Jahr und Tag der derbe Bursche im altdeutschen Wamms, sei» schmuckes Mädchen im Arm, voll Last im Tanze gedreht.
Und weiterhin rauscht Herthas heiliger Eichenwald, er umgibt die Opferstätte, wo der geheimniß- volle Kultus der verehrten Göttin NerthnS dereinst ausgeübt worden ist. Noch steht man hier und dort seine Spure«, mächtige Opfersteine, eine anSgehöhlte Blutrinne, nud ein gläubiges Herz erkennt auch mystische Fußtapfe» im Gestein. Wo sich der dichte Hai» lichtet, blitzt eS metallisch auf. Zwischen de» knorrige» Stämme» schimmerte HerthaS See hervor. Ebe» jetzt zucke» aus einer röthlich-weißen Sbendsolke, die fich langgestreckt vor de» niedergehende» Sonnball gesenkt, letzte goldene Stahlen. Sie überfliege» die Kronen der welke» Bäume und über- zittern den Spiegel des Sees, der das dicht ver- zweigte Geäst der ihn »»kränzenden Riese» i» fich aufnimmt, und schwarze, krause Bilder daraus gestaltet, wen» ein Lüftchen sei» melancholisches Gewässer bewegt. ES rausche» die Krone» wie tiefe, geheimnißvolle Stimme». Mcht Klio — die alte verwittwete Frau Sage kauert in de» Zweige» und erzählt im Flüsterton eine uralte Geschichte ans der Zeit, da »och die Nacht des HeideuthnwS auf Rugards Höhe» ruhte, da »och die Herthabmg, die fich jetzt als halbkreisförmiger Erdwall am wtstliche» Ufer des stillen, düstere» Sees erhebt, ei» stolzer Bau zu den Wipfel» der Bäume aufragte.
Die beide» Schwester» ginge» Arm i» Arm langsam unter den Bäume» dahin.
Nelde war zerstreut und deshalb schweigsam, und auch Ella, die sonst so Fröhliche, zeigte fich einsilbig. Eine jede war beschäftigt mit den eigenen Gedanke» und Empfindungen und trachtete, dieselbe» zu ver- bergen.
Erst am Ufer des Herthasees, als Nelde fich auf eine Bank »cbeu einem kleine» BretterhäuSchen, a» dem ei» Rache» lag, »iederließ u»d Stift und Buch hervorzog, um ei» Bild der Erinnerung mit heim- zunehme-, erwachte in ihr die alle Lust daran.
Der stille Ernst dieser Szenerie paßte ihrer Stimmung, und während Ella die einsame» Wege rings um de» See aufsuchte, fli,zierte fie das melancholische Naturbild. Die Ruhe und Menscheuverlaffeuhell ringsum that ihr, der sonst so Gesellige», heute wohl. Wie ger» hatte fie bisher in et» ftöhlicheS Gelächter, in Scherz und Neckerei etngestimmt; jetzt Lürde fie es weh berührt habe». Ach, rmverhofft hatte eine gütige Hand ihr die Well erfchlsfle», de» Sehn- suchtsdrang i» die Wette befriedigt, und »u», da fie httranSgetrete» aus der Enge ihres befcheideuen Heims, in dem fie trotz aller geheime», mit bet Mutter getheille» Sorgen doch unbeschreiblich glücklich gewesen, »u» nahte sich ihr gleich die Liebe in der Begleüung der ernste» Entsagung und deshalb mit einem Gefolge von Schmerz n»d Thräne». Würde fie jemals ihre lächel»dr Schwester, das Glück, kenne» leinen?
Eine Melodie tönte durch ihre» Sin»:
,O wär' ich gebliebe« anf mei»er Heide» !* Sie seufzte. Langsam nur glitt ihr Stift über das Papier, ihr Auge, das durch eia seltsames Naturspiel, toen» eS ernst blickte, fast braungrau erschien, blickte bald nah, bald fer».
Manchmal rauschte eS im Schlls, und wen» die fich weit süber die Wofler fläche auSbrettenden Arme der knorrige» Uferweiden im Abendwind sich neigten u»d das Gewässer mü leichtem Küste streifte», so erzitterte es unter der Liedkosnog n»d bildete feine Kreise, welche die Abendsonne zu goldenen Ringe»
gestattete. Und ThuSnelde dachte: Ob meine Hand jemals einen Goldreif tragen wttd, de» ich anders als eine mich täglich mahnende Feste! betrachte» darf? Ob da» Schicksal eS will, daß der Geliebte mir jemals mehr sein darf als — ein Freund.
