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Redaktion: Markt 91. Telephon 56.

Markt ». - Techau U.

Erstes Blatt

fettet.

Gefordert smd:

Beantragt werden:

«***(!ÖS

se 97

L

1241900000 M.

nach dem Antrag . 1049400000

«rterstr. tz

iarf

Restratcn und Neubauten rund. . . 29 240 000 M.

Ersatzbauten rund

ger.

für Personal um jährlich

6 700000M.

suhrwer

der Vorlage. des Antrages

797500000

764500000

xnb sch! ! mich

a) Forderung b) Beantragt c) Abgclehnt

Der hielt

ein für

AgitationSthättgkett leider fast ganz zmückbleibt, Zustand, der mehr für die Bequemlichkeit, als die Weilficht deS Lürgerthrms spricht.

b) c)

ohne jede Bindung hin­sichtlich der Ausführungs­fristen.

Ide,

35, I.

2) Ersatzbauten: Es wären zu bauen (Ge- sammtraten) in den Jahren 1901 bis 1917 ein­schließlich der pro 1918 verbleibenden Restraten: a) auf Grund des bestehenden Gesetzes 8 2 für 836000000 Ms

Mel

er Art

wart«.

4, ptzs-

w

Vom Kriegsschauplatz.

Lord Roberts beobachtet, soweit mau bisher hat fest stellen könne», in zwei Fällen regelmäßig Still-

mithin weniger gegen die Vorlage . . . 83 000 000 M. oder weniger gegen das bestehende Gesetz 71000000

3) Gesammtschiffsbauten pro 1901 bis 1917, ohne die pro 1918 und später bleibenden

der landwirthschoftlichen Interessen handelt es sich dabei. Darum, daß diese bei der Abm-ssung gegen­über den ungeheure» Vorthetlev, die GewerbethStig- keit und Handel aus der Flottruerweiterung ziehcu werde», nicht gänzlich zu kurz kommen und ins .Hintertreffen" gerarheu. Ist das etwa zu viel, dürfen wir es nicht mit gutem Gewisse» verlange», ohne unserer nationalen Pflicht das Geringste zu vergeben ? _____

111 Linienschiffe

< 8 große Kreuzer (15 kleine Kreuzer s 11 Linienschiffe

x 2 große Kreuzer

( 8 kleine Kreuzer

Die Eommissionsbeschlüsse zur Flotten- Vorlage.

Zum besseren Verständnisse der Commissions­beschlüsse giebt dieKölnische Volkszeitung" noch folgende Erläuterungen, welche in der Commission gedruckt vorlagen.

1) Schiffsneubauten:

schweigen. Erstlich, wen» er sich zu einer größer» Operation vorbereitet, deren Einzelheiten er nicht durch die eigene Presse zur Kenntniß deS Feindes bringe» will. Ei» derartiger Fall lag vor, als er sich anschickte, de» südlich der Linie Bloemfovteiu- Ladybravd befindliche» BurenkommaudoS den Rückzug abzuschveideu. Lord Roberts verfolgt aber noch eine andere Methode des Schweigens, und das ist die Methode des TodtschweigevS, die er zur Anwendung bringt, wen» ihm einmal etwas wider den Strich gegangen ist. Ein Fall der letzter» Art ist augen­blicklich wieder eingetrete». Roderts hat alle seine iu Bloemfontein zusammengezogeneu Truppen mit Aus­nahme von anderthalb Brigade», die mit Front gegen Brasdfort als Beobachtung? corps stehen bliebe» und übrigens auch durch eine Demonstration die Auf« merksamkeit der hier stehende» Burenabthetlnugen vou de» Vorgänge» im Süden ablenken mußte», zu dem Zwecke eingesetzt, um de» BurenkommaudoS bei Wepmer und De Wels Dorp ein großes Kndusrand zu bereiten. Seine letzte amtliche Nachricht über den Verlauf dieser Operation war vom 27. ds. und besagte, daß General French mit seine» beiden Kavallerie- brigade» am Morgen dieses TageS i» Thabanchu eia« getroffen sei, sich mit den Truppen Hamiltons und Smith DorrieuS vereinigt habe und nu» den Feind, der den östlichen Theil des Ortes »och besetzt halte, durch Umgkhungsbeweguuge» herauszuoperire» ver­suche. Seitdem ist der amtliche Telegraph ver­stummt, und mau wüßte nicht, woran mau ist, wen» nicht eine Reihe von Ageutur- und Blättermeldungen, die wir in der Hauptsache in unseren gestrige» Telegrammen wiederg-gebeu habe», das Duukel lichtete». Und diese zeige», daß das Schweige» des FeldmarschallS feinen Grund hat iu dem Scheller» seiner immerhin gut vorberellete» Operation.

