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Äibdtton: Markt 81. — Telephon 55.
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SsadSta vchmeu entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen»
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Daß Ernst sich zeitweise sehr lebhaft mit Ma
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China unb Deutschland habe» lauge i« Frieden gelebt, und beiderseits hat kein Mißtrauen bestanden. Neuerdings ist eS zwischen der chinefi. sehen Bevölkerung und de» (einheimischen) Christen z» HaßauSbrücheu gekommen, wobei unerwartet der kaiserlich deutsche Gesandte, Freiherr v. Ketteln, von de» Aufständische» ermordet wurde, vaS U»S zum Ausdruck des tiefste» Be- da«er»S Anlaß gtebt. Die Untersuchung behufs btt Festnahme und Bestrafung bet Mörder war im Gauge, als bei alle» ftemdeu Staate» sich der Verdacht regte (I), daß sich die kaiserliche Regierung der Bevölkerung gegenüb« bei der Verfolgung der Christen tu Connioenz verhalte. Darms erfolgte zuerst die Etmahme der veftstig- ungeu vou Taku, Feindseligkeiten begannen und daS Unglück wurde tmm« verwickelter. Die Lage, in der sich zur Zeit China befindet, ist schwer zu ordnen, besoudnS, da die chiuefische Regierung nicht die Abficht hat, in de» bestehenden gute» Be- ziehuogea jemals eine Aeuderung eintreten zu lasse», denn eS find nur die Umstände, die zur Zeit obwalte», welche die Regierung zu d«eu Bedauern in eine Zwangslage gebracht haben.
Zur Beseitigung deS allgemeine» Unwillens gegen die chinesische Regierung und zur Klärung kr Lage bleibt nur das einzige Mittel, die Beihilfe Deutschlands anzurufeu. Daher öffne» Wir Euer« Majestät unser Herz i» diesem Schreibeu in der Hoffnung, daß dadmch der Fortbrftaud der freundschaftliche» Beziehungen gesichert werde, und daß Allerhöchstdteselke« bewogen werden, einen Plan zur Erreichmg dieses Zweckes i»S Auge zu fassen und die Leitung zu übernehmen, nm die frühere»
ihre» Platz, stellte sich eine Zett la»g a» daS Ge- länder des Schiffes, starrte ht die von der Schraube
aufgewühlte«, schäumende», brausenden Waffn und schlich dm» leise hinweg. Obe» mf dem hochgelegene», luftigen Decke wurde sie dem de» wenigen dort anwesende» Fremde» kau« beachtet. Forts, folgt.
pthm, mch dir darüb« empfundene Verstimmung rücksichtslos mterdrückt.
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eifrig Plmderudeu, indem sie ihren weiche« indischen Shaw! fest um sich zog, den» der Wind blies heftig auf dem offenen Verdeck. Auf ihre Frage zuckte Ernst leicht die Achsel» uud sagte, z» dem höh« gelegene» Deckraum deutend mf dem d« Steuermann seinen Standplatz hatte: „Dort obe« mf dem höchste» und windigste» Platz des Dampf«s, Tmtcheu, er friert einen, wenn non eS nur sieht.*
Wie unvernünftig! Neide wird sich erkälte», willst Dn sie nicht vermlaffen hnunterzukommeu?
„Sogleich — ja, liebe Taute,* erwidnte er, plauderte ab« noch ehe ganze Weile wett«. AlS er endlich die schmale, stelle Treppe, die zu dem Deck hinmfführte, erklomm, näherten sich die vorhin besprochene», diSkuttereude» Herr» dem Platze d« Dame». Einige gruppierte» sich i» d« Ritte des Verdecks, mbere ginge» an ihnen vorüber und hierbei sah sich Frm von Mivgwitz plötzlich von einem ihr befremdete» Professor auS Stetti» «kamt md be- grüßt. Ihm folgte ei» md«« Herr — Davor vo» Berlau, in granem Retfeanzug und breittmdige» Pmamahut —, der respektvoll grüßend vorübergehe» wollte, Hiera» ab« vo» seinem Begletter verhindert wmde, der seine Vorstellung übernahm — die sich bei Fran von Mtugwitz ftellich als überflüssig «- wie» — md ihn mit in die Unttthaltmg htneinzog.
