Arbeit und Unterkommen zu suche».
Da er dem
AuS Nah und Fern. Die Verhandlungen dem Raubmord« Prozesse Sönczi h< in Berlin begonnen.
Ballast, die denMarsch>n-r erschwer«lob di-Gräfin fich bewundernd oder beifällig äußerte' „Um Gott, Lisa, welch^ Ton! ES klingt gerade-1 wobei fie au dem Hause emporsah.
zu wiederwartig, wie Da das sagst.« I ■ ■ - - ■ - - - ’ *
trat sie, vom Kopf bis zu de» Füße» die Heniu, ab. eine befavgene mädchenhafte Herrin, auf die beide Damen zu, Lisas Hand zwischen ihren eiskalte» Finger in krampfhaftem Druck prefiend.
Und Gräfin Karoline war in der That völli überrascht von diesem Bilde.
„Es ist nicht war; die ist keine Jutriganttn! sagte ihr sofort ihr klarer Verstand. Und der nächst Gedanke war dann: ES wird ein Kinderspiel fett »die Sache* in Ordnung zu bringe»!*
Inzwischen hatte fie Gisela beide Hände mit eine so untrüglichen Freude entgegeugestreckt, daß diese ganz hingerissen, denn nie hätte ihr eine solche Freund lichkeit Wohler thun fihnen, auch sofort die ihrige- der Gräfin reichte und sich dann in aufrichttgeu warmen Gefühl herabbeugte zum Handkuß.
„Ich kam, die teure Marie zu besuchen, mei liebes F.äuiei» Menlishofer, aber ich gestehe, ich bi Ihnen sehr dankvar, daß Sie mir die Freude, di herzliche Freude gönnen, Sie kennen zu lerne». *
Inzwischen hatte auch Lisa di- Hand geküßt, fi sah bc.di wenn und mütterlich an und Gisela wa es, als iägte jcde ihrer' Mienen: „Das soll ein Erbschleicherin sein? Sie ist es nicht! Sie ist eil iebes, betrübtes Kind!*
Sie gingen zusammen dem Hause zu.
Was die Löben erzählt hatte von der Ursache bei Ueberfiedelung der Gräfin nach hier, das wiederholt! diese im lebhafte» heitere» Geplauder, voll Scher und Humor.
(Fortsetzung folgt.)
G-schL-tlich- Mitth-ilmrg-».
. Wir v« weisen auf die im Anzeigenthril unserer Zeitu veroffentklchle Bekanntmachung, wonach am kommend Montag, b<n 9. April, in Cassel bei der Landeshauptkas fönte bet drn im Prospekt bezeichneten Ban Hausern eine Subscriptiou auf Mk. 6000600 4prorei Landekcrsditkassen Obligat onen fiat:findet. Hierdurch die Lande?credttkoffe von ihren niedrig verzinslichen 3' Prozent und den im vorigen Jahre avs«egebenen 3'/-pr> Obligationen wieder zu den 4proz. Schuldverschreibung zuruckgekeh't, ein Vorgehen, welches zweifellos dazu d> tragen wird, die Hessischen Landescreditkassen-Odligaiion wieder wie früher zum Liebliug?pap:er des hessischen Volk zu mach-n. Die Stücke lauten über Maik 2000 100 fiOO, 300, 200 und kann bis zum 1. Septembe 1905 weder eine Lerloosung noch eine Sündfiung stal finden. Wir glauben, daß bei dem angemessenen Vrei von 100 /- Proz. fich ein lebhaftes Jnterefle für die Jeichnung geltend machen wird und möchten den Kapitaliste sparkaff-n, Pfarreien, Kassen ?c. empfehlen, ihre Amnel ungen möglichst schnell einzureichen,
Bestellungen für daS zweite Quartal auf die Dkttchrss. Ztttimg
H Unübertroffen zur Haut-u. Schönheitspflege.
SlMYRRHOLIN-SEiFE
U ‘Als beste Kinderseife ärztlich empfohlen.»
„S|t mir persönlich auch mehr als des, ü,r ächtlich sogar. Ader waS willst du? Jeder handelt nach feiner Ueberzeugung und da kommt es auf — auf —* Die Stimme erstckte. Aber im nächsten Moment murmeste Lisa, die mit heißen Wangen und funkelnden Augen in ihrem Zorn außerordentlich lieblich aussah: „Dal Sieh' nur! Die Gräfin und die Löben*.
Vom Büchermarkt.