Aus den genannten Meldungen ergibt sich zu­nächst, daß im Laufe des 27. die englische» Fuß« truppe», die von Osten und Süden gegen Thabanchu vorrückteu das waren die 3. Brigade Mac Donald und die 14. Brigade Maxwell vo» den Bloemfouteiner Wafin werken her, und die 8. Division Rundle von De Wcts Dorp her, ebenfalls Thabanchu ohne Zwischenfall erreichten. Bei ihrem Eintreffen hatte» anscheinend die Buren ihre Stellungen bei Thabanchu schon aufgcgebeu, den» die Reutermeldung aus Thabanchu vom 27., der wir diese Eiozelheiteu ent­nehme», will wisse», daß die berittenen Truppe» 16 km östlich von Thabanchu ein kleines Gefecht 'mit bett Bure» hatte». Die Buren mfiffen also nach Oste» in der Richtung auf Ladybiand auSgewiche» und von French und Hamilton unmlltelbar »ach ihrer Ankunft verfolgt vorde» sei». Diese Kämpfe habe» sich dann bis zum 29. fortgesetzt. Ein Reutertcle- gramm aus Maseru vom 29. besagt wenigstens: Heute (29.) früh wurde in der Richtung von Thabanchu mehrere Stunden laug ein anhaltendes Feuer gehört, über das Erzebniß ist jedoch nichts bekannt". Es ist also von French und Hamilto» wenigstens der Versuch gemacht worden, den Durchmarsch nach Ladtzbrand zu erzwinge» mid, wen» möglich, diesen Ort vor den Bure», die aus Süden anrückten, zu erreichen. Daß dieser Versuch nicht gelungen, geht aus einer Standardmeldung aus Bloemfontein vom 30. hervor, nach der die Kavallerie, die zur

in New Jork eine Rede, wort» er mit auffälligem Nachdruck ve: sicherte, das amerikanische Volk werde nöthigevfollS mit den Waffen in der Hand sür die L-ochtung ter Monroe- Lehre eintreten. Erst jetzt, nachdem weitere Depeschen auS Washington vorliegen, wird diese Rede verständlich. Mit nicht geringem Staunen ersieht man daraus, daß die in jener Rede enthaltene Drohung gegen Deutschland gerichtet war. Nach einer Londoner Depesche der ,83tff. Ztg." wird deS Kriegssekretörs Root Erklärung als versteckte Warnung an Deutschland be­trachtet, seinen Ehrgeiz in Südamerika zu zähmen und nicht zu versuche», deutsche Kolonie» in Brasilien zu gründen. Etwaige Versuche Deutschlands, fisten Fuß auf dem amerikanischen Festlande zu fafien, müßte» schließlich zu einem ernsten Zwist zwischen den Ver. Staaten und Deutschland führen. Vorderhand habe» wir keine Absichten auf Süd- amerika. Ter Herr KriegSamtssekretär wird sich übrigens sage» fafien müssen, daß die Bereinigten Staaten selbst durch de» spanische» Stieg die Monroe- Lehre dnrchbroche» haben.

1 ohne die Restraten \ aus den früheren ( Bewilligungen mit 131700000 M.

Restraten:

nach der Vorlage und der Verpflichtung aus dem alten Gesetz.....

40520000 ,

rett

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Die Maifeier.

