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I. Dairb« * So., Frankfurt <l M., Berlin, Hannover, Paris re.
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35. Jahrg.
Ä f Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. |ee«IB*he: 9*1 e*e »•<», UnivsrfitStv'Suchdmckmi in Marburg Berantwortlich für bk Redaktion: Redakteur Han, Hnpssr tu Marbnr»
•mbtttoe: ettttt 81. - leieren 55. (jJUWIllWW» ^VUUlUyVVlUlk Reaktion: Markt SL - Telephon 55.
Erscheint »glich außer an »nttegen nach Cott» mb Feiertagen. *T>ST/rvRl Anzeigen nehmen entgegen: dir Expedition diese» Blatte», die Annoncen.
Onartald-RoonuemeatS-Pretl bet der Expedition 8 Mk., det all« JttbUVVUl U »ureaux von Haasenstein & Vogler, Frankfurt cu M., Gaffel, Mägde-
ÄS'SÄK Donnerstag. 5. April 1900.
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für da» zweite Quartal auf die
»ebft drrerr Gratt-b-ttage« ^ßreiSblatt für die Kreise Marburg util siirchhain^, »Illustriertes Sonntags Blatt* und »VerloofungSliste der jßgl. preußischen Klassenlotterie* »erden von allen Postanstalten, Landbrief- iriigern, in der Expedition (Markt 21), sowie »n unseren Filial-Expeditionen in Kirchhain mb Neustadt entgegengenommen.
Das Berufsverbrccherlhum im Lichte der Statistik.
k. Die Statistik brr Rfickiälligkeii der Verbrech er i P »st vor kurzem tu Piuße» tu Angriff genommen Worbe« und doch gehöit fie uuiestiitie» zu den Wichtigste« Theile» der Krimiralstaiistik überhaupt. 3h der »Zeitschrift be» Königlich Pnußifchen Etatisttschk« BunauS" «echt Herr R gterungsroth Evert einige M-tih ilmge« fiter die diSherigm Er. jebjiiffe be» statistische« Versuch», bie hohe Beachtung verdiene«. Wer sehe« davon ob, auifühilch auf da» reiche Zahler material einzugehen, jo bi in be» fchrinke« mS darcuf, bie Schluffe in Buracht zu ziehe«, bie fich daraus ergeben.
3« bei Statistik bet Rückfall Verbrecher tritt die Ledeutnng bet grötzeren teb31ttra«(,»anfimm!nnp für die schwere Kriminalität befouber» beuilitt hervor. Die ® em einben von wer iger al» 2000 Em wr hnern Waren wenig mehr al» halb, die Siiit l- und Großstädte von 10000 aufwärts fast doppelt so oft bet Schauplatz bet Thäiigkeit von .Beruf» Verbrechern", wie nach ih er Bevölkerung zu eiroa t<« gewesen wäre. Die Sem inben von 2000 bis 5000 Einwohnern stehe« de« Heineren, die von 6000 bi» 20 000 be« gi »feeren etwa» näher.
Tie 3 ffern bei Statistik danbel« auch von bew Zusammenhänge bet Trunksucht, be» Lernest eiset thuw» unb bet Unzucht mit bim Berufeverdrechertdume. E» war danach annähernd ei« Drittel der Sträflinge Sewohnheitrirtnker, etwa et« Sechstel Lanrftreichti; oft bei einem Für ftel war bie I tzte Sttafthat im Zustanbe bet Trunkenheit begangen.
Die am wenigsten eifteulichen Zahlen bet Statistik «bet dürfte« Wohl bi jenig » fei«, die sich auf da» Hier bet .Berufsverbrecher" bei ihrer Enliefeiueg tob bei ihrer erst u Ctraflhat fr Wie auf dir Anzahl der iestrafnnge«, welche fie bereit» erlitten haben, beziehe«. Danach standen von zufan men rund >8 000 Rückroll derdrecher» bei Begebung ihrer eist n Straf dal im Altr ton 14 Jahren: 1150; von 14 bi» unter 18 Jabren: 4936 (also ei« Drittel der Berufs verbrech r Hot iw Alter toter 18Iahten feine .Karriere" begönnet); von 18 bi» toter 25 Jahre«: 7591; von 25 J.hren unv da übet: 4367. Lei der Aufnahme der Statistik (also nachdem Üe betreffende« Sträflinge bereit» da» Ansäuger stadium überwunden hatten nnb mitten in ihrem .Beruf standen) betrag da» Alter ter 18000: bi» tobr 21 Jahre: bei 408; bi» unter 25 Jvhie: bei i 1859; bi» unter 30 Jahre: bet 3053; dl» unter ■40 Jahre: bei 5657; bi» unter 50 Jahre: bet 3978; bl» unter 60 Jahre: bei 2238; bi« unter 70 Iahte: bet 706; 70 Jahre «nb darüber 150 Personen.
