daß ich somit vor de» Thoren eines $ Glückes stand und es nur eines Schrittes
»Sie schweige», gnädiges Fräulein? Wohl, wer diesen „Irrtum" verschuldet, deu Sie mir als einzige Antwort auf eine glühende Lebensfrage in dieser unglückliche» Stunde entgegenwarfeu, das müssen Sie wissen. Ihre Huld gegen mich kannte keine Grenzen, spiegelte mir ein holdes Glück vor, das mir nun Plötzlich zerstückt vor die Füße geworfen wird. Ruhe» 3hre Empfindungen denn wirklich auf seichtem Grunde, daß die kurze Treunuugsfrist von einige» Monaten sie zusammenstürzeu machen konnte wie ein haltloses Kartenhaus?"
Sie hob schnell/de» Kopf, sah mir fest und eigen« thümlich ins Auge und sagte herb: „Nicht die Trennung — aber Zett bringt Wechsel und wenige Monde können genüge», Mensche» und Gesinnungen zu ändern."!
„D, über den Wankelmuth solcher Gesinnung!" stieß ich schmerzlich hervor.
,D, über die Menschen!" gab fie irsnisch zurück; „man kennt fie nicht ans."
Meine Brust athmete schneller, alles hätte ich eher ertrage» könne» als diesen lieblosen Spott.
,3ch verstehe Sie nicht," sagte ich; „bei Gott, ich verstehe Sie nicht."
bednrfte, um in die sonnenüberglänzte» Gefilde der Liebe zu trete». So harrte ich den» in unbeschreiblicher Ungeduld ihrer Rückkehr, immer wieder meine hochstrebenden Gedanke», meine wallende» Empfind- unge» in Worte kleidend die ich ihr kniebeugend eutgegeubringen oder ins Ohr flüster» wollte, wen» fie mein geworden.
ES war Frühling und ei» Sonntag. Sonntag auch in meinem Herzen, den», mit de» Schwalbe», die hoch in der lauen, blaue» Luft a»8 dem heiße» Süden grüßend herbeigezogen käme», war anch Justine eingekehrt.
Ich befand mich in einer große» Aufregung: der heutige Tag sollte über mein ganzes Leben ent» scheiden. Nochmals ließ ich alle freundliche» Bilder des vergangene» Jahres vor meiner Erinnerung auferstehen, die ihre Gestalt umrahmten, gedachte ihrer Huld und Güte, so manches liebliche» ErröthenS, so mancher herziger Worte ihrer Lippen, — Worte, die mich zu de» höchsten und kühnsten Hoffnungen berechtigten, Ms denen ich Muth und Vertrauen zu meinem Unternehmen schöpfen konnte. Ich hatte die Nachmittags stunde zu meinem Besuche gewählt, um mir eine ungestörte Unterredung zu sicher».
AIS der Bursche auf mein Klingeln öffnete, überschritt Justine Rittfeld gerade den Flur, und so war fie es, die mich i» den Salo» einzutreten bat und dem Diener befahl, ihrer Mutter meine» Besuch zu melden. Sie bot mir den Platz, nnb da saß ich nun vor ihr mit meinem übervolle» pochenden Herzen und meinem vor Erregung glühende» Gesichte.
Ob fie ahnte, was in meinem Inner» vorging?
Sie wechselte mehrmals die Farbe und sprach stockend und verwirrt von nebensächlichen Dingen, vom Weiter und dergleichen, was bei ihrer sonstige» gesellschaftlichen Gewandtheit und Intelligenz gewiß
nicht vorkommen konnte. Da ihre Mutter nicht sogleich «schien, wollte fie sich erheben und dieselbe infcn; ich aber ergriff ihre lieben Hände, nnb mein Knie beugend, sagte ich: „Justine, bleib' hör' mich an! Du weißt, ich liebe Dich, und heut' bin ich gekommen, um Dich zum Weibe zu erbitte»."