Die Sozialdemokratie hat sich mit oller Macht zur Maifeier gerüstet. Der Aufruf der Grwerkschaftö- kommisfion ist sehr schwulstig und breiispmtg gehalten und spricht von dem blinde» Hasse des Unternehmer, thums gegen die Arbeiterschaft, von Willkür und Brutalität »cb dergleichen. Diese Sprache find wir so gewohnt, daß sie keinen besonderen Eindruck macht, dagegen verfahrt eS der Mühe, auf die ungeheure Betriebsamkeit und de» Eifer hinzuweise», mit der die Gewelkschoften die Feier bis in alle Einzelheiten vorbereite». An »sfizielle» Versammlungen und Ver­gnügungen finden i» Berlin und den Vororten 22 statt, besondere Veranstaltungen 23, ferner 13 der dem Gewerkschaftskariell für Berlin und Umgebung angeschlosfine» Gewerkschaften. 3» 18 andern Ver­sammlungen wird ferner der 1. Mai in systematischer Weise gefeiert werde», sodaß sich im Ganzen 66 Versammlungen ergeben. Dabei find solche nicht mitgerechnet, die lediglich einen Vergnügung? charakter trage» und vou den betreffende» Etablisfiments unter Anlehnung an die Maifeier keranstalier worden find. Diese planmäßige Thätigkeit erklärt den Fortschritt der Sozialdemokratie, der gegenüber die bürgerliche

zusammen 69 760 000 M.

«uf Grund des alten Gesetzes wären zu verbauen gewesen als Restraten und Ersatzbauten auf Grund des

§ 2 durchschnittlich pro Jahr . . 50320000

mithin mehr auf Grund des Antrages 19440000 jährlich.

4) Durch den Fortfall der 13 Auslandsschiffe ermäßigen sich im Beharrungszustande die Kosten:

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Umschau.

Zur Flotteuvorlage.

Nach der Angabe eines Ministers stimmte die Re­gierung der Flotteuvorlage in der Fassung der Bugdet- kommissio» zu. Bewahrheitet sich diese Nachricht x»b das ist auzuuehme» dann verläuft auch diese Aktion wieder tu Halbheiten. DaS aber sollte man hei solche» Frage» unserer Wehrkraft vermeiden. Sntweder haben wir die Auslandsschiffe »öthig und Mu gehören sie unbedingt in das jetzige Flotten- progrsmm hinein, auch wen» ihr Bau erst später be­ginnt oder wir haben sie nicht »öthig; dann müssen sie definitiv gestrichen werde». Aber jetzt diese Ab­striche zu wachen und gleichzeitig die Aussicht auf zuküuftige Nachbewilligungeu zu eröffne», daS mag vom Standpunkte der Parteitaktik schlau fein, ober eS entspricht nicht der Ausfassung, die der Reichstag solche» nationalen Aufgabe» gegenüber bethätigen sollte. Wir könne» deßhalb daS geschlossene Kom­promiß nicht freudig begrüße».

Aehnlich mtheilt dieKreuzzeitung" indem fie schreibt:

Wen» wir unsere Seemacht überhaupt auf eine» Achtung gebietenden Stand bringe» wolle», dann muß vo» voruherei» ein großer Zug iu die Sache gebracht werde»; sonst laufen wir Gefahr, nnL in halben Roßregel» zu verliere», und gerathe» insHinken »sch beide» Seite»", d. h. wir geben viel Geld aus, ohne unsere» Zweck zu erreiche». Nur eine große, d. h. bündnißsähige Flotte, ist unter de» Verhält- »isien der Gegenwart desSchweißes der Edlen wetth". Wenn man eine solche nicht will, bann ver­zichte man lieber ganz. Das wäre wenigstens ein Standpunkt, wenn auch beim heutigen Stande unserer Swtwickkluug ein verkehrter. Alle unsere Nachbarn ringsum iu Europa und die vereinigten Staate» oben­drein, gehen mit einem wahren Feuereifer daran, ihre Flotte bis zum äußerste» zulässigen Maße zu verstärke«, und so schwachmüthige Einwendungen, wie man sie bei uns fortwährend hört, werde» nirgends erhoben. Die Gefahr, überflügell zu werden, bleibt also unter allen Umstände» be­stehen; wie nu» gar erst, wen» die Parteien ihre Hauptaufgabe darin erblicke», die Regierung, die sich ihrerseits auf das Nothwendigfie beschränkt, zu hindern, indem man sie unausgesetzt fragt, ob sie es nicht «» Ende auchbilliger" thu» könnte. Wenn man weiß, mit welcher argusartige» Aufmerksamkeit daS Ausland, ohne übrigens viel davon zu rede», unseren Nsttenverhoudlurgeu folgt, so kann man sich denke», wie das wirkt und wie unser Ansehen dabei steigt.

