Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt Mr die Kreise Marburg «ud Kirckbai«
»«# «"— tJllustrirtes Sountagsblatt. für btt Redaktion: Redakteur Hans Hupfer in Marburs
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s^tm.Z^l.odn d««- R-u»i°^, Ral.°m.:dLZl.25P?^ Dienstag, 10. April 1900. F°r^^L^Li?H^«,^^ bo. aLllhrg.
,3a! Und er wäre der Erbe gewesen, wen« der
von
»Er heirathet nicht nm Geld allein! sagte Gisela. mat in «MtitO««*
Sie gab Lisa ArnoS Brief.
(Fortsetzung folgt.)
„ -3« Erwägung, daß er wünschenswerth <>rsch,i«k,l^--
Bürgern, welche sich durch Tapferkeit uib MuthI TlMitiAoä QfJoJA
Hervorthun, eine offizielle Auszeichnung seitens der! ^rllljlyeS Jmfl).
Regierung anzuerkenuen, beschließt der Rath, hierfür * »erltts, 9. Aprll.
ern Ehrenkreuz einzustelleu. Solches Ehrenkreuz soll! — Der Kaiser soll dem krteaSaerickillib-n -ffr. Befeb?dtt°k!!?°i" ®°Ibh?erKi9« TeiSV“b "uklkenutnisse gegen den Leutnant der südwestafrikanischen &et Ofstziere an die betreffende Person ans-1Schutztruppe Prinzen Prosper von Aren« gehändigt werden, nachdem die Feldcornetschaft, zu berg die Bestätigung versagt haben. Nach un- zwei drittel Stimmenmehrheit ihre! widersprochenen Angaben war das Erkenntniß im Einwilligung dazn gegeben hat. Das Kreuz soll eine Berhältuiß zu der Strasthat sehr milde ausgefallen durch die Herren KommisfionS-Mitglieder und die \ T “ 8' ,
Regierung anzugebeude Form und den Nomen ,Het L r,; f 'b"J* b£ ^°g- ,der
Transvaalsche Ehrekruis“ erhalten. ÜL ».jl « ' u ?* Ü be8 H°uses wurde
________________________ 9 |«ta Kompromiß mit Zulassung des Pökelfleisches, - aber unter Ausschluß des Büchsenfleisches und der
— — ■ UMscblM Würste, dadurch unmöglich machen, daß sie gegen
I alles stimme. Das würde ihr wohl kaum etwas
Zu der Erklärung «helfen, wenn die übrigen Parteien für das Kompromiß
des Bundes der Landwttthe bemerken die offiziösen | "»treten würden.
Pol. Nachr.": „Man ersieht ans diesen Dar«! — 3» Folge der Nachrichten über aufrührerische egungen, daß jene Vorschläge bona fide von derIBewegungen in der Kolonie Kamerun hatte Absicht geleitet worden sind, in Bezug auf die! der Vorsitzende der Kolonial- Abtheilung, von Buchka lesundheitliche Behandlung volle Gleichheit zwischen!auf den 5. April eine Konferenz der Plan- >>em deutschen und dem ausländischen Fleische herbei-!t a g e u . B e s i tz e r zusammenberufeu, der auch der zufuhren und daß die wirthschaftlichen Vortheile,! Gouverneur von Puttkamer beiwohnte, um sich über welche bei dieser Sachbehandlung der heimischen! jene Vorgänge zu informiren und Maßregeln zu Flerschproduktiou erwachsen können, zwar als er»!treffe«, der vorhandenen Arbetternoth z» steuern.
mandirendeu General in Kapstadt eine genaue Unter-! anerkannt hat, daß neben den Hygi7nische» auch wirtb. suchung angeordnet. Das Ergebniß war, daß der!schastliche Gesichtspunkte 6erürffi*Hnt «nrr«, «------Sir S°--A°- Walker d-- b.toff.ita wT. fLyjSSJ*”*!: fe!"«8 ®erf0e^n8 ««««” die militärische Disziplin! einem Nachgeben beim Kleischschaugesetz eine nngünstige änb? DaS^Sckreid,^ imsch-ffung nach England Wirkung in Bezug auf di- Berücksichtigung landwirth- befahl. DaS Schreiben, worin General Walker dem I schaftlicher 3nteressen bei hem „«..»• fSn.h.ia
®8"er“IfonfuI von der Dtsziplinirung des! vertrüge befürchtet wird. Das gerade Eegentheil ist SE b l?er Z^ucksendung nach England der Fall. Die Landwirthschaft kann auf ^eine ihren
S •Öet6 "bI? ««halte». Wünschen entsprechende Berücksichtigung bei neuen
, tL;b^m ?be^r J ber Major an den von ihm | Handelsverträgen nur unter der Voraussetzuna einer» btt“ bi? tfirffiTS»” f”a” re »rief, seits des Zusammenwirkens von Landwirthschaft und
der bk rückhaltlose Bitte um Entschuldigung enthielt. I Industrie und anderseits des festen Zusammenstehens
Das transvaalsche Ehrenkreuz. |ber großen schutzzöllerischen Mehrheit des Reichstages Daß die Südaftikanische Republik ein offizielles!"^"«"' ®ei «i»em starren F-sthalte» an den Be- Ehreuzeichen zur Belohnung solcher Bürger, die Schlüssen zweier Lesuug droht aber sowohl der feste außergewöhnlichen Muth gezeigt haben, besitzt, dürfte Zusammenschluß zwischen Landwirthschaft und 3ndnstrie wenig bekannt sein. Ein diesbezüglicher Beschluß beS IoIS bi« «roße schutzzölluerische Mehrheit des Reichs- „Volksraad* vom 8. Juni 1876 lautet: ItageS in die Brüche zu gehen.
