Einzelbild herunterladen
 

Mn

Zweites Blatt

Die Löffel

Mit Deinem

bann?* Erfahrene Hausfrau: zählen.*

Hartnäckig. Mr. SleekS:

, Unterhalb Chtna's stoßen wir auf die Baulich- kest« Transvaal'S von fern schon v rnehmen wir das Kausen und Brausen wuchtiger Maschinen, und alsbald sehen wir ein mächtiges Rad sich drehen, d»r eire Goldwäscherei in Bitrieb s tzt: etagenföemig 'lischt das Wasier über sanftgeneigte Flächen herab emzelne Bassins, um die Erze von den Sand' »d Sieinschichten zu befreien. In einem beuach- dart n Gebäude werden uns durch Modelle und Ab- Wungeu die Goldminen und deren Betrieb veran­schaulicht, an den Außenseiten schildern Malereien das Leben in den Minen wie in den Koffert örfer». Ein in Art ein« schmucken modernen Villa errichleter Srpßerer Pavillon vereint mancherlei naturgeschichtliche Sammlungen, unter denen besonders reichhaltig die d« Mineralien und der Thtermelt sind, und zeigt u«s daneben die Fortschritte, welche die beiden Süd afrikanischen Republiken während der letzten Zahl' zehnte auf öffentlichem und staatlichem Gebiete g,m:chr. Die meiste Anziehungskraft übt j doch der im Freien ?usgesttllle, goldschimmernde Obelisk aus, welcher in seinen Abstufungen die Golt Produktion Trarsvaals vergeg-nwärtigt; die kleine Spitze zeigt uns an, doß 1888 für 24427 000 Franks Gold gewonnen wurde, große Basis aber, daß sich während der ersten

stelluug der landwirthschaftlichen, industriellen, und kunstgewerblichen Pcodnckie des Landes, daneben schöne alte und neue Waffe», prächtige Teppiche, viele be­deutsame geschichtliche Erinnerungen, werthvolle Hand­schriften rc. Die Keller, in die man von außen ge- laugt, sind erst zum Theil fertiggestellt, sie wurden treu den Grabkammern der einstigen egyptischeu Herrscher nachgeahmt und weiden später außer den Gegenständen des TodreukultuS die buntbemalten Holz- und reliefverzierte» Steinsärge mit den Mumien verschiedener Könige und Königinnen Alt-Egyptens enthalten. Vorläufig ruhen die einbalsamirte» Leich­name der verehrlichen ehemals allmächtigen Majestäten noch in umfangreiche» Kisten, die draußen unter frisch eingepflanzten Dattelpalmen stehen, welche träumen mögen von den Ufern deS Nlls, tu dessen Fluthen sie sich noch vor wenigen Wochen gespiegelt.

Wie gefällig, wie freundlich und zierlich sieht gegen den massigen egyptischcn Bau der zweistöckige, in Holz mit reichen Vergoldungen ausgeführte und mit zahlreichen Schnitzereien geschmückte, benachbarte Japanische Tempel auS, der am Ufer eines kleinen Sees liegt, nahe einem in japanischem Geschmack an gelegten Gärtchen mit Bäume», Sträuchern und Blumen des Mtkadoreiches. Die wunderbaren Werke altjapanischer Kunst und Handfertigkeit, zum großen Theil aus kaiserlichem Besitz stammend, erlesene Waffen, Bronzen, Gemälde, Lackwaareu, Stickereien, Gewänder, find in diesem lustigen und anmuthigen Bau aufbewahrt, zu dessen Muster der aus dem VII. Jahrhundert stammende Korrdo, ein in Nara stehendes buddhistisches Heiligthum, diente. Um den erwähnten See find noch drei weitere japanische Häus­chen mit überragenden Dächern uib schattigen Galerien aufgeführt; in dem einen stehen japanische Maaren ganz preiSwerth zum Verkauf, in den beiden anderen gtebr's Sake, den im Geschmack dem Sherry ähnelnden Reiswein, und Thee, von niedliche», höflich kuixende», stets vergnügt lachenden kleine» Japanerinnen servirt, deren bunte Kimonos im Winde wehen und stelzige Holzschuhe lustig klappern.

