Zweites Blatt
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Mündel», sofern fie bis zu ihrem Tode die elterliche Gewalt hatte», letztwilltg von der Bormuudschaft ausgeschlossen ist;
eine verheirathete Frau, sofern sie nicht die Zu- stimmuug ihrer Mannes beibringt;
Staatsbeamte, sowie besoldete Kommunal. u»d
4. wer der bürgerliche» Ehrenrechte für verlustig erklärt ist, auSgeuommeu den Fall, dcß es fich um Bormuudschast über Verwandte absteigender Linie (Kinder, Enkel) handelt uud daS Gericht die Genehmigung erthrtlt.
5. wer vom Vater oder von der Mutter des
Eine „Regiment-mutter". „Regimentstöchter' hat cs schon mehrere gegeben und find thetlweise dichterisch verherrlicht woroen; daß eS aber auch „Regimeutsmütter* giebt, davon legt folgender Nachruf, den Oöerpleutoant Frhr. v. Lorhmer im Namen des in Müuster stehenden «üra-ster Regiments v. Driesen veröffentlicht, ehrender Zeugviß ab: „Am 27. Februar! eulschltef sanft ohne vorauSgegaugener Kranthftt im 80. Lebensjahre Fra» Lohmar. Unmittelbar neben der Kaserne des Regiments im Krummen Timpeu wohnend, ist fie feit 53 Jahre» mit dem Regiment eug befreundet und sozusagen verwachsen gewesen. Fast alle Fahnenjunker, Einjährig-Freiwilligen und jungen Offiziere, die im Regiment gedient, habe» bei ihr ge- wohnt und ihre rührende, fast mütterliche Anhänglich-1 eit und Pflege ost genug und daukver empsuuceu.I ! llle diese wie daS ganze Regiment, das bet ihr aus-1 uns eingtog, werden der „Tante Lohmar' <i# treues! Andenken über daS Grab htraus bewahren." I
64 Mk., Bullen 1. Qual. 64—56 Mk., "s. Qual..' 60 btt 51 Mk. Kühe, Müder und Sti«» 1. Qud. 66-68 »L ä‘ 6~ dtt. Alles per 60 Silo Schlot»
»fwAt. Kalber 1 Qualität 76- 89 $fg„ s. Qual. 70 72 Pfg. Hammel 1. Qual. 62 64 Pfg., S.Qual 48 btt 62 W. Schwein« 1. Qual. 5a - 00 Pfg., s. Qaall 61 Ml 00 Pfg. Alles per */« Kilo Schlachtgewicht. Aus Otta» re-» standen 80 Ochs« und 3 Bullestzum B«k°w^
Wenn durch da- Volk die grimme Seuche wüthe Soll man vor sichtig die Gesellschaft lasse». Such hab' ich oft mit Zauder» und Verpasse» Lor manchen Influenzen mich gehütet.
M Zett ihres Todes die elterliche Gewalt besaßen «d ihre BertretungSbefugniß weder hinsichtlich der persönliche» »och der LermögenSangelegenhetten des Kindes auSgefchloffe» war. Die einfachste Form der tttztwtlltge» Verfügung ist, daß der Vater (die Mutter) die felbstwtllige Bestimmung eigenhändig ichrrtbt, unterschreibt und mit de« richtigen Ort und Tag der Errichtung »ersteht; Wetter ist zur Gültigkeit Reser Urkunde nicht» erforderlich, insbesondere nicht u^>agabe «» dar Gericht oder einen Notar. Ist r«e minderjährige Ehestau zu bevormunden (Hestath ^cht bekanntlich nicht mündig), so darf das «ornuurdschastSgericht vor den unter Ziffer I—4 ve I Junten den Ehemann znm Vormund bestellen»! A»n«wd eine« unehelichen Kiudes darf deffe» Mutter! 'tin, auch wen» der Vater der Mutter »och lebt. I ®tab Personen, wie die bisher erwähnte», als! M Vormundschaft berufen nicht Vorhände» oder nicht! Man«, so steht eS in der freie» Wahl der Vormund-1 ichaftsbeh-rde, wen fie zum Vormund ernennen will.! Der Gemeindewaiseurath .hat ihre Vorschläge zu! **fa, ohue daß jedoch da» Gericht daran gebuude»! »äre. Da» Ges.tz verlangt aber, daß Jemand ge>! Rähtt wttd, der »ach seinen persönlichen uud Ver-1
solche Strafe» tu derselben LormundschaftSsache find uuzuläjstg und zwischen de» einzelnen müflen Zwische»- röume vou mindesten» einer Woche liege».
