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Frist ein gewisses Produkt, dessen Deutschlands
hnsiit Volks Wirth schäft bedarf, anbauen und damit unsere
Handel in Brüssel beginnen.
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(Fortsetzung felgt).
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Volkswirthschaft unabhängig vom Auslande zu machen helfen. Da diese Verpflichtung in unseren Son* -essionen nicht vorgesehen ist, so -nutzen natürlich unsere Konzessionäre ihr Vorrecht auf die leichteste ergiebigste Art aus: sie benutzen ihre Konzession, sich ein Handelsmonopol zu schaffen. Selbstver- dlich ist eine Landkonzession auch stets in der oxis eine Handelskonzession, weil der LaudkonzessionSr Produkte seines Gebietes einfach dem Handel ab« iden kann.
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ihren Hader beiseite zu kaffen und sich gegen die ge- famen Feinde zu wenden, gegen die Eingeborenen und die großen Sonzesstonäre.
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Chronik" erschien im Dezember vorigen Jahres ein Artikel über die Nordwest-Kameruv-Gesellschast, der den Händlern von Solonialatlien den Mund wässerig machte. Die „Volkswirthsckaftliche Korrespondenz" machte auf diese seltsame Erscheinung aufmerksam und meinte, hier scheine sich das Beispiel der „Süd- Kamerun - Gesellschaft" zu wiederholen. Mit verdächtiger Schnelligkeit kam eine „Berichtigung" des Herrn Dr. SchSller an die „Volkswirthschaftliche Korrespondenz" des Inhalts, daß er einen Börsen* handel mit seinen Genußscheinen nicht beabsichtige.
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Bei der Frage „Gewährleistung einer Maximalziffer für Heer und Flotte" führt Abg. Müller- Fulda ans, der Ueberfchuß bei den Aushebungen sinke stetig; deshalb sei eS erwünscht, eine Grundlage zu finden, wie die Frage ste anbeute. Die Vermehrungen der Armee vermehre die Leutenoih. Die Piäsenzziff« sei nnnöthig hoch, daS Land werde hierdurch gleichmäßig geschädigt. Abg. Graf Arnim bestreitet, daß die Abnahme der Landbevölkerung mit der Präsenzziffer so viel zu thmr habe. Abg. Gröber bemerkt, die Marine brauche gerade die kräftigen Leute, wie die Landbevölkerung fie liefere. Abg. H a f s e meint, man berücksichtige den Bevölkerungszuwachs von 800 000 Köpfen jährlich nicht genügend. Abg. Bebel verliest Zahlen, welche die Abnahme der landwirthschaftlichen Arbeiter und die Zunahme der industriellen Arbeiter darthun.
Bei der letzten Frage in der GeneraldiSkusfion „Schutzzölle" führt Abg. Müller-Fulda auS, der jetzige Zolltarif habe die Laudwirihschast schwer geschädigt. Man müffe der Landwirtschaft mehr Sorgfalt zuweudeu. Redner verlangt eine Erklärung der verbündeten Regierungen hierüber. Staatssekretär T h i e l m a n n erklärt, die Regierung habe die Interessen der Laudwirihschast selbstverständlich int Auge. Die Ergebnisse der Arbeiten des wirthschaftlichen Ausschusses seien aber noch nicht zu übersehen. Abg. Gröber und Abg. P a a s ch a genügt diese Antwort nicht. Die Regierung täusche fich, wenn sie denke, die Flottenvorlage werde von selbst im Hafen ein laufen. Bloße Versicherungen genügten nicht. Graf Stolberg und Graf Arnim halten ebenfalls eine offizielle Erklärung der Regierung für wünschenswert. Abg. Bebel meint, wie die Sache jetzt liege, — entweder hohe Getreidezölle oder keine Flotte — hätte man die Debatte sparen können; die rechts stehenden Parteien hätten die Parole au»- gegeben, entweder Zollerhöhung für die Landwirt- fchaft oder Ablehnung der Flotte. Die Lasten der Vorlage würden wieder ben arbeitenden Klaffen aufgebürdet werden. Abg. Müller- Fulda widerspricht dieser Ansicht, ebenso Abg. Graf Kliukowström: Die konservative Partei kenne keine solche Prarole: Flotte oder Zoll. Abg. Prinz Aren berg (Z.) warnt davor, den Reichstag etwa mit der Fkoiten- parole aufzulösen. Abg. Richter erklärt er habe fich abfichtlich zurückgehalten, aber noch nie in einer Sitzung so viele Gründe gegen die Flottenvorlage gehört wie heute. DaS Bedenkliche bei bei Sache fei, daß wir vor neuen Handelsverträgen ständen, also jetzt kein klares Bild haben, wie fich die Einnahmen des Reichs ans den Zöllen von 1904 an gestalten werden. Abg. Gröber (Z) betont, daß eine Bewilligung der Flotteuvorlage ohne gleichzeitige Festlegung der Deckungsfrage unmöglich fei. Etwaige Mehreinnahmen der Stenern gedenke feine Partei zu Gunsten der Arbeiter zu verwenden. — Die Generaldebatte ist
. , eine Anhänglichkeit, die durch nichts erschüttert tarbe.
