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Erstes Blatt.

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Kohlennoth und Socialdemokratie

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JOroenn man trfäi ) tzspergünstigungen

» «fiS 3m ®e9«t5eti, es liegt der Umsturz- ß *ra' r?a$ an$ iu der gegenwärtigen,

Doch, Gottlob, er ahnte nichts; die liebreizende

4tin, ahnten.

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zeichnete» Gesichts. Arno erschrack. (Fortsetzung f.)

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Und dieser wunderliche bmH*. sro«,n T T. , tratm Pelzgefütterten Schlafrock vor

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«u r'x 8 IU oer gegenwärtigen,

N^ktl'ch günstigen Zeit die Arbeiter nicht zur L^denhett gelangen, obschon sie an dem wirth- ^NUcheu Gewinn recht bedeutenden Antheil haben. Elchen Vorkommnissen für die Zukunft K*?' f# wird man deßhalb in erster Linie »^dEmpfung der Verhetzung durch die Sozial- tmefratie in das Auge fassen müssen. Leider ist

andere Ueberziugung kommen, w-un sie eist einsehen gelernt haben, welcder Zusammenhang zwischen den sozialdemokratischen Verhetzungen und den in Folge des Kohlenmangels unausbleiblichen wiithschafilicheu Nackenschlägen besteht. Hoffentlich geht der Kohlen­mangel bald vorüber, er wird aber sicherlich das Gute haben, daß er allen denen, welche sehen wollen, den Zusammenhang zwischen der auch die industriellen Arbeiter bedrohenden Gefahr und der sozialdemokrati­schen Verhetzung klar gemacht hat.

n. ES ist zweifellos, daß die Streiks der Kohleu- bergarbeiler in Oesterreich und dem Königreich Sachsen einen großen Theil der deutschen Industrie iu einen Nothstaud versetzt haben. Hunderte und Tausende von Arbeitern müssen infolge dieser Streiks und iu-

i Süaj, (U der

Dann begeistert sich das freisinnige Organ zur Empfehlung desReferendums*; es schreibt weiter: »ES wäre hohe Zeit, einmal dies« Frage der Persouen- tarifreform unmittelbar einer Volksentscheidung vorzulegen, in Tausenden von Versammlungen diese Frage zum Austra» btttiflen zu lassen. Wir könnten dem Ausgange einer der­artigen Volksabstimmung mit aller Seelenruhe entgegen-

Zu solchen Vorschlägen gelaugt unser Freisinn einem Staatsbetriebe gegenüber. Wenn es sich um Privatbetriebe handelt, liest man eS anders. Mau erinnere sich nur an die Haltung der freisinnigen Stadtvertretnug Berlins bei der Sttaßenbahnfrage. Unbequemer, unzuverlässiger und theurer ist die Be­förderung auf Straßenbahnen kaum irgendwo als in der R-ichshauptstadt. Hier aber Wandel zu schaffen, bat der Berliner Freisinn stets abgelehnt, obwohl er dazu tu der Lage gewesen wäre. I

Umschau.

Die Ungnade des Freisinns dai sich nun auch Herr Minister v. Thielen zugezogen. Bis jetzt konnte man der Ansicht sein, der Herr Elsenbahnminister sei ein Liebling der radikalen Sinfen. Rasch aber hat das Blättlein sich gewandt, da Herr v. Thielen sich jüngst im Reichstage gegen di« Verbilligung der Eisenbahn-Personentarife aus­gesprochen hat. DasBerliner Tageblatt* äußert feinen höchsten Unmuth damit, daß e8 Herrn von Thielen zu Herrn v. Miquelwirft."

. lFb-r Herr v. Thielen, so schreibt das Blatt, ist nur d« Exekutivmimster des Herrn v. Miquel und damit ist alles gesagt. Herr v. Thielen hat für steiger de Ueberschüfse in «'ster Linie zu sorgen, und deshalb muß et vor allem daß das Publikum ein Interesse an der ?-»dilliL»ng der Personentarife habe. Herr v. Mauel ? T-hib,r.n a Ä'i ^r08 «'ibt dem gefügigen Herrn aniurignen ?*nbCr^ ^^ig- als sich den Willen v. Miquels

Zur «ohlennoth.

