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Berneck hielt einen Augenblick inne, als erwarte

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Das verkrachte demokratische Prinzip.

k. Der Reichstags prästdeut Graf von Ballestrem h«, wie wir gestern meldeten, am letzten Sonnabend m demokratischen Parteien über die Rechte des HolaweniSprästdeuten und die Pflichten der pari« Hsstarischen Minderheit eine Borlesmrg gehalten, die Ugn nm deswillen, daß sie überhaupt gehalten werden £nntt, charakteristisch ist.

SS wird zugegeben werden müsse«, daß die Anf- fibt eS Boi fitzenden eines Parlaments an und für sich eine sehr schwierige ist. Man sollte demgemäß «nehmen, die verschiedenen Fraktionen, die dem Präsident« ihre Stimmen gegeben, ihn also gewifser- «ßeu alS Vertrauensmann zur Leitung der Geschäfte kefen haben, müßten es fich angelegen fein lassen, Nk Gewählten feine Aufgaben zu erleichtern. Das H aber ganz und gar nicht der Fall.

Erschwert werden die Geschäfte dadurch, daß fast ftlwährend bei leeren Banken verhandelt werden nutz. Der Präsident muß fich bei einem solchen Mande jeden Augenblick gewärtig hatten, zu einem wiMgen Abbruch der Berathungen genöthigt zu sch,. Tritt nun aber noch bet einem Thetle der U^rüneteu die Abficht zu Tage, durch formell M berechtigte, thatsächlich aber illoyale Mittel die -«Handlungen zu stören und zu verzögern, so wachsen Ke Schwterigketten des Präsidenten bis zu einem Gäbe, der von der Unmöglichkett einer ersprießlichen Mchästsführung nicht weit entfernt ist.

Obwohl nun Graf Ballestrem bei seiner Wahl Wu RetchStagSprästdeuteu auch die Stimmen des KeifiuvS und der Sozialdemokrat« erhallen hat, Wen diese Parteien die ObstruktionStallik angewandt» «ü sie sich den legalen Beschlüssen der Mehrheit ßt fügen wollten. Ja, eS find deutliche Drohungen geworden, daß bei den am meisten umstrittenen gleichwohl sehr wichtigen Vorlagen, der lex je und dem Fleischbeschaugesetze, auch im ferneren laufe der Berathungen obstruiert werden soll.

s. Graf Ballestrem scheint nun und wir können keineswegs unrecht geben dieses Verhalt« r Linken*als gegen seine Person gerichtet arzusehen; hat eS abgelehnt, über die Feststellung des Arbeit»

Bon der Sozialdemokratie, bei der TerroriSmuS und Dittatur überhaupt zu den Existenzbedingungen gehört, darf man fich über diese Mißachtung des demokratische« Prinzips nicht wundern; erlebt man doch täglich fast Berspiele dafür, daß die sozialdemo- krottsche Parteileitung die Meinungsfreiheit der ,®e= nrffe«* unterdrückt. Daß aber eine so »unentwegte* Richtung, wie der männliche Freisinn diesen Krach deS demokratischen Prinzips bestegelt, muß denn doch wundernehmen.

Wir aber find von diesem Krach keineswegs über« ralcht. Das Wesen des Parlamentarismus ist ohne­dies allenthalben, wo die Wahlen nach dem demo kratischen MehrhettSprtucip stattfinden, diskreditirt; die obstruirende Linke thut also nicht» weiter, als daß sie den »debacle* deS Parlamentwesens noch be schleunigt. Es zeigt fich hier eben wieder, daß das Kmservattve Princip schließlich triuwphirt.

»Aber Lori*, mischte fich Helene ein, während ter Alte eine heftige Bewegung wachte, »an so etwas solltest Du vorläufig nach allem, wa» vorgefallen, nicht denken. Das ist ja kaum möglich, Dein Later kann doch die unerhörte Beleidigung nicht so schnell vergessen.'

»Helene*, pflichtete Berneck bei, »Du bist ein ver- iändigeS Mädchen, Du mußt mir helfen, der Lori den Kopf zurechtzusetzeu. Du bist so klng, mit Dir kann man über alle» reden*.

»Siehst Dn, Later', begann Lori von Neuem, »den ganzen Tag schwebt mir dar Bild meiner Neben Mutier vor Augen und ei ist mit, als sollte

sich an die gegnerische Majoritätsbeschlüsse nicht ge- bundeu erachtet.

