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Die historische Londoner Depesche.

PoschingeS Bismarck-Portefeuille Baud V, welches ie bett nächsten Tage« im Berlage der Deutsche» Lerlags-Anstalt in Stuttgart erscheint, bringt wieder »euer und werthvolleS Material über den All-Reichs, kanzler. Der Band enthält eine Anzahl von Fürst Bismarck persönlich oder in seinem Auftrage ge­zeichneten Kundgebungen und einen Aufsatz über

Gr- große tigenj nt yeustl enti» in. »nrß

Ressort des Auswärtigen Amts mit der Uebeischuft .Fürst Bismarck und sein diplomatischer Generalstab" gewidmeten Aufsätze, eine vorläufig bis zum Jahre 1874 reichende und später foiizusetzende Biographie der frühere» Gesandten in Hamburg, Wnklicheu Geheimen Raths Heinrich v. KusserowS als Diplomat

Auslande bis 1871 und als Ungeordneter im en Deutschen Reichstage, sowie eine damalige rbeit auf dem Gebiet des SeerechtS in Kriegszeiter, le gerade jetzt ein aktuell-s Interesse bietet. AuS er Thätigk-ü KusserowS im AuSlause dürften folgende sttheiluugeu besonderes Jntereffe bieten.

Rach Ausbruch des deutsch-französtsche» Krieges de Kusserov Ende Juli 1870 als stellvertretender tschaftSraih nach Loudon entsandt. Hier ge- te zu seinen Arbeiten unter anderem die Ent- verfung der bekannte» NeutralitälSdepesche», welche f Brrnsto: ff au Lord Granv lle richtete, nm der großbritannischen Regierung vorzustelle», wie die «affenweise Zufuhr von Kriegsbedarf a«S England »ach Frankreich mit einer strikten Neutralität nicht dereinbar sei. Auch lag ihm ob, zu den hervor­ragendsten Journalen der Hauptstadt in Fühlung zu taten, indem ihm als einziges Hilfkm Uel die Ser tarthung positiver Krtrgsdep scheu aus dem deutschen Hanpiquartter, welche unverzüglich veröffentlichen zu könne» von jedem Leiter einer Zeitung als ein Vor to angesehen werden durfte, freigestellt war. Das Gezebniß seiner Unterhaltungen waren manche deutsch-

Nachdruck verbat«

Zm träfen Schein.

Roman von L. Haidheim.

(Fortsatz«,,.)

Gin hochgewachsener Offizier, etwa» erhitzt ans- sehend, eilte herbei, »och ohne fie zu bemerke». SS Echiltar.

3nm 3utütftreten war es zu spät, fie kamen l8»! zu gleicher Zeit vor dem koupee au, auS dem schon j®ti ältliche, einfach, aber elegant gekleidete stiegen.

.Tante Karoliuel Welche Freude l* rief der MPiier mb küßte die Hand der einen Dame.

.Gott sei Dank, er hat mein Tel gramm er- halte»!« lachte diese ihrer Begleiterin zu und blickte dabei ihren N-ffe» mit großen, neugierigen Augen au.

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bttfeS Quartals ist die vorliegeude. Diejenige» unserer Postabonnenten, die ihr Abonnement auf die .Oberhesstsche Zeit««-" noch nicht für das I£ Quartal erneuert haben, erhalten unser Blatt leider nicht weiter. Wir bitten fie, die Abonnement»- Erneuerung »unmehr

sofort

bei ihrem Postamt vorzuuehmeu, damit die unver­meidlich gewordene Unterbrechung in der Zustellung saferer Zeitung so schnell wie möglich behoben wird.

Die Expedition

der .Oberhessischen Zeitung/

Hess C'

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.DaS bist Du also meta armer Junge! Nun heh, in jedem Unglück ist ein Glück verborge». DaS Deinige hat Dir endlich zu Deiner Tante verholfen! Wahrhaftig, ich muß mich schämen! Ist eS möglich, i «arta, einen solchen N-ff-u so lange zu ignorieren? lf. * ich dachte, e» geht ihm gut, er braucht seine alte raute nicht/

Und die .Marie* angeredete Dame erhiett eben- saÜS einen Hundkuß des Leutnants v. Schiltar.

