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«nzeigur «hm«, entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen-

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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. “ "*** Jllustrirtes Sonntagsblatt.

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Vtiginal-Roman von Irene v. Hellmuth.

(Fortsetzung.)

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gegtl gestrichen und giebt zu, daß ihre Agitation jheilweise lahmgelegt ist. Die in früheren Jahren Ehrend der Wiutermonate fast in jeder Woche der- «Meten politischen Veisammlungen, an denen stets

bis 600 Personen theilnahmen, find gegenwärtig M völlig von der Tagesordnung abgesetzt worden.

st im Kreise Hadersleben, woselbst den Agttatoren chewaltz ein besonders lohnendes Arbeitsfeld sich dar.

scheint die Erkenntuiß sich Bahn gebrochen zu , daß die bisherigen Geleise antideutschen Ge- 8 verlassen werden wüßten. Eine polstische ammlung tu Tyrstrnp war nur schwach besucht, zu einer im Kreise Apenrade cm 9. Februar «berufenen Versammlung des VortragSvereinS für Rothenburg und Umgegend waren außer dem Eta-

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Die Regierungspolitik in Nord­schleswig.

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(Nachdruck verboten.)

Die kleine Lsri.

Die Bevölkerung hat sich im Uebrtgen allen An- orduungen der Behörden willig unterworfen. Die Leiter der dänischen Agitation aber, welche früher wokation auf Provokatton setzten, erklären jetzt, sie ohnmächtig wären und jeden Konflikt mit den ördeu vermeiden wollten. Desgleichen erkennen dänischen Zettungen den zu ihren Uugnnsten er.

olgtw Umschwung der Verhältniffe offen an. „Flens-

AviS", das schärfste aller Protestorgane, welches bei jeder Gelegenheit in Beschimpfungen gegen s Deutsche sich erging, hat sich jetzt zu Artikeln z. B. »über Muth und Mnthlcfigkett" verstehen en, in denen die Einschränkung der politischen ammlungen befürwortet wird. „Modersmaalet', anderes in Hadersleben erscheinendes Protestblatt, te am 17. März folgende Kapitulation: „ve- der polstischen Versammlung find wir so gut wie möglich dem Wunsche deS Oberpräfidenten ent»

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egengekommen. Jedermann weiß ja, wie wenige lersawmlungen politischer Natur tat Verlauf de» ttztar Jahres stattgefunden haben. Hier kann uns ist» kein großer Vorwurf von Seiten unserer Gegner «LLer treffen, daß wir in diesem Punkte nicht »fern Obrigkeit unterthan gewesen find. . . Auch hin» chllich unserer Beziehungen zu Dänemark, zu unserem nten SönigShause und dem dänischen Volke haben wir

jffln stimmen darin überein, daß die seit anderthalb geljttx daselbst vertretene RegierungSpolstik erfreuliche Erfolge gezeitigt hat. Die dänische Partei, welche ig Nordschleswig noch vor zwei Jahren mit starkem Sklbstbewußtseta glaubte auftreten zu dürfen, hat die

»Johannes/ begann Lori wieder, „ich werde noch J meinem Vater unsere Liebe gestehen; ich hoffe, ' dahin zu bringen, daß er fich mit Deinem Vater "bhnt. Hast Dn noch immer keine Ahnung, waS ? f Beiden entzweite?"

»Nicht die geringste. Ich versuchte schon öfters, 161 Näheres darüber zu erfahren, doch mein Vater m letzter Zeil so wortkarg geworden, daß er kaum : Nöthigste spricht. Er war von jeher eine ruhige, « Natur und die verschiedenen Schicksalsschläge e<n selbstverständlich auch nicht dazu beigetragen,

»Ich wäre gestern beinahe ein wenig eifersüchtig Horden; wenn ich bedenke, wie schön und geistreich (2430 )de»e ist, diese Figur, — wahrhaft königlich."

