setzte» Belohnung, zweitens die Bitte: Telegraphire» Sie in derselben Weiss wie der amerikanische Ge- sa»dte durch daS Tsungliyamen »ab de» Gouverneur in Tfiuonfu an das Auswärtige Amt und auch an mich zur Weitergabe, offen oder chiffrirt, waL Berge» gangen, wie Ihre Lage und was für Sie gethau werde» fas».* Man darf auf de» Erfolg diese- Telegramms gespannt sei».
Inzwischen ist in Washington ei» neues Kabel» telegrawm vom a««ika»ische» Konsul ix Schanghai eingegangen: Prinz Tua» trlegraphirte danach, daß ei» Beamter des Tsungli-Aame» alle Se» sandten ant 18. Juli gesehen habe. A» diesem Tage war keiner von ihnen verletzt. Auch fand damals kein Angriff gegen fie statt. Der amerikanische Konsul sagr nicht, an wen Tuan daS Telegramm gerichtet hat. DaS Staatsdepartement weist daranf hi», daß das Telegramm Tnau» vo» dem des amerikanischen KonsnlS abweiche, da hierein mitgrtheilt wird, daß zu jener Zett die Ge» saudtschaft beschoffeu wurde. Auch glaubt man im Staatsdepartement, daß in der Depesche sich Fehler befinden, und daß in ihr statt Tuau richtig Duan (Gouverneur von Schautung) zu lesen ist.
Mag die letztgenannte Muthmaßung richttg sein oder nicht, jedenfalls ist diese neneste Nachricht »och unklarer als die vorhergehende. Sie fällt demnach für die Bemtheilmig der Lage nicht i»r Gewicht.
Ueber die Lage in und um Tientsin wird über London Folgender berichtet: Entscheidend für de» Abzug der chini fische» Truppen au» der Umgebung von Tientsin ist offenbar die am 14. Juli Abends 6 Uhr erfolgte Erstürmung des letzte» Forts durch japanische Truppen gewesen. Am 17. »ahmen die Russe» Totai, eine» wichtigen Punkt an der Eisenbahn. Die Reparatur der Eisenbahnlinie nach Taku ist vollendet und die Bahn »»ter russischer Leitung wieder im Schiebe. Nach einer .Times'- Meldung aus Petersburg soll der B o r m a r s ch auf Peking sofort »ach der demnächst erwarteten StaLafi des Generals Line dich beginnen, nachdem am 16. wettere 8000 Rann japanischer Truppen in Tientsin eingehoffe» find, während 2100 in Tschifv und 1800 in Schonkhaikwan stehen.
Plünderungen in Tientsin sollen sich nach einem Bericht der gerade nicht im Rufe besonderer Zuverläsfigkett stehenden Londoner Telegraphen»Agentur Laffau die fremden Truppen habe» zu Schulden komme» lasse». Der ganze der Erstürmung folgende Tag soll einer Generalplünderung gewesen sei». Die gesammte Chinesenstadt war über« ffint von fremden Truppe» aller Nattonalttäte», die mit einheimischen PSbelhanfen und Landstreichern bei der Brandschatzung von Läden und Magazinen wett» eifern. Auf dem Wege zwischen dem Chinesenviertel
und den ftemdt» Niederlaffungen bewegte sich eine förmliche Prozession von Soldaten, die, beladen mit allen erdenklichen Gegenständen, wie SUberbarren, Scidenzeng, Geld, Pelzwerk, Schmucksachen und tausend anderen Dinge», ihre Leute i» Sicherheit brachte». Sachen im Werthe vo» viele» Millionen TaelS solle» gestohlen worden sei». Der Versuch, die staatliche» Schatzkammer» vor Plü»deru«g zu schützen, mißlang, weil die zu diese« Zwecke entsandte Mannschaft vor einem falschen Gebäude Aufstellung »ahm. Als der Jrrthum bemerkt wurde, waren die öffentlichen Gelder bi» auf einen geringen Rest bereits geraubt. —; Wir wissen nicht, ob diesem Bericht thatsächliche Borkommniffe zu Grunde liege», jeden» falls aber habe» sich deutsche Truppe» au de» Plünderungen nicht betheiligt.
Die Mobilisirnng.
