Zn der Veröffentlichung des Herr» vo» Trotha- Hecklingen in der Nr. 186 der „Deutschen Tageszeitung" dürfen wir bemerken, daß wir uns dem Eindrücke nicht verschließen können, als habe Herr vo» Trotha weder die stenographischen Berichte des Reichstages, noch de» Bericht der Kommisfio» des Reichstages gelesen. Wir halten uvS zu dieser Annahme berechligt, da Herr von Trotha schreibt: »Wen» Herr v. Manteuffel und Graf Mirbach der Ansicht sind, daß auch ohne die KommijfionS- beschlüffe noch genug erreicht wird, so ist das Ansichtssache".
An den Beschlüfle» der Kommisfio», welche so überaus bedeutuugsvolle Verbesserungen der Vorlage enthalte», i» erster Reihe im § 14 und bann, daß die Belastung der Landwirthschafe fortfällt, da für die Hausschlachtungeu von einer Beschau abgesehen wird — soll nichts wesentliches geändert werden — Lediglich von dem unbedingten Verbote des Pökelfleisches soll, nm das Zustandekommen deS Gesetzes zu ermöglichen, abgesehen werden, da nach de» An- fichte» der verbündeten Regierungen aus sanitären Rücksichten ein genügender Grund zu einem Verbote nicht herzuleite» ist. — Es besteht also eine Meinungsverschiedenheit nur hinsichtlich eines überaus winzigen BruchtheilS der gesammten Fleische »fuhr.
Wir wünschen, daß an diesem geringfügigen Objekt die übrigen, für die Allgemeinheit und für die Landwirthschaft so wichtige» und so werthvollen Er- rungeuschaste» der Gesetzesvorlage, wie sie aus de» Beschlüfle» der Kommisfio» und der zweiten Lesung des Reichstags hervorgegange» ist, nicht scheitern.
Unsere verehrten Berufsgeroffe» sollten aber doch auch nicht vergessen, daß eS sich bei dem Fleischbeschaugesetz nicht um ein Gesetz zum Schutze der Landwiithschaft, vielmehr um ein solches zum Schutze der sanitären Jntereffen der gesammten Bevölkerung handelt.
Zu den Klagen über den General- Konsul Focke
schreibt die „Norbd. Allgem. Ztg." offiziös:
Gegen den Kaiserlichen Generalkonsul iu Kapfiadt, Dr. Focke, waren vor einiger Zeit in der Presse Vorwürfe laut geworden, deren Unbegründetheit an dieser Stelle an der Hand seines amtlichen Berichts dargethan werden konnte. Neuerdings werde» i» einer Reihe vo» Blättern abermals angebliche Aeußer- urgeu und Handlungen berichtet, durch die der Generalkonsul Focke fich einer pflichtwidrige» Mangels au nationaler Gesinnung schuldig gemacht haben soll. ES entspricht nicht den Gepflogenheiten deS auswärtige» Dienstes, einen Beamten preiSzugeben, bevor er Gelegenheit hat, sich auf die gegen ihn erhobenen Borwürfe zu rechtfertigen. Zu solcher Rechtfertigung ist der Geueralkonsul Focke sogleich uach dem Bekauut- werdeu der neuen Anschuldigungen aufgefordert Es wird von den Aufschlüssen des
fort: „Wenn Dich ein Manu nur ansieht, dau« meinst Du gleich, er ist in Dich verliebt; da täuschest Du Dich aber wirklich stark, Heleue!"
Die Augen der Augeredeten blitzten Lori zornig an.
„Ja wohl, er ist in mich verliebt, ich fühle daS ganz genau, und die Zuknust wird es ja lehren! — Was streite ich mich mit Dir! Natürlich, ich verstehe wohl, daß Dir so etwas unbegreiflich erscheint, denn Dir dürste das wohl kaum pasfiren!"
Lori war dem Weinen nahe. Sie zog wieder einmal, wie schon so ost, vor der spöttischen, überlegenen Art Helenens den Kürzer», und eilte rasch die Treppe empor. Gleich barauf stand sie in ihrem Stübchen vor dem Ankleidespiegel, und studirte aufmerksam ihre eigenen Züge.