Sehr eindrucksvoll und mannigfaltig hat Frank­reich seine verschiedenen afrikanischen Koloniceu und die unter seinem Schutz stehende» Gebiete zur Schau gestellt, «ine nähere Beschreibung sei einem späteren Bericht Vorbehalten, wenn erst, was in kurzem der Fall, einer der interessantesten Theile jener MadagaS cars fertiggestellt sein wird.

wettertelegraphischen Dienstes für die deutsche Land- wirthschaft binnen Kurzem eine Konferenz »ach Hamburg einberufeu werde». Au dieser Konferenz werden außer Vertretern des Reichs und der Bundesstatten sowie der Meteorologie auch Laud- wirthe auS verschiedenen Theile» des Reichs theil« nehme». Die Einladungen ergehe» t» diesen Tagen; Hamburg ist als Konferenzort gewählt worden, weil es der Sitz der Seewarte ist.

AuS unfern Witzblättern. Sie kennt sich aus. Junge Hausfrau: Wenn Sie zehn Personen zum Mittagessen eingeladen haben und das Dienst­mädchen geht plötzlich auf und davon, was thuu Sie

neu» Monate deS Jahres 1899 die Goldausbeute auf 368437193 Franks belief. Ein auf dem Unterbau dieses ObeliSkeS aufgestellter winziger goldener Block von etwa 30 Zentimeter Durchmesser trägt die Inschrift:1 Million Franks Werth.* Na, wenn der echt wäre, wie zahlreich müßte die Bewachung sein! Daß ttotz des Reichthums des Landes stine Bewohner schlicht und anspruchslos ge­blieben find, beweist die Buren Farm: ein kleines, aus behauenen Felrstücken anfgebautes, ganz niederes Häuschen mit vier schmalen Fenster», dessen Sttoh- vach man fast mit der Hand erreichen kann, die fünf Liliput-Wohnräume von sparianischer Einfachheit.

Wie anders, deSeigenen Werthes voll bewußt*, tritt unS ein paar hundert Schritte weiter England- Indien entgegen mit seinem großen, in hindustauischem Stil aufgefuh ten, weißen Gebäude, von schlanken Thürmeu begrenzt und durch et» leichtes Vestibül in zwei Theile gegliedert. In der vorderen Ehrenhalle vlitzl's und funkelt'S und gleißt eS von goldenen und silbernen prunkende» Seräthen, von herrlichen Schmuck­sachen, von schimmernden Juwelen, den» hier haben in sorgsam aus indischen Hölzern gefertigten Schränken die indischen RajahS ihre Kostbarkeiten ausgestellt. In der Mitte erhebt fich ein Triumphbogen, überragt von einer Pagode mit zahllosen goldenen Dächern, meisterhaft ciselirt, am Giebel thront in farbigstem Geschiller der heilige Pfau. In den Seit-nhallen finden wir die Reichthümer Indiens ausbewahrt, Essenzen, Zimmet, Vanille, Thee, Kaffee, Edelsteine, Teppiche, gewebte und bestickte Stoffe, edle Metalle, zum Theil kunstvoll bearbeitet, und dazwischen stehen, etwas steif in der Ausführung, die Nachbildungen der einzelnen Soldatentypen der englischen Kolonialarmee, die hochgewachsenen Shtkhs mit wulstigen Turbanen und die kleinen, schlitzäugigen Polizisten Birmas mit flachen Strohhüten, schmächtige Infanteristen Egyptens in gelben Kali - Uniformen und breit schultrige sudanesische Neger in kurzen blauen Jacken und Pluderhosen. Ceylon, das glückliche Eiland, nimmt einen besonderen Raum ein, tu um­fassender Weise zeigt es uns feine Schätze jeder Art, unter Berücksichtigung der industriellen Anlagen (Ver­arbeitung der Hölzer, Gewinnung des KokoSnußölS u. f. w), und unter Hervorhebung seiner erstaunlich mannigfaltigen Thierwelt. An Schmelz und Farben- reichthum wetteifern die handgroßen Schmetterlinge, die winzigen Kolibri» mit den schimmerudsten Edel- steinen, die hier (wenn auch nur i» Nachbildungen) zu Hunderten verschiedener Art, Größe und Färbung vor unS ausgebreitet liegen. Ueberraschend eindrucks­voll ist eine riesige Thier - Gruppe in sehr geschickter Ausstellung: auS den Dschungeln, bem mit märchen­haften Blumen durchwundenen Dickicht, bricht ein ge­waltiger Elephant hervor, zu dessen Füßen eine Kobra ihr giftgeschwollenes Haupt aufzüngelt, während Bären, Wildschweine, Leoparden die Flucht ergreifen, in den Zweige» der Bäume aber ein ganzes Heer vo» Affen umhertollt und die seltensten Vögel fich wiege». I» einem nahe diesem Gebäude liegenden freundlichen kleinen Pavillon kredenzen weißgekleidete Singhaleseu, den Schildpattkamm in dem nach Frauen­art gekämmten Haar, den würzigen Ceylon-Thee.

