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Ästigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annoncen»
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Wö-Eche Beilage«: KrEatz für die Kreise Marburg und Kirchhain.
WbM: Bedt »1. — Telephon 56. neu*» Jllustrirtes Sonntagsblatt♦ Redaktion - AfBarK 81 BtUdNkW.
*» Redaktion: Markt 91. — Telephon 65.
» Marburg
• ««'»ff Sonntag, 6. Mai 1900.
Erstes Blatt.
Die heutige Nummer umfaßt zehn Seiten.
Unser Kronprinz.
Der Kronprinz des deutschen Reiches und von
3n aller Erinnerung dürsten noch die Klagen
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'M«? — mehr als zwanzig 3afiien im a 't.l <tx„ _ V , 91UC1
I er mir verpfändet hat; denn er ist ein Ehren ! sprach avfaugeu. Doch diese eilte an ihr vorbei, mit sagte Lori einfach. pcH Worten: „Halte mich nicht auf, Wabi ich habe
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eifrigst »ach ihrem verschwundenen Kleinod suchte, und
beginnt, so werden die herzlichsten und aufrichtigsten Glückwünsche Aller ihn an der Schwelle des neuen
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ES zeigt sich schlagend, wie kurzsichtig die waren, bte nur das augenblickliche Interesse der Brr» fiSJifS?8 Hrfltit” di- Interessen unsrer Laudwirihschast opfern wollten. So aber haben die deutsche» Laudwirthe eine» Erfolg zu verzeichnen, iUtcm®^e fleid*t "Nb der nicht verfehl« toitb, ihren Muth aufzurichten unb sie zu weiteren Anstrengungen auzusporuen.
anderen Morgen erwachte Lori sehr stütz, fätoete Träume hatte» sie die Nacht über gegllätt, Dur<?bi!*n^ "pickenden Schlummer finden lass«. D^ch die Unterredung mit Helene »ar sie stark au» t fl±T”' ”b Mite eine bleierne Müdigkett tu all« Gliedern. Sie kühlte das «estckt «it frische« W-ffer und kleide« stch rasch M. D^ Himmel hing voll schwerer, grauer Wolken, die die Sonne nicht zu durch dringen vermochte; trotzdem herrschte ebe drückende Schwüle draußen, wie vor einem schwer« <e>et9ttter.
Lori durste wohl kaum hoffen, Johannes jetzt 'ch°u »u taff«, doch wollte fie einstweilen hinaus» geb«, und auf ihn wart«; fie mußte ihn heute febea, nm von ihm die ost gehSrte Berstcheruug seiner waudellos« Liebe und Treue auf8 Neue zu erhatteu. «Hb aus feine« Augen zu les«, daß er fie, em fie allein lrebe, und immer lieben werde. "
Mcht lauge brauchte Lott zu wart« b» wrnde auch schon die hohe Gestalt des Geliebter, zwisch« bea Baumen sichtbrn, und als das junge Mädchen
Brust das Köpfchen barg, von seine« iM lüste« Schauer seine Lippen “ lühlte, da legten sich allmählich die *7°6<“ "er ^reguug, fie wurde wieder die neckische, bSt^ 8LrT<?ie ? immer gewesen. Johannes » P I°4tlnb ihre letzten Zweifel, er strich lieb» fofenb überdas seidenweiche blonde Haar, das in ungägligen 28dd5en stch über der weißen Stirn krauste.
, ja Bezug auf Helene brauchst Tu Dir niemals nT o :6eJu ma$cn' «-in Liebling/ sagte er zärt»
' 'MNN fie mir Wil stich je» mol8 syupathisch gewesen wäre, so hätte fie durch i$t (jeßrigeBS Benehmen den letzten Rest davon auS- gel»,cht: fie stößt «ich direkt ab/ (Forts, folgt.)
■ Da"! der Ein ficht und der Festigkeit der Re» l^ruvge» blieben die Einfuhr: Verbote aufrecht. Der @rfolg war, wie er von ihnen und von den Land» wirthen vorausgesagt war: die Viehpreise der Jahre 1897 unb 1898 spornt« die deutschen Landwirche int größern Aufzucht von Vieh, besonders von Schwöen an und führten wieder ein geregelte» Verhattuiß zwilchen Angebot und Nachstage herbei; bte Preise find gefallen, der Verbrauch ist gestiegen. 3a Karlsruhe beispielsweise sank der Preis für da» Silo Schweinefleisch von 1,28 auf 1,12 Mark, wahrend sich der Fleisch,Verbrauch auf den Kopf der Bevölkerung, der 1897 73 kg betrug und 1898 onf 72,49 kg (also ganz unbedeutend im Berhältnitz gu den Klagen!) gesunken war, 1899 auf die uuge- abnie Höhe von 77,62 kg, demnach um 6,13 kg hob.
