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len Ar ttatffen, solidarisch gegenüber bim chtaefischen
liche, umsomehr, als es bei der von de» Boxern
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(Nachdruck verboten.)
Die rothe 9tofc.
Geschichte eines Bildes von E. H. von Zagory
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liuien, die vor Allem dem mächtig emporwachseude» deutsche» Handel dienen und ihn in seinem Wettbewerbe mit England stütze» solle», für das einzig richtige. Er beweist durch eingehende Prüfung der Geschäftslage der vorhandene» Kabelgesellschaften, daß mit den Kabel» ei» ganz bedeutendes Geschäft gemacht wird, und daß demgemäß dem Prtvatkapital sich gewinnbringende Ausfichten eröffnen. AlS nächst vothwendige Linie» bezeichnet der Berfaffer: eiu afrikanisches Kabel (Vigo-Swakopmund) ein Kabel Teneriffa-FSyal, dazu entweder eiu solches K«pverdcn- Ceara oder Natal oder Boaviste-Trinidad, Trinidad- Rio, Trinidad-Buenos Aires. Eine Gesellschaft m
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r werden Artikel geschrieben, wie der in der Rorutag-Post', wo versichert wird, England habe der Einnahme Pretorias seine Hände wieder es könne sein südafrikanisches Heer »ach China , Japa» sei sei» Bundesgenosse, und die englische e in de» ostasiatischen Gewässern reiche aus, um russische zu vernichte» u»d die französische in zu halte».
Wir glaube» nicht, daß eS einer solchen prahleri- Drohung bedarf. Rußland ist bisher in Nord-
ügen iötg in A ilttj 4-; Vtzei^ arb,, 13, 1 n J bor. |
r*”6 an Bäumen und Hecke». — Wirklich der “ßiben erschien mir, schöner als meine süddeutsche Berg-
Central-Nachrichtenbüreau der Welt; alle wichtige» • politischen und Handelsnachrichte» sind also dort ganz ' beträchtlich früher bekannt als auf dem ! Kontinent, und waS macht nicht schon allein eine 1 Stunde Vorsprung im Geschäftsleben anSl Und find ' wir denn so ganz sicher, daß die englische» Gesell- 1 chaste» ihr Geschäft unparteiisch betreiben ? AlS die Franzose» vor einiger Zeit de» schwere» Kolonialkrieg in Tonki» führte», da wußte man über ftanzösische Truppenbewegungen und sonstige Vorgänge in Tookin merkwürdiger Weise i» Downing Street und in der Londoner Presse früher Bescheid alS im Pariser Auswärtigen Amt. Daher ist den englischen Gesellschaften immer wieder, besonders von französischer Seite, vorgeworfen worden, sie hielten wichtige Depeschen zu Gunsten der englischen Re- gierung zurück, bis diese ihre Maßregeln getroffen habe. . . . Wir stehe» im Begriff, vorwiegend zum Schutze unseres Handels mit einem Aufwande von nahezu 2 Milliarden uns eine starke Flotte zn schcffe»; was nützt unS das, wen» die Reichs- regierung nicht im Stande ist, jede» Augenblick über unsere i» alle» Meere« vertheille» Seestreitkräft zu versüge» ? Und was wird aus dieser freien Verfügung, wen» die Uebersenduug der Befehle nur durch Vermittlung eines fremde» Volkes möglich ist, das unser Ewporblühen mit Neid betrachtet und vielleicht eines Tages feindlich uns gegenüberstehen wird? ES ist lediglich im Beliebe» Englands, ob es de» Verkehr Deutschlands und Frankreichs, Belgiens und der Niederlande mit ihre» überseeische» Besitzungen g e- statte» will oder nicht, und es bedarf nicht der erneuten Keuntniß englischer Politik, wie sie n»S der gegenwärtige Krieg vermittelt, nm zu wissen, daß die Unterbrechung dieses Verkehrs in dem Augenblick, da es de» Engländern paßt, zur Thatsoche werde» wird.