Sehr originell und fesselnd tritt unS Nieder­ländisch-Indien entgegen mit einer äußerst gelungenen, sehr sorgfältigen Nachahmung deS Tempels von Djandi- Sara auf Java, mit breitem zweistöckigem Vorbau, vor welchem eine ganze Reihe von steinernen Buddha- Figuren Aufstellung gefunden, während die RcliefS des Tempelunterbauer mit Cceneu auS dem Leben Buddhas, von seiner Geburt bis zu feinem Tode, ge­schmückt sind, all' daS »ach Abgüffen do» den Ori­ginalen gefertigt. Eine stattliche Treppe führt in das Innere mit allerhand buddhistischen Götterfiguren, zwischen zwei heiligen - Bäumen der sagenhafte Löwe, im Vestibül die ausdrucksvollen Gestalten von Vischnu und und Schiwa. RechtS und links vom Tempel liege» buntfarbige strohgedeckte Eingeborenen- Wohnhäuser von Sumatra mit Kolonial-Sammlungen bekannten Inhalts, einen lebhaften Gegensatz bildend zu dem leuchtenden Weiß des Tempels, dessen Auf­bau mit beträchtliche» Schwierigkeiten verknüpft war.

Auch Egypten hat eine» Tempel gewählt, ein schwerfälliger Gebäude, das in seiner breiten Vorder­seite mit hohem Eingangspoital und Sphinxen wi- Obelisken dem Tempel von Dandur in Nu die» uach gebildet ist, während die übrige» Seiten Einzeltheile des Tempels von Philae darstellen, die Ausschmück­ungen aber mit Königs- und Prtesterzüze», mit Be Regung der Feinde, mit Schilderungen festlicher Begebenheiten die de» Tempeln vo» Aly'oS Karnak n. s. w. entnommen wurden. Die den säulevum- gebenen Hof erschließen*e Räume enthalten die AnS-

G-schLfUich- MtttheUunge«.

Spargel auf bürgerliche Art. Die Spargel werden leicht beschält, in frisches Wasser gelegt, in Bündel gebnnben und in. gesalzenem Wassir weichgekocht, ohne daß eie Köpfchen Schaden leiden. Jrzwischm läßt man für 1 Kilo Spargel 75 Gramm gute Sutzbmt.r zergehen, rührt 2 Kochlrff.l Mehl dazu und gleich darauf von dem Spargel- wasser, bis eine glatte, dickliche Sauce entsteht, die, wenn gut ausgekocht, mit einem Eigelb legiert und mit einem Th-elöffel Maggi verfeinert, über die auf einer Platte au- gerichteten Spargel gegoßen oder in einer Sauciere dazu gereicht wird.

*** Bei den schönen Frauen des Orients*, eine pikante Reiseplauderei von Paul Pfitzner, bringt die neueste (19.) Nummer der .Modernen Kunst" (Verlag von Rich. Bong, Beilin, Leipzig, Stuttgart, Wien Preis einer Nummer 60 Pfg.

V Eine dawvfhydraulische Schmiedepresse von 10 Millionen Kilogramm ooer 200 000 Centtier Druck, mit der nicht nur oie schwersten Parz-rplaiteu, sondern auch ganz kleine, dünne Stücke auf das So gfältigfte bearbeitet werden können, stellt gewiß eine achtungsweithe industrielle Leistung dar. Sehr interessante Einzelheiten über diese Riesen- maschiue, die von einer deutschen Firma hergestellt ist, ent­hält das soeben erschienene Heft 22 der weitverbreiteten illustrirteu Zeitschrift .Für Alle Welt* (Deutsches Verlagshaud Bong u. Co, Beilin W. 67 Preis des BierzehntagShefteS 40 Pfg.).

*** Von der Pariser Weltausstellung, welche jetzt daS allg-meiue Interesse gefesselt hält, bringt die iUuftrirte ZeitschriftZur Guten Stunde* (DeutschesVerlags- Hans Bong u Co. Vierzehntage heft 40 Pfg.) zwei inienfiante illustrine Artikel: .Die Häuser der fremden Staaten auf der Weltausstellung* und .Alt Paris*, da­neben läßt sich aber d c ost hervorgehobene Reichhaltigkeit und Vielseittgkeit im vorliegenden (20 ) Hefte nicht vermissen.