Was wäre wohl geschehen, wenn die Regierung« dem Drange nach Aufhebung der Grenzsperre Folge gegeben hatten 1 Dann hätte die Einfuhr fortaedauett. unfcte Landwiithschaft hätte stch nicht zu der jetzigen Leistungsfähigkeit aufschwingen können, die hinreicht um den größten Th-il des inländischen Bedarfes zu bftfeit, ja, es wäre wahrscheinlich durch die nn- üernieibli4e Einschleppung von Viehseuchen eine weitere Verminderung unserer Schweinezucht ein» getreten, und dabei wären die Preise ebenso hoch ge! ward«, und zwar dauernd, wie sie 1898 vorüber? geben!) waren. Statt einen Genesungs-Prozeß durch, zumachen, hätten wir uns eine chronische Krankheit zugezogen, mit einem Wort: das Geld, daS jetzt im Snlanb bleibt nnb unserer bedürftigen Laudwirihschast $u gute kommt, wäre ins Ausland gewandert, und unsere Bauern wären noch ärmer geworden.
Ein Erfolg der deutsche« Land» wirthschaft.
. »»an«-«k«f, I-« H-I« -ach „flgTui",
... , , Man fragte, ob fiel land begründet. Mehrer des Reiches find unsere
ei<t ein Diener hol« lönnte; aber der Kronprinz! Kaiser, wie die Proklamation in Versailles am 18.
gär die Bescheidenheit und die Zuvorkommenheit France, in d« Bereinigten Staat« von einem Pan. be8 Kronprinzen find folgende Vorkommnisse be- amettka nbek Aber der Kaiser hat zugleich auch reuend, die stch in Plön zugettagen haben. Ob- knapp und scharf den Unterschied Betont, der unser ¥*en d6,nen H°sstoat Deutsches Weltreich nach Entstehung und Art von erhält, erschien er kürzlich tm Hause des Kouimeuttems den modernen Rieseoreichea trennt: diese alle ver. mtt entern Packet unter dem Arm und überreichte es j danken ihre ungeheuren Ländergebiete, die sich um ber Frauvom Hause mtt den Worten: .Meine! das Mutterland reihen, allen ober neuen Erfolgen äRntter läßt bestens grüßen und schickt die Altar.!der Waffen. Deutschland aber, das seine Einh it ~ ™e vv" der hohen Frau für die Plöner auf blutiger Wahlstatt erobern mußte, ist zum Welt. Schloß-Kapelle selbst gestickte Decke. Ein ander mal «reich geworden durch Thatar der Kultur: Der Wauder- muNerte er mit einer rm Hanse des Kommandeurs trieb unb bie Wagelust seiner Söhne, die Regsamkeit A Asuch anwesenden Dame, als die Rede auf ein Md Tüchtigkeit seiner Fabrikanten und Kaufleute, MlfttnrniteT Tflttt heia ntd fMcGiKA aCI maX In. - _ . . 1 '
Schweinefleisches waren in der Thal gegenüber denen in bt« beiden Vorjahren etwas gestiegen. Die Schul!» an der Fleisch-Verlheuernng wurde vielfach bent zum Schutze gegen die Einschleppung von Seuche« £fle!Lfrlmbe Staaten bestehenden Einfuhr-Verbote flr lebendes Vieh zugeschrieben, und es wurde ver» langt, daß die Grenzsperre aufgehoben werde. Auch bie Parteien bemächtigten sich der Sache. Wie wurde» boma1» in freisinnigen und sozialdemokratischen Zeitungen über die ungerechte Vertheueruna de» Fl-!sch-s für die arbeitende Bevölkerung geklagt und auf die »Agrarier* gescholten!
Umschau.
Das Größere Deutschland.
Preußen vollendet an diesem Sonntage sein 18.1 Musikstück kam, das die Gesellschaft noch getn gelört dtt Werke seinkr Künstln mtd Dstbter^ kttne"?«!' Leb-akjah-. Behütet von der Liebe und Sorge seiner hätte. Sofort stand der Kronpttnz auf unit"er Härt " ÄtaBBbLtar bobe! ba^@ ® LVdtt LLÜn^'s^ °uf die Rot« hole« 3u wollen. Van fragte, ob fk 2b
den stch die Hoffnungen seines preußischen unb des
deutschen Volkes für die Zukunft richten. Wenn jetzt lehnte dies mit den Worten ab, daß er stch nicht Januar «ttiamesamis.
