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Socialdemokralie und Mittelstand.
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(Fortsetzung folgt.)
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Hilfe d« Auslands Politik die deutsche Viehzucht ruittirt wäre, würden die Konsumenten eS schon spüre», wie die Importeure die Preise zu treibe» wisse». Dem deutsche» Arbeit« kann aber auch nichts daran gelegen sei», die laudwirthschastliche Produktion immer weit« herunter zu bringen; deun mit billigen Lebensmittel« gehe» niedrige Löhne Hand in Hand; wenn eS aber d« Landwirthschaft ermöglicht würde, höh«e Löhne z» zahle», so würde auch die Lage der gesammteu Arbeiterschaft gehoben werden. Warum zieht sich deun noch imm« die Arbeiterschaft aus den Gegenden, wo billige Lebensmittelpreise h«rsche», in die theurere» Landstriche? DaS beweist doch, daß die LebeuSpreise nicht die Hauptrolle bei de» Konsumenten spielen. Mau sollte sich also doch auf uns«« Linke» au de« Berhalteu da AuSlandS- preffe ein Beispiel nehme».
Gisela zog sich schnell wird« zurück.
ES war kalt in ihr« Stube geworden.
Sie legte Holz in de» Ofeu und sah träumaisch in Flamme».
Da wurde «8 unten wird« laut und fie hörte
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so deutlich, al8 ob ste »eben ihm stände, de» Jastiz. rath sage»:
„Ste bestehen also darauf, Ihr Testament zurück- zunehmeu?"
„Ja, ja, ja! Wie ost wolle» Sie mich das wird«, holen lasse». Halte» Sie mich für kindisch?" schrie der Hoftath dagegen.
„Er will sei» Testament ändern!' dachte Eisela i» plötzlich« Aufregung.
Da nächste Gedanke kam auS andnn Richtung: „Schäme Dich, Du lausch-st wie Frau Franzen."
Uad Gisela schloß de» Ofen und stürzte vor fich selbst errötend, west davon, weg «ach dem Feuster.
Aber selbst das genügte ihrer Ehrlichkett nicht und ihrem Stolz.
Als fie sah, daß Gisela fie «toppt hatte, warf ste dies«, üb« und üb« «rötend, einen feindselige» Blick zu und üb« die Achseln die Worte: „Spionieren l De» ganze» Tag!* die fich« ihr gelte» sollte», ohne direkt an ste gerichtet zu sei».
Der südafrikanische Krieg.
Auf dem Kriegsschauplätze.
ist d« zu «wartende größere Zusammenstoß im Oraujesteistaat »och nicht erfolgt. Die Bure» scheine» fich etustweile» damst zu begnüge», daß fie das Heer Lord Rob«tS »ach Möglichkeit beunruhigen und so ihre» Waffenbrüdern aus Natal und dem Norde» der Kopkolouie Zett verschoffeu heranzukommen. Dabei «scheint die „TimeS"-Meldung von Wtchtigkest, daß für die Pferde der englischen Armee fast gar kein Fntt« aufzntreiben sei. Sobald die Pferde aus Futtermangel dienstuntauglich w«de», würde Lord Roberts des geeignetsten Mittels b«aubt fein, die sehr bewegUchen Segn« wirksam zu bekämpft». Und tu der That scheiot seine an fich recht starke Kavall«ie schon nicht mehr diejenige AkiiouSfähigkest zu besitze», die ste beim Entsätze Kimberleys und bet d« Ber- folguug CrovjeS au de» Tag gelegt hat. Mr würde» sonst vnmmhlich schon von weit energisch«« Versuche» deS englische» FeldmmschallS gehört habe», die auf dem Rückzüge aus der Kopkokonie befindlicheu Bure» abzuschmtden. Allerdings ist auch dir MÜblichkeit nicht ausgeschlossen, daß Lord Roberts dahingehende Anstrengungen absichtlich zn verschleiern sucht.
Ladysmith.
General Bnll« hat beschlossen, aus sanitären Gründe» eine Zett lang alle Mensche» auS Lat y smtth zu entfernen. Die Garnison und die Einwohner begannen die Räumung am Frettag, und eine große Anzahl folgte am Sonnabend. Die am Freitag AuSgezogeuen erreichten daS Lag« am Mooi Riv«, 60 englische Meilen entfernt, im Zustande völliger Erschöpfung. Eie bleiben einige Tage dort, um fich zu erholen. Acht Tage lang ist Niemand gestattet, La:ysmith zn betreten.
