Einzelbild herunterladen
 

!« 3L

Marburg

wfctt

>etfta t ja 142

83» Rk. (<

x.

btn nahegelegenen Orten verbreitet wird. $X das bei der

Wil

gar.

se 13.

ilanz

24.

c

fein

eben.

Ich sah dieselben.

Jetzt aber bin ich geborgen. Nicht wahr,

Sie

Jawohl, mein Fräulein,

sagte er etwas

ver-

Noch eine gute Stunde."

17,

Mel

ler »rt

sabkth

O weh.'

Sie sind ermüdet?"

[er )?etze

Darf ich Seit?"

paßte, senkte sich eine scharfe Falte. Der hat Sorge dachte Thusnelde. Unwillkürlich glitt ihr Blick au seine Hände nieder, die waren braun, wie sein Stntli:; stark, groß, unberingt.

Ach, Sorgen 1 Trotz ihrer Jugend hatte auch sie welche kennen gelernt, die quälendste, welche e» giebt — die Nahrungssorge. Ohne das Bermächtniß einer geliebten Großmutter wäre ihre Familie in größte Noth gerathen. Aber die Erbschaft ging in der großen Verwandschaft in viele Theile und gestatteten ihrer plötzlich verwitweten Mutter dennoch nur eine bescheidene, an Opfern reiche Existenz die sie bisher mit zwei jüngeren Schwestern mnthig getheilt, ohne den so berechtigten Drang nach jugendlichen Ver- gnügungen, ohne ein anderes Verlangen zu haben, als ihre kränkliche, sehr geliebte Mutter lächeln und zufrieden zu sehen.

Ihre Genügsamkeit und BedürfniSlofigkest, ihre angeborene Heiterkeit erleichterten ihr diese Aufgabe die allmählich zum Ziele aller ihrer Handlungen wurde. Sie war in dem Dasein der Ihrigen durch ihre Zufriedenheit und herzerquickende Frische gleich, sam der blaue Lebenshimmel, die goldene Lebenssonne, ihr Wesen und Sein, der freie ftische Luftstrom, der zeitweilig alle Beschränktheit in der engen Etagen­wohnung eines jener hoch in die Lüfte gebauten Miethshanses der Residenz vergessen machte.

„So." sagte sie, nachdem sie einen Augenblick ausgeruht hatte und dann aufsprang, »nun ist's

»Ja, ich bin sehr schnell gegangen, rinen Augenblick ausruhen? Haben Sie

iermeude Bursch«, die nicht ganz nüchtern zu lchieueu.

»Um drei Thaler zu sparen," bekannte sie frei» üthig.

genug, nun werde ich Schritt mit Ihnen halten können, verzeihen Sie diesen unftestoilligen Aufent­halt."

„O, bitte," klang es einsilbig zmück.

„Welche Lust muß es fein, hier leben zu dürfen. Sie wohnen wohl mttten im Walde?"

„Mein Haus liegt im Wala," antwortete er ge­zwungen. Ersichtlich waren im Fragen unbequem. ThuSnelde schwieg. Sie ärgerte sich ihn angeredet zu haben. Er hält mich für aufdringlich, dachte sie. Kein Wort spreche ich mehr. Eine längere Pause entstand. Dann sagte er, nnt weil er ihr Verstummen bemerkte und die Ursache herausfühlte, indem er auf ihre Worte Bezug nahm:

„Mit zuftiedenem Semüth lebt fich'S überall gut."

Thusnelde wurde durch diese Antwort auSge« söhnt, aber auch bettoffen. Sie sah verstohlen ihren Begleiter an, der kräftig auSschriü, den stillen Blick in die Feme gerichtet. Aus seinen Worten glaubte sie eine Klage zu hören.

„Mau vermag viel über sich," meinte ThuSnelde, »selbst in den ungünstigsten Verhältnissen kann man sich immer noch eine Portton Zufriedenheit erhalten."

„O jo, in der Ungunst äußerer Lerhältnisie be­tonte er.

„Nun, so leicht ist daS nicht,.denn nm als Cha- ratter sich selbst genug zu fein, dazu bedarf eS auch einer äußeren Unabhängigkeit, auf welche diese immer sich stützen kann." (Fortsetzung folgt.)

Pfd.44 fg. per (41 in »<»

ife ist iwefefc oenl-lr 'en-seri

chü

empfiehlt

'otkFleikl „Oberhessischen Zeitung" der Fall ist und sie die größre omm, Dl - Auflage der in Marburg und der näheren Umgebung er-

»Die habe ich."