O, schrecklich, was folgte! Sie richtete sich stolz nnb frostig auf, entzog mir ihre Hände und antwortete:
«Wie kommen Sie zu solcher Sprache nnb zu solchen Erwartungen?"
Wie Eis berührte» biefe Worte mei» glühendes Empfinden.
«Wie ich dazu komme," stotterte ich, „anS Liebe, Justine nnb — nnb weil ich mich wieder geliebt glaubte — indessen — wen» ich mich — mich geirrt habe» sollte — *
«Sie haben sich — geint," lautete die schnelle, erbarmungslose Antwort.
Scheinbar ohne Gefühl, nur mit einem seltsame», häßliche» Lächel», das wie Verachtung aussah blickte Justine mich an. Mei» Selbstgefühl erwachte, mein tiefgekränkter Stolz. Ich richtete mich anf und sagte voll Bitterkeit: „Gnädiges Fräulein, was für ehe Vergnüge» war es den», mit meinem Herzen zu spielen?"
Der Vorwurf mußte sie treffen; es flammte in ihrem weißen «eficht anf, fie biß sich auf die Lippe» und richtete ihre blaue», vielbewnnderteu Augen zur Erde, als besänne fie sich auf eine Antwort.
Vielleicht auch wollte sie mir solche noch vorenthalten.
zelsz »es« ierfn >. il, Uhr, rr, 1
*pi
olze-<
Beschluß dem euimüthige» Wille» der Lübecker oölkerung entspricht, hat sich neulich anf» klarste iefe». Die dortige Bürgerschaft lehnte nämlich Antrag, a» den Senat ein Ersuchen nm Auf- g her das Streikposten-Stehen für straffällig er- ende» Verordnung zu richten, mit allen gegen die me deS Antragstellers ab. Das ist eine wetth- e nnb hocherftenliche Kundgebung in Sachen des utzeS der Arbeitswilligen, die zudem durch die ffenden Ausführungen mit denen der SenatS- missar den Beschluß seiner Behörde verteidigte, an Bedeutung gewinnt.
Der Kommissar erklärt, daß die Verordnung vom are nicht auf Grund eines vereinzelten Paraphen des Strafgesetzbuches, sondern Kraft der ihm ehenden allgemeinen Polizei-Hoheit erlassen worden Der Senat habe auf Grund zahlreicher Gerichts- Handlungen die Ueberzengnng erlangt, daß die ordnung notwendig sei, da i« jenen Verhandlungen esüllr worden wäre, daß das Streikposten-Stehen als Ouelle starker Verwilderung nnb wachsender nhigung erwiese» habe. Auch sei es nicht g daß die Veiodnung mit dem Paragraphen 152 Reichs-Gewerbeordnung in Widerspruch stehe, da keineswegs die Absicht der Reichs - Gesetzgebung könne, daß die Rücksicht auf die Streikenden das allgemeine Wohl gestellt werde. Das ist stetes, mutiges und auch sachlich zutreffendes et, da» weithin Widerhall finde» wird.
In der That wird durch die juristische» Spltz- igkeite» und Wortklaubereien, mit denen man zmoeise» sucht, daß das reichsgesetzlich gewährte Koalitionsrecht nicht im mindeste» durch Landes- esetze und Polizeiverordnungen eingeschränkt ober chkreuzt werbe» dürfe, das Gemeinwohl aufs e geschädigt. Das Koalitionsrecht ist doch lich nicht gegeben, um den Friede» der Straße gestraft stören zu lassen und den arbeitswilligen il der Arbeiterschaft einem unerhörten Terroris- s «S Messer zn liefern. Gerade gegenwärtig t zur Kennzeichnung dieses Terrorismus ein tikreglement recht, daS soeben anS Anlaß des wrerstreiks in Essen vo» der dortige» Ausstand s- g erlassen worden ist. Das Reglement enthüllt
Die Wirren in China.
