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Eifersüchteleien.

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Das Kaiserpaar traf Sonnteg Nachmittag in

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iox sich die vorzeitige Verbreitung des Gerüchts

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ewä baut boax muß auch die chiuefische Regierung von

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(Nachdruck verboten.)

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nach Ursache und Folgen weit schwerwiegender, als wert« der deutsche Gesandte einem unvorhergesehenen Ausbruch der Pöbelwuth zum Opfer gefallen wäre,

M anders als dadurch erklären, daß die Ermordung ; deutschen Gesandte» auf einem verabredete« und chiuefische» Kreise» bekannte» Plane beruhte, der

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«an wohl oder übel de» Glaube» a» ihrem gute» Wille» aufgebeu und die ganz Wucht der Verant- wortuug auf ihr Haupt falle» lassen muß.

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Ar­ie«,

Inzwischen hatte die See ThuSuelde eine beträcht­liche Strecke von dem Badegerüst entfernt. Sie hatte ganz impulsiv gehandelt, ohne im mindesten zu zögern oder zn überlegen. Im Bewußtsein ihrer ost be­währten Geschicklichkeit und Kraft im Schwimmen, war sie unerschrocken dem unglücklichen Kinde nachge- sprnugen, ohne zu bedenken, daß nasse Kleidung den Bewegungen ein verhängnisvolles Hemmnis werden kann. Kühn und vom Glück unterstützt, hate sie sich bis auf Armeslänge zu dem Knabe», der bald vor ihre» Augen verschwand, bald wieder austauchte, hin- gearbeitet, in großer Geistesgegenwart schnell berechnend daß ihr eine etwaige Rettung desselben nur dann ge­lingen würde, wenn sie mit ihm das Holzgerüst des Damenbades zurückgewinnen könne. Dann mußte von anderen Hilfe kommen. Muthig und zuversicht­lich kämpfte und rang sie mit den Wassern, bald dicht am Ziele, unverhofft dann wieder brach eine Woge zurückgeworfen, bis solche sie endlich in un­mittelbare Nähe deS Ertrinkenden brachte, und nun faßte sie ihn, fühlte sich aber i« gleichen Augenblick von de» Armen des Knaben wie mit eisernen Klammern umschloffen.

Ei» namenloser Schreck packte sie. Trotz unsäg­licher Anstrengung gelang eS ihr kaum, sich mit dieser Last über Wafler zu haften. Nu» versuchte sie den Knaben von sich zu stoßen, um ihn, der sich in» sttnktiv immer fester um ihr« Leib krampfte, besser

major v. Höpfner erwiderte. Sodann folgte ei» Parademarsch. Die Majestäten besichtigten darauf die TransportschiffeFrankfurt* undWütekinb*.

kxnci«platz, wo daS ExpedittonscoipS Paradeaus- stellung genommen hatte. Der Kaiser schritt die Front ab und hielt eine Ansprache, worauf Geneial-

faffeu z» können. Vergeblich! Ihre Kraft reichte dazu nicht a»S. Einige kurze Augenblicke konnte es »och währen das sagte ihr daS völlig klare Be­wußtsein, dann mrßten sie mstsammeu in die Tiefe sinken.

Diese Augenblicke vergingen. Auch Rettung nahte nicht. Da überkam ThuSnelde die Erkenntnis, daß sie vor dem Tode stände. Mit dem letzte» Schimmer der jetzt ins Meer finkende» Sonne sah sie ihr Lebe» vergehen. Ihre Sinne verwirrten sich. Eine Sekunde war es ihr, als läge fie in einer Woge von bluth- rothem Pmpnr, al» schwämme fie in eine« Meer von flüssigem Gold, dann schienen fich die Wellen in einen dunkle» Sarg und daS Brausen und Toben ringsum in hohle, gurgelnde Klänge zu verwandeln, nein, in lustige Tanzweisen. Der mit dem Tode Mngeuden kehrte das Bewußtsein wieder zurück. Deutlich vernahm fie die Strandmnfik, deutlich plötz­lich Stimmen, eine bekannte, angstzUternde Stimme.