„Thusnelde ging auf den einen Grenzstein zu, setzte sich darauf, fastete ihre weißen schlanken Hände, von denen sie die Handschuhe längst schon abgestreift, über die finiee zusammen und that einen freien, tiefen Athemnrg.

,O, welch köstliche Luft."

Der Fremde schwieg; er warf keinen Blick auf daS junge, hübsche Mädchen, machte sich dagegen etwas an seinem Gewehre zu schaffen.

Thusnelde bettachtete ihn. Sein kurzangebundenes, zurückhaltendes Benehmen munterte sie nicht eben zur wetteren Unterhaltung auf, doch ttat sie viel zu unbefangen und natürlich, ungern und selten kon­ventionell an Menschen heran, um sich deshalb irgend­welchen Zwang auzuthun. Sie fand sich gleichmüthig mit der Wahrnehmung ab, daß ihr Begleiter nicht gerade ein liebenswürdiger, doch gebildeter Mann, wie sie auch jetzt bemertte, kein subalterner Förster, sondern ein Herr feinen Standes fein mußte — das zeigte nicht nur fein Anzug — sie hielt fein feines Jagd- zivil für eine Föisterkletdung —, auch seine Haltung feine Manieren und Sprache. Er war auch ein ansehnlicher, doch scheinbar ernster Mann, hoch und sehnig gebaut. Wind und Wetter hatten fein, von einem dunkelblonden Vollbart umrahmtes Gesicht tief gebräunt; die ein wenig gebogene kräftige Nase zeigte starkgeschweifte Nasenflügel, zwischen den Augen, deren schönes, heiteres 81<m gar nicht zu dem ernsten Blick

Die Wirren in China.

Das Schicksal des deutschen Detachements.

* Wahre Berge von Telegrammen find aus China mrgelaufen und eine nicht leichte Arbeit ist eS, auS tiefem Wust von Nachrichten daS BemeikenSweitheste «d Wichtigste herauszuschälen. DaS markanteste, wS am nächsten Berührende ist zweifellos, daß noch er jede Nachricht über das Schicksal unserer Ge- dlschaft in Peking und den Verbleib des deut­schen Detachements fehst, das auf dem Wege rach Peking war. Ein japanische» Schiff hat die fiachricht überbracht, daß die unter dem Oberbefeh' f Admirals Seymour stehenden Truppen nach ientfin zurückgekehrt sind. Bekanntlich

e sich das deutsche Detachement von diesen

hohe Beamte sollen gelobtet sein. Daß sich die Ge­sandtschaften aber lange hatten können, ist wohl sehr zu bezweifeln.

Leider muß man auch bezweifeln, daß Entsatz noch rechtzeitig ankommen wttd, auch für die Fremden­niederlassung in Tientsin, die nach unseren gestrigen Telegrammen von den Chinesen beschaffen worden ist. Zwischen Taku und Tientsin ist die Eisenbahn zer­stört und auch der Flußweg ist laut einer Meldung Wolffs gefährdet. Der Füch ist nm für flachgehende Kanonenboote fahrbm, aber besonders jetzt, wo der Wasserstand niedrig sein düifte, ist es auch für solche Boote gefährlich, den tief in die Ebene eingeschnittenen vielfach sich krümmenden, schmalen Peihofluß hinauf- zufahren, well sie gegen die überhöhten Ufer hin sich nur schwer feindlicher Angriffe erwehren können. Der Vormarsch auf Tientsin muß also wahrscheinlich zu­gleich auf dem Landwege erfolgen; da aber auch hier Widerstand von chiuefischeu Truppen zu er­warten ist, so ist eS ftaglich, ob dazu die Landungs­mannschaften der Kriegsschiffe — eS find deren jetzt gegen 60 auf der Reede von Taku versammett — ausreichen, und ob nicht alSbald größere Bestände von Landttuppen auS dem russischen Port Arthur, auS Japan und aus den ftauzösfischen Kolonien in Judochina herangezogen werden müssen, denn wie die Dinge sich bis jetzt ansehen, handelt eS sich nicht mehr um eine Expedition gegen die Boxer, sondern um einen Krieg der Mächte mit China.

Mobilmachung der deutschen See­bataillone.