Professor Selford, ein klein«, rundlicher He« mit tmsend Sltnrfällche» im Gesicht und humoristisch blinzelnden Auge», sprach in scherzhaften Worte» seine Berwmdermg über die ih» überraschende That- fache aus, daß mau de» menschenscheue« Sonderling, de« Davor ». Berlau, kenne, dn sich bislang zum Verdruß der Gelehrte« ohne erkennbare» Grund vor der Welt verborge» gehakte», seine» Mittnensche» eigentlich nur ans dem Papiere bekannt sei.
„Auch daS nicht einmal,' antwortete Frau von
Nähe, auf ihre Wege.
Der Professor hatte seine Frage nicht wiednholt, nur ein wenig mit de» Auge» gezwinkert, set»r etwa» breite Unterlippe vorgeschoben, lächelnd mit dem Kopfe genickt und eine Geberde mit der Hand gemacht, die etwa sagen konnte: „Wir »olle» mS bescheiden,
Hvnacht, desse» Beständigkeit auf die Probe stelle». Rvchte sie daS den» thm! Mau hatte ihre» Wmsch rrhektiett — wenn auch sehr wiednstrebend — nud «it keinem Worte der heimliche» Verlobung Erwähnung
Nelder kühles Wese» gegen Ernst md die da- krch bei ihm «zeugte Zurückhaltung ließ mch nicht «if eia inniges Verhältuiß schließe». Sein Urlmb ring mßerdem in Kürze zu Ende, und Neide, daS «nßte sie, brach kein Verspreche». Die Berlobmg Nt demnach als et» fait accempli mzusehe«, blieb nnr eine Frage d« Zett.
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Die Wirren in China.
Gras Bülow a» China.
6tx kurzer, aber höchst intnessmt« und drastisch« , t e» w e ch s e l hat zwischen dem Grafe» Bülow
der Berlin« chinest'chk» Sesmdtschaft statten, bet die ganze Unveiftoteuhitt der chinesische» 'StaotSkuust' beweist. Nach einer halbamtlichen Wellung bet «Nordd. Allg. Ztg.' hat nämlich die hiesige chinesische Gesmdtschaft am 21. d. M. den MSwärtige» Amt folgende B«bal»ote übeneicht:
Dir kaiserlich chinesische Gesandtschaft beehrt sich, dem Merlich deutschen Auswärtig«» Amt nachstchrndes Tele- pttmm des StaatSrathrS zur gefällig,n Kenntvißnahme zu zchlgen. Dasselbe war dem Gouverneur von Schantuug, -Zrenshekai zur Writrrbeförderung an den Tartai von vghai, Jülieuyuev, behufs Uebermtttelurg an diese Heiaudtschast zug,stellt worden.
„Der Kats« d« Talfing - Dynastie entbietet Seiner Majestät dem deutschen Kais« Gruß.
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Mingwitz, „denn vir Frauen lesen keine gelehrte», I nicht Cupidos geheimnisvoller Treibe» stören', dm» wenigsten» keine geologische» Schriften.' I wandte « rücksichtsvoll seine v«schmitzt lächelnde»
„«bet doch Reiseskizze», meine gnädige Frm, I Auge» von de» Plaudernden ab md schritt lmgsam md mch hindurch hat sich mei» wettgereisten Sollegel mit Frm v. Mtugwitz mt« dem Zeltdach auf md einen rühmliche» Namen «worbe». Schade, baß I nieder. Sie gab ihm Anregung zn weitneu Mt- ich sei» Pseudoym nicht verratheu darf, ich wette, ktheilmgeu über ben westgereisten College«, ließ sich bann kenne» Sie ihn. Darf ich lieber Doktor?' l iu dessen geistige Wnkstätte führen md vernahm hier-
Lothar übahörte die Frage, er sprach mit 68a, I bei, daß der ihr iutnessante Mm» seinen vnnf ge- md zwar in einer gegen seine sonstige Zurückhaltung »wechselt — md dadurch feint» Dr. honoris causa erst md Wortkargkeit mffällig lebhafte» Weise, die bei Frm spät «hatten habe. Uebn seine Pttvatvnhältuifle konnte v. Mingwitz unwillkürliches Erstamen md dieMeinmg I die aufmerksame Zuhörerin indessen nicht anderes erfahre» wachtief, „die entzückende kleine Ella' müsse wohl diel als daß er mvnhetrathet md sehr vermögend sei. Zauberin sein, die diese Umwmdlmg hervorgebracht. I Während dieser Gespräches untnließ sie er nicht
Daß Beide vo« ThuSnelbe spräche«, hörte sie lost md scharfbeobachtend zu dem jnngen Paare Hinsicht. konnte mch nicht ahne», daß Lothars forschend«»über zn blicke«. Allerlei Wine Gedanken md Pläne »lick ix Ellwi Antlitz die Züge Derjenigen wieder-1 kreuzte« dabei ihre« Kopf. D« Professor mußte »ufiudeu suchte, »tt dn «sich durch seelffche Fühl-»verspreche», i» ben nächste» Tage» ihr Begleiter und fiben wie vnbuubeu fühtte. I Gesellschaft« zu »«be», sie hoffte, daß Dr. von
Diese gute Kleinei Wie ftemdlich von ihr m-lBerlau sich ihnen bau« mschließe» würde.
