14 Tage» starb hier nach kurzem Krankenlager
21 jährige Maurer W. Der Todt sollte iu z, innerer Verblutung {{»getreten fein. Doch ma< sich auch Stimmen geltend, daß eine Vergiftung, läge. Auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft^ Marburg wurde nui heute die Leiche in @egenJ Die
der Gerichtspersonen wieder ausgegraben und
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Besuche hier eingetroffen, ferner der Herzog von Ir
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»Der deutsche Kaufmann in der Vergangenheit." Mit der Abänderung der Satzungen ans Grund des Bürgerlichen Gesetzbuches, zwecks Eintrag des Ver- bandes in daS Veteinsregister wurde sich etnverstanoeu erklärt. Au» der sich hieran anschließenden Wahl weiterer 7 auswärtiger Mitglieder als Beisitzer der Verbandsleitung gingen folgende Herren hervor: 1) I. ®. Holzapfel E chwege, 2) E. Hirschberger- Hersfeld, 3) C. Gutberlet-Marbnrg, 4) A. Knutze- Witzenhausen, 5) B. Hartmann-Arolsen, 6) H. Andre- Fulda und 7) Wilh. Knüppel-Homberg. Die ausscheidenden Borstandsmitglieder wurden bis auf den
Körper der unglücklichen Frau, welche in hö-stch Schrecken natürlich nicht aus und ein wußte. *$ »folge der Detoratioa und des Sckreiens herbä geeilten Hausbewohner fanden die über 80jähfi Frau mit gänzlich verbranntem Gesicht auf ba
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begnügen. Die Meister haben, in allseuigem verständniß, auf dieses Zirkular eine Antwort gegeben. — Auch die hiesigen Maurer beabsichtig u den Ausstand zu treten. — Der heute gezog Gewinn von 40 000 Mk. der hessischen Landeslot
1 nach Gießen gefallen. Die diesjährige Vereinig der 50 er gewannen 1500 Mark.
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Gietzen, 7. Mai. Mit dem heutigen Tl »d die httsigen Weißbinder in einen Ausstand । treten. Ja einem den Meistern zugestellten Zulu
statteten dann dem Laden einen Besuch ab. Reooloer, Pattonen und Puloerschachteln fielen • innen in die Hände. Besonders suchten fie die Häuser des Süd- vtertelS heim. Sie zogen dort die Kellerschlüssel heraus und benutzten diese. In der Turnhalle des Turnvereins kletterten sie in die ihnen jedenfalls bekannten Räume und versahen sich mit Turnschuhen. In Bücking's Garten gelangten fie von der Schloßmauer herab in die Vorrathskammer und nahmen Alle» mit, was ihnen in die Hände fiel. Dabei stand einer von ihnen „Schmiere" (d. h. auf Posten). Als ihnen die Revolver nicht mehr genügten, gingen drei von den Angeklagten in ein Haus am Plan und stahlen dort ein Gewehr, einen Säbel, sowie etwa 15 Bücher. Arn DamrnelSberg und an anderen Plätzen veranstalteten fie dann Schießübungen Schließlich gelang es, die ganze Gesellschaft dingfest zu machen. Die Jungen gaben heute eine eingehende Schilderung ihrer schon mehr dummen als Jungen- Streiche. Sie waren im Großen und Ganzen geständig und schoben fich nur manchmal gegenseitig die Schuld zu. Das Urthell lautete gegen den Knaben I. auf 8 Monate Gefäugniß und 1 Woche Hast, gegen B. auf 10 Monate Gefäugniß und 2 Wochen Haft, gegen E. auf 6 Monate Gefäugniß und gegen Sch. auf einen Verweis, O. touibi fceigesp rochen. Bei 3. und B. rechnete man 1 Monat Untersuchungshaft als verbüßte Strafe an.
§ Heskem, 7. Mai. Am heutigen Abend 6 Uhr versammelten sich die Vertreter der Gemeind? Heskem, um ihrem alten bewährten Bürgermeister Heuser zu seinem 25 jährigen Dienstjabiläam nach- träglt* zu gratuliren. Infolge schwerer Erkrankung des Jubilars batte die Gratulation f Z. aufgeschoben werden müssen. Gestern nun überbrachten die Gemeinde-Vertreter ihren Glückwunsch zugleich mit einem kleinen Angebinde, einem schöne» Rahesessel, welchen der Beigeordnete Peil dem Jubilar mit herzlichen Wünschen für seine Gesundheit überreichte. Ein kleines Festessen hiett bis zur späten Abendstunde die Versammelten in gehodenerStimmung zusammen.