«Johanne» ist mit tten, da» weiß ich; et könnte bis an das Ende der Wett wandern, und

(Nachdruck verboten.)

M. Die kleine Lori.

Vrhstual-Nomml von Irene v. Hellmuth.

liebe «erstorbene in unser Schicksal eingreifen könnten, das gute Mütterchen würde gewiß ttwaS für ihr un­glückliches Kind chun und es vor dem Jammer der Entsagung schützen'. - -

»Deine Mutter war Hel vernünftiger, als Du,' polterte der Alle rauh, »nnd wenn fie jetzt noch lebte, würde fie diese Verbindung jetzt ebensowenig wünschen, wie ich. So wie die Saehen jetzt liegen, ist an eine Einigung oder AuSsöWmkg überhaupt nicht zu denken, da» merke Dir!' >

»Ich dächte, Du würdest Dir da» selbst sagen können', ergriff Helene da» Wort, »fange doch nicht immer wieder damtt an, Lori. Siehst Du denn nicht, wie eS Deine« Baier aufregt, es könnte ihm schaden'.

Dabei streichelte fie die Hand des Onkel» so lich, daß dieser dankbar je ihr anfdlickte nnd sagte: ,3a, wen« Lott fo rücksichtsvoll wäre nnd mich f» lieb hätte wie Du, bann ja dann würde' fie sich anch aus Liebe zu mir entschließen, meinem Rathr jn folgen nab alsbald von hier fottzulommen ttachteu, aber so -----*

* 8o,i in herzzerreißendem Ton,

»Tn sollst nicht sagen, daß ich Dich nicht lieb habe, jetzt, wo Du ein so unermeßlich große» Opfer von mir forderst, daß eS fast meine KlSfte übersteigt. 2ch will ja alles thun, was Du willst, nun fege nicht mehr, daß ich Dich nicht lieb habe, eS ist zu diel, zu viel.' (Fortsetzung folgt)

Umschau. »

Eraf Ballestrem und dir demokratische Presse.

E» waren bittere Wahrheiten, die der Reichstag», Präsident Graf ». Ballekrem am Sonnabend der radikalen Linken zu hören gab und gegen die sich, wie aus der zwar spitzigen, aber sehr gewunden« Erwiderung deS «bg. Singer hervorgeht, sachliche Einwände nicht machen lassen, «ege» solche Wahr- httten ist aber die Linke stet» ungemein empfindlich, und darum kann e» nicht wunder nehmen, daß ihre Presse in allen Tonarten des Zorne»' und der Entrüstung über den Reichstagspräfideuteu herföllt. La» bisher auch der augestrengtesteu Arbeit wadel- strumpfendet Blätter zu ihrem großen Kummer nicht gelingen wollte: die Einigkeit der Linken von Rickert !>is Singer ist in diesem Punkte vollkommen Helge, stellt allerdings unter dem Oberkommando deS bewährttn sozialdemokratischen Führers der Obstruktton.

ßfleue biß wiederum die Zähne in die Unterlippe, »Ntoftnnifltr Zorn erfaßte sie bei den Worten ** «idchen». Wie sicher mußte diese» sein im Be- G bei Geliebten nm so sprechen zu können.

«Ich erscheine Dir wohl wenig geeignet, einen s»r mich eiuzuuehmen l fragte fie mit lauern-

»ie -S fich niemals zuvor ein Präsident Iin Eloerfeld unter Vorlegung der erforderlichen Beweis ..... 7 ' würden fich bald!stücke den Antrag auf gettchtliche Verfolgung der

genua fühlbar machen. I wegen Verletzung deS § 16 de» Gesetzes zum Schutze

D'c,e Drohungen w«den die nicht zur Obstruttion l der Warenbezeichnungen beschuldigten Unternehmer bruneiaeuden Parteien des Reichstage» vermuthlich! gest ltt. Am Dienstag war - wie die »Frankfurter ?UnJr8 kann e» nur Zeitung* mvtheill - die gerichtliche Verhandlung in