Dabei bemerkte endlich Arno die beiden scheu an

Sette wartenden junge» Damen in Trauer, die affenbar ungewiß waren, was zu thuu?

fc 11-

Bismarcks Aufenthalt in Ferri eres im Jahre 1870. loh Hierauf folgt, in Fortsetzung der von Poschioger schon einzelnen Mitarbeitern Bismarcks aus dem

fteundliche Leitartikel. Seinen Beziehungen zu dem ihm seit Jahren befreundeten Eigenthümer eine» der angesehensten Londoner Journale verdantte er am Morgen des 25. August 1870 die von einem zu­verlässigen Kriegsberichterstatter soeben telegraphirte Nachricht von der plötzlichen Abschwenkung Mac MuhonS von ChalonS und von seinem Eintreffen in Reims mit dem Plane, längs der belgischen Grenze auf M-tz zu marschieren und die dort eingeschlossene Armee Bazataes zu entsetze».

Diese für die deutsche Kriegsführung so überaus wichtige Nachricht überbrachte kusftrow spornstreichs dem Militärattachö bei der Botschaft, dem damaligen Major, späteren General der Artillerie v. RoerdanSz. Knsserow erinnert fich noch lebhaft, wie dieser, die Karte deS KriegSscharplatzeS vor fich, die damaligen Stellungen der verschiedenen HeereSkStper der deutschen und ftauzüstschen Armeen erwägend, mit dem Zirkel in der Hand die fast unausführbar erscheinenden Se- schwindmärsche berechnete, deren eS für die deutschen Armeekorps bedürfen würde, nut Mac Mahon den Weg zu verlegen. Auf Grund der Mittheilungen KusserowS redigierte RoerdanSz ein Telegramm, welch S entweder unter seinem Namen oder unter demjenigen deS Botschafters unverzüglich nach dem deutschen Hauptquartier abgefertigt wurde. DieS ist die historische Londoner Depesche, von welcher Feldmarschall Graf Moltke in feiner Ge­schichte des deutsch - französische» Krieges (S. 69 bis 71) schreibt:

,3m Großen Hauptquartier zu Bar le Duc ging an diesem Tage (25. August 1870) ein Telegramm au» Paris über London ein. ES besagte, daß Mac Mahon bei ReimS stehe, er suche Bereinigung mit Bazaine zu gewinnen/ Diese Nachricht wurde noch durch andere Mittheilungen vorn selbe» Tage als richtig bestätigt, auch laut-te ein Telegramm über London auS dem PariserTempS" dahin ,daß Mac Mahon plötzlich den Entschluß gefaßt habe, Bazaine zu Hilfe zu eile», obwohl ein Aufgeben der Straße nach Pari» die Sicherheit Frankreichs gefährde*.

.Noch Abend» wurde der RechtSabmarsch vom Könige genehmigt, und gingen in der Nacht die Be- fehle direkt an die betreffenden Armeeco pS ab.*

Poschtager erzählt noch von einigen wichtigen Untcnetungen KusserowS in Abwesenheit des Grafen Bernstoiff. Die eine hatte er mit Lord Granville zur Zett der Anwesenheit deS Herrn TbierS in London um die Mitte September über die Eharcen einer Bermittelnng von FiedenS- oder We-ff-nstillstandS- verhaudluugen, die andere ganz nnvei hoffr mit General Boyer, der nach feinen Besprechungen mit Graf Brrmarck in Versailles »ach London ging, um mit der Kaiserin Eugenie die von ihr einzugehenden Be­dingungen festzusetz n, unter welchen etwa über de» freien Abzug der Armee BazataeS auS Metz ver- handelt werde» könnte. In beiden Fälle» erwies fich Kufferow als ein schlagfertiger Kenner und Interpret der Intentionen seines große» Chefs, ohne daß er zur Z-it in specie Über dieselben informirt war.