± Heskem, 6, Mai. Gestern wurde auf dem hiesigen Frieshofe die Leiche des früheren Vicebürgermeisters Rauch, der in wettern Umkreise bekannt und wegen seiner Aufrichtigkeit, Friedfertigkeit und Gefälligkeit überall beliebt war, zur lebten Ruhe bestattet. Deiselbe war iirrer der Aeltesten in hiefiger G-meinde, stets bestrebt, feinen Mitmenschen nicht nur durch stcks wohlgemeinten Rath, sondern auch durch die Thai förderlich und dienstlich zu fein. Ein stattlicher Leichenzug legte Zeugniß ab von der Achtung und Liebe, welche er fich in der Gemeinde er- worben hat.
§ Münchhauser», 8. Mai. Die hiesigen Viehmärkte finden am 16. und 22. August, nicht, wie neulich irrthümlich bekannt gemacht wurde, am 15. und 20. August statt.
Langenstein bei Kirchhain, 6. Mai. Von einem bedauerlichen Unglück wurde die hiefige Familie Schneiser betroffen. Ihr einundzwanzigjähriger Sohn, welcher in Iserlohn in Stellung war, stürzte am Mittwoch Abend, als er das nach außen stch'öffnende Fenster schließen wollte, aus dem dritten Stock so unglücklich zur Erde, daß der Tod sofort eintrat. Unter Betheiligung fast der ganzen Gemeinde fand gestern die Beerdigung der von Westfalen hierher gebrachten Leiche des jungen Mannes statt.
□ Momberg, 7. Mai. Unter außerordentlich zablietcher Betbeillgung ans Nah und Fern wurde heute die sterbliche Hülle eines unserer geachtetste» Mitbürger, des Herrn Privatier Blumenfeld, zu Grabe getragen. Der Verblichene, weltzer ein Alter von 98 Jabren erreichte, war der älteste Einwohner ' unseres Ortes.
zu einem eintägigen Besuch. irtinig
Knrzel, 8. Mai. Das Kaiserpaar in Begleit«!
Wiesbaden, 7. Mai. Lebendig berbrai ist heute Morgen ein in der Schwalbacherstw wohnende Witwe. Sie wollte zum Zwecke b kaffeekochenS Feuer anmachen und goß, um dassel chnell zu entfachen, auS einer Petroleumka»
Heffen-Naffau und Nachbargebiete.
Ziegenhain, 6. Mui. Am Montag voriger Woche hielt der Kreiskriegerverband Ziegenhain die 2. ordentliche Abgeorbneten-Versammlnug im Hotel zum deutschen Hause hierselbst ab. 15 Vereine waren vertreten. Die Vereine Spieskappel und Versa wurden neu in den Verbau» oufgeuommen, sodaß derselbe zur Zeit 23 Vereine zählt. Bei der nun folgenden Vorstandswahl wurde der bisherige Vorstand durch Zuruf wi dergewShlt. Tie Abhaltung des d esjährigeu Kreiskciegerfestes rief eine längere Besprechung hervor Wenn mau auch allgemein die Ansicht vertrat, doß dieses Fest in jedem Jahr zu feiern sei, so wurde doch mit Rücksicht auf die vielen sonstigen Feste, die in bi f m Jahre im Kreise gefeiert werde sollen und die Nähe dis KriegeroerdandS- festes Hoffen in Neustadt b-schloss u, in diesem Jahre von einem Berbaudsfeste abzusehev.
Caffel, 7. Mai. Die von dem Sommunal« lanbiage des Regierungsbezirks Caffel am 1. März und von dem Vrovinziallandtage Der Provinz Hffsen- Nassau am 23. Februar d. I. vollzogenen Wahlen deS Landerdirektors Riedesel Freiherrn z r Eisenbach in Caffel zam Landesdirektor der Provinz Hessen- Nassau auf eine wettere, mit dem 1. Juli bezw. 12. Dezember d. I. beginnende zwölfjährige Amtsdauer ist vom König betätigt worden. Gleichzeitig ist genehmigt worden, daß der Genannte fortan den Titel „Landeshauptmann" führe.