Ans dem neu entdeckten «oldlaud bei Kap Nome an der Küste von Alaska kommen immer mehr Berichte, wonach e» noch viel reicher fei als Klondyke. Es sollen fich dort bcrett» über 5000 Goldgräber tro| des Winters asgestcdelt haben, und mit Beginn be» Sommers wird ei» noch größerer Zudravg er-! wartet, als er vor drei Jahren »ach Klouoyke erlebt wurde. Das »eue Goldland ist viel leichter erreich' dar al» Klondyke. Kap Nome liegt au der Küste uud ist vo» Seattle in zehn lagen per Dampfer erreichbar. Das Land soll ohue jeglichen Bauwwuchs sem, so daß alles Holz zum Lau von Hütte» und zur Feuerung aus Seattle herbeigeschafft werden muß. I Schon jetzt wird Holz mit 60 Dollar» da» Klafter! verkauft. Anch heißt e», daß die Gegend höchst uv- gesund sei, was jedoch angesichts der Berichte über de» ungeheure» Goldreichthum daselbst das Goldfieder I schwerlich dämpfe» wttd. I
Die Elberfelder MilitärbefceiungSaffaire I greift bereits ins westfälische Gebiet über. In Steele! wurden dieser Tage zwei Söhne eines begüterte»! Oeconome» festgeuomme» und in» Elberfelder ®ed äugntß übergefühlt. Andere, gegen hohe Canttou». I nmmen auf fielen Fuße gefetzte Personen wurde»! letzter Tage wieder mhaftttt. Der Proceß beginnt! am 15. d. Mts. vor dem Elberfelder Landgericht, er I wurde wegen seine» gewallige» Umfange» in mehrere! Serien etngethettt. |
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nehmen. Doch sieht ihm gegen die seine Weigerung zmückweisende^Verfügung die sofortige Beichwerde “ 1 """ > zu. Da» Vormundschaftsgerichi
wer wegen köcperlicher oder geistig-r Gebreche« einen Pfleger für gewiffe oder sämmtltche An- gelegenhette» hat;
wer in Konkurs gerathen ist während der Dauer de» Konkurses;
und Personen, die letztere» in natürlicher Größe, da ttelleu. Za dieser Ausschmückung hat man fast i Millionen Briefmarken gebraucht.
1. demjenigen, der vo» dem eheliche» Later des Mündel» dnrch letztwillige Verfügung zum Bo-mund ernannt ist;
2. demjenigen, der von der ehelichen Mutter de» Mündel» durch letztwillige Verfügung ernannt ist;
3. dem Großvater de» Mündels vo» väterlicher Sette; !
4. de« Großvater de» Mündel» vo» Mütterlicher Sette.
Jeder in dieser Reihenfolge hier stüher Erwähnte hat ei» beffere» Recht zur Vormundschaft al» die Hütter ihm genannte». Hat also der Vater sowohl wie anch die Mutter letziwillig jeder eine andere Pers»» al» Vormund der «indei jährige» Kinder besannt, so geht die Benennung Setten» des Vater» stütz der von der Mutter geicheheue» vor, auch wenn diese de» Later überlebt hat. Uebrigeu» habe» die Be»e»»u»ge» Setten» de» Vater» oder der Mutter! «rr Wttksamkett, wen» der Vater oder die Mutter!
«alle» darin „vorkommt". Es ist der Anfang eine Sonett», betitelt: „Nemesis' Nr. 11, und lautet
lRachdruck Btrbeten.)
Wer kann und wer muß Vormund über einen Minderjährigen sein!
8en Amtsrichter a. D. Raute».
Da» Bürgerliche Gesetzbuch enthält keineswegs eil durchan» neues Recht, es knüpft vielmehr nn> mittelbar an da» vordem geltende Recht an uud hat an» diese» viele Vorschriften übernommen, wenn anch «tt größere» oder geringere» Abweichungen imj Einzelne». Besonder» zeigt fich da» im Vormund- schastSrecht. DaS bisherige preußische Vormund-1 schaftSgericht ist i» vielen Stücke» einfach in das! L. G.-v. übergegangen.
