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feie, in den drei Jahren seines ministeriellen Wirkens hervorragende Erfolge errungen zu haben und fester denn je in der Gunst des Kaisers zu stehen, kann Vizeadmiral v. Tiipitz diesmal die Ferienfahrt an- treteu. Wenn nicht Unvorhergesehenes sich ereignet, dürfte er berufen sein, auch zur Vermehrung der Auslandskreuzer f. Zt. das Plocet des Reichstags einzuholen.

Vom «internationalen Concert.*

h. Der Inhaber eines hohen chinesischen Ver. waltnugSpostens soll Pariser Firmeukreisen eine Depesche gesandt haben, in der er die Meldungen über den politischen Hintergrund des Boxer- Aufstandes für stark übertrieben erklärt. So wird derNationalztg.* aus Paris berichtet. Diese Version ist ebenso neu wie interessant. Welch' andern als politischen Hintergrund hätte die Bcxer-Bewegung denn? Es gewinnt fast den Anschein, als liege diesemberuhigenden* Telegramm eine Absicht zu Grunde, dahingehend, die fortgesetzten Nachschübe russischer Truppen in China England gegen­über des bedenklichen Charakters zu entkleiden. Eng­land vermag nämlich nicht so schnell und nicht tu derselben Stärke seine Soldaten in die Aufstands­gebiete zu entsenden. Die dem Londoner Kabinet nahestehendeTimes* empfiehlt denn auch so Bei­läufig eine Verstärkung der britischen Flotte in den chinesischen Gewässern. Noch klingt zwar aus allen heute Morgen vorliegenden Meldungen die Zuversicht heraus, daß die Mächte einig bleiben werden. Man kann sich aber des Eindrucks nicht erwehren, als präsemire sich dasCoucert* Deutschland allein ausgenommen, indem die eine Macht die andere argwöhnisch beobachtet.

Deutsches Reich.

* B-rlitt, 15. Juni.

Laut halbamtlicher Mittheilung wird auf Be­fehl des Kaisers der deutsche AblösungS- transport in Tsingtau zurückgehalteu. Am 19. d. M. trifft der 1200 Mann starke Ab- lösungsttausport dort ein. Die abzulösenden Mann­schaften werden dann einstweilen dort bleiben und zur Verfügung des Gouverneurs gehalten werden. Vom deutschen Geschwader auf der Rede von Taku find bis jetzt 22 Offiziere und 550 Mann gelandet worden.

JnHerbertshöhim deutschen Bismarck- archipel ist der zur Besatzung des Kriegsschiffes Möve* gehörende Zahlmeister Below, ein geborener Hagenauer, ermordet wordeu. Die Offiziere des deutschen Kriegsschiffes waren nach der Straßburger Post* zu einer Spielparthie nach dem Gouverneurshause eingeladen worden. Die Gesell- schäft saß vergnügt auf der Veranda zusammen, als plötzlich ein Schuß fiel und der Zahlmeister, durch die Brust getroffen, tot vom Stuhle sank. Der Mörder, ein Eingeborener, hatte sich so leise heran-

der Thür brach fie zusammen. Der General sprang herzu, winkte mir energisch ab, als auch ich Heiken wollte, und trug sie allein hinweg. ,

»Mein Gott, Herr Oberstleutnant, was war das?* rief die Gräfin erschrocken. Da küßte ich ihr bewegt die Hand und erzählte ihr alles. Mein Glück ist nun tn Ihrer Obhut gnädigste Gräfin, Marie ist meine einzige Liebe und glücklich werde ich nur, wenn fie meine Frau wird.*

Dann kam der General zmück. Er war tief er­griffen, versicherte uns aber, es wäre nur eine leichte Ohnmacht gewesen, Marie wäre jetzt wieder wohl und möchte mich sprechen. Der General führte mich in das Wohnzimmer der Gräfin und ließ uns allein.