Die Bildung des Kaiserlich deutsche» ostafiatischeu Expedition! corps ist vollendet. Auf den verschiedenen Truppenübungsplätze» find die Truppenthette zu» sammevgezoge», nm den Feld- und Echießdienst in den neugeschaffenen Verbänden zn üben. So wird z. B. in Jüterbog daS ostafiattsche Feldartillerie Regiment am 24. und 25. d. M. ein Scharfschießen vornehmen. In Berlin merkt man wenig von den KriegSrüstnngen — es fei denn, daß man die Doretheeustraße durchschritte. Hier gewahrt man vor der Kriegsakademie, die sonst nnr der reinen Wissenschaft dient, Offiziere nnd Mannschaften in seltsamen, bisher nicht gesehenen Trachten: ein breitkräwpiger Strohhut, ein dunkelgelber Khaki-Anzug bilden die Bekleidung unserer junge» Krieger. Die Bewaffnung besteht au» de« neue» Gewehr u»d Settengewehr, die bisher probeweise nur von de» Garde-Jagern ge» tragen wurde», sich also bewährt zu haben scheine». Am 26. beginnen die Beförderungen durch die Eisen- bah» »ach Bremerhaven. Da» Corps - Kommando schifft sich auf der.Rhein* ei». Ueber de» weiteren Verlauf der Fahrt verlautet »och nicht» Bestimmtes. I» Bremen und Bremerhaven ist die Arbeit groß: die Dampfer rüste» sich für die von ihnen geforderte» besondere» Leistungen, täglich treffe» Zuge mit Kriegsmaterial ei», das verstaut wttd; auch die Sammel- magazi»r habe» mit der Annahme vo» Sendnnge» aller Art viel zu thun. I» diese» Magazi»e« werde» auch Liebesgabcu entgegeugenommen. Der Kaiser wttd der Abfahrt der einzelne» Transporte beiwohne».
Ueber die «eitere« KriegSvorbe« reitunge» wttd uns an» Kiel geschrieben: Dtt zur Rhederei Diederichsen, Kiel, gehörenden «Ütelgroßen Dampfer .Marie* und .Mimt* sind vom ReichSmarineamt al» Transportschiffe für China gechartert nab werben zur Zett auf der Howaldscheu Werst iu Dietrichsdorf für die Tropenfahrt etngerichttt. Die Dampfer sollen bei etil Ende
nelde auch erschien, so änderte fie doch nichts daran nnd sandte den Brief noch in selbiger Stunde ab.
Ernst laS daS Schreiben tag» darauf voll Set» Wanderung und nicht ohne konischen Spott.
.Die Prinzessin hat Lannen,* sagte er und über» reichte seiner Tante den Brief, die diese NachrtchttH «tt ungleich größerer Bersttmmnng aufnahm al» er. Sie la» ein gegen Ernst gerichtete» Mißtraue» an» den Zellen heran» und begriff e» nicht, wie jemand so blind gegen sein Glück sein und eine Verlobung mit einem junge», hübsche», vornehme» nab reichen Offizier einer lleberlegung unterziehen, geschweige den», solche für ein Opfer ansehen konnte.
Tantt Alma zürnte ThnSnelde.
Der kleine Schranbendampfer .Saronia* durch« schuttt schon feit Stunden die schäumende, stark be» »egte See, in welche die Sonne ihr schimmernde» Licht hineinwarf.
Lange schon hatte sich dtt «anchfach gegliederte Küste Rügen» mit den weit ausgreifenden, grotesk ge» formten Landzungen den in dtt Ferne spähende» Ange» der Reisenden gezeigt, jetzt lenchtett» schneeweiß nnd blendend die hochragenden Klinke» der Kreidefelse» vo» der Stubbnitz auf, dtt an» dem Meeresgrund, umbranst vo» schäumende» Woge», schroff und nackt ix die Höhe steige» u»d es de«, der niemals auf dem grüne» Rune». Eiland gewellt, so unmöglich erscheine» lasten, daß über ihnen, hoch über dem Meere, ein dichter mächtiger Buchenwald seine Schatten wirst, die ein stiller dunkler See iu feix geheimnisvolles Gewässer aufnimmt.