Zu de» Hauptabweichungen de» ReichSvormnud- schaftsrechts vom preußische» gehört, daß im neuen Recht die Bormuudschaft niemals unmittelbar kraft de» Gesetze» al» sog. gesetzliche Vormundschaft, sonder» ftetsj auf Grand obrigkeitlicher Anordnung eintritt. Die Rechte | und Pflichten des Vormunde» beginnen erst mit seiner Be-1 stelluug, welche in der Weise erfolgt, daß der Richter! mittelst Handschlag» a» Eidesstatt den Vormund z»! treuer und gewissenhafter Führung seines Amte» ver- f pflichtet. In der Erwägung, daß de» Juierefleu be»| Mündels vorausfichtlich am besten gedient würde,! wen» da» Amt be» Vormund» auf solche Personen! Sberttage» wirb, welche da» Vertraue» der eigene»! Elter» de» Mündel» dazu beruft, daß aber in @rJ «angelnng solcher BerttaneuSpersone» gewiffe nahe! «»gehörige naturgemäß al» die znm Amt be» Bor-! «old» geeignetsten erscheine», giebt ba» Gesetz ein | Archt auf Vormundschaft über Minderjährige al8 j dazu „Berufenen': |
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Kirchenbeamte, sofern fie nicht die Erlaubniß ihrer vorgesetzten Dienstbehörde betbringen.
3m Gegensatz zum bisherigen Recht find Frauen, abgesehen von obe» Ziffer 6, unbeschränkt befugt Vorrnüudkr zu fein nnb andererseits günstiger gestellt al» die Männer, indem fie die Vormnudschaft ab- lehve» könne». Sie aber, wie alle anderen Ab- lehuuugSberechtigten müffen die» Recht vor ihrer Bestellung beim Vormundschaftsgericht geltend Sind sie einmal al» Dormund bestellt, so Adlehnungsrecht erloschen.
Ablehnungsberechtigt find nun:
1. alle Frauen, gleichviel ob verheirathet, heirathet ober geschieben;
wer ba» 60. Lebensjahr vollenbet hat;
wer mehr als vier minberjährige eheliche Kinder hat; ein von einem Anderen an Kmbesstatt an
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Goethe über dir Influenza. In diesen I: flnenzazeiten ist e» nicht nninterefsant, daß anch Soet! dieser Plage einmal gedacht hat, nnb die betrtffenl Stelle mag zum Tröste in der jetzigen Hustenze «» ». , dienen. ES wirb anch manche» veranlassen, seine
. akademische Nachrichten. Der a. o. Professor 18anb Goethe znr Erheiterung seine» Stubenarreste der Medici» tu Greifswald, Dr. Paul Srrübing, ifthur Hand zu nehmen und dabei zu finde», da zum ordentlichen Profeffor und Direktor der Poli-1 “ - -
kUnik ernannt worden. — Der zeitige Rector der Unioerfität Halle Seh. Justizrath Profeffor Edgar Loening, hat einen Ruf »ach (Böttingen erhalten, aber fich entschlossen, seinem bisherigen WirkuogS- helfe treu zu bleiben.
T 181 J’eder praktischen Hausfrau
-l-ullUti 8 dringend zu empfehlen, denn man .Essenz kann durch ihren Gebrauch an j Bohnenkaffee sparen.
Fleisch»Extract
■betritt trotz billigem Probat aa KIMM M
Wohlgeschmack die Liebig1«»* frtiuti et M
' Marktberichte.
. ,F"»kf«rt, 12. März. (G.tr.id,markt). Ar I heutigen Wochenmarki» vermocht» Lavdweizen sein Preis ! möecu weiter etwas zu erhöhen und fanden bei gut» «Kauf,ust bet Mühlen befriedigende Umlage statt Land I roggen mie’dpno angeboten und im Preise atgti |bie Vorwoche unverändert. Ausländische Brodfrüchte in °b-r Käufer zurückhaltend und Um satze beschrankt «erst, still. Hafer nur ,» nhöht« ! Preisen erhältlich und gut gefragt Mais war fest ehr | Uh". SS nottren nach Qualität: W»izm, hiesig« «e! Wettere«« 15,70 -16,80, kurhessischn Mk. 16,76-15.85 norddeutscher 00,00 -00,00, rnsfischn Mk 17,00-18,00 ««ebteinter Mk. 17,25-17,50. Laplata Ml. 16,70-17,60 ^oSSeu, hiesiger Ml. 15,00-16,10 I Pfalzer 00,00- 00,00, Westernroggen 00,00—00,00, russisch« 115,60 bis 16,76, amerikanischer Mk. 00,00 - 00,00, I Ml., Pfälzer 15,25 16,75 M«l,
Ifrantifeb« Mk. 15,25-15,75, Riedgerste Mk. 16,26 Ml |15,7t>, ungarisch» M. 00,00- 00,06, Hafer, hiesiaer M ! 14,25-14,75, bayerischer Mk. 14,25 15,80, russisch« Mr. 113,75—15,00, amerik Mk. 00,00—00,00. Mais niued 'St* |10,80-11,CO, Donaumais Mt 00,00- 00,00, Laplela Ml m'7^l"'00r Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hi«. ® «61 war fest. notirt nach Qual.: Weizenmehl, bitt.