Muth Muth, liebes, liebe» Mädchen.*

Menschenhände streckten sich ihr entgegen, ergriffen sie nud zogen fie samt de« angeklammerten Kinde au» der nassen, fürchterlichen Tiefe empor.

Als fie die halbgeöffneten Auge« ganz auffchlug, sah fie fich von Lothar» Armen umfaßt, errettet von dem Tode de» Ertrinkens.

Ernst von Malcho ka» zu spät zur Stelle. Da» Boot «ti de» Gerettete» stieß gerade an den Sttand,

Die Besichtigung der »ach China gehenden Truppen.

dem Plan Kenntniß gehabt haben, und ihr Ber- CC schulden, Herr» v. Ketteler nicht gewarnt und geschützt pr haben, erscheint in dem Falle so belastend, daß

hür. nor- ifen.

Aus Marburg und Umgegend.

tastest, 3. Juli.

+ Ter Lürgerverein hält morgen Mittwoch Abend 81/» Uhr auf Freidhofs Teraffe seine Haupt­versammlung ab.

* Studentische». Zur Erinnerung an die Gründung der deutschen Burschenschaft feiert der Marburger und Gießener D.-C. am Samstag den 1. d. M. im großen Saale des Museums zusammen mit den alten Burschenschaftern Marburgs und Um­gegend eine» großen Commers. Der Festzug bewegt fich vom Bahnhof au» durch die Hauptstraßen nach der Boppscheu Teraffe. Der Commers selbst beginnt um 81/2 Uhr.

* Tomfanger.Coucert. DieMetzer Zeitung* urtheilt: Es waren zwei weihevolle, herrliche Stunden, so ganz und gar geeignet, das arme Menschenherz einmal gründlich ewporzuheben au» dem Staube der Alltagslebens! Wie schöne, volle Orgeftöne, so schwebten die Klänge von den Lippen der acht Männer durch den schönen Saal. Keine Stimme drängte fich da hervor, Alles löst fich auf in der unterschiedslosen Allzerneiuheit. Auf und ab flute» die Tonwelleu vom zarteste« piavissiwo i» prächtigem vollkommene« cres­cendo bis hinauf zu gewaltiger Fülle und Macht; daun zurück in ergreifendem diminuendo bis zum leisesten Verklingen, daß das Ohr noch zu hören glaubt, wen» der Mund fich laugst geschlossen! Ja, >aS ist des Gesanges gewaltige Macht, deren ergreifen­der, packender Wirkung fich gestern wohl niemand x>a» Programm zu dem am nächsten Sonnabend i» Kirchhain beginnenden Gau­turnfest ist wie folgt festgesetzt: Sonnabend, den 7. Juli, Nachmittags vou 6 Uhr ab: Empfang der eivtteffenden Turner und Gäste am Bahnhof, Aus­gabe der Wohnungs-Karten im Bahnhofs - Hotel. 6 Vs Uhr: Sitzung des Kampfgerichts. 8 Uhr: Abmarsch zum Festplatz, daselbst Begrüßungsansprache, Concert, Liedervorträge (GesaugSabtheilung des Turn­vereins Marburg, GesangvereinConcordia* Kirch­hain und Gesangverein Kirchhain) und gemeinschaft­liche Festlieder, turukrische Aufführungen, Leiter­pyramide» u. s. w. Bo»»lag, den 8. Juli, Morgens 6 Uhr: Weckruf. 7 Uhr: Beginn des Einzelwett- turnens auf dem Festplatze. Von 11 Uhr: Concert auf dem Festplatze. Unterdessen Empfang der »och eintreffenden Turner. Mittags Vjt Ufcr: Aufstellung des FestzugeS am Bahnhof. Derselbe wird 52 Turnvereine und die Kirchhainer Vereine umfaffe». Nachmittags 2 Uhr: Abmarsch des Festzuges durch die Stadt. Bei Ankunft auf dem Festplatze Festrede, darauf Stabübnngen, Turnen der Muster, und Vereinsrügen, währenddem Concert, später Tanz. Abends 8 Uhr: Verkündigung der Sieger und Preis- vertheilung, Concert und Tanz. Montag, de« 9. Juli, Vormittags 9 Uhr: Frühschoppen und Concert anf dem Festplatze. Nachmittags 2 Uhr: Antreten a« Lahnhof und Festzng durch die Stadt zum Festplatze, daselbst Turnspiele, Kütturnen, Turne« der Kirchhainer Schule«, Volksbelustigung, Concert und Tanz.