Eie ließ de« Stift stnke» und blickte einer hoch- ziehende» Wolke »ach, die langsam über de» See glitt, auch ei» Bogel schwang fich hinüber. Sie schwebte» beide über Höhen und Tiefe» hinweg. Ihnen gehört das Weltall, denft Nelde; was mrter ihnen krencht und fleucht klebt an der Erde. Hast ist Zwang, ist Feste!. Das Thier empfindet fie nicht, nur der Mensch, der mit Bewußtsein trägt. Aber es gibt leichte »nd süße, schwere und schmerzliche Fefieln, und die schwerste dünst fie diejenige, die das Herz knechtet.
War hat fie bisher von einer Kette gewußt?! Eine Kette, die ihr befiehlt, zukünftig gewiste Gedanken und Wünsche für Immer aus ihrer Seele zu banne».
Sie fühtt, daß eine Zeil komme» wttd, wo solche sträflich sei» werde», n»d ihr Blut wallt bei dttsem Gedanke« auf. DaS Gewiste» möchte fie fich rein erhalte». Sie denkt immer nur an die Zukunft und vergißt darüber die Gegenwart, bis diese fie unter pochendem Herzschlag aufweckt.
ES töne« Schritte und Ella ist e» nicht die unter dem schattige» Lanbdach deS UferwegeS hervorttttt. ES ist derjevige, der ihr ein Freund sei» will — nur ei» Freund, nichts mehr. Braucht fie deshalb zu flüchte» ? Gewiß nicht. Sie kann ihn inhig erwarte» und mit ihm plaudern.
(Fortsetzung folgt.)
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Attentäter mit der Waffe hätte rächen könne». Ein Graue» überkommt »ns bei dem Gedanke», daß diese That noch nicht die letzte in der schreckliche» Reihe der Mordversnche sei» wttd.
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kricolore zu zerreiße», Truppe Monarchisten umherttug.
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Der Fürstemnord in Italien.
Der Prozeß gegen Bressi vor de»
lche und Revolver bei fich. Der KönigSmörder bst wurde schwergefesselt unter starker Bedeckung Monza »ach dem Zelleugefängniß in Mailand rgeführt. Die Fra« B r e s s i S ist ans «boken bei Newyoik »ach Verbrennung der Papiere Manner geflohen.
lieber Bressis Leben vor dem Attentat de» immer neue Details bekannt. Während des
Der Anarchismus und die freisinnige Presse.
Die „Lost. Ztg.* überlegt fich jetzt auch, wie der Anarchismus bekämpft werde» könne. Vo» strengeren Strafen will das Blatt natürlich nichts Wiste»; den» keine Strafandrohung, auch die Androhung der Todes- strafe »icht, erreiche de» Zweck, vom Verbrechen ab» zufchrecke», vollständig. DaS ist — so bemerti die „Krenzztg.* dazu — wieder der alte fadenscheinige Einwand, mit dem die „Voss. Ztg.' ganz besonders gern operttt. Dagegen spricht aber alle Erfahrung. Der Gedanke a» die Prügelstrafe z. B. würde selbst für die „heldenhaftesten* Anarchisten nichts „Berauschendes* mehr haben. De» Neid der „Voss. Zig.* errege» dann die englische» Zustände; die ver- bannten Anarchisten aller Länder sammelte» fich in England, fie könnten aber doch nichts Böses thuu da fie von der englischen Polizei so trefflich über- wacht würde». Nach diesem Rezept wäre es das Beste, wen» Berlin dem „Answins der Russen, der Franzose» und Italiener* seine Thore so weit wie möglich öffnete; unsere Polizeibehörde» würde» fich eia Vergnüge» daraus mache», diese Herrschafte« da»» „so vortrefflich* wie möglich z» überwache». Ja der That ein probates Mittel! Der Gedanke, daß einerseits die Anarchisten in England nichts unternehme», weil fie sonst fürchten müßte», das ihnen dort freundlichst gebotene Asyl zu verlieren, und daß andererseits die englische Regierung gegen den Anarchismus nichts unternimmt, weil fie glaubt, so auch vo» den Anarchisten schonend behandelt zu werde», ist der „Bofl. Ztg.* »atürlich »och niemals gekommen.
