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Zweites Blatt

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Johannes-Passion

von Heinrich Schütz.

Anfrage an die Stadtverwaltung.

Der Bürgersteig vor dem Hanse Hainweg 1 ist in einem miserablen Zustande. Weshalb wird dieses Stück de» Bürgersteig» »tchl gepflastert? V.

tarbL: 6. Kirch? timwes lädier»

(ät Zitherle e 8,1.

soll anerkannt, letzteres auf Grund unanfechtbarer Infor­mationen richtig gestellt werden.

Richtig ist, daß der Chor, der wohl dem 15. Jahr- hundert entstammen dürfte, dem gewöhnlichen Sterblichen, auch wenn er kein Vandale ist, des ConsnvinnS nicht werth «ischeint, richtig find auch dir dafür angeführten Gründe.

Irrig aber ist dir Annahm«, daß der Chor bau­fällig sei. Gerade Maurermeister Groth, auf welchen sich der Einsender beruft, hat erst au einem der letzten Tag» dem leitenden Banbeamtrn auf der Baustelle erklärt, ein« Einsturzgefahr fei nicht vorhanden und die Stützen feien von ihm für die Bauzeit nur angebracht worden, um den weit­gehendsten Vorschriften zu genügen.

I r r i g ist fernerhin, daß es am Gelbe für di« durch Aufführung «ine» neu«n ChoreS «ntstehend« Bauerwrltnung k«in«SwegS fehle. Wenn «8 an Etwas fehlt, dann eben daran, und zwar sehr. Oder kennt der Einsend'r etwa ein« den betheiligten kirchlichen und bürgerlichen Behörden noch verborgene Geldquelle? Sie würde ihm für einen diesbezüglichen Wink dankbar sein. Nur «in sehr hohes Allerhöchste» Gnadengeschenk und «ine «berfallS hoh« Kirchenkollekte erwöglicheu der finanziell außerordentlich br» lastenden Gemeinde Cappel den Kirchbau- Wenn es am Geld» nicht sehr fehlte, hätte sie weder da» Eine, noch da» Andere erhalten.

Irrig ist auch di« Meinung, es fehle nicht an der Neigung, mit dem Aufbau der Kirche im Nothfalle noch zu warten. Das Gegen theil ist der Fall. Di« Grmeind« hat k«inen für länger« Zeit genügenden Raum für ihre Gottes- dienst,. Um über die ttrchenlos« Zett, wo möglich, mtt einem Sommer hinwegzukommev, hat man in diesem Jahre die Konfirmation schon am 18. März gehalten, für welche eben kein Raum außer der seitherigen Kirche zu ver­wenden war, deren Abbruch nicht mehr länger hinanS- geschobeu werden konnte. Daß jene Neigung, auch noch länger mit dem Aufbau zu warten, bei Vereinzelten vor­handen sein mag, welche nur in seltenen Fällen ihr« Kirche von innen zu sehen pflegen, soll nicht bestritt«» toerbtn.

Am irrigsten aber ist die Annahme, daß mit «in«r Wetter«» Erörterung d«r vorliegenden Sache gedient w«rd«u könne. Eine solche ist v elmehr völlig zwecklos. Seit fast 5 Jahren spielen die Verhandlungen über den Kirchbau. Das jetzt zur Ausführung kommend« Projekt ist das vierte, welches im Laufe dieser Jahr« entworfen worden ist. Di« Sachlag« ist nach allen Seiten hin gründlich und übergründ» lich erörtert worden. Die betreffende Aktenmappe hat den Weg CappelCaffelBerlin häufig durchlaufen. Vertteter der Königlichen Regierung haben an Ort und Stelle von allen in Bettacht kommenden Umständen Kenntniß genommen. Den Schluß bildet« di« F«tzst«llung d«S vorli«g«ndeu Pro» j«ktS durch den Herrn Minister, nach welchem der Ehor er­halten wird. Das Allerhöchste Gnadengeschenk ist an die genaue AuSfübrung des Projekt, geknüpft. Fast sämmtliche Bauarbeiteu find bereits vergeben. Wozu also jetzt noch neue Anregunr en ? Man lasse doch die Sache ruhen und verder"« der Gemeind« ihre Freud« nicht, di« fi« erfüllt in der Hoffnung, bald «ivziehrn zu können in ihre neue Kirche. Denn bei allen Mängeln, welche auch dieser anhafteu werden, wird doch das s-itherig« erbärmliche Kirchlein nicht mit ihr zu vergleichen fein.