Küste dir Zufuhr von Handelsartikeln aus dem Inneren abschneideu. Die Furcht vor diesen Gefahren hat denn auch C. Woermann und Thormähken augenscheinlich in die Arme der Concesfiouäre getrieben, und vielleicht folgen noch andere, so daß nicht nur daS ganze nordwestliche Kamerun Monopol der Nordwest-Kamerun Gesellschaft ist, sondern auch noch ihre übrige Konkarrenz ihr anheimfallen dürste.
Ursprünglich lag dieser Concrsfion eine sehr wett* sichtige Idee zu Grunde, als Herr Dr. Mox Schöll« ihr nur seinem Kapital nahestand; denn den Plan zu dem ganzen Unternehmen hatte Dr. Neubanr entworfen. ES sollten mehrere Corcesfionsgebiete geschaffen werden, deren Inhaber die Verpflichtung haben sollten, daS Hinterland von Kamerun durch Auf- klärnngSexpeditionen zu erschließen, indem die Ringe der Zwischenhändler durchbrochen und Handelsstationen im Inneren mit direkter Verbindung nach der Küste geschaffen werden sollten. Dieser Plan kam n'cht zur Ausführung, weil daS Kolonialamt eine schwankende Haltung einnahm.
Herr Dr. Max Schüller machte fich nun in der Abwesenheit beS Herrn Dr. Neubanr ans Werk nnb erlangte die Concesfion lediglich auf seine Rechnung, d. h. unter der Firma „Schüller und Genoffen", wobei aber nicht etwa der Urheber dcS Plans unter die „Genoffen" einbegriffen war, sondern der Fürst Hohenlohe-Öhringen, Herzog von lljest, zu dem Herr Dr. Schüller in näheren Beziehungen stehen soll.
Sehr sonderbar berührt es auch, daß Herr Dr. Max Schüller Direktor der Gesellschaft und zugleich Direktor des VerwattungsratheS ist — ein bis jetzt noch nicht bagetoefer Fall. Herr Dr. Mox SchSller hat benn auch feine Macht schon beweisen können, indem er die Versammlung nach Monte Carlo einberief, obgleich der Sitz der Gesellschaft Berlin ist. Sogar der Gouverneur von Kamerun, Herr JeSko v. Pnttkamer, der nach der Konzessionsurkunde das Aussicht»recht über die Nordwest- Kamerun- Gesi llschaft hat, hat fich veranlaßt gesehen, dem Wunsche des Herrn Dr. Max Echöller gemäß fich in Monte Carlo einzufinden.
Als die Nordwest-Kamerun-Gesellschaft ins Leben trat, hörte man hier und da die Bermuihung aussprechen, nun werde Herr Dr. Max Echöller wohl bald mit seinen Genußscheinen einen schwunghaften
etei Grundlage als bisher errichteter Handel «- hen wird". Dazu war aber nicht die große nzesfion uöthig, das hätte auch eine Vereinigung Kamerun- Jntereffenten zuwege gebracht, die übet oder lang zu Stande kommen muß, weil daS ^^"LebenSintereffe die dortigen Firmen zwingen wird,
Die Nordwest-Kamemn-Gesellschaft hatte unter HUF dem harmlosen Vorwand, daß fie eines Stützpunktes
denken? Ich könnte Ihnen, wenn Sie mtt gehen wollten, ben Rock wenigstens noihdürstig flicken."
