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Zweites Blatt.
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Preußisches Herrenhaus.
• J$a8 Herrer hiuS berieth ben Gesetzentwurf, betreffend die Kommunalwahlriform und verwies denselben an eine ISgllebiige Kommission. Die Oberbürgermeister Becker- Kö n und Lentz« - Barmen sprachen gegen die Borlage, speziell gegen das Durchschnittsprinzip, und für die Zwölfti l- uug; Minister Freiherr v. Rheinbaben und Graf Botho Eulenburg vertheidigten den Entwurf. Das Herrenhaus erledigte ferner diverse kleinere Sachen. Der Gesetzentwur über die Polizeiverwaltung in den Berliner Vororten wurde debattelos angenommen.
Bon Paul Lindenberg.
und Afrika beschämen Europa. — Die Kolonial'
reckt keck der Erffelthurm seine eisengesponnene» Glieder in die Lüste, um ihn herum aber reiht sich Palast an Palast in mannigfachster Gestaltung und den verschiedensten Größe», reiht fich ein ganzes Heer von Pavillons und Kiosken in jeder nur denkbaren Formung, Verzierung und Färbung, ganz fern schließt das wundervolle Bild der ElektricitätS- und Wafler- Palast ab mit seiner hochgewölbten Grotte und seine» weste» BasfinS, seinem reichen dekorastve» Schmuck und den mächtigen Freitreppen, die zu de» obere» Hallen führe», von deren Mitteldach der Genius der Elektticität herniedergrößt, hinter welchem eine ungeheure goldbroncene Sonne ihre Strahlen ansbrestet, daß die Auge» thatfächlich geblendet werde». Aber sie finde» de» anmuthigste« Susmhepmrkc in be» prächtige» Sartevavlage», die fich mit ihre» färbe», glühende», köstliche» Tulpe»- n»d Hyacinthe». Beete» mm Trocadero herabwinde», »nd nun erst, nachdem e das ganze reizende Bild erfaßt, beachten fie die Nachbarschaft, unb von Nen-m ergreift uns Erstaunen und Bewunderung--das ist ja der Kreml,
der Moskauer Kreml, der, natürlich in Ver- leinerurg, hier links unter u»S liegt, becKiernl mst einen stutzigen Mauern, Zinnen, Vorbauten, Thürmen, ans seiner Mitte fich erhebend der 60 Meter hohe Glockenthurm, dessen oberer Aufsatz aus bunter Majolika gefertigt ist. Und bunte Flies-Verzierungen ranken fich überall an den Mauern entlang, um d!e s?ortale, um die Erker und klettern zu de» spitzen grüne» und rothc» Dächer» empor, auf denen dec schwarze Doppeladler auf gelbem Grunde an hohe» Flaggenmasten flattert.
selbst bei kurz bemessener Zeit, kaum eine der Haupt- sehenswürdigkeite» überschlagen. Diese verschiedene» Theile der Ausstellung find: die Paläste der ChampS- ElysseS, dann die Al'xander III.-Brücke mit den Bauten der Jnvaliden-Esplanade; anschließend die Straße der ftemden Nationen und das linke Seineufer bis zum Marsfelde; darauf das Marsfeld; endlich der Trocadero mit der Kolonial-Ablheilung unb zum Schluß das rechte Seinenfer mit feine» vielfachen Brlnstigunge», mit Alt-Paris rc.