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Nrchdruck verboten I Wahrhaftig! Da gingen fie Arm in Arm. Offen-1 „Ich wollte, ich wäre tot!* schluchzte Gisela mit
Qm hrtfptt (Sifiritt loar «räfin Äaroline gekommen, die Freundin I der leidenschaftlichen Uebertreibung der Jugend auf.
ÖI9CU,e P« b-such-«. .34 möchte wieder arm seiu, arm wie damals, als
Roman von L. Haidheim. I 5Cte beiden vom Verkehr mit anderen so sehr!Großmama begraben wurde. Ach, wie ersehnte ich
(Fortsetzung.) I entwöhnten Matchen zogen fich schnell in die letz e! damals den Reichthum, und nun? Er brennt mir das
«S £$£ ** “* 4 “ b“ F1Ii.®iW1 1*?
all•Ä»““Ä«f *u6 „Ha ha ha! Du träumst noch? Bei all bed « ® e ®rdfin'td4 nnb vornehm, I diese schreckliche Veileumdung der Schwester zeitweise
Lehren, die der Hoftath Dir gegeben hat Ich Babelo-hTk“ $rt“e 8C8CM b e onne Freundin! wie ein Alp, „Erbschleicherin!* Konnte rs etwas
fie also beffer beherzigt, als Du! Nun freilich ich! . ! Abscheulicheres geben? Eigennützig einen anderen
hatte auch zwei Lehrmeister!* erschien bald darauf in ihrem verdrängen! O, der Schmach! Daß Gisela un-
Sie meinte Wendelstein. den Blume», offenbar! schuldig war, wußte Lisa. Aber klagte fich die
Man muß das Lebe« nehme« «o, ,a m. . 6 M*?. und beobachtet zu werden, aber «Schwester nicht selbst auf dem Krankenbett der Ullter-
d-S Dtt^ sor? Mtt 8,ifc?ttU? ftÜ, le»er Szene, die fie gar nicht über lassungssünde an? Hätte sie nicht alles daran setzen
duselet nnd d7« ^um « !st 2s Ä l”6” Ielfe“ ®IoD »ud wollte muffen, jene beiden zu versöhnen?
kommt nur der zu seinem Reckt $her9,a frechen I So ruhte der geheime Vorwmf, überden Gisela
leinen i \rr8 6“St^| u-t« dessen iahen |te und Llsa von ihrem Bersteck »nicht hinweg konnte, auch auf Lisas Herz-N, nur war
« M. ’SL-M di-D.m°» d,nf-!g-,U-t-iS.tt-ng-»te- «- -b-, m« dl- S«uldl,- »»d SÄE
S» k I*e-r *. «-i„ «aU fionben fil, -md » -ar, alt feit litt da-u-t-, nie Uwe. ” 8
lob die Gräfin sich bewundernd oder heiffiffm I Eben beruhigte sich Gisela wieder und kühlte die I e, „ „ _. „ - ■ ■ r «heißen Auge», da hörten fie hinter sich das Rauschen
„J.tzt sieht sie, was Arno hatte gehören können,!von Kleidern und sahen gerade noch, wie Fräulein und es geht ihr nah, daß ich ihren Neffe» bei demlv. Löben erschrack, sie hier zu stören.
alte» Mann verdrängt habe*, dachte Gisela und wie! E« Zurückwetchen war für die betreu alte» Damen |em heißer Strom durchflutet sie plötzlich wieder das Iso unmöglich wie für die jungen Schwester». Gisela elende Gefühl, a» dem fie heimlich krautte. | hatte sofort die ttotzige Empfinduvg, daß fie fich nickt „>ich bin in ihren und seinen und aller Weir «zu verkriechen brauche.
Augen die Erbschleicherin! O, hätte ich doch dieses! „Komm!* wiutte fie Lisa mü de» Auge« zu.
Haus me gesehen.* I Und sich hoch aufrichtend, stolz, und doch ein
„Was hast Dn nur? fragte Lisa erschrocken, «rührendes Bild der Demut und tiefe» Herzenskauer