c Ml. 24,50 bis 26,00, feiner» Merken 27,60 bis 2b,00. Nr. 1 23,50-24,00, fein«, Marlen 24,60 bis ►.5,00, Rr. 2 Mk. 22,50 23,00, fein«» Marken Mk. 23,50 bia 24,00, Nr. s 20,50- 21,00, sein«, Marken 21,50 Ml 22,CO, Nr. 4 18 50-19,00, fein«. Marken 19 5--20M Roggenmehl, hiesiges Nr. 0 Mk. 23,75—24,50, Nr. 1 I Nr. 2 Mk. 15,75-16,50. Alles per 100 Kilo
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nstirtK: Weizeuschalru Ml. 4,65 4,75 Weizenklei. M 4,70 - 4,76 Roggenkleie 5,20-6,40, FutterMhl 6,50 Ma 7,26,Bi«treb«, getrvckn«, Ml.5,25-6,30tVnÄ QrnllM M»S per 5V Kilo netto effekttd loco hi« 1
Frankfurt a. M., 12. Mär,. (Diehmarkt' D« heuttg» Mehmartt war mit 391 Ochsen, 37 720 Kühen, Rindern und Sti«»n, 337 Kälbern, 203 Schal« m ©ammtln, 1448 Schweinen befahren. Die Preise stellte» sich mt» fÄlnf» SiAüu 1 ee eo am n ___Lv*
Ein Schnell-Dramatiker. Am 6. März wurde in Neunkirchen ein aktuelles Theaterstück im „Kaiser- hof“ von dem „Transvaal Ensemble' (Neues Theater Saarbrücken) aufgesührt werden, »amlich ,Dte Bure», Transvaals Kampf für Recht und Freth.it'. Das an» dem holländischen ins Deutsche übertage« Stück (?) zeigt t» süaf Bildern der Krieg vom Beginn bts zur Schlacht bei Paardederg, also der Gefangennahme Ctonje». — Das ist doch mal ein fixer Dichter!
Den theuersten Mantel, der je in der Kon I feßion gemacht wurde, hat MrS. Äanberdllt and New Aork btstellt. Sie hat fich in Wien ein Zodelcap-1 machen lasse», welche» 150 000 Mark kostet. DaSseld- \ ift aus feinsten fidirische» Zobelfelle» hergestellt I N r um diese kleine» Felle, die mit äußerster Sorxfal I zufammengesucht werde» müsse», um gleiche zu er I hatten, Herdeizuschaffen, hat die betreffende Firma I oie den Auftrag erhalte» hat, Reisen »ach New Jork I London, Puris und Rußland unternehmen lasser I müssen. Gefüttert ist da» Eape mit weiße, I Srokatseidr. ■
Briefmarken als Tapeten. I» einem G ufer Kraukeuhau» hat man eine originelle Idee ausge führt. DaS Sprechzimmer, die beiden Speisesäle, die i achtzehn Zimmer und alle «onidore diese» Gebäude»
Bergnügullgslmzeiger.
Rtpertoir-Sutwurf dir Krankfnrt»,
I Stadtth.afr.
' , Opernhaus.
Donnerstag, 15. März: .Lohengrin'.
Sonnabend, 17. März: .Dir Puppe'.
Sonntag, 18 März. 3H Uhr: .Lumpaei Bagabundu,' 7 Uhr: „Zehn Mädchen uud lein Manu'.
Schauspielhaus.
DonnerSag, 15 März: „Nathan ter Weise".
Freitag, 16. März: „Hedda Gabler'.
Sonnabend, 17. Mäiz: .Hcdda Gabler'.
Sonntag, 18. März, 4y2 Uh,: .Heimaih'. 7 nhr- .Ehrenschulden', hierauf: „Hans Lange'
Noutag, 19. März: „Wenn wir Todieu erwachen'.
Wöchentliche Beiiagent Kretsblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
e«i«*eiri*l Markt 21. — Telephons. 18maTbttT9 Jüustnrtes SonntagsblilÜ. %rontoottI^Mt*ti>aiti°n:mcutw
---.----- . " Redattron: Markt 21. — Telephon 55 »1, u»L .n _ ___________
aq ^tÄ,-»^oimements-P?ei^bri°der Er^editto^2 Mk 12fUll't5LITCI Anzeigen nehmen entgegen - die Expedition dieses Blattes, die Annoncen- '
J1Q Ö2 Bostämt«» 2,26 Mk. («kl. Bestellgeld). -Insertionsaebübr b!. > ?urca5,Don §ac,t"|tem & Vogler. Frankfurt a. M„ Easstl, Mägde- oe, ,
wallen» Zeile ob« deren Raum 10 Pfg., Reklamen - hfe Zeile 25 Pfg. Donnerstag, 15. März 1900.
n, Hannover, Paris x. 35. Jahrg.