War sie denn wirklich so nuausehulich, wie Helene immer behauptete? Sie streckte die zierliche Figur, um etwas größer zu erscheinen. Allerdings mußte fich Lori mit leisem Seufzer gestehen, daß fie den Vergleich mst Heleue nicht aushalten konnte, aber häßlich, — nein, — häßlich war fie gewiß nicht. Freilich, Nein war fie, aber hatte „Er" nicht gesagt, daß ihre Augen schön wären? Lori wnrde bei diesem Gedanken roth bis au die Ststnhaare.
Warum legte fie mit einem Mal so großen Werth darauf, schön zu sein? Bisher hatte fie ihrem Aeußereu kaum die kleinste Beachtung geschenkt, und nun ?
Die junge Dame wollte fich auf diese Frage keine Antwort gebe», aber von diesem Tage au war fie eitel geworden, wirklich — eitel.---
II.
ES ist unglaublich, Onkel, eiferte Heleue einige Tage später, indem fie Lori's Vater heftige Vorwürfe
Generalkonsnls abhängen, ob fich die vorgesetzte Behörde zu Maßregeln wegen seines Ver- haltens veranlaßt sehen wird oder nicht.
Hoffentlich hängt das nicht bloß von den Auf- fchlüsieu des Generalkonsnls allein ab, sondern auch vo» de» Aufschlüssen der Z-ugeu, deren Stimme zu hören daS Auswärtige Amr fich genügend Gelegenheit verschaffen kann. In diesem Sinne muß die Behauptung befremden, daß der amtliche Bericht der Generalkonsuls allein genügt habe, um die Unbegründetheit der Vorwürfe darzuthu». Da es fich hier um ganz verschiedene und dennoch übereinstimmende Aussagen hoch angesehener Persönlichkesteu handelt, so muß doch sehr entschiede» Einspruch erhoben werden, daß fie einfach als Lügner hi« gestillt werden, nur weil der Man», der vo» ihre» Aussagm betroffen wird und daS Segeutheil aussagt, vorläufig noch Generalkonsul ist. Daß andrerseits das Auswärtige Amt eine» Beamten preisgebe» soll, ohne ihn gehört und überhaupt die Sache gründlich untersucht zu habe», ist von keinem Menschen bisher verlangt worden.
Der Kompromiß beim Fleisch- beschaugesetz.
Wie eine parlamentarische Korrespondenz zuverläsfig erfährt, ist über eine andere Fassung des Fleischbeschaugesetzes nach längeren Verhandlungen eine Verständigung zwischen Graf Posadowsky und den Vertretern der Mehrheitsparteteu des Reichstages erzielt worden. I« der letzte» Sitzung des StaatsministerinmS soll die Kompromißfaflung durch die Minister Graf Posadowsky und Freih. v. Hammerstein befürwortet werden und dürfte voraussichtlich die Zustimmung des Staatsministeriums finden. Diese Formulirung — in erster Reihe die Aufhebung des unbedingten Verbots vo» Pökelfleisch — wird soda»» durch die MehrheitSpartete« als Auttag zur dritte» Lesung im Reichstage eingebracht werde». Die dritte Lesung des Fleischbeschaugesetzes soll noch in nächster Woche auf die Tagesorduung gefitzt werden.
Der südafrikanische Krieg.
Bo« Kriegsschauplatz.
General French hat, wie die in letzter Nummer von uns veröffentlichten Telegramme besagen, die Verfolgung der nach Nordosten auf der Straße De WetS Dorp. Ladybrand entweichenden Burerr- kommandoS aufgegeben und fich zunächst weiter nördlich gewandt, um fich in Thabanchu mit Hamiltons berittener Infanterie und Smith-Dorrien» Brigade zu vereinigen und die bei Thabanchu in Aufuahme- stellung verharrenden Buren auf Ladybrand zurück- zvdrängeu. Demnach hat fich die Aussicht der Bure», die nach einer TimeSnachricht feit Montag vom Generalkommaudanten Louis Botha geführt werde», nach Ladybrand zu entkommen und sich mtt den von Wepener heranrückenden Kommandos zu vereinigen,
machte, „wie kannst Dn es nnr gestatten, daß Deine Tochter Tag für Tag in den Wald läuft, und jedes Mal länger ausbleibt, und zumal in so früher Morgenstunde. Ich finde da» höchst unpassend."