Während die Streiklage sich i« Oberschlesten etwas gebeffert hat, ist im sächsisch.thüringischen Gebiet das

Und bann. Er hatte, seit er aus des Alten Hause auf die Universität zog, vom eigenen Ver­mögen gezehrt. Der Hofrath schickte neb schickte wieder, was sein Pflegesohn verlangte. Arno fand be» sonst so nörgeligen Alten sehr liberal in diesem Punkte. Er erließ ihm jede Bemerkung und so war es begreiflich, daß der junge, lebensfrohe Student nnb Korpsbruder nicht kargte und noch weniaer rechnete.

Alles in allem hatte Arno von Schiltar allezeit ®elb gehabt und nie Gelegenheit, über dessen Werth ouderlich nachzudenken. I

Wäre heute nicht die Sorge in ihm wach, der! «Ite werde schelten, sehr zornig werden, so würde in Bedenken tu Arno von Schiltar aufgestigen fein. WaS machten die paar Tausend, er beerbte ja der,! einst den steinreiche» Alten. I

reDier hat vorgestern und^ gestern dne^angab^tion I Dkl südafrikanische Krieg.

Bergarbeiter Versammlungen stattgefunden,, in denen IZur Lage auf dem westlichen Kriegs- 5ur Frage des Ausstandes Stellung genommen wurde. schauplatze. °

I schäft bei Ammendorf^gEchen^^ I ber Ia"6fam f°^ndeu Ochse'nkarren

VSWSWW |ßotb Roberts nicht viel mehr nachsteht, zumal ber

Die Besteuerung der Waareuhäuser ISS?8 Etappenkommandos zur Sicherung feiner u-d-- b« HW b« SÄÄ'JXÄ *"*

Waarenhäu1e1^"betteibeu -in Ansporn, Auf jeden Fall thun die 'Londoner Strategen, magfIt^ aus°k°lri^nA De^la?. Kimberle y°" durch dtt Buren im

Wa^'renb'n« in ^le neu Anfängen hervorgegangenes Norden ber Kapkalonie, sehr weise daran, wenn sie L L nonb tS5 ei"e; k.°p"mistisch-n Auffassung warne» und

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' Nachdruck verbot«

3m dösen Schein.

Roman von L. Haidheim.

. (Fortsetzung.)

SLrS,®1?ir bie Meinen r Julius soll MI felbft schreiben! Und heirathm Sie, Arno! EÄfc! ** 8t* 16 d»

1 schritt der Oberst rechts, Arno von Schiltar

WVllCt* ma,W! ®- " - . $uh freilich, Julius war ein anderer geworden! . 6or raflte bie Schatten seines frühere»

tarn "och jetzt in sei» geben hinein! O, wenn

Alle diese Gefühle und Gedanken bildeten auf bem Rest be8 Weges znm Hause be8 Hofraths Sleggelfen »nr bie Unterströmuug im Geiste des Pflegesohnes. Biel mehr beherrschte ihn die un- bt qneme Gewißheit einer Szene mti dem Alle» und v^^ suog, b°6 ibm ben wahren Grund verschweigen müffe.

bafe$eit toen ber «lte gar gewußt hätte, b6° rl«f Großmoth war fein Charakter nun am allerwenigsten gestellt. I

So langte Arno von Schiltar vor dem rw nnb dem Befitzthum des Hoftaihs an

®8 fcta®?* '"lten Bäumen in einem von der

Marr "hielt "es?riueS°d«"äüest^Patriner °urg-zeichneten Diners'uudUhalbn

te 6t«bt. ®e .««« «rm« äP8*^. spitzen Giebel und den Seitenthürmcheu arau mthl »ettoittert zwischen ben vielen Neubauten rings umher' »nd°geftmbem

«rno allein kannte die ganze Tiefe des Abgmndes. Ha"" hatte erst den Verzweifelnden davon idgenffen, ihm Hilfe versprochen 1 Denn was -das erstere genützt, ohne die letztere. Ein Opfer ' ^8bracht werden. Unbedenklich war Arno von it A 5 b«fu,r ewgetreten mit dem, was er fein Eigen Auf fein Wort baute man.