uuj wayreuo iyr Herz frurmifiy rupfte in Klange», hinanSznstüizen, ihn in das Zimmer zn «hen und zu sagen: »Nehme« Sie mir nm SotteS-
Der fÖhflfrffrtttiWu» Sr-i-k, f!alt Lord Methueu kommaudirte persönlich. Die
'UollsrttllMfcye Krieg. Suren hißte» schließlich die weiße Flagge und kapi-
DieLageinBloemfontei». | flirten nach einem Kampfe von 3V2 Stunden.
Bebet die Sttuation im Freistaate sprechen sich diel«. Die Verluste der Engländer bei Rebbers» og,lischeu Bläit-r ttn Allgemeinen wieder recht skeptisch|bur® betrugen nach einer Depesche des Lord Roberts <wS. So schreibt die „Daily Mail": Die Kriegs-! - zwei Officiere und acht Mann. Zwei
ereignisse in Südafrika während der letzten 14 Tage! f1""« °"b gefährlich, dreiunddreißig Mann weniger könne» tanm als beftiedigend für die Engländer be» Rcht Officiere und die übrigen
zeichnet werden. Zur Flucht Oliviers und feines I ^"b ««saugen. Der Feind soll eine
Kommandos kommt jetzt noch die Einschließung öon D,°” M gehabt und fünf Ge
feiten deS Feindes bei Bloemfontein. EtneS lieat!'^ mitgefuhrt haben, während die Engländer 167 klar auf der Hand, daß nämlich die britische Armee!»?,"" berittene Sefanterie und 424 Mann Infanterie in ber Hauptstabt des Freistaates »ach ihre» glänzen» e"' Gesammtverlust beträgt also 591 de» Erfolge» im Februar und Anfangs März jetzt I ^.an”- Rnffallend ist die geringe Zahl der Officiere. thatsächlich immobil ist. Sie ist durch den Mangel!^ Angaben über die Zahl ber Suren find nicht an geeigneten Vorkehrungen für bie Lieferung von ßlanblg.
Remonteu in biefe Sage gekommen. Es ist nicht! Weitere Fortschritte
zmn ersten Mal, baß ber Mangel an Umsicht sich |ber Buren werbe» aus bem Süden gemeldet. Das für die Brite» im Felde verhängnißvoll erwiesen hat,!R«utersche Bureau berichtet nämlich aus Aliwal-North Mb es ist schwer zu sage«, wie viel Opfer a» Blut P"e Datum: Die Royal Irish Ristes ziehen sich «d Selb derartige Fehler noch der britischen Nation |D 0 " Rouxville noch Buftekraal zurück, auferlegeu werde». «Es heißt, die Burenkommandos rücken von Osten
Vollkommen klar ist es auch, daß bie Kavallerie!"^ Westen auf Rouxville vor. Hier ist eine beS Generals Freuch burch ben Verlust an Sßferben j ®tabt«alb« in der Bildung begriffe«. Am Oranje- f» geschwächt worden ist, daß sie nicht in der SageP“^ 16 Meilen unterhalb von Aliwal Norih sollen fei» wttd, die kühnen Bewegungen, die den Entsatz! Abteilungen von Buren gesehen sein.
