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(Fortsetzung folgt.)
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ES »ar in der Mittagszeit einer sonnigen, doch nicht allzu heißen JulitageS, all in einer der gradlinigen, schier endlos scheinen den Straßen der Restdenz ei» junge» Mädchen in eine der rasselnden, klingen- den Pferdebahnen stieg, in* der augenblicklich jeder Platz besetzt »ar und e» daher nöthigte, vor der- Thür zwischen anderen Insassen die Fahrt dir in die Borstadt, vorläufig stehend, zu machen.
Gleich nach ihr sprang, gegen Vorschrift, mitten i« Fahren ein junger, feingekleideter Herr auf das Trittbrett des Wagens und gelangte datmch in unmittelbare Nähe der jungen Dame, die diese That- sache, die für andere als Zufall gelten konnte, nicht als solchen ansehrn mußte, denn sie wandte dem Ankömmling, als er sich neben fie stellte, sofort den Rücken, kein kleines Kunststück in de» Gedränge. Dabet zogen fich die blonden Braunen, die wie fein gemalte Striche über zwei tiefblaue Augen glänzten, erzürnt zusammen, und der kleine wohlgeformte, kirsch- rothe Mund nahm einen strengen Zug au, »al fast komisch aursah, den» dem ganzen jungen Antlitz war eine so unverwischbare Freundlichktü und Heiterkeit ausgeprägt, daß dieser augenblickliche kleine Zorn dieselbe nicht zu beeinträchtigen vermochte, auch von dem jungen Mauue nicht bemerkt werden konnte, da ihm ja nur die Kehrseite der nicht großen, aber graziös aufgebauteu Mädchengestalt zugewandt blieb. Freilich so nahe, daß er die winzige» rosa Pünktchen der gemusterten Hellen BatistklrideS hätte zählen können, oder die seidenweichen kurzen Löckchen, dir nuter den
" Der chinesische Massenmord
t|t beispiellos in der Geschichte da. Wohl weiß r kjronik der astatischen und afrikanischen Despotien , Morden au Fremden zahlreich zu berichten, allein et derartige Hiuschlachterei von mehr oder weniger chrlosen Leuten durch tausende eines wahnfinnig W-rdenen Pöbels gehört selbst in Asten zu den Handlichkeiten. Fast alle europäischen und außer- ispäische» Großstaaten: Deutschland, Oesterreich, «deich, England, Rußland, Italien, Spanien, cherlande, Vereinigte Staaten, Japan u. s. w.
den offenbar dasselbe infame Spiel der Verschleierung ib Täuschung betrieben, da» die chiuestscheu Macht- La in den letzten Wochen geübt haben. Das indeße, »ad das deutsche Volk verlangen kann — ib war auch die übrigen eurrpäischen Völker thun rda — ist, daß man den ch i n e s i s ch e n G e - -übten sofort die Thüre weist; er Ist lich, einen Staat an den Wohlthaten de» inter- aleu Völkerrechts theilnehmen zu lassen, dessen aber und Volk auf das geistige Niveau brutalen iarenthums gesunken find.
gezeichnet haben. Der .duldsame Chinese", der Re- Präsentant einer .alten Kultur", die .alle» schon gehabt hat", woran wir dummen Europäer uuS jetzt erst die Zähne abknabbern, hat gar plötzlich eine merkwürdige Figur gemacht und unsere Auslands- schwärmer — je weiter daS Ausland liegt, desto größer der Respekt — reiben fich wohl gewaltig die Augen über daS «uvermuthrte Charakterbild des feigen, dummen, abergläubischen, intoleranten und mordlustigen Mongolen, das die Pekinger Grenel- thaten in so grausige Beleuchtung gerückt haben!
Der .gelbe Mann' hat den gebildeten Völkern »wahres Angesicht als Fremdenmörder, Leichen- «>d barbarischer Sulturverächter gezeigt. P »aßt freilich schlecht zn dem anmnthigrn Bilde, ha» die virtuosen der Ueberknltnr in den eignen r6® von dem Chinesen als dem dnldsamen Le« F® der so überlegenen Religion de» LndhiSmn»
i die Nothwrndigkeit einer unverzüglichen gemein- » Aktion darthut.
, 5 Uit Jö. 100
Die Wirren in China.