Was ich Marien alles sagte, ich weiß eS nicht mehr, mein Herz war ja voll, so übervoll. Ich übergab ihr HenelS letzten Brief und seinen «bschiedsgrnß. Dann redete ich ihr von meiner großen Liebe und bat sie, mein eigen zu werden. Sie war tief bewegt, aber sie sagte nicht gleichJa*, sondern bat sich bis zum nächsten Morgen Bedenkzeft aus. Ich sah, daß fie schwach und bewegt war, und ergab mich darein, so schwer es mft wurde. Ich hatte so lange Jahre uu- geduldig auf diese Stunde geharrt, nun ich aber am Ziel war, kam mir jede Minute wie eine Ewigkest vor.

Wie ich die Nacht zugebracht habe? Ge­schlafen habe ich nicht, stürmte aber am anderen Morgen schon zeitig nach der Villa. Marie kam mir verlegen und schüchtern entgegen. Ohne zögern, ohne jede Einleitnug faßte ich fie an der Hand, blickte ihr

geschlichen, daß Niemand ihn bemerkt hatte. Die ansspringenden Offiziere verfolgten ihn sofort; als er merkte, daß er nicht entrinnen konnte, blieb er stehen und schoß fich eint Kugel durch den Kopf.

Donnerstag Vormittag wurde durch den Kaiser und die Kaiserin der erste Stein zum Reichs- Limes.Museum auf der Saalburg gelegt.

Der Staats-Anzeiger schreibt, da nach einer Mittheiluug der Reichskanzlers alle mit Röaumur- Scaleu versehenen Thermoter vom 1. Januar 1901 ab von der Prüfung ansgeschlossen werden, ordnet der Kultusminister an, baß die in allen öffent­lichen Kranken- und Irrenanstalten, öffentlichen Bade- Anstalten und höhern Schulen vorhandenen Röaumm- Thermometer durch lOOtheilige Instrumente nach Celsius zu ersetzen find.

Ein grausames Experiment au Kranken wftd vomVorwärts* an die Oeffent- lichkeit gezogen. Im Band 62 des bekanntenArchivs für .klinische Medizin* findet fich eine Abhandlung eines Arztes Dr. Stubell, ersten Assistenten der medi­zinischen Klinik in Jena (Leiter: Profeffor Dr. Stiutziug) über einige Fälle von Diabetes insipidus (eine Art Harnruhr mit hochgradig gesteigertem Durst, gefühl), der wir folgende Stelle entnehmen:Schon während der ersten Tage wurde mir klar, daß ohne Klausur genaue Untersuchungen an dem ersten Patienten Hertel unmöglich seien. Patient wurde in ein kleines Zimmer im Dachgeschoß der Klinik gebracht, welche» zwei Fenster mit Eisengittern von beträchtlicher Stärke hatte; die Thür war fest und gut verschließbar; den Schlüssel trug ich stets in der Tasche.....Einmal

konstattrte ich, daß Patient von dem ihm gereichten Waschwasser getrunken hatte; ich ließ ihn von da ab während der Versuchstage sich nicht waschen. Ein- mal trank Patient Nachts, als der Durst zu groß wurde, 1400 Kubikcentimeter seines eigenen Urins und am letzte» Tage des Stoffwechselversuchs riß Patient, der während der letzten Tage desselben relativ sehr wenig zu tttaken bekam, eine eiserne Sitterstange am Fenster aus, gelangte auf's Dach, von da durch ein anderes vergittertes Fenster, wo er ebenfalls eine Eisenstange ausriß, iuS Wärterinnen- zimmer und wurde dort noch rechtzeitig über­rascht, als er eben cn die Wasserleitung eilen wollte. Bei meinem zweiten Patienten habe ich ebenfalls Klausur angewandt, nachdem ich die Fenster durch dreifache Verstärkung des EisengstterS unwegsam ge­macht hatte.* Weiter heißt eS in dem Bericht über diese fürchterliche Menscherquälerei aus Seite 98 de» citirten Bandes:Patient ist durch diesen Versuch besonder» stark mitgenommen. Er hat die Nacht vom 30. Juni bi» zum 1. Juli unter furchtbaren Qualen zugebracht . . . Früh 7 Uhr, als^ Patient zum Wiegen und zur Blutuntersuchuug aus der Zelle geführt zwei Treppen emporsteigen mußte, war er völlig kollabirt (d. h. zusammenge­brochen); da» Gesicht war wie ausgettockuet, Augen und Wangen tief eingesunken, Pul» kaum fühlbar, überall im Körper Schmerzen, die Gelenke wie steif*.