Wäre die Ausstellung fertig,-so würde ich die verehrten Leser bstten, mit mit durch das Haupt- portal am Konkordienplatze einzustete», um die obige Wanderung folgerichtig zu unternehmen; d. h. meine liebenswürdige» Begleiter würde» zunächst, wie ich schon so oft, ganz verdutzt vor dem oben genannten Portal stehen bleiben und fich beß wunder», daß estr so geschmackloses, in orientalischem Stil grellbunt errichtetes Ding, wie diese Eingangshalle, in der archstekionisch sonst so gelungenen Ausstellung seinen Platz finde» konnte, als Gipfel der Geschmacklosigkeit würde» sie aber die auf der Kuppel thronende, die Fremden bewillkommnende Gestalt der Stadt Paris betrachten, eine sehr moderne Pariserin mit blauem, schwer herabfallendem, schlafrockähnkichem Thearermantel. Na, die kleinen Pariserinnen, die so zierlich unten entlangstippel», haben keinen Grund zur Eifersucht auf ihre große Landsmännin da oben. Dan» würden wir durch die breite, schattige Allee wandern und würden uns an dem schönheitsvollen Anblick erfreuen, den die beiden in gelblichem Sandstein aufgeführten Haupipzläste darbieten, wir würden die Kunstschätze in ihnen bewundern und uns danach über die herrliche Alkranderbrücke zu den das Kunst gewerbe Frankreichs und der stunden Staate» be-
Caffek, 11. Mai. Ein schrecklicher Unglücks- falls hat fich gestern Abend auf dem Bahnhof Bettenhaus n zugestagen. Die Tochter des Gemeindedieners Schä'er wollte den nm 7 Uhr abgehende» Zug zur Heimkehr benutzen, wurde von dem einfahrenden Zuge erf'ßt und getödtet. Die Ursache dieses Unglücks ■>ütfte darauf zurückzuführen sei, daß die große Masse von Leute», welche, wie gewwöhnlich, mit dem Waldkappeler Zuge, dem sogeoannten Arbeiter- zvfie, fahren wollte, auf den einfahrende» Zig losstürzte», um die Sitzplätze zu erhaschen. Hierbe wurde das Mädchen nach vor» gestoßen und kam unter den Zug.
0. Jesberg, 10. Mai. Eine Frau vo» hier, welche Oel heiß machte, hatte unvorsichtiger Weise die Kacheln zugemacht. Als fie diese öffnete, nm nach dem Oel zu sehe», schlugen ihr die Flamme» derart eatgege», daß sie fich daS'ganze Gesicht v:rbran»te. Der Zustand ist bedenklich, unb es ist eine Einbuße des Augenlichts zu befürchten.
o. J-rb-rg, 9. Mai. Die Folgen des über Cassel und Umgegend niedergegangenen Unwetters hatte» sich auch in unserem Orte bemerkbar gemacht, obgleich daS Unwetter hier bis auf einen lang ersehnten und fruchtbare» Regen fast gar nicht znm Ausdruck gekommen war. Doch die Betriebsstörungen veranlaßten gestern Abend für das Eir treffen unserer Post eine ganze Stunde Verspätung.
X Waldkappel (Kr. Eschwege), 9. Mai. Ein furchtbares Gewitter entlud sich am gestrigen Nachmittage über nuferer Gegend. Trotz des heftigen Regens wurde» daselbst, dem Vernehme» nach, fünf Gebäude eingeäschert. I» den Gemarttroge» Schemmern und Burghofen haben die wolkenbruch- artige» Ergüffe de» Felder» furchtbar mitgespielt. Dieselbe» sind theilweise bis auf de» Bode» aus- gewasche». Ein Kind konnte nur mit Noth den Finthen entrifleu werden.
§ Offenbach a. M., 10 Mai. Der Vereinstag der deutsche» lavdwirthschastliche» Genossenschaften ist von dem Anwalt des Allgemeine» Verbandes dieses Jahr für den 14.—16. August nach Halle an der Saale einbernfe». Dieser Kongreß zählt jetzt 26 Verbände und 7000 Genoffenschafte» als ordentliche Mitglieder.
Hierauf wii d der Antrag der Abg. Gröber angenommen, die Redaktton des Antrags jedcch der zweiten Lesung Vorbehalten.
Sodann wird der Schlußparagrcph betreffend die Aufhebung bei Gesetzes angenommen und die zweite Lesung auf den 15. Mai angesetzt.
Heffen-Naffau und Nachbargebiete.
Frankenberg, 10. Mai. I» der letzte» Stadtverordneter fitzung wurde ei» Schreibe» der Hesfische» Brandverstcherungsaustalt zur Kenntniß gebracht, worin dieselbe fich verpflichtet, der Stadt zur Erbauung der Wasserleitung einen Baarzuschnß vo» 6500 Mk. zu gewähren. Ferner erklärt fich diefilbe bereit, ein Kapital von 35 000 Mk. zu 21 /3% Zinsen, rückzahlbar in 10 Jahren, zu leihen und zu dem be der hiesigen Sparkafle geliehene» Kapital vo» 100000 Mark eine« Zinsfuß von 1% zu zahle», unter der Bedingung, daß die Stadt sich zur Anschaffung einer mechanischen Feuerleiter verpflicht. Obgleich man von d r No hwcndigkeit der Anschaffung einer solchen Leiter sür unsere Verhältnisse nicht überzeugt war, wurde die Anschaffung beschlossen, nm de» Vorschrifte» der LandeSverficherungSanstalt nachzukommeu.