zu einer erwünschten Klärung der Lage und zu einer Elberfeld. Die beiden Firmen find Eduard Vitttng rascheren Abwickelung der parlamentarischen Geschäfte und Ernst Birkenfeld, der Agent heißt Rudolf Weck, führen, wenn die obstruktiouell« Pläne her Linken I Birkenfeld und Vitting wurden zn je 300 Mk sobald wie möglich zu Tage gefördert werden. Daß! Weck zu 100 Mk Geldstrafe veruitheitt. Die Set- arL Art lin "2 9 $J1 bie bisherig-löffentlichuvg der Namen der Berurtheitteu dürfte aber Anwendung der obstruktioueSen Taktik zu vettheidig«! eine strengere Strafe vorstell«, al« das sehr milde sucht, ist selbstverständlich. Da» Richter'sche Organ | Urtheil. In England wird mau diese Deutschen, die giebt jetzt sogar M diese Taktik sei darauf autzge-kein so »ausgeprägtes' Nattonalbewußtsei« gezeigt gangen, den Abschluß der Berathung über diel haben, besonders »hochachten'.

lex Heinze über die Osterferien hinaus zu etrifinmt I------------------

um »der öffentlichen Meinung* in den folgenden I ---------------------'

Wochen Muße zu geben, mit den eiuschlageudenk Dkl sÜdafriklMiscke Krieg Fragen fich eingehender al» bisher zu beschäfttgen;! ö'

es fügt aber hinzu, dieser Zweck sei erreicht. Mau I Buller in Thätigkeit.

wird also abzuwarten haben, ob die Freifinnigen nun! Während Lord Robert» nach ben großen An- r Fo«sührung der Obstruktion unterstützen Krengungen der letzten beiden Wochen seinem Heere und wie fie dieselbe neuerdings rechtfettigeu werden.!in Kroonstad einige Tage Panse gönnen muß nnd ------------ lauf den übrigen Kriegsschauplätzen wenn nichr Ruhe, Mangel an Nation al bewußt sein. I !Lbo^nt fleri"fie THSttgkeit herrscht, was nament* * a. !^ch dem ausgehungerten Mafekiug verhänguißvoll

Mi«rki? ^°?"^?^^lrrammer hat kürzlich dem!werden kann, ist General Buller endlich an» langem ZrVi 1 J ®emei6e Über eine merk-! Schlummer erwacht. Eine Reuter-Depesche an»

würdige GeschäftSpraxi» deutscher Firmen, die deMscheIPietermaritzburg vom 14. Mittag»besagt General mit englischem Stempel nach England aus-«Buller meldet amttich, e» fei ihm ge'lnngen, »»» i» w -bch« dt- »i,«.-,

wi°raten die Solinger Handelskammer von zwei!Die Besetzung von D«udee wttd heute ÄenntHi6 gesttzt erwartet.* Es hat lange gedauert, bi» Buller worden, daß im Herbst 1899 Bettreter von zwei! wieder dazu übergegaugeu ist, den eigentlichen Zw ck Solinger Firmen bei ihren Klienten, einer Sheffielder! seiner Anwesenhett in Natal der Verwirklichung näher Mifferwarenfabrik zweck» Erlangung von auftröa?nhu bringen. Die Thärigkeit diese» Generals ist nicht vorgelprochen und fich dazu erboten hätten, Tischmefser,! geeignet, in den Herzen der Engländer viel arme- gestempelt mit »warranted Sheffield*, zu liefern, snehme Gefühle zu erwecke«. Der General White, untern der Voraussetzung, daß die Landung in einem I der in heldenmüthiger Weise die belagerte Stabt vier näheren al» englischen Hafen angeltefett würde. Diese! Monate lang vertheidigt und bahnt» gewisse Fehler Aufträge seien auch thatsächlich zur Ausführung ge-!in seiner Heersührung wenigsten» In ben Augen her ferner wurde bie Kammer gebeten, den sUg- breiten Bolksmasse wieder gut gemacht hat, wurde lischen Anwälten die Mtttel nnd Wege zu bezeichne«,«wie ein Triumphator in seiner H-imath ^empfangen um die gerichttiche Verfolgung der beschuldigten Firmen! und al» Held von Ladysmith in übersä wävglicher eimsnleiien. Die Kammer entsprach diesem Ersuchen! Weise gefeiert. Ob General Buller wohl ein äh«, nnb erklärte sich auch bereit, das Be weis material uudtlicher Empfang bereitet werden wird? Man sollte bie »eiteren Unterlagen eventuell selbst hei hem j meinen, daß die Reihe der von ihm begangenen Fehler Ersten Staatsanwalt in Elberfeld vorzulegen. Juk zn groß ist, um noch gut gemacht werden zu können. Die !? 9E»den Sitzung der Handelskammer,!Erfolge, die schtteßlich hi Natal errangen wurden, b!e ^»«rlegeuhell eingehend berathen!können kaum al» fei« Verdienst bezeichnet werden.