»Bch, diese Schönheit täuscht nicht über die «e und Hohlheit ihre» Herzen» hinweg; fie ist wie " schtaer Apfel, dem man e» von außen nicht an- daß « inwendig zu faulen beginnt. Du hast 8 den» doch etwas ganz ander» in die Waag werfen, meta Lieb; etwa», da» nie vergeht, u Tugend und Schönheit, sonder» da» bleibt fürs "re Leben: Deine HerzenSgüte, Deinen Zartsinn, 086 Reinheit, da» find Grundsteine, auf die mau ^dauerndes Glück bauen kann. Glaube mir, das t in meinen Auge» zehnmal «ehr, al» die Schön­et Helenens. Die Triebfeder ihre» Handeln» ist ch nicht Liebe, sonder» kalte, abscheuliche Berech»u»g. ---- * würde wohl ebensogut einen anderen nehme», ) uni/ 8 mich, wenn ihm die »öthige» Summen znr "Mgung stünden.

E berufer nur die beiden BereinSvorfitzenden und "'uwqeS Mädchen erschienen. Auch bei der

81. März abgehaltenen Generalversammlung .Laudboforentag" waren von 500 Mitgliedern .2 anwesend.

soweit al» möglich versucht, nn» nach dem Wunsche unserer Gegner zu richten. Wir wollen so gern in Frieden mit ihnen leben." Auch „Dannevttke', da» älteste dänische Protestblatt, ist offen auf die Sette der Regierung gegen die dänische Agttatio» getreten. Nach Entlaffung des ftühereu Redakteurs hat es ein Programm angenommen, wonach es zwar dänische Sitte und Sprache pflegen, aber jede Agitation gegen die Regierung bekämpfen und sich mit den gegebenen staats» und völkerrechtlichen Verhältniffen abfinden will. Die seit dem 1. Oktober von einer dänischen Aktiengesellschaft herauSgegebene Zeitung „Fremad" in Gravrnstein ferner ist nach kurzem Erscheinen wieder eingegange».

Das Häuflein der dänischen Agitatoren wird er- fichtlich immer kleiner, immer isolirter und ohnmächtiger. Thatsächlich giebt eS auch nur noch wenige Leute, welche den alten Wideistand glauben foitsetzeu zu können. Wenn von ihnen auch sorgfältig jedes öffent­liche und demonstrative politische Hervortreten ver­mieden wird, so arbeiten sie doch desto eiftiger unter der Oberfläche, und zwar nicht nur in den Häusern, sondern auch im öffentlichen Leben, unter der Maske unpolitischer Vereine, Vergnügungen und sonstiger Veranstaltungen, um das Dänenthum zusammen» znhalten und das erstarkende Deutschthum abznwebren.

Auf deutscher Sette hingegen, wenigstens in Nord- schleSwig, dürfte eS kaum noch Gegner der Regierung». Politik gebe». Ueberall wird die Niederlage der dänische» Agttatio» und da» Bestrebe» der dänischen Bevölkerung, mit den deutschen Nachbar» in Frieden und Ruhe zu leben, mit Befriedigung anerkannt. Der Deutsche irttt selbstbewußter auf als früher, und da er weiß, daß feine auf die Förderung der deutschen Sache gerichteten Bestrebnuge» Unterstützung finde», betheüigt er fich kraftvoll an der hieraus ab­zielende» Bewegung.

Die deuffchen Ansiedelungen endlich fchreiten ta erfreulichster Weise fort. Die dänischen Gasthöfe gehen entweder ein oder in die Hände von Deutschen über. Deutsche Unternehmungen, wie Bahnanlagen 2c, finden jetzt Unterstützung auch von dänischer Sette. Kurz, der ganze Umschwung ist so augenfällig und durchgreifend, wie er wohl kaum je zuvor binnen so kurzer Zeit in einem nationalgemischten LandeStheil sich vollzogen haben dürfen.

Umschau.

Die staatsrechtliche Bedeutung der Großjährigkeitserklärung de» deutschen Kronprinzen.

Für de» einstige» Erbe» der deutsche» Kaiser» bezw. preußischen Königskrone, den Kronprinzen, ist die Großjährigkeitserklärung im Gegensatz zu anderen

ihn heiterer zu stimme». Leider hat fich »ach und nach zwischen na» Beiden eine Kluft aufgetha». Wir Zwei find auch zu verschiedene Naturen: Meta Vater besitzt einen stolze», hochfahrende» Charakter, der mir nicht zusagt, er betrachtet alles von ganz anderer Sette, al» ich, und umgekehrt ist ihm mein heiterer Sinn prwider; ich glaube, es wäre ihm lieber, ich wäre ein Kopfhänger geworden wie er; mit einem Wort, wir verstehen uns nicht!"