Die UeberoaLme des Sm» alsBoimu-v ist eine ba haft Sese-cs zm Bormundickaft berafa, i» »-S-.S ßaa»,.«M», PW, iMW, b. 6. jeder dem « Qtafsslfef« ta «Ät’m 6 einem Bundesstaate ober bem Reich angehörigen 300 Mark verhängt. Der Verhängung her Strafe ^sekteu, Vög
Ausländer hülfen Sormünber fein, sind muß eine Androhung voranaehen. Mehr als drei | aber nicht dazu verpflichtet. Der Verlust her Reichs, und »nnberstaatsangehörigkett giebt kein Recht zur i Nieberlegueg her vordem übernommenen Vormundschaft. I Die Befugniß des VormundschastsgerichtS zur fteie» Auswahl erfährt jedoch Beschränkungen, iuso, fern gewisse Personen als Vormund nicht bestellt werde» könne», andere nicht bestellt werden solle» nnb »och anbere ein Recht znr Ablehn n«g her Uebergabe bet Vormundschaft haben.
Es kann als Vormunb nicht bestellt werde», wer I geschäftSnnfähig ober wegen Geistesschwäche, Ver- ^schwenbung oder Truuk entmündigt ist. Eine ! trotzdem etwa erfolgte Verpflichtung zum Vormunde ist völlig wirkungslos. Dagegen ist eine Person, die nicht cU Vormund bestellt werde» soll, wenn das Gericht sie trotzdem ernennt, wirklich einstweilen bis zn ihrer Wiedereutlsssung Vormnnd. Solche Personen, die nicht bestellt werden sollen, find:
1. wer minderjährig ist oder während eines gegen ihn schwebende» Entmündigungsverfahrens unter vorläufige Vormundschaft gestellt ist;
genommene» Kind wird nicht gerechnet;
wer dnrch Krankhett ober Gebrechen verhindert ist- die Vormundschaft ordnungsmäßig zu führen; wer wegen Entfernung seine» Wohnsitzes von dem Sitze de» VormnndschastSgerichts die Vor- mundschaft nicht ohne besondere Belästigung führen kann; hiernach unter Umständen also auch Jemand, der im Bezirk be» Bormnnb- schaftSgerichts wohnt, andererseits unter Umständen nicht Jemand, der im Bezirk eint» anderen Gericht» wohnt;
wer vom Vormuudschaftsgericht zur Sicherheits- leistnng angehalten wird;
w« mtt einem Anderen zur gemeinschaftlichen Führung der Vormundschaft bestellt werde« soll; wer mehr als eine Vormundschaft ober Pfleg, fdhaft führt; bie Vormundschaft oder Pflegschaft über mehrere Geschwister gilt nur als eine; die Fuhmug von zwei Gegenvormnndschafteu steht der Führung einer Vormundschaft gleich.
"hne Grund bie U-oernahme einer Vormund- fäaft ablehnt, mag er zu dieser gesetzlich berufen --------- ----- ---------------— .ober vom Gericht ansgewühlt sein, ist, wenn ihm ein . ^""höltttifsen, sowie »ach ben sonstigen UmstänbenI Verschulden zur Last fällt, bem Mündel für den Führung ber Sormuubschast geeignet ist. Sn»!Schaden verantwortlich, bet diesem durch bie Ser« bei ber Auswahl auf ba» religiöse BekenntvißZögerung ber Bestellung entsteht. Erklärt daS Sc «merÄ Rücksicht genommen werden. Verwandte «richt die Ablehnmig für uubegrüvdet, so bat bei
4vl !?«derschwäg«te de» Mündel» stad zunächst zu be-! Ablehnende bie Vormundschaft vorläufig zu über, i« del s°°^tigen, doch hat eine Nichtbeachtung dieser Vor-! nehmen. Doch steht ihm gegen bie seine Weiaeruuo 76i Austen keineswegs bie Unwirksamkeit der ihnen zum zmückweiftude Verfügung bie sofortige Beichwerde
-rr: e ? sesch-heor» BormuudSbestellung zur Folge. Bei binnen zwei Wochen zu. Das Vormundschaftsaeiichi ^sksstonsverschiebenh-tt zwischen Lormunb nnb kann ferner einen indirekte» Zwang zur llebernahme r 76 k««» eifierem die Sorge für bie religiöse ber Vormundschaft gegen ben auSüde», ben es zurr
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