DaS KrtegSamt beginnt eine Liste d« Verluste Bull«s in den Gefechten vom 14. bis 27. Februar herauSzugeben. D« Liste zufolge find 129 Manu tobt, 942 verwundet, 41 wnden vermißt. Einzelne Regimenter, von denen man weiß, daß fie schrecklich gelitten habe», find noch nicht in bti Liste, so daß daS Endergebniß wahrscheinlich enorm sei» wird.
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Sekauntlich pflegt zur Zett der Wahle» die Socialdemokratie fich nicht bloß als die Berttetertu d« »tbetttr, sonder» ebenso auch als die Vei tretnin des gewttblichen Mittelstandes, der Handwerk« und Kleinhändler, aufzuspieleu. Ist ab« der Stimmenfang hi« und da geglückt, so wird die mütelstandS- fteuudliche MaSke gar bald wieder abgelegt und das »ahre Antlitz enthüllt. Die Feindschaft d« Social- demskratte gegen den gewerblicheu Mittelstand tritt dann mit vollster Deutlichkeit zutage. Erst kürzlich haben die Reichstags-Verhandlungen einen neuen vollgcktigen Beweis hierh« geliefert.
Die sächfische Regierung erhebt von den im Köug- reiche Sachse» weit v«bretteten Konsum Vereiue» eine Steuer von 2 Proz. des jährlichen Umsatzes. Da «x diese Vereine fast ausschließlich Socialdemokraten zu ihren Mitgliedlln zählen und gänzlich unter ftcialbemokrattsch« Leitung stehe», so «regte daS tz jorn der Parteihäupter. Man setzte eine Petition " afhebung der Steuer ius Werk, und die «ste»
'» der Fraktion, allen voran Bebel, traten als
Frau Frauzen schien in sehr gtteizt« Stimmung, denn ste fuhr an Gisela vorüber, mit eine« rothev, zoruwüthigen Gesicht und stechenden Blicken; dann hörte fie den Mann sage» und ihr war, als solle ihr die» gelten: „Ich thäte am liebsten d« falsche» Schlange den Hal» umdrehe» I*
Wen meinte « damtt? Doch hoffenttich nicht ste selbst?
ES regnete in Sttöme»; daher ging Gisela ans ihr Zimm«, legte Holz aus die schon fast «loschene Gluth im Ofen und wußte nun nicht recht, was mit fich anfange».
Zum ersten Male empfand ste ti» Unbehagen und machte fich klar, daß es in ihrer Isoliertheit seinen Grund habe.
Sie sehnte fich plötzlich »ach Bnkehr mit fremden Menschen, nach etwas neuem, Anregendem und Aufregendem. Die schmerzliche Traun üb« de» Tod d« Großmutter war vorüb«» die Neuheit üb« die jetzige Lage abgeschwächt: Jugend will zvr Jagend.
Wie sie so darüber »achdachte, welche von ihren Schulfreuudiuuen fich wohl üb« einen Brief von ihr fteueu würde, hörte fie des HoftatheS Stimme so laut und so heftig, offenbar im Zorn rede», daß sie erschreckt aus ihrem Zimmer tiat.
In demselben Moment sah fie, wie die Franzen, lauschend gebückt, au ihres Henn Thür stand und durch das Schlüffilloch zu blicken suchte.