Herr Lerneck faltete die Hände ans seinem runden Bäuchlein und drehte die Daumen nmeiuander. Er liebte die Ruhe und den Frieden i« Hanse über alle», und meinte begütigend in seiner ruhigen Weise:„Laß Du da» Mädel nur unbesorgt gehen; wenn eS Lori Freude macht, ich habe nichts dagegen."
Lori ballte die kleine» Hände. Helene sollte es nnr versuchen, ihr da» Vergnügen zu rauben, da» wahrlich harmlos genug war. Sie wollte fich schon tapfer wehren, denn mtt unwiderstehlicher, übermächtiger Sewatt zog es fie hinaus zu dem stillen Plätzchen, wo ihr allmählich ein süße», wonniges Glück aufzu- blühen begann, da» ihr ganzes Sein und Wesen beherrschte, und alle ihre Gedanken in Anspruch nahm. — Nach und nach hatte eS begonnen, doch Niemand »Hute etwa» davon.
Ohne alle Verabredung hatten sich nämlich die beide» Jugendgespielen täglich a» dem Orte getroffen, wo fie einander zum erste« Mal nach langen Jahren begegnet waren. Tyeas hatte fich niemals wieder einfallen lasse», uach dem junge» Manne zu schnappen, im Gegentheil, die anfängliche Feindschaft hatte fich bald genug tu innige Freundschaft verwandelt; der Hund zeigte [tzt eine offenkundige Zuneigung zu dem täglicheu Begleiter seiner junge» Gebieterin.
Einer Tages fand fich Lori wieder au dem Lieb- liugsplätzchen ein, aber fie hatte fich gegen ihre Gewohnheit etwas verspätet. Zu ihrem Erstaunen jedoch
bedeutend verbessert. Weßhalb French die Suren unter Botha, auf dessen Einfluß und klaren Blick der rechtzeitige Antritt de» Rückzuges verwuthlich zu- rückzusühren ist, freigegeben hat, entzieht fich vorläufig uuserm Verständniß. Man hätte meinen sollen, daß die scharfe Verfolgung Bothas taktisch unbedingt erforderlich war und nicht nut die verfolgten Buren- kommaudoS, sondern auch die ihre rechte (westliche) Flanke bei Thabanchu deckeude» Abtheilungeu ernstlich gefährdete, somit also durch eine» Schlag eine doppelte Wirkung erziette. Die Bure» bei Thabanchu wären bann auch in ihrem Rücken bedroht und könnte» nichts anderes thun, als ihre Stellung aufgeben nutz, um nicht eingeschlossen zu werden, nordwärts nach Brandfort zurückgeheu. Dadurch würde wieder HamlltonS berittene Infanterie frei, die sich dann auch an der Verfolgung der burifche» Hauptarmee betheiligen könnte, nachdem fie die Verbindungslinie durch Etappenkuppen gefichert hätte. Don alledem ist nichts geschehen und eS erscheint nunmehr glaubhaft, wen» fich die Times au» Bloemfontein vom 26. melden läßt, daß fich wenig Gelegenheit bieten werde, den Buren während ihres Rückzuges empfindliche Verluste beizubringeL Denn durch deu Widerstand, den die Briten bei Thabanchu finde», dessen östliche Vorstadt die Buren »och immer halte», geht abermals kostbare Zeit verlöre», die den Burcukommandos kefflich zu statten kommt. Zudem muß Frenchs Pferbematerial durch ben Gewaltmarsch nach Thabanchu wieber sehr angegriffen sei». Die Entfernung zwischen den beiden Orten beträgt etwa 40 km. Am 26. abend» verließ French De WetS Dorp, am 27. morgens traf er schon in Thabanchu ein; er hat also Roß und Reiter nicht geschont, und da beide schon erhebliche