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Die Ergebnisse der Schulkonferenz

stellt dieSchles. Volks ztg." wie folgt zusammen:

1) Die völlige Gleichstellung der drei oeun- klassigen höheren Schulen also auch der Ober­realschule hi»sichtlich der Univeifitäts- und Hoch- chulen-Studium wild anerkannt. Die für gewisse Studien und Berufszweige uothweudigen Spezial­kenntnisse sollen in der Regel auf Vorkursen auf der Universität bezw. Hochschule erworben und nachge­wiesen werden.

2) In der Frage des gemeinsamen Unterbaues Sexta bis Quinta mit Französisch als erste Fremd­sprache und Verschiebung des Latein bis Untertertia wurde mit knapper Mehrheit beschlossen, eS sei zur Zeit nicht rathsam, allgemein einen solchen Unter- ban einzurichten, aber eine zweckentsprechende Weiter­führung und Förderung der damit grmechteu Versuche sei zu empfehlen.

3) In der Frage, ob daS Griechische als all­gemein verbindlicher Lehrgegenstand der Gymnasteu detzubehalte» sei, und ob der Beginn dcS griechischen Unterrichts von Untertertia nach Untersekunda verlegt werde» könne, wurde einstimmig beschlossen, keine Einschränkung des griechischen Unterrichts und keine Verlegung des Beginnes zu befürworte».

4) Es wird empfohlen, de« durch die Lehrpläne

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Preußische» NbgeordnetenhamA.

Im Abgeordnetenhaus erkläite zunächst der Minister von Thielen auf die Interpellation Katzen? ly- vr. Lieber wegen des Traje ktS von Bingen nach R ü d e s h e i m, daß alle geeigneten Vorkehrungen zur Sicherung des Verkehrs über den Rhein getroffen seien, auch in der Folge getroffen werten würden, daß aber die Verk-hrsverhälrnisse die Herstellung einer festen Brücke an dieser Stelle des Rheins nicht rechtfertigen würden. Ec erklärte gegenüber dem Abgeordneten Engelsmann, welcher ich gegen die V-i Pachtung der Fähre zwischen Bingen und fiüdeSheim ausgesprochen hatte, daß die Eisenbahn-Ver­waltung solche mit ihrem Betriebe nicht unmiltelbar zu- ämmenhängende Einrichtungen nicht ohne große Unzuträg- lichkeiten s.Ibst betreiben könne. Eine Reihe verschiedener kleinerer Sachen wurde sodann noch erledigt.

Staatssekretär Vizeadmiral Ttrpitz, von dessen litz Helle Freude strahlte, informirte den ersten Beamten

Parlamentarisches.

Preußisches Herrenhaus.

DaS Herrenhaus nahm die Gesetze:twürfe über die Bullenhaltung in Hannover und Westfalen an- Dann begann die Berathung de» Waarenhaussteuer» gesetzeS. Minister v. Miguel vertrat den Standpunkt bei Regierung und lieb die Frage, ob die Regierung die von der Herrenhauskommisston vorgeschlagene Besteuerungs- grei ze von 400000 Mk. annehmen werde, offen. Zur Ab­stimmung kam eS noch nicht.

vo» 1892 an den Gymnasien eingeführten fakultative» Unterricht im Englischen »eiter zu fördern.

5) Ein Antrag, de» Lateipunterricht im Real­gymnasium zu verstärke», aber nicht auf Koste« der Naturwissenschaften, wurde abgelehnt.

6) Die Frage, wie sich »ach den bisherige« Be« chlüsie« der Konferenz die Lehrpläne der einzelnen Schulgottungen gestalte« müsse«, wurde einer Kom­mission überwiesen, die später im Kultusministerium zusammentrete« soll.

er sterben mutzte, und in ruhigen, klaren Worten sprach er dabon. Ec gab mir verschiedene Aufträge, und ich versprach, sie ihm zu erfüllen, als ob er mein Bruder wäre. Zuletzt sprach er von Marie, erzählte mir die Rosengeschichte, klagte sich der Thorheit an und bat mich Marie aufzusuchev, wo sie auch sei, und ihr seinen Abschiedsgruß zu bringen und auch einen Brief. Er hatte sei» ganzes Verwögen seiner Vaterstadt, damals in seinem Unglück vermacht, und »nn mußte es so bleiben.