D« Manu hielt entweder Wache oder hörte Gisela zufällig; « rief die Frau au und diese fuhr empor
Aus der Kapkolouie kommt eine sehr wichtige Nachricht. Gouverneur Miln« hat eiue Proklamation «laffev, welche besagt: „Infolge d« feindliche» Invasion in den Dtsftille» PrieSka, Kenhardt, Brttstow», Larkly West, und da viele Staatsangehörige die Waffen gegen die Regierung ergriffe» habe», ist es »öthig, die Invasion zurückzufchlage» und de» Aufstand zu unter» drücken. Deshalb ist in diese» Distrikten das K r i e g S - recht proklamirt.' Aeber den Umfang und die Art der Begründung d« SriegSrechtSv«hä»gu«g muß man «staunt fein. Die in der Proklamation genannten Distrikte: PrieSka, Kenhardt, BrttStown und Barkly West liegen sämmtlich im Weste» der Bahnlinie von Kapstadt nach Kimberley, die bekanntlich vornst noch die einzige OperattonSbafiS für die Armee des Feldmarschalls Roberts bttdet. Der am weitesten westlich gelegene Distrikt ist Kenhardt; ans bieten bezogen sich bie letzten Meldungen von dem plötzliche» Borrücke» aufstänbisch«, mtt Geschütz-n ausgerüstet« Truppe», bie burch den Zuzug von 600 holländischen Farmer» auS PrieSka verstärkt worden seien. Die Hauptstadt dieses zwetteu Bezirks liegt schon «heblich weit« »ach Osten, ihre E»tf«n»»g von Oranje River Station bettägt etwa 90 englische Meilen. Der Bezirk BrttStown grenzt b«ettS unmittelbar au die Bahnlinie, seine gleichnamige Hauptstadt ist nur etwa 35 englische Meilen von dem wichtigen Knotenpunkt De Aar Juncttou entfernt. Barkly West endlich grenzt nordwestlich an den Kimberley District. Daß nun in diesen Districie» eine feindliche Invasion stattgesunde», d. h. daß dort thalsächlich Boeren- Abtheilunge» operiren sollte», ist eine an Unmöglichkeit grenzende Annahme. Die Wahrhett dürste viel- mehr feto, daß jetzt daS Afrikander-Element in energetischerer Weise als bishn netto vorgeht und daß hier im Rücken der britischen Aimee eine neue, nicht unerhebliche Gefahr im Entstehen begriffen ist. Spricht doch Milser bereits von viele» Staatsangehörige» deS britische» Reiches, die die Waffen gegen die Regiernng «griffen haben und beweist doch die Thatsache d« Bei Hängung des Kriegsrechts, wie drohend die Zustände bereits fein müssen. Erweist fich jedoch, waS keineswegs unwahrscheinlich ist, diese Maßregel deS Gouverneurs der Kapkolouie als fruchtlos, würde durch fie etwa im Gegentheil der Aufstand »och weit« angefacht, da»» wäre dies die wirksamste Hilfe, welche tor Augenblick dn Sache d« bedrängte» Boere» zn Thril w«de» kann.
FriedeuSauSsichte»?
I» Londoner diplomatischen Kreisen wird bet» sichert, daß trotz all« DementtS die Botschaft« mehr«« Großmächte im Sinne eine» baldigen FriedenSschluffeS fortgesetzt energisch thätig seien, uud daß dies der Grund sei, weßhalb die Königin ihre g> plante Auslandsreise aufgegeben hat. Angeblich solle» die Königin »nd Lord Salisbury den Friedens- bestrebuuge» nicht mehr abgeneigt fein. Vielleicht wirkt hierauf der Umstand mtt ei», daß die Fort- fchrttte d« Engländ« auf dem Kriegsschauplätze »ach ihren Triumphe» bei Paardeb«g uud Ladysmith
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(Bebo
gleiche» mehr.
Keiner dieser Vorwürfe trifft auch nur im entferntesten zu. Die sächfische Regierung hat mtt Ein- Mrung d« Umsatzsteuer durchaus hn Rahme» ihrer Zuständigkeit gehandelt. Anch kann für Jemand, d« die betreffende» Be>hält»ifle wirklich kennt, von ein« Erdrosselung nicht die Rede fein. Die sächsischen Konsum-Vereine habe» in einem Jahre 46 Millionen Mark Umsatz und 5 Vs Millionen Mark Reingewinn gehabt. ES «gab sich demgemäß nach Abzug der 2 Prozent Umsatzsteuer imm« »och eine Dividende
Zuweilen lächelte ste auch heimlich üb« solche Rede»; denn « that trotzdem alles, fich zu erhatte», und da « fich wohl« zu fühle» behauptete, uud man dem Frühling entgegenging, so machte « mit Gisela schon Pläne für die Bestellung seines Gartens.
Sie hatte zuweilen auch für ihn schreiben muffe».