scheint, die chinesische Regierung reinzuwaschea*. Die Ungewißheit über das Befinde« der Fremden i» China wird jedenfalls durch die Merkwürdigkett der Meldungen bedenklich gesteigert. Hal doch kürzlich der in Peking eiugeschlossene Herr vo» Below dem deutsche» Konsul in Tientfi« am 21. Juli auf eine Nachricht vom 9. Juli mit einem Schreiben geantwortet, in dem der merkwürdige Satz vorkam: „Gutem Vernehmen »ach ist die Leiche K-tteler» von der chinefische» Regierung geborgen*. Mit Recht sagt die „Münchener Allgemeine Z'ttung* dazu: So denkt und schreibt kein Deutscher. Der ginge Brief ist im Briestaubenpoststil abgefaßt, damit ihn der Läufer bester verbergeu kann. Er enthält mr: fieben Sätze. Und der stebente Satz sollte fich mit Ketteleis Leiche beschäftigen?! Das wäre nur bann denkbar, wen» Below hätte melde» könne», der Leichnam sei de» Chinesen entrisse» und in der Botschaft beigesetzt worden. Der chinefische Fälscher aber setzt bei »ns benselbenLeichen- kultuS, wie er in China üblich ist, voraus. Er kann fich »icht deuke», daß wir mehr um die »och Lebende« als nm de« Tobte« besorgt sinb, baß bas Schickial ber Leiche KettelerS uns zunächst spätere Sorge ist unb fein muß. Er bentt, eS wirke beruhigend in Dentschland, wenn man höre, daß die Leiche geborgen sei, nnb er legt Below zugleich, ganz in Uebereia- stimmung mit ben beschwichtigenden Note» des chinefischen Gesandten an die europäischen Mächte, ei» Lob der chinesischen Regierung i» den Mund, obwohl kein Mensch weiß, wer eigentlich heute i» China Herr ist. Der Zweck der Fälschung ist aber auch hier ersichtlich, nnd zwar aus dem sechsten Satze: „Schleuniges Vorgehe» ist dringend »othweudig*.
Der Artikelschreiber deS genannten Münchener Blattes kommt zu der Ansicht, daß die Chtneseu durch solche Manipulationen um jede» Preis eine neue Aktion der verbündeten Mächte vor dem Eintreffen der Verstärknnge» herbeiführe» möchten. Welches Schicksal diese Expedition hätte, könne ja nach dem Ausgange der Expedition Srymours »icht zweifelhaft fein. Das Tagebuch des Kapitäns v. Usedom ist ein ergreifendes Denkmal j ner helden- hafta AnabafiS. Die neuen Machthaber aber brauchen einen neuen Erfolg. Sie schmeicheln, lügen unb fälschen, um für de» dummen, in die Falle gehenden Gegner die Tigerkrallen bereit zu hatten. Belows angevlicher Brief aber wird sich, wen» er »ach Berlin eingeschickt nnb int Auswärtigen Amte eingehend mrtersncht wird, als eine zweite, feie Conger'sche Depesche an Frechheit noch übertrumpfende Fälschung Herausstellen. Eine derartige Untersuchung möge» auch die chinefischen Fälscher vorausgesehe» habe», aber fie Wiste» auch, wie lange eS dauert, bis ei» Brief aus Ostafieu »ach Serif» gelangt!*
Wir möchten unsererseits in den Folgerungen ans jenem Briefe nicht sowett gehe», wie die ctiirte
, aber die Unsicherheit wegen der Mitschuldige» gt Verzögerungen mit sich. Ma» nimmt jetzt an, daß am Abend der Ermordung deS Königs her Genosse Bresfis ebenfalls bewaffnet war und deu g an dem einen der beiden Ausgänge erwartete, hrend Steffi selbst sich am anderen Thore aufhielt.
