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Erstes Blatt.
biumai renreichen ßanbtS
zu Gunsten Englands
gebotenen Sorge getragen, währenb dies abfeiten der
und dann kam auch bald die Bombe, l ieiBui.n k-.ireswegS der Fall ist. . Hierin liegt der Irnf * SRelh» Kein• twnvew l^m S l. ... t #. t r i* • r »
selbst traf.
Beide Beine waren ihm dermaßen
Kern der südafrikanische» Frage.
Wirklich, diese Geschosse find
Die Chinesen habe» ihre „civilifirte* England steht mit auf gleicher Höhe, und solche
Lyditbombe spricht. Englands würdig. „Stinkiöpfe*, daS feinen Lyditbombe»
diese Redensarten nicht glaubt uud die Räuberpolittk Erglands in Afrika durchschaut. Gewiß glauben wir mit d rrn Leutnant Fuhr, daß die Engländer die West n nicht eher »iederlegeu werden, ehe fie Süd- ofiifa unterjocht ha^eu, wir glauben auch mit
Leute berbreitkn daun die Mär, ihre Oberherrschaft über Südafrika sei »othwendig im Interesse des Landes uud der Civiltsatiou. Ei» Glück nur ist es, daß jeder, der nicht durch die englische Brille schaut,
ge- des der
Einige Bemerkungen müssen wir schon zu diesem Briefe machen. Zunächst ist der PafluS des Briefes sehr interi ssaut, der über die Wirkungen der „humanen*
schmettert, daß an Rettung durch Amputation nicht W gedacht werden konnte. In einigeu Stunde» |ei hauchte der brave Bursche sei» ju-geS Lebe» P. Telle est la guerre 1
Unsere Truppen erleiden durch Krankheit, besonders ssterleibSeutzündung uud Tysienterie, weit schwerere khjit als durch die Geschoffe des Feindes. Während B Belagerung von Ladysmith, find dort allein über W Opfer vo» dieser Kriegsgeißel dahingerafft. Bet »serem Einzüge war eS ei» herzzerreißender Anblick, * gleichzeitig aber auch begeisternd auf uns wirkte,
Sozialdemokratie uud Weltfrieden.
Bo» verfchiedeueu sozialdemokratische» Blättern wurde die diesjährige Maifeier als eine Kundgebung zu Gunsten des Weltfriedens bezeichnet. Wer indessen nur einen aufmerksame» Blick in die Wirklichkeit der Dirge rhut, der weiß, daß bk8 müßiges Gesckwätz ist. Gesetzt selbst, die deutsche Sozialdemokratie wäre lhat- sächlich, wie sie vorgiebt, ehrlich bestrebt, de« Weltfrieden hkizustellen, so könnte ihr Streben doch nur bau» von Erfolg begleitet sein, wen» auch die Sozialdemokratie der übrige» Länder ebenso dächte. Als aber vor einer Reihe vo» Jahren bei einem großen sozialistische» Kongreß in der Schweiz die Fordernng ausgestellt wurde, die sozialistische« Soldaten müßte« verpflichtet werde«, im Kriegsfall nicht zu schieße», eine Forderung, die wegen ihrer völligen Unmöglichkeit abgelehnt
ganzes Lebe« unvergeßlich bleiben.
Höchst fein am und unerklärlich erschien eS uvS Aller, — nachdem wir das Städtchen und feine Umgebung gemustert hatte», — daß eS der Besatzung gelungen war, dem Feivde so lauge zu wtdeistehen. Je e andere T nppe hätte Ladysmith rasch und ohne große Schmierst Mt bewältigt, den» seine Lage iß bet Vertheidiguug höchst ungünstig und eS war ein unverzeihlicher Fehler, dm Ott je zu einem Waffen- Plötze zu erwähle». Halb liegt daS Städtchen in der Ebene, halb am Abhange einer niedere« Hügelkette, von den benachbartgp Berge» vollständig beherrscht. In der Luftlinie ist der Umbulwauagipfel nur etwa 4 Kilometer weit von den Häusern entfernt, und auf dieser Höhe hatte« die Bure« ihre schwere«, weittragenden Creuzot Geschütze aufgestellt, ohne jedoch mit ihrem Feuer besondere Erfolge zu erzielen.