Auf st and in Weihaiwei. Die Lage in Kiau t sch ou.

Wen» England nicht fich dazu aufzuschwiugen vermag aus allgemeine Gründen für die g e m e i n. s a m e Abwehr eines Feindes einzutteten, der die funda- mentalsten Bedingungen eines gefitteten Verkehrs zu schützen vermag, so dürfte eS eine sehr ernste Mahnung in der Nachricht erhalte», daß jcht auch in seinem Interessen­gebiet, in Weihaiwei, ein Aufstand im Entstehen be­griffen ist.

««u# i« unterem ^nrerestengebret wrro cit »sage j.tzt äußerst ernst. Vom Kaiserlichen Gouverneur in Kiautscho» ist am Montag folgender Drahibericht eiugetroffen: Vor 8 Tage» forderte der chinesische Gouverneur die Misfionen auf, sich «ach de« Hafen- Plätze« zu begebe». Auf das Verlangen, Schutz für Lebe» und Eigenthum zu gewähre», erklärte er, hierzu außer Stande zu sein. Daher ziehe» fich Alle hier­her zurück. Maczr ist geräumt. Die dortige» Bahn­beamten sind nach hier »nterweg».

Deutsche Verstärkungen für China.

Unsere Regierung hat fich auf Grund all dieser Nachrichten veranlaßt gesehen, sofort weitere Ser- stärkungen »ach China zu entsenden. Et» u»r während der Nacht zugegaugeues, heute früh von «n» als Extrablatt verbreitetes Telegramm meldet uns darüber:

Wilhelmshaven, 3. Juli. Der Kaiser be- stimmte, daß die erste Division des ersten Ge­schwaders mit Beschleunigung die Vor­bereitungen treffe, um nach China zu gehen.

Der Ernst der Lage hat auch unfein Kaiser, der seine Nordlandsreise heute antretrn wollte, veranlaßt, diese Fahrt vorderhand zu verschieben. Ei» heute Mittag 12 Uhr eingegangeues Telegramm meldet uns nämlich:

Wilhelmshaven, 3. Juli. Die Abreise des Kaisers nach Norwegen ist aufgeschoben worden.

als auch er unweü davon anlangte. Trotz des in­zwischen hereingebrochenen Zwielichtes unterschied er deutlich die Gestalten, des «naben, der in die Arme der hysterisch weinenden Erzieherin gelegt, ThuSnelde, die von den Armen eines Fremden gehafte« wurde, der wie ein Gebieter laut nach einem Wagen und einem Arzt rief.

Er eilte hinzu.

Ich besorge beides,* rief er, zögerte aber noch einen Augenblick.Sie lebt dochfie lebt?' ftagte er mit zitternder Sttmme und wachsbleichem Gesicht.

Die Dame ist nm bewußllos,* antwortete der Fremde, indem er fich über ThuSnelde beugte und seine branne starke Hand um ihre» Puls legte.Sie athmet »och!* Ganz unmerklich bebte auch seine Sttmme. Ernst stürmte fori.

Am Strande ahnte niemand, welch fmchtbare Katastrophe fich wenige tausend Schritte von bat Fröhlichen im Tanzsaal, von den Lustwandelnden am Gestade in einige« Misnte« vollzogen. Nm wenige waren Augenzeugen des Vorganges gewesen; diese umstanden bleich und erregt daS Boot und erzählte« de« Hinzukommenden zusammenhanglos ix abgerissene« Worte» daS a«ftege»de Ereignis.

(Fortsetzung folgt.)

Deutsches Reich.

* Berlin, 3. Juli.