„Das könnten Sie gleich hier besorgen mein Fräulein, sofern Sie fich wdkkich biefe Mühe machen wollten. Ich trage schon seit meinen Studentenjahren, wo ich mir im Uebermuth öfters die Hosen zerriß, ein Taschennähzeug bei mir, ich bin baS so gewöhnt, — vollen Sie wirklich so liebenswürdig fein, mir zu helfen, bin ich Ihnen sehr dankbar."
„O gern, — recht gern!"
Er zog ein kleine» Etui hervor, und reichte ei Lori hin. „Bitte, suchen Sie etwa» auS, um» Sie brauchen können."
E» war ihm ersichtlich viel weniger um die Reparatur feine» Rocke», al» darum zu thuu, mög- lichft lange die Gegenwart de» lieblichen Mädchen» zu genießen. Er warf den runden Sttohhut, dm er bisher in der Hand gehalten, auf bat Loben, und ließ fich in ba» weiche Mvo» nieber, um Lori, die ihm mtt ihrer zierlichm Gestalt kaum bi» an die Schulter reichte, das Rühm möglichst bequem zu- machen.
„Habm Sie einen weiten Weg nach Haufe?* fragte Lori zögernd und fchüchtem.
„O nein, ich glaube auch kaum, daß mir auf der kurzen Strecke Jemand begegnen wird. Meine Heimath ist brühen der Lindemannshof, wenn Sie den tarnen, Fräulein."
Lori starrte auf den vor ihr Sitzenden; auf ihrem auziehmden Gesicht nfchien eine Helle Röthe, und das Etui mit dem Nähzeug entfiel ihrer Hand. Der junge Mann reichte es ihr zurück, doch fie be» merkte es nicht.
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Warum verklagt Herr Dr. Max Schüller den Herausgeber der „BolkSwirthfchastlichm Korrespondenz" Herm Dr. Strecker nicht, der in feiner Erwiderung feine Behauptung aufrecht erhalten hat?
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„Biber mein Fräulein, beruhigen Sie fich doch, ich bin ja selbst Schuld an der Geschichte, weil ich den Hund neckte; allerdings konnte ich nicht wiffeu, daß da» Tier so bösartig ist."
„Tyra» kann fteilich ba» Necken nicht vertragen, allein so hat er fich noch nie gezeigt," unterbrach Lori bm jungen Manu, der ste wiederum so eigen austarrie, als sähe er eine überirdische Erscheinung; dabei fentte ba» Mädchen errötheub bie Augen zu Boden, und fügte schüchtern hinzu: Tyra» wird in Zukunft einen Beißkorb tragen müssen. Wenn ich nur wüßte, wie ich ben Schaben einigermaßen wieber gut machen könnte."
„Besorgen Sie nicht» mein Fräulein," lachte bet junge Mana, „e» ist zwar schabe um meinen neuen Sonntagsrock, aber ich habe Gott fei Dank noch mehrere Röcke, Eie sehe» also, da» Unglück ist nicht so groß."
Heber ba» männlich schöne Gesicht be» Sprechers zuckte es wie Schelmerei, an» ben bnnklen, klugen Augen blitzte brr Mutwille». Währmb er fich mtt bet Hand durch ba» leicht gewellte, röthlich blonde Haar strich, fügte er in scherzhaften Tone hinzu: Was nur mein Vater sagen wirb, wenn ich in biefem Aufzuge nach Hause komme! Na, jetzt setzt es wenigstens keine Hiebe mehr, aber wenn ich als kleiner Junge auf bie Bäume kletterte, uvb mtt zer- riffenen Kleibern heimkam, ba blühte mir schon so etwas."
Er machte bie unzweideutige Bewegung bes Dmch- blänens, nnb Lori mußte wider Willen lachen.
„Aber Sie können fich doch unmöglich so wie Sie da find, vor Jemand 'sehen laffen," meinte fie, wieder ängstlich werdend. „Was.sollen die Leute davon
initi an der Küste bedürfe, fich eine Faktorei dort angelegt. Da» erschreckte die anderen dorttgen Gesellschaften heftig, denn fie sagten fich mit Recht: diese kapital- kräftige Gesellschaft kann zunächst ans Gewinn verzichten, indem fie mit Schleuderpreisen den inneren Handel an fich zieht; ihr Gebiet steigt von selbst an Werth, und ste kann den Handelsfaktoreien an der
Umschau.
Die Flotteuvorlage in der Budget- Kommission.
