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Zweites Blatt.

Das neue Vierteljahr

388

sondem das mit seiner ganzen Auflage in Marburg und

H5 I ( den nahegelegenen Orten verbreitet wird. Da das bei der ' __et-li-« s.«. crAw XU itrtS St* nrnfcff

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.Oberhessischen Zeitung" der Fall ist und sie die größte Auflage der in Marburg und der näherm Umgebung er­schauenden Zeitungen hat, kann sie als Jnsertionsorgan

beizuttage». _

Morgen und Mittagsstunden ein Gesicht, als wenn er die FesteSfteude durch einige kräftige Regeugüsie abschwächen wollte, klärte sich nach und »ach daS Wetter auf, ein scharfer Wind trocknete schnell die

Ueherrascht war bisher jedes Mädchen von dem schöne» Glanz» den KrebS-Wichse erzeugt und sollte qan daher nicht versäume», dieselbe zu probiere». ,

flflten Vierteljahr daS Wohlwollen unserer Freund« unS zu erhalteu; wir bitten dasielb» durch Empfehlung in vekanntenkreisen zu bethätigen.

Für Inserenten bietet die .Oberhcssische Zeitung" die Vortheile eines gut eingrführten Provinzialblattes. Vereinzelte Leser in ftemden Provinzen können den Inserenten nichts nützen; er wird naturgemäß den größten Erfolg seiner Anzeigen bei einem Blatte haben, daS nicht etum über ein weites Gebiet dünngesäten Leserkreis hat,

Die Vorzüge diese» »tuen VertilguugSmittelS für die Unkräuter der Hafer- uud Berstefelder dem Eise». Vitriol gegenüber liegen auf der Hand. Abgesehen davon, daß seine Handhabung bequemer ist al» mit Eisenvitriol, muß besonders hervorgehobeu werde», > daS Mittel nichts kostet, den» daS Düngersalz wttd in den meisten Fälle» nebenbei zur Unkraut­vertilgung Verwendung fiaden könne». Der ei»zige Unterschied gex e» daS jetzige Verfahre» ist, daß man die Düngersalze nicht mehr in fester Form als Pulver mit der Dungstreumaschiue verwendet, sondern daß man sie auflüst und mit de» betreffende» Spritz­apparate», die eS jetzt i» genügender Beschaffenheit chon gießt, verspritzt.

Aut Nah uud Fern. Der Mörder Nordlund, >er ix der Nacht vom 16. zum 17. Mai an Bord deS SchiffesPrinz Karl" mehrere Personen getödtet und zahlreiche verwundet hat, ist zum Tode ver- urtheilt. Er «ahm das Urtheil mit größter Ruhe entgegen. Die Docks des Norddeutsche« Lloyd in Hoboken find vollständig abgebrannt» ebenso der DampferMain", während der Dampfer Bremen geflenwärtig in der Mitte de» Norty River brennt und auscheinend auch verloren ist. Der Dampfer Kaiser Wilhelm der Große" ist gerettet. Die 35 Jahre alte Ehefrau des Heizer» Balthasar Äsen- Hauer in Büttelborn bet Groß. Gerau, die vor längerer Zeit wegen Geistesschwäche in ältlicher Behandlung war, hat in einem ernente« Anfall ihr jüngste» von 6 Kinder«, eine« Knaben von 3/4 Jahren, auf einen im Hofe stehenden Holzklotz gelegt und mit einem Beile durch schwere Verletzungen am Kopf und Hal» umgebracht.

bestens empfohlen werden.

Der Abonnementspreis derObrrheMchen Zeitung" beträgt wie bisher bei allen Postämtem 2,25 DL, d, der Stadt Marburg 2 Mark pro Quartal.

Redaktion und Verlag der .Oberhessischen Zeitung"»

drüben herangelärmt kamen, so wmde Beide« die Peinlichkeit der Situation, die sehr bald eine schrecken»- volle Veränderung erfahre« sollte, weuiger fühlbar gemacht.