dabei tief in die klaren Augen und sagte bewegt: Marie Sie wissen, wie ich Sie liebe, ich bin Ihnen die langen Jahre tteu geblieben, ohne Sie zu kennen, ich habe Sie geliebt vom ersten Blick an, Marie, wollen Sie die Meine werden.*

Marie schwieg zwar, aber sie sah mich so innig an, daß ich in ihren Augen da»Ja* las. Da habe ich meinen Arm fest um fie geschluugeu und fie leise gefragt, ob ich ihr auch nicht zu alt wäre uud ob wir e» mit einander versuchen wollten? Gesagt hat fie freUich auch da nichts, aber fie ließ es doch geschehen, daß ich fie an mich zog und jubelnd auf den Mund küßte.

Na, seh einer den Preuß au da geht's fix,störte uns die Stimme des Generals, aber er gratulierte uus mit innigen Worten. Dann führte er mrS zu seiner Mutter. Die alte Dame war so herzlich und liebevoll, wie eine Slutter. In ihrer Lebhaftigkeit erzählte fie, wir Marie tausend Bedenken gehabt und geäußert hätte, fie wäre wohl zu alt zum Glück, eine Schwester taugte nicht zur Ehe und sie könnte ihren Berns nicht verlafleu.

Wiffen Sie, was ich ihr gesagt habe?' rief die alle Dame strahlend.Ich hab' ihr gesagt, zum Glück wär fern Mensch zu alt, und im Herbst gäb eS auch noch sonnige Tage, jede Schwester taugte erst recht zur Frau, den» eine echte Schwester müßte selbst­los fein und eine echte Frau ebenfalls. Außerdem hat der Herr Gott die Frauen zuerst zum Heiratheu, nicht zum Schwesterberuf bestimmt. Mtt ihrem Mutterhaus will ich schon fertig werden, mein liebe»

Ein StandeSgenoffe des Dr. Stubell, Dr. A. E. Neumaun-Berliu, schreibt dazu in derMedizinischen Reform* (1900, Nr. 24 vom 10. Juni):Klingt diese Beschreibung nicht wie ein Kapitel au» einem Schauerroman? Liegt nicht eine grausame Ironie in dem Satze:er wurde noch rechtzeitig überrascht, als er eben an die Wasserleitung eilen wollte?* Mit anderen Worten, der Mensch, der von unstillbarem Durst gepeinigt, gettieben von einem der elementarsten Instinkte, in seiner Todesangst seinen eigenen Urin trinkt, dann seine ganze Kraft zusammen nimmt zu einem letzten VezweiflungSakt, Eisengstter durchbricht und über Dächer balanzirt, nm zu dem erlösenden Wasser zu gelangen er muß weiter dursten, denn das Experiment verlangt eS! Wie würde sich die Be- urtheiluug des Falls gestaltet haben, wenn der Patient Herte bei Ausbruch eines Feuers in Folge Ver­schlusses von Thür und Fenster bei zufälliger Ab- Wesenheit des Experimentators ums Leben gekommen wäre, oder wenn er anHitzschlag* zu Grunde ge­gangen wäre? Das Experiment des Kollegen hätte ja leicht unbeabfichtigt zu der Beantwortung der höchst interessanten* Frage führen können, ob ein Mensch mit Diabetes insipidus auch trotz gewisser FlüssigkeitSzufuhr an relativer Austrocknung des Bluts (also einer Art Hitzschlag) zu Grunde gehen kann.*

Ausland.