Und unweit davon, unten am Strand, sacht aufwärts steigend, lugt ans diesem Grün Saßnitz her»
vor, «it seinen Hellen Häuser» u»d röthlichen Dächer», in der Ferne einem winzige» Spielzeug gleichend, daS Kindeshand aus der Schachtel gekramt nnd aufgestellt.
Unter dem lustigen Zeüdach de» Dampfers befand sich eine zahlreiche Reisegefellfchast. Misdroy und der demselben gegenüberliegende Badeort Heringsdorf hatte diesmal da» Hauptkonttgcnt an Pastagieren gestellt, auch an den übrigen Haltestellen des Schiffes waren Reisende eingestiegen. Einsal eine größere Anzahl Herren dtt ans den Beschauer nicht den Eindruck wandernder Touristen machten, eine» anderen Restezweck zu verfolgen schiene», als einzig den be» Vergnügen» und der Erholung.
Der Kapitän erzählte httr und da, e» seien Herren einer anthropologischen Gesellschaft, dtt zum Zwecke wiffeuschaftlicher Untersuchung vou Steixalter- thümern vox Rügen au» einen AnSflng gemacht und jetzt wieder zmückkehrttn, nm gemeinsam mit den übrigen Theiluehmer» demnächst hettuznfahren. Er habe in den nächsten Tagen die ans vielen Gliedern bestehende Gesellschaft mittels Exttafahrt nach Stettin zmück zn besördern.
Auch Tante Ama, die sich mit ihren jugendlichen Gästen auf diesem Schiffe befand, erfahr auf ihr veftagex diesen Bescheid, und e» war Ernst von Malcho der ihr solchen überbracht hatte.
Ein schwarz und weiß karrttrteS Plaid über dtt Schuller geworfen, auf dem bunten Haar den grauen modernen Reisehm, vox besten Rand ein Bändchen bis zum Rockknopf führte, um denselben gegen die Tücken des Seewindes zu sichern, mtt fröhlich blickenden Augen und scherzbereiten Lippen, so stand er vor seiner Tante und der niedliche» Ella, dere» blaue Auge» aufmerk» sam zu ihm aufblickte», als erzählie er irgatb eine
dieses, beziehnugSweise anfangs nächsten Monats »ach dem chinesischen Kriegsschauplatz auslaufeu, um den dortige» Truppe» Munttion »xb Proviant zuzuführeu. Jedem der Schiffe wttd ein Mariuebetachement in Stärke vo» 30 Mann mitgegeben.
AnSzeichnnng für den Kapitän vox Usedom.
Der Kaiser hat dex Kommandanten de» Kreuzer» .Hertha*, Kopttän zur See vo» Usedom, zum Flügeladjutaute» ernannt. Diese Auszeichnung war von folgendem Telegrawm an die Marine begleitet:
,Jx frischer Gesundheit ist Kopttän v. Usedom mit dem größten Thellr deS LandungSkorpS zu Meiner Freude auf dir Schiffe zurückgekehrt. Der tapfere und umsichtige Führer hat sich die Bewunderung Aller, insbesondere deS englischen und russischen Admirals, erworben. Meine» kaiserliche» Dank ihm und Allen, welche so muthig geholfen habe», Lorbeeren um Meine junge Marine zn schlingen. Ich ernenne denselben zn Meinem Flügeladjutanten. Wilhelm*.
Einzelheiten.
Ein Ukas deS Czaren an dex russischen Kriegsminister vom 21. Juli ordnet deu Kriegszustand für die Militärbezirke vox Sibiriex, Turkestan und SeminjetschenSk an. Ein zweiter an den dttigttenden Senat gerichteter Ukas von demselben Tage bekifft die Einberufung aller Reservisten der genannten Militärbezirke.
McKinley soll sich auf daS Gesuch de» Kaiser» von China bereit erklärt haben, bedingungsweise zu vermitteln. Dtt Nachricht bedarf wohl noch der Bestätigung. In dieser Form kann fie nicht richtig sein.
Umschau.
Vorgehen gegen verhetzende Entstellungen.