Ungünstige Nachrichten.
Die Beurteilung bei Lage wird mehr und mehr durch die Unzuverlässigkeit der Nachtrichte» erschwert. Diese Unzuverlässigkeit wird zweifellos noch vermehrt werde», denn nach einer Meldung der „Daily Expreß" ist eine Preßcensnr eingeführt worden. Scho» längst war der Mangel »euer Nachrichten auS Tientsin ausgefallen; umsomehr alS die ganze Welt mit atemloser Spannung die Meldung vo» dem Vormarsch anf Peking ermattete, der deu Belagerten in Peking endlich Erlösung bringe» sollte. Mau suchte vergeblich nach eines Erklärung, webhalb Berichterstatter ihre Telegramme aus dem Postwege nach Schanghai sandten nnb erst bort dem Telegraphen anvertrauten — jetzt erfahre» wir allmählich die Ursache: es ist eine Ceusur eingerichtet, weil sich Dinge ereignet haben, die man verschweige» möchte. Man wußte zwar, daß die Verzögerung des Vormarsches auf Peking kleinlichem Zank und Streit über deu Oberbefehl und der Lässigkeit und Saumseligkeit einiger Kontingente der Verbündeten zur Last gelegt wurde, man erfuhr auch, daß der amerikanische Befehlshaber General Chassece in so starken Ausdrücken an die Regierung nach Washington darüber telegraphitt hat, daß fein Bericht das Licht der Oeffentlichkeit nicht verträgt, aber was man noch nicht wußte und was erst die heutige Meldung des Daily Expreß enatheu läßt, das ist, daß die Truppen der Mächte eine empfindliche Schlappe erlitten haben. Bisher war man der optimistische» Meinung, daß die Verbündeten Tientsin, das Fremdenviertel wie die Chinesenstadt nnb bie Forts derart besetzt hielte», daß der Besitz der Stadt gegen jede Ueberraschnng gesichert wäre. Jetzt aber erfährt man, daß die Chiuesenstadt wieder in der Gewalt ber Chinese» war, daß diese vo» dort aus sogar am 1. August die in der Fremden- stadt stehenden Verbündeten angriffen, und zwar zurückgeschlagen wurden, aber „schließlich doch starke Stellungen i» ber Chinesen stabt behaupteten." Dieser beklagenswerte Rückschlag dürste in seinem moralischen Eindrücke auf bie Chinesen bie Bebauer« lichste» Folgen haben.
Recht gut stimmt zu diesen überraschenden Meldungen, daß über den
Vormarsch bei Verbündete« sichere Nachrichten nicht zu erlange» sind. Soviel scheint festzustehen, daß es nordwestlich vo» Tientsin, bei Peitsang, zu einem ernstlichen Zusammenstoß ge
lt 22 tick. Hu
1,
ist»
Umschau.
Der Kaiser auf ber Sparenburg.
Zur Enthüllung beS Denkmals auf bent Sparenberg strömte eine gewaltige Menge Fremder nach Bielefeld. Am Montag, kurz vor zwölf Uhr trafen ter Kaiser und bie Kaiserin ein unb begaben sich sofort zur Sparenburg. Den Zug eröffnete der Bürgermeister unb eine Abteilung Kürasflre. Die Kaiserin, welche sedWarze Kleidung mit dem Bonde des Schwarzen Adler- Ordens trug, fuhr im Wage», Hinter diesem folgte ber Kaiser in Kürassier-Uniform mit btm Bande des Schwarze» Adler-Ordens, und das Gefolge zu Pferde. Um 121/. Uhr hielte» die Majestäten ihren Einzug i» die Sparenburg. Tort sprach bie Tochter deS Ober- Bürgermeisters, in einem weißen historischen Kostüm, einen vo» Friba Schanz gedichteten Wtllkommen- gr »ß und üBereichte der Kaiserin einen Blumenstrauß. Die hohe Frau verließ sodann den Wagen und BtgaB sich in de» Pavillon. Vor diesem steht das neue Denkmal des große» Kurfürsten, neBen demselben hatten Dame» in Kostüme» aus ber Zeit des große» Kurfürsten Aufstellung genommen, bie Galerie des Thurmes war mit Gymnasiasten in der Uniform ber kurbranderrburgischen Dragoner besetzt. Auf ber Südseite des Thurmes standen 100 Posaunenbläser, im Burghöfe war eine Ehrenkompagnie deS 55. Infanterie-Regiments aufmarschitt. Der Kaiser ritt vor daS Denkmal und hielt eine Ansprache.