Kimberleys und CronjeS Gefangennahme herbeiführten, | Die Sage der Engländer wird durch noch schwieriger, i« wiederhole». Wie lange dieser Zustand noch! Allerdings scheint jetzt auch der Pferdemangel be» bösem wird, das hängt ganz von ber Lieferungpbeu zu werben. Der Berichterstatter ber „Daily junger Remonte» ab. Man hätte annehmen sollen,!Mail' meldet aus Bloemfontein, Pferde, deren das daß bie Ereignisse bes Dezember unb Januar ei«e|$eet J«br benöthige, begännen in großer Zahl ein» Warnung für die Behörben gewesen wären und ihnen! ö»tteffe». Die Nothwevbigkeit eines großen Nachbewiesen hätte, welche Gefahr das Zögern nnb bierd,ube8 6DB Dorräthen überwiege aber bedeutend ben Unschlüssigkeit in sich beigen — aber das Kriegs-1 Donath an Eisenbahnwagen. Es sei erstaunlich unb Ministerium scheint wie bie Bourbonen zu fein: es|m“P« *» England bekannt gemacht werben, baß in lernt nichts unb vergißt nichts. I ben letzten fünf Monaten keine Eisenbahnwagen »ach
Lorb Roberts ist selbstverstänblich noch nicht in | Südafrika befördert seien.
Sefahr. Aber fein Heer ist augenblicklich in feinerie Suren unb ber Truppendurchmarsch günfügen Lage. Die Buren werde» alles thun, um| durch Beira.
seine Verbindung mit den anderen Heere» abzuschmide«. Der Brüffeler Berichterstatter der TR" ber 1
Ohne Kavallerie unb Flottenartillerie wird eS ihm! mit der TranLvaalgesandtschsft enge Fühlung hat 1 schwer werden, seine Feinde energisch zurückzuwerfen, drahtet: 8 8 9 ' '
5 Prätoria muß für Ich erfahre soeben, daß Transvaal gegen den
Je beträchtliche Zeit aufgeschoben werden. Hatten britischen Truppendurchmarsch durch Beira nicht wir nun ei» paar frische Kavalleriebrigaden in Kapstadt!prot-stiren wird, weil dieser von keiner militärischen
. eL;U"8 tteitoeife hat man eS ganz ver-1 Bedeutung ist. Es liegt England offenbar daran, I 8u,m U1B n,, vu.^uuucucn «roeiiemoiy zu fleueru.
to? bLfb e?-9 ® Vorbereitungen! Gegenmaßregeln herauszufordern und einen Streitfall I Nebenwirkung, aber nicht als Zweck an-I ES ergab sich aus den Verhandlungen, daß jene
7® *". ?*' Jahrelang wurde der mit Portugal zu schaffen, UM dann seinen Schutz ®"ben. vielmehr durchweg der hygienische beunruhigenden Gerüchte vielfach übertrieben und daß K L ®“DaJ«t«ebrigabe" schon empfunden, aber anzubieteu und durch Besetzung der Selagoabai ben S1fanbLnn“ s«stgehalte« worben ist. In sofern stnb die Sefährbung einzelner Plantagen mehr auf lokale «vier kümmerte sich barum. Sogar jetzt macht bas Buren jede Zufuhr abzuschneiden. bi‘f« Darlegungen wohl geeignet, viele Vorwürfe, Ursachen und vereinzelte Vorgängen zurückzuführe»
Megsamt noch keine Anstrengung, dos Heer zu ver-I Die Nachricht kommt Überraschend. Wenn Trank-1 ,a”^ au8 industriellen Krei'en gegen jene BeschlÜffe | fmd. Die Befürchtungen eines allgemeinen Auf»
T,,”; ,a eine große Stteitmacht von Kavallerie sehr! Vaal keine Veraulaffung znm Protest sieht, so brauchen I™ Reichstages erhoben worden sind, auf daS richtige | standeS mußten als grundlos bezeichnet werden, da» ' die auswärtigen Mächte den Kopf über benl^ SUluckzuführen, und so eine tiefer gehenden Ver-1 gegen würbe festgestellt, baß allerdings znr Zett ei«
liebet bie letzte» Gefechte INeutralitätsbruch Portugals natürlich nicht mehr zu!i“”™"”« zwischen Landwirthschaft unb Industrie vor-1bedenklicher Mangel an Arbeitern vorhanden ist.
