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Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

ItHUn* Werft Jllustrirtes Sonntagsblatt. Birantwortlich für dir Redaktion: Redakteur Han» Hupfer in Marburg

* Redaktion: Markt 21. Telephon 66.

Postämtern 2.2b Mk terkl Bestellaeldl chtftrtwti8<ie6üht hie ne» <9 v Suwauj oon ^aafenftetn & Vogler, Frankfurt a. M., Gaffel, Mägde» n- o

brit^ arile odn bmn Raum 10 M,./ R^amen: di. Ll. 25 Pfg. Freitag, 6. Aprll 1900 L^.D^rW. Fra^aÄ,°B^rli^ bo. ^ahrg.

Erstes Matt.

Der südafrikanische Krieg.

Zur Kriegslage.

Im Gegensätze zu der Meldung englischer Blätter, welche von der Dezimtrung eines Bureukommandos dmch FrenchS Kavallerie zu melden wußten, besage« die neueste» uns aus Loudon zugehendeu Depesche», daß General FrenchS Kavalleriebrigade sowie die 9. und 7. Division sämmtliche Stellungen jenseits von Rehenoster-Spruit angesichts der drohende» Um- gehungSbeweguuge» des Feinde» räumten. Auch ° gaben dieselbe» Klipdrist, Rodeval, Springfield und «ietfoutet» auf uud kehrten nach Bloem» sontei» zurück, mir kleine BeobachtungS- detachementS außerhalb des Hauptlagers lassend. Die «gekündigte Schlacht wird danach nicht mehr erwartet. Die Zerstörung des Wasserwerkes wird große Unbe- quemlichkeite» verursache». ES wird uöthig sein, mit Wasser zum Baden sparsam umzugehe». An Triuk- wasser soll jedoch »och et» reichlicher Lorrath vor­handen sei».

Nach einet Privatmeldung derMagdeb. Ztg.' soll in Bloemfontein die Fühlung mit dem südwestlich »perirende» Feinde »erloren gegangen sein und man ernstliche Besorgnisse Wege» einer Flankenumgehung und eines Angriffs anf die Stadt hegen. Lord Roberts lasse mit größter Energie olle strategisch wichtigen Pnnkte besetzen. Die neunte Division suche die Stellungen des Feinde» zu ermitteln, während die Brigade General Tucker» «lenfiding besetzt halte, die 12. Brigade Rehenoster-Sprnit und die 8. Leeuwkrp. Demselben Blatte wird auch berichtet, daß die ver­lorenen Geschütze von de» Engländer» nicht hätten wtedergewonnen werde» können. Sie seien seitens der Buren prompt in Sicherheit gebracht. Auch diese Meldung, die weiter von einem vergeblichen Versuche FrenchS, den Feind zu umzingeln, berichtet, weiß nicht» von der Dezimtrung eine» BurenkommaudoS, sonder» nur vom Rückzüge FrenchS auf Buschmävskop zu erzähle». Da» DezimirungSmärchen scheint wieder al» kleiner Trost für die mißlichen Nachrichte» vo» der englischen Presse erfunden zu sei». Die wenig optimistische Sprache der englischen Morgenblätter beweist, wie wenig man sich in London dem Ernste der augenblicklichen Situation verschließt. Einzelner Blätter bemächtigt fich bereits wieder eine nervöse Stimmung, die zu einem etwas gereizten Tone gegen de» bisher so gepriesene» Lord Roberts führt. So meint derStandard*', Lord Roberts stehe im Herze» der Freistaates mit einer Armee, die die ganze männliche Bevölkerung der beide» Repubktke» numerisch übersteige; doch scheine er nicht einmal in dem Flächenranm zwischen de» Flüfie» Oranje und Modder feste» Fuß gefaßt z» habe»; so»st würde das Entrinne» der Bureuabtheiluugen aus dem Süden und das Ansammel» großer FeindeSmafiea in der Umgegend don Bloemfontein unerklärlich sei». Andererseits wird wieder in Märchen von Symptome» der Uneinigkeit der Verbündeten und KriegSmüdigkett der Freistaatler Drost gesncht. So soll angeblich in Loureu^o Marques versichert werde» von wem, wird freilich nicht gesagt, daß Präsident Steij» vor einige» Tage» die Ansicht geäußert habe, sich den Engländern er­gebe» zu wolle«. Nm die Beharrlichkeit de» Präfi- deuten Krüger habe ihn zm Fortsetzuug der Feind­seligkeiten bewege» könne». Es soll verabredet sei», kei»e Friedensvorschläge zu mache», so lange nicht wenigsten» ein bedeutendes Gefecht geschlagen fei. D« derzeitige Situation scheint freilich am aller- wenigsten dazu angethan, Glauben an solche Gerüchte i» erwecken.