So hört man denn auch allerlei von Rüstungen der Mächte. Un» interesstrt natürlich am leisten, daß das 2. Seeb ataillon, nach einer anderen späteren Meldung die gesammte Marine­infanterie in Kiel und Wilhelmshaven mobil gemacht worden sei. Beide Seebataillone — so heißt eS in der Meldung, zusammen 2800 Mann, ergänzt durch Mannschaften aus der Armee, werden innerhalb 8 Tagen nach China in Marsch gesetzt. Der Panzertteuzer »Fürst Bismarck" nimmt 300 Soldaten. Das neu erbaute Kanonenboot „Luch S", ursprünglich nach Amerika bestimmt, geht gleichfalls nach China.

(Unsere Marine Hot drei Scebataillone, daS erste steht in Siel, das zweite in Wilhelme Haven und daS dritte mobile Bataillon in Tsingtau im Gouvernement Sioutschou; alle drei zusammen bilden unsere Marine-Infanterie. Der Friedenr bestand der beiden ersten Bataillone beträgt 44 Offiziere, 168 Unteroffiziere und 1038 Gemeine; die Kriegs­stärke des BataillorS zu 4 Compagnien soll 14C0 Mann betragen. Kommandeur des 1. Bataillons ist Major v. Madai, Adjutant Oberleutnant Vitzthum v. Eckstädt; Cowpagnieführer sind die Hauptleute Frhr. v. Seher-Thoß, v Schmid, Frhr. v. Rheinbaben, v Buffe. Kommandeur des 2. Seebataillons ist Major v. Kronheim, Adjutant Leutnant Schultz, Kompagnieführer sind die Hauptleute v, Falkenhoyn, Fricke, Wellenkamp und Gudewill. Der Zweck der Marine-J-fanterie ist hauptsächlich die V«r- theidigung der ReichskriegkHäfen und die Kommandirung der Seesoldaten-DetachementS an Bord der Panzerschiffe. Sie hat indeffen auch schon früher im Dienste unserer Kolonien Verwendung gefunden, so wurde bereits 1893 für kurze Zeit eine Kompagnie nach Kamerun und nach der Be­sitzergreifung von Kiautschou bekanntlich ein Bataillon nach Tsingtau geschickt)

Truppen getrennt, als her Vormarsch in Folge Unterlrechung der Eisenbahn ins Stocken gerietl); es wollte versuchen, auf Landwegen Peking zu erreichen. Man sollte annehmen, daß gerade deshalb die Rückkunft des deutschen 350 Mann tarkeu Detachements besonders betont worden wäre, wenn sie sich thatsächlich mit den unter Seymours Befehl stehenden Truppen wieder vereinigt hätten. Die offiziöse „Nordd. Allgem Ztg." schweigt heute; die amttichen Stellen find also ohne jeden speziellen Bescheid. Man erfährt lediglich, daß die aus eng­lischen Quellen stammende Nachricht, der Komman­dant des »Jltts", Korvettenkapitän LanS, fei int Gefecht vor Taku schwer verwundet worden, bisher keine Bestättgung gefunden hat.

Die chinesischen Truppen.

Die Rückkehr der Entsatzttuppen — inSgesammt etwa 2000 Mann — läßt erkennen, daß ste ihren Aufttag, nach Peking vorzudringen, nicht erfüllen konnten, und auch daS trägt dazu bei, die Sorge um die Vorgänge in der jetzt gänzlich von der Außen- wett abgeschnittenen Hauptstadt zu vermehren. Viel­leicht haben diese Truppen bestätigt gefunden, daß der General Tuugfustang, den sich in letzter Zeit die Kaiserin-Regentin zum Commaudeur ihrer Leibtruppe auSersehen haben soll, ihnen vor Peking gewattsam den Weg verlegt hatte. Lord Beresford schildert die Truppen dieses Generals, die er Ende 1898 be­sichtigte, folgendermaßen: „In kurzer Entfernung von Peking lagerten etwa 10000 Manu Truppen aus Kansu (eine der westlichen Provinzen), meist Mohammedaner, unter General TungfufiaugS (Beresford schreibt Tung- futschan). Es war eine ganz ordnungslose und un» diScipliuirte Bande, schlecht bewaffnet und einexercirt, aber gute Fechter. Sie waren vom Westen, wo ste einen Aufstand zu unterdrücken hatten, nach Peking heran­gezogen worden. SIS ich dort war, griffen sie zwei britische Ingenieure an, die an der Bahnlinie bei Fengtai arbeiteten, und hätten sie fast tobt geschlagen. Sie schlugen auch an ber Bahnstation bie Fenster ein unb beschädigten Dampfkessel und Vorräthe. Ihre Anwesenheit wurde als so gefährlich für die Fremden betrachtet, daß bie Sesanbten ber Mächte ihre Entfernung verlangten". DaS also ist bie „Leibwache", ber sich jetzt bie Kaiserin anvertraut hat. Damals würben jene Truppen aus Drängen ber Gesanbten auS ber unmittelbaren Nähe ber Stabt entfernt, aber es wurde ihnen ein nicht allzu wett entfernter kaiserlicher Wildpark als Quartter ange­wiesen, und von dort scheinen ste jüngst wieder herbeibeordert worden zu sein. Wenn diese Horden jetzt in Peking losgelaffen worden find, so muß man sich freilich darauf gefaßt machen, daß die schlimmsten Gerüchte bestätigt werden.