Süd-Afrika. Vom Kriegsschauplatz liegt heute eine Nachricht vor, die den Beweis dafür lieferte, daß die Buren mit großer Entschiedenheit dem über­mächtigen Gegner Stand hatten. Lord Roberts meldet ans Pretoria vom 13. ds., 10 Uhr Vormittags: Lord Methnen marschirte gestern nach Honingspruit und fand alles ruhig. Kroonstad wird von uns mit starker Macht gehalten. Methuen kehrte heute zum Rhenosterfluß zurück, wo die Eisen­bahn ausgebessert wird. Wir waren gestern den ganzen Tag mit Lotha's Heer im Gefecht. Der Feind kämpfte mit großer Entschiedenheit und hielt unsere Kavallerie Ms beiden Flanken f e st. Die Generale Hamilton und Pole- Carew machte jedoch einen Vorstoß und nahmen einen in der Front des Feindes gelegenen Hügel. Der Feind ging ostwärts nach seiner zweiten Position zurück diese hält er gegenwärtig noch. Die weite Ausdehnung des Gebietes, über welches fich der Kampf erstreckt, bewirkt, daß die Fortschritte nur sehr langsam find. Eine drei Stunden später auf­gegebene Dipesche des Feldmarschalls berichtet, daß die Buren während der Nacht die Stellung geräumt und sich ostwärts zurückgezogen haben.

Aus Marburg und Umgegend.

Ma»b«rg, 15. Juni.

Stadtverordneten - Versammlung

Zwecks Erledigung der bei der vorigen Sitzung zurückgebliebenen Punkte tiattn gestern Abend unsere

Stab, denn Sie bleiben bei mir als meta liebes Töchterchen, bi» der da, ihr zukünftiger Herr und Gebieter, Sie in» eigene Heim holt. Ihre Hoch­zeit ist in meinem Hause, das bitte ich mir aus.*

Wir nahmen eS dankend an, und nach sechs Wochen wurden wir im Saal des gräflichen Schlosses verbunden. Eine Hochzeitsreise haben wir nicht ge­macht, sondern find hier in unser Heim geflogen. DaS, liebster Freund, ist die Geschichte des Bildes hier. Es ist ein Hochzeitsgeschenk der lieben Gräfin, und du begreifst, daß wir es lieben müssen. Wie es sonst geworden ist, stehst du ja mtt eigenen Augen,* schloß Erich mit glücklichem Gesicht.

Ich drückte ihm kräftig die Hand.Ja, ich sehe, wie eS geworden ist, mein alter Freund. Dein Heim ist von der Art, daß der stärkste Weiberfeind hier sofort bekehrt würde.*

In diesem Augenblick trat Fra« Marie ins Zimmer.

Nicht war, Marie, der Herbst ist die schönste Zeit?* fragte Erich fie mtt hellem Glück in seinen Augen. Lächelnd nickt fie ihm zu und ihre Augen blickten ihn zärtlich an.

Glückliche Menschen! denke ich bei mir, und es zieht so etwa» wie Neid durch meine Brust, wen» ich an meta einsames Heim denke. Warum hat mir nur niemand eine Rose als Talismanu geschenkt? Ja, da» Schicksal ist eben unberechenbar.

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» der unermüdlich weiter, daß die begonnene Arbeit Crttt i wch bald v lleudet wild, dann wollen wir auch auf

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_ . in St. Blasien im Schwarz­wald. Dort bereitete er fich auf die erste parla- wentarische Flottenkampagne vor. Mit dem Bewußt-

Vizeadmiral v. Tirpitz.

Ans Berlin, 14. Juni, wftd uns von unserem -Mitarbeiter geschrieben: Die Nobilittruug des Marinestaatsfekretärs wftd, obwohl fie nicht gerade überraschte, lebhaft erörtert, bedeutet fie doch eine «ne glänzende Etappe in der glänzenden Laufbahn dieses Seeoffiziers. Er hat die Reorganisation der Schlachlflotte mit Erfolg vor dem Parlament 6er.

der um so mehr ernste Besorgniffe erregte, als der Kranke das Bewußtsein verloren hatte und die Nahrungsaufnahme verweigerte.

aber denke noch immer daran, und so oft ich meine rothe Rose ansehe, hoffe ich fie noch einmal wieder- infehen.*

Geschichte eines Bildes von G Hi vo n Z ag o ty. (Schluß.)