Die, zum vorliegenden Fall! An der da- mit zusammenhängenden allgemeinen Frage, die der Ein­sender auch streift, wollen n ir freilich nicht ganz vorüber­gehen, um ihm zu zeigen, daß wir ihn sehr wohl verstehen. Vor hundert Jahren nnd mehr pflegte man wohl hin und wieder imposante romanische und gothische Kircheugewölbe und herrliche alt« Burgrn al« Stttnbrüch« zu b«nutz«n; Edl« baut«» ihre Schlöfftr, Bau«r» auch wohl ihre Ställe daraus. Und wo das edle Maßwerk eint, Finster« zu genirren schien, da machte man nicht viel Federlesens, sonder» schlug e, ein. La, war Vandalismus. E« ist gut, daß er überwundeo ist. Aber ist mau nicht auf dem beftem Wege heutzutage, in da« entgegengesetzte Exttem zu verfallen? Wo nur rin behauener Stein au« der Ver­gangenheit fich findet, sofort taucht die Frage feiner Confer- virung aus. Ob die Erfüllung dringender praktischer Be- dürfnifie der Gegenwart darüber zu kur, kowmt, da« spricht »ft erst in zweiter Linie mit. Jahr an, Jahr ein leiden arme Gemeinde» darunttr, daß ste ihre Kirche» nicht ihren Be- dürfniffen entsprechend bauen oder erwettern können, weil rm giitetefie der Denkmalspflege »dekretirt wird, Die« und Jenes müsse conservttt weideu. Hätte um noch ein­mal den Spezialfall zu berühren die Gemeinde Cappel den Chor abdrech«» dürfen, so würde fie «ine hübsche Kirche von Norden nach Süden mir südlich gelegenem Chor habe» bauen könne». I» dieser Richtung war Raum vorhanden; so aber mutzte, da zum Verlängern nach Westen der Raum mangelte, vor den allen Chor ein Schiff von übnroätziger Breitt gelegt werden, über welche, eine einstchtigere Nach­welt bei aller Achtung vor der Denkmalspflege ver­wundert den Kopf schütteln wirb. Hier liegen allerdings Fragen von allgemeinem Jutereffe vor, die der Er­örterung bedürf«« unb verstänbuitzvoller, nicht einseitig«! Er lebigung harr«».

der'r Jiirfel-

ausgiebig sparsam.

bei: üsserstr.,

Kirchliche Nachrichten.

12. April (Gründonnerstag). __ Lutherische Pfarrkirche.

Vormittag,: Herr Pfarrer Heermaurr.

____ (Abendmahl.)

~ «lisabettzkttche.

vormittag,: Herr Pfarrer Metzi

(Abendmahl.)

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läßt, die überstnnliche» Wahrheiten aber im lichten Glanze der hellsten Wirklichkeit zeigt. Ein eigenthümlich gedämpfter To», so möchte man sage», klingt u»S aus dem ganzen Evangelium entgegen, der bet de» andern Evangelisten nicht laut wird. Demgemäß setzte Schütz die Leidens­geschichte «ach Johannes in der weichen, dämmer- haslen phrygischeu Tonart und hat damit daS eigen« rhümliche Colorit des Johannes - Evangeliums in überraschender Treue wiedergegebeo, während er dem herben Ernst des Matthäus durch Wahl der dorischen Tonart treffenden Ausdruck gtebt.