Die Lage in Peking und Tientsin.

Daß die Gesandtschaften auf daS äußerste ge­fährdet find, geht aus einer Dalziel-Meldung aus Schanghai hervor. Danach haben Chinesen unb MaudschuS zwei Angriffe auf bie Gesandtschaften gemacht, wurden jedoch von den Maschineugeschützen uiedergemacht, besonders von denen an den Thoren der brittschen und rusfischen Gesandtschaft. Viele

idjdnenben Zeitungen hat, kann sic als Jnfertionsorgan testens empfohlen werden.

Der Abonnementspreis der „Oberhefsifchcn Leitung" Beträgt w c bisher bei allen Postämtern 2,25 Ml., der Stadt Marburg 2 Mark pro Quartal.

Redaction und Verlag der „Oberhessischen Zeitung",

urzvr fehlt atthai. 21.

Das neue Vierteljahr

B zweifellos die Spannung der Zeitungsleser in hohem 0t wachhalten. Das letzt», ve zweiflungrvolle Ringen BLnr.nv o l k e s wird sich in ihm vollziehen; anderer- ßjß hat sich di» Lage in C h i n a so zugespitzt, daß die ßnigniffe dort von der folgenschwersten Bedeutung für die mopäischm Mächte sein können. Die Verbindung der ^>berh»sfischen Zeitung" mit der „Continental Telegraphen- pagnie" hat sich im Burenkriege derart bewährt, daß

st auch für dir Folge unsern Lesern rasche und zu- »erlässige Orientierung über die Vorgänge in Süd- und in China versprechen können.

Besondere Aufmei ksamkett werden wir auch nach wie wrbem lokalen und provinziellen Theil widmen.

stützt durch einen größeren, fttt» wachsenden Kreis von Nitarbeitern werden wlr au dem wetteren Ausbau dieser ile unserer Zeitung stetig arbetteu. Im feuille- jo n i st i s ch t n Theil werden wir auS der bewährten Feder Ml Lindenbergs «ine wettere Serie Pariser Welt- «aSstellungS-Briefe bringen. Auch haben wir noch ver­denk juristische Artikel auS dem Gebiet« des neuen irgerlichen Recht« «rworben. So hoffen wir auch im Men Vierteljahr das Wohlwollen unserer Freund« zu «r- eu; wir bitten dasselbe durch Empfehlung in ekanntenkreisen zu bethätigen.

| Für Inserenten bietet die „Oberhessische Zeitung" L ortheile eines gut eingeführten Provinzialblattes.

einzelte Leser in ftemden Provinzen können den Inserenten nichts nützen; er wird naturgemäß den größten Erfolg seiner Anzeigen bei einem Blatte haben, das nicht

im sip it Mü BChorrhri Mk. 2.50 itCuli* Mk. 2.5« in Unit Mk. 2.- rankfurt» lerei

Mk. 1.5« Lagerbier selerjük.

(Nachdruck verboten.)

Die Ehestisterin.

Von H. Palms-Paysen.

afferin von Marietta Tonelli, Mädchenliebe, Am Mälarsei, Ein HochzettStag zc.

(Fortsetzung,)

»86er warum haben sie keinen MiethSwagen ge»

mmen?" fragte ber vermeintliche, sehr einsilbige Förster.

Anzeigen nehmen entgegen; bi* Expedition diese» Blatte», di« Annoncen»

Vnreaux von Haasmstäu & Vogl«, Frankfurt a. M., Caffel, Magd«- ok <>„<.».- bnrg, Wi«: Rudolf Moff«, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; 3t). ^utfiy

haften iuniul hr, 7| Q & I oloM

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Jllustrirtes Sonntagsblatt.