Zwei Knaben, einer derselbe« war da» Söhnchen der reiche» Kaufmannsfrau, bet N-lde an der Table d'Hote gegenüoersaß machten nachdem fie wild heran- getrampelt kamen allerlei Turnübung am Geländer, während da» Schwesterchen mtt seinen Gespielinnen waghalsige Sprünge auf einet bet Treppen auSführte, die wettet zurück hinunter in die See ging. Bon drüben her ertönten warnende Rufe der Gouvernante, die von de« Kindern wohl gehört, aber völlig unbe- achtet bliebe», sodaß sich hier Emst, dort Th»s»elde veranlaßt sahen, einzuschrette», ganz abgesehm, daß ihnen diese Gelegmhett, sich voneinander abzuwenden, recht erwünscht kam.

Nimm Dich t» acht Kleiner Du könntest Dir wehe thu» oder in die See falle», rief ThuSnelde.

.Ich kau» ja schwinmen," antwortete der wohl- erzogme Junge und balaurierte Wetter.

Aber Dein Fräulein ruft fie ängstigt fich um Dich," mahnte ThuSnelde von neuem, während fich drüben die Erzieherin beeilte, herüberzukomme».

Pah, ängstig« hat fich wa»," und daS Heine Mädchen rief von hinten her:Fräulein schaukelt fich auch, wem, fie badet, steh mal so"

Das ist ja nichts," rief der Junge,steh mal mich au!" Und damtt schwang er fich blitzschnell vor ThuSnelde überS Geländer, glitt aus, schrie und stürzte i« die hochgethürmte Woge, die brausend herangerollt kam, ihn aufnahm uud auf ihrem Rücke« weitertrug. (Fortsetzung folgt.)

zärtlich und lievevoll blicke» zu mache». Wenn er jetzt diese weißen, schlanke» HS»de, die dort vachläsfig im Schoß rnhten. ergriffe und fie »h»e alle Um­schweife, wie er eS sich infolge de» eben mit Tante Alma stattgefundene» Gespräch» vorgenommeu hatte, nm ihr Herz bäte, ob dann nicht diese künstliche Zurückhaltnng schmelzen bet Argwohn schwinde» würde, de» sie augenscheinlich seiner ehrlich gemeinten Huldifluug entgegenttug.

Liebe Neide," fegte «, blicken Sie mich doch einmal an."

Sie that er und lachte da»» höflich auf.

Warum lach« Sie?"

Sie sehe» so sonderbar auS, wenn Sie fich zur Ernsthaftigkeit ansschwingeu," entgegnete sie.Fühlen Sie fich beleidigt? Wolle» Sie mit eine Strafrede halte»?"

Er wmde wirklich ein wenig roth, der Herr Lentnant von Malcho, der geglaubt, eS laugst vrr- lemt zu habe», so sehr ärgerte er fich über ihre» Spott.

Ja sagte et empfindlich,weil Sie fich mit gegenüber verstelle»."

Ei» seht erstauntet Blick ttaf«.

Ich »erstelle mich «ir," sagte sie ruhig.

Auch nicht in Ihrer großen Zurückhaltung gegen mich? Meine Vetehmng für Si- ist wirklich auf­richtig gemeint ah,' Sie eriöthen, Sie haben meine Huldigungen für Spielerei gehalten, Neide I"

Er hatte fich neben Sie auf die Bank gesetzt und ihre Hand ergriffen. ThuSnelde entzog fie ihm und erhob fich hastig.

Ernst Hm vo« Malchow ich wie

bereits angefeuchtete» Sttaße» ab. Schon von 10 Uhr ab träfe» »ach und nach die Festgäste ei». Ja endloser Zahl tollte ei» mit frischem Grün ge­schmückter Wage» nach dem andere«, dicht mit Fest­gäste» besetzt, zumDorf hi«ein. Um 11 Uhr begann in dem Saale des Gastwirths Am end die Ber- treter-Bersammlung der Kriegervereine des Kreises Marburg. Den Vorsitz führte Herr Landreth vp» Regel ei» aus Marburg, »ei Festleguug der Präseuzliste ergab sich, daß 22 Vereine durch Delegirte vertrete» waren. Herr B l e» ck e-Marburg referirte zunächst über de» 43. Abgeordneieuiag der Krieger vereine Hessens welcher jüngst in Cassel stattfand. Hieraufempfahl Herr Döring-Marburg denKriegern daS Abonnement auf dieParole", dieFeldpost" n. s. w. und Herr Nückel-Marburg brachte die Sterbekasse deS deutsch« Kriegerbnudes in Erinnerung. Ei«. Anttag deS Her« Haupt Ockershausen bezweckte, einzuführen, daß jedes Mitglied eines Kriegervereins zum Verbands- feste eine« Beitrag von 20 Pfg. bezahle. Der An­trag wurde für später zmückgestellt. Nach Erledigung einiget weiterer geschäftlich«; Angeiegenheiteu hatte die Sitzung ihr Ende erreicht.