„Bor Deinem Vater hatte ich auch immer eine gewisse Scheu, ich ging ihm gern au» dem Wege," pflichtete Lori bei. „Ich erinnere mich, mancher Scene, wenn wir ta auSgelaffener Freude tat Garten herumtollten und er gerade dazu kam, wie er uns finstere Blicke zuwarf, dabei mit der Hand durch sein Haar fuhr und lief: „Ja lacht nur und seid lustig, später wird das alles ander»."

„Hie und da kam es vor, daß er mich an fich preßte und küßte, ein andermal wieder schüttelte er mich derb an de» Schullern, al» haßte er mich, und sagte: „Sieh' mich nicht so an, ich ertrag' e» nicht!"

,3a, ja, so ist er auch heute noch," fiel Johanue» ein. »Zuweilen soll ich ihm ein Lied vorstage«, dann wieder, wenn ich mich an» Klavier setze und spiele, hält er sich die Ohren zu und schreit mich an: „Hör' auf, ich bitte Dich, ich tonn’» nicht gut hören."

Immer mehr hatte fich während diese» Gespräches der Himmel umdüstert, schon fielen die ersten Regen» ttopfen auf die lechzende Flur und mahnten die Lieb» enden, das schützende Dach aufzusuchen.

Von dem verlorenen Ring zu spreche», wagte Lori nicht, aus Furcht, den Geliebtt» zu erzürne».

Noch eine» Kuß, eta inniger Händedruck wurde gewechselt, bann eilte Lori leichtfüßig de» schmall» Wiesenpfad entlang, dem Gutshause zu. Im Hau»»

Prinzen de» königlichen Hauses von großer Trag­wette. Einmal ist dadmch dem Kronprinzen die Ge­legenheit gegeben, erforderlichenfalls sofort die Zügel der Regierung ergreifen und tat Namen deS Kaisers selbstständig handeln zu können, andererseits find durch die Hausgesetze der Hohenzoller» besondere Rechte für ihn mit diesem All verbunden. Nach der preußischen VerfassungSmknnde Art. 53 ist dir Krone Preußens und somit auch die des Deutschen Reiche» „erblich im Mannesstamme de» königlichen Hauses nach dem Rechte der Erstgeburt und der agnatischen Lineal­folge'. Der Artikel 54 läßt fich über die Groß- jährigkeit auS und sagt: „Die Volljährigkeit (b. i. Großjährigkeit) beginnt für den König mit dem vollendeten achtzehnten Jahre". Dieser Volljährig- kiitslermin gilt sowohl sür seine staats- wie privat- rechtliche» Beziehungen. Ist der Thronfolger bei dem Ableben deS derzeitigen Herrschers noch nicht 18 Jahre alt, so kann er auch noch nicht zur Regentschaft ge­lange». Für diese» Fall hat das Staatsministerium einstweilen die Regierungsgeschäfte bis zur Wahl eines Regenten durch den Landtag zu übernehmen. Nach erlangter Großjährigkeit übernimmt der König ohne WeitsreS die Regierung. Solange der Kronprinz minderjährig war, hatte er nur An­spruch auf die Gewährung von Sustantationsgeldern auS dem KronfideikommißfondS, über welchen der jeweilige Herrscher »ach eigenem Ermeffen ohne staat­liche Konttolle verfügen kann. Jetzt mit erlangter Großjährigkeit stehen dem Kronprinzen zwar fortan Apanagen zu, doch bestimme» die Hausgesetze der Hohenzoller» «ar, daß fie zur „standesgemäßen Er­haltung" ausreichen müssen. Die Höhe zu bemessen, steht daher in dem Befinden des Kaisers al» de» Familienoberhauptes. Dieser KronfideikommißfondS, aus dem auch die Apanagen entnommen «erden, be­trägt gegenwärtig „vier Millionen Thaler". Im Nebligen steht den Mitgliedern des königlichen Hauses eine staatsgesetzliche Geldgewährung nur nach Maß­gabe ihrer amtlichen Stellungen zu. Da Kronprinz Wilhelm Leutnant ä la suite des ersten Garde- Regiments zu Fuß ist, so hat er zunächst gesetzlich Anspruch nur auf das JahreSgehalt eines Leutnants (900 Ml.) und auf den Wohnungsgeldzuschuß für Leutnants. In seiner Eigenschaft als Statthalter von Pommern, welche eine erbliche Würde ist und jedesmal auf den Thronfolger Preußens fällt, erhäll Kronprinz Wilhelm keine staatliche Vergütung. Zn erwähnen ist schließlich noch, daß der Kronprinz mit dem heutigen Tage Fürst von OelS wird und gleich- zettig den Besitz deS Thronlehen» an tritt.