Wie ein Ruck ging eS durch feine ganze Gestalt. Sein Sestcht wurde starr md kalt und sogar blaß. Ganz erschrocken hatte er feine Augen rasch abge- wendet, als wolle er fie nicht gesehen haben. Dann aber grüßte er doch feierlich, kalt und fremd.

Und inzwischen hatten auch die alte» Dame» die schönen Trauernden gesehen.

.Maria, Deine Schutzbefohlene»!' flüsterte die Gräfin Karoline Rtcholfteta.

Fräulein Maria von Löben wandte fich de» Schwester» zn.

»Ah, Fräulein Menlishofer?

Gisela und Lisa verneigte» fich »nd fie reichte ihnen die Hand.

Gisela» L ppe» gitterten, daß fie kein Wort her- Vorbringen konnte, und unterdes füh'te fie in wahrer Qual, wie die andere Dame, ArnoS Tante fie ne» gteüg und schu f ansah.

.Ich will!' blitzte eS in ihr auf.

.Verzeihen Sie mir, Fräulein v. Löben! Wir find so ganz allein, und*

Dann brach die Stimme. Th-äuen traten in die blauen, scheu und zaghaft blickenden Auge».

N chts hätte bnde Schwestern dem alten Fräulein besser empfehlen können, als das betrübte Zagen.

Wie so ganz anders harte fie fich die reiche Erbin gedacht, über deren eigenthümlich.» Glück fie von ihrer Jugendfreundin, der Gräfin R-chvlstei», mtt der fie zufällig auf der Stdfe' zusamm-nge troff» war, einiges, d. h. so wenig gehört, wie diese durch Aino erfahren.

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3rt. »ng. Koch, Uniderfitätr-Buchdmckerei in Marburg. CK **(Krtttiiivtxtfilifrft'M Benmtwortlich für di» Redaktion: Redatteur Hau» Hnpfer in Marburg, «rpebitton: Markt 91. - Telephon 55. Reaktion: Markt 21. - Telephon 55.

Umschau.

Die Flottenvorlage i» der »ndg et- ko m m i s s i o ».

etc. Die Budget-Kommission de» Reichstages fitzte Donnerstag die Berathnnq der Flottennovelle fort. Zu Protokoll ist eine Tabelle überreicht über die stetig steigenden Reichseinnahmen vom Jahre 1895 ab gerechnet. Sbg. Gröber betont, eS müsse ein Weg für die Kostendeckung der Schiffs bauten gesucht werde», der eine Anleihe vermeide. Abg. Müller- Fulda erklärt, ehe man fich über f»_ große Ausgaben für die Flotte schlüssig mache, wüffe man ein sicheres Programm für die Zukunft habe». Nach einer kurzen Erwiderung durch den Staatssekretär Freiherrn v. Thielman» bemerkt Abg. Bebel, die Ausgaben würde» sicher steigen. DaS Martaeprogramm umfaffe keineswegs alle Ausgaben, fie würden sicher in hohem Maße nachkommen. Wie wolle man das neue Gesetz mit der Klausel deS Flottengesetzes vom Jahre 1898 betreffend die indirekte» Steuern in Einklang bringen? Staats­sekretär Freiherr v. Thielman» erklärt, er habe von einet Erhöhung der indirekten St.uern nicht ge­sprochen, sondern nur auf die darin liegenden Reserven für besonders schwere Fälle htagewiesen. Staatssekretär T i r p i tz bemerkt, von neuen Flotten­stützpunkten fei keine Rede; das Marin p ograwm umfasse sämmtliche darin ei sichtlichen Ausgaben. Abg. v. Kardorff führt ans, man werde Objekte zur Besteuerung finden, die auch dem Abg. Bebel genehm sein würden.

Zu Punkt 9Fiskalische Panzer­platten- Fabrik* verliest Abg. v. Kardorff einen Brief des Abg. Freiherr» v. Stumm, worin dieser erklärt, er sei mit der Fabrikation von Panzer­platten gar nicht beschäftigt. Bei der Dillinger Hütte sei er mit einem Achtel des Kapital» beiheiligt. Bon den hohe» Gewinnen, wie sie die Prefl- meldete, sei keine Rede. Abg. v. Kardorff bemerkt hierzu, die schlesische» Werke sahen von der Anlage einer Panze p'atteu-Fabrik wegen de» damit verbundenen hohen R.sikoS ab. Abg. Müller-Fulda bemängelt die Angabe» des Abg. Freiherr» v. Stumm und fragt wegen der Dauerhaftigkeit der Platte» an.