Ei»em Zusammengehen mit Frankreich, das durch eine große Kabellinie fast seine sämmilichen Koloniekn mit Algerien und von da mit dem Mutter- laude verbinde» will, vermag der Verfasser nicht bei» zupflichte». Einmal wegen der Unbeständigkeit der franzöfischeu Regierung; sodann, weil bei de» Kabel- pläneu — eiu beide» Mächte» gehörendes Kabelnetz — fortwährend französische Bedürfnisse zu berücksichtige» sei« würde». Lenschan hält eigene deutsche Kabel-
45 oder 65 Millionen Mk. Grundkapital würde im Stande fei«, sämmtliche Verbindungen auSznführen. Will man keine nene Unternehmung'begründe», sondern die deutsche-atlantische Telegraphengesellschaft erweitern, so wird diese ihr Aktienkapital auf 65 oder 85 Millionen Mk. erhöhen muffen. I« jedem Falle wird die neue Gesellschaft den großen englische» < Gesellschaften ebenbürtig und konkurrenzfähig gegen» überstehe«.
Wir haben auS den Ausführungen Lenschau's nur wenige, u»S besonders bemerkenswerth erscheinende herausgegkiffe«. Die ganze Schrift verdient mit Interesse gelesen zu werden. Die Vortheile eigener deutscher Kabellinien für Handel und Verkehr, für die Marine sind so gewaltig und so einleuchtend, daß der Unternehmungsgeist sicherlich an diese bedeutende Aufgabe herantreten wird. I» dieser Zuversicht schließt der Versafler seine gründliche Arbeit mit den Worten: Das Geld möge unsere geringste Sorge sei»; sobald eS verlangt wird, ist es auch da, und alle andere» Schwierigkeiten werde» vor dem klar a«S- gesprochene« Wille« des deutsche« Volkes zu Bode» sinke«; denn wo ei» Wille ist, da ist auch ei» Weg.
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chiua sicher und stetig vorgegangen und wird sich aach j tzt nicht überstürze». Ebenso geht die deutsche Politik nicht darauf auS, etwa die „Auftheilung Chinas* in Fluß zu bringen, vielmehr tritt sie dafür eiu — wir hoffe», mit Erfolg —, daß die Bedrohung allgemeiner Interesse» durch die Boxer auch gemeinsam voa de» bethefligte» Kulturmächte» *so rasch als möglich beseitigt werde.
7 vor mir zu haben,! das einen großen Reiz auf ausübte. Dieser prachtvolle Herbsthimmel, diese ^»klen Föhrenwälder und dieses prachtvoll gefärbte
Der südafrikanische Krieg.
Vom Kriegsschauplatz
liegt heute nur eine Nachricht von einiger Bedeutung vor. Sie zeigt, daß die Buren thatsächlich in beit Guerillakrieg eingettete» find. Eine Depesche bes Generals Kelly Kenny berichtet nämlich, daß eine auf 2000 Manu geschätzte Burentrupve mit 6 gelb» geschützen bie Telegraph en liuie bei Roobe- wal, uörblich von Krooustad, zerschnitten habe. Kelly Kemy sandte bedeutende Verstärkungen nach Krooustad. Von der Kapkolonie gehen gleichfalls Verstärkungen dorthin ab.
Da Roodewal auch eine Station der Bah« nach Pretoria ist, so ist so gut wie sicher, daß die Bure« sich nicht damit begnügt habe», de« Telegraphendraht durchzuschneiden, sondern daß sie zugleich den Bahnkörper so gründlich wie nur möglich zerstört haben. Ist das der Fall, so werden die von Bloemfontein und von Kapstadt abgesandten Etoppevtinppen schleunigst eingreifen müssen und wen« auch Lord Roberts und seine Armee vorläufig in Pretoria nicht der Gefahr ausgesetzt find, zu verhungerns so ist diese Bahnlinie doch, so lange der Weg durch de« Laings Nek nicht von Buller geöffnet ist, die einzige Lebensader der Engländer. Nach dem bisherige» Verlauf des Feldzuges ist man überhaupt zu der Behauptung berechtigt, daß der Krieg ohne die Eisens bahnen ganz unmöglich gewesen wäre, und nm eine» Begriff zu geben, i» welchem Umfang die Engländer die Bahnlinie» ausgenutzt habe», theilt bie „Köln. Zeitung* mit, baß vom Anfang dieses JahreS bis zum 30. April nicht weniger als 200000 Man»
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Wenn D» ein glückliches Menschenkind sehen W, dann komme zu Deinem alten treue«
Erich vom Hof. fcennftabt, den 12. 10. 97.