Man wird nns vielleicht Vorhalte», daß ja auch konservativer Seite gewisse Bedenken erhoben und «dingungen gestellt worden seien. DaS ist richttg, hat aber mit dem Flottenbau an sich nichts zu thun, sonder» bezieht sich nur auf die »othweudigeu Voraus- tttzuugeu des Ganze», die wahrlich nicht von der «rt find, daß fie von der Regierung beanstandet zu ®wrdeu brauchten. Um den sehr »othwendigen Schutz

pro Jahr berechnet:

mithin weniger . . 192 500 000 M. oder pro Jahr 11323 500 M. weniger.

Nach dem Anttage ergeben sich durchschnittlich

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8

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Deutschland nnd Amerika.

Sekretär deS amerikanische» Kriegs amteS Root am Freitag in der Grand-Denkmal-Gesellschaft

Anzeigen nehmen entgegen; die Expedition dieses BlaüeS, die Annoncen«

Bnreaux vo» Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- orr o bürg, Wien; Rudolf Moffe, Frankstert a. M., Berlin, München, Köln; Ou.

6. 2. Daube & Co., Frankfurt«. M., Berlin, Hannover, Pari» «.

studirch :en iren!

(W chaaf,

. . 507 000 000 M. . . 360500000

. . 146000000 M.

öchetttliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

JSustrirtes Sormtagsblatt Verantwortlich für die Redaktion; Redakteur Han» Hnpser in Marbmrß,

fstr Jndiensthaltung um jährlich . . 5600000

durch den Fortfall der Anleihen in

Folge Lösung der Dcckungsfrage

und Ablehnung der 13 Schiffe um jährlich............ 14940000

hierzu neben berechneten Minderaus­gaben für Schiffsneubautcn und Ersatzbauten von jährlich (im Durchschnitt)...... . 11323500

mithin Gesammtminderbedarf . . . 38563500 M. jährlich

63 im Beharrungszustande.

Der durchschnittliche Minderbedarf pro Jahr für die Zeit von 1901 bis 1917 würde sich auf rund 25020000 Mk. stellen, mithin für die siebzehn­jährige Periode auf rund 425 340 000 Mk.

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ttglich außer an Wertragen nach kann- nnd Feiertagen. <e)O/T1>Altrn

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M 101 Mittwoch, 2. Mai 1900

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(30 e J3,L |8 und V W itx priv t 50 lersng. r««ffe 9.

(Nachdruck verboten.)

Die kleirre Lsri.

Original-Roman von Irene v. Hellmuth.

(Fortsetzung.)

Johannes drückte ihre Hand und begann in heiterem *»»e zu scherze» »nd zu erzähle» vou manchem tolle» «tteich, ben er im Uebermuth ausgeführt, nnd Lori'S M«g!iche Befangenheit wich bald vor seiner hellere» sie stimmte hell in sein Lachen ein. Die astü versank den Beide» mehr und mehr, fie lebten « einem Zanberbann, der fie »mpfange» hielt.

Heiß und leidenschaftlich stieg der Wunsch in Johannes ans, das Mädchen zu erringe» vm jeden Preis. Wohl durfte er sich nicht verhehlen, deß eS «ne» schwere» Kampf koste» würde, bis er daS er= Wnte Ziel erreicht hatte, da er den unbeugsamen etan seines Vaters gut kannte, um zu wisse», daß 01 ei» Entgegenkommen seinerseits nicht zu denke» war. Doch mochte daS nun gehe» wie es wollte.

Unwillkürlich enifloh ein schwerer Seufzer seiner Brust. Lori blickte ftagend zu ihm auf.

.WaS ist Ihnen, Herr Lindiman» ? Warum find ic «it einem Male so still geworden? Haben Sie n®a geheime Sorgen?"

»3a, ich, ich bi» verliebt, rasend ver- ite.t, «nd da» bringt immer Sorge» mit sich/

Verliebt?" stammelte Lori mit bleichen Lippe». Sie dachte an Helene, ihre Hand fnhr »ach dem Herze», das sich int Schmerz zusammenzog.