Ich bin lange Zeit bei ihm gewesen, denn er that mir furchtbar leid. Siehst Du, ich hatte im Schlccht- felb dem Tode oft genug ins Auge gesehen, habe manchen Freund fallen sehen, aber nie ist mir der -od in so grausiger Gestalt erschiene», wie dort in dem kleinen Kurort. Der Tod auf dem Schlachtfeld ist meiner Ansicht nach ein leichterer, als so siech und elend, lcuge Monate in der Fremde hinftrrben zu müsse», Solch ein Tod ist furchtbar 1 Nach zwei Tagen war der Profesior von seinem Leiden erlöst. Wir habe» ihn dort oben, fern von der Heimath, begrabe«, unter viele« deutsche« Landsleuten schläft er nun. Ich habe ihn ordentlich lieb gewönne», weil er mich erbarmte und weil wir beide um eine ge­litten hatte«. Nach Deutschland zmückgekehrt, habe ich erst alle seine Aufträge treu erfüllt. Zuletzt suchte ich Marie. Natürlich fuhr ich zuerst »ach M. Da war sie aber nicht zu finde«. Die Mutter war ge­storben und Marie war Schwester geworden; wo, wußte aber kein Mensch. Wie habe ich sie gesucht! ES kann kein Krankenhaus in Deutschland gebe«, das ich nicht nach ihr durchsucht hätte. Aber Alles um­sonst, sie war wie von der Bildfläche verschwunden.

Schließlich mußte ich mir sagen: Marie muß entweder tot oder im Ausland verheirathet fei«. In Deut ch- land war sie selbst mit Hilfe der Polizei nicht zu fiuden. Des Professors Brief hob ich sorgfältig aus aber ich zweifelte daran, ihu jemals an seine Adresse abgebe« zu können. Und doch konnte ich eS einmal, freilich erst »ach lange», lange» Jahren. Im Jahre 1896 war es. Die Aerzte hatten mich wegen meines alten Beinleidens »ach Teplitz geschickt. Die Saison in diesem Jahre war eine überaus glänzende; auS aller Herren Länder waren die Kurgäste hier zusmme» geschneit; man hörte die Sprachen der ganzen Kulturwelt, und Aerzte und Wirthe strahlte« wie eitel Sonnenschein. Dort lernte ich eine» alten österreichischen General kenne« und wir freundeteu uns so an, daß er mich auf­forderte , ihn in seiner Villa zu besuche». Natürlich »ahm ich diese Einladung an, uud schon der nächste Tag traf mich im Frack, wollte sage» in CivtlbesuchS- toileite, in der Villa des Grafe» R, wie mein neuer Freund hieß. Von dieser Zeit an waren wir un- zertreunlich und jeden Tag hauten wir an einem ge­meinsamen Tisch unfein Kaffee. Der General war mit seiner gelähmten Muster da, ich hatte die alte Dame aber noch nicht kennen gelernt, da sie gerade einige Tage stark leidend gewesen war. Eines Tages faße» wir wieder zusamme» auf einer Bank, unterhielten uns aufs Lebhafteste »nd kritifirte» die Votübeikommende» gründlich. Da kam eine Dame im Lehnstuhl auf uns zugefahren und neben ihrem Stuhl schritt eine Diakonisse mit einem ungewöhnlich liebreizenden Gesicht.

Deutsches Reich.

* Berlin, 13. Juni.