Cassel, 10. Mai. Auf dem gestern Morgen um 6 Uhr hier abgelaffene« Persouenzuge der Main- Weserbahn ist in der Nähe der Station Vilbel ein Passagier bind in das neben dem Bahndamm hin- laufende Hochwaffer der Nidda gesprungen. Später wurde der Mann am Ufer schwer verletzt aufgefunden und i« das Krankenhaus überführt. — Dem Vernehmen nach ist das Stadtpark Etablissement für 420000 Mark vo» Henn Privatmann Dorndorf angekauft worden.
(Hermelin-Imitation) gefütterten Pelzmantel" bekleid durchschritt die Bühne und steigt langsam und majestätisch die zum Throne führenden Stufen empor. Alle verneigen sich, und der Ministerpräsident über- reicht ihm eine Papierrolle, die die Thronrede enthalten soll. Unter dem feierliche» Schweige» der Zuschauer entfaltet der König die Rolle, bedachtet sie und . . . merkt, daß er leeres Papier in der Hand hält. Der Requisiteur hat fich geirrt. Was thun? Die Rede ist sehr lang; es ist unmöglich, fie mit Hilfe des Souffleurs herzusagen; der Souffleur ist übrigens zu wett entfernt und kann von dem unan» genehme» Jrrthum nicht in Kenntniß gesetzt werden. Was thun? Durch den Kopf des Königs geht ein genialer Gedanke. Nachdem er einen zweiten würdevollen Blick auf das weiße Papier geworfen, rollt er es wieder zusammen, giebt eS dem Ministerpräsidenten und sagt mit befehlerischem Ton: „Lesen Sie!" Der Ministerpräsident wird durch diese unerwartete Neuerung ein wenig aus der Fassung gebracht; ttotzdem nimmt er die Rolle und entfaltet sie. Der kleine Scherz, den fich der König erlaubt hat, wttd ihm sofort klar; er rollt die „Thronrede" wieder feierlich zusammen, nimmt einen prächtige« Mesfingorden von feiner Brust, legt ihn fammt der „Th onrede" zu den Füßen des Königs nieder und sagt mit großer Würde: „Majestät! da ich mit dem Inhalt der Thronrede nicht einverstanden bi», gebe ich meine Demission." Sprichts und verläßt die Bühne, ohne erst auf Antwort zu warte«. — Soweit dir „Tribuna" Der Scherz ist gut, aber vielleicht nicht mehr ganz neu. Bekanntlich machen nicht nur große Schauspieler, sondern auch die Anekdoten über die großen Schauspieler ihre Gastreisen.
A«S Nah unb Fern. Vor dem Lebaer H«fe» find bei heftigem Sturm vier Kutter gekentert. Sämmtliche Manvschaftr» find ertrunken. Es fehlen noch mehrere Kutter. — Aus Antwe-pr» wird gemeldet, daß die Forcit-und Dynamitsaorik von Herenthal tu die Luft gepflogen ist. Sämmtliche umliegende Gebäude find vom Erdboden verschwunden. Die Zahl der Opfer ist noch nicht festgestkllt. — Jo der Aula der Wiener Universität fanden Mittwoch Mittag Schlägereien zwischen deutschnationalen und katholischen Studentenverbindungen statt. L tzt.re wurden aus der Aula herausgedrängt. Die Polizei räumte mit gezogenem Säbel die Raupe vor der Universität. — Der hoch- angesehene Rechtsanwalt Kortüm vergiftete sich in Lugano. Seine bisher festgestellten Passiva be- rage» nahezu 500 000 Mk. Aktiva find kaum vor- Hande«. — Zum Konitzer Mord berichtet der Graudenzer „Gesellige": Die Annahme, daß der junge Winter ui der Narkose bei einem Zahnarzte „gestorben" und dann zerstückelt worden ist, ist nicht Haltmr. Dagegen spricht dir vollständige Blutleere der Körpertheile.
herbergenden Paläste der Jnvaliden-Esplanade begebe», aber das ist ebe» noch Znkunstmufik, jetzt würde« die zarte» Füßche» meiner schöne« Leserstine» einfach streike», und manchen wohlverdienten Vorwurf bekäme ich zu höre», denn wen» man auch schon draußen umher prornentten kann, falls man fich nichts aus enger Brüderschaft mtt Staub und Schmutz macht, drinnen ist cs noch nicht möglich, das ist — vor Allem in den Bauten der Jnvaliden-Esplanade — nur etwas für Selbmordkandibate«, bie nicht durch eigne Harb aus bem Lebe« scheiben wollen, sonber» burch einige Z-ntnerstücke herabfallenben Gipse», burch ein uwpurzelnbeS Gerüst, durch ein Paar gewichtige Kiste», welche (es steht i» verschiedenen Sprachen darauf: „Achtung! Vorsicht! Nicht stürzen!') plötzlich von irgendwoher herabgepoüert werden.