___«»ch->«ich- B-U-a-m ftteiSMtttt st- die SSteiJe SfUrtur« m» Kirchhast.
***'Jllustrirtes Sonntagsblatt. h”*■
lasse». Daraus folgt für das Kreditgeber; von selbst, und ertheilte ihm den Auftrag, sich binnen 14 Tage» daß bei beabsichtigter Kreditirnng von Bctläge», die Arbeit und Uuterkommeu zu suche». L» tt Ucm 300 Mk. nicht übersteige», die vorher eivzuzieheude Auftrage nicht »achkam, wu.de er verhaftet Der Erkundigung fich füglich darauf erstrecke» muß, ob Angeklagte wurde von der Landstreicherei fretgesproche» der Kreditnehmer in Mobiliar für eine» solche» Be- im Uebrige» zu vier Tage» Hast verurtheilt, die betrag auch pfäudbar ist. Für Beträge unter 300 Mk.lreits verbüßt find. Juzwisch n haben sich, durch die eventuell sich die Umstände einer Jmmobiliarzwaugs-! Zeitungsnotizen aufmerksam gemacht, verschiedene Versteigerung mache» zu müsse», davor wird sich jeder «Gönner bei der Polizei gemeldet, welche dem Souder- Geschäftsmann hüte». ling die Mittel gewähre» wolle«, »ach einer anderen
.........~ 1 ~ - — I Universität zu reisen und fich dort immatrikulire» zu
jwfrfl deren G.misbeilagen I BermislÜtes F« . ,
18blatt für die Kreise Marburg unt I Eine Erinnerung an Gravelotte. Der.jüngstSouuabmd Abend in"Bouu°ab.^ ^Es ^galt° de» EchhtNN , ^Illustriertes Sonnlagk-Iverstorbene berühmte englische Journalist Archibalddem 31. März von der Schaubühne des öffent- blatt* und Verlauf nnfSli st p hrrl Fvrbes, aus dessen bewegtem Lebe» wir schon mancher-1 li(5en Lebens abtretende» Nachtwächter», denen die
7 7 lei erzählt, hat bekanntlich auch den ganze» Krieg akademische Jugend einen weihevollen Abschied zu
x g ». preußischen Klassenlolterle" 1870/71 mitgemacht. Charakteristisch für die wunder-1 bereiten fich gedrungen gefühlt hatte. Die Zahl der Werden von allen Postanstalten, Landbrief- «bare Lebendigkeit seiner Schilderung ist die Beschreibung! geladenen Nachtwächter belief sich auf 30. Sie träaern. in der Ervedition iMarkt 211 fatnie ber Ie^ten Augenblicke von Gravelotte, vor der Ent-!hatte» a« fein-säuberlich gedeckter besonderer Tafel
8 ' b .^rp^non (Manr 21), lOtolf Reibung. @8 heißt da: „Der alte König saß, mit Platz genommen, stische Maiglöckchen schmückte» ihre
Lvn unseren Mral-Expedlttonen m Kirchhain Idem Rücken gegen eine Mauer gelehnt, auf einerI Brust; ihnen gegenüber saßen die Musensöhne, Corps- und Neustadt entgegmgenormnen «Leiter, die an einem Ende über eine zerbrochene Indenten, denn diese waren die Veranstalter des Festes.
--------------- ---------- «Kanone, an dem anderen über ein todtes Pferd ged 3“ mitternächtlicher Stunde zog mau in geordnetem
; " liehst war. Bismarck las mit dem Ausdruck größter!3«ge, Arm in Arm, unter den Klängen der Musik
lNachdrxck verbotew) I Seelenruhe, die jedoch erkünstelt war, einige Briefe. Die I "ach dem Markt nm die berühmte Fontäne herum, Die = fShhntÜPf tinrfl I Schlacht wogte währenddeffen hin und her, und ber |00 man die Nachträthe zur Vorsicht vor dem
«Boden unter uns erzitterte. Die Schleier der Nacht.anwesenden „Polypen* gemahnte, dann die große neuem uUKyl. I sentte» sich herab, aber durch die Flammen, welche aus I Freitteppe vor dem Rathhause bestieg, wo des Stadt-
Von Rechtsanwalt und Notar W. Hohl. »einem nahen Gebäude schlugen, wurde die Gruppe, bie!0berhaupies wiederum in einet Ansprache warm ge- Abweicheud von den frühere» La»deSgefetze»,l da au der Mauer in banger Sorge harrte, beleuchtet. I dacht und ei» Bierglas zerschmettert wurde als ein welche überhaupt eine Zwangseinttaguug von Forder-! Plötzlich hörte mau den Hufschlag eines galoppirenden I Zeichen der untergegangene» Glanzperiode. Schließlich ung« kannte», läßt das R.ichsrecht außer Zwangs-! PftrdeS. Eine» Augenblick darauf sprang Moltke, I lehne mau zum Festlokal wieder zurück.