wurde, wurde da» G-bahren der beschuldigten Firm«, 1 Auch.der jüngste Erfolg in Natal ist gleichfalls nicht « b< Wgründete« Ruf der! da» eigene Serbienfi Bullers, sondern abermals eine / schädigen, auf« schärfste! Wirkung von Robert» Vorgehen im Freistaate. Be.

verurtheilt und beschlossen, da» «gekündigte gettchtlichetvor Rodert» seinen Bormarsch von Bloemfontein ?»^»?-?^Shetfielder Fabrikanten zu unterstützen.!begann, standen in Natal etwa 7000 Bure»;'4000 3n Ausführung dieses Beschlüsse» und auf Ersuchen ^wurden davon zur Verstärkung der Hanptarmee im

to m ms aMr.ttPtte Marburg

Je* "w DBÄnw» Mk. («rtt. Bestellgeld). 3«fertw«»,ebsthr: die «» **

^Mwno Ml« oder dem« »m« 10 «g» Mau» -. dksttl.«i __MlttWvch, 16. Mlll 1900.

r zu befchlttßen. Die Ankündigung dieses Ent- hlnße» hat auf der Linken Helle Wuth hervorgerufeu; Mrober» die Sozialdemokratie, bie die Führung der Arsktionellen Minderheit uubestrstten auSübt, läßt ddi« ».LorwärtS* ihrer Erregung gegen ben Reichstags, litten »Motor* bie Zügel schießen.

ulich Diese Anmaßung einer Minderheit, ihren Willen 0 Pst ^RehrhestSparteien aufzuzwingen, ist da» bent-

(76 M Zeichen dafür, daß das »heiligste* Prinzip der Fahr ^*9fralie» das Mchrheitk Prinzip al» verkracht enge.

RM werden muß. Mag man auch mit noch so

»yttgin «chrnen entgegen - di« Expedition di«se» Blatte», di, Annonce«.

Bnrean« von Haafmstein & Vogler, Frankfutt a. M., Cassel, Magd«. c» » wem, Wien- Stobolf Moss«, Frankfurt a. M.. Berlin, München, Köln; 3d. Jllhrg.

«. L. Daube & C»., Fransturl a. M., Berlin, Hannooer/Paris rc. ö

d"zulegen fich bemühen, finnige Zeitung* zieht dasselbe Register; fiel der gerichtlichen Bettreter der enlisch« Firma b°t. daß die Mttldeihett sich uur gegen die,Bergewaüigung* äußett, die Folgen eine» Verhaltens des Grafen!die Handelskammer bei der königl. StaatSmwaltschaft durch die Mehrhett auslehne, so bleibt die Thatfacke Ballestrem, »wie e» fich niemals zuvor ein Dräsidenilin Gclcöfelh tmfer SXmi.ni» m.*./»

darum doch bestehen, daß die demokratische Minorität be» R ich?tage» erlaubt habe*,

.Johanne» nicht, Du darfst nicht so gering von K denken, e» thut mir Weh!'

Hätte Lori ahnen könne«, daß fie mit ihrer Ser» Hrguug des Geliebten die Flamme, die in dem -__. be» schönen Mädchen» brannte, um noch

v schürte sie hätte fiter geschwiegen; denn dadmch tlicheX kde Johanne» zum Ideal Helenen» erhoben, er (3481 wen ihr nur nm so begehreuSwetther, e8 lohnte d Ä- schon, um ihn zn kämpfen.

^1, «erade nicht, Helene; aber ein Mensch «Johannes ist nicht leicht nmzustirnmen. Er liebt und ich vertraue ihm,* entgegnete Lori mit

her Sicherheit.

SSu.*3* bi» ja gewiß die Letzte, die Dir Deine Zu- ettyel« rßchi rauben möchte, aber ich denke, er ist aich nicht lster, wer» al» bie Anderen, er ist ein Mann, und bie ___ ^»rr find nn» gegenüber alle gleich,* fiel Helene

H Wöchttttliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain.