Lundgebnuge».

«m Donnerstag fanden in Kapstadt sowie in «»deren größere» Städte» der.Kapkolonie u»d Natals Massenversammlung« (?) statt, i- de»e» Resoluttone», die die Einverleibung der Burenrepu- dljke« fordern,-einebegeisterte*' Annahme fanden. «1» die Theiluehmer der Kapstädter Versammlung, W der der Bürgermeister de» Vorsitz führte, im e vo» dort zurückkehrten, begegnete» sie dem Ministerpräsident« Schreiner, den sie mit Heulen wid Pfeife» empfinge». Schreiner flüchtete in ei» Kaffeehaus mid gelangte schließlich von dort in da» darlamentsgebände; hier hörte er mit entblößtem Haupte das Abfinge» der Natio»alhymne an, worauf

Menge sich beruhigte. Andere Berichte er» Hlile« die Sache etwas anders. Einem Telegramm '«»Star" ans Kapstadt zufolge »ntbe in Kapstadt

ein Meeting für die Annexion der Burenrepubliken unter freiem Himmel abgehalten. 40006000 Personen nahmen Theil. Viele enthielte» sichderAbstimmung. Ei» Theil der Menge begab fich zu dem Kaffee, in dem Schreiner zu Mittag, und veranstaltete dort feindliche Demon­strationen. Zwei Personen wurde» verhaftet, ©»reiner kehrte unter polizeilicher Bedeckung in sei» Bureau zurück.

Rhode» »nd Kekewich.

Der Correspondent des Bureau Laffa« in Kap­stadt erfuhr, daß der wahre Grund der Reibereien zwischen Eecil Rhode» und Oberst Kekewich die That- sache gewesen sei, daß Oberst Kekewich es ablehnte, die Delikatessen mit zu genießen, deren fich die Di­rektoren der De Beers. Gesellschaft an ihrer Tafel erfreuten, während die Bürger und die Garnison von Kimberley kleine Rationen hatte». Oberst Keke­wich habe vergeben» gesncht, herauszufinde», wo die De Beer»- Gesellschaft ihre VorrSthe habe.

Einzelnachrichte».

Zwei kleine Sbtheiluoge» gefangener Bure» entflohen von Green Point. Sie wurde» ver­folgt und iu eiuem Eisenbahnzuge aufgespürt, der augehaltm wurde. ES gelang ihnen aber, durch die Wagenfeuster zu entspringe».

Umschau.

ReichStagSdiäte».

3" der Frage der Gewährung vo» Reichstag»« diäten fetzt dieKreuzzettung' auseinander, warum der vo» manche» Seite» von solche» Diäte» erwartet» Nutzen fich nicht kinstclle» könne. Zuerst weist fir auf die Erfahrungen der Vergangenheit hin:

Das Uebel sitzt eben nicht da, oder doch nicht allein da, wo man es sucht: iu dem Mangel an Mitteln. Dieser har auch in ftüheren Zeiten bestanden, wo man, wie fich ältere Parlamentarier erinnern werden, die Verödung des Reichstag» nicht annähernd in dem Maße kannte, wie jetzt. Wa» fie heute verursacht, muß, unsere» Erachten», anf ei» Zwiefache» zurückgeführt werde». Einmal hängt fie mit der Uoetquicklichkeit der allgemeinen Verhältnisse zusammen, die auf die Parteien, wie auf die Einzelne» niederdiückend wirkt u»d ihnen die Lust a» der öffentliche» Arbeit nimmt; sodann aber auch mit der Erfahrung, die andere ältere Parlamente längst ge­macht haben, daß fich der normale Verhandlungsstoff auch in einem schwach besetzte» Hause bewältige» läßt; ja hier »»ter Umstände» sogar besser, weil die Sachverständige«, wen» fie unter fich find, rascher und leichter zu Ende kommen, al» wenn fich eine Menge vo« Laien verpflichtet fühlen, ebenfalls ihre Meinung zu sage».