* Die gestrigen Depeschen anS China geben der „Nordd. Allg. Ztg." Anlaß zn folgender Bemerkung: Die Katastrophe in Peking ist ncch den letzten De- ptschin leider in hohe Wahrscheinlichkeit gerückt und die Hoffnung auf ein Minimum herabgestimmt. Immerhin darf mau aber daran festhalten, daß eine authentische Nachricht noch immer nicht vorliegt. Würde fich die Nachricht bestätigen, so würden viele deutsche Familien in tiefe Trauer versetzt, und Deutschlands Empörung würde allgemein sein über eine in der Geschichte uu- erhörte Frivelthat.
Trotz diesem Hinweis auf dar Fehlen einer wirb lich authentischen Nachricht aus Peking besteht wohl nirgends nur ein Zweifel daran, daß die sämmtlichen Ausländer in Peking hingeopfert sind. Der über- einstimmeude Bericht, daß die Seioudtschasten mit Geschützen in Brand geschossen find, läßt einektheilS erkennen, wie brav fich die Wachen vertheidigt haben, daß «an ihnen mit einem Sturmangriff nicht nahe zu kommen wagte, andererseits aber, daß da» Ende der bÄaueruSwerthen Missionen ein schauerliche» gewesen sein muß, da die Mitglieder offenbar im »om- ba,dement und de« dadurch entstandenen Brande, sowie unter dem Mefler der Meuchelmörder uwge- kommen si»d. Dadurch erhält die Expedition nach Peking nene und zwingende Triebkrast und die Ein- müthigkeit der verbündeten Mächte neue Stärkung.
it Schlußkatastrophe.
Eine ausführliche Schilderung der letzten Helden- hasten Kämpfe der Fremden in Peking und der ent- setzlichen Lchlußkatastrophe liegt ein Telegramm der .Time»" und der .Daily Mail' vor, die vorgestern Abend in Shanghai aufgegeben find. Natürlich stammen diese Mittheilungrn aus chinesischer Quelle, aber trotzdem dürsten fie int großen Ganzen der Wahrheit ent- sprechen. Danach begannen die Boxer und die auf. ständischen Truppen vom 26. Juni ob die brstische «esandtschast, deren Gebäude die Zufluchtsstätte der Fremden bildeten, mit einem immer stärkeren Cer- uirungSringe zn umschließen. Täglich und häufig sogar auch während der Nacht machte da» kleine LertheidigungSkorpS Ausfälle, die mit starken Verlusten für die Belagerer endeten. Der Muth und die Energie der Belagerten waren sogar so wirksam, daß e» die Chinesen gerathrn fanden, fich an» der numsttelbaren Umgebung der britischen Gesandtschaft zeitweise mehr nnd mehr zurückzuziehen.
blonden Flechten tief am Kopf hinten hervorqnollen nnd fich in der Hattkranse verloren.
Der Kondnktrnr theilte die Fahrbillette au», nnd der genannte Herr ließ erst die junge Dame diejenige Straße nennen, in der fie auSzustrigen wünschte, bi» er die gleiche nannte, was ans de« jungen Mädchen« angeficht abermals eine dränende Falte hervorrief.
Wirklich stiegen nach längerem Fahren beide rn- gleich am Eingang einer Straße aus, die hochgebaute, mit Ballonen versehene Hänser zeigte, denen fich gegenüber ein mit hohen, dichtsteheuden Bäumen begrenzter Platz befand. DaS junge Mädchen eilte schnellfüßig die Häuserreihe entlang, während der Herr stehen blieb, ein Notitzbuch hervorzog, darin blätterte und la», e» daun sehr bestiedigt »über eiufteckte und nun der jungen Dame so eilfertig nachging, daß er fie sehr bald eingehoü hatte.
Lor einem vierstöckigen Hause blieb fie jetzt stehen warf einen schnellen, schenen Settenblick ans ihren Verfolger nnd schlüpfte eilig hinein. Lier hohe ge- »unbene Treppen gab e» drinnen zu steigen, und ttotzde» fie von dem schnellen Gang etwas athemlo» geworden war, flog sie dennoch hiuanf, wenigsten» die elften zmei Treppen, dann ging» langsamer. Derjenige, dem fie entrinnen zn wollen schien, folgte.
.Sein Hut hatte Staubflecken, al» wäre derselbe auf die Erde gefallen und nicht wieder abgeklopft, seine Handschuhe waren viel zu weit nab an dem rechten sehtte ein Knopf. Wie sah e» denn in seine» Hanse ans?'