Ein deutsch-türkischer Zwischen­fall ist zu melde«: In der Umgebung von Therapia wurde der deutsche Untertha» Castendick von drei türkischen Militärs, darunter einem Offizier, angegriffen und beraubt. Die deutsche Botschaft hat sofort die vöthige» Schrttte gethan, um die Bestrafung der Schuldigen zn erwirken.

Dir Eheftisteri«.

Von H. Palwö-Paysrn.

Befafitiht von Marietta Tonelli, Mädcheultebe, AmMälarsee Ein Hochzeitstag rc.

(Fortsetzung.)

Da» hatte fich so schnell vollzogen, daß Ernst ton Makcho, der die wilden Mädchen eines nach dem anderen ohne Rückficht auf ihr Sträuben und Geschrei, die Treppe herauf expediert, daS Unglück erst ge­wahrte, als von drüben her entsetzte Rufe ertönten. Al» et um den Vorsprung bei letzten Badekarre bog, botthin, wo er noch vor Augenblicken rntt ThuSnelde die so peinlich endende Unterhaltung geführt, sah et etwas Furchtbares, sah daS junge Mädchen unter fich mit den Wogen kämpfen, dem Knaben uachschwimmeud, de« die tückische See bald in ihre Nähe brachte, bald wiedet, wenn fie eben den Arm nach dem Ertrinkende« auSstreckte, von ihr entfernte. Hier galt schnelles Haudeln. Wäre er nachgesprnnge», so hätte er keinexfallS beide vielleicht keine» rette« könne«, so stürzte er schnell entschlossen zu de« zum Zweck etwaiget Unglücksfälle für die Badenden stets berett tzehaftenen ReüungSbot, das bis zur Höhe der vade- taren an Seile» aufgezogen »atj und jetzt von ihm <* hast niedergelassen und zur schnellen Benutzung Mig gemacht wmde.

Ausland.

Südafrika. Die Bmen setzen be« Guerilla­krieg mit Glück und Geschick fort. DaS geht aus folgender Mlldung hervor, die General Buller au» Stander ton nnterm 1. ds. schickt: General Talbot Coke machte am 29. v. Mts. mit der 10. Brigade eine Rekognoszirung gegen Armeerfoort. Dort wmdeu 2000 Mann deS Feindes mit Kanone« im Besitze einer starken Stellung augettoffen. Nach Beschießung durch die Buren zog sich Coke zurück, ohne verfolgt zu werde». Die englischen Verluste bettageu 2 Tobte und 6 Verwundete. ,

Umschau.

Zur Frage der Kolonialarmee.

Wir erwähnte« die Meldung derHall. Z:g.*, daß die Errichtung einer Kolonialarmee von amtlicher Seite in Ausficht genommen fei. Dieser Ausdruck könnte zu Jrrthümem führen, da er nicht übereinstimmt mit dem, was offenbar beabfichttgt ist. Schon die Besetzung von Kiantschou hatte dargethan, daß die vorhandene» Seebataillone nicht genügen, um kriegerische» Anforderungen in überseeischen Gebieten nachzukommeu. In noch höherem Maße machte sich dieser Mangel jetzt bei der Nothwendigkett fühlbm, eine größere Truppenmacht nach China zu senden. Deßhalb ist man auf den Gedanken gekommen, diese Truppe, die für überseeische Unternehmungen verfüg, bar ist, angemessen z» verstärken. Ein Beispiel da- ür bildet wohl die Eisenbahnbrigade, die ja ursprüng- ich nur aus einem Bataillon bestand. Es handelt ich also um Herstellung einer Truppe, die nur au8 Ä^WKwla.^ßemroki' weroeü 'M. «Ute neue eigene Organisation zu schaffen, denkt man offenbar um so weniger, als in den meisten Schutzgebieten chon Kaiserliche Schutzkuppe» errichtet find und so eine einheitliche Organisation vorhanden ist.

L ider scheinen die Mächte noch nicht zu der Er- kenntniß gekommen zu sein, daß j-tzt keine Zeit zur ---- .,..r, ------- ----------..