Nachdem dieKreuzzeitung** auf diese Art die lrsache des schwache« ReichStagSbesuch» erklärt hat, etzt fie ihre Befürchtungen vor Tagegeldern aus­einander:

Nach wie vor müsse» die Konservative» befürchte», daß die Gewährung vo» Tagegelder» die bei de» Reichstagswahle» ohnehi» schon längst herrschende Zersplitterung »ur »och vermehre» und damit die lusficht« der Umsturzpartei und der im Bunde mst ihr auf Stichwahlerfolge spekulireude» Freifiunigen noch günstiger gestalten würde, al» fie e» ohnehin chou find. Damit aber wäre reichlich ausgeglichen, was hier und da, auch von Seiten der mehr rechts stehende» Grupptt«»ge» für die Gewährung von Tage, gelber» vorgebracht wird: daß fie di; Wahl tüchtiger, aber mrbemittelter Leute «mögliche» würde. Da» glaube» wir ebe» nicht. Diesetüchtigen, ab« »». bemittelte» Leute' bremchen im Wahlkampf mehr als Bewußtsein ihre» Wuthe». Wen» er vo« alle» Seite» bestritt« wird, HUst ,8 ihnen sehr wenig. Das allgernei»e Stimmrecht wird »ach ganz aabere» Gesichtspunkte» gelenkt. Das sollte man nachgerade doch wissen. De» Konservativ« ist es bekannt' sie könne» fich deshalb auch vo» diesem Standpunkt ans nicht für Tagegelder erwärmen.'

Attentat auf de» Prinzen von Wale».

Auf den Prinzen vo» Wales, der auf bet Steife »ach Kopeohageu Mittwoch Nachmittag 5 Uhr 30 Mi«, anf dem Nordbahnhofe in Brüssel ein traf, wurde von einem Unbekannte» geschossen. Der Prinz ist ni^f verwundet, der Thäter wurde »«hastet. Da» Attentat auf de» Prinzen von Wales «folgte, als der Zug den Nordbahnhof wied« »«liefe. In diesem Auge», blick spra»g ei« Ma»u aus das Trittbrett des Salon­wagen». D« Attentäter feuerte vom Trittbrette

zwei Revolvttfchüffe in da» geschlossene Fenster de» Salonwagens hinein. Der Prinz war von sein« Gemahlin, welche neben ihm safe, und einem Ordonnanzoffici« in Civil begleit«. D« Attentäter wurde sofort durch «neu Polizeioffici« verhaftet und durch den Ober Bahninspektor einem Verhör unt«- roge». Hierbei wnrde festgestellt, dafe der Festge­nommene ein 16 jährig« Klempner Namens Sipido ist, b« in bet Rne be la Forge in St. Silles, einer Vorstadt von Brüssel, wohnt. In seinen Taschen sand man zahlreiche anarchistische Papiere. Der Ver­haftete «klärte, daß « die Absicht gehabt habe, den Prinzen zu tödten, über das Attentat keine Reue empfinde nud b«eit sei, es noch einmal zu verüben, wenn er könne. Der Staatsanwalt traf alsbald an Ort und Stelle ein, um den Verhafteten, welch« im Polizeibüreau de» Nordbahnhofe» vorläufig uuter- gebracht war, zn verhören.

Ausschreitungen iu London.

DieSchlesische Zeitung' berichtet vo» Au»- schreiiunge« be» Pöbel» in East London, einem an ber Südostküste von Kapland gelegenen Exporthafen, gegen den dortige» deutschen Konsul Malcomrfe. Bei der Nachricht von der Entsetzung Kimberleys hatte» zwei Engländer nnbesugter Weise eine englische Fahne anf dem dentschen Konsulat angebracht. Da diese vom deutschen Konsul sofort wird« entfernt wurde, »ersuchte ein betrunken« Haufe», da» deutsche Konsulat mit Steine» zu bombardireu, wa» indesieu mißla«g, weil da» Hau» von einem großen Garten umgeben ist. Darauf machte fich die Gesellschaft das V«. gnügen, auf dem Marstplatz einen Scheiterhaufen zu errichten und darauf eine Strohpuppe zu verbrenne» die Herr« Maleomefe vorstellen sollte. Dabei stand ei» grofees Plakat mit der Inschrift:The German consul sentenced to death for ancourteousness against our flag (Der deutsche Konsul ist zum Tode verurthellt wegeu Unhöflichkeit gegen unsere Flagge').