Die HungerSnoth in Indien.

Vor kurzem wurden in Berlin, namenüich in Ftaanzkreisen Spenden zur Linderung der Hungers»

flur traf fie mit Helepe zusamme», die, als fie Loris anfichtig wurde, in eta spöttisches Gelächter ausbrach, da» dem jungen Mädchen alle» Blut ta die Wangen trieb.

»Jetzt weiß man doch wenigstens, warum Du immer so früh aufstehst," zischte Helene, einen giftigen Blick auf Lori werfend, „warst wohl schon wieder bei Deinem Liebhaber?"

„Helene," — schrie Lori erbleichend auf, doch sogleich faßte fie sich und fuhr ta heiterem Tone fort: „Du möchtest ja doch selbst gern ttatn solchen „Liebhaber", wenn er Dich nur wollte; aber, — da liegt der Hase im Pfeffer, — er will nicht, — nein, — gewiß nicht, Dn mußt Dir schon einen Anderen suchen, Helene!"

Die Angeredete sah noch blässer an», als ge» wöhnlich, ihre Augen funkelten, wie die einer Katze, man sah eS, daß fie nur schwer ihre Fassung bewahrte.

„Warte nur," stieß fie endlich hervor, „noch ist der Sieg nicht Dein, ich hoffe doch »och über Dich zu trimnphiren!" —

„Du?" lachte Lori, „da wäre ich wttklich neu­gierig — möchtest D» mir nicht Deinen KriegSplan entwickeln?"

„Das erste, wa» ich thne, ist, daß ich Deinem Vater alles sagen werde, Dn Heuchllri» mtt der Unschuldsmiene, — bann werben wir ja sehe», ob er Dir Deine Morgenpromeuaden noch länger ge­stattet."

„Ich danke Dir auch besten», Helene; aber diese Mühe wäre gerade so vergebllch, wie die gestrige, — Tu weißt schon, das Angeln betreffend. — Ich bin eben im Begriff, meinen Vater aufzusuchen, und bitte Dich, mich nicht länger aufzuhatten. Wenn ich meine Verlobung feiere, sollst Du die erste sei», die mir gratulire» darf."

noth in Indien gesammelt. Ma» sprach davon, bafc unser Kaiser diese Sammlung veranlaßt habe. Jetzt wird im Telegrammwechsel zwischen unserem Kaiser und de« Bicekönig von Indien bekannt, au» dem hervorgeht, daß da» Ergebuiß jener Sammlung fich auf über eine halbe Million beläuft und daß that­sächlich die Hilfeleistung für Indien vo« Kaiser persönlich angeregt worden ist. Vielfach wttd man diese Thatsache bedauerlich finden. Mr find der Ansicht, daß die „Korr. d. Bundes d. Landw." die Stimmung der uatioualgefinnten Kreise Deutschlands im Wesentlichen richtig wiedergiebt, wen» fie schreibt:

„Zunächst ist er doch beftemdlich, daß die Herren fich zu einem gleichen Einschreiten nicht bewogen ge­fühlt habe», als «ufere eigenen Kolonien von ähn­lichen Nothstäuden heimgesackt wurde» (z. B. durch die schwere HungerSuoth in Ostaftika, »der durch die Rinderpest in Deutsch-Südwest-Afeika), wo ihre Hilft viel wirksamer gewesen wäre. Dann aber auch ist absolut keiu Grund ersichtlich, warum gerade Deutsch­land den Engländern ihre Lasten und Sorgen er­leichtern sollte, zumal solche, welche die englische Re­gierung zum großen Theile selbst verschuldet hat. Hat das so reiche England genügende Mittel, um Milliarden zur Vernichtung des kleine», ftiedlichen Burenvolkes zu verwenden, so ist e» nicht erfindlich, weßhalb Deutsche für eine Pflichtvernachlässigung der britische» Regierung mit ihrem (Selbe eintreten sollen!"