Gegen dtt gewerbsmäßige Lügenfabrikattox i» Bezug aus die China-Freiwillige» will de» .Münch. N. Nachr.* zufolge dar 3. bayerische Jufauterie- Regimeut gerichtlich vorgehe». Wege» eines in sozialdemokratischen nnd ullrarnontane« Blättern abgedruckten Artikel», »ach welchem ein Soldat de» 3. Infanterie-Regiments, statt auf freitoiDige Meldung, auf Befehl der China-Erpedttion zngewiese» worden sei, ist die Untersuchung eixgeletiet, um je nach deren Ergebniß Sttafantrag gegen den Gewährsmann der Redaktion oder gegen letztere selbst zu stellen. DaS Regiment ist in der Lage, wie dieS auch die übrigen angegriffenen und verleumdeten Truppenthette sein werde», de» Nachweis zv liefern, daß zur China« Expedttion lediglich Mannschaften abgegeben wurden, welche ihrer ursprünglichen freiwilligen Anmeldung selbst auf wiederholtes Bestagru dmch verschiedene
iuteieffaiite und wichtige Neuigkeit. Thatsächlich wußte fie gar nicht, was er gesprochen. Sie sann darüber »ach, was sich gefälliger an ihm auSnahm, ei» ruhiger Ernst oder dies hübsche Lachen, bei dem jedesmal die blendend weiße» Zähne »ater dem kecken schworen Schnurrbart hervorttattn.
Ernst dünkte fie der hübscheste aller Männer dtt fie je gesehen, und dies Gefallen au ihm war nicht unschwer an» ihren Miene» zu lese». Sie hatte fich dadurch gleich die Zuneigung Tantt Alma» erworben, die überhaupt ganz entzückt von dem jungen Mädchen schien. Die rite Dame besaß eine Schwäche für hübsche Gestchter. Schnell ließ fie fich dadurch ge» Winnen, oft über den wahren Werth der Eigenthümer täuschen. Eie hätte niemals ein häßliches Dienstmädchen gemietet, ließ fich bei etwaigem Wechsel immer eine ganze Schar Vorführer» und »ahm mit der Erwählte» lieb« eisige Fehler ia de» Kauf, als daß fie fich zu einer weniger ahmsehullcheu wenn auch brauchbareren enischloffen hätte.
Bon Ella» Lieblichkett war fie ganz überrascht, ©eit fie damals die noch uuentwickelteKleine zuletzt gesehen waren Jahre verstriche», die da» Kind »n» zu dieser wu»der»iedliche» Ju»gfrau hatte heranblühe» lasse». Wie hübsch fie zu plauder», wtt graziös fie fich zu bewege» wußte! Tante Alma beschäftigte sich sogleich uud volle» Ernster mtt dem Gedanke» nach ttgend einer Richtung hi», auch dieser Schützlings Glück begründe» zu helfe». Ella würde erkenntlicher sei», dankbarer als ThnSnelde, dtt ihr plötzlich un- endlich anspruchsvoll erschtt».
(Fortsetzung folgt)
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain.
Jllnstriries Sonntagsblatt
■e* <ew> »rt Wtifttai
x
Verantwortlich ft* dtt Redaktion: Redakteur Han» Hnpse» te Mardnrk Ädnttton: Markt 81. — Telephon 65.
Marburg
Mittwoch, 25. Juli 1900
Die Wirren in China.
Die Sage in Peking.
Lei der Erörterung der beruhigenden Lersicher- igen der chinefischen Beamte», daß die Gesandten Peking noch leben» gttbt es fortgesetzt einige wenige Miste», die de» letzte» Rest vo» Hoffnung nicht jren lasse» wollen, dagegen viele Pessimisten, deren chl naturgemäß wächst mit jedem Tag, der verrinnt, Ute daß von den Mitgliedern der Gesandtschaften itr deu übrigen Ausländern in Peking unzweideutige tbenSzeichc» eintteffeu. Auch in London ist man «ist pessimistisch. Die ,Times* sagt zutreffend: mrfichtS der fatalen Thatsache, die Nicht zu ost verholt werden könne, daß die letzte anthentische »chricht anS Peking Harts Erklärung war, daß die tge dort am 24. Juni verzweifelt gewesen, könne» st nicht viel Vertraue» in chinesische Berichte oder erficherungen setzen, selbst wenn sie in Gestalt an- blich« kaiserlicher ©bitte erscheine».