Verfolgung vou Sonbeiiutereffen ist. England scheint Wilhelmshaven ein und begab ft® nach dem Torpedo stch absondern zu wollen. Das KonsularcorpS in ' ' -

Tientsin hatte einstimmig den Regierungen als ein­ziges Mittel zur Rttiung der Fremden in Peking vorgeschlagen, daß sämmtliche Mächte der chmesi cheu Regierung oder den erreichbaren chinesische» GroßwLrdenträgern eröffnen lassen sollten, die Ahne», gröber der kaiserliche» Familie bei Peking würde» zerstört werde», falls die Fremden, insbesondere die Gesandten, in Peking er­mordet würde». Die englische Regierung hat aber bisher der Annahme dieses Vorschlages Widerstand entgegengesetzt. In Japan hat die Haltung Eng­lands große» Verdruß erregt. Jopz», so meldet man aus Yokohama, sei zu einer kräftige« Mitarbeit zu Gunsteu der Politik der offene« Thür in China und der Integrität Chinas vorbereitet, würde aber davon abgehalten werden, wenn die britische Politik weiter unklar bleibe.

WSchrnWche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

l.:1 tu.<rr 11 *Jllustrirtes S-rmLagMatt. LeranMwttlich für bk Rebafticn: Redakteur Han» Hupfer in Marburg.

* ________ Ätoemon: Markt 81. Telephon 56.

Die Wirren in China.

Ein Brief der Gesandtschaft in Peking.

ES gab gestern noch Leute, die an der Richtig­st der Meldung über den Tod Baro« von Ketteler's «effelten. Dieser Zweifel dürfte heute aber leibet den eSten Rest von Berechtigung verloren haben. Heute legt nämlich eine zweite amtliche Bestätigung der lpheilsbotschaft vor, ei» Brief von der iekinger Gesandtschaft. Der Chef des ttuzer> Geschwaders in Taku telegraphirt vom 30. origen Monats:

Ich habe einen Brief von der Gesandtschaft in Peking erhalten, daß dieselbe belagert ist und ihre Vorräthe anSgehen. Die Lage sei verzweifelt. Ich habe von dem Ueber- bringer deS Briefes erfahren, daß der deutsche Gesandte am 16. v. Mts., ohne militärische Bedeckung auf dem Wege von der Ge­sandtschaft zum chinesischen Regierungsgebäude durch chinesische Truppen angegriffen und viermal verwundet wurde. Er starb im Regierungs- gebäube. Sein ebenfalls verwundeter Dolmetscher ist in eine Gesandtschaft entkommen. Am 25. v. M. war nur noch das deutsche, das französische und daS englische Gesandtschaftsgebäude uuzeistött «nd von Truppen besetzt. Der Kommandeur der Schutzkuppe und die Ausländer befinde» fich in der englischen Gesandtschaft. Die C h i«e s e u st a d t in Peking ist niedergebrannt. Außerhalb Pekings standen etwa 30 000 chinesische Soldaten. Die Kaiserin-Wittwe ist ans Peking entflohen. H>«>° »ft"p»

da anscheinend große chinefische Truppenmaffeu auf Tientsin vorrücken.*

Damit erweist stch unser gestriges Telegramm eibet im ganze» Umfange als richtig, nur daß be- ßüglich des Datums »och ein Unterschied vorliegt. Während daS gestrige amtliche Telegramm als Tag der Ermordung den 18. angab, sagt das obige Telegramm in Uebereinstimmung mit der ersten Haffan-Kelbung, die bereits am 23. Juni hier ein» iraf die Thai sei bereits am 16. begangen worden.

«ns irgend welchen Gründen etwas später, als beab- » sichtig: war, zur Ausführung kam. Grifft jedoch niese Möglichkeit zu, so gtstallet fich daS Ereigniß

T~ feoltc sich Herausstellen, daß daS heute gemeldete tvC Saturn falsch, das gestrige richtig ist, bann könnte

ilfiarßiirfl entgegen: di. Expedition dieser Blatt«, di« Simoncen-

vurea« von Saasenstei» » Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magd«.

Mittwoch, 4. Juli 1900. 351 2°hrg