6o lautet die Karte meines alten Freundes, des ^iertzleutnantS von Hof, die mich veranlaßte, meine E-chen zu packe« und schleunigst »ach dem kalte» den abzudampfen. — Ich hatte lange nichts von gehört, nur, daß er auf seine alten Tage »och Gheirathet hatte, wußte ich. Nu», er schien ja sehr cklich zu sei», und da so ein alter Junggeselle
Deutsche Kabellinien.
— Die Nothweudigkeit deutscher Kabellinien int Interesse des Handels und der Flotte ist in neuerer Zeit von den verschiedensten Seiten eindringlich hervorgehoben worden, ganz besonders von dem Augenblick an, als bie englische Regierung für alle Telegramme vor unb »ach Südafrika die Censur in Aden eimichtet. Unter dem Titel „Deutsche Kabellinien* läßt soeben Er. Thomas Lenschan (int Verlage von E. S. Mittler u. Sohn) eine sehr leseuswerthe Schrift erscheinen, die klar unb vollständig das Material zur Beurtheilung der Frage zusammenträgt. Um welche großen und wichtigen Inter, sfen eS sich hier handelt, geht onS den folgenden Ausführungen hervor:
Fast das gefammte Kabelnetz, das auf dem Grunde des OzeauS ruht und, den Nervensträngen eines Organismus gleich, die Glieder der Welt miteinander verbindet, ist englisches Privateigeuthum, das aber vertragsmäßig, sobald sie eS verlangt, der Regierung zur Beifügung steht. London ist das
stumm betrachtete. Ich fühlte, eS hatte seine Geschichte, aber ich wollte meine Freunde nicht danach fragen, sie werden es mir schon erzähle», wen» ich eS wiffeu soll, sagte ich mir unb schwieg still. Eines Morgens stanb ich wieder vor dem Bild und sah es lange an. Dabei sagte ich unwillkürlich laut: „Ein sonderbares Bild, nur eine Role, weiter nichts, ei« eigenartiger Geschmack*. Da klopfte mich mein Freund lächelnd auf die Schulter und fragte freundlich: „Sag, was siehst Du an dem Bild?*
„Emen bretten Gcldrahmen, darin eine graue Marmorplatte, darauf eine prachtvolle duukelroibe Rose, darunter die Jahreszahlen 1870 und 1895, das Ganze ist meisterhaft gemalt*, antwortete ichprompt.
„Wetter nichts?* ftug Erich, wie es mir schien erstaunt.
„Wenn Du die Wahrheit höre» willst, so sehe ich ehe Geschichte auf diesem Bttd, und ich möchte sie lese»*, sagte ich lebhaft.
„Dacht ich'S doch gleich, jawohl eine Geschichte hat dies Bild, und wen» Du sie höre» willst, will ich sie Dir erzähle»*.
Ich nickte bejahend, wir setzte» unS gemüihlich hin und Erich begann: „Ich muß etwas weit auShole», den» es ist lange Jahre her. ES war das Jahr 1870 — doch, da fällt mir ei«, ich habe ja de» Anfang einmal als Geschichte zu gestalte« versucht. Die Fort- setzung blieb freilich au8; da lies das Ding so weit, in einer Stunde bi» ich wieder da, da»» will ich Dtt die Fortsetzung erzähle». Dabei drückte mir der Oberstleut»a»t ei» eng beschriebenes Heft in die Hand und verschwand, ich aber lehnte mich behaglich i» de» gefiel zurück und las dir folgende» Auf- zeichuunge»:
Das Gut meines Freundes lag unmittelbar am Ostsee strande. Das Wohnhaus, ein hübsches altes Haus — Schloß würde man in meiner Heimath sagen, aber der Norddeutsche ist bescheidener in seinen Ausdrücken — zog sich, von einem herrliche» Laubpark umgebe», um durch einen Rasenplatz getrennt, hart am Strande hin, und von feinen Fenstern hatte man einen wunderbaren Blick über die weite blaue See. Mit der größten Liebenswürdigkeit empfing mich bie grau beS Hauses, «nb ich, ich war im ersten Augen-, blick so überrascht von biefer sympathischen Erscheinung, daß ich nur eine stumme Verbeugung zustande brachte.