Von deutschen Truppen sind circa 80 Mau» in Tientsin, 350 oder 450 Manu (genau ist diese Zahl nicht bekannt) befinden fich unterwegs nach Peking, wo 50 Manu bereits früher eingetroffen find. Die Besatzung unserer ostasiatischen Kolonien dürfte inzwischen mobilisirt fein. 800 Mann Ablösungskommando für das Kreuzergeschwader treffen an Bord des DampfersKöln* nächster Tage in Tsingtau ei« uud werde», fall» es nöthig fein sollte, gleichfalls zunächst alS LanduugSabtheilung Verwendung finden. Neuere Nachrichten ans China sind heute an amtlicher Stelle in Berlin nicht ein­gegangen ; man hält die Lage nach wie vor für sehr ernst.

Abänderung bis Zolltarifs, entsprechend bcm Antrag 33 a f fei mann (nallib), färb bebau, los Annahme. Ueberrcschend schnell war man so beim Flottengis,tz an» gelangt. Dessen Verabschiibung ging jedoch nicht ohne Weiteres von statten; es hatte noch ber »in« und andere Volksvertreter sein Herz auSzuschütten. Den Anfang machte Abg. Frhr. v. Stumm (Reichkp) mit einer .Glosse" zur sZanzerplattenfrag«; ihm folgte ber Chefrebakteur der .Deutschen Tageszeilnng", Abg. Oertel (tonf.) Der Sozialistenführer Liebknecht erging sich in ebenso leiben- chaftlicher, ttrc inhaltlich krauser Rebe über Welt- unb Flotteopolitik, engl sche unb beutschr Verhältnisse, ben Könitz» Mord u. s. w. Di« .Genossin" selbst schienen überrascht, baß ihr Senior, ber übrigens im Parlament eit langiw nicht gesprochen, bet bieser Gelegenheit ein» so ulminan'e Rede vom Stapel ließ Nicht weniger als drei Ordnungsrufe ereilten ben alten Herrn. Er hat in dieser Beziehung bin .Tages Rekord" in seiner Fraktion erreicht. Ferner ergriffen bas Wort Abg, Müller-Fulda >Ctr), berFloltengesitzgiber" unbHerr v. Karborff(Reichsp.). Staatssekretär Graf PosabowSky sprach über die Svllung der preußischen Regierung zur Frage der Zu­lassung ausländ scher Landarbeiter, «in Thema, das später auch der Abgeordnete S z m u l a (Centrum) behandelte. Dr. Sattlers (nationalliberal) von nationalem Geist durchwehte Genugthuungskundgebung weckte zwar ein bie effterteS Echo bei den politischen Freunden, ging aber zum Theil in dem Gewirr der Unteihaltung verloren. Viel biwerkl wurde die Gruppe Graf Bülow, Frhr. von Thielmann, Müller -Fulda. Ter Reichsschatz- sikrelär schütt,lte schlier lich dem Centrumsabgroldneten mit großer Herzlichkeit, wie zum Danke, di« Hand . . . Plötz­lich verkündete Graf Ballistrim: .Das Wort hat der Herr Reichskanzler!" Hereinströmen der Reichsboten durch die Saalthüren, Verklingen von Worten und Schritten dann athewlofe Stille. Und nun legte Fürst Hohenlohe, nachdem er dem Abg. Liebknecht eine Erwiderung ertheilt, in längerer Rede, wiederholt das auf großen Bogen vor ihm liegende Manuskript zu Rathe ziehend, die historische Entwicklung und Rothwendigkeit des Flottengedankens dar. Der Kanzler fand manche wirkungsvolle Wendung, besonders im ersten, Irisch vorgetragenen Lheile feiner Rede. Später traten längere Pausen ein. Die Schlußsätze blieben nur ben zunächst Stehenden vernehmlich. Imme-Hin bedeutete da» Auftreten des Reichskanzlers den Höhepunkt ber Sitzung. Nur Staatssekr, tär Graf Bülow fessilte bc8 stark ermübete Haus, als er, an Bemerkungen seitens d r Abgg. Liebermann von Sonnenberg unb Lieb­knecht anknüpfend, bestimmten Tones erklärte, für bi» brutsche auswärtige Politik seien ausschließlich nationale Ge­sichtspunkte maßgeberb, wie benn diese Politik des abenteuerlichen, aggressiven Charakters durchaus entbehre. (Lebhafter Beifall.) Kurz vor fünf Uhr Nachmittags wurde zur namentlichen Abstimmung über den grundlegenden § 1 des Flottengesetzes geschritten. Graf Ballesteem konstatirte die A n n a h m e mit 99 gegen 107 Stimmen. Die Kunde wurde ohne besondere Bewegung aufgenommen, sie brachte ja auch nichts Unerwartetes. Einigerwaßen über flüssig war es deßhalb, daß Abg. Vassermann(nl) noch eine namentliche Gesammtabstimmung bean­tragte. Während des Namensaufrufs absolvirte man in Behaglichkeit das Abschiednehmen. Staatssekretär Tirpitz stand hochaufgerichtet, die Hände Über den Säbelgriff ge­kreuzt, neben dem Schiiftfnhrerpult, als das Resultat der Abstimmung verkündet wurde: Annahme deS Flotten- gesetzeS mit 201 gegen 103 Stimmen. Jetzt drängten fich die Gratulanten um Herrn Tirpitz, der glück­strahlend nach allen Seiten hin dankte. Den Erfolg Härte ihm vor wenigen Monaten wohl kaum Jemand zu prophe­zeien gewagt . . Mit dem üblichen Geschäftsrückblick, der Vorlesung der Allerhöchsten Botichcft durch Fürst Hohenlohe, den Danksagungen zwischen Vräfidium, Haus und Büreau und dem biansenden Kaiserhoch schloß eine der längsten unb anstrengendsten Sessionen des Reichstags.