Caffel, 7. Mai. Aus den Verhandlungen der VII. Hauptversammlung deS Detaillistin-Verbandes für Hessen und Waldeck sei folgendes erwähnt: Der Bericht über die Thäligkeit des Verbandes betont, daß der Geschäftsbetrieb überaus flott wir, denn es kamen zum Versandt 811 Briefe, 27498 Drucksachen und 723 Mahnbriefe. Die Mitgliederzahl belief sich am 1. Ap-il d. I. auf 969 ordentliche und 106 außerordentliche Mitglieder. Was an Eingaben und Petitionen geleistet worden, so heißt es in dem Bericht weiter, sei nach Ansicht der Verbandsleitung genügend. Vor Allem habe die Verbandsleirung gekämpft gegen die Geistlichen und Lehrer, welche für die landwirthschaftlichen Genossenschaften die Geschäfte vermittelten. Wenn auf diesem Gebiete noch tetn großer Erfolg erzielt warben, so Hube dieses seinen Grund darin, daß bei der Regierung die Ansicht vorherrschte, den Landlenten würden durch diese BezugS- q ließen billigere Maaren zugeführt, in Folge dessen auch die Verhältnisse jenes Standes eine Besserung erfahren würden. Der darauf von Herrn Direktor Tripp erstattet Cassenbericht weist eine Gesammt- Einnahme von 6645 Mk. auf, der eine Gesammt- AuSgabe von 6397,27 Mk. gegenübersteht, so daß Bestand von 247,83 Mk. zu verzeichnen ist. Herr Dr. Metteihausen, Syndikus der hiesigen Handelskammer, hielt sodann einen Vortrag über
dem Friedhof von den Herren Sanitätsrath SchM (Cornberg) und Zülch (Treysa) secirt. Die uS* luchung ergab, daß absolut feine Vergiftung voE sondern daß der Todt durch innere Verblutung 1 getreten war. Die bedanernswerthe junge Wi^ hat durch die Feststellung der Todesursache wenigs Ansprüche auf die aesitzliche Rente, da der k unglückte, der ein fleißiger, um das Wohl s^ Familie treu besorgter Arbeiter war, fich in fjU- Berufe Schaden zugefügt hatte. n
l Arolsen, 7. Mai. In unferm NrchbaU Kirchberg Hal fich letzten Sonnabend ein recht M klagenswerther Unfall zugetragen. In der Nähe W aufrecht, mit den Zinken nach vorn an die Sw gesetzten Egge spielten Kinder. Ein dreijähriger KiW hatte stch auf die unterste Sprosse derselben gefi« wobei das Geräth umschlug und das Kmd am KM, o verletzte, daß es unter qualvollen Schmerzen M bald starb.
Fnlda, 7. Mai. Unsere Stadt erhält NW mehr auch ein Kaiser Friedrich-Denkmal. Eine yt Oberbürgermeister einberufene Versammlung bet U qlieber des Magistrates und der StadtberordnüD Versammlung sowie bet Spitzen der Behörden beschiß auf dem Hitzeplan nach Freilegung des Platzes, Standbild des Kaisers Friedrich zu errichten. $ Herren wählten einen Ausschuß, der die Vo arbeite
«ne erneute Einschließung rechtzeitig verhindert, rmd auch nach dem Kampfe am 5. beim Verfliesse ist eine in der Front noch unerschütterte Stellung sofort während der Nacht zum 6. gesäumt worden, als die Ueberschreitnng des Flnffes im Westen durch Hutton die rechte Flanke in Gefahr brachte. Der Rückzug ist wieder genau so gelungen wie bei De Weis Dorp. So wenig «8 dort dem in ihrem Rücken stehenden French gelang, sie ftstznhalten, so wenig hat jetzt Lord Roberts eher etwas davon gemerkt, als nachdem die Buren vollkommen verschwunden waren. ES ist das für Lord Roberts' Taktik wieder ein Fehlschlag; denn er muß seine Aufgabe nicht darin sehen, den Feind von Etappe zu Etappe zurückzudrängen, sondern ihn festzuhalten, wo er in Fühlung mit ihm kommt, und ihn zur Entscheidungsschlacht zu zwingen. Freilich soll zugegeben werden, daß das Entweichen deS Feindes hier besonders leicht war, denn es stand ihm die Eisenbahn zur Verfügung, mit deren Hülfe er feine Truppen mit feiner gesummten Artillerie und Troßkolonne in wenigen Stunden der v-rhängnitz- dollen Nähe des Feindes entrücken konnte. Aber da die Umgehung im Westen gelungen war, hätte Roberts sofort wenigsten« den Versuch machen müssen, die Eisenbahn im Rücken des Feindes zu zerstören, ein Auftrag, zu dessen Ausführung eine starke Krvallerie- patrou'lle genügt hätte. Inzwischen hat General Hutton das Versäumte soweit möglich nachgeholt. Er hat nach einer Meldung vom Veiflusse vom 6., im Laufe der Nacht (wie wir annehmen vom 6. zum 7.) durch zwei Kompignieen seiner berittenen Infanterie die Eisenbahn bet Smaldeel zeistören lassen. Smaldeel ist die Station, bet der fich die Anschlutz- linie nach Winbmg südöstlich abzweigt.