„Ich hoffe, Sie werden sich behaglich bei , uns fühle«,* sagte Frau Marie freunblich. Und ich wußte eS beim erste« Blick in ihr Gesicht, beim ersten Schritt in dieses HauS: Hier ist's gut sein, hier weht ein glücklicher Geist. — So gemüihlich, wie das alte HauS von außen ausfth, so gemüihlich war es auch innen. — Ich habe eine Vorliebe für alte, feste Häuser, wie unsere Vorfahren sie noch bauten, und mein jetziges augenblickliches Heim trägt die Jahreszahl 1784. Es ist also alt, uralt, und wenn seine Maner» rede» könnte», da würde wohl so manches zu Tage komme», waS interessant wäre. — Die wette Halle — Diele sagte» meine Freunde — hätte in jedes Schloß gepaßt; die Zimmer hoch und kühl, mit teibenen Tapeten, bet Eßfaal mit Eichentäfelung, bie Möbel solib und gebiegen, bie Wävbe mit guten Silbern geschmückt unb Blumen in alle« Zimmer». So sah es ans bas Heim meines Frennbes.
So sympathisch wie Frau Marie mir sofort war, so sympathisch war dar ganze Heim. Frau Maries Zimmer besaß nm ein einziges Bild als Schmuck, «nb das war ein so eigenartiges Motiv, baß ich es
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IIQI*, ch deutlich die Befürchtung geltend, daß Rußland --isondert vorgehen und durch Entfaltung seiner ^^Wlkrren Kräfte z« Laude sich Anspruch auf spätere der - Vortheile erwerben könnte. Gegen diese
diebenen Fremden« und Christeuhetze eine gemein» « Kulturmisfion aller gesitteten Großmächte z» Ille» giebt.
Allerdings reicht die vei einigte militärische Macht : Sroßstaate», deren Schiffe j- tzt vor Taku ver- melt find, nicht bis in8 Innere des Riesinreiches ui», aber sie reicht bis zur Hauptstadt Peking, wo e Regierung zu unzweideutigem und nachdrücklichem dWeiteu gezwungen werde» kann. Die geheime» tätiger des Aufstandes rechne» freilich mit der ifichcht unter ben Mächte», namentlich zwischen ijlanb unb England. In England macht sich ja
l Die Mächte in China.
| a $la» hat de» sogenannte» Boxer Ausstand in L^mit dem großen Aufstand der Taiptags ver- Efli, der um die Mitte des vorige» Jahrhunderts Etta Jahrzehnt lang Verwirrung stiftete. In- tfa haben sich seitdem bie Verhältnisse so bebentenb Lgbert, daß der gegenwärtige Aufstand wahr- Eilich nicht ben Umfang unb bie Dauer beS Eren annehmen wird. Das Reich der Mitte war fcbM fünfzig Jahren fast ganz selbst überlassen; Eischen ist Korea ganz ans der Verbindung mit Eg losgelöst worden, russischer Einfluß ist weiter Eweiter in de? Mandschurei vorgerückt, am AuS- Ee des Golfes von Petschili haben sich auf der Mlichen Seite Rußland in Port Arthur auf der Dcheu England in Weiheiwei festgefitzt, in Mtschon ist eine deutsche Kolonie mit der Provinz pchwluug als Interessen-Gebiet dahinter geschaffen. 'Ag Lüden Chinas hat Frankreich Toukiug erworben, Man ist nach einem erfolgreichen Kriege zu einer 'Seemacht emporgewachsen, Amerika ist auf den Meinen fein Juselnachbar geworden, unb neben Mr kolonialen Veränderungen ist baS Intensfe GmM und Amerikas ganz außerordentlich durch Anlagen in chinesischen Anleihen, Eisenbahnen Fabriken gewachsen. So scharf die Konkurrenz
Mr Interessen untereinander auch sei« mag, so find loch alle, und insbesondere die reinen Kapitals
Umschau.
D i e Schulkonferenz.