Attentat wäre also auch am zweiten Ausgang ben König verübt worden. Der Revolver, der dem Boden liegend gefunden wurde, gehörte affendem Genoffen Bresfis und ist von diesem weg-
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Ans Bern wttd feiner gemeldet, daß zahlreiche Italiener i» der Stadt Biel (Kanton Bern) bei Bekanntwerden der Ermordung Humberts sofort die Arbett verließen »nd Freudenrufe auSstießeu. Einzelne Gruppe» von Italiener» durchzöge» Montag Nachmittag fingend und johlend dtt Stadt. Einer spielte eine Handharmonika. Wahrscheinlich waren Anarchiste» darunter.
Die Wirren in China.
Det Btie f B elo ws eine Fälschung?
Neuerdings ist die Vermuthnng aufgetaucht, daß die fremden Gesandten bei der Abfassung ihrer letzte» Briefe nicht ganz ftei handelte» und vielleicht unter einem chinesische« Druck ihre Depeschen verfaßten. „Möglicherweise find*, so wttd gesagt, „die Europäer in Peking iu ihrer Bewegungsfteihett völlig gehindert und vielleicht sogar iu Gefangenschaft, wo unter Zwang und Foltern für die chinefische Regierung günstige Berichte a» ihre Landsleute von ihnen erpreßt werden. Diese Vermnthung drängt fich deßhalb unwillkürlich ans, well die Tendenz aller an die Kulturwelt aus Peking heiübergelangenden Nachrichten der dort eingeschloffenen Europäer dahin zn gehe«
Umschau.
Ein Attentat auf den Schah von Persien.
soll in Paris verübt worden sei». Ma» wttd au? ben darüber vor liegende» Meldungen nicht recht klng. Einersetts lautet bie amtliche Meldung über das Attentat: AIS ber Schah von Persien heute Bor- mütag im Wagen das Palais der Souveräne verließ, stürzte ein bürgerlich gekleideter Man» m i t erhobenem Stocke auf den Wagen zn nnb rief: „Es leben bie Kinder des Volkes!* Der Mann wurde verhaftet. Ein Rivolver wurde bei ihm vorgefunden. Er scheint nicht dieAbsicht gehabt zn habe», ein V e r b r e ch e n zu begehe». ES scheint fich vielmehr um einen einfache» Zwischenfall zu handel».
Spätere Telegramme besage» aber: Ei» Man», der wie ein Arbeiter gekleidet war, durchbrach plötzlich die Reihe der Polizeibeamte» und versuchte, auf den Tritt deS Wagens zu steigen. Er hielt einen Revolver in der Hand, de» er auf de» Schah richtete. Der Großv.-zir, welcher mit dem Schah im Wugen saß, sah die Bewegung, nnb rS gelang ihm, bem Manne bie Waffe zu ent- reißen. Das Individuum wurde durch Polizei beamte verhaftet und von ihnen gegen die Menge, welche fich anf ihn stürzen wollte, geschützt. Er wurde vo» der Polizei »ach dem Kommissariat geführt und verhört. Er beschränkte fich darauf, zu antworte», eS fei eine Angelegenheit zwischen ihm und seinem Gewiffen nnb fügte hinzu, er bedauere, daß der Versuch nicht geglückt fei.
ES scheint nach diesen Einzelheiten, als ob that- sächlich ein Attentat vorliegt. Wenn »an schon bei der Ermordung König Humberts vergeblich nach irgend welche» Erwägungen persönlicher oder politischer Natur suchte, die deu Mörder zu feiner That hätte» veranlasse» könne«, so stehe« wir dem jüngste» Attentat womöglich »och rathloser gegenüber. Die politische» Verhältnisse i» Perfie» könne» de» Attentäter — diesmal angeblich eine» Spanier — kaum bewogen habe», de» Dolch gegen de» Schah zu zücke», zumal da fie ihm höchst wahrscheinlich vollkommen unbekannt waren; man forscht vergeblich nach irgend einer Handlung deS astatischen Herrschers, die der
LNachdruck verboten.)
Die Ehestisterin.
Memmen worden. So wurde ei» gewisser Possangini ^1 Sabona »erhärtet. r -
Bon H. Palmö-Pahsen.