Staatssekretär Tirpitz erklärt, die alte» Panzer­platten konnte man bisher nicht wieder verwende» wegen der inzwischen eivgetret-nen Verbesserungen. Die Verwaltung könne das Risiko der Verstaatlichung der Panze platte»fabrikatiou nicht übernehmen. Die Angaben der Preffe über daS Ve> dienst KiuppS seien töchst übertrieben; wären die Gewinne wirklich so hoch, so würden fich die Konkurtenten Krupps von selbst finden.

Graf Stolberg-Wernigerode und Bebel sprechen fich gegen die fiskalische Panzerplaiten- Fabiikatiou anS, letzterer unter der Hervorhebung, daß die Verstaatlichung nur zu Mehrbewilltgunge» führen würde. Abg. Richter führt auS, die j tzigen Filme», welche Panzerplatte» lieferten, hätte» fich

toalirt; damit sei jede Konkurrenz beseittgt. Der Gedanke einer Verstaatlichung sei von vornherein ab- znveise».

Staatssekretär Tirpitz erklärt, in England sei das Panzerplattenmaterial etwas thenrer al» bei nn». Abg. Müller- Fulda meint, die englischen Schiffe seien 20 Proz. billiger als die unsrige».

Staatssekretär Tirpitz weist auf da» größere Atter der englischen Schiffsbau-Industrie hin. Da» Material an Kohle» und Eisen liege derselben be­quemer zur Hand. DaS weitere Erstaiken unserer Industrie werde die Preisbildung beeinflusse». Weiterhin konstatirt der Staatssekretär Tirpitz, da» in England für die deutsche Marine gebaute Torpedo­boot sei thenrer und weniger gut gewesen, wie die deutschen. Laffe man die Schiffe im Auslande bauen, so sei eine Uebetwachung nicht so möglich, wie im Jnlande. Abg. Paasche bemerkt, die niedrigeren, englische» Preise erkläre» fich iheilweise ans der beffere» deutsche» Arbeit.

Nach etastündiger Panse wird die Beraihnng wieder anfgenomme»; es kommt zu einer längeren Debatte über eventuelle neue Steuer». Abg. Müller- Fulda bemerkt, eine Klärung der Frage sei dringend nothwendig. Staatssekretär v. Thiel- mann erklärt, bis jetzt seien neue Stenern unnölhig, doch könne man die Frage akademisch erörtern. Zu­nächst sei der Lotteriestempel ein paffende» Objekt, die Regierung habe nickt» gegen eine Ver­doppelung einzuwende»; e» fei kaum zu fürchten, daß die Spiellnst darunter leiden könnte. Eta zweites Objekt werde in Saccharin geboten, dessen Besteuerung Wünschenswerth erscheine. Weitere Borschläge feien noch nicht möglich, auch spiäche» technische Momente gegen neue Steuern, weil deren Erttägntffe ohne statistisches Material nicht übersehbar wären.

Abg. Graf Stolberg-Wernigerode empfiehlt Ausarbeitung eine» Gefitzentwmfe», be­treffend die Erhöhung des LotteriestempelS und Be­steuerung des Saccharin». Abg. v. Kardorff bemerkt, er habe gegen neue indirekte Steuern nicht» einzuwenden, doch sehe er von Vorschlägen ab, da er die Stimmung des Reichstages keuue. Er würde einen Fahrkarten St.wp l für die erste und zweite Klaffe ver Ellenbahn empf.hln, woran» ein Er­trägnis von 25 Millionen zu erwarten fei. Die Euzelstaate» würde» fich fügen. Abg. Müller- Fulda m tat, eine Fahrkarte» Steuer werde wegen de» Widerstande» der Bundesstaate» nicht durch- zuführe» sei». Gegen Lotterie- und Saccharin« Steuer» habe er nicht» einzuwende»; auch könnte man eine b-ff re Ausnutzung der-senft-ur i» Er­wägung ziehen. - Abg. Büsing erklärt fich gegen den Konoffementstempel, wie gegen jeden Stempel, der den Handel trifft. Sympathischer erscheint ihm die B-steueruug der PaffagierbtlletS zu Lande mit 1 Pfg. pro Kilometer erster Klaffe, eine» halben Ps-nnig pro Kilometer zweiter Klaffe. R-dner schlägt vor, eine Uiterkommissto» ein zusetze» für die weitere Behandlung der St-uerprojekte. Abg.