.Ich habe auf nicht» geachtet, Tante,' lautete die verwirrte Antwort.
Fran v. Mingwitz schob die Spitzen ihrer Aermel zurück und begann ihre Arme zn streicheln.
.Warn« mag der nicht heirathen?' warf fie hin, .eine Fran würde ihn bald gesprächiger, lieben»« würdiger nnd ordentlicher machen, auch glücklicher. Da» scheint er nicht zu fein, in seinen Angen liegt ein so tranriger Ausdruck. Fiel Dir'« nicht ans?"
.Allerdings — ja," stotterte Nelde. Die Gläser ans de« Tablette, da» fie hiuanStragen wollte, n« nm fortzukorumen, klirrten in ihren zitternden Händen.
.Herzchen,' rief Fran von Mingwitz fie zurück, .gib «ii noch einen Tropfen »ein. Ist die» »ein GlaS?' Sie tippte auf eine» derselben. Neide bejahte, füllte da» GlaS, und Tante Al«a trank e» langsa» an». Während da» junge Mädchen da» Zimmer verließ, grübelte Frau v. Mingwitz über die Thorhett der Idee nach, fich i« blühenden RauneSatter als Eremit in einen Wald zu vergraben. Ob man diese« Mann, de» fie fich dnrch die Er- Haltung ihrer lieben ThuSuelde so außerordentlich verpflichtet fühlte, nicht zn einem Eheglücke verhelfen könnte? Sie wollte darüber Nachdenken.
*
(Nachdruck verboten.)
Die Ehestifteri«.
Lo« H. PalmS-Paysen.
**rtn vou Marietta Touelli, Mädchenliebe, Am Milarsee Siu Hochzeitstag rc.
? (Fortsetzung,)
«»freundlicher Blick ttaf hierbei auch ThuSuelde, A tapfer bemühte, Lothm über die einschneidende P dieser Worte hinwegzuhelfen, indem fie da» «äch auf allgemeine Jntereffeu hinzulenken suchte. b*ett »hob fich Lothar; einige gegenseitige höfliche «e wurden noch gewechsev, die üblichen 8er« »gen, hierauf befanden fich die Damen allein, selch' ein besonderer Rann," bemerkte Fran Pgwitz, indem fie fich an» Fenster pellte, de» »e« »rachzusehen, .ich hätte »ich gm zu gern länger B* unterhalten, wenn mich nicht seine fast nn- B* Wortkargheit abgeschreckt. Er hat aber ein gtate» Gesicht, nicht wahr?"
paSnelde brachte mühsam ein .Ja' heran», Bjb fie fich o» Tische etwa» zn schaffen »achte, Wein beifeite stellte und die Gläser abräumte. I« besaß die Allüren eine» feinen Mannes, »die Nachlässigkeiten eine» alleinstehenden Jung- W fuhr Tante Alma unbefangen fort, setzte W einen Sessel und lehnte fich behaglich dmin r »Hast Du da» nicht an seinem Suzng be-
Ptän Tante."
furchtbares Schicksal erfüllt. Nach der Erstürmung der Gesandtschaften wandten fich die vereinigten Boxer und Truppen znm Angriff ans da» Quartier der chinesischen Christen nnd richteten dort die entsetzlichsten Grenel au, bis die Straßen von Blut förmlich durchttäutt waren. Nach dem .Daily Telegraph" wnrde schließlich auch der kaiserliche Palast erstürmt und der Kaiser sowohl wie dir Kaiserin- Wittwe ermordet.