Lo« der i« der Statistik berücksichtigte« Zahl der Gewohnheit»««brechet hatte« al» Borstiaf » Freiheit»« straf.« erlitt« 5.61 Prionen: 3 bi» einf6Iii61l» 6; 7545: 6 bi» 19; 4928: 11 bi» 30; 315: 31 tob Ul>hr. Nach drm Surachte« der B-vmiinkoufererz tot betr ff nben Strafanstalt wat bei 14726 Männern tob 2319 Weiber«, also fast bei all.« Sträflingen, tot Rückfall n< ch der Entlassung zu erwarte« und zwar fotz immer wegen Unverbiflerlchkeit, wie bei Hner ganz geringe« Zahl Wegi« kö perlichet und Itiftifler Gebrechen.
E» ergiebt fich en» diese« Zffera die trostlose Dhatjoche, biß die Jrsosiru unjeret Strafanstalten, die bereit» drei Freihistrstrafe«, darunter Wenigstens eine von sechs Monat'« ober längerer Tauet erlitten tobe«, fast säwmtl'ch al» enbgihig verloren onzu Men find. Die Hiffnnng, daß der Auf nthalt tn tot Strafanstalt solche Sträflinge wieder zu nützliche«
Mitgliedern der Geslllckaft wache« könnte, ist also ziemlich auSfichtrlo». 8» wirb nun Seche sowohl bet Kriminalisten al» auch bet Sozialpoliliket und der Gesetzoebung sei«, au» dem Ergebntffe der Rück fälligkeit» Statistik die eutsprechendm Nutzanwendunge« zu zieh.«; denn daß die hierun»vorgeffihrteuLehre« beacht' t werben müssen, darüber wirb kein Zweifel obwalte«.
Umschau.
Die Lanalvorlage
Wirb hi dieser Tagung nicht mehr komme«. Eine offk:8fe Meldung zeigt btn folgenden weite« Weg, be« bie Kanalvorlage jetzt noch zu pastren hat:
»Zunächst gilt e», bie wirthschastliche Bedeutung der Woffktbaulicheu Unternehmung, mag fie nun bie Verbesserung einer bestehende«, oder die Herstellung einer neuen Wasserstraße, ober ein Unternehmt« zur Serbe ffeinng be» Hock woss rschutze» fein, für die bett' ffenbe Provinz begutachte« zu losieu. Sodann ober kommt e», soweit eine finanzielle Betheiligung btt Provinz an den Kosten be» Unternehmen» in Frage ist, darauf an, die Bereitwilligkeit zur Hebet« nadme bi» Antheil» an den Kosten seitms der Provinz festzustellen. In dieser Leziehnng würben btnb-nbe Verpflichtungen allerdings nur durch bie Provinzial lanbtage zu erlange«sei«; da e» aber in btn meisten Fällen kaum angängig sein würde, rechtzeitig eine Be'chlußst ssung dieser Kö peisch ften herb izusühteu, wird man fich mit Beschlfiffen der Piov »zialAuSschfiffe in der sicheren Erwartung kgnflgen, daß die Zusagen dieser Auscküff- demnächst *n btn P ovinziallandtogen bestätigt Werden. Mit dem einen ober anderen PtovinzialauSschusik, wie z. B. mit dem von Pommern, stid entsprechende Bethaoblungen bereit» gepflogen. Soweit die» noch nicht bet F S ist, dürste« bie Provinzialaurschüsse bald nach dem Osterfest mit bet A>gelegenheit befefct werde« "
Hiernach kann man fich leicht ausrechnen, baß die Vorlage in dieser Session im Landtage nicht mehr erscheint.
Die Nachrichten an8 Kamerun.