Wir können dem englischen Blatte in diesem Falle e Recht gebe». Uebrigens stellt fich jetzt heraus, ß ähnliche Depesche», wie fie bei amerikanischen G französische» Regierung zugegange» fiub, auch an le übrigen Mächte gerichtet worden fiub. • hat bei chinesische Gesandte in Berlin im Aus- irtigen Amt schon vor einigen Tagen ein deraittgeS chreiben des Kaiser» von China überreicht. ES thält de» Ausdruck des Beileides wegen r Ermordung KettelerS und die Bitte um Set» ittelnng an den deutschen Kaiser.
Wtt können auch diesem Schreiben gegenüber nur verholen, was wtt gestern dem Washingtoner Tele« am« gegenüber angeführt habe». In London faßt « btt Zirkulardepefche ßbettoiegenb als bloßen aoeis dafür auf, daß den Chinefen der Erfolg, den «it der Cougerfcheu Depesche wenigstens in Amerika ßelt haben, zu Kopfe gestiegen ist und fie es jetzt 1 weiteren Spekulationen auf die Leichtgläubigkeit t Sattonex versuchen. Der britische Konsul in chifu hat die beruhigenden B«fich«ungen deSVice- ägs vox Nanking «it der Anfrage beantwortet, nun keine direkte Mittheilung vom züscheu Gesandten in Peking vorliege, und ihn er* <ht» sofort für direkte Verbindung zu sorge». Auan- Lai hat darauf geautworttt, daß er dieses Ersuchen » Tsnngli-Iamen mitgetheilt habe.
Nachträglich sei übrigens mitgetheilt, daß bet kutsche Konsul ia Tschifu ben Chinesen jetzt M auf ben Zahn gefühlt hat. Er ttlegraphirt: habe be» Schantn»g-Gouver»eur gebeten, folgeubeS Telegramm in chinesischer Sprache an die "tsche Gesandtschaft in Peking auf ■ schnellsten Wege weiterzubefördern, enthaltend ßens Nachricht fibet die von Er. Majestät auSge-
1 (Nachdruck verboten.)
Die Ehesiisteri«.
Bon H. Palmtz-Payseu.
Mttkin von Marietta Tonelli, Mädchenlttbe, Am Milarse» et» Hoch^itStag x.
(FortsetznuSi)
üblich gelangte fie zu« Entschluß. Stt setzte I« ihren Schreibttsch, holte Papi« und Feber ■w, saun längere Zeit vor fich hin, während ihre M einen ruhigeren und entchlosseuen Ausdruck an« Men, und begann zu schreiben: .Sieb« Ernst!* Nie stockte. Wie kühl klang diese Anrede, so toen Bräute wohl niemals, fie ab« konnte nicht ■61, ließ die Worte steheu und schrieb »ett«: Rtgen reifen Ella und ich v«abredet«weife hi«
Eie habe» Ursache mit mir unzufrieden zu fein v deshalb bitte ich Eie, bevor ich Ihne» gegenüb«- nm Nachsicht, die Ihre Güte mir nicht v«- p6x wird. Bis zur Stunde habe ich eb nicht ^«ich vermocht, dtt Meinigen mit uns«« Ba- Wg' — fie strich das Wort an» und vnbefferte: g unseren VnlobungSabstchte» — bekannt zu Wn- obgleich dtt» ja einzig der Zweck mein« Rt gewesen ist. Ein Etwa» hält mich davon ab Rderanlaßt «ich auch Sie nm fernere Geduld zu F®, mir »och eine kurze Zeit zur Uebalegung f ginne». Dri»ge» fie nicht in mich, fragen Sie F nicht, was mich so unschlüssig, so wankelmüthig und nehmen Sie da» feste Versprechen ent« F» daß — wenn Sie nach Verlauf Ihre» Urlaube» E nufere Verbindung nicht ander» denken und P wie im Augenblick, ich die Ihrige werde, r innigem Gruß an Tante Alma, die mir hoffent- k nicht zürnen wttd, bleibe ich Ihre ThnSnelde.' M« kühl und gezwungen dttfeS Schreiben ThuS-
Auzeis«» nehmen entgegen: dtt Expedttion diese» Blatte», dtt Annoncen» vnr««« von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Caffel, Magd»« qk
bxta, Men; Rudolf Moff«, Frankfurt a. M., B«lin, München, Köln; Ou.
V L Danb« * So., Frankfurt a. M., Berlin. Hannover, Pari» x.
M 171