8tn dieser Schilderung abweichend, aber noch granenvoller ist eine andere Darstellung, die angeblich vom Etseubahndttittor Sheug stammt. Er meldet, daß die ftemden Gesandten und Legationswachen, die mit Frauen nnd Kindern Hnngerqualen litten, da sie feit vielen Tagen ohne Lebensmittel waren, beschloffen» in der Nacht zum 30. Juni einen Ausfall zu machen. Ter Ausfall wurde am ftüheu Morgen be» 1. Juli gemacht. Alle Fremden nahmen daran theil. Die Frauen und Kinder befanden fich in der Mitte eine» von den Truppen gebildeten Bieereck». Alle Fremden waren mit Revolvern bewaffnet. Biele Boxer wnrden getödtet, well fie den Angriff nicht erwarteten nnd die meisten zm Zeit schliefen. Die Boxer geberdeten fich wie wilde Bestien, al» fie merkten, daß daß die Fremden fie angriffen. Tung ließ die schweren Geschütze gegen die Fremden spielen und andere Kanonen gegen die schwächsten Stellen der Mauern der Gesandtschaft wenden und Breschen in diese schießen. Die Fremden, sagt der Läufer, der die Nachricht überbrachte, wurden ebeufall» wie toll und tödteten alle ihre Frauen und Kinder mit ihren Revolvern, anstatt auf die Boxer zn fenein. Al» die schweren Kanonen geladen waren, wurden fie alle gleichzeitig abgefenrrt. Die Fremden wnrden uiedergemacht wie Gra», die Boxer stürzten fich auf die Gefallenen nnd zerhackttn Lebendige wie Leichen. Biele Ausländer liefen, al» die Kanonen abgefeuert wurden, in» Gebäude zurück, in der Hoffnung, dem Gemetzel zn entgehen, die Boxer verfolgten fie. Die Fremden waren nahe de« Gebäude, al» die Kanoneu näher gebracht und diese» zerpört und in Brand geschossen wurde. Verfolgte wie Verfolger verbrannten in der Legation.
Unter den Opfern de» Fremden« morde» in Peking stehen in erster Linie die Gesandtschaften mtt ihrem gesammten Personal und den Familienangehörigen. Zar deutschen Gesandtschaft gehörten wir geben die bett. Daten nochmal» nach offiziöser Angabe — der erste Sekretär v. Below« SaleSke, der zweite Eettetär v. Bergen, Lentnant v. Loesch nnd Stabsarzt Dr. Velde; ferner gehörten dazn der al» Hilfsschreiber kommandirte Seesoldat Koch vom Gouvernement in Kiautschou, Kanzleischreiber Pffremeut, AmtSdiener Hammelke nnd Dolmetscher- Eleve Dr. Merkliughau», Kanzler O. Feuselau. Da» zum Schutze der Gesandtschaft in Peking seit Anfang Juni stattouirte Detachement bestand au» eine« Offizier und 50 Manu von dem Eeebataillou in Kiautfchou. Außerdem befanden fich von Deutschen in Peking: die Professoren der kaiserlichen Universität Stnhlmann, Coltmann, BiS»arck nnd v. Bronn, die Misfionarin Frau Marie Letthanser, vier deutsche
Die, Erfolge der Europäer hatten einen sichtlich entm'uthiaenden Einfluß auf den Feind, der sich in häufigen Meutereien und Desertionen unter den Truppen de» Prinzen Tsching bekundete. Dieser bemühte sich, die Belagerten zu unterstützen; schließlich aber entschloß sich Prinz Tuan zu einem energischen Angriff, der in drei starken Kolonnen mit schwerer Artillerie auSgeführt wnrde. Um 6 Uhr am Abend be» 6. Juli begann die Beschießnng de» GesaudtschastSgebäudeS. Zwei Stunden lang wnrden feine Mauern mit Granaten beworfen. AIS fich ausreichend erscheinende Breschen zeigten, bliesen die Chinesen zum Generalangriff und rückten vor. In diesem Augenblick jedoch eröffneten die heldeumüthigen Bertheidiger ein so vernichtende» Gewehr- f euer ans die Angreifer, daß deren Reihen alSbald in’S Wanken geriethen und fich unter Zurücklassung ungezählter Todter und Verwundeter Hal» über Kopf zur Flucht wandten. Erst in Büchsen- schußweite waren sie wieder zum Stehen zn bringen und durch einen verzweifelten Appell des Prinzen Tuan schließlich auch zu einer erneuten Attacke zu bewegen. Zunächst begann das Bombardement von neuem, und gegen Mitternacht wurde abermals zum Angriff vorgegangen. Jetzt waren jedoch auch die Truppen des Prinzen