** Von Hans Kraemer wiederholt empfohlenem großen Prachtwerk .Das 19. Jahrhundert in Wort und Bild* (Deutsche»Verla.ShauSBongu.Co. 60Lieferungen 4 60 Pfg.) sind jetzt die Lieferungen 5254 zur Ausgabe gelangt

»Große Modenwelt* mit bunter Fächer­vignette nicht zu verwechseln mit Blättern ähnliche» Titels - ist für nur 1 Mk. vierteljährlich von allen Buch­handlungen und Postaustalten zu beziehen. Gratir-Probe» nummern bei ersteren und du ch den Verlag John Henry Schwerin, Berlin W. 35.

V Von der .Illustrierten Geschichte de» Neunzehnten Jahrhunderts*, welche die Union Deutsche Verlagsgesellschaft in Stuttgart herausgiebt und über die wir bereits mehrfach berichteten, liegen uns jetzt die Hefte sechzehn bis neunzehn vor, während das gar je Werk dreißig Hefte umfassen wird. Die zusammenhängende geschichtliche Darstellung in den neuerschienenen Hefru: reicht von der sehr übersichtlich gehaltenen Darstellung des großen nordamerikanischen Bürgerkrieges und den hochwichtigen Ereignissen der J-Hre 1864 und 1668 bis zum Ausbruch veS deutsch - französisch n Si lege». Der Schilderung der politischen Ereignisse ist Urpatteilichkeit und Anschaulichkeit nachzurühmeu. Der Preis des Hefte» ist auf 25 Pfg. f-stgesitzt.

Dir Spinnensride auf der Weltausstellung. Die Franzose» find in Madagaskar auf das Gewebe einer großen Spinne aufmerksam geworden und haben mit dessen Verwendung an Stelle von gewöhnlicher Seide ausgezeichnete Erfolge errungen. Bisher hatte man aber in Europa »och nicht viel vo» den Er- gebniffe» zu sehen bekomme», dagegen wird auf der Ausstellung eine vollständige Garnttnr vo» Bettvor­hänge» ausgestellt sei», die in Madagaskar aus Spinnenseide gewebt wurde». ES wird be­richtet, baß die Produktion dieser neuartige« Seide Aussicht hat, schnell zu einer wichtige» Industrie zu werde». Jeder Exemplar der Spinne, die in der- schiedene» Tyellen d-r neuen französischen Kolonie votkommk, liefert in einer »Campagne* 300 bis 400 Ellen Seide. Nachdem der Fade« d.n Spinne» ab« genommen ist, werde» sie in Freiheit gefitzt, könne» aber scho» zehn Tage darauf wieder zu »euer Arbeit eingefange» werden. Die Seide dieser Spinnen soll von außerordentlich glänzender, goldiger Farbe und feiner als die Seidenraupe sei», außerdem von wunder­barer Zähigkett und Haltbarkett, sodaß st: fich ohne Schwierigkeit webe» läßt.

Wetterkunde im Dienst der Landwirthschaft In neuerer Zeit hat das B streben, die Wetterkunde weiter auszubauen und dem praktische» Leben, vo: Allem der Landwirlhschast mehr als bisher nutzbar zu mache», fihr an Bode» gewonnen. Von land wi'thschaftlicher Seite find diese Bestiebungen von Anfang an m t lebhaftem Interesse verfolgt toeibni. und der Deutsche Landvirthschastsrath und die Deutsche Landwirthschafts Gesellschaft find mit Anträgen ar. die Reichs Verwaltung herangetreten. Wie von bei »N Allg. Zig.* mitgetheilt wird, hat der Staats­sekretär bi6 Inner», Graf v. Posadowsky-Wehner, Liefe Anregungen bereitwillig ausgenommen und be- eeitS vor einiger Zeit das Eiforderliche veranlaßt, um die bisherigen Bestrebungen i» die Thal um zusetzen. Nachdem dazu auch die einzelnen Bundes­staate» ihr grundsätzliches Einverständniß erklärt habe», wird zur Berathuog Über die Einführung eines

ewigen Geldverlangen wirft Du mich noch ins Grab bringen*. MlS. Sleek: »Dann fließ mir gleich 160 Dollar, denn Traneisachen sind theuer*. (Zug.)

Streifzüge durch die Pariser Weltausstellung.

Von Paul Lindenberg.