In Smaldeel wurden grotze Mengen Eisenbahn- material, Viehfutter und Getteide vorgefunden. Die Brücke über den Zanbflutz soll zerstört sein. Lord Roberts weitz davon freilich nichts zu melden. Er derichtet nur vom 6. Nachmittags: Wir haben heute den Veiflutz übeifdjdtten und unser Saget j tzt in Smaldeel aufg-schlagen. Der Feind befindet sich auf dem vollen Rückzug nach dem Vaa stütz und Kroon- st a b t. Die gestrige Umgrhtrugsbewegung der be ttitene« Infanterie wurde glänzend ausgeführt. Wir erbeuteten ein Moxtmgefchütz und machten 25 Gefangene. liefere Verluste betragen 1 Tobten, 15 Verwundete und 3 Vermißte.
5)er Kampf bei Windforton auf dem westlichen Kriegsschauplatz, der schließlich mit der Erzwingung des liebergangeS über bnt Vaal durch die Engländer geendet hat, ist äußerst erbittert gewesen. Wir Haden darüber bereits gestern ein ausführliches Telegramm veröffentlicht. Es ist begreiflich, daß die Buren große Anstrenguirge» gemacht haben, um den llebergang über bett Vaal zu verhindern. Denn wen» er gelang, wurde die rechte Flanke ihrer bei Fourteen StrearnS stehenden Armee bedroht. Die Buren habe» freilich ihre Stellung hier noch nicht anfgegeben, da bas Gelände auch nördlich deS Vaal- flnffes ihrer Taktik noch günstig ist und der Harts ■ River ihnen einen erneuten Rückhalt gtebt. Sorten . ist aber auch bereits hier mit ihnen im Kampfe; । »ach Roberts Meldung betrieb er sie am 5 nördlich i von Ruibam (Rutdarn?) auS ihren Stellungen. Man darf gespannt sein, ob die Umgehung der । rechten feindlichen Flanke auch hier gelingt. i
Hofnachrichten.
Cronberg, 8. Mai. Prinz und Prinze Heinrich find heute Vormittag zu einem 14tägifl
Der südafrikanische Krieg.
London, 8. Mai. „Mocning Post" mel aus Mafeking vorn 22. 4.: Bei äußerster S
hier eing troffen; es würbe von demkornrnandirendc General Grasen Hacseler, dem Bezirkspräsidente», ba Bürgermeister von Kürzel sowie der eöangelifäi
Parlamentarisches.
Vieichstag.
Mit dem Ausdrucke des kaiserlichen Danke« für die Glückwünsche des Hauses zur GroßjährigkeitSerttärung de« Kronvrinzen eröffnete Graf Ballestrem die Schirin am Montag. Sie ist — so schreibt die ,T. R." — natürlich ungemein spärlich besucht — kein Wunder angesichts des herrlichen Frühlingstages, der draußen duftet und leuchtet und mit Allgewalt ins Freie lockt Mit anerkennenSwerthrr Geschwinvigkeiterledigl man in zweiter Lesung die Voftdampser- Subventiou nebst zwei Resolutionen, und mit einer gern ff en Rührung gedenkt der Abg. Dr. Arendt jener Znt, wo es noch harter Kämpfe bedurfte, um eine kleine Subvention für eine überseeische Dampferlinie durchzudi lacken; rühmend hebt Herr Arendt die Wandlung hervor, die der koloniale Gedanke im Lause weniger Jahre erfahren und empfiehlt zur weiteren Betbätigung der nationalen Art die möglichst weitgehende Verwendung deutschen Materials und Personals auf den subventionirten Linien. Nachdem Graf Posa- dowsky die agrarischen Bedenken gegen die etwaige Konkurrenz unserer Kolonien zerstreut, wandte man sich wieder der geliebten Unfallvcrsicheruug zu.