Zu den beumubigende« Nachrichten au» Kamerun wirb o'fiziös zunächst nur Folgende» bemerkt:
»Es ist schon seit Langem von Seiten be» kaiserlichere Gouvernement» in Kamerun auf die besonder» so mittigen Arbeiter Verhältnisse im ganzen Schütz' gebiet ousmrksom gemacht worden, und die kaiserliche Regierung ist bemüht gewest«, bet immer mehr zu nehmende« Arbeiternoth auf bin Plantagen durch be fmbcie Mi ßnohmtn Einhalt zu thnu. Die Kolvnialadth-ilung hat u. A. zu biefem Zweck sämmtliche Ptantogeniuterefsttiten Kameruns zu einer Besprechung bet fraelo» für bie Elt wick ung de» genannten Schutzgebiet» äußerst wratroeu Angelegenheit eingeladen, nnb e» ist r« loff «, baß da» Ergedniß dieser Lerathung bazn führe« wirb, ernstliche Rickfckläge i« bet vielvet- spiechende« Plantagenwirthfchast Kamerun» zu bet» hindern."
Mit Bestechungen übet bie 8li beitet frage wirb nur leidet n cht viel g. biffert werden, so lange die Stämme, au» bene« bie Arbeitet gewonnen weide« müssen, nicht R.sp kt vor bet deutsch,, Macht bekommen, nnb den kann ihnen nur eine ausreichende Schutztruppe beibiingen.
Der südafrikanische Krieg.
Bei Bloemfontein.
Wen« Lord Robert» am Sonntag Abend meldete, bet F'iub habe fich in bet Stiftung nach Lady rand zurückgezogen, f0 stellt btefe Melkung fich j tzt al» etwa» verfrüht heraus. Er dü fie bie von be« Buten eroberte Bagage von 200 Wagen, bie wahrscheinlich totu Bedeckung «ach Lady rand zu tn Sicherheit Spracht wuibe, mit dem eigenen Troß bet Suren verwechselt habe«, denn bitfe Haden am Sorntag stüh nut die Schlucht, in bet itnen der stattliche Fang gelungen War, nicht ab r die di.se und die Maffei werke von Bloemfontein beherrschenden Hügel arfgegebe«. Der eigentliche Kampf hat vielmehr eist jetzt begrüne». De» Rut.rsche Bmeou" meldet nämlch ans Bu'ch warskep vom 2. d. Mi» : .Tie Suren halten die Messe Werke noch immer besetzt. Die ergli'che Artillerie beschoß g.ft in Nachmittag diese Stillung. Als der Feind das Feuer erwiderte, s tzte fich das Chrrpshire Regiment in Morsch, um die englische Artillerie, dir nunmehr vom Grv» an» do.rückte, zu
decken- E» verlautet, kleine Burenavtheiluuge« maischiteu südwäit» und ostwärts." Mit diesem Telegramm werben auch einzelne Privatmeldungen Londoner Blätter bemeetirt, bie vom 1. b. Ml», datilt waren unb zu erzählen wußte«, baß bie Bure« fich eilig zurückgezogen hätten. Ein starke» Bure«, kommando, Welche» von Ladybranb in ber Richtung auf bie Wasserwerke marschirte, sei von ber Kavallerie be» General» Frerich nahezu dezimirt worbe». Ja Bloemfontein werbe kein Zweifel gehegt, daß bie er beuteten Kanonen zmückgenommen werben. Das alles stob Nachrichten, bie zu dem Zweck erfunden worben find, bie Engländer etwa» zu triften. Andere Blätter gestehen da» auch ein. So wirb an» London vom 3. April telegraphttt: Die Versuche Eolville» nnb Fleuch», bie Bun« vo« ben Hügeln fzwische» bem Modder nnb Thabanchu zu vertreibe«, finb bisher mißglückt.
An» be« verworrenen englischen Berichten geht bie Sage nicht klar h rvor; sicherlich aber bedarf da» britische Hauptkorp» jetzt bedeutender Anstrengungen, um fich zu ficheru. Broadwoods Trupp,« solle« übrig.«» an» 1400 Man« bestanden haben.