Eines Tages diktierte « ihr einen Brief an den Jutzizrath Zeching; als ste aber kaum begonnen hatte, hieß n ste die Feder hinlegen, und schrieb selbst den Brief fertig, zu dem fie wie er eS nach seiner pedauttschen Weift gefordert, zu«st da» Couvat hatte adressieren müffen.
Sie vmßte von diesem Henn nichts, dachte auch nicht darüber nach, was der Brief an ihn wollte.
Um so erstaunt« war ste, daß Frau Franzen, welche ihr, so lange fie hn Hause weilte mit ein« sehr unbehaglichen, mißttauische« und schweigsamen Höflichkeit begegnete, ste einige Stunden spät«, als fie eben zu Lisa wollte, fragte: „Was hat deuu der He« mit dem Brief an Henn Justizrath Zeching vor, Fräulein Gisela?"
„Ich weiß nicht. W« ist d« Herr?" gab fie zur Antwort.
Aber Frau Frauzen machte zu ihrem Erstaunen ein beleidigtes Gesicht, wie jemand deffeu Verttauen zurückgewiesen ist, und ging, sich kurz abwendeud, tu ihre Speisekammer.
Am anderen Tage hatte der Hoftath Besuch. Es war derselbe Hen, dem b« Brief gegolten hatte; sie saßen lange zusammen, Gisela würbe beurlaubt,
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wenigstens anzuführen vermag, baß sie in ihren Ange- siklltai bem Mittelstände neue, werngleich der wirth- Wllicheu Selbständigkeit entbehrende Elemente zu- führe», trifft auf bie Konsum-Vereine ganz und gar »ity zu. DaS Gehalt der Angestellten dieser Vereine ermöglicht ihnen nur eine durchaus proletarische EMeuz.
. Recht bezeichnend für die sozialdemokratische «onpfeSweise war übrigens noch die Behauptung Bebels von der „ungeheuerlichen Zunahme" des
Tousum-Vereine, nannten ihre Besteuerung eine „Rechtswidrigkeit", eine» „Verstoß gegen gute Sitten", sprachen von „Erdroffeluug" und der-
Nachdruck verbot«
Im dösen Schein.
Roman von L. Haidheim.
(Forschung.)
Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg «nd Kirchhain.
Jllustrirtes Sonntagsblatt.
Ädxtftton; Marit 21. — Türphon^L.^"
Kleingewerbes. Sonst heißt eS doch »ach sozial- demokrattscher Lehre immer, d« Mittelstaud w«de von dem Großkapital z«rieben, u»d »u» auf einmal wird seine „ungeheuerliche Zunahme" ftstg« stellt. Man «sieht daraus, wie die Sozialdemokratie je nach de» Umständen ihre Behauptungen zu wandeln und in das gttade Gegeutheil zu vetllhteu weiß Ab« auch ein derartiges Spiel half ihr diesmal nicht; mit groß« Mehrheit beschloß vielmehr der Reichstag den Ueb«ga»g zur Tagesordnung üb« die betreffende Petitto». Die Einsicht, die sich in solchem Beschluffe kuudgiebt, ist fteudig zu begrüße». Mittelstands Polttik treiben bedeutet in b« That, wie sich ein konservativer 3tebn« treffend auSdrückte, nichts aubneS als Politik b« Staats «Haltung treiben, nnb eben deßhalb ist auch bie Sozialdemokratie bie geschworene Feindin jeglicher MtttelstandS Politik. Ihr jüngster Verhallen hat dies wiederum deutlich bewiese», und der Mtttelstand thäte gut, derartige Proben dau«ud im Gedächtuiß zu behalten, w.
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Er hatte Mineralien, Silber, Antiken gesammelt, a hatte gedrechselt, Holz gespalten nnb elektrische Ler- fttdje gemacht; bie Jagd, bet Fischfang, bas Retten, dar Kegeln, alle« hatte seine Zett für ihn gehabt; . $rt.Don Spiel war von ihm getrieben, über «les Bücher angeschast nnb gelesen worden, und wen» Effela nicht eben so jung uud »»«fahre» gewesen wäre, so würde ihr dies fahrige Greife» u»d Taste» >«ch Befriedigung und Ausfüllung der Zett einen Blick ” des alten Herrn Leben uud Charall« gegeben haben.