Die Budget-Kommisfiou be» Reichstages setzte am Mittwoch bie Berathung bet Flotteuvorlage bei Nummer 3 des AnttageS be» Abg. Müller- Fulda, betreffend die gesetzliche Festlegung der Vermehrung fort. Staatssekretär Tirpitz meint, die alte Limitirung de» § 7 gestatte der' Regierung, höhere Forderungen zu stellen, wie fie auch dem Reichstage freie Hand zur Bewilligung gebe. Abg. Müller-Fulda hält die Novelle mtt dem Limt- lirungsparagiapheu nicht für vereinbar. Er schlägt vor, eine Ausarbeitung vorzulegen, welche die Verschmelzung deS alten Gesetzes mit dem neuen Entwurf darstellt, und mittelst bereu man zu einer Verständigung gelangen könne. Staatssekretär Tirpitz erklärt, in der Zusammenschweißung beider Gesetze würden die verbündeten Regierungen eine neue Schwierigkeit erblicken. Au der Debatte beteiligen sich die Abgg. v. Kardorff und Graf Stoll- berg, der vor einer Zusammenschweißung der beiden Gesetze warnt, Paasche, welcher rät, den Versuch dazu zu machen, sowie Gröber und Müller- Fulda, der seine Anficht aufrecht erhält. Wolle man eine Flotte, so wöge man sich jetzt einigen, nicht aber für später Schwierigkeiten vorbereiten. Hierauf ging die Kommission zu dem Punkte „Durchführung der Vermehrung" über. Abg. Müller- Fulda führte aus, die Vorlage erhöhte die große Beunruhigung, weil sie mit der Notwendigkeit der (Betreibe, einfuhr begründet sei. Diese Propaganda nötige zur Klärung der Frage, wie die befürchteten Nachteile für die Landwirthschast zu vermeiden seien. Die Landwirthschast werde durch die vermehrte Arbeitsgelegenheit in der Industrie benachteiligt. Abg. Graf Kliukowström meint, die Land- wirthschaft werde durch die gesteigerte Jndustriethätig- keit znrückgedrängt. Seine Freunde seien bereit, mit der Regierung zu gehen, verlangten aber ebenfalls die vom Vorredner gewünschte Klarstellung, insbesondere wegen der Leutenoth. Staatssekretär Tirpitz erklärt, man übersä atze die Wirkung der Novelle auf die Leutenoth. Die Rekruten quote vermehre fich in 20 Jahren nur um 10000 Mann. Das spiele keine Rolle. Abg. G r a f O r i o l a tritt den Befürchtungen de» Grafen Kliukowström wegen der Leutenoth bei, desgleichen Abg. Graf Stollberg- Wernigerode, während Abg. Paasche diese Befürchtungen für übertrieben hüll. Abg. Graf Arnim wünscht, daß bie Regierung die Besorgnisse ber Land wirtschaft zerstreue.
Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition diese» Blatte», die Annoncen« Bnreanx von Haasenstei» & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Mägde- ns
bnra, Wien: Rudolf Moffe, Frankfurt a. M., Berlin, München, Köln; du.
C. L Daube & Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari» rc.
nete $ zu Lode gehetzte Thier, da» lechzend die Zunge wie ^^usgestnckt hatte, in Lori'S Besitz überging und (751 «efe es mit einem frischen Trunk labte, da leckte es dankbar bie Hand des jungen Mädchens, al» wüßte [I. ih" von daher bie Errettung aus aller
—kam. Seitdem hing der Hund mtt außer- mrsati i Treue au ber Herrin, jedem Wink ge- —’f1-tn^ Während er allen anderen Hausgenossen Edgeneigt zu fein schien, zeigte er dem Mädchen gegen-
(Nachdruck verboten.)
Die kleine Lori.
Original-Roman von Irene v. Hellmuth.
(Fortsetzung.)