Also beginne» wir an einer anderen Stelle unb cenben wir uns dem Trocadero zu, jenem stolzen Holle« Gebäude, das der 1878 er Weltausstellung zur Zierde gereichte, wobei zu erwähnen ist, daß die tfcige Ausstellung keinen derartigen „Clou", wir liefen in maurischem Stil errichteten Palast, der feinen Namen einem von ben Franzosen 1823 bei Cadix genommenen Fort entlehnt, unb wie ben Eifftl thurm, besitzt. Von außen treten wir ein, um durch bie Gallerte» die Treppe» hinabzuschreiten, ober wie gebannt bleibe« wir stehe«, ben« von bewegend r Großartigkeit ist der Blick auf diese» Theil der Ausstellung: eine ganze Stadt von weißleuchtenden, fremdartigen Gebäude» liegt unter uns, überall ragen Kuppeln, ragen schlanke Minarets und spitze Pagoden auf, lugen zwischen freundlichem Grün die Giebel bunter Tempel, die Fahnen und Flaggen, und dahinter, jenseits des silberne» Bandes der Seine,
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^Echou früher ist erwähnt worden, daß als ein fixerer Vorzug der Weltausstellung trotz ihrer Feigen Ausdehnung — sie bedeckt einen Flächen- von über 1 Million Quadratmeter, von denen r* bie Hälfte bebaut ist — ihre praktische Ein- angesehen werde« muß. Wer nicht ganz Ws umherschlendert, kann in aller Behaglichkeit p Theil nach dem ander» besuche» und wird,
lNachdruck verboten.)
Streifzüge durch s die Pariser Weltausstellung.
Vermischtes.
Eine denkwürdige Szene. In einem italienische» VolkStheather gab man jüngst, wie die römische „Tribuna" erzählt, ein großes „historisches Schau spiel," in welchem ein König die Thronrede verlesen sollte. Der Hof, die Edelste» der Nation, die Vertreter der Provinz und des Heeres standen ernst und würdevoll auf der Bühne, zu beiden Seite» des Thrones, ben Bewaffnete und Würdenträger umgaben. Der König, mit dem langen, mit Kaninchenfelle»
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parlamentarisches.
Die Flattenvorlage in der Budget kommissio«.
«eichstag.
Der Reichsteg berikth in erster Lesung den Gesetz- enttmnf über di« mllitäiische Strafrechtspflege in Kiamschou. Auf Vorschlag d s Abgeoid eten Baffei mann, dem di« übrigen Rednr be pflichteten ward die zweit« Lesung des Entwurf» von der Tagesordnung abresetzt, um Zeit zu gewinnen, in den Gesetzentwurf «in« Bestimmung hineinzubringen, wonach derselbe zurück st nur auf iirrig« Jahie Giltigkeit hat Dann tomö« di« zweit« Berathung der Gewerbeunfallver sich, ruugSgesetzeS beendet und der Rest desselben noch den KommissionSbeschiüffen, § 82 mit einem vom Abg. Freiherrn o Stumm beantragt«» Zusatz angenommen.