In ihr führte er »ach einem Rückblick auf die Zett deS großen Kurfürsten au8:
hör- ---------------------------
ße 19. *»Hen. Selbstverständlich hatte ich längst anfge- ei ihn mit de» Wünschen unb Absichten meines
(Nachdruck verboten.)
Die Ehestifterin.
Bon H. Palms-Paysen.
von Marietta Tonelli, Mädchenliebe, Am Mälarsee Siu Hochzeitstag rc.
(Fottsetzuugi)
.schnell eiulenkend, ward mir dann in glatte» Worten al die gewünschte Entschuldigung zntheil, wobei ® nicht unterließ, stets auf unser Verwandtschaft- Lerhältmß hinzudeuten uud zu bemerken, daß «ü Bezug darauf meine unangebrachte Empfind« jt und unbegründete Gereiztheit nachsichtig be- ' 6 wolle, dafür müsse ich aber auch nicht feinen und seinem Thun einen Doppelsinn nnter- । ber ihm völlig fein läge. Ersichtlich bemühte mein Ansehen zu schädige», anderseits aber
gtiabegu erschreckender Weise, welche Fortschritte ir, (53 fe Errichtung uud ber Ausbau des fozialbemo- lttische» Staates im Staate bereits gemacht haben, buh nicht bie leiseste Spur vo» Willensfreiheit wirb ch de» Bestimmungen dieses Reglements den Ar- ctitm mehr zugestande», sie erscheinen vielmehr als
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen« 8xrea»t von Haasenstei« & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- nK
6wti, Men; Rudolf Mosse, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; du.
<. » Doabe ck <$»., Frankfurt a. M., Berlin. Hannover, Paris re.
SSechM MW
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
**Zllustrirtes Sonntagsblatt. "ö”‘™
Wie anders ist es fitzt! Aus dem von ihm begründe:en Staat hat sich das Königreich Preußen entwickelt, und durch Preußen ist baS Deutsche Reich zusammengefügt und geschweißt Der große Kaiser, deS großen Ahnen großer Nachfolger, hat das ausgeführt, was der Andere sich gedacht. Woher ist es wohl möglich gewesen, daß bei dem kurzen Rückblick auf die Geschichte unseres Landes und Hauses diese wunderbaren Erfolge unseres Hauses zu verzeichnen find? Nur daher, weil ein jeglicher Hohenzollernfürst sich von Anfang an bewußt ist, daß er nur Statthalter auf Erden, daß er Rechenschaft abzulegen hat von seiner Arbeit vor einem Höheren König und Meister, daß er ei» getreuer Arbeitsführer sein muß im allerhöchsten Auftrage. Daher auch die felsenfeste Ueberzeugung von der Mission, die jeden einzelnen Meiner Vorfahren erfüllte, daher die unbeugsame Willenskraft, das durchzuführeu, was man sich einmal znm Ziel gesetzt. (Bravo.) So möge es denn auch Mir vergönnt sein, zum Wohle nicht nur dis gejammten Reiches, sondern auch gerade dieses schönen Ländchens derselben Fußtapfen zu folgen, die dieser große Ahn uns vorgezeichnet hat. (Bravo.) Mir ist eS vielleicht vergönnt, den Theil eines Traumes auszuführen, der durch die späteren Kämpfe in unserer Entwickelung zurücktreteu mußte: den Weg über die See! Was damals der