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Jllustrirtes S-««tagsblatt. te
Natürlich forderten die Verkäufer von dem reichen WutSbefitzer eine ziemlich hohe Summe, aber als das *üb zu Tode gehetzte Thier, da» lechzend die Zunge
Indem die Ahnung sich ihrer bemächtigte, daß Tyra» einen Stteich vollführt habe, rannte fie ohne Besinnung ber Stelle zu woher bas Bellen kam. Fast gelähmt vor Schreck, staub fie gleich barauf still nnb starrte auf das Thier, ba» wüthenb immer wieder an einem jungen Manu emporsprang, ber fich vergeben» ber Angriffe zu erwehren suchte. Au» hem Bermel seines Rocke» war ein Stück herauSgeriffeu und noch immer zerrte Tyra» in grenzenloser Muth an bemselben herum. Sin einziger Ruf Lori'S brachte ben Huub an ihre Seite. Das Thier war jetzt wie umgewanbelt unb trottete mtt eingezogenem Schweif nebenher, währenb ihm Lori mit broheuber Gebärde zurief: „Na warte nur. Du sollst Deine Sttafe haben, da» sage ich Dir! Du wirst jetzt eingesperrt, Du heilloser Wicht!"
Die junge Dame war von der durch Tyra» her- borgerufenen Scene aus's Peinlichste berührt; fie kam auf den fremden Herrn zu und indem fie die Hände zusammenschlug, rief fie angstvoll: „Um Gottes willen, wie sehen Sie ans! — O, wie leid mir ba» tat! — Papa wirb Ihne» ben Schaden ersetzen, — ach, ich bin außer mir, verzeihen Sie, --ich kann ja nicht» dafür,--ich — ich --" fie stockte.
Der junge Manu schaute nur immer in die flehend auf ihn gerichteten, tiefblauen Ange», bie, von dunklen Wimpern beschattet, ihn so bittend und seldst- vergeffen anblickten, daß er in dieser Sekunde der zerriffenen Rockes vollständig vergaß. Als aber Lori noch einige Schritte auf ihn znkam, faßte er sich endlich, ergriff die Hand, die fie ihm in ihrer Ber- legenheit unbewußt entgegenftretfte, und fiel ihr lächelnd tu» Wort:
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•dfata tüßllch anher an Werktag«, nach Senn- und Feiertagen. ty/V
j§W-Wnnement».Prei« bei ber ExpMtto» 8 Mk., bei allen
Freüaa. 27. April 1900
* I» kolonialpolitischeu Kreisen hat die Fusion Nordwest-KarnerunGesellschaft mti den Firmen -euch 'g* Warman und Jantzm Thormählen ein gewisses instz Lrfteheu erregt. Dr. Hans Wagner, ber bekannte Herausgeber der „Kolonialen Zeitschrift", übt in ber He Mr. 8 des von ihm redigierten Blattes an dieser ■tnen kolonialen Gründung und ben eigenartigen Erscheinungen, unter welchen sie in» Leben getreten m;|$, scharfe Kritik. Seinen Ausführungen, bie auch , ea interessantes Licht auf baS Wesen solcher tdff Eroßkonztsionen im allgemeinen und ihre schädlichen Wirkungen für unsere Kolonien werfen, entnehmen
SS toirb fälschlich bie Landkouzesfion als das Schädliche an der Konzession dargestellt. E» würde HHh aber an fich nichts schaden, wenn Unternehmern mit großem Kapital, da» allein ttopische Gebiete er- Ms schließen kau», ehre große Landkouzesfion unter der »5, fi Bedingung erteilt würde, daß fie in einer bestimmten
.. eine Viertelstunde mochte Lori gewandert Utn, al» ein herrlicher Finsterwald fie aufnahm. Hi« war es so angenehm kühl und ftisch, nichts »«te die Ehlsamkett; nur das muntere Singen ber ”»gel, bie beut Schöpfer ihr Morgenlied barbrachten, ■•t hörbar.
Lori befestigte au ben Bäumen ihre Hängematte H*ab machte sich'» barin so bequem al» möglich. E«kd hatte fie fich bnmaßen in ben Inhalt beS vertieft, baß fie alle» ringsumher barüber ! *rgaß.
Wohl eine Stunbe mochte fie schon gelesen habe», «s plötzlich ein unterdrückt« Schrei nnb bas wüthende r d^bell des Hundes die junge Dame heftig «schrecken 1 •‘Wen ließen. Eilig warf fie das Buch zur Erde.
Der Gedanke, mit dem Herr Eugen Wolf im • 13i| „B«l. Tageblatt" die Fusion zu vertheidigen ber» ft»t, ist folgender: „Eine große Handelsgesellschaft nrLf $ in den Stand gesetzt, das unheilvolle Kreditgeben m regeln und die handeltreibenden Zwischenhändler »in maßvolle Bahnen zu lenken, wodurch ein auf