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Erstes Blatt.
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»3hm ja, weiter, der Freund nab dessen Schwager ” den Abschied nehmen wüsten, wenn das Geld geschafft wurde," rief Lisa.
Er bekommt die ganze Snmme, die er hingad, r zurück, woranf er nie rechnen konnte! Eine
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Wie? Sie wiffen den Namen sogar?" rief Gisela saß bald roth, bald blaß, stnmm
Sie stand, roth wie eine Rose, wortlos vor ihm. .Lisa! Ich habe Ihnen noch nichts gn bieten, bin arm."
Wz unverhoffte Erbschaft. Die malte Dame, eine dßtante oder so, war schon seit einigen Tagen er» Wüt, jetzt ist fie tot unb hat bem Oberst Finster»
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Zum Fleischbesch angesetze veröffentlicht bie „Kons. Korresp." folgende Erklärung:
Die Stellungnahme, welche die Unterzeichneten hinsichtlich bestimmter Kornprornißvorschläge in der „Vorstandsfitznug des Bundes der Landwtrthe" zu» Ausdruck brachten, ist, wie wir mehrfachen Angriffen gegenüber festzustellen uns für verpflichtet erachten, vollkommen übereinstimmend mit einem nahezu einheitlichen Beschlüsse der geschäftsführeuden (Elfer) AuSschufleS der deutsch > konservativen Partei, gefaßt am Tage vor jener Borstandrfitznng der Bunde» der Laudwtrthe.
Beiläufig ist noch zu bemerken, daß sowohl der Ausschuß der konservativen Lereinr der Provinz Ostpreußen wie auch die Versammlung der Delegierten deS Bunde» der Laudwtrthe von Ostpreußen vom 19. bezw. 21. März — beide nahezu einstimmig — in gleiche» Sinne Stellung nahmen, endlich der Vorstand der LandwirthschaftSkammer von Ostpreußen.
Sofern das erforderlich, werden die Unterzeichneten zu den Borgäugen auf diesem Gebiete wettere gemeinsame Erklärungen abgeben. Erschwert werden letztere dadurch, daß der unterzeichnete Frhr. von Manteuffel z. Z. eine Kur in Karlsbad gebraucht.
KmlSbad und Sorquttteu, am 11. Aprtt 1900. Frhr. von Manteuffel-Croflen. Graf v. Mirbach.
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-Herr gedenke au mich!" unb trösten sich an btt gütigen Antwort, die ihnen wirb.
Ist das nicht ein Wunder, größer als alle anderen, die menschlicher Witz bezweifelt und belächett? Er. kläre» kann keiner diese Macht, die von dem schimpf» lichen Tode deS verachteten Galiläers ausgegangen ist, aber leugnen auch nicht. Sie ist unbestreitbar, eine nahezu neunzehuhundert Jahre alte Geschickte wie die Erfahrung der eigenen Herzens bezeugt sie. Wer sonst nichts Göttliches anerkennen will, hier muß er sich beugen vor dem Gewaltigen, lieber» wattiglndeu. Der schlichte, gläubige Sinu aber, der tiefer gegründet ist als alle menschliche Weisheit, richtet sich an dieser Wahrheit auf und rankt sich an dem siegreichen Kreuze empor zu Höheu, zu denen das Leid der Erde nicht hinanreicht. Dar Wort vom Strenge, den Juden ein Aergeruiß und den Griechen eine Thorheit, noch heute wie in den Tagen des Apostels, ist dem Christen eine Goüeskrast, selig zu machen alle, die daran glauben. Dem Wehen und Walten dieser Gotteskraft nachzugehen, löst Zweffel und Unruhe in den vom Gewirr des Werktages beengten Herzen. Verhelfe auch uns dazu die Stille des KarfteitagS, so wird sie au uuS gesegnet fein für Zeit und Ewigkett.
Erscheint tSakich außer an Werktagen nach Sonn» and Feiertagen.
0*7 OnartalS-LvonnementS-Prei» bei der Expedition 9 Mk., bei allen e/ist öl PMM«N 9,95 Mk. (rxkl. Bestellgeld). JnsertioaSaebühr: di. g«.
spalt»» Zeil« oder beten Raum 10 Pfg., Ädtanun: die Zeile 95 $fg.