Vielleicht hätte fie gedacht, „jetzt bi» ich es, für die er eiue Passion hat, auch biefe wird vorüber geben," 3°er sie gebüchte nichts b« Art und hatte Mitleid dit ihm, wen» « immer wiederholte: „Ach, Stob, •®8 Leben ist nicht deS Lebens wnth."
«nzttgm «hum, entgegen: die Expedition diese« Blattes, di« Annoncen- Bnreaur von Haasrnsteia & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg, Wien: Rudolf Mofft, Frankfurt a. M„ Berlin, München, Köln;
~ i * So., Frankfutt <t M., Berlin, Hannover, Pari« x.
Umschau.
Der Mangel an Nationalbewußtsein macht sich gegenwärtig in d« demokrattschen nnb sozialdemokratischen Presse in sehr unschön« Weise bemerklich. Bei der Diskussion üb« daS Fleischbeschaugesetz ttitt diese bedenkliche Erscheinung besonders scharf hervor und «öffnet recht ttübe Aussichten auf die bevorstehenden HandelSvertiagS- v«Handlungen. Die erwähnte, auf dem bloßen
Cousumeuieastandpunkt stehende Presse fragt nicht danach, waS uns Deutschen »otthut, um einen wirksamen Schutz für Misere nationale Production zu erlangen, sonder» fie fragt nur: was wird daS Ausland, waS iusondnhett wird Amnika dazu sagen? Es ist klar, daß durch solche Behandlung der Handels- politischen Frage» jedes internationale Uebereintommen ungemein erschwert und daß den deutsche» Unter. Händlern die größte Schwierigkett dadurch bereitet wird. Wen» man im kaufmännischen Lebe» bei neuen Unieruehmnugen auf diese Weise verfahre» wollte, so würde man keine besonderen Geschäfte machen; allein ebenso wie im engeren Handelsbetriebe, ist es auch in d« nationalen Handelspolitik vor alle» Dingen »öthig, daß mau ausschließlich auf de» eigenen Boriheil bedacht ist, also einem gesunde» EgoiSmu« folgt. Es ist darum weder klug noch national, wenn deutsche Blätter den Amerikaueru da« Geschäft «leichtern und eS den eigenen Landsleuten erschweren. Der „Vorwärts" bringt von diesem beklagenSwntheu Mangel an Nationalbewußt- fein ei» besonders hervorstechendes Beispiel; «schreibt mit Bezug auf daS von dem Abg. Kuuert wider- rechtlich publizftte geheime Allen stück bett essend de» B«kehr mit amerikanischen Konsuln: „Mag auch sein, daß dir Amerikau« fich daS Aktenstück zu Nutze machen. DaS schadet nichts; denn die Inter- essen der «nteittanei find in diesem Falle identisch mtt denen de» deutschen konsumi«e»den Volkes." DaS ist sehr kurzsichtig gedacht.. Wenn «st mit
Ä jtedjet jener Petition aus. Bergesses war, daß sächsischen Cousum Vereine ebenso gut groß- kapitalistische Uuteruehwungen darstellen wie die übrigen Großbetriebe, denen doch stets d« Haß d« Socialdemoftatte gilt, vergessen auch die zur Wahl- zett betonte Fürsorge für den Mtttelstand, der nutet
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i da Konkurrenz der Konsum-V«ei»e aufs schwerste zu inkkl,: leiden hat. Die socialdemollatischeu Reim« wußten t 3. fich garnicht genug zu thu» in ihrem Eis« für die
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U»a*.anioDonnerstag 8 März 1960. «TtüSi.
neben d« aufrichtigen Dankbar kett Swg doch immer ein still« Gedanke h« an die Möglichkeit einer dereiustigk» Erbschaft, der Erlöjung von Roth und Sorge. Im Grunde war indes die«
von 10 Prozent. Wie wenig richttg dies« große Reingewinn v«weudet wird, ist bekannt. Die Lage der Angestellte» d« sozialdemokratischen Kousum- | Vereins ist kläglicher als in irgend einem anderen Großbettiebe, und waS man für dir letztnen sonst
*^e$ noch so neu, wie Giselas Snfeuthall i» dem 87% 0001 Hause, das in all seinen Räumen Ännbe gab *on den vielfach wechselnden Passionen deS allen Herr».