liege« noch einige ergänzende Mittheilungen vor. |»erbrechen. Es macht im Uebrigen ber Polittk Ohm!. Uebrigen aber rechtferttgen die Ausführ-! — lieber das Verhalten ber Amerikaner unb
Heber ben Kampf am Boshof am 5. April wnd^"«««8 aE[e Ehre, daß sie sich von der englische», "-"8^"^ner Ejarnng in keiner Weise die Ablehnung! Engländer in der S a m o a fr a g e fällt der bekannte IMieldet: Oberst Villebois bedrohte die englischen I^^irrlist nicht hat in die Irre führen laffe«. I t??b 0m”8t»fibJr ba8 Fleischbeschaugesetz auf! englische Schriftsteller John Ew. Leigh, der die Bor» Labindungslinien. Seine Leute waren meistens! Eine englische Senugthnung. | ®«rBRegterungen als der Land-1 gange auf Samoa aus eigener Anschauung genau
jrvpäer Das Gefecht ereignete sich an der Straße! In der Hauptstraße Kapstadts »ar vor einiaer Man Al L" °?"^mb-r-n «rnndlage... kennt, in der Londoner Zeitschrift „The Month" iu
dou Jakobsd^. Die Buren fochten mtt großer «Zett der deutsche Kaufmann B I Spindler auf Idir b«tIa“fle“ daß «der letzten Nummer folgendes Urtheil: Ich wünschte,
&ted,a »»«ttere» ^legramm der „Central! Veranlaffung eines englischen ' Major» verhaftetImaßa^endrn^ !9'an^bl? b“k P«!^ Jie ereigniffe (Samoa) in ben Blättern ber
an» BoShof vom Freitag meldet: Die Bure»!worben, wobei als chuiaer Verbacktsarund »in, in!^-«9Ä!«^k.c?^Ei8puukte» auch l>ie anbereu bei!Geschichte auSgewischt werde» könnte«, ben» sie »erben
^e”3«rW auf einem Kopje nnb tonrben dort! deutscher Sprache geführ"und dem ^engttschen Offizier Lite«*boa»22'2 kommenden Rück-! unzweifelhaft England unb Amerika, bie gerühmteu
also »achher jene Szene am Sterbebettel, Leibe bliebe» stehe«, rebele« ihn a» f» henli*JZLh «..LiVsTr9 bo""jtoaB« P« sichmtt fein, nicht gut erzogen; aber — ihm wirb sie eine j b e qualvolle Angst in beS alten Mannes großer Gott, liebte Lisa ihn? Daher ih^Emftemduna ?tt°b ^-n -md kam fi-genb bie Treppe entzückenbe Schwiegermutter fein*. 9
2 bi- er ihr begreiflich gemacht hatte, was er mtt Wenbelstcm? 1 ’ »°her ihre Sutftemdung her^ d« Dame« entgegen. „Na, bann gratuliere ich!*
,iflb<m " R-noS unb ihre Hände guj Wie trüb lächelte «ruo; aber er sah Lisa dabei Arnofei k2' iU<e? k8”8^ ^«eSifaJ „Die Gräfin ist offenbar für die Partie,* setzte townfugte. so gut und dankbar an. W W b°b«i Arno sei heute Abend zu Godard geladen Lisa noch hinzu. „Die hätte doch eher Ursache al»
L ?"d P« wies denselben Man», der so zärtlich. Noch immer redete» sie zusammen Ishm« , ‘8 tohb ®a8 mit ""d wir, an der Sache zu mäkeln. Aber sie weiß, er
t tat Pflegevater schrieb, bei Fräulein Brenner! Die Löben blickte «ach den 3m h,» I??, ^ie begel-neteu uns heute, man kennt muß Geld haben - also l*
fe b®8 ^"bdeste zurück, als er auch sie um ihre! Hatte sie «iscla erspäht, die erschnctt zmückfub^undlu!b ^r"e"ni^b°i' ° ”,"bIilt ? f?e geworden; Gisela schwieg. Ans Lisa, Ton ging hervor, «Mittelung bat. darüber nicht fab haft mi6 »rnn b “nb|“nb£ P« mir zu, al» ob tote nn» damals bei daß Arno ihr persönlich ein tiefere» tiefte
U S Lf?e? ?teeV” J?tr Ätne ««trage», heimlich, bftFeMtt musterteund dann mit vttdflstette» m fthm"*“ 65M fta“ “”8 ”Hr täglich flößte.
wußte Gisela heute erst, wie sehr fie gerecht-! Mienen wegsah? ‘ | » Du warst ja vorhin überaus herzlich mit ihm!
'«ttigt war. ! Di-fe Sifal Sie lieft ibn , _ j tst sie hübsch? ftagte Gisela und hielt mtt! sagte Gisela »ach einer Weile frtMnb q* c-h,
»a ging die Thür der große» Hinterstube. Sei»«hatte sie so viel mit ihm jB^ebenT 3?^ m« I8e,f?a””te” Mie«e» inne, ihr schönes Blond- Du nimmst Partei gegen mich.* ' " 3- “ - ••ÄÄTi
Sm h?s 8 u fa8m 6 t. ”5 ”m «ottes- den Garten. Und sieh, ihn ärgertebiefe» Zusammen- ks ist so Tue ” * 9 BIClbt”' Z /^«^"ttli^er Aufschrei bes Bedauerns
e" 3K“""t8«eIb a6! A»«". g-h-rt stehen offenbar! Natürlich. Und nun? Siettenn en G? heirathet ui- - — — ________ «ise^S Lippen.
,36”e“ Wt n <s °°g«b--, wenn Gott ihm roch sich! «mo ging, er wollte ihretwegen offenbar nA. Er'am w n strn*