Kamern».

Zur Lage wird derT. Rdsch.'von einem Ke»»« der Verhältnisse Folgendes geschrieben:

Wie mir vo» befreundet« Herre», die am 4. März mtt dem DampferHele»e Woermanu' die Heimkehr vo» Kamern« anttate», und zugleich auch i» »riefen mitgethrilt wurde, ist i» Kamerun elbst, d. h. dem Sitz des Gouverneurs, der Ver. valtnuge», dem Hanptfitz der Faktoreien, Mssfioneu n. s. w. und im mittlere» und südlichen Kamerun Alles ruhig gewesen. Die durch die Zeitungen gehenden Gerüchte von allgemein unstch«er und un­ruhiger Lage sind daher darauf zu beschränke», dafe m Norde» der Kolonie d. h. am Kamernnberg und im Couzesfionsgebiet der Nordwestkamerun.Gesellschaft vorübttgehend wohl nicht alles so ist, wie eS sei» sollte. Störungen besonders im Plantagenbetrieb komme» i» alle» Kolonien vor; weniger leicht davon bettoffen w«de» die Faktoreien, da selbst die am wettesten ab wohnenden Neger des Innern gena» wisse», daß fie dmch de»Ha»del »m Lortheil habe». Diese» ist anch d« Grvnd, weshalb die Pflanz« am Kamernnberg i» Dibundja, »ibnndi, Viktoria ». s. w. jetzt keine Janndeleute mehr als Arbeiter bekommen. D« ganz hervmragende Handel Mtttel- nud Süd-Kameruns mit den reich« Hinterländern über Edea einerseits nnb Jarmde anbererfeit» auf uralten Karawanen strafe« »ach b« Küste von Malimba, Kribi, Klei», und Grofebatanga gebraucht, «nährt nnb beschäftigt ben größten Theil btt dort ansässigen Bevölkerung, und da der Neger gebotener Händler ist, so zieht « es natürlich vor, auf eine ihm zusagende und bequemere Weise Geld zu ver­dien«, al» fich al» Arbeiter auf Plantagen »ach einer ihm frentbe» Gegend verschicken zu lass«. Im Hebiig« wird ja wohl auch diese» Mal unsere Schutztruppe der Lage Herr werd«. Eine ge- wisse Vorsicht, ei» bi»ch« Mißttaueu de» bisherigen Gerücht« gegenüber ist daher ganz am Platze; die Lrutenoth ist gewiß fatal nicht »ur zu Hause, sonder« auch draußen. Ob aber die Berichte, wie fie jetzt die Presse passtte», «icht eher schädige», al» »ützen, ist wohl eine ganz berechtigte Frage.

Wtt gebe» diese, ben bisherigen Darstellungen entgegengesetzte Anficht gern wieber; es sollte uns fr««, w«n die Besürchtnngen, bie diesmal nicht nur gerücht­weise, fonbern von sonst gut unterrichtet« Sette laut würbe«, fich nicht bestätigte«.

Deutsches Reich.

* Berlin, 5. April.

I» bet Sitzung des Reichstages vorn 27. März wurde die Frage aufgeworfen, ob mau in Pttuß« ben Plan hege, eine einzelne Universität zur Franenuniversität z« besttmm«. Mtt Be- zng hierauf kann bie .Natioualztg.' auf Grund ei», gezogener Erkundigung feststellen, daß derartige Ab­sichten i» Preuß« nicht besteh«.

Dem Flottrnvereiu, der jetzt450000 Mitglieder zählt, sind heute auch sämmtliche Evange» lische Arbeiter-Vereine mit 60000 Mitglieder beige» treten. Ihr Vorsitzender LIc. Web«. M.> Gladbach ist in deu Vorstand de» Deutsche» Flottenv«etties einge» trete», in ben demnächst auch ein deutscher Arbeiter Sitz und Stimme «halt« wird.