Anstrengungen in den letzte« Tage» hinter fich hatte», kann man fich denke», daß fie jetzt einet Pause bedürfe». Für die Ermattung der Truppen giebt e» übrige»? unttügliche Beweise. So meldete „Daily Chronicle" aus Bloem- fonteiu vom 26., daß die berittene Infanterie des Obersten Aldersou dir Verfolgung aufgegebeu habe. Alderso» führt da» 1. Corps der 1. Brigade von Hamilton» berittener Jnfavterie-Divifio» und ist der Divifiou Rundle zugetheilt. Er hat offenbar mit French zusammen den Ritt »ach Thabanchu ange- ttete» und ist nicht im Stande gewesen, Schritt zu halten. Man kann daraus schließen, daß auch die Cavallerie schwer mitgenommen ist. Rundle, der mit French zugleich DewetSdorp verlassen Hai, steht »ach Roberts Depesche 13 km südlich vo» Thabanchu, hat also einen Marsch von 27 km hinter sich und wird gleichfalls feinen Truppen eine kurze Rast gönnen müssen, da auch fie in den beständige» Kämpfe» der letzte» Tage nicht geschont worden find und zu großen Marschleistungen nicht mehr fähig fein werden. Immerhin darf mau erwarte», das fie am 27. in Thabanchu angekommen find und den berittenen Truppen erwünschte Verstärkung gebracht haben. Aber bann wttd eS zu spät sein, die Der-
war der Platz, wo Johanne» gewöhnlich schon ihrer wartete, noch leer, nicht» zn sehen weit und breit.
Der Morgenwind fuhr kosend durch die Kronen der Bäume, ein geheimnißvolle» Flüstern zog durch den Wald.
Lori fühlte ein schmerzliches Beben in ihrem Innern. Sollte Johannes nun nicht kommen? War es doch einzig und allein Zufall gewesen, der fie hier zusammengeführt? 7.
„Ob „er" mich liebt?" fragte sie fich wohl hundertmal. Sie meinte die Antwort in feinen Annen bereits gelesen zu haben, und doch erfaßten wieder Zweifel ihre Seele. Sie dacht über alle» »ach, ttai fie hier miteinander gesprochen; ftellich, von Liebe war niemals die Rede gewesen, aber — warum sonst kam Johanne» täglich hierher, wenn nicht in der Abficht ein Stündchen mtt ihr zn verplaudern. Hatte nicht Helene neulich behauptet, der junge Mann sei in fie verliebt? Ah bah, da» bildete die fich wohl ein, aber — konnte die Einbildung nicht ebensogut auf ihrer Seite sein?"
Plötzlich unterbrach Lori ihren Gedankengang. Tyras hob den Kopf, al» wtttere er Jemand in der Nähe, horch, — Schritte —, richtig, dort ton der Erwartete und winkte ihr schon von Wettern mit der Hand einen Gruß zu, indes der Hund mtt mächtigen Sprüngen dem Ankommenden entgegen eiüe.
lieber Lori's Wangen huschte baS helle Roth der Freude uub entzückt betrachtete Johanne» das schöne Mädchen, auf dessen Gesicht deutlich zu lesen war, was e» empfand. Sei» Herz pochte heftig, er füllte sich innig zu der einstige» Jngevdgespiclin hiugezogen.
(Foryetzung folgt).
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Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
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borg, Wien: Rudolf Mosse, Frankfurt a. M„ Berlin, München, Köln; vu. ^JUDTQ, <C V ‘hoith» * 6n . ffrenffnrt a M Berlin. Hannover. Pari» ?e.
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Umschau.
Der 1. Mai im Reichstag.