Allerdings haben wir in diesem Kriege die kenntniß theuer erkauft, daß die Bure», waS Ver. theidigung aubettifft, ihres Gleiche» kaum habe», aber für den Angriff, — außer wo es sich darum handelt, Hinterhalte zu legen, worin sie Meister sind — fehlt eS ihnen an aller und jeder Begabung, uud aus diesem Gründe wird der leidige Krieg auch wahrscheinlich früher endige«, als man bisher in weiten Kreise« geneigt war anzunehme«.
Unsrerseits können und dürfe» aber die Waffe« nicht niedergelegt werden, — koste eS was eS wolle — ehe die Frage, ob die englische oder die holländische Rasse in Südafrika die Oberhand haben soll, end- pültig gelöst ist zu Gunst,n Englands und zur künftige» Wohlfahrt Südafrikas; denn von englischer Sette wird die polttische und wirthschafiliche Gleichberechtigung der gesammten veißm Bevölkerung anerkannt und sür eine gerechte Behandlung der farbigen Ein-
Aus dem englischen Lager alten wir wieder durch Vermittlung eines itzte» Freundes unseres Blattes einen Brief (tn Leutnants R. H. Fuhr, Militärarzt in englischen Brigade. Der Brief lautet:
als die tiodr dienstfähigen Offiziere und Mannschaften der Garnison unS empfingen. Blaß und abge- magert, mit dem Stempel d,S LttdenS und der Ent- vehiung jedem eingefallenm Antlitze scharf eingeprägt, aber die Augen leuchtend in dem stolzen Bewußtsei»,
fein wird. Ob aber im Interesse der Wohlfahrt Südafrikas? Diese Frage müssen wir entschiede» verneine». WaS die Behandlung- der Eingeborenen betrifft, auf die Herr Fuhr hinweist, so meinen wir, daß die Hungersnoth in Indien deutlich zeigt, daß England den» doch nicht sür die Wohlfahrt der Eingeborenen eine sichere Gewähr bietet. Daß aber die weiße Bevölkerung insbesondere wir D e u t s ch e ein dttekteS Interesse an der Unabhängigkeit der Burenstaate» habe», daS hat neuer« binfie wieder Professor Dr. Kail Doue in der „Deutschen Colonialzeitung* auSeinanderges,tzt. Wenn auch Südafrika Mn eigentliches Answandeiungsland zu werden vermag", führt der I ueuser Geograph ans, „so ist doch soviel sicher, daß die Kultur, die von diesen Länder» Besitz zu ergreife» beginnt, eine einheitlich europäische fein wird. Und diese Gebiete, innerhalb deren ein, wen» auch nicht der Zahl der Menschen, so doch der Umgestaltung des WKIHschaftSlebens nach an unsere eigenen Kulturstaaten erinnerndes Ganze sich entwickelt, fie grenzen unmittelbar an eine fremde Welt, von ihnen a«S führe» die nächste» und unmittelbarste» Verbindungen hinein in die afrikanischen Trope», die man in England schon lange als daS Indien der Zukunft betrachtet. Wer aber wird der Behenscher des ttoptschen Afrika sein, wer wird sich die Reichthürner aneignen, welche Pflanzer und Kauf, leute im Laufe des zwanzigsten Jahrhunderts diesem ungeheueren Gebiete entnehmen werden? Ohne Frage werd,« die Schätze dieses Gebietes von dem unmittelbar benachbarte» Earopä rlande aus gehoben werden. Mau braucht nicht einmal in Natal beobachtet zu habe», von wie großem Einfluß auf die Entwicklung eines Landes eS ist, wenn zwei gänzlich verschiedene Kulturgebiete durch unmittelbare räumliche Nachbarschaft in engste Wechselbeziehung zu einander treten. Für den, der die Bedingungen deS afrikanischen WirthschaftSlebenS kennt, steht es völlig fest, daß vo» Süden auS das zentrale Gebirt cisedlosien und auSgebeutet wird. Glaubt man nun wirklich, daß es gleickgiltig fei, ob die Burenstaate» und das Afrikanderthum, das an ihnen immer noch eine Art Rückhalt fand, nach dem jetzigen Kriege einer langsamen Verengländerung unterworfen werden? Ei» britisches Südafrika, d. h. ein solches, in dem die britische Nationalität schließlich die Oberhand gewinnt, bedeutet nichts anderes, als daß auch die wirthschafiliche Ausbeutung des ttopische» Afttka ganz in englische Hände fallen muß.