DieKönigSb. Hart. Ztg.' behaupt«, gegen­über der Erklärung de» Ministers v. Thiele» «. fahre» zu habe», daß es thatfächlich beschloff«e Sache sei, die Wasserbauverwaltuug dem Land» wttthschastSmiuisterium zu unterstell« al» Komp«, satiou für die Kaualvorlagr. Da» Ministerium habe fich sttuer entschlösse«, de» Sr sch i f ffahttr» weg S tettin-Berli« al» gesondttte Vorlage im Abg«rdnetmhause einzubringeu.

Die Universität Freiburg i» der Schweiz hat fich, wie erinnerlich, dadurch eine» traurig« Nam« gemacht, daß e» vor wenigen Jahren all« dwtsch« Gelehrt« vo» Stuf de» Laufpaß gab. Wie »ne die «Köln. LolkSztg.' mittheill, hat am 1. Februar 1900 das preußische Unterrichtsministerium folgende Verfügung «lass«:Die zu Freiburg i» d« Schweiz bestehende Hochschule ist in Preu fee« niemals al» Universität anerkannt Word«. Deswegen können die in Freiburg zurückgelegt« Studiensemester für die Zulassung zum geistlich« Amt und zu staatliche» u»d akademische» Prüfung« in keinem Falle, auch »icht anf dem Dispensattons» »ege, zur Anwendung kommen.'

Ausland.

Frankreich. Der Senat bttieth am Dienstag über da» Budget de» Aeufe«». Gras d'Amiay bringt die Haltung Englands i» der Angelegenheit der Konzession in Schanghai, die Faschoda-Affatte nnb die ägyptische Frage zur Sprache und fügt hinzu, die Haltung England» scheine seit dem Transvaal» kriege «tgegenkommender getoorb« zn sein. ES »erbe opportun sein, dies zu benutzen, um gewisse Verhandlung« wieder aufzunehrn« mit dem Zwecke, die beid« Stationen näher zu bringen. Delcass« er­widert, « wolle jetzt nicht über die Drohungen Eng» landS sprech«. E» sei noch nicht Zett, die Wahrhett zu sag« üb« die Vorkommnisse von 1898. Ab« »eder die Regierung noch Frankreich habe von ihr« Veröffentlichung etwas zu befürcht«. D« 1899 geschlossene »«trag habe Frankreich bedeutende Vor» theile gesichert. D« Minist« schlofe mit den Wott«: Frankreich, meine Herr«, ist eine europäische Groß» macht und ist wird« eine Kolonialmacht getoorb«. 3n letzterer Hinsicht ist unsere AnSdehoung mttwunder- bar« Schneüigkett vor fich gegangen. Jetzt aber müssen bie Reichthüm« b« »«« Kolonie» mit dem Kapital be» alte» Frankreich ausg««tzt werd«. So» de« Mächt«, die fich ehemal» die Vorherrschaft strettig macht«, fi»d die eine» gewachs«, die ander« die«g« sind, bestreb« fich, an bie Spitze zu komme». Wtt müsse» kämpf« und mannhafte «aeratio»« heranbilden; unsere wirthschastliche Organisation mufe »eitet entwickelt werd«; durch i»tellig«te Arbetten mufe «reicht werd«, daßFrank- reich die »fee Straße der Welt bleibt; unsere Flotte mufe toieLet bie Stärke erreich«, die »öthtg ist. Ich würde mich glücklich schätzen, w«n der Senat mit mir darin übereinstimmt, daß solche Erwägungen bei den Erörterungen über die auswärtige Politik nicht unangebracht waren.

Portugal. Nach Btticht«, bie bie .Krzztg.' an# London «hall«, glaubt man dort, daß die soforttge BereitSwiLigkettserklärung PottngalS die ihm von dem »enut Schiedsgerichte auferlegte Zahlung zu leisten nicht anfeer Zusammenhang damit stehe dafe fich die portugiesische Regierung die Beschaffung des erfordttliche» Betrage» durch Mithilfe von be» freundet« Seite gesichert habe.In dies« Beziehung, so schreibt der Korrespondent, fällt auf, daß da» offizielleJournal de St. PöterSbomg', noch bevor dir portugiefische Erklärung abgegeb« war, die Meinung auSsprach, Portugal werde die, nm die ih« anfalegte Zahlung zu berichtig«, erforderliche