Auch von anderer Seite kommen für bie Eng. läuder ungünstige Nachrichten. Auch im Norden Haden bie Suren fich mit Glück gerührt. Da» Reutersche Snrean meldet an» dem Snreulager bei Emalbeel vom 30. v. M.: Ei« heißer Kampf fand zwischen Braubfort n«b Bloemfouteiu statt. Die Kommando» von Ermelo unb Wacker ström griffen 7000 Engländer an, schlugen fie zurück und brachte« ihnen schwere Verluste Bei. I« Smal beel eingetroff-ue Verwundete erzähle^ darüber: Die Engländer giugtn wiederholt vor, wurde« aber stet» zurückgefchloge«. Die Burr« gewänne« an Terrain. Do» E°dergeb«iß de» Kampfe» ist noch «nbttannt. Die Suren hatte« 9 Tobte und Verwundete. — Spätere Meldungen au» Brandfort besagen: 2000 Buren griffen erfolgreich 3000 Engländer an. Al» letztere durch 13000 Manu verstärkt wurden, mußten fich die Buren, Welche nur geringe Verluste hatte«, zu fickzieden."
Lord Robert» hüllt fich über diese Dinge in Schweigen Ei bat nur in B zng auf die Vorgänge bet ben Sbemfonteiner Wasserwerken folgende er schütternbe Neuigkeit zu melde«: — da» Tel gramm ist batirt vom 2. k». Mts Abend» - : Oowohl feit meiner letzt'» Tep sche kein neuer Zusammenstoß stattgefunbi« hat, find unsere T uppen doch beständig in Fühlung mit bem Feinde geblieben.
Bei M afeling
soll am Sonnabend ein Kampf mit der Entsatzkolonne de» Obersten Plumer stattgesundra habe, in besten Verlauf bie Kolonne gezwungen warbt, fich mit Verlust n zurückzuziehen.
Eine schwer glaubliche Melbung verbreitet bie .Liverpool Post". Sie erzählt bie Königin Victoria habe durch Salisbury Robert» beanuragen lass n, er solle um jeben Preis bie Truppe« nach Mafekmg btndibringen. Man könne darum erwarten, boß Baden Powell in 14 Tage« befreit fein werbe. — So fix wirb bie Sache wohl doch nicht gehe«. Die gute .Liverpool Post, Wirb da» wohl bald erfahre« muffe«.
Die gefangenen Sure«.
Eine ganz infame Rohheit bekunden bie Engländer ben gefangen'« Suren gegenüber. Die Art nnb Weise, wie E onje in Kapstadt durch Presse unb Publikum empfange» worbt» ist, muß den A scheu j'be» gebildettu Menschen erweck». Die .Cape Times" schreibt: .Für Crorj- kann man nute Andere» als bie tiefste Geringschätzung empfinden". »Cape Arg«»" spricht von dem »häßlichen alten Gauner, Filz und Barbar Crarje". .South Asrican Review" nennt ihn eine« .kaffer, ber mit der Knute tratiht Wird u muß" «. f. w. Et» Eisenbahn »vg voll g sargen er Sure» C> o>j» mußte über eine Eim be in der Vorstakt warte». Die Leute würben von bin C pe . Bey» angespnckt, mit Schmutz btworfn u,b in nr flathiaer W ise beichrmpfr. keine Hand, sildst »cht bie 6er Wächter, rührte fich, bem Unfug zu steuer».
Wie aus Simonstow» vom Montag gemelbet wirb, nimmt die Sterblichkeit unter be» ge sangme» Bare» i» be'orgn ß rregender Weife gu. Elstern wurde» wilder fünf derselbe« beeritgt Di' Bthöide» find eifrig bimfilt, der Krankheit Herr za werten. Ein anbin» Danepoitschiff ist eingehtffen nnb Wirb größere Big emlichk tt biete». Tie Zchl der in Simor s own und Greerpoint erkrankte« Buren ist folgende: 10 find gefährlich krank, 40 ernstlich, btt 60 nehme» bie Eikian'uu.e» an Fieber und Maseru ihren gewöhnlichen Verlauf.
Deutsches Reich.
* Berlin, 4. April.
— Der Kaiser hat en den Oberbürgermeister vo« Köln depeschtrt, er habe besohle«, daß in diesem Frühjahr eine Torped«boot»divifio« de» Rh i» hinauffahre«, Köln aulaufe« und ihm Dem Meer einen G uß überbringe« solle. Dtr Kaiser empfi hll die Schifft Köln» gastfreie», lebensfrohe» Bürger» und schließt feine Depesche mit dem Wunsch »Alaaf Köln 1* Der Oberbürgermeister dankte telegraphisch, den Schiffen einen herzliche« Empfang znfichernd.
— Der Kaiser wird voiausfichtlich am 25. April in Schlitz zur Auerhahnjagd eintteffeu.