der schlanken Hand durch das leicht ergraute Haar strich. Berneck hatte daS Gefühl, als würge ihm etwas an der Kehle; eutlich begann er:
»Wir haben uns lange nicht gesehen, Egon, und ich hätte mir nicht träume» lassen, daß ich jemals wieder den Fuß über Deine Schwelle setze» würde.*
Da er keine Antwort erhielt, fuhr er fort: „ES überrascht Dich, nicht wahr, daß ich hier stehe?*
Der Andere schüttelte mit spötttschem Lächeln den Kopf.
„Keineswegs.*
„Nicht? So wußtest Du wohl von Deinem Sohne, daß ich kommen würde?'
.Nein*--
„Aber ich verstehe nicht*---
»Sie werden verstehen lernen, wen« ich Ihne« sage, daß ich über Ihre Verhältniffe* — er legte einen scharfen Nachdruck auf das letzte Wort, — „ganz genau unterrichtet bin, und Sie sich dekhalb jede wettere Mühe spare« könne«!*
Berneck begriff nicht, was der Andere meinte, er trat einen Schritt naher heran und sagte in bittendem Ton: „Laß dos fremde „Sie*, Egon. Ich komme in versöhnlicher Absicht* —
„Die ich aber ganz genau durchschaue,* 'unter brach ihn Lindemann höhnisch.
Doch B-rneck beachtete den Einwurf gar nicht.
„Laß dos Verxargkre vergesst» ft in, Egon. Tie Herzen unserer Kinder haben sich ohne unfir Zuthuu gtfunben, wir wollen ihrem Glück nicht im Wege stehen, und ich bin gekommen, die alte Freundschaft zwischen uns wieder herzvstehen; ich liebe mein einziges Kind zu sehr, als daß ich sm unseres Streites willen es leib-n sehen möchte, und darrm, schlag' ein, viele Worte zu machen, Du weißt es.*
Man sollte annehmen, daß die Gefahr einer solchen Gestaltung der Dinge auch die schläfrigste« Politiker ein wenig aufrütteln müßte. Wir stehen im Handel uud auf iudusttiellem Gebiet unmittelbar hinter England und werden außer vo« diesem vo« Md em andere« Volke darin überttoffe«. Die Welt aber enthält nicht mehr so viel herrenlose Gebiete — den Ausdruck im wirthschaftliche» Sinne verstanden —, daß Deutschland ruhig Zusehen könnte, wenn ein zu- küttstiges Ausbeutung sgebiet, von der Größe Europas auf dem Umwege über Südafrika ganz in den Besitz Englands fällt. Das beste, man kann sagen das einzige Mittel, daS zu hindern, was unser ganzes Volk in wenigen Jahrzehnten als schwersten Schaden empfinde« würde, ist und bleibt die Verhinderung der Entstehung eines britischen GesammtreicheS. Diese aber ist nur durchzuführen, wenn den Burenstaaten die unbedingte Unathängkett und der Afrikandernation damit ei« maßgebender Einfluß in allen südafrikanischen Angelegenheiten erhalten bleibt*.
Er streckte bim Freunde die dicken Hände entgegen, auS seinen Augen leuchtete eS wie Rührung, ein feuchter Schimmer lag darin. DaS hätte wohl jede« Anderen «weicht, nur Lindeman» stand stumm und trotzig auf derselben Stelle; keine Miene seines Gesichtes verzog sich, er blieb kalt und gleichgiltig.
»DaS ist sehr gut auSgedacht,* begann Lindeman» endlich.
Mehr als die Worte selbst verletzte der Ton, der offenbar seine Wirkung auch nicht verfehlle; denn die Zornadern auf Berueck's Stint schwollt» bedeuk. lich an, aber noch wahrte er seine Ruhe.