Er bemerkte mit heimlichem Entzücken de» Zug bitterer Enttäuschung, der, ihr selbst wohl am wenigste» bewußt, nm de» kleine» Mund lagerte, und wußte nun, daß Lori ihn ebenso liebte, wie er fie.

So werden Sie wohl von nun an nicht mehr hierherkommer?" fragte das junge Mädchen mtt be­benden Lippe».

Q, noch ost, vorausgesetzt, daß meta Bräntche» eS mir gestattet," lachte Johannes.

Wen» Sie erst verlobt stad, werde» Sir kau« noch Zett für etwas anderes habe»." -

Warum nicht?" Er weidete sich an dem Anblick des holde» Geschöpfes, des kaum im Stande war sich zu beherrschen.

Und darf mau frage», wer die Erkorene ist?" fragte Lvri, um deren Mund eS seltsam zuckte.

Ja, enSthst Du es deu« noch immer nicht?" jubelte der Glückliche, unsähig, das Wort noch länger zuiückzudtängk». Was fragst Du denn? Wer anders könnte es wohl fein, als Du, Du, die ich liebe, so heiß und tauig, daß ich au nicht» anderes zu denke» vermag, als an Dich, die Du das Licht meines Lebens geworden bist!"

Er hatte den Arm um daS selig erschauernde Mädchen geschlungen und eS an sich gepreßt iu über- quellender Lust und den ftische» Mund geküßt, wieder, immer wieder.

Er hielt daS bebende Mädchen im Arm und Lori schmiegte sich an ben Geliebte» nnd wußte nicht, wie ihr geschah.

Zu jäh war der Wechsel gewesen. Unfähig, ein Wort zu spreche», lehnte fie das blonde, lockenum- wallte.Köpfchen au seine Brust und überließ sich willenlos dem Zauber dieser Stunde.

'S ist ja Maienzeit l" jubelten die Vögel »»d tagten mit neugierigen Aeuglein aus ihrem grüne» Versteck »ach dem junge», glückseligen Paare da unten und hüpfte» vo» Ast zu Ast, als wollten fie es ben Kameraden verkünden, daß zwei Mensche» soeben de» Lund für» Leben geschlossen hatte».

'S ist ja Malenzeit!" duftete» die Blumen und nickten im lauen Wind mit ben zierliche» Kelche», als verstäube» auch sie etwas von dem zärtlichen G. flüster ber Liebenden.

O Maienzeit, o Liebesttaum, was ist so süß wie Tn?"

Wie lange bie Beide» ta zärtlicher Xmschlinguug gestanden, fie wußte» es nicht, und als fie sich endlich trennten, gescheh es mit dem Verspreche», so «ft als möglich hier zusammenzukommku.

Als Lori mtt glühenbe» Wange» »ach Hasse kam Httb ber Vater fie fragte:Nun, meta Töchterchen, Du bist ja heute ungewöhnlich lange ausgeblieben l Du wolltest boch Maiglöckchen pflücke», hast Du keine gefunben?" ba hätte nicht viel gefehlt nud fie wäre bem gütigen Vater um ben Hals gefallen und hätte ihm ihr ganzes, großes, überschwengliche» Glück gebeichtet. Aber bas wollte genau und sorgfältig überlegt werbe», wie es am besten anzustellen war, und fie beschloß, erst mtt Johannes darüber zu be- ratheu. Versöhnt mußten die beiden Alte» werde», da» stand fest. Aber wie foCte man daS zu Stande bringen?

Das war die einzige Sorge, bie das Glück ber Liebenden störte. Pläne wurde» gemacht und wieder verworfen, doch Lori hoffte zuversichtlich, daß es ihr gelingen würde, eine befriedigende Lösung herbei- zusühren.

Lange ließ sich das süße Geheimniß allerdings nicht bewahren, Lori sah es ei», daß mau halb da­von munkeln würde, und überdies entsprach es dem offenen, ehrlichen Stan Johannes' sehr wenig, »icht frei mit seiner Werbung hervortteten zu dürfen. Hcffte er doch» mtt ber Geliebten öfter und länger beisammen sei» zu können, wen» diese erst vor aller Welt seine Braut war.

* (Fortsetzung folgt).