Zum Flottengesetz.
Gegenüber den Andeutungen verschiedener Parteiblätter, daß die Regierung einer Vertagung der Entscheidung über das Flottengesetz -big zum Spätherbst uicht abgeneigt sei oder daß sie sich zunächst mtt der Bewilligung der verdoppelten Schlachtflotte begnügen und die Forderungen bezüglich der AnSlaudsflotte vorläufig zurückstelleu würde, wttb ban „Berl. Lok.-
durchweg Anerkennung. Hervo: gebetene Abänderungswünsche werden thnnlichst bei ückfichtigt. Die neue Kanalvorlage dürfte daher in ihren einzelnen Theilen in überwiegendem Maße die Zustimmung der uächst- betheiligten Kreise finden. Wenn daher alle von der Ueberzengung durchdrungen find, daß eS die Aufgabe des Staates ist, durch Befriedigung berechtigter Einzel- wüusche der Gesammthett zu nützen, daß aber auch der Staat verpflichtet ist, in ausgleichender Gerechtigkeit thnnlichst allen Landestheilen und ErwerbS- grnppen zu helfen, so dürfte es nicht schwer werden, daS geplante Werk eines zettgemäßen Ausbaues unserer Wasserstraßen im Jntereffe unserer Landwttth- schäft, unseres Handels und unserer Industrie zu einem für die große Mehrzahl befriebigenben Ende z» führen. Dieses Ziel so bald als möglich zu erreichen, ist der unavänderliche und feste Wille der Regierung. Von einer Trennung in einzelne Vorlagen, oder gar von einem Fallenlasfin des Rhein- Elbe-KanalS war, soweit die Regierung in Frage kommt, in keiner Form die Rede.
ja »eil sie zu Wien gemeint hatte, eS sei sein Wunsch, fich „ihr" ferner zu stellen.
Aber warum »ar er selbst auch so, so — ?
„Sie waren so ander»!" stammelte bas holbe Mäbchen, „so —l"
„Lisa! Lisa!"
„Ja, gewiß, Herr Doktor, ich — vir bachten —"
„Was Lisa, waS?"
„Sie wollten fich uns frember stellen."
Da» dachten Sie? Unmöglich, theme Lisa!"
Er hatte ihre beiden Hände genommen unb umhüllte fie förmlich mit feinen zärtlichen, entzückten Blicken.
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.Nun, er war ja selbst bei Karoline. Er hat oir unb ihr freudestrahlend erzählt; er erbt unb K sofort seines SohueS Schuld an Arno zurück!"
.Herr Gott, wie mich das freut 1 Dich doch I» Gisa?" rief bie ganz aufgeregte jüngere Iteefter.
Natürlich, Gisa freute fich auch. Wußte eS denn 11 dvu Schittar schon?
Sie sah merkwürdig blaß aus, bie kleine Karoliue hatte also recht, Gisela interesfierte fich im hohen Stabe für ihren „Feiub"; ba8 bewies ihr Aussehen jetzt eben souueuklar.
„Wenbelstein, beuken Sie fich, er bekommt baS Selb wieder!" tief Lisa eine halbe Stunde später ihrem Freunde entgegen, da derselbe in den Garten trat.
„Er?" fragte der Doktor und sah Lisa zürnend an. Sie war allein und naschte Obst.
„Nun, Herr von Schivar! Seien Sie' dmh uicht trenntet so philisterhaft."
„Verzeihen, Fräulein Lisa! Ich habe seit einiger Zett das Unglück, Ihnen ost zu mißfallen —"
„O, das war früher auch schou zuweilen so," sagte der Trotzkopf unartig.
„aber damals stand „er* nicht in seiner ganzen Herrlichkeit neben mir unbedeutenden Menschen, Ftäuviu Lisa."
„Damals l Damals! Ja, da war überhaupt auch alles audet», ba waren Sie noch gut, seht gut gege n mich."