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eine Wiederwahl ablehnenden Herrn Hugo K-j Cassel wiedergewähll, an dessen Stelle wählte Herrn Karl Semmelrock-Caffel. Dem hiernach Herrn Direktor Tripp erstatteten Bericht über Erfolge des Mahnverfahrens ist zu entnehmen, vom l. Januar bis 1. April d. I. von 7o' gliedern Forderungen in einet Gesammthöh- 6597 Mk. angemeldet waren, von denen 435z also 65.34 Prozent, beiMiebe» roerben konnte
-r. Mühlhausen (Homberg), 5. Mai.
Ausland.
Griechenland Wie der König von Griechenland von Korfu auS dem Premierminister telegraphisch mittheilte, wurde die Verlobung deS Großfürsten Georg Michailowttsch mit der Prinzesfin Maria von Griechenland gefeiert. Die H-trath soll im Saufe des Sommers in Petersburg stattfinden. (Georg Michailowttsch ist am 23. August 1863 zu Tiflis als Sohn des Großfürsten Michael Nikolajewisch geboten. Er ist kaiserlich rusfischer Oberst und Flügeladjutant im Garde - lllanenregtmenl, Chef d:S 81. Infanterieregiments. des 1. kaukassischen Schützen- regimentS und der 3. Batterie der rettenden Artillerie- Brigade. Die Braut, Prinzesfin Maria vonGiechen- anb, ist eine am 3. März 1876 geborene Tochter des Königs Georg.)
Deutsches Reich.
* Berlin, 8. Mai
— Die Kaiserin Friedrich ließ dem Kronprinzen als Gabe zur GroßjährigkeitSerklärung die Huldigungsadresse der Stadt Berlin, von der Hand des Altmeisters Adolf v. Menzel geschmückt, überreichen, mit welcher die Haupt- und Restdenzstadt am 18. Oktober 1849 dem hochseligen Kaiser Friedrich, damaligem Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen, die Glückwünsche zur MündigkettS- erklärung darbrachte.
— Der Berliner Daily Telegraph-Correspondent meldet, der Deutsche Kronprinz werde den Kaiser bet seinem diesjährigen Besuche iuCowes im August begleiten und nachher die Königin Victoria in Balmoral besuchen, wo er mit dem Hosenbandorden ausgezeichnet werden würde. Der Herzog von Aork überbrachte dem Kronprinzen ein sehr herzliches Handschreiben der englischen Königin und eine massive filberne Schale als Geschenk derselben.
— Graf v. Waldersee ist vom Kaiser zum Generalfeldmarschall ernannt worden. Darauf haben stch der General-Feldmarschall Prinz Albrecht von Preußen, als der älteste Offizier der Armee, sowie der Chef des Militärkabinets, General bei Infanterie v. Hahnke, im Namen der Armee mtt der Bitte an Kaiser Wilhelm gewandt, doch auch selbst die Feldmarschallwürde anzu- nehmen. Die kaiserliche Entscheidung über diese Litte dürfte unmittelbar bevorstehen.
— Die Berliner Waarenhäuser, soweit fie durch die geplante „Snsnahmestener" getroffen werden, haben diesmal angesichts der drohenden Belastung, wie der „Vorwärts" berichtet, nichts auf» gewendet für Ausschmückung und für Illumination, „während fie sonst Tausende dafür ausgaben". — Die Inhaber der Waarenhäuser haben Recht daran gethan, daß fie fich nicht an der nationalen Feier beteiligt u»d damit ihren GeschäftspatciotiSmus deutlich gezeigt haben, Beute, denen eine Betheiligung an einer nationalen Feier nicht inneres Bedürfntß ist, die vielmehr nur auS Geschäfts- und Reklamezwecken muihun, gehören auch nicht zu solchen Feiern.