Die Deklamation ist eine außerordentlich lebhafte rwd ausdrucksvolle. Dabei malt e: zugleich das, was er erzielt, wie ein lebhafter Redner seine Rede mit bezeichnenden Geste» zu begleite» pflege. So ent­spricht die Tonfolge für die Worte:Unb zog es MS und schlug nach deS Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein recht Ohr ab', der Bewegung des Petrus, der mit der Hand von oben her daS zur Sette hängende Schwert ergreift, es herauSzieht, mit demselben einen Stteich hoch »ach dem Haupte des Malchus führt und es dann herabfallen läßt. Die­selbe Erscheinung kann man bei den Worten beob­achten:Und die KriegSknechte flöchte» eine Krone von Dorne» und setzte» fie auf sein Haupt und legte» ihm ei» Purpurkleid au'. ES soll hier offen- bar das Flechte» des Kranzes, das Setzen deffelbe» auf Jesu Haupt und da» Lege» deS Gewandes »m seine Schulter» nachgebildet werde».

Der Evangelist ist nicht nur der Erzähler, sondern neben diesem auch der tief mitfühlende Jünger Christi. Wen» er die Worte Jesu fiugt:Ich habe der keinen verloren, die du mir gegeben hast', so hört »an den Johanne», dem dar Herz von Lieb und Rührung wallt; bei dem Wortekreuzigen' nimmt die Rede einen klagende», bei der Begegnung Jesu «tt seiner Mutter und dem Jünger, de» er lieb hatte, iine» zarte» und iunige» To» a».

An dramatischen Personen komme» eigentlich nm zwei recht in Betracht, nämlich Jefus und Pilatus.

sterbe»', sehr bemerklich. Die Volkschöre zeige» dagege» einen andern Ausdruck. Auf die Frage des PilatuS: WaS bringet ihr für Klage wider diesen Mensche» ?' beginne» in der Tiefe die Bäffe, Stimme auf Stimme schließt sich an, bi» endlich der ganze Volkschor auf bett Landpfleger losbraust:Wäre dieser nicht ein Uebellhäter, wir hätten Dir ihn überantwortet'. Ganz umgekehrt nach der folgenden Bemerkung:So nehmet ihr ihn hin und richtet ihu nach eurem Ge­setze', setze» klagend die Soprane ein:Wir dürfen niemand töten', und die ander» Stimmen folgen nach unten zu stufeuweise. So gewinnt man den Eindruck empfindlicher Mißstimmung. Die beiden Chöre, welche die Passion einrahmen, zeigen ebenfalls die Stimmung, von der das ganze Werk durchttänkt ist. In ganz wunderbarer Weise ist in der Kompo­sition der Wortedas Leide» unseres Herrn Jesu Christi' der Zug des stille», leidenschaftslose», engel­hafte« Duldens, der die Erscheinung Jesu bei Johannes auSzeichuet, zum Ausdruck gekommen. Wen» Schütz die Musik über die Worteder heilige Evangelist Johannes' lang ausspiunt, so muthet es bett Hörer an, als ob bei Sänger dieses Werkes ganz versunken wäre int Anschaueu des Angesichter mit dem verklärte» Ausdrucke. Im Schlußchor wird die Melodie des LiederverseS:O hilf, Christe Gottes Sohn' motette- artig entfaltet. Leise beginnt der Alt, die beide» untere» Stimme» folge», int zweiten Takte eine Oktave über dem Alt des Sopran; wie ein letzter Abendsonnenglanz legt es sich um da» Haupt dessen, der ausgelitte». Während die Stimmen i» stillen Gänge», meist paarweise ihre Straße dahin ziehen, schwingen sie sich bei de» Worte»fruchtbarlich be­denke»' empor mit schwärmerischen Modulationen und lang gegoltenen Tönen, gleichsam als wollten fie »och einmal die hettigsüße» Empfindungen auskosten, die diese Geschichte erwecken mag. Dann sinken fie herab und bringenwie wohl atm und schwach' ihr Dankopfer. Mild und still, wie das Werk begonnen, wie sein ausgesprochenes Wese» war, schließt es in seiner Weise ein Meisterwerk, ein beredtes Zeugniß für die feinfühlige, tiefe Seele des Meisters.

Meformirte «tadi- unb Univ rfilür«ti»ch, Vormittag«: H«rr Pfarrer Schrffer.

(Feier be« hl. Ab »dmahl«, verbunden der Vorbe- r.ttnvg zu demselben.)