Da ber Truppentransport - Dampfer selbst bei beschleunigter Fahrt mindestens einen Monat braucht iiur Fahrt nach China, würben bie Truppen bie Dinge wesentlich verändert boiftnben unb möglicher Weise nicht mehr in Aktion zu treten haben. Die LanbnngScorpS unserer Kriegsschiffe bilden aber mmerhin eine achtunggebietende deutsche Streitmacht. Mit dem „Lloyddampser „Köln" find übrigens nzwischen weitere 1200 Mann deutscher Seesoldaten aus Kiautschou in Taku eingetroffen. Weiterhin ist S. M. S. „Irene" mtt 240 Seesoldateu von Tstngtau nach Taku abgegaugen.

Rüstungen anderer Mächte.

Am eifrigsten rüstet anscheinend — und bas ist bemerkenswerth — Rußland. Die russische Re­gierung hat bie Mächte bavon verständigt, baß sie 4000 Mann nach China abgehen lassen will. Aus angeblich zuverlässiger Quelle wird aber berichtet, daß sie weitere 20 000 Mann abzuseuden gedenkt. Eng­land ist infolge der Burenkrieges an zweite Stelle gedrängt. ES muß zu dem Wagniß greifen, Indien noch weiter von Truppen zu entblößen. Angeblich sollen auS Indien von den eingeborenen Truppen sechs Regimenter, eine Compagnie Geuiesoldaten und eine Batterie Artillerie nach China gehen. Außerdem haben bie gegenwärtig in Portlanb liegenben eng­lischen Kriegsschiffe „Diadem" unb „Furious" Be­fehl erhalten, nach China zu gehen. Die i t a l i e n i s ch e Regierung hat beu Panzerkreuzern „Carlo Alberto", „Stromboli" unb „Vesuvio" Befehl ertheilt, ihre Ausrüstung zur Abfahrt nach China schleunigst fertig­zustellen. Enblich soll Amerika beabsichtigen, brei Regimenter regulärer Truppen, im Ganzen 5000 Manu, von Manila nach Tientsin zu fenben. Generaladjutant Sorbin bementirt zwar diese Meldung; unwidersprochen bleibt aber, daß das Schlachtschiff „Oregon" und bie Kanonenboote „Princeton" und „Marietta" sich nach Taku begeben werden.

DaS Gefecht bei Taku.

Es bleibt nur noch übrig, einige ergänzenden Mittheilungeu über das Gefecht bei Taku zu geben. Eine Stunde vor Ablauf des Ultimatum eröffneten die Chiuefen plötzlich daS Feuer auf die der Küste zunächst ankernden Kanonenboote Algerine (britisch), JltiS (deutsch), Atago (japanisch), Aorktown (amerikanisch), Mandschur (russisch). Dte ersten Granaten der Forts blieben ohne Wirkung, bann aber fanben bie chinesischen Geschütze ihre Distanz unb Algerine unb Iltis wurden dreizehn- und vier­zehnmal getroffen unb übel zugerichtet. Hierauf er­widerte bie ganze Flotte mit einer schrecklichen Kanonabe. Es würbe gut geschossen unb bie Forts würben buchstäblich zerschmettert. Die rusfischen Truppen sollen von der Landseite der Forts den An­griff unterstützt haben, der bis zum Hellen Morgen anbauerte; alSbann würben bie Werke durch starke Landungsabtheilungen, bie bie Chinesen mit beut Bajonett angriffen, besetzt. Hunderte ber Vertheidiger fielen auf ber Flucht nach Norden. Die Hauptstärke an Truppen bei dem Angriff entfalteten bie Russen, bie bisher 10 000 Mann bei Taku gelanbet haben. An beut Sturme auf bie Fort» haben anscheinend

(tfIL war unvorsichtig. Für eine junge Dome aidt der Weg zu weit und einsam."

34 bin durch bie eben ausgestandene Angst Kochis Mch genugsam bestraft. ES begegneten mir nämlich

VI« ^1X1 _____ ...uti ... e ♦

nntag »m^ ------- ----- «to gehen auch nach MiSbroy?

>zugeb - w5UIDVyt/ »,r>« tyn

26. »irrt, etwas verstimmt.

I »Ist es noch weit zu gehen?

luiv-rfit ■

g. Bel^

m alle H -inen über ein weites Gebiet dünngcsSten Leserkreis hat, taus^chlHwndern das mü seiner ganzen Auflage in Marburg urd

. Blüth'

ethstt. 9.

M