®*Wkrin ben Marietta Touelli, Mädchenliebe, AmMälarsee
Utz Lernerkensweith ist, daß fich in Rom die ww Straße».Saufereien zwischen Monarchisten 881 Sozialisten erneuerten, weil ber „Avanti* fich
Iten» übliche Scherze erlaubt hatte. I» ber Nähe !«-«»>- kr Piazza Colonna versuchte« einige Sozialisten die
Wöchentliche SdUtgett: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Jllustrirtes Sonntagsblatt. * "*"*'*
iM»| toort,C11' "IS bie That vollbracht war.
—- Verhaftungen ftnb in großer Zahl vor-
mge». Seine Blätter verloren baS stische er- «r»de Grün; grau nnb gelb nnb spärlich hingen <a ben starken Zweige», eingeschrumpst wie bie wiche» Wangen eines Greises. Da sah eines Königs «volles Ange be» alte« Ban», be» Gefährte»
Jugend, der ihm manche schöne Erinnerung -irpnte, nnb er trauerte mit ihm nm bie verlorene M rmb grübelte darüber nach, wie dem alten zu helfen fei. Und treue Pfleger unb Hüter fich. In alter Frische grünt er jetzt wieder, ■fit jedes Jahr im neuen Laub, das einen weiten, ®t», vo» einem Kranz hochgewachsener Buchen ^faßten Platz überschattet nnb grüne weiche Rasende. die ben Wanderer zu« Ruhen anlocken.
gehört ber Spielmann mit ber Fiedel am ’» hierher bie lustige Weise, nach ber fich vor
— senthatteS in Mailand waren er und sein noch Sie «entdeckter blonder Genosse Stammgäste in den karii 6afe8, wo Beide fich gütlich zu ihn» pflegten. Auch EM e Hotel Vapore speisten fie lukullisch. Kurz, eS «üben Beide« reiche Geldmittel zur Verfügung. In einer Heimath warf »refft gleichfalls mit Geld nm * ch, prahlte mit feinem Besuch der Pariser Welt- [•H Herstellung und gab fich als vornehme» Herr». — Beine Zeit verbrachte er mit einsamen Spaziergängen Her mü Hebungen im Revolverschießeu. Er zielte
-g?01 grüne» Triebe», unb fügt bem kraftstrotzenden H mehr unb mehr ber Jahresringe z».
% "1^®$ gab freilich eine Zeit, wo ber Himmelragende mächtiges Haupt weniger stolz als heute erhob, es schien, als wollte er fich langsam de« Grabe
8 Ehe man ben Herthasee erreicht, ber rund wie " ® Kreis mitten in bem Grün des Waldes, dunkel * w geheim».tzvoll eingebettet liegt, trifft man anf berühmtesten aller deutschen Bäume, anf bie - -Herthabuche,' beten Schirm fläche wohl dreißig 'j~™r besitzt, deren Atter die Umwohner anf tausend i«*?' schätzen. Der Lenz schmückt sie trotzdem all- öMrüch immer wieder mit seiner verjüngenden Frische,
fl; Bruder Bresfis, der Schuhmacher ist, sowie ein gei oberer Verwandter Namens Marozzo und fieben ' e Anarchisten dingfest gemacht. Dieselben tagen
*** gsiftn i» Mailand dürfte noch im Laufe diese» ysfch Ao»ats stattfinden. Der Jnstizminister hat den römi- -heiltz tzhk, Generalvrokurator Nicolo Riccintti mit der finbe Führung der Untersuchung gegen den Mörder beanf« Ml! tragt. Die Untersuchung wttd in Mailand geführt, * Hvhin der Attentäter des Nachts überführt wurde.
Dtt römische Behörde sucht be« Prozeß zu beschlen-
___________ Aryet,«» ochrnm nttgegm: di« Expedition dieses Blattes, di« Annoncen-
S-PM» bei Nt Mtw-biL»« S Ml, bei nflee VUl- U v» eanx von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- nr
(«t6 BeMfitrik). - die —. , . - bnri, ZSien: Rudolf Mosi«. Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; 03.
Sonnabend, 4. August 1900. < s $•«£« * Co., Frankfutt«. SW., »«tlto, Hannover, Pari, re.
>. «ch Bäumen, ja einmal zeigte er seine unglaubliche
Ä Geschicklichkeit, indem er eine Revolverkugel genau ’jw bmch einen Flaschenhals feuerte.
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