«reicht, mit welchem auch für ihn de« Lebens Ernftt^----*--- - ------- - - - — i »
Oeedat« .«« Sh. .w WfcJM «f.6«, HWM lelfe «Wert Sache. für die,,. L- i ünri 8» fragte ßori, - ,»iel» aufgab. 1 ' 9
IlClUt VOtl. I leicht glaubst Du mir dann." I .Du, — Du bist « nn,m . ,,, , .
I Original-Roman von Irene v. Hellmuth. . 'Nein,' ttef Helene zornig, »vermuthlich ttgendILott.'
(Fntschnn,.) I ' beweist noch gar nichts!' Hel«e richtete stch halb aus ihrer bequemen
t n«h wmm «Dir h.nn i, » f L zffuete vor sichtig das Etui und entnahm! Stellung auf, indem fie bemerkte: .Laß d« Rtua
|i|Ä ßotl4mh bebend«^v»en m eIn™ Riug, deu sie mtt glücklichstrahlenden »«r, wo er ist; ob D» ihn hast oder vicht, ist j!
I? t? für w .Ä ,6ältftauflen ihrer Eonstue eutgegenreichte. Diese stieß mit legal. 3ohanues bekommst Du desweg« doch nicht
Cf. **• '° «"‘'««'M d-i -I« M«> «ich d« H«d ta6b.,®l„g d„ aotof frl'lei« «latift D-. bai KXÄ,';
• 'ch">° n< d„»b°i«.b «i. d» s-b- b°kch^' n Wtn "■eM
»Kleine Schlange!' höhnte fie dann, .ober noch Da es inzwisch« dunkel aeword« war .Mein Vater ,r
ti nicht «tschieden. Denkst Du Dtt das so leicht, Lori, fich ein Licht hole», um besser suchen zu köun«! glücklich mach«. Ich d!?'«tsch?offen Ihm morä« 8to eine solche Rivalin, wie ich es bin. anrn-!Draußen beaeaw-e» m. -n. t «rZ ,„ '; .'s n, Hm morg«
^tte hatte sich's inzwischen auf dem Sopha bc- gemacht, unb betrachtet, na»läsfig einen an------T,„, .............. |tyi(„ afcn
* Hand befindlichen zierlichen Ring dem in ber wenigstens rührte fie sich auch dann nicht als Lori
" ein blitzender Diamant eingeffigt war. eifrigst nach ihrem verschwundenen Kleinod suchte, uuh
fclber nad6 dem Prinzenhause auf den Weg. I Aber diese Errungenschaften zu wahr«, bedarf ffir S JS“” SOr« 78 F Bürgschaften es der Kraft und Wehrhaftigkeit. Will Deutschland üfftna MhfAeiftta ürntfit#* i* t>na .a la ^!^^uust. Die Aufgaben des Kronprinzen «seine Stellnrg als Großmacht, seine Wohlfahrt nnb LebenS-AbschnitteS begiuß« unb in das Gebet aus-1find schwer, ungleich verantwortungsvoller, als sie!seine Kulturmisfion sichern so muß es neben htm lieg«, daß er seinem Lande und dem deutschen! jedem andern (Bliebe ber deutsche« Nation gestellt »starken Laudbeer das ikm in ffnrnhn «Ta Reite d« echter und rechter Hohenzollernsürst werden stad. Möge Sott über unseren. Kronprttzeu walten dient auch e ü/ a öße sStte aÄb »ige, ffir welches hohe Ziel er im Vater daS Beispiel mit feiner Gnade. Möge Prinz Wilhelm erstarken Aufgaben in der Weltvotttik ba° n 5 6 f
wiuii .itflit.it bnrfte I ,nn.v»bfl<if>8 B I elfte große Schritt dazu ward in dem
klar daß ietet wo ber «rnnnrin» binon«. -E » U /a" » Kaiserlichen Eltern, sowiekFlottengesttz vom 10. Apttl 1898 gethan, und nach
tttttn wird ia die Oeffentlichkeit, der Wunsch nahe Die deutsche und insonderheit die preußische Le-kdatt man
liegt, zu ergründen, wie fich der Charatter des Prinzen kvölkernng wird es fich nicht nehmen laffm an Er richtung einer ^starkcn Sck22°' ®r‘
qogen unb von Jugend an daran gewöhnt, diel Kronprinzen die inn gsten S Lckwünsche darzubrinae» baues der it.ntfp ffir oL.