— Hebet einen neuen GutSaukauf für de» Kaiser schwebe» »ach der .Märkische» Volkszig." gegenwärtig Verhandlungen wegen be» Gute» Eariowtz bei Schwitz im Regierungsbezirk Marienwerder. Da» Gut ist Eigenihnm ber in Beilin lebende« O >erhofmeisterin Gräfin Schwanen» selb, geborene« Gräfin von Hagen, «nb bildet da» Majorat ber Familie. @8 liegt auf steilem Hügel o ber Weichitl, war ehemals eine berühmte Burg nnb Veste be» Herzog» Suantepolk unb »hat große Forst n mit prächtigem Hirsch- unb Schwarzwild» bestaub, so baß e» fich zur Abhaltung größerer Hof» jagdeu vorzüglich eigne« würde."
— Die »Central New»" meldet au» Hamburg, ber Deutsche Kaiser lonbolirte durch be» Gesandte» Dr. L YS anläßlich de» Tode» be» General» Joubert, für be» der Kaiser größte Hochachtung empfand.
— Schatzsekretär Frhr. v Thielmau» ist für drei Wochen »ach Italien abgeretft. Die .Post" glaubt an» ber U land-reife be» Schatz? t.tiär» schl eße« zu könne», daß »über die Grandzfige ber rod, ben Oftetfetie» regierungsseitig in ber Fiolten» A gelegei he» zu machende» Vorschläge für die ®idu»ui frage b reit» ein Einoerständniß erzielt ist, und daß e» fich jetzt n»r um die Ausarbeitung dieser Vorschläge im Einzelnen handelt."
— D r große neue Panzerkreuzer .Fürst Bismarck" ist am Sonntag in Dienst gestellt worden Das Kommando auf dem .Bismarck" führt «'af Molrke, erster Di fixier ist ein KapUänleutuant Eäfar.
— Der um die Entwickelung de» wfirttem» birgtsche« Unterrichts wesen» dochver diente Kultur- ml n i st e r vr. o. S a I w e y ist i» Stuttgart in Folge eine» Herzschlage» plötzlich gestorben. Der Tod üb naschte ihn im Arbeitszimmer. Er hatte einige Tage zuvor nur ü er leichte« Unwohlsein ge» klaU. Sarwey zählte 74 Jahre, feit 1885 war er Kulturminister, in jüngeren Jahren War er auch literarisch thätig.
— Lou der Regierung finbBertreter ber6ife»» induftrie nach Berlin berufen, um ihre Ansicht zur Revision einzelnerZolltarifsätze zum Ausdruck zu bringe«. Die westfälische« Walz» werke find särnmtlich gegra eine Ermäßigung oder S-nberang be» Roheisen zoll'», dagegen wird von den Werken angestrebt, daß tu Zetten ber Rrheisenvoth Ruckoergülunai» ftattfinde«, wen» die für de» Bedarf benö hi,te« Mengen nachweislich im Jnlande nicht geschafft Werve» linnen.
— Infolge ber Darlegungen de» Bischof» v. A»z e r über bie Lege der Mission in China erliefe das Auswärtige Amt eine Anweisung an den Gesandten in Peking, ruf diplomatischem Wege einen Druck ouSzufiben zum Schutze der deutschen Missionen.
— Der Münchener Flotten - Au» schuß für eine Petition zu Gunsten der Flottenvorlage an den Reichstag giebt bekannt, daß der l tzte Termin zur Einsendung von List u auf de» 20. Ap il verlegt Worben ist. Bolle Litzen bittet man j weil» direkt an die Ges» äste stelle in München I F Lehman«'» Verlag H ust oße so zu senden, allwo auch neue Listen bereit willigtz abgegeben werben.
— Die Bestimmungen über die Vornahme einer Volkszählung am 1. Dezember 1900 find nunmehr vom BundeSrathe getroffen. Im All» gemeine» entsprechen fie den Anordnungen früherer Jihre, Außer der ortsanwesenden SB völkerung werden diesmal auch dies nigen Personen, welche fich am 1. Dzember 19uO aus deutsche» Seeschiffe» in f emb.« Hafen o»er in Fahrt bifhben, gezählt. Die Auifühivng dieser Zahlung erfolgt durch da» Kaiieillche statistische Amt. Ferner Wirb diesmal eine Statistik bet Blinde» und Taub-