mfgeforderl so hübsch von der Schwefln zn erzählen.! „Lieber Gott, hllf mir in meinet große« Herzens- 3» fieberhafter Spannung lauschte Lothar jedem ihrer Inoth!' Diese Worte ttate« üb« ThuSueldeS zitternde Worte, md war in wenigen Minuten völlig orientiert, I Lippe«, als sie unter ben von bem Dampfer aufge- hatte vo» ThuSneldes Reise nach d« Residenz, dnlnommeue» Hnre« sogleich Lothar nkm»te. Sie gemeinsam unternommenen Fahrt nach Rügen mb »hatte dabei ihre Hände gefallet, die Ange» geschlosse» be» wetteren Pläne» gehört. Et» mruhig glücklichesluud gewünscht, et» Engel möge sie mf seinem Fittich Gefühl überkam ihn. ThuSnelbe befand sich in seiner »in die Einsamkett ein« Wüste trage«. Statt dessen Nähe unb bmfte von ihm begrüßt werden. | wurzellen ihre Füße fest mf dem »oben mb Malchos Kmm Hatto' er sich, eingedenk ihre« kräftigen »fröhliche Stimme schlug au ihr Ohr, sie fühlte Tmte Zuspruchs, bet Eiusamkeit entttfleu, so gnieth « — I AlmaS beobachtende Blicke, md daS eine uud das mußte et es nicht Fügung «emeu — wieder in ihre I andere «schien ihr plötzlich unerträglich; sie verließ
*8 (Nachdruck verboten.)
Die Ehestisterin.
von H. PalmS-Payse».
•efeffetin vo« Marietta Tonellt, Mädchenliebe, AmMälarsee ®« Hochzeitstag rc.
(Fortsetzung.)
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*uv f» a * Msseijm nehme» entgegen: bte Expedition dieses Blatter, die Hnnoncen»
»KuWUTu vrrernr von Haasenstein & Vogler, Frankfutt a. M., Easiel, Magde- q-
° ~ here, Wen; Rudolf Mosie, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; 00.
Donnerstag, 26. Juli 1900. ß. Daube * 6»., Frankfurt a M., Bettln, Hannover, Patt» x.
WöchEtttch- BsttLge«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
ft, »«». 8»*. mawrsma«nGwwkewv * Beram»»ttlich für die Redaktion- Redakteur Han« Hupfe, in M-rbU».
- Warum mochte Neide so zurückhaltend, so ernst, . ft trmttg sei» ? Tmte Alma grübelte vergebens üb« die Ursache dieses ihr räthselhaste« Benehmens »ach md hm zuletzt auf die Idee, ThuSnelbe habe in bet . llefidenz böswillige» Klatschneie» ihr Ohr geliehe», = Wie irgenb eine» tolle» Streich des flotte» Neffe» «fahre» und wollte nun, mißtrauifch md fchwmke»d
friedliche» Zustände wieder herbei- i zufühten. Wir bitte», Uns eine« günstige» i Bescheid zu «theilen, wofür liefere Dankbarkeit । Ew. Maj stät gegenüber imm« lebendig bleiben wird. 1
Gegeben am 23. Tage des 6. MondeS hn 26. Jahre deS RegiermgStzileS Kwmgfü (19. Juli 1900).