Um 2 Uhr stellte sich der F e st z u g auf. Vier schmucke Borretter eröffneten denselben. ES folgten mit zahlreiche« Fahne« die Kriegervereine vo« Schröck, Nordeck, Winne», Sterzhaufe«, Schön stadt, Letztes - darf, Niederwalgern, Lohra, Fronhausen, Nieder- weimar, Wollmar, Wetter, Großseelheim, Holzhausen, Bürgeln, Cölbe, Roth, OckerShause« (Kriegerverein und Kriegerkameradschast), Roßdorf, Nanerbach, Münchhausen, Marburg (Kriegerverein, Krieger- kameradschaft und Gardevereiv), Ebsdorf, Niederasphe, Hermershausen, Moischt, Mölln uud Wittelsberg; zusammen über 500 KriegersereinSmitglieder. Außer­dem macht »och der Wittelsberger Gesangverei» und die Schuljugend den Festzug mit. Als derselbe den herrlich auf einer Anhöhe am Waldrande gelegenen Festplatz erreicht hatte, hieß Herr Bürgermeister Rauch in herzlichen Worte« die Festgäste ü» Wittels- berg willkommen. Herr Robert Becker- Marburg weihte in einer kräftigen Ansprache die -Fahne ein, worauf Herr Rauch dankte. Herr Landrath vpnNkgelpin überreichte nunmehr die vom Kaiser verliehe»!? Fahven- bänder uud verband ebenfalls damit eine Ansprache, die mit einem begeistert aufgknommene« Hoch auf den Kaiser endete. Nach dem Absingen der National­hymne sprach Herr Rauch noch einmal und zum Schluffe bransten die Klänge vo»Deutschland, Deutschland über Alles" weithin ins Thal hiuab. Ei» jeder Theilnehmer gab fich nun ungestört seiner Festfteude hi». Spiel-, Schieß- uud sonstige Bude» wäre» genügend vorhanden uud auch die beiden Tanzplätze wurden stark frcquentiri. Abwechselnd

nird zweifellos die Spannung der ZeitungSleser in hohem »Wße wachhalten. DaS letzte, verzweiflungsvoll« Ringen WSBurenvolkeS wird sich in ihm vollziehen; andern- ftits hat fich di» Lage in China so zugespitzt, daß dir Sreigniffr dort von der folgenschwersten Bedeutung für di, «ropätsche» Macht, sein können. Die Verbindung der Oberhesstschen Zeitung" mit derContinental-Telegraphen- tzompaguie" hat fich i« Burenkrieg« derart bewährt, daß jgfr auch für die Folg« unsrrn L«s«rn rafch« und zu­verlässige Ori«nti«rung üb«r dir Borgäng« in Süd-

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Vom Büchermarkt.

** DaS bayrisch» Hochland und da» angrenz»nd» Tirol und Salzburg uehst Salzkammergut. Von Th. Trautwnn. 9. Auflage, bearbeitet von Heinrich H«ß, mit 26 Karten und 2 Stadt- plän«n. Innsbruck 1960, A. EdlingerS Verlag. Preis, Mk. 3.50.

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Beilagen: Kreisblatt für -le Kreise Marburg und Kirchhain.

Jllustrirtes Sonntagsblatt. "

Vermischtes.

Dir Rache der Jungfrauen. 3» der belebte» BahnhofSstraße zu Apolda überfielen am Hellen Tage zwei de» bessere» Stände» angehörende junge Damen, Schwestern, eine» harmlos promenirenden Referendar und schlugen ih» mit Regenschirme» auf Kopf und Rücken. Der Ueberfall stellt sich dem Vernehmen nach als Racheatt dar dafür, daß diese Dame» auf Veranlassung des Referendars a»f einer Vorschlags­liste für ei» studeutisches Fest i» Jena gestrichen worden waren.