« Sitzung allerdings auf eine ungewöhnlich frühe Stunde rberaumt, in weiser Rücksicht auf die erfahrungsgemäß nie erjagende Redelust dieses oder jenes Parlamentariers, kb es wurde auch, ehe man zum wichtigsten Gegenstände er Tagesordnung, den Deckungsvorlagen und dem flottengesetz, kam, noch genug hin und her geredet, esouders bei der dritten Lesung des Reichsseuchen« resetzes, trotzdem dies an der Entscheidung selbst nichts «beite unb nur Wenige interessirte, von ben Wenigen, bie her Haupt im Parquet enthielten Nach zwei Stunden «mte die Berathung über die Novelle zum Reichsstempel- zsttz (Entwurf Müller- Fulda) eröffnet werden. Be- iMtlich wollen die flottenfreundlichen Partei n erst dir bakungsvorlagen .unter Dach" wissen, ehe sie die Flotten- mnhmng bewilligen. Es wurde lebhafter im Saale wie »f der Bundesrathsestrade, mitunter so lebhaft, daß d-r iiäfideut zur Glocke greifen mußte, um den Redr ein Gehör i verschaffen. Neues von erheblich-r Bedeutung wurde Eigens weder gesprochen noch beschlossen. Ein Amende- M betr. die Besteuerung der Kuxe sand Annahme. Die *iommta6ftimmung über die Novelle zum Reichrstempel- esch war auf Antrag Dr. Müller-Sagau (Freis. eMp.) eine namentliche und ergab Annahme ber neuen Stempelsteuern mit 2(8 gegen 87 Stimmen Während fS Namensaufrufs erschien Fürst Hohenlohe im

Flottengesetz angenommen.