(Collette für Traubibelfonds der Gemeinde.)

Katholische Kirche.

^^Uhr: Amt und Spendung de« hl. AltarsattementtS; vorher Beichtstuhl.

13. April (Charftettag).

Lutherische Pfarrkirche

Vormittags: Herr Pfarrer Heermann Nachmittags: Herr Kandidat Haun.

«likabethNrche.

Vormittags: Herr Pfarrer Manger.

Nachmittags: Herr Pfarrer Metz.

Reformirte Stadt- und Univerfitättkirche.

Vormittags: Herr Pfarrer S ch i n d«w o l f.

(Collette für Traubibelfonds.)

Nachmittags: Herr Pfarrer Scheffer,

(Zugleich Vorbereitung zum Abendmahl am 1. Ostertag.)

7%ubr: Liturgische Passtonsandacht unter Mitwirkung des KrrchenchoreS.

Katholische Kirche-

8/» Uhr: Predigt unb missa praesanctificatorum.

2 Uhr: Kreuzweg. Andacht.

Charsonnabend.

6 Uhr: Feuer» unb Taufwasserweihe.

8 Uhr: Auferstehungsamt.

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Eingesandt. &

(Ohne Verantwortung der Redaktion.)

In Nr. 82 diese» Blatte« erschien ein .Eingesandt', welches fich mit dem Chor der Cappler 8it«« beschäftigt, der für den gegenwärtig in der Ausführung be­griffenen Neubau erhatten werde« soll. Die Ausführungen enthalte« neben vielem Richtigen recht vieles Irrig«. Erster«»

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u GeschSj i-, Cöppen

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Evangelien in Musik gesetzt hat, weiß daS Eigen- thümliche eines jede» Evangelisten trefflich darzustelle». Zwischen de» drei erste» Evangeliev, de» Synoptikern, mtd dem des Johan»es besteht ein durchgreifender Charakterunterschied. Jeue bieten die evangelische Geschichte i» realistischer Objektivttät, bei diesem tritt der ideale und symbolische Charakter derselbe» i» de» Vordergrund. DaS Bild Jesu, wie es Johannes entwirft, ist von dem Duste einer eigenthümliche» Mystik umflösse», welche die finnlich wahrnehmbaren Erscheinungen nur wi» durch eiue« Schleier schauen

AuS Kunst und Wiffeuschaft. Vom 18.21. April wird zu Wiesbaden unter dem Vorsitze des Proseffor Dr. R. von Jaksch der 18. Kongreß für innere Medizin tage». Die Sitzungen finde» int weißen Saale des Kurhauses statt. Ju Potsdam starb Montag der Literarhistoriker Proseffor Robert König. Karl Rissel, der älteste Dichter Schlesiens, ist Freitag Abend »ach einem laugen voll bitterer Entsagung und trauriger Enttäuschungen geführten Lebe» im 83. Lebensjahre verschiebe».

AuS Nah uud Fern. Von einem elektrische» Straßenbahnwagen überfahren wurde in Berlin die 29 Jahre alte Tochter der durch seine hervor­ragend seemännische Vergangenheit bekannte» Vize- admttalr a. D. L i ö o n i n 8. Die verunglückte Dame wurde von einem hinter ihr herkommeuden Wage» der Linie Linkstraße-Steglitz erfaßt uud 30 bir 40 Schritte wett unter dem Trutbrette liegend fortgeschleppt. Der Kopf der Verunglückten wies furchtbare Wunden cmf. Ein Krankenwagen brachte die Steibeude nach dem Elisabeth.Kraukenhause, wo fie verschied, ohne die Bestnnung wieder erlangt zu haben. Ju der Kaserne der 7. westfälische» Fuß­artille rie-RegimentS explodirte ei» Zündertheil, der in ein« Maunschaftsstube ein Unteroffizier der Vorschrift zuwider im Spind aufbewahrt hatte. Drei Soldaten find sehr schw«, einer leicht verletzt, desgleichen ein Civilist schw« verletzt. Der Spielerprozeß, welch« vom 2. bis 21. October v. I. vor d« »taten Strafkammer des Landgerichts I zu Berlin gegen v. Kays«, v. Kröcher und Schachtmey« vnhaudett wurde, gelangt dieser Tage vor dem Reichsgericht al» RevifionSinstanz zur nochmaligen Verhandlung. Mittel-Texa» ist von einem fürcht«lichen Wolken­bruch heimgesucht worden. DaS Land ist wetthin überschwemmt. Eine 17 Meilen nördlich vo» Austi» befindliche Eisenbahnbrücke wurde vo» den Flui Heu weggeriffen. Infolge deffen stürzte ein vo» Saint- Louis kommend« Eilzug in die Tiefe. itiaefe-