ttoritätd *gt, geistreiche Erörterungen darüber anstelle«, daß auf de Pariser Weltausstellung Asten und
-FlacÄ itta ihre Weltschwester Europa ganz beträchtlich in Mk. I Ssg auf Schnelligkeit und zum Theil auch ein» 5, aS vksdolle bauliche Vertretung überflügelt haben, ehrend am Seinequai, dort, wo fich die Paläste ® Pavillons der Kulturstaate» hinziehen, noch an d» Stellen werkthätig gewirkt »nd geschafft wird, hrend die Mehrzahl der Thore »och geschloffen ist 6 im Inner» der Gebäude ei» schlimmes Durch ••über herrscht, ist bie Kolonialausstellung am Madera größtenteils fertig unb iwponirt alle» *$ern nicht »vr dadurch, souber» auch durch die des Fremdartigen und Interessante», bas
1 w mancher Beziehung eine Reise um die Erde
M 110 Marburg „
tt»'***«iowmSL..>1Sonnabend, 12. Mai 1900. 3"jat,r8-
Schließlich wird Artikel 8 des Antrages des Abge- utaften Müller-Fulda, betreffend di« Verwendung der im Aüaobchldchmmgrjahr 1900 eingehenden Ueberschüsse bei den horrbri «ichkftempelabgabeu zur Verstärkung der Betriebsmittel k. 2.50 Reichs kaffe angenommen unter Ablehnung eines Äb-
SUUlif «Mutig am Trocadero. — Erster Eindruck. — Der .«,„.11-, ?k°ucr Kreml. — Was er birgt. — Im rusfischen Dereu® fa. _ $on Jj« sibirischen Eisenbahn. — Bei den Samo- und z» **. — Di« buddhistisch« Ausfüllung de» Fürsten ' "i . Uchtomsky. — Von Moskau nach Peking.
Abg. Müller-Fulda begründet die von ihm be- ler;Mk.l|toti6tt« Risolution bezüglich der Finanzirung des
Dulrebaä jwerungSantrages des Abgeordneten Richter, der die t. 2.50°Leb«ischlisse zur Tilgung der Anleihen verwandt wissen Union-B ««ütt. Hiermit wird die Berathung der Stempelgesetze
' ~ Mloffen.
_________! Nurmehr beginnt die Berathung der eingangs er» rei Henri «ehrten Anträge der Abgeordu«t«n Gröber und Müller-
---VLNÄ Abgg. Frese, Graf Arnim und Paasch, haieftiien gegen dir Wiederaufnahme der Srefahrkaitene imenf Abg Gröber diesen Punkt fallen läßt.
tat». Er holte rS für bester, bie Frage durch «ine ution und nicht durch ein Gesetz zu lösen. Di« An- e bezweckten eine Verminderung d«r Anleihen und eine g der bereits vorhandenen Schuld.
Abg Richter stimmt der Resolution bezüglich der irung des Marineetat» zu, dagegen sei er «in grurrd- r Gegner der Ueberweisung bestimmter Einnahmen bestimmt« Ausgobin. Man wöge die Ueberschüsse samwt sonders zur Schuldentilgung verwenden.
Uoterftaatksekretär Aschenborn stimmt dem Vor-1 zu. Die Gesarnmteinrahrnen müßten dem Gesammt- gegenüber gestellt werden. Aus dies.m Grunde er dem entgegensteheuden Gedanken des Antrages des Müller-Fulda nur mit all«m Vorbehalt beten. Der Bundksrath werd« fich zunächst darüb«r ftg machen wüste».
Abg. Richter schlägt vor, nur den ersten Absatz Aesolutton: „Anderer Ersatz der Flottenwnthe" anzu-
Abg. Müller- Fulda erklärt fich damit einver- und zieht de» folgenden Satz zurück, worauf die lution in der beschränken Form angenommen wird. 6« folgt die Berathung des Antrags de» Abg. röber.
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg ««d Kirchhain.
Ä«!»! ■Mt'h"”- Jllustrirtes
8ttbflftione 9T?Qrft 21 __ Xtltbhon M
__ _ * __________ oeeoamon: Markt 21. — Telephon 55.
Zar Flottennovell« liegt der Budgetkommisfion außer M, bereits bekannten Anträgen der Abgg. Grö.erund Müller- zMa «in Resolutions Entwarf d«S Abgeordneten Müller- Ailda vor, in dem zur Beseitigung der Leutenoth -hder Landwirthschaft die Oeffnung der Reichs- zreuz«n für den Zuzug sremdrrArbeiter geford« t wird.
Rachdeu zunächst dir Subkommisfion bezüglich der tewvelvflicht der KompensationS - Ge-
nrnlich Tijäft« Bericht erstattet hat, wird «ach längerer Debatte s K0 der Ar trag der Subkomm sfion bezüglich der Abgaben, _ -—-r die Kommisfionärr zu entrichten haben, wenn die-
0 Psi- -Wm an einem Tage eine Einkaufs- und Verkaufs- Ng kannisfiou über Werrhpapiere derselben Gattung al» nt ahenten aus führen, angenommen, dergleichen ein ag des Abgeordneten Grafen Arnim, betreffend die mit zusammenhängende Aenderung des StempelgesetzeS, ein Antrag des Abg. P a a s ch e bezüglich der Höhe Stempels.