$w auf. fDrflfättiflfie ,u «ftUta, $<»,«,Ist .»d bl-M tot t« «baiZg™.msÄ*! " nm der Prinz als das Muster eines deutschen Jüng- werthen Agitationen republikanischer Elemente die des Reiches ck nach rer H^rLnlni« 5* a’\S >Ss gelten. Er ist strenger erzogen als manches monarchische Gesinnung im deutschen Volke, und pabe X aewestn a s Ä.nTs9 inb im Bürgerhause; frühzeitig hat er gelernt, b« dieser wichtige sechste Mai wirb dem deutschen Kron- See zu schaffe? ' * Deutschlands Macht zur tzevku Willen unterzvorbve« uub bie Kurrst bes Se- k vrivzev, brrn fänftiae« Döaer der AnhenannM«, I 9?«* k <. i ~
bihw iteh nhiip <Shitr hnw 9k» I , I ANAlkich NLb 9?ählbl)beN bc8 -cholle,!
Ttsxwrx Wtiste*i6” B,r ' 1« f *,ÄS82 fabelten. Anstalt, hat er fein Wisien durch ansge-! , ^deutsche
^ete Kenntnisse erweitert und den jugendfrischen UMschtM. nnb *
irper durch eine planmäßige Ausbildung in allen t föbr,nft,ta ü^zeugendste Sprache
ottlichen Künste« gestählt.: ! Das Größere Deutschland. 1>“18 ®‘c Thatsacheu. Und so muß man dar-
Eelbstverständlich find die preußische und deutsche Am 25. Geburtstage des Deutschen Reiches sprach o»?,,“tc?e” ?Iotte durch Verbreitung ifruuu« im StowttaVB kiodig. SSM * B«6<lm II. Im «ti»« 'gauIeM K.T„‘’Ä 2 ,®ri.•**“? '» d-u "« ein paar Salto 6er, als er mtt deu ältou »Maltau SMaffcs bie beutoäiblaeu HBorle: Ärub, Tla -»« r,ln,
teer Brüder und der gesammten KadettenschaarI .Unser Deutsches Reich ist ein Weltreiw a,-I wärtta in D,n<s»r»n^»t.n4 ,a^^ Aufgabe gegen-
!"bieatt Storni ™ Ä S^labi °°! ?"«'» Sanblteuleu »aha« -t,„- fest au tos »sirnlWe ^Lru'" ’* i bte Felder von Knicke» nmfaumt find. Plötzlich! in all« Theilen der Erde, deutsche Güter deutsches! W 8
tf der Kronprinz: .Wer ein Preuße ist, folgt mir Wissen, deutsche Betriebsamkeit geh« über den Oceau -----------
Hl" »»b bie ganze Schaar stüimte mit ihm über Au Sie also ergeht die ernste Pflicht, dieses aiöftere e dlchtbewachsene» Knick. Als er zum ersten Male! Deutsche Reich auch fest an das heimische anzugliedern'* » Zaren vorgestellt wurde, redete er diesen deutsch! Hier ist zum erste» Male das Wort vom
•*W» d°i -- » *«* W.’!* * — S 1*,” iaT Ä EVmmT *L6aee- |Greater Sntain, iuSrautoi^ bau rtiier Nonveile | aus laut »arbru. $1, $r.lfe b« brs
M. sahauur. wirb fri. »ar. »attau, 5Ä;1 'L 7/ •**
.»ir rn-rb-u ja „h-rn -arltoft, ,rbr ich J-H "d&- ** 21
kl hluesmrgs ncrlorru; auch haft $u nicht bei -Dtt»-» Ma,,- »Ubtr6nntr fragmb bte lUe.|$i» fchiäf^. " Dtt°?s»"tomat^ M
pülgst« Beweis dafür geliefert, daß Du die Wahr-! »O Kind, das beb«tet Unglück, wen» man einen! Du die rechte Kei netffi-imfi-
p gesprochen, jedenfalls hoffst Du Johannes erst für Ring verliert!' ” «augett.!' 6 f ”P' ”” th,CB 3f,aDn 3«
-an hatte -ftm-hfich ihm s-ft-n. miebttsJÄ XU" *" ** ***1* ftj«* W «di.,- MtomM&'ti st» L. &Ä».tr«»5!Lss: fe.H ■»
«zurückzukehren, daS sie Helene entgegenhielt. Die die Treppe hinab. ‘ 6 P Eb»« - *aä>‘ , $ie i“”««