Große Kurfürst nur angebeutet und begonnen, das vermögen wir fitzt im Großen auf« zunehmen, weil wir ein geeintes großes deutsches Vaterland haben (Lautes Bravo.) Wir haben es jüngst erlebt; deutsche Heere unter dem Schutze deutscher Fahnen ziehen hinaus, bestehend aus Gliedern und Söhnen unseres Vaterlandes aus allen Gauen, von den Schären der Belte bis zum Wasgau, gemeinsam für die schwarz-weiß-rothe Fahne zu kämpfen, die Größe und den Ruhm unseres Vaterlandes iw Auslände zu besiegeln, zu zeigen, daß der Arm des deutschen Kaisers anch bis in bie entferntesten Theile der Welt reicht. (Bravo ) Alles dieses wäre unmöglich gewesen ohne den Großen Kurfürsten und sein Werk, und deswegen hoffe Ich, daß auch ein jeder meiner Untertanen von demselben Geiste beseelt, in demselben Sinne an seiner Aufgabe fortarbeiten wird. Mir zu helfen. Einem Jeden ist seine Ausgabe und sein Ziel gesetzt, und wenn Jeder eS so aussaßt, wie der Große Kurfürst und wie Alle aus Meinem Hause, in der Ueberzeugung, daß er verantwortlich ist und dereinst oben Rechnung ablegen muß von dem, waS er gethan — denn Ich bin fest davon überzeugt, daß unserem deutschen Vaterlande noch große Zeiten bevo rftehen (Anhaltendes Bravo) —, bann werde Ich, unbekümmert um die dunklen Wolken, die über uns dabin ziehen, wie einst Eberhard der Greiner von Meinen Ravensbergern sagen, daß Ich unbekümmert einem Jeden von ihnen Mein Haupt in seinen Schooß legen kann. (LauganhaltendeS, stürmisches Bravo und Hochrufe.)
Sodm» fiel unter de» Klänge» ber Nationalhymne bie Hülle. Oberbürgermeister Bunnemau» sprach hierauf beu Dank ber Stabt Bielefeld aus u»b reichte bem Herrscher be» Ehrentrunk bar. Der Kaiser trank unter be» jubelnde» Zurufen ber Menge mit den Worte»: „Der Graf von Ravensberg be» Ravensbergern!" Daun pflanzte ber Monarch an ber Ostseite beS Denkmals eine Eiche, bie tr vor Jahren im Garte» beS Geheimraths Hintzpetei als Reis gesetzt hatte. Um 1 Uhr fuhr baS Kaiserpaar nach ber Wohnung beS Geheimraths
So gab ich der Qual dieses Augenblickes weitere Im Gegeutheil, Sie zeigte» dadurch, daß Sie ein Worte, ohne zu ahne», daß eine viel herbere, viel ---------
grausamere meiner noch harrte.
*ünl bekannt zu machen.
,.Es war mir seit Monaten nicht vergönnt gewesen, MHne sehe» und sprechen zu dürfen.
6 uicht unbedeutende Kopfwunde hatte mich
, lyunal lange Zett anS Krankenzimmer gefesselt, 2__— Reise ins Ausland mich einen Monat ber
Mnz entführt, unb als ich bann zurückkehrte be- $ sich Justine Rittfeld auf einem benachbarten * zum Besuch. Meine Sehnsucht nach ihr war ntr jeb«! W. Ich hatte bie Empfindung, daß ich jetzt, wo •bem armen Leutnant bem Vermögen nach ei»
ch öllOipu |lt-U=^5t:ruDI.
Der Lübecker Senat erließ bekanntlich vor einiger (y Verbot des Streikposten-Slehens. Wie sehr
uck r hie 2. 3
[5! genei, :»eg
Te onS itlOt igebeu
e 3,1.
t rufe