Lbina in Paris. T anmal und seine Goldfunt e. Wand-Indien. Ceylon, die glückliche Jnfil. Nieder- iL-dis-h Indien. Der Tempel Egypten». Die japanische Anstellung

Im Schatte» beS Moskauer Kreml, bet Wiege ta Rassischen Selbstherrschaft, hat China in Paris feine» Platz gefunden; beherrschend und beschützend ragen über die bunten chinesfischen Tempelgiebel und die Zmnea und Thürme der Zarenburg hinweg ob daS Zufall ist, ob Absicht, man kann jedenfalls daraus seine Schlüsse ziehen über die Stellung der driben großen Reiche. Und während Rußland uns zeigt, welche» Reichtham in jeder Hinsicht die Mischen Gebiete bergen und wie emsig eS bestrebt ist, diese Schätze zu heben, begnügt fich China damit, W» seine allbekannten Handelsartikel» vorzuführen, seine mehr originellen wie schönen Porzellan-, Bronze-, Cloisonne-, Speckstein-Sachen, seine Stickereien und Seidenwaaren; vo» dem geistigen Leben der zahllose Millionen Menschen, von der wirihschaftlichen Thätig kett de» Staates, vo» der Erfüllung kultureller Auf gaben erfahren wir nichts, weil eben nichts zu er- fahre» ist I

Das chinesische Hauptgebäude ist i» Form eines dem Schwarzen Drache» gewidmete» Tempels er­richtet, ganz aus Holz aufgesührt, zwei Stock hoch, mit doppeltem Dach und zwei Veranden übereinander, Mi dem leuchtendem Roth des Anstrichs hebe» sich lebhaft die grün-goldene» Verzierungen und die vielen gelben Drachen ab, die, wo es nur ging, lheils in Holz, theils in Porzellan angebracht wurde», auf dem von gelbe» Poizellankacheln gebildeten Dache weht die gelbe Flagge mit dem rolhm Drache». In kurzer Frist kann man fich hier mit den Leckereien der Küche vertrant machen, mit Suppen aus Vogel­nestern und Haififfchflossen, mit drei Monate alte» Sinn und gefüllten BambnSsproffe», mit Zwergkrepsen Md gerösteten Fi'chen na wohl bekomm'»! lliinhalb des- Tempels liegen zwei langgestreckte, MS rothlackirtem Holz in Art bet chinesischen Wohn­häuser errichtete Halle» mit einer bedeckte» Galerie tsni, bereu vorspringendes Dach vo» rothe» Holz­fäule» getragen wird; zwischen de» Holzgestellen der Lnderwand find statt Papier Glasscheibe» befestigt, u» Innern aber finden wir die Anfangs erwähnten Saaten, die zum Verkauf stehen und auch theilweise schon ihre Liebhaber gefunden haben, während hier Ad da auch chinesische Handwerker thätig sind und die mühsamen Cloisonnssachen herstell n. Daß nicht Selb ei» .Ausverkauf!!* zu befürchten ist, dafür Ätze» die viele», draußea aufgestapelten mächtige» Kche». Ei» benachbartes breitheiliges Tempelthor mrcht uns mit dem offiziell n chinesischen Baustil be­kannt; die Durchgänge bet rothgetünchten Mauern M mit weiße» Ornamenten eingefaßt, auf bem »Seren grüne» und gelbe» Porzellauaufsatz erhebt si4 die dr-ifache Bedachung ans gelben Fliesen, A Drachen und Inschriften fehlt'» hier gleichfalls

Königlich«» Theater zu Cassel.

Sonntag, 20. Mai.Im tot ßen Röß'l.*

Montag, 21. Mai. .Die Bettlerin vom Pont des Arts.*

Dienstag. 22. Mai. .Wie die Alien fangen.*

Mittwoch, 23. MaiDer Talirman.*

Donnerstag, 24. Mai.Der Trompeter von Säkkingen.*

Freitag, 25. Mai.Die versunkene Glocke *

Sonnabend, 26 Mai. .Der Pfarrer von Kirchfeld.*

Sonntag, 27. Mai. .Madame San» Gene.*

Seidsn-BlouseniLMo

und höher 4 Meter! Porto- und zollfrei zuaesandN Muster umgehend; ebenso von schwarzer, weißer und farbig« Henneberg-Seide* von 75 Pf. bis 18.65 p. Meter.

G. Henneberg, Seiden-Pilrikant (k. tu k. Hoi.) Zürich.

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Jllnstrirtes Sonntagsblatt. " **"

Warburg 35

Ml WtateHfa'i toS ~ 1 cm (m bura, Wien; Rudolf Moste, Frankfurt -. M., Berlin, München, Kola; 00. ^ayrg.

ÄÄ'YLMÄ®: N^!LÄl,25Pf, Sonntag, 20. Mm 1900. r.ö. Daube.«-., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris rc.