|$tit der Annahme de» Flottengesetzr» hat der Mitag seine Sitzungen geschloffen. Der 12. Juni BO, an dem daS Flottengesetz i« dritter Lesung M Reichstage angenommen wurde, wird i» der Ge- ^hte des deutsche» Volkes immer ei« stolzer Ge- Mg bleibe«; den» vo« diesem Tage an batht der tätigte Wille de» deutsche« Volkes zur Seepolitik ch zur Weltmacht. Die Kleinlichkeiten, mit denen jch heute das große Werk behaftet erscheint, werden wenig'n Jahren vergessen sein; bleiben aber wird t Dank der Nach kommende», daß der Ruf unseres chtfchaueude« Kaisers nicht »»gehört verhallt ist und ch deutsche Volk fich in letzter Stunde auf die Mchi gegen seine Zukunft besonne« hat. E.st M heutigen Tage werden die anderen btionen, insbesondere England, an unsere» Ernst, ch unser« Platz on der Sonne zu sichern, glaube«, pd ihnen die große Mehrheit, mit der dar Flotten M angenommen wurde, beweise», daß nicht mehr der Kaiser, sonder» daS ganze dcutsche Volk | bewußt geworden ist, daß unsere Zukunft auf schölle und Welle liegt. An uns liegt es, über st Sieg der Flottenfreunde nicht müde zu werde», ch das Verstäudniß für nationale Wehr- und Ehr- cagen im Volke weiter zu befestigen.

Heber die Verhandlungen des Reichstags schreibt ch unser patlamentarischer /S. Mitarbeiter:

Dir Telegraph des Hauses war heute stark in An- rata genommen: er trug die Kunde von der bevorstehenden jeiwkehr ber Erwählten d-S Volks nach allen Richtungen n Windrose. Beim gestrigen Bierabend im Garten des iachskanzlerpalats hatte man bereits inoffiziell Abschied

Ausland.

England. Ein Telegramm Bullers au8 dem Haupi quartier in Natal von gestern meldet: General

Gut, welches damals noch meinem Onkel Georg ge­hörte, aber ich glaube, ich war ungenießbar. Ihr nanntet mich damals einen Sonderling und Streber, doch war ich beides nicht ich war nur mit mir selbst zerfahre» und weder Arbeit »och Vergnügen i:eilten die gestörte Harmonie wieder her. Endlich nahm ich einen lange» Urlaub und reiste mit meinem alte» Onkel nach der Schweiz. Wohl übte die herr­liche Natur ihren Zauber aus, aber das Herz blieb leer. Eines Tages kehrten wir in einem kleinen Kur­ort ein, der hauptsächlich vo» Lungenkranken besucht wurde. Wir saßen zusammen auf einer Veranda, Onkel Georg und ich, da kam plötzlich ein Kellner mit einem Zettel, ben er mir übergab. .Der Herr wartet," sagte er dabei. Ich las den mit Bleistift geschriebenen Zettel verwundert.Wenn Sie ein Deutscher sind, kommen Sie zu einem sterbende» Landsmann Alfred Henel" stand da in unficheren Buchstabe». Natürlich verständigte ich mich sofort mit Onkel Georg und folgte dem Kellner. Er brachte mich in ei» kleines hübsches Zimmer, defle» Balkon offen stand. Auf dem Ruhebett lag eine blaffe, ab­gezehrte Männergestalt, und als ich näher trat, stand ich vor tem Manne, den ich nur einmal im Leben gesehen hatte, dessen Gefichtszüge fich wir aber so eingt prägt hatten, daß sie mir unvergeßlich geblieben waren eS war Mariens Verlobter.

Mühsam streckte er wir die Hand entgegen, unb ich nahm die fieberheiße Ha»b i» die meine. Mein erster Blick zeigte mir, hier steht der Todesengel. Ich mußte mich zu ihm setzen unb mit leiser Stimme oft bmch Husten unterbrochen, bat er mich, hier ix dieser Fremde sein Freund zu sein. Er wußte, daß

Umschau.

Eine Rede unseres Kaisers.