Erzürnt hatte Lisa biefe Worte herauSgestoßen; aber indem fie sprach, stand plötzlich daS „Damals" und Wendelsteins unendliche Güte und Fürsorge für fie wieder vor ihr. Wie undankbar muß fie ihm erscheineu. 3hm, dem fie alles, ihr Leben, ihre Sesundhett verdankte. Auf ihrem reizenden Gesichtchen spielte fich jeder Gedanke, und er laS darin wie in einem offenen Buck. Daß er darüber vergaß ihr zu antworten, war natürvch. Sie aber begriff sein Verstummen nicht und fühlte nur, fie hatte die Schuld der Dankbarkeit in letztet Zett völlig vergessen, »eil,
rr WgwckJoch. Ang. Koch, UuiverfititS-Luchdmckitoi in Marburg. ” embtiton: Markt 91. - T«l«ph»u 55.
’i Karfreitags-Gedanken.
** Karfreitag ists, der Tag der Trauet. Düstet thngen die Glocken; fie rufen in die Gotteshäuser, Exo Altäre und Kanzeln schwer verhangen find und Hkort und Lied das tiefste Weh aussttömen, daS die Menschenbrust dntchzittern kann. Und die Menge, We sonst viel lieber die Stätte bet Freude aufsucht »El den Ort der Trauet, und dem heiteren Scherz» lEnt lieber lauscht als dem tief einschneidenden Wort w Ernstes, fie folgt dem Ruf dem Glocke». Zahl» Mcher alS je im Jahre fiud am Starfreitag die ^Ptteshäuser gefüllt; wer noch nicht ganz in Lauheit .A« offener Feindschaft sich lossagt, der sucht an iMlsem Tage die Stätte auf, wo ihm das Wort yn Strenge Erholung, Tröstung, Läuterung bringen JUl unb kann. Der Spötter selbst, der verständnißlo» Tmf die Gläubigen blickt, die nach seiner Ansicht an Men Märchen Gefallen finden, beugt sich unbewußt lot dem Worte vom Strenge; vor der hoheitsvollen Gestatt dieses Königlichen Dulders am Kreuze wird sMbst der frechste Spott zu Schanden, und wer nicht tMeS Gefühls bar ist, bet bekennt vor diese« Kreuze venigstens, wie nach dem Berichte des Lucas der drednische Hauptmann bekannte: „Fürwahr, dieses ist
■ frommer Mensch gewesen 1"
b| Der Tod am Kreuz war im Alterthum der ver» Weste. Verachtet von de» Vornehme» und Ge» -Meten seiner Zeit unb seines Volkes war auch der, iHl man da nach Golgatha zum Tobe am Kreuz I1 hrte. Er hatte so gar nichts, wodurch er ihnen a ite gefalle» können. Er ging mit Zöllnern und 2 Kudern um; et bekämpfte die pharisäische Gesetz- Anlegung, die da meinte, mit äußerlicher Frömmig- n fich genügen zu können; er vermied es, die utionalen BornrtheÜe und die Hoffnungen auf iiederhetstellung des jüdische» Reichs, die von de» edildeten seines Volkes genährt wurde», irgendwie l unterstütze». So stand er in bewußtem Gegensatz l den herrschende» Idee» seiner Zett. Wo ein bildetet zu ihm hielt, da geschah es tu der Stille ib Verborgenheit.
Nicht viel anders steht Christus zu dem, was rietet Zett als erstrebevswerth gilt. Sein Helden» mn ist ein anderes, als das, was unsere modernen «stmenschen für sich in Anspruch nehmen. Ruhm « Ehre giebt er auch nicht denen, die fich zu ihm tarnen, lieber den Weg, reich zu werden, erfährt « nichts bei ihm, der nicht hatte, wo er sein Haupt Megte, und er hatte scharfe Worte über die Ge» ’ ihren deS ReichthumS. ES ist daher eigentlich "Vorig „Zeitgemäßes" bei ihm zu finden. ES ist M bleibt der verachtete „ZimmetmannSsohu" aus I® kleinen verachteten Nazareth, der da deu schimpf- Jla Kreuzestod auf Golgatha erleidet.
„Ja, waS thut denn das?" stammelte fie.
Mtt einem Freubenruf schloß er fie stürmisch in feine Anne.
»Lisa! Lisa! Ich liebte Dich alle Zett her und Du machtest eS mir so schwer."
„3ch?" Unter feinen Küsten verstummte fie. Ein unbeschreibliches SlückSgefühl durchdrang ihr Herz, fie hätte sterbe» mögen. Doch nein, nein! Mtt ihm, für ihn lebe». „O, Du geliebter Mann!"