********** " Jllnstrirtes

»»daktloll* Markt 11 __________________ **__________ mtKanen: Mattt Sl. Telephon 65.

beachtenSwerth erscheint; er be»!ihr liebster Wunsch, den ich^älr kheuerstes 'Per-

et eine Antwort. Lori schaute nur mit ttüben Blicken! Berichte oft und gern davon, daßwir Zwei, Johanne» zu ihrem Bitter herüber. Da fie nicht» sagte, fuhr f und ich, einst ein Paar werben sollten. Ach, wenn er fort: »Helene hat recht, wenn fie meint, daß"" m ' Du hier für bie nächste Zeit nicht bleiben solltest. Du mußt Dich zerstreuen, oebere Menschen sehen, mit Tinern Wort, Du mußt fort ton hier, damtt Du vergesse» lernst, wa» Du doch vergessen mußt.*

Er hatte fich auf heftigen Widerspruch gefaßt ge» macht, baß biefer ausblieb, ermäßigte ihn. Er HW e» für ein gutes Zeichen und fügte deshalb rasch hiu> »u: »Es ist nur zu Deinem eigenen Besten, mein lebe» Kind. Sieh', fo kann e» nicht weiter gehen, und wenn Du meinem Rathe folgst, f» packst Du bald Deine fieben Sachen, damit Du von hier fort- kommst.'

»Later', entgegnete Lori mit bebender Stimme, »fo hältst Du tüte Versöhnung wirklich für an», geschloffen?'

I Ziemlich unverblümt ergeht fich der »V o r w ä r t»' in Drohungen gegen den »parlamentarischen Diftator'.

; Da» sozialdemokratische Zeutralorgan fragt, ob im «rafen »allestrem der »stramme Rittmeister*, ben er te Laufe seiner Amtsführung scheinbar »etwa» gebändigt*, wieder bie Oberhand erlangt habe, und erklärt, daß die Präsidenten-Dittatur da» schlechteste Mtttel wäre, um die Obstruktton zu verhindern, die bisher geruht habe, die aber, »wemt herausgefordert*, ben Kampf aufuehmeu könne mit der Gewißheit des Sieges über parlamentarische Dittatmgelüste auf dem Präfidenienstuhl und im Hause. Die »Frei.

»So wdst Du mir ben Gefallen thun und Johanne» aufsucheu, Helene?' fragte Leuchen, »aber ®n^barfft keiner Meuschenseele etwas verrathen, hörst

»Verlaß Dich nur getrost auf mich, Lori, ich werbe e» schon zu Deiner Znftiebeuheit besorgen,' Sustette Helene fteunblich.

Um viele» erleichtert verließ Lott da» Zimmer nah setzte sich still in bie Laube, den Kopf in bie Hand gestützt.

Der Abeud'war angebrochen. Draußen im Garten wanderte Berneck mit Helene aus und ab, die plaudernden Stimmen drangen bi» zu dem einsamen Mädchen herüber, fie unterhielten fich lebhaft mtt einander und Helene schien e» schon gelungen zu fei«, ben Onkel in etwa» aufzuheiter»; fie lachte fo hell nnb lustig, baß e» Lori orbentlich weh «hat, und der alte Herr ließ sich gern von dem schönen Mädchen die «rille» vettrttben, Helene verstand dies ganz ausgezeichnet.

Plötzlich träte* die Beiden zu Lott in die Laube und nahmen ihr gegenüber Platz. Eie schaute auf mtt müden Augen und Helene tief lochend:Mach' k«dt fo traurige» Gesicht, Kleine, steh' nm, wie schön Her alles ist und wie die Linden duften, ah, e» ist östlich.'

Sorte antwortete nicht. Des Herz war ihr so chwer, alle Freude war gestorben in ihr und um ie her. Thra» legte schmeichelnd den Kopf in den Schooß der jungen Herrin. Lori beachtete e» kaum.

paar Mal räusperte fich der alte Herr und wechselte, einen bedeutungsvollen Blick mit Helene, bie ihn ihrerseits axfm«nternb ansah; dann begann er zögernd: u

»Selene hat mir diese« Abend ein« Plan ent- 1

tL den an» ben Führern aller Parteien bestehenden iorenkonvent zu hören und vorgezoge», selbstständig

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