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ans bestem Ochsenfleisch mit lUilichem nährendem Fleisch-Eiweiss übertrifft trotz billigeren Preise* alle Liebigschen Extract« an Nährkraft und Wohl­geschmack und ist in allen besserenDrogei^ Delica- tesseti^und Colonialwaaren-Handlungen zu haben.

Marktberichte.

^"L?s«rt, ® April. (G»tr»id»morkt). Am heutig« Woch««martt war«» die Forderung«» für ein» heimische Brodfrücht« durchweg «rhöht. Doch vermocht«« bei grob« Zurückhaltung der Mühlen die Preise nur mäßig zu profitireu, während Umsätz« sehr beschränkt blieben. Ausländische Brodfrücht« blieben b«i fester Haltung deS Auslandes unverändett, aber schwach begehrt. Gerste war umsatzlos. Hafer unverändert fest und gut g«- f«iOt Mais war weiter anziehend bei befchränttem Geschäft. SS nottr«» nach Qualität: Wetzen, hiesiger und Wetterauer 16,0016,20, kurhesfischer Mk. 16,00-16,2«, norddeutscher 00,00- 00,00, russisch« Mk 17,0018,00. Redwinter M. 17,25-17,75. Laplata M. 16,75-17,50, KansaS Mk. 17,0017,25, Roggen, hiesig« M. 15,0015,25, Pfälzer 00,00- 00,00, Wisternrogg« 00,0000,00, rnsfisch« 15,40 bis 15,60, amerikanischer Mk. 00,00- 00,00, Gerste, hiesig« 15,2515,50 Mk., Pfälzer 15,75 -16,25 Mark, fränkisch« Mk. 15,2515,75, Riedgnst» Mk. 15,25 bt» 16,00, ungarisch« M. 00,00-00,00, Hafer, hiesiger Mk, 14,3515,00, bayerischer Mk. 14,35- 15,00, russisch«! Mk. 13,7515,00, am«iik M. 00,0000,00. Mais mixed Mk. 11,50-11,75, Donaumais M. 00,0000,00, Laplata Mk. 11,5011,75. M«S p«! 100 Kilo n«tto «ffektiv loco hi«. Mehl fest. ES notttt nach Qual.: Weizenmehl, hilf. N!. 0 Mk. 24,75 bis 25,25, feiner« Marken 27 75 bi« 28,25, Nr. 1 23,7524,25, ftiutt« Marken 24,75 bi» 25,25, Nr. 2 Mk. 22,7523,25, feinere Marken Mk. 23,50 bi« 24,25, Nr. 3 20,7521,25, feiner« Markin 21,75 bi« 22,25, Nr. 4 18,7519,25, f«i»«r« Markin 19.7520,25 Rogg«nm«hl, hiesiges Nr. 0 Mk. 23,7524,50, Nr. 1 Mk. 21,2522,00, Nr. 2 Mk. 15,75-16,50. Alles per 100 Kilo incl. Sack loco hi«. Fntterartikel fest. (H notirrn: Weizenfchalen Mk. 4,75- 4,80, Wrizenttei« Mk, 4,75- 4,80, Roggenllei, 5,255,40, Futtermehl 6,60 bi» 7,25, Biertreber, getrocknet, Mk. 5,305,85 j, nach Qualität, Alle« per 50 Silo netto effektiv loco hier.