Deutsches Reich.

* Berit», 7. Mai.

— Kaiser Wilhelm überwies ber Plöner Gewerbe-Stiftung, welche Personen des Handwerker- unb HanbelsstandeS sowie der Schiff­fahrt Unterstützungen gewährt, anläßlich ber Grvtz- jährigkeitsfeier als Auszeichnung für die Stadt Plön für de» dortigen vierjährigen Aufenthalt des Kron­prinzen ein Geschenk vo» 1000 Mk.

— Kaiser Franz Josef liefe dem Ober­bürgermeister Kirschner 50,000 Mark für die Ber­liner Arme» übermitteln, ferner hat ber Kaiser verschiebet»« wohlthätigen Stiftungen, sowie bem österreichisch - ungarische» Hilstvereta je 2000 Mark gespendet.

— Die sechs Torpedoboote mit 7 Offi­zieren und 60 Mann kommen nächsten Sonnabend den 12. Mai abends nach RüdeSheim, wo fie bis zpm Montag bleiben.

— Das letzte über das Befinde» des König» Otto von Bayer» a»»gegebene Bulletin lautet: Se. Majestät ber König klage» nicht mehr über Schmerze» und geben auch auf Druck keine Schmerzempfindung zu erkenne», inbeffen ist baS All­gemeinbefinden durch die vorausgegangene Störung

Damit knixte Lori spöttisch vor der ta wahn- finnigem Grimm die Hände ballende» Cousine, und wollte an ihr vorbeieilen; doch Helene verttat ihr de» Weg, und raunte dicht an des Mädchens Ohrr „Hüte Dich, Du SchetaheUige,---'

Doch Lori unterbrach sie: „WaS könntest Du mir »»hl anhaben?' Dann schlüpfte fie eilends vorbei und trat gleich daraus bei ihrem Vater eta, der ta seinem lederbezogene» Lehnstuhl saß, die geliebte Pfeife im Munde, wie gewöhnlich die Daumen um­einander drehend, ein Bild der Gernüthlichktt. Ans dem kugelrunde» Kopfe saß, wett aus der Stirne »ach Hinte» geschoben, eta kleine» HauSkäppchen. Die Füfee steckte» ta großen, gestickte» Pantoffel». Auf feine« volle», rothen Gesicht erschie» ei» vergnügtes Lächeln, al» Lori etwas hastig zu ihm etatraL

Draußen fiel ber Rege» jetzt ta Ströme» her­nieder ; ber alte Herr stand auf und trat ans Fenster. Indem er schmunzelnd da» junge Mädchen an der Hand faßte, sagte er gutgelaunt: „Siehst Du mein Töchterchen, dieser Regen bedeutet wieder Hnnderte für Deine Mitgift; der kam gerade zur rechte» Zeit dadmch werden die Eruteansfichten sehr günstig.'

Lori nickte zerstreut, sie war offenbar gar nicht bei der Sache unb fragte plötzlich, ohne jede Ein­leitung, so mitten aus ihren Gedanke» heraus, die fie jetzt einzig und allein beschäftigten: „Väterchen, möchtest D» mir nicht sagen, was es gewesen ist, das Dich damals mit Lindemann» entzweit hat?'

Der alle Herr »ahm voll Erstaune» die Pfeife aus bem Munde, baS Lächeln verschwand au» seinem Gesicht. Er antwortete nicht sogleich, erst als Lori mahnte: „Nun, Vater?' da erwiderte er ta etwa» unwilligem Ton: „Aber Kind, wie kommst D» denn urplötzlich auf eine solche Frage? wir sprachen doch eben vom Wetter." —