Im weiteren Verlauf der Schnlkoufereuz wurde besprochen, was zur Hebung des Unterrichts in den verschiedenen Lehrgegeustäude», namentlich ben neueren Sprachen, der Mathematik und Geschichte geschehe« soll; ferner wie Körperübungen, Jugendspiele, Wassersport unb Turnen mehr zu fördern feien. Darauf wurde« bie Bedenken erörtert, welche in der Praxis gegen bie Abschlußprüfung ber neun stufigen Lehranstalten sich herauSstellten. Schließlich wurden die Besoldungs-Verhältnisse, Pflicht-Stunden unb bie wirthschaftliche Bewegungsfreiheit bes höheren Lehrerstaubes, sowie bie Schulhygiene berathe». Allseitig wurde bie Nothwenbigkeit bi timt, auch auf ben Gymnasien für ben Unterricht im Englischen nach bim Vorgänge ber Hannoverschen Gymnasien nachdrücklichst zu sorge». Der Kultusminister schloß bie Sitzung mit bem Danke für bie Opferwilligkit unb reiche Anregung seitens ber Theilnehmer. Prof. Mommsen als Senior bankte ber sachkundige» Leitung, hoffend, daß die de» Berhaudlunge» entsprießenden Entschließungen dem preußischen Schulwesen zum wahren Wohle gereichen.
Ätgdgtn nehmen entgegen; di« Expedition dieses Blattes, die Annoncen»
Bureanx von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magd«- qc
birg, Wi«n; Rudolf Moss«, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; Ou. ^ylUJly
t. L. Daube * Co., Frankfurt <. M., Berlin, Hannover, Pari» it.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für bie Kreise Marburg «nb Kirchhain.
** "*** Jllustrirtes Sonntagsblatt. Stabettton: Markt 81. — Telephon 65.
il-fuhren; ich hätte mir nie denken könne», daß ri"'* Morden, mit Ausnahme des Meeres, eine reiz- :m, Stimmung haben könnte, und war im höchsten y—-""' Überrascht, selbst im Oktober eiu Landschafts-
7, KKätfRXS’ft Hllarburg
134 ä'Äl Dienstag, 12. Juni 1900,
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ES war in der große«, herrliche« Zeit von 1870. Die Rose« blühte«, und die schöne Waibstadt lag im herrlichsten Sonnenschein da. Doch wer sah nach Rosen und Sonnenschein in diesen Tagen? Wohl kaum ein Mensch. — Kriegs- unb Abschiedsgedanken erfüllten ausschließlich bie Herzen ber Menschen. Die Truppeuzüge »ahmen Tag unb Nacht kein Ende. Auf allen Bahnhöfen waren Erftischuugsstationeu eingerichtet, ben« jeder wollte ben scheidenden Vaterlandssöhnen noch eine Erfrischung bieten ober ihnen sonst etwas zu Liebe tim«.
Die schöne alte Waldesstadt, sonst nur ein Paradies für Studenten hatte auch auf ihrem Bahnhof eine Erfrischungsstation eingerichtet, und bie Dame« aus der besten Gesellschaft waren alle da versammell, um die müden Krieger zu erfrischen. — Unter den jungen Damen, die mit bewundernswerter Ausdauer ihres freiwilligen Liebesamtes walteten, zeichnet sich eine besonders a«S: eine schlanke, graziöse : Gestalt mit Tizianschem Haar und wunderschöne« : dunkle« Augen. Ihr Anzug war ber einfachste, ein weiße Pigaekleib ohne jeben Schmuck, nur eine rote , Rose im Gürtel. Sie fiel jebem auf, «nb viele be- > wuudernbe Blicke folgten ihr. Als sie nun wieber an einem Wage« stand unb ihre Erfrischungen auS- - teilen wollte, staub plötzlich ein blutjunger Offizier - vor ihr unb bat sie nm bie rote Rose. „Nur diese , Rose, gnädiges Fräulein, wenn Sie mir eine Wohl- I that erweisen wollen, für jede Erfrischung danke ich," : bat er mit schmeichelnder Stimme. Die junge Dame : zögerte einen Moment unb würbe selbst so roth, wie l ihre Rose. Es fuhr ihr burch ben Sinn, daß ihr - Bräutigam wohl kaum damit etaverstanben sein würbe.
(Fortsetzung folgt)
~। nj ich, gar zu gern ein glückliches Menscher paar fhllUu' °uch Zett genug batte, seitdem das Clvil schmückte, so folgte ich auch gern bem FreundeSrufe. Mit Jubel empfing mich mein alter Kamerad. „Mensch, Du stehst ja wie bas Glück selber aus'* cribreiu verblüfft über sein frisches, elastisches AnS- Sie 4 T8, ®r lachte übermüthig, als er antwortete: -Htirathe, altes Haus, bann kommt das Glück auch ta Dir.' ES war eine hübsche Gegend, durch die