Frankfurt a. M., 9. April, (Viehmarkt.) D« heutig» Viehmarv war «tt 464 Ochsen, 47 Bull«, 920 Kühen, Rindern und Stier«, 322 Kälbern, 234 Schaf« u, Hämwein, 1809 Schwein« befahren. Di« Preif« stellt« fich wie folgt: Ochfm 1. Qual. 67-69 Mk., 2. Qual. 60 bi» 64 Mk., Bull« 1. Qual. 54- 55 Mk., 2. Qual., 50 bi» 51 Mk., Kühe, Rind« und Stiere 1. Qual. 5860 Ät, 2. Qualität 61-53 Mk. Alle» per 50 Kilo Schlacht« gewicht. Kälber 1. Qualität 76-88 Psg., 2. Qual. 73 bi» 75 Psg. Hämmel 1. Quoll 60- 62 Psg^ 2. Qual. 48 bi, 52 Psg. Schwein» 1. Quoll 5000 Psg., 2. Quoll 49 bi» 00 Psg. All«« per '/» Kilo Schlachtgewicht. Au« Oest«- reich standen 96 Ochs« und 4 Bull« zu» Bnkanf. Geschäft mittelmäßig, Ueberstand unbedeutend.

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Die Johannes-Pasfion von Heinrich Schütz, die der lutherische Kircheuchor am nächste» Charfreitag zur Aufführuug bringt» will, ist bas Gegenthcil vo» der Matthäus-Pasfioo desselbe» Meisters, welche im vorige» Jahre vo» bemfelben Chore in der lutherische» zu verka Pfarrkirche zu Gehör gebracht wurde.

Schütz, bet die Leidensgeschichte nach den bitt

*TMTz"r*»(Xt Anzeigen nehmen entgegen: die Expedition dieses Blattes, die Annonnn-

<$*****ü Bnreanx von Haasmstein & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magd«. rv

aniUwirtA 11 QThrtT 1ünn ®ieni Rudolf Messe, Frankfurt a. M., Berlin, München. Köln; od. ^aüra 'UllttWDCP, 11« 4pru 1VUU. C. L. Daube & Co., Frankfun a. M., Berlin, Hannover, Patts re.

Während Jesus »ach allem Herkommen in bet , Baß- bezw. in bet Baritonlage singt, hat Schütz bem y, PttatuS bie Tenor löge zugeschrieben unb auf bitfe ?Ur +4 die beiden einonbet entgegenstehenden Naturen eamretaz ^t charattetifirt. Aber ttotz bet hellen Klangfarbe be» Tenors hat Schütz die Figur de» PllatnS nicht <®8 dem seltsame» Halbdunkel, da» über der Dar- stell»»g be» Johanne» liegt, herauSrücken wolle». Die Stlmmu»g bleibt eiue gebämpfte, weuu auch bei ttuzeluen Stelle» ei» kecker Ton durchschlägt, wie bei den Worten:So nehmet ihr ih» hi» unb richtet ih» nach eurem Gesetze:' ober:Redest du nicht mtt Air? Weißt du nicht, daß ich Macht habe, dich zu kreuzige», und Macht habe, dich loszulassen?' ». a.

Ohne Accent und hellere Lichter fließt die Rede Jesu in gleichmäßig wehmüthigem Ausdruck dahin. Schütz läßt i» seiner feinfühlende» Weise die Perso» Jesu so still wie einen heilige» Schatten an uns botübergletten.

Die still wehmüthige Stimmung, die dem ganze» Evangelium eigen ist, zeigen auch die Chöre, i» denen tt» Gegensatz zur LucaS-Pasfio» das melodische Ele- Acut stark hervorttitll Dieser wehmüthige Ton »acht sich i» den Chören:Sei gegrüßet, lieber »3uden König' und in bem eigenthümlich ergreifenden: haben ein Gesetz und nach de« Gesetz soll er

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Mck»b»«la«-^. An,. Koch, Unio«fitätS.Buchb«ck«tt in Rorbur«. Verantwortlich für di» Redaktion- R«dattenr Hans Hupfer in Marbur».

«MtzDMou: Ma« 21. Telephon 55. <w5w*M** ****,'y Wv V4H44» Redaktion: Ma« 21. Telephon 66.

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