-Aber fie find ja ganz entzückend!' hatte die Tante ihrem Neffen zugeflüstert und bann ihrer Freundin eine» «ruß gewinkt:Auf Wiedersehen, Maria!*

Gisela hatte nun dies Flüstern bemertt und auch, wie Arno ebenfalls leise etwas sagte, offenbar eine Mahnung, rasch fort zu komme».

Den» die Gräfin hing fich an seine» Arm, und er ging mit ihr, während fein Butsche das Handgepäck trug.

Reinen Blick weiter für fiel Doch ja aber so ftafter und flüchtig, wie der nochmalige Grnß. Darüber brach ihre Fassung völlig zusammen, und reichlich fließende Thräue» machten ihr das Rede» ganz unmöglich.

Meine Schwester ist »och sehr schwach!' ent- schuldigte Lisa, deren Augen ebenfalls voll Wasser standen.

Fräulein v. Löben war guihmüihig. Dabei aber frohlockte fie int stillen über die Haltlostgkett ihrer beiden jungen Damen, bei denen fie jetzt frei leichteres Spiel zu haben hoffte, al» fie gedacht. Um so eher durfte fie also ihrem Herzen folgen.

Unter freundlichen Worten und unterstützt von den best-n Formen und einer eleganten Ausdiuck»weiie versicherte sie de» Schwestern, daß eS fie glücklich machen werde, ihnen eine treu sorgende ältere Freundin fein zu dürfe», und al» fie denn im Wage» saßen, Lisa auf dem Rücksitz, da raffte Gisela fich bann auch Bieber zusammen.

Sie müsse» wisse», liebe» Fräulein v. Löben, wir find »och sehr neu in nufere« jetzigen Verhältnissen.

Wie waren ganz arm, »nd e» kam so unerwartet!" sagte fie i» der Aufregung, dieses Bekenntnis für da» wichtigste haltend.

Wie reizend naiv!* dachte die alle Dame lächelnd. Aber die» liebenswürdige Lächeln hatte eine ganz andere Wirkung, al» fie gewollt. Erstaunt sah fie, daß Gisela, die Lippe» festaufeinander pressend, etwa» wie eine» Schrei oder Seufzer zmückorängie und dann erregt versicherte:Ich schwöre Ihne», ganz uner­wartet!*

Ah! Eine Reihe von verwunderte» Frage« blitzten durch da» Gehirn der AnstandSdame.

Ah! Wa» bedeutete die»? Diese Beteuerung? Und wie kühl hatte der Enterbte gegrüßt? Aber vo» diesen Gedanken ließ st- fich nichts merken. Karoline würde ihr schon Aufklärung gebe». Da» hatte Z it.

Unterdes fand fie e» sehr begreiflich, daß ei» so wunderbarer Glückrwechsel etwas sehr Aufregende» habe; wo aber eine vornehme Lebensstellung und die E ziehung so trefflich vorbereitend für die Glücks-Mier gewesen, da fand fich auch fiter der überraschte Seist tn die neue Lage und die Pflichten, die der Reich« thum auf-liegt,

O, Fräulein von Löben sprach vortrifflich, und ein immer behaglicheres Lächeln breitete fich über ihr G ficht, als fie bann durch de» Garten ta dar Hau» fuhren, und fie damit gleich einen Ueberblick gewann über die gediegenen Verhältnisse, in welche» fie bei einiger Geschicklichkeit leicht wohl die erste Rolle fpiele» konnte. Und welche Rolle! (Fortsetzung folgt)