Zu dem bergmännischen WahlspruchDennoch" hat fich der Kaiser am Dienstag in ©Sieben bekannt bet der 700jährige« Jubelfeier des Mausfelder Berg­baues. 3« feinem Trinkspruch auf taS Wohl der Stadt EiSleben erklärte der Kaiser:

Ich wüßte keine bessere Devise, um die Arbeit der Knappe«, daS AnSharren in schweren prüfungs- vollen Zetten, de« Muth nicht zu verlieren bei Ueber- windurg von Schwierigkeiten und zugleich leuchtend hervorzuragen durch die Eigenschaft ber Treue, im Ganzen zusammenzufassen, als bie ber Grafen von MansfeldDennoch". So möge sie auch fernerhin die Entschlüsse und die Sinnesrichtung der Krappen der Mansfelder Gewerkschaft beherrschen. Das ist auch die Sorge, die ich zu meiner Richtschnur genommen habe: Je höher die Schwierigkeiten, desto ftster das Ziel in's Auge gefaßt. Derjenige, der mit daS großartige Beispiel gegeben hat, das ist der Reformator, vor dem wir hier stehen, und auch ber, dessen Pokal ich hier in Händen halte. So könne» auch wir auf unsere evangelische Sache dieselbe Devise antoenbe« unb wollen sie hoch und heilig halten, so lange einer von uns lebt und Nachkomme» hat. In dankbarer Ergebenheit an ihn, der uns diesen Häuerssoh« gegeben hat, der nnS die evangelische Wahrheit gebracht hat und hat finden lasse», ttinke ich" ». s. w."

W (Nachdruck verboten.)

j Die rothe Rose.

! Geschichte eines Bildes von E. H. v o^n Z a g o r y (Settfitini.)

Ich folgte feiner Haudbeweguug und da fah ich dr stehe« hoch und schlack, in ihrem einfache», drißen Kleide, neben ihm, den ich in dies m Moment Wt. Bericht mir war, als ob ich einen Schlag »s Geficht bekam, denn daran hatte ich nie und

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im 11.

Mch «ihn «a Sfltbef« noch Snx> nx> g»f«Ttag«tt. Anzeigen nehmen entgegen: di» Expedition dieser Blattes, di« Annoncen»

6*w»w«tHfr* bei bet iawbttie« 8 3M., bei alle» «nreaux von

Donnerstag, 14. Juni 1900. Mi

Haastnfiein & Soglet, Frankfurt a. M., Cassel, Magd»» qk Wien; Rudolf Moffe, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; "O. Danb» * Co., Frankfurt«. M., Berlin, Hannover, Part» re.

tfotmer gedacht. Am liebsten hätte ich meine Rose «geworfen, denn fie ihr jetzt geben nein, ich loxste es nicht und ich wollte fie als Braut eines äderen auch nicht mehr wiedersthen. San« überleg: 4 mir bie Sache. Ich hatte ihr ja versprochen, bt Ns wieder zurückzugebe», unb ich mußte unter eilen im]« fänden mein Wort halten. Ich rief mir einen

l h"a«, gab ihm bie eingepackte Rose unb ' Fräulein Lorn ad mit meiner verbind,

i^üen Empfehlung zu übergebe». Er sollte sage», $ wäre eben dmchgefuhre». Du hast ja gelese», mein Befehl gut aus geführt war unb auch, was >ür Folge» hatte. Ich ahnte davon natürlic;

Mt». Das Herz voll Weh, voll Grimm auf bie i^ze Welt, bksonberS auf die Frauen, fuhr ich nat i ^mer Garuisoustabt. Von unserem Einzug wttl

*9 schweigen, bu hast ja alles mit erlebt. Jeff erregt u»d bewegt, aber glücklich war ich nicht.

Mariens Bilb verfolgte mich ich wollte sie vergefle» S*1 ich konnte eS nicht. Die Rose warf ich in be« Ersten Winkel meines Schreibtisches, nm fie nicht z» sehe«, unb badet holte ich mtt fie alle Tage

*r«der daraus hervor. Ich kam hierher auf dieser

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marvnrg «nd Kirchhai«.

",,* *w Jllustrirtes Sonntagsblatt. Redaktion: Markt 81. Telephon 65.

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