Deutscher Sieg auf -er MeltaySstrstung. Nachdem »u« die Preisrichter ihre arbeiten fast be­endet haben, «nd meist i» ihre Heimath zmückgekehrt sind, kann, wie derConfektionair" meldet, schon jetzt die erftenliche Mittheilung gemacht werde», daß die deutsche Industrie mit einem vollkommenen Siege a«f der Pariser Weltausstellung abschneidet. Den deutschen Ausstellern find nicht allein verhältuiß- mäßig der Zahl »ach die meiste» Preise zu Thetl ge­worden, sonder» auch die höchste» Auszeichvunge» (Grand Prix und Medaille d'or); namentlich habe» die AnSsteller der ben schen Tcxtil - Industrie eine außerordentlich günstige Beurtheiluug »ud hohe Aus­zeichnungen durch das Preisgericht gefunden.

Eine neue Methode der Uukrautvertilguug hat der Letter der Rostocker landwirthschaftliche» Ver- suchSstajio», Prof. Dr. Heimich, eutd ckt. Bekannt war bisher, daß die Unkräuter Hederich «nd Acker­senf auf Hafer- uud Gerstefeldern durch Bespritze» mit Eisenvitttollösuug abgetödtet werbt» können, währenb Hafer und «erste so gut wie flarnicht be- schädigt w rben. Prof. Heinrich hat nun durch ein- gehend- Versuche sestgestellt, daß der Hederich und der Ackersenf nicht allein durch Salze der Schwer- metalle, sondern auch durch die zur Düngung ver- wendete» Salze vernichtet werde« köune». Ganz überraschende Resultate hat er «ach derVoss. Zig." hierbei durch Lösuugen deS Salpeter», des 40 proc. Chlorkaliums und des schwefelsame» AmmooiakS er- gleit. Die Leguminosen (Hülsenfrüchte) leiden durch die Bespritzung mit diesen Salz-Lösnnge» ebenso wie durch Eisenvitriol, so daß also das Unkraut zwischen ihnen nicht auf diese Weise vertilgt werden kann.

können Sie" stotterte fie ebenso erregt wie er­schreckt. Röthe und Blässe wechselten auf ihrem «e- ficht. Er blieb ruhig, sah fie voll Entzücken an, so hatte er fie sehe« wolle«, herauSgerissre MS ihrer Unverständigkeit uud Unnahbarkeit.

Ueberrascht es sie wirklich, Neide," fragte er reit Wärme,wenn ich Ihnen sage"

Nein, sage» Sie »ichtS," wehrte fie mgstvoll ab, ich Ion» und will nichts höre». Sie wolle» doch »icht u»ser gutes, »»befangenes LerhällniS stören durch ein paar unüberlegte, voreilige Worte. Sehe» Sie meine Zurückhaltung als daS au, waS fie ist: als eine Schranke, die jedes Mädchen zwischen sich »nd demjenigen Kavalier stellt, der ihr »icht mehr sei» darf und los«; als et» Kamerad ein Freund.

Da hatte er de» gefürchtete» Korb in bester Form, sogar noch vor der Erklärung, und wenn er sich auch nicht t» de» See stürzte, so verdroß iha die Ab- weisuug doch außerordentlich. Warum hatte ih» die Taute auch gedrängt warum das Verhängnis ihn hierher auf diese» verführerisch eiusameu Platz geführt, der wie geschaffen war zur Aussprache für zwei Liebende. Ja, für Liebende! DaS war eS eben fie liebte ih» »icht. Eigentlich unbegreiflich bis jetzt hatte er jedes Mädchen, dem er die Ehre er­wiese», sich i» ih» verliebe» zu dürfe», auch verliebt gemacht. Nur dieses »icht. Wie kam daS? Pri-zessiu! spottete er, ich beuge »och Deine» Nacken, nur Geduld, die Stunde wird kommen, i» der ich Dir zurückzahle, was Du mir heute angethan. Trotz der Elbitteruufl wußte er seine Mißstimmung gut zu beherrsche«, «nd da eben jetzt mehrere Kinder vo«

chrika und in China versprich«» können.