Eine ganze Wette vergaßen fie Alles über ihrem jungen Liebesglück.
Sie huschte» nach Lisas Lieblingsplätzchen am Flusse, und da störte fie niemand.
Fräulein Brenner hatte einen große» Da«e»kaffee, so entging ihr dieser köstliche Moment.
„Jammerschade!" sagte fie nachher immer wenn fie auf diese Verlobung zu spreche» kam.
Unb doch strahlt dieses Kreuz hellglänzend dmch bie Jahrhunderte unb noch heute bewährt eS seine Macht. Millionen und aber Millionen haben von diesem Kreuze Lebensmuih unb Lebenskraft hinweggenommen, und noch heute, wo ein Gewüth äuge» fochten, gebeugt und zerschlagen ist, da flüchtet eS am liebste» zu diesem Kreuze, um sich Trost und Stärkung zu holen. Dieses verachtete Kreuz hat die Welt verjüngt, daS Wort: „Siehe, ich mache Alles neu!" ist längst zur Wahrheit geworden. Siegreich ist das Streng Über die Weisheit Griechenlands unb bie Stärke Roms hinweggeschritten, die Urkraft des Germanen- tbums hat es fich dienstbar gemacht und eine neue Civilisation geschaffen. Auf den christliche» Völkern allein ruht die Entwickelung des Menschengeschlechts, bei ihnen allein ist Leben, Fortschritt, Bildung, indeß alle anderen Religionen zur Versumpfung und Erstarrung geführt haben. Richt immer gradlinig ist dieser Siegeslauf des Wortes vom Kreuze gewesen; er hat, wie es bei unserer menschlichen Art wohl begreiflich, an mancherlei Jnthüwer vorüber und in manches Thal von Blut und Thräne» geführt; Haß und Bosheit, Schwachheit und Thorheit haben am Wege gestanden, wie Überall, wo Sterbliche betheiligt find. Aber vorwärts ist es doch gegangen und vorwärts geht es. Das Christenthum ist nicht anszulöschen aus der Brust eines Menschen, der einmal davon ergriffen worden ist. Selbst der Ungläubige kann fich seiner Macht gar nicht entziehen, so sehr er fich dagegen stemmt und durch wüthende Feindschaft dagegen zu wappnen sucht. Unser ganzes Geistesleben ist durchttäntt mit christlichen Idee», denen der einzelne unbewußt sich unterwerfen muß, weil er mit ihnen aufwächst und in fie hinetttwäckst, n* wer daS in stolzem Gefühl erträumter Uw» abhängig teil leugnen wollte, der beweist darntt nur seine Unkenntniß der historischen Entwickelung do» Geisteslebens.
Der Gekreuzigte herrschte noch in der Stund« seines Todes über seine Feinde. Die Bitte: „Bote», vergieb ihnen, denn fie wissen nicht, trag fie thun", zeugt mehr als alles andere, wie hoch erhaben er über der erbärmlichen Gesinnung derer war, die ihn a»S Kreuz geliefert. Aber auch an äußeren Zeichen dieser Hoheit fehlt es nicht. Stein einziger von deu Anstiftern der Kreuzigung weidet sich au deu Qualen seines Opfers; das Gewiffe» schlägt ihnen. Den Schächer am Skreuz ergreift der Strahl der Majestät, der von diesem dornevgekrönteu Haupte auSgeht, selbst in diese dunkle Verbrecherseele leuchtet die sieghafte Gewalt der Göttlichkett. Er bittet demüthig: „Herr, gedenke an mich, wevu Du ttr Dein Reich kommst!" und empfängt dir gnadenvolle Verheißung: „Wahrlich ich sage Dtt, heute uoch wirst Du mit mir im Paradiese fein." Unb heute noch herrscht der Gekreuzigte übet Millionen Seelen und baut fein Reich an allen Enden der Erde. Und wen» kein bildungsstolzer Pharisäer sich unter daS Kreuz stellt, so flehe» heute uoch tausende armer Schächer zu ihm:
Umschau.