»Stehe nicht so finfter und unnahbar hier,* bat Berneck wieder. „Wie sind Beide nicht mehr jung und wolle» uns die paar Jahre, die wir »och zu leben habe», »icht durch Feindschaft verbittern und obendrein die Kinder unglücklich mache».*
»Ha, ha, ha,* spottete der Andere, „wir schön Sie die Worte zu wähle» wissen; fie steht Ihnen, vorzüglich, diese heuchlerische Miene, die Sie fich da einstudirt habe». Aber ich sage Ihnen, mich fangen Sie nicht damit; ick kenne den Grund nur zu gut, der Ihr Handel» veranlaßt.*
„Egon, Du willst mich offinbar mit Absicht be leidigen; ich bin gekommen, Dich zu feilten, die Kinder glücklich zu mache», eine» anderen @:unb hatte ich nicht.*
»So,* fuhr Lindemann wild und leidenschaftlich ans, „Sie find nicht gekommen, weil cs um Haus und Hof btt Ihnen gar schlimm steht? Weil olles mit Hypotheken und Schulden überlastet ist? Weil Sie sich vor Ihren Gläubigern nicht mehr zu retten wußten und nun begehrlich nach reiche» Heirath für Ihre Tochter ausblicke», in der Sie die einzige Rettung sehen? Da ist mein Gimp l von Sohn gerade recht ins Netz g. flogen. Ha, das glaube ich
I lieber aus schreckhaft find die durch uns« Bomben» L> Granat Feuer verursachte» Verstimmungen. Ich jfe einen Verwundeten, dem der ganze obere Tyeil E LrnstknochenS nebst zwei Rippen weggerisie» und £| eine Knie völlig zerschmettert war. Durch die
Öffnung in der Brust war der eine Lungenflügel «Lieh sichtbar. Der Aeimste lebte noch als meine «te ihn fände», gab aber bald seine» Geist auf; W an Rettung war natürlich nicht zu denke».
Sine» andere» Buren zogen wir aus seinem chlvche hervor, wo er bewußtlos lag. Sein Gesicht B von sofft angelber Farbe. ES stellte sich heraus, ch sein Zustand von einer in nächster Nähe ge- itzten Lyrdttbombe herrührte. Keiner der Splitter itte verletzt, aber durch de» Luftdruck uud die Lyddtt- »fit ar er deS Bewußtseins beraubt. Unter sorg- Itiger Pflege erholte er fich ras» und wurde mit i übrige» Gefangene» forttrarsportirt.
Mein Sergeant rief mich zu einem Unglücklichen, t so schwer v« wunde t war, daß man ihn ans m Erdloche, in dem er lag, nicht fortschaffen könnte. I sollte einer von der deutschen Legion sei», was ür natürlich besonderes Interesse für ihn eivflößte. II ich herantrat, lag er mit dem Kopfe, weich geltet, außerhalb des Erdloches, um freier athmen ■ könne». Ich redete ihn auf deutsch an und er »»suchte zu lächeln, aber es gelang ihm kaum. Von M Höhe des KopjeS, auf dem er lag, hatte er über 1300 Geschosse gezählt dir in feintm Gesichtskreise Motzt waren. „Aber weshalb bliebe» Sie den» M*, fragte ich, worauf er mühsam erwiderte: „Ich ■tote nicht anders, — ich mußte meine Schuldigkeit
Umschau.
Die Lage in Karner»» scheint sehr bedrohlich zu fein. Wie die „Kolonial- Zeitschrift* in ihrer soeben erschienen Nummer i« einem Extrablatt rnittheilt, sollen bereits hinter Mon- darne, d. h. beim ersten Schrttt ins Waldland, an der Straße Leiche« von Getödtete« liegen. Dar heißt, daß selbst unter den dort wohnenden Stämmen, die als die ftiedlichsteu und harmloseste« in Somenut gelten, der Aufruhr ausgebrochen ist. Wen« jene Mittheilung, die der „Kol. Zeitschr." durch den be- kannten Begründer der Balistatton Hauptmann Hutter Sange« ist, fich bestätigen sollte, dann würde die altnng vo« Kamerun über die Methode, die fie zur Pazifijirung des Landes angewandt hat, Rechenschaft geben m äffen.
Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
3* e«|. *1*. a*berfWfrBwH*M in Statfatt »«antwortlich für bin Äcbattton: Redakteur Ha«, Hupfer In Marbnr»
■***••: **#«.- $«!<*« W. REmi M 81. - Tttephon 55.
wie H Iden gekämpft, geduldet, auSgeharrt und überttibm, daß diese Unterjochung deS Gold- und wunden zu haben. Der Anblick wir mir für mein biumai tenreichen Landes „zu Gunsten EaglandS*
wohl, daß Ihnen das passen möchte, mit meinem Gelbe Ihre Schulden zu bezahlen, aber ich sage Ihnen, Sie haben fich verrechnet, mein Herr, ich halte die Ange« offen und w.rde meinem dumme« Jungen de« Kopf schon zurechtsetze«, und Sie, — gehen Sie und suche« Sie fich einen anderen Schwiegersohn. Sie scheinen zu dieser Arbell wie geschaffen zu sein, wahrlich, besser wie Sie kann man seine Sache nicht machen.*
Berneck stand da wir vom Donner gerührt; er versuchte mehrmals, den Eifernde« zu unterbreche«, doch die Stimme versagte ihm de« Dienst, ihm schwindelte — er tastete nach einer Stütze und ergriff die nächste Stuhllehne, um sich daran festzrr- halte». Seine sonst so rothe« Wangen waren fahl geworden, er begriff nicht, wie ein solches Gerücht evistehen konnte, und erst, als Linndernann tief» aufalhmend schrieg, da wurde es ihm klar, daß et üben mußte, um den unseligen Jrrthurn — etwas anderes konnte es doch gar nicht sein, — aufzukläie». C; suchte veigebens seiner Erregung Herr zu werden, der Stimme Festigkeit zu gebe».
„Wir Dir das ellrs auch gesagt Halen mag, der hat gklogeu, schändlich gelogen: ich versichere Dir, e8 ist kein wahres Wott an der ganzen Sache, und ich ve:lange von Dir, daß Du mir den Name» jenes Elenden nennst!'
»Das ist einzig und allein mdne Sach: und kümmelt Sie durchaus nicht,' sagte Sinbematt» zu Berncck.
»Ich sage Dir nochmals, Egon, es ist alles, alles Lüge und Verleumdung!*
(Fortsitzung folgt.)
F (Nachdruck verboten.)
I Die kleine Lori.
I Original-Roman von Irene v. Hellmuth.
|| (Fortsetzung)
Es hatte fich in der langen Zett, seit Berneck “ Zimmer nicht mehr betreten hatte, auch nicht B Kleinste darin verändert. Alles noch genau so, e «»st, als er fast täglich hier weilte.
Einen Augenblick wollte es ihn wie Rührung vmanneu beim Anblick der wohlbekannten, alten, totn Möbel, kuf der glänzend polierten, dick- »chige» Kommode mit den Messingbefchlägen lag ft das kleinste Stäubchen, das steiflehnige Sopha, k »roße Kachelofen, die alte Schwarzwälderuhr, die itonienftürfe vor den runden, bleigefaßte» Scheiben, «, alles wie damals, in jener schönen, fernen Zeit.
Lei Bernecks Einttitt erhob fich eine hagere dergestalt vom Svpha, und blieb in strammer Evvg, die Hand leicht auf den Tisch gestützt, stehen, v dem Ar kömmling einen Schritt entgegenzugehen. I leisem Neigen des Kopfes erwiderte er den Gruß 1 Einttetenden, auf dem bleichen Gesicht, in den *ttt, kattblickcnden Augen war auch nicht eine von Ucberraschung oder Befremdung zu sehen k den Besuch des ehemaligen Freundes, es sah »aus, als wäre er schon davon nnlenidjter gewesen.
Livdemaun wartete offenbar vu! die Anrede ^kcks, die diesem ungemein schwer zu werden *”•- Tic beiden Männer standen fich eine Weile gegenüber, Jeder hoffte, der Andere werde £6 das Wort ergreifen ; die Situation begann recht Wch zu werden. Lerneck suhlte sich etwas ver- tll_ stier be» durchdringenden Blicken des ihm Müde:stehenden einstigen Freundes, der fich mit
tVf/Yvß« fv/k Anzeigen nehmen entgegen: He Expedition dieser Blattes, die Annoncen-
y vnnaux von Haasrnstei» & Bögler, Frankfurt a. M., Cassel, Mägde- or
Sonli-bend. 12. Mai 1900. 35' 3aW