Versteigerung und Zwangsverwaltung die Zwangs-!dessen Gesicht vor Erregung zuckte, aus dem Sattel.! Die AuSttelluna i-, m „•;»
vollskeckung in ei» Grundstück unr durch Ei?tragung Er eilte auf den König zu und rief: „Es steht 0«t,ntt
*<t Sch->»»,-hW,th-I ,u. 8.1 dl-,-. 6<m« »i> i-b-» dl- P-filld» wl-d-r -,-i«t, ter Sl-z i» «Z „M L
Mb-« «<» d-r «Illuil«--- ,« ,«» i« W Ser S6.lg „reg «lt Ä teäto ÄKÄ Forderung und der Gläubiger kau» fich zum Beweise ^em jauchzende» „Sott sei Dank!* und brach in Jom 2 bis 10 Sevtember^ttatt ^ V nS !
der Forderung nicht auf die Eintragung berufen, da- Thräne» aus.* Der Krieg 1870 bestimmte die „ “bf„
dingliche Recht des Gläubigers ist von bet persön- weitere Laufbahn bes Mr. ForbeS. Er blieb fortan h5 J“ 1“ o
W» Forderung abhängig. Der Schuld«« bleibt KriegSkorrespoubeut nnb »ahm a» alle» Kämpfen, bteL- 8
dadurch in b« Lage, bie ihm gegen bie ForderungM den siebziger Jahren die Welt bewegten, thäligen ^ ^'ai der Kartenbau7o«?r/k^ zustehenden Einreden auch gegenüber einem dritte! Aniheil. ber Ä
gutMubigeu Erwerl^r der Forderung geltend zu machen. I Ein Student alS „Landstrkicher* angeklagt. .Juni ber Kongreß für landwirthschaftliches Unter« iuteref!ante"^eue«?a m“«”« $n8C?t Landstreicherei und Nichtbefolgung eines I richtsweseu, vom 18. bis 20. Juni ber Kongreß ber
Erunb eines Boll- polizeilichen Befehls staub biefer Tage in München laubwirthschaftlichen Versuchsstationen, vom 20. bis
WO Mk «ick? XL?- tVTt' d-re« Betrag der 28 Jahre alte Kandidat der Medizin Karl P. 23. Juni der Weinbauerkongreß, vom 21. bis 25 übttstergt, eine Zwangseintwgung!aus der Provinz Sachse» vor G«icht. Er hatteIJuni der Thierzüchterkonareß vom 26 bis 30 J««i EÄL"*»!?'! *?»« »«** «« ««» rum Studium mehr, war aus fdHer ber wS
STt gewiesen worbe» nub hatte sich hben ftraU bn «efeßf^aft ber LS
h? ®oHPrechtng8befeb! rechts- obere« Anlagen rechts bet Isar im Walde eine Ein-1 vom 1. bis 8. Juli ber VI, Jnternattouale lanb- teS . eine Hypothek ein J Rebelet von Baumzweigen und Moos eingerichtet, in! wirthschaftliche Kongreß, vom 8. bis 14 Juli bei
SmiLÄn1 »JS'J1, ^te nicht welcher er be« ganzenftrengen Winter zubrachte. Nur Kongreß beilänblichen Syndikate unb Genoss'nschaften vwalüna^ Zwangs, allezwei »ber brei Tage ging er in bie Stabt, de- vom 23. bis 31. Juli derffc9
omä Sir6 I da» Hofbrau oder Augustinerbrau, ließ fich von «Chemie, vom 10. bis 12. September der Bienen
beim r«»S«bia^i L-i-icki-"^» 300 Mk.I mildherzigen Gästen Fleisch- oder Brotabfälle reiche«, Izüchterkongttß, vom 13. bis 14 September der
«XS Ä «S /r L« Reuige Pfennige Küchenreste, «e- Obstbaumzüchterkongteß, vom 14. bis 19. September
V » .M Prägung bettelt htt er nie, Verwandte und Bekannte ließe» der Kongreß für Wasserwsithschast nnd Fischerei und
5 L SÄT 3 T". kleine Geldbeträge zukommen. Die vom 12. bis 13. Oktober der Kongreß ftir Oost.
Mk. muß er es bei der Moblliarvollstrecknug be. I Polizei hatte unlängst seine Waldetnfiebelei aufgespürt Iweinbereitung. Sol« u
M 81 Marburg SÄWÄÄ
_____ ..... Freitag, 6. April 1900. , ' *9
ZwEes Blatt.