Berlin, be« 21. Juli 1900/
Der kaiserlich chiuefische« Gesandtschaft ist batmf am 24. b. Mts. die folgende Verbalnote zugestellt worden:
„Der Staatssekretär des Auswärtigen Amte», Staats- minister Gras v Bülow hat die Verbalnote der kaiserlich chinefischen Gesandtschaft vom 21. ds. Mts., enthaltend eine telegraphisch» Mittheilung Sr. Majestät deS Kaiseis von China an Se. Majestät den Kais« unb König erhalten. Graf Bülow sieht sich nicht In ber Lag», dieses Telegramm Sr. Majestät dem Kaiser und König« zu unterbreiten, so lang» nicht da» Schicksal der in Peking ttngischloffentn fremden Gesandtschaften und der dortigen Übrigen Fremden aufgeklärt ist, di« kaiserlich chinesisch« Rt» gierung für di« freoelhast« Ermordung de» kaiserlichen Ge- sandten Sühne g e w ä h r t und für «in d«m Völkerrecht und d« Civttisation «ntsprechrvdes künftige» Verhalten genügend« Saranti«» g«l«istet hat/
Diese ganze Telegraphttcerei vou China »ach Europa üb« alle mögliche» Dinge würbe komisch tobten, wenn die Sache nicht so «ust wäre. Wem man vou Peking aus nach Paris, Washington unb B«liu BermittelmgSvorschläge telegrophite» kau», warum vermag man nicht ein einfaches Telegramm deS euglichen ober französstscheu Gesandten nach hi« gelangen zu lasse», tu dem in ch> strittet Schttft über die Lage kurz berichtet wird? Warum hat nicht die chinesische Regierung mit demselben Telegramm, daS das „VermitteluugS-Gesuch' enthält, gleichzeitig die Nachricht «ach Berlin kommen lasse«, daß alle Deutschen »«versehrt md die übrige» Gesandte» nicht ermordet find? Man kann von Peking »ach Europa alles Mögliche telegraphire«, nut eine kurze Nachricht nicht, daß die Fremde« noch am Leben find ? Wenn man diese einfachen Dinge auf sich tobten läßt, bann muß man sagen, eS ist lauter Spiegelfechterei, toaS tob in der fortgesetzten nicht authentischen Telegraphiretei burch brüte mb vierte Hänbe übet bie Lage in Peting vorgemacht bekommen, so lange also keine nnzweibeutige Erklärung ber chinesischen Regierung ob« eine als original zu erlernt eube Mittheilung ber betreffende» Gesandtschaft selbst vor- liegt, muß diese gange über Umwege statt findende Telegtaphlrerei als Makulatur betrachtet »«ben. Da Peking an bie europäischen Mächte überhaupt telegraphisch augeschlosse» ist, muß man l innerhalb 2 mal 24 ©tauben einwaudsfrei er» i fahren können, wie eS in Peking ber Wahrheit ge
mäß auSsieht. So lange solche authentische Nachricht! geben hat, tobft auch ein bezeichnendes Licht aus eine nicht vorliegt, wird man alle Peking« Meldungen! Meldung des „Hamb. Konesp.', wonach laut einem als Lügenberichte fabrizirt zu durchsichtigen Zwecken,Ian „gut unterrichtet« Stelle' eingetroffenen Telegramm bettachteu müssen. I aus London daS Personal ber Gesandt-
Vielleicht daß die euffchiedene Haltung bei deutschen If Saften in Peking wohlbehalten auf bem Auswärtigen Amtes daz» fühtt, baß bie Wahrheit zutW ege nach Tientsin sein solle. Wenn das Tage kommt. Man muß eben immer bar an fest-1 wahr wäre, hätte bie Antwort beS Grafen Bülow hallen, daß 'in China Alles auf Verschleierung und! wahrscheinlich etwas anberS gelautet. Ab« auch Verschleppung htaarbettet, nicht zum wenigsten berlanbwe Glünde liegen vor, bie Nachricht für unwahr alte Li Hmig, ber jetzt ganz „üderdiplomatisch' « Izu hallen. Die New Aorker „World' melbet aus klärt, bie Gesandten seien noch am Lebe«, ab« wenn I Schanghai, Li-Hung-Tschang hätte in der Unterredung bie Weißen weiter marschirten — bann könne eS l erklätt, bie Mitglieder btt Gesandtschaften in Peking schlimm werbe». So naiv ist bie europäischeDiplo-Ifeien noch am Lebe», boch würbe bet Vormaste nun doch nicht, daß sie auf eine solche Mischung I marfch ber Verbündete» »ach Peking wahrscheinlich von chinesischer Schlauhett und mongolischer Perfidie Iber Vorläufer besTobeS aller Weiße« htaetafällt. Auch dieser mehr als plumpe Schachzugli« Peking fein. Hieraus ergiebt sich immer des alten Li kann einem nur in d« Meinung be» klarer, daß bie Chinesen sich etnbilben, mit bet Verstärke«, baß eS ta Peking schlimm auSsehe« muß.l breitang berartiger Nachrichten ben Vormarsch der