Zur Saualvorlage
schreibt bie „Rordd. Allg. Ztg.": ES ist auch heute au» verschiedene» Gründe» noch nicht möglich, den Zeitpunkt anzugeben, wann bie Kanalvorlage einge» bracht »«den wird. Die Sanalfteunde können aber bwfichett fehl, daß bie Verzögerung bet Einbringung £G«tchMttwurfe» lediglich durch bar Wunsch unb
ftftw Willen der »egiernng veranlaßt iß, der Voatage ave Borbedivgnnge« für Annahme zn -sich er». Dazu dürsten besonders die Berhand» ltmgen mtt den Jnteresienten beittage». Dieselbe» find bisher bezüglich des Ber!in»Stettiner Kanals, sowie der Borflnthverbefferungku an der Oder, der Havel nnb bet Spree in den Provinzen Brandenburg und Pommern, sowie in den Städten Berlin und Stettin unter der weitgehenden Betheiligung der Anwohner geflogen worden. Ueberall sprachen fich so» wohl die letzteren, als auch die berufenen Vertretungen mtt überwiegender Mehrhett für bie von bet Re» gierung geplanten Anlage» aus. Auch bie Uebemahme der gefotberten Beitrags- unb Unterhaltnngsvelpflich- tungeu erscheint zum großen Theil beretts gesichert. Ueber bie Verbesserungen ber Wasserstraßen bet Weichsel unb ber Masurischen Seen werden die Der» Handlungen mit den Betheiligte» mmrittelbar nach Ostern eingeleitet und voraussichtlich schleunigst zu Ende geführt werde». Inzwischen dürften auch die noch auSstäudige» wirthschastlicheu und finanziellen Erwägungen abgeschloffen fein. Bei de» bisherigen Verhandlungen fanden die Entwürfe der Regierung
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Sonntagsblatt.
Redaktion: Markt 91. — Telephon 55.
’TWfz*4»ßi ovzy Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blatte?, die Annoncen»
y Bureau; von Haasenstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde-
1 Q SllhrtT 1OAA fatra, Wien; Rudolf Moste, Frankfutt a. M., Berlin, München, Köln;
tfrCtttlQ, lt>. npttl IVOU. 6. 2. Daube 4 Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris x.
Nachdruck verbot«
3» dösen Schein.
Roman von L. Haibheim.
(Fortsetzung.)
“ „Stellen Sie fich vor — Herr von Schittar — ü — ich meine — also — Sie erzähtten mb - 4 im Anfänge, aI8 ich hier war, er habe sich mtt ** * Hofrath entzweit, wett er fein Geld einem Freunde Seien, ber fich für seine» Schwager verbürgt hatte
Unterdes fühlte Gisela fich sehr glücklich über ben Erfolg ihrer List. Mit wahrem Herze»Sjubel sagte fie sich: „Jetzt hat er vorberhaub keine Sorge mehr. Jetzt braucht er Elibia Godarb um ihrer Geldes will« nicht z» Hebathen".
Aber wo war Lisa nur?
ES verlangte Gisela, mtt der Schwester zu plauder». Sie uub Lisa wate» fich in ber letzten Zett ordentlich fremb geworden über al? be» heimlichen Stammet, ber Gisela bedrückte und von dem „da» ? Kind" nichts ahnte. ▲
Wie ein fröhliches Hoffen wollte e» in dem Herzen 1 Giselas heute auf. ES war ihr so leicht und ftoh zu Mathe, als habe ihr Jemand bie Gewißheit gegeben, 8 daß nun auch für fie alles gut werde. 3
Wie da» geschehen sollte, wußte fie uicht; aber 1 bie Freude nnb daS Vertrauen waren ba, fie nannte 1 es „Ahnung". |
Wo „bas Stieb" nur steckte? Gisela ging, von I holde» Träumen umschwebt, im «arten herum.
tlh, wie baS wohl that, einmal ausathmen zu können. „GS muß etwas Beglückeube» kommen I" sagte fie fich.
Da staub fie plötzlich vor dem ganz in sein Liebe»- geplauder versunkenen Paare.
„Lisa? Doktor?"
„Gisa! HerzeuSschwesterl Ja, es ist wahr! Sieh uns nur uicht so stauueud an. Du hast e» ja längst gewußt — längst."
(Fortsetzung folgt)