Sehr bezeichnender Weise versuchte der Abgeord- «dneie Singer am Freitag im Reichstage Namen» socialdemokratischeu Fraktion die Beraihuug der noch ausstehenden Wahlprüfuvge» am 1. Mai zu ^hindern, indem er behauptete, daß an diesem Tage dn Reichstag voraussichtlich beschlußunfähig fein gyybe. Bon welche» Gesichtspunkten er dabei i# Wirklichkeit geleitet war, verräth baS focialdemokratische Parteiblatt, indem eS die Abhaltung einer Sitzung a diesem Tage als eine Gegenmaifeier de» Reichstages bezeichnet. Die „Berl. Pol. Nachr." bemerke» dqu: Man ist also im socialdemokratischen Lager bereits so anmaßend geworden, zu verlange», daß selbst der Reichstag vor der socialdemokratischen Maifeier seine Reverenz mache. Es ist die» die natürliche Folge der weitgehende» Konnivenz, deren sich die Socialdemokratie bei einem großen Thelle der bürgerliche» Parteien, insbesondere bei allen mehr demokratisch gesinnte» Elemente» innerhalb der bürgerliche» Parteien erfreuen. Das Verhalten der Socialdemokraten liefert aber zugleich einen kleinen Vorgeschmack dessen, was die bürgerliche Gesellschaft M erwarten haben würde, wenn die Socialdemo- fcatie wirklich zu der von ihr erstrebten Herrschaft gelangte. Selbstverständlich HL d.. Reichstag dem socialdemokratischen Verlangen nicht entsprochen, vielmehr wird sowohl das Plenum als die Budget- kommisfion am 1. Mai tagen, und zwar gilt eS sowohl im Plenum als in der Commission Beschlüsse von erheblicher Tragweite zu fassen. Wenn die Socialdemokraten fich daher nicht jeder Einwirkung auf diese selbst berauben wollen, so werden sie schon am 1. Mai auch Mitarbeiten müssen. Freilich ist es nicht unmöglich, daß fie versuchen werden, durch die aus ben Verhandlungen über die lex Heinze sattsam bekannte» ObstrnktionSmittel die Aufhebung der Plenarfitzuug herbeizuführe». Allein es darf von den bürgerlichen Parteien mit Bestimmtheit erwartet werden, daß fie vollzählig am Platze fein und so eine» Strich durch die socialdemokratischen Machen- ichaste» machen werden. Gegenüber der in dem Verlangen, daß der Reichstag die Maifeier mttmachen »öge, hervorttetenden socialdemokratischen Anmaßung erscheint eS geradezu als eine Ehrenpflicht aller bürgerlichen Parteien, dafür zu sorgen, daß am 1. Mai der Reichstag beschlußsähig bleibt, auch wenn bk Socialdemokraten streiken.
md
47»
Eine neue Erklärung veröffentlichen Freiherr von Manteuffel und Graf k Mirbach; fie lautet:
• (Nachdruck verboten.)
Die kleine Lori.
Original-Roman von Irene v. Hellmuth.
(Fortsetzung.)
.Als ob man im Walde da draußen, wo eS nnr wune, Vögel und Blumen giebt, Handschuh uöthig wte," lachte Lori, und ließ den Blick an der schlanke», ebenmäßigen Gestatt ihrer Cousine hinab- öktt«, die in dem duftigen, eleganten Morgenkleid Erdwgr ungemein vornehm anSsah. Lori kam fich «tt chrer kleinen Figur daneben recht nnanscheinbar vor.
Die jnuge Dame besah angelegentlich ihre schönen, weißen Hände mtt den glänzende», wohlgepflegten Mgel», nnb erwiderte in scheinbar leichtem Ton: k» gibt auch noch etwas andere» al» Bäume »»d Vögel da draußen." Eie dämpfte ihre Stimme dw Flüstertöne und fuhr fort: „Ich habe schon ttnige Mal einen sehr hübschen, jungen Mann gesehen, W, 5a! — An dem habe ich sogleich eine Eroberung Maaty; denn neulich verfolgte er wich bis ans «at». — Ich wette, der ist verliebt bi» über die ~yen. Er wollte mich ansprechen, ich sah e» wohl. 3a», der junge Mann gefällt mir, — gefällt mtt wS« sehr — und wenn er das Geld hat, dann werde $ ihn nehmen."
.Vorausgesetzt, — baß er Dich will," lachte — die bei der Erzählung ihrer Cousine feuer« geworden war, — etwas gezwungen auf, fie «fierte fich unbeschreiblich über die Worte und mehr »och über den herablassenden Ton, in dem diese ge- ivrochk» wurde». Deshalb fuhr fie etwas gereizt