lieber die Wirkung ber beutfche« Antwort, bie Mächte gegen Peking aufhalstn zu können, um Zett Graf Bülow ben Chinesen ertheilt hat, bars mau zu gewinnen für »eitere Rüstungen, zum mindeste» sich keinen allzu hoffnungsvollen Erwartungen hin-|aber — wenn man ganz chitimistisch ist baß sie geben. DaS vom 19. Juli battete Schreiben beS g-w'llt fiub, bie etwa noch lebenden Gesandten als Kaisers Knangsü — auch dieses Schriftstück ist also! Geißeln ta ber Hand zu behalten. DaS ist, wie in zwei Tagen von Peking nach Berlin gelangt —I gesagt, die optimistische Auslegung b« obenerwähnten findet es nicht einmal der Mühe werth, mtt einem Meldung Li.Hung Tschang'S. Wir »eigen mehr der Wort die ängstliche Spannung der ganze« Well Über pessimistischen Deutung zu. Den« die Nachrichte», das Schicksal ber in Peking Eingeschloffenen zu lösen, daß bieFremde« inPektagnoch ^bensollen,to«deu Somit kann auch dieser Schrüt ber chtuefischen Re- mit solcher «efliffenhett nicht >^«,8 ber Chinesen, gittung nicht anders bemtheill werben, als bie bi8- fonber« auch der Mächte ansrecht erhÄ en, deren beriaen. nämlich aI8 ein Versuch, sich in bequemer! Interesse an den Vorgängen am Peiho nicht übergroß Weise den Verlegenheiten zu entziehen, bie sie sich ist- daß schon diese ourchblickende Absichtlichkeit .ver- felbft bereitet hat. Eine Wttkung ab« wirb bie stimmt , und daS Eegentheil immer gtaubhafter beutfche Antwon zweifellos haben: sie wirb durchmacht. Sollleu die GefaMschasten tad« Thta.noch die Weigerung des «rasen Bülow, seinem Kais« eben, fo hatte China eine diplomatische Waffe von daS Schriftstück vorzulege», die Machthab« in Peking! solcher Stärke in der Hand, daß eS Wund« lehren, daß man so nicht einem deutschen Kaiser °aht, nehme° müßte, wenn eS sich nicht deS sehr -tafache« baß bie Belegenhett, „das Gesicht zu bewahren', Mitt-lS bebiente e genhänbige Briefe kontrolitten 3^- wie ber Chinese sagt, wenn er sich auS ein« Un- h-lls von ben Gefangenen anferttgen zu lassen und annehmlichkett herauSgeredet hat, vttsäumt ist und! solche durcht ein Mttglieb irgend einer 1« Legattoneu daß eS jetzt gilt, offen und ehrlich Buße zu thu»!»ach Tientsin zu schicken. 3u drei Tage« wmde oder männlich die Folgen auf sich zu nehmen. !die ganze Well barub« beruhigt feta, daß bte
w h« «an dasi de» Chinesen zugemutheten Scheußlichkeiten nur
» M Me IeMe Gerüchte waren. Damit würde die ganze ber.
Laa7»m bündele Aktion am Peiho eine völlig veränderte Ge-
itolie8 Me «eMfeS£ti^ bekommen: Rußland, daS in ber Mandschmei
ba» etajige Mtttel Äbrig bleibe, die Btthllse Deutsch I unb sehr bedeutsame Angelegenheiten zu er.
AtaLtbabtt^uchÄ l-dige» hat, würde sich wahrscheinlich mehr darauf B-Äll eAme rl^aT unb ^Ta nt ? e16 8 beschränke», hort seine „Betträge mit China' pttvatim geoeten »tro? I abwttfe» möchte; so würde, abgesehen von Japan,
i Leben die Gesandten noch? Ida» natürlich als Nachbar seine beso«d«en Ziele in । Die deutliche Antwort, die Graf Bülow ans du» China hat, doch bie Hauptschwere auf Deutschlands । heuchlerische Schreiben ber chinesische» Regierung ge-1 Schultern Hegen bleiben.
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