B«sond«r« Auftnrrkfamk«it werden wir auch nach wie d»rdem lokal«» uud provinziell«»Theilwidmen. Untirstützt durch «im» größer«», st«tS wachsend«» Kreis von Mitarbeiter» wirdiu wir an d«m weiteren Ausbau dieser Th«ll« «ns«r«r Zriiung stetig arbeiten. Zm senil le- tonistischen Theil werd«» wir au» der bewährten Feder Paul LiodenbergS «ine wette» Serie Pariser Melt- » > ausstellungS Briese bring««. Auch hab«» wir noch ver- vreai schi,d«n« juristisch« Artikel auS drm Gebiet« des neuen ------ dürg«rlich«u Rechts erworben. So hoffe« wir auch sm

___ mh Anzeigen n«hmrn «ntgegrn: bl« Expedition dieser Blatter, dl» Snnoncen- m» ytinT - > ' Bxitaii von Haasensteill & Vogler, Frankfurt a. M., Gaffel, Magd«- nr

________~ bri.ril« ö**** O bur- Wi«; Rudolf Moss«, Frankfurt a. M., »«rlin, München, Köln; 65. JMg. Dienstag, 3. Jull 1900. «. L. DanS« » C-., Fra-Ert m M., Berlin, Hanno°«r, Paris -e.

Kreis-Krieger-Verbandsfest.

+ S. 3nU.

Unser Ort hatte gestern Ms Anlaß deS 3. KreiS- KriegerverbandSfesteS sei« feiertägliches Kleid angelegt, Fahne«, GuirlMde«, Ehrenpforte» und zahlreiche i» be» Straße» aufgestellte Tanneibäumchen zeigte», daß die Einwohner nichts versäumt hatten, auch ihrerseits zum Gelinge» deS Festes »ach Möglichkeit

1g (Nachdruck verboten.)

Die Ehestifteri«.

Von H. Palmö-Paysen.

Ikrfefftrin von Marietta Tonelli, Mädchenliebe, AmMälars« Ein Hochzeitstag rc.

(Fortsetzung)

Sassen Sie fich dadurch nicht vom TMze ab- hatte», Ernst."

DaS heißt soviel wie: allez, allez donc! Hilft'Ihne« nichts, Neide; Sie werden mich nicht los."

So bleiben Sie."

Er zog die Stirn Iran». Sie hatte eine so ver- tafelte Manier, zu sprechen, wie ihr der Schnabel gewachsen war, mit immer freundlichem Ton grob- kiruige Worte. Sollte er nun bleiben ober gehen? Eigentlich hatte er Grund wüthend auf fie zu sein. Jede andere junge Dame hätte fich geschmeichelt ge- fühü, «en» er, Leutnant von Malcho, »ach ihr ge­sucht uud ihr seine Gesellschaft Mgebote» hätte. Ob diese Sprödigkeit nicht doch Ziererei war? Er wollte sehe».

Neide hatte fich auf die einzige Bank neben dem Geländer gesetzt; Ernst blieb wenig- Schritte davon stehe» u»d blickte anf fie »ieber. Um ihre» Mund lag ei» weiches Lächeln, auf ihre» Sßangen der Widerschein des röthliche» Abeudlichts. Klar wie die Stirn war ihr Auge, das fich von ihm fort in die Ferne gerichtet. Wen» er sich dieses Mädchen zärt­lich und hingebend dachte, so erschien es ihm sehr begehren,werth. Es lohnte sich wirklich, den Versuch » machen, diese graublaue» oder brauneu Augen - Me Farbe war so schwer zu entziffere wie ihre Züge

Zwar machte der Himmel i» de» spielte die Jägerkapelle Couzert- Md Tanzweisen. - ~ - - Für komische Abwechslung sorgte dann noch eine

schnell zusammengestellte Marburger Kapelle, die unter Führung einesschlanken" Commandeur» auf dem Festplatze herummarschirie. «ege» 8 Uhr Abend» rückte allmählich die Abschiedsstunde für die remdeu Festgäste heran. In dem Bewußtsein einige schöne Stunde» verlebt zu habe», verließe» wohl die Festtheilnehmer das schöne Thal d-S Ebs dorfer GrundeS. DieSterte", die tagsüber vo» Viele» bestiege» worden war, wurde bei eingetretener Dunkelheit durch die Gebr. Keitel-Marburg bengalisch beleuchtet. Hmte findet das Fest seinen Schluß.