Paris, 8. Mai. Dem „Figaro" zufolge - langer, die Untersuchung deS Versailler Gerichts sowie & Mtr 2 Westbahn - Gesellschaft für ba8 am Sonntag Aber kberg, stattgehabte Eisenbahnunglück die Verantwortlichd Bfiibr noch nicht endgültig festgestellt. Jedoch scheint bi mi Hauptschuld auf einen Sttcckmwachter zu fallen, M * 2 5
Petroleum auf das schon brennende Holz. Die. •_ explodirte und die feurige Fluth ergoß fich über btp -:u‘
uns katholische» Geistlichkeit empfangen. 3?« 7, 1li stündigem Aufenthalt fuhren die Majestäten na
n die Wege letten soll. De» Borfitz übernahm her Oberbürgermeister Dr. Antoni, zum fteHbeitreteibtr61^' Vorsitz Aden wurde Herr Sandrath Steffens gewähi ES soll demnächst ein Aufruf an die Bürgersch erlassen werden um Zeichnung von freiwillige» Beiträzt -----
ftrengung könne» wir auShalten, da eS geforbei Wit wird. „Times" melden von ebendaselbst, daß dal M R Fieber sich ausbreitet. ^-1
Colt», 8. Mai. Die Torpedoboots' * lU Division ist heute ftüh nach Bonn weites "irka gefahren.
dem Schloß Urville.
IftCTTt 1
Das Eisenbahnunglück bei Versaillc gf^re
heute fünf 13—15 Jahre alte Schulknaben. ES handelte fich um die verschiedenen, auch in unserem Blatte gemeldeten Einbruchsdiebstähle, welche stch diese Schulknaben zu Schulden hatten kommen laffen. Der Gerichtstisch glich den» auch einem Waarendazar. In bunter Abwechslung lagen dort Pistolen, Säoel, Pattonen, Dietriche, Schlüssel, Schrnncksachen nsw. Von den Knaben haben einige früher schon mit dem Gericht Bekanntschaft gemacht, einer war sogar schon längere Zeit in einer Besserungsanstalt. Sie vereinigten sich gewissermaßen zu einer jugendlichen Diebesbande und gingen bann nächtlicherweile auf Raub aus. So begaben sie fich eines Abends ins Museum, entwendete» dort eine« Pack Schlüffe!, Serviette», Stteichhölzer, sowie eine Flasche Cognac Von der Hofstadt aus stiege» fie i» die Schlosser Grimmell'sche Werkstatt, nähme» die Dietriche und
Vorfichtsmaßregeln verabsäumt hat. Der Untersuchvngs Porto richter hat gegen diesen den Vorführungsbefehl erlass« Hnah
beanspruche» die Gesellen bei zehnstündiger Alberti. “ zeit einen Minimallohn von 40 Psg. pro Stund nur die Ges.lle» unter 21 Jahren wollen stch » einer Mlnimaloergütung von 30 Psg. pro Stnii M
Knrzel, 8. Mai. Das Kaiserpaar in Begleit« M der beiden jüngsten Prinzen ist heute früh 10 KMWj St.öv
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Aus MarbWg und Umgegend.
8. Mai.
* Der Großherzog von Hessen nebst Gefolge und Dienerschaft prsstrte Montag früh 1/i8 Uhr mit dem D-Zuge von Berlin kommend die hiefige Station.
-4- Universität. Am schwarzen 8rett der Uni versttät werden diejenigen Studirenden, welche zu B-- flinn des Semesters ihre Wohnungen gewechs-lt und dies bis j-tzt »och nicht auf dem Sekretariat angemeldet haben, auf gefordert, diese Anmeldung unverzüglich zu bewirken.
* BerkrhrSnachrichten. Zur Erleichterung des Besuchs der in der Zeit vom 7. bis 12. Juni 1900 in Posen stattfindenden Wander - Ausstellung der deutschen SandwirthschastSgesellschaft wird eine Eisenbahn-Fahrpreisermäßigung in der Weise gewährt, daß alle in der Zeit vom 6 bis 12. Juni einschließlich auf den Stationen der Preußischen Stnatsoahnen gelösten einfache» Fahrkarte» I.—III. Klasse nach Pose» zur Rückfahrt nach der Abgangsstation ohne Nachzahlung bis einschließlich den 15. Junt d. Js. gültig find, wenn der Besuch der Ausstellung auf den Fahrkarten durch Abstempelung in der Ausstellung bescheinigt ist. Auf dem Hin- und Rückwege rst je einmalige Fahrtunterbrechung gegen Bescheinigung deS Stationsbeamte» gestattet. Die Rückfahrt muß bis zum 15. Juni d. IS. Mitternacht beendet sein. Freigepäck wird sowohl bei der Hinfahrt, wie auch bei der Rückfahrt nicht gewährt.
. + Strafkammer. Auf der Anklagebank saßen