2Jb ~ e8 war auch gar kein Kunststück, ein str w rr8n bttivge», »en» man einen Pflege« W, dessen Erbe man dereinst werden wird.

von Schiltar sagte sich dies schon zum , Male vor. Er wollte gar nicht wisse», daß 98 »«griff war, ein Opfer zu bringen.

biefe Bekämpfung i» ben letzten Jahren in Folge Gegenthetl festzustellen. Mangels gesetzlrcher Handhaben recht schwach getotfen. ' Der Reichstag hat es abgelehnt, irgend welche neuen Maßnahmen zur Bekämpfung der Agitation zu be­willigen. Vielleicht wird den Volksvertretern eine

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I Lange Zeit diente «8 «t . « , , . I Schmiedeeisen gefertigte Gartenrhor das große

liefmi hatten ""b Sttoh abzu-ida» seitwärts nach links eine hohe Einfahrtsthür

bSS5?<SMi L ftttSF- und machtt fich bS^nßJtrieS r*?b P"'' toI° bIitfeBbe ^"8°° ihn überrascht maßen. | «S^ÄFÄÄTSr 5taie,! 3S

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Mhuftäbemnnh1^6^? befchäfttgt,alten Plunder" Hebet Arnos Gesicht huschte wieder ein Schatten | £ billiges «eld anzukaufen. Fran Franzen sah eS und flüsterte, ihm beim Ad-

6 lff I ?e ^"ufe der Jahre allerdings!lege» des Mantels helfend weiter in* willen

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- ein Minute später stand er vor dem Pflege-

' ®ater' »er in einem pelzaefütterten Schlaftock vor

folge des dadurch entstandenen Kohlenmangels feiern ober in stark gekürzten Schichten arbeiten. Man hat bie verschiedensten Abhülfemaßregelu in Vorschlag ge­bracht, u. A. ein Kohlenausfuhrverbot. Der Vor­schlag ist sicherlich nicht durchdacht, sonst würde er uicht gemacht worden sein. Man hat auch andere Mittel an die Hand gegeben, so noch neuerdings im Reichstag die Aushebung der Kohlenausnahmetariie ». A. Auf diese» Gebiete» wird sich ja mancher ^«zielen lassen, indessen wird nicht übersehen werden sbürfen, daß doch der jetzige Kohlenmangel zum großen 1 Theil auf eine ganz andere Ursache zurückzuführen CM, ist und zwar auf die Verhetzung durch die Social- nv jbemotratie. Der beste Beweis dafür ist die Unruhe, ^-welche neuerdings wieder im Ruhrkohlenrevier zu NMrKrobachten ist. Nachdem der Kohlenmangel den laiche» Hnb fränkischen Fabriken die Einschränkung |inv.feber gänzliche Einstellung ber Arbeit auigenöthigt . Hatte, tauchen Gerüchte auf, als ob auch die Nuhrkohlenbergarbetter mit Forderungen auf Lohn- -f--^Höhung und auf Gewährung weiterer Emolumente en bie Arbeitgeber herantreten wollen. Es Hai Nie- «anb ein Interesse an diesen Gerüchten, als die Sozialdemokratie, diejenige Partei, welche in ber Ver- A4 etzuug ber Arbeitgeber und Arbeiter ihren Vortheil I I n4/-- r 2)65 Kohlensyndikat von Rheinland und

6<d gtoar sofort darauf Hingewiefeu, daß ie Arbeiter des Ruhrreviers sich in einer guten mauzielliN Lage befinden, jedenfalls in der beste» ' arirr sämmtlichen deutschen Kohlerbergarbeiter». Und __na wird dem Kohlensyndikat Recht gebe» müsse», erfährt, daß neben allen möglichen anderen --- - - "2"i an die Arbeiter für die Schicht im Hie !?hrkohlemevier nahezu fünf Mark gezahlt werden. iu» tttt dieser Zurückweisung seitens des Kohlenshndikates

Berben aber die Beunruhigungen ber Bergarbeiter Ite8 der Sozialdemokratie nicht an» ber Welt ae- fhnttr bin /rr___"

Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirckbai»

»OK Mb 8tri.fi: 3-h. «'S- K°ch, UnwerfitätS-Bnchdmckerei iu Marburg. « * 0 WllUJIjailU

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