»Doch,* sagte ich bewegt, erzähtte nun von meinem Zusammfteffen mtt Profeffor Henel ta DavoS, und berichtete von seinem Tod und meinem Versprechen. Ich schilderte, wie ich nach M. gereift war, was man mir in M. gesagt hatte, wie ich von Stadt zu Stadt w Deutschland gereist sei, um die Verlorene zu finden »nd wie ich endlich jetzt nach 25 Jahren eine Spur bei Gesuchten gefunden hätte. Mtt großen Augen hötte mft die Gräfin zu, der General blickte heimlich nach Schwester Marie hinüber, die aber ich be- «rrtte e» mtt Genugthuung war bis ins Innerste bewegt, und ich sah Röthe und Bläße auf ihrem «eben Gesicht wechseln. Jmmmer tiefer beugte fie tal über ihre Arbeit und als ich fertig war, da stand Ne auf und wollte die Veranda verlaffen, al» ob sie "was holen wollte. Sie kam aber nicht wett, an

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k-re! »Haben Sie denn nie wieder etwa» von Ihrem ;och L,3beaI gehört?*

Umschau.

Gin Telegramm des Kaisers an den Norddeutschen Lloyd.

(Nachdruck verboten.)

Die rothe Rose.

mecM« richt einmal. Aber fie ist gewiß glücklich geworden «d hat meine kleine Episode längst vergessen. Ich

WScheMiche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg ««b Kirchhain.

H. S»|. tv*, ta Bartmg. ««antwortlich für die Redaktion: Redakteur Hau, Hnpfer ta Marbnr»

Wton:**. - Ä 'WUUlUJpVIUHe Redaktion: Markt «1. - Telephon 55.

tW/evfie Anzeigen nehmen entgegen - die Expedition diese» Blatte», die Annoncen-

y vnreanx von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Mägde- OK rv,,«-

< A n o.. bura, Men; Rudolf Moffe, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; Du.

UeNd, 16. JUNI 1900. «. S. Daube & Co., Frankfurt t. M., Berlin, Hannover, Bari» k. ö

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TgL , »Wie romantisch I* tief die Gräfia dazwischen, ral* 4 ich eben' mtt den Worten schloß:Ob die junge Dlme meine Rose richtig bekommen hat, weiß sch

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treten und so alsRoon* der Marine sich bkthätigl. Sein Verdienst wird durch die Thatsache nicht herab- gemindert, daß eine Verstärkung der Wehrkraft zur See durch den Gang der Weltpolitik gebieterisch ge­fordert wurde. Denn e» ist ihm 1898 so wenig wie 1900 leicht geworden, die Zustimmung der Volksvertretung zu den Flottengesetzen zu erlangen. Luch scharfe persönliche Angriffe find ihm nicht erspart geblieben.Die Aufregung raubt mir den Schlaf!* - so versicherte er vor wenigen Monaten noch den : Herren seines Ressorts, und er machte in der Thai

geraume Zett hindurch im Parlament den Eindruck eines nervös abgespannten Mannes . . . Den

Ueber die Veranlassung des Todes des Sroß- hazogs ist noch zu bemerken, daß der betagte Fürst rot einigen Tagen von einem leichten Unwohlsein befallen wurde, verbunden mit einer katarrhalischen 1 AW Sektion und asthmatischen Beschwerden, die sich ta- «. VB uffen am vergangenen Sonntag so wesentlich besserten, baß man eine baldige Genesung erhoffte. Seit !U|Hfl Dienstag Nachmittag trat dann eine wesentliche Ver-

lUUIU schlechterung ein mit zunehmendem Schwächezustande,

Sommerurlaub des Jahres 1897 verbrachte der RartaestaatSsekretär er war damals soeben aus ' Dftaften heimgekehrt in Et. Blafien im Schwarz.

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M Inini

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-Dem Norddeutschen Lloyd ist vom Kaiser auf «s an Se. Majestät anläßlich der Annahme der . Kottenvorlage gesandte Glückwunsch - Telegramm

wand, felgenbe Antwort zugegangen: reuet- -

a. ig' Hombnrg v. d. H., 13. Juni.

, ebech 3ch danke Ihnen herzlich für die Mich sehr be- glückenden Worte ans Anlaß der Annahme der Flottenvorlage. Ich bin sehr dankbar, so wett zu sein, und besonders dafür, daß Ich Mein ©neben zum Besten des Vaterlandes anerkannt sehe. Nun