Tsching und die de» ebenfalls ftemdenfteundlichen Generals Wang Weng-Ehao zur Stelle nnd warfen sich den Angreifern entgegen. Ein erbitterter Kamps der beiden chinesischen Parteien gegen einander folgte. Leider desertirten jetzt wieder viele der Tschiug'schen Soldaten, die an den endgiüigen Sieg der Fremden nicht mehr glaubten nnd also auch an der Sache ihre» Führer» verzweifelten, zurück zum Prinzen Tuan, und so wußten Wang» und Tsching» Leute der Ueb« macht erliegen. Der fiebeuzigjährige Wang fiel tapfer kämpfend an der Spitze seiner Schaar, auch Tsching soll gefallen sein; da aber seine Leiche nicht gesunden wurde, glaubt man ihn geborgen. Nack der Uebervälliguug dieser Hilfkttuppeu machten die Revolutionäre wiederholte Angriffe auf die Ge- sandtschast, wurden aber stet» zmückgefchlageu. Gegen 5 Uhr Morgen» schien der Sieg endgiltig den Ler- theidigern verbleiben zn sollen. Die Angreifer zogen fich bereits zmöck. Da erschien plötzlich General Tungsuhfiang mtt einer frischen Truppe auf dem Plane. Noch einmal begann die Beschießung de» nur noch einen Trümmerhaufen bildenden Gesandtschaftsgebäude». Die Ueber- lebeuden der tapferen BertheidigungSschaar bargen sich so gut e» ging. Gegen Sonnen- anfgang aber war ihre Munttion erschöpft, und um 7 Uhr gingen die Trnppkn Tnngfufiang» zum Sturm vor. Da mußten die Büchsen der Belagerten schweigen. Die aufgehende Sonne warf ihren ersten Strahl auf den TodeSkawpf der rettungSlo» Verlorenen. Auf den Trümmern de» schützenden Gebäude» standen fie zusammengedrängt. Die Wehr« lofigkeit der Opfer entflammte die Blutgier der Angreifer. Ein letzter «nstnrm, ein kmzeS blutige» Handgemenge, dann hatte die kleine Schaar der dem Tode geweihten Männer und Fronen ihr
«hm« «ntg«gm: di« Expedition dies«» Blatte», di« Annoncen«
enm«$ von Haasenstrin & Bögler, Frankfurt a. M., Cassel, Magd«« qk
bare, Wien: Rudolf Moss«, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; OO. lOUyTU.
*. L Danoe * So., Frankfurt a. M.. Berlin. Hannover. Bari» re.
Marburg
i~*— »Ü1,»«ü—»WT Mittwoch, 18. Juli 1900
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
* "■** Jllustrirtes Sonntagsblatt. e"wd"e * *"" "***
$e8 werden die Mächte thun? Da» ist die Frage, ssch jetzt jeder vorlegt; aber ein banger Zweifel fich in die Frage ein: ob die'Mächte die roth- ndige Einigkeit Herstellen werden, tm an dem frechen npn.in, ük bei Schlitzäugigen ein Exewpel zu statuireu? ° e Frage de» .gemeinsamen" Oberfeldherren der tivirttnppen genügt, um die Schwierigkeit der Sach- -inalro4 k.i» kennzeichnen. Auch die englische Presse be- Lf " licht die Frage de» Generalkommando»; die htuter- MteL lcht «ifljssentlichkeit, mit der fie den deutschen Be- ISHaber vorschiebt, läßt keinen Rückschluß auf einen hpmr •8*e Akkord in der Angelegeuhett zn. Vielleicht, vciciti । He jetzt so grausig zngespitzie Ettuatiou alle LellgetPasächlichen Spekulationen au» dem Felde schlägt VorsitzeD die Nothweudigkett einer unverzüglichen gemein«
:u D-« »en Gesandte in China; fie alle find mit ihrem iig bei g^en Personal und Attaches, Schreibern, Sekretären, em R, Swachen, Frauen, Kinder, Dienstboten, hingemordet irbei. Dazu kommen die Stattouen der Mission»- sie Seal ßllschasten aller Länder, Bekenntnisse und Zungen; iellunz ; find alle ebenfalls mit ausländischen Beeng 5uai M Kaufleuten, Technikern erschlagen! Wahr- «alich find auch die Mannschaften der deutschen llm 8» gntzttuppe, etwa 500 Personen, ermordet worden, n hcizl; i solcher Greuel der Verwüstung ist unerhört, «edlen sitzen in allen Hauptstädten Europas die Bedürf, »efischeu Gesandten und unsere Schildwachen machen tche H« möglich noch HonnenrS vor ihnen 1 Wie kann eS ■»en, daß diese chinesischen Gesandten in Deutsch- ib ben Regierungen nichts zu sagen wußten? Sie
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