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öchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhai«.

** ***** Jllustrirtes Sonntagsblatt.

Eine außerordentlich befangene, trotzdem reizende junge Frau", dachte er bei sich und sah lächelnd, wie ste fich mit einer fast kindische» Unbeholfen­heit im eigenen Heim bewegte, zögernd über die Schwelle des Zimmers trat, in der Mitte desselben stehen blieb und fich verlegen umschaute, mit einem Ausdrucke, als befürchte fte, es sei hier etwas nicht in Ordnung.

Hab doch sah alles ringsum so neu und blank aus, als sei noch niemals über den weichen Smyrna ein Fuß geeilt, als habe noch keine Hand die zarten Tüllvorhänge der »tilgt öffneten, auf eine mit Lorbeer und Orleauder geschmückte T-.rrafle führenden Fenster zuiückgeschlageu.

Es war ein Prunkgemach, dem nur daS Leben fehlte.

Nirgends ein Buch, eine Handarbeit, eine Blume. O doch, dort ein großer, blühende: Nclkenstock.

Ah eine DianthuS! DaS ist ja ein Pracht- tx-mplarl* tief der Fürst, an den Ständer heran» tretend.Wohl Ihre L-eblwgSblume, gnädige Frau?"

Ja, Hoheit,* stieß Gisela unter dunkel« Erröthen hervor. Sie machte dabei eine kleine Wendung, um nicht von Ulrich angesehen zu werde».

Bis zu diesem Moment hatte fie gleich einer Fremden, die hier als Besuch eingetreten, »och iu Hut uud Handschuhe» dagestande», als warte fie, man sollte ihr Platz anbieten. Ulrich hatte dem Fürste» einen Sessel ans Fester gerollt. Das mahnte Gisela, was fie selbst zu thn» habe. Endlich kam der Hut vom Kopfe herunter und auch der Handschuh von den Finger».

Gestatte, daß ich Dich davon befreie,* sagte lllriw, indem er an Gisela herantrat, ihr die Sachen abnahm uud bei Sette legte.

ES »ar das erste an sie persönlich gerichtete Wort in dieser Stunde.

Der Fürst lächelte. Diese junge Frau kam ja garuicht aus dem Erröthen heraus. Seine Anwesen­heit schien aus fte eine fast unheimliche Wirkung aus» zuübeu, ein fortwährendes Zagen nnb Bangen zu erwecke».Ich bin doch kein Menschenfresser, kein s Barbar,* dachte er bei fich.Kann man fie denn .gar nicht aus diesem beklemmende» Zustand herarrS- " bringen und fie vertraulich machen?*

Und er bemühte fich, alle ihm zu Gebote stehende Liebenswürdigkeit zu entfalten, und er begann wieder lebhaft zu reden.

Leicht de» Oberkörper torgebeugt, knüpfte er an die eben gemachte Bemerkung und sagte:Ich theile Ihren Geschmack, meine gnädige Frau, und mit Ihnen und mir ganze Völker, die in der Kultur dieser schönen, dustenbeu Biume gewetteifert und da­durch so viele herrliche Arten erzielt haben 1 DianthuS bezeichnet eine göttliche Blume, eine Ehrenbenennung, die der Nelke wegen ihrer Schönheit und ihres DufteS zu theil geworden ist. Welch eine Menge vou Spiel­arten siebt es! Bon den Nelken läßt fich manches erzählen,* warf er arglos hin.

Diese Bemerkung trieb Gisela wieder heiße Röthe ins Gesicht.

Sie saß dem Fürsten gegenüber, Ulrich ihr zur Sette.

Sie konnte», mußte» beide ja nur ei» und das­selbe denken! Wen» ihr doch etwas von ihres Ge­liebte» Beherrschung eigen gewesen wäre.

(Fortsetzung frigt.)

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M., Berlin, Hannover, Pari» re.

Erstes Blatt.

nnb Ehre!

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Nachdruck verboten

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Augen zu streue». Andere Londoner Blätter freilich beschwindel» sich selbst, inbem fie fich weis zu machen suche», daß au» de» Freiwilligen usw. eine erstklasfige Truppe herzustellen sei. England scheut sich eben trotz aller trüben Erfahrungen »och immer davor, zu dem einzigen Mittel zu greife», mit dem es einer großen Gefahr, wie der von Rußland drohenden, wirksam begegnen könnte: zur Einführung der all- gemeinen Wehrpflicht.

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machen. Und daß der Bund der Landwirthe wirklich al» eine »erttetung der landwirthschaftliche» Se- sammt-Jutereffe» Deutschland» gelten darf, be. weist seine Zusammensetzung. Bon den Mi- gliedern »ohne» östlich der Elbe 100 000, westlich der Elbe 105400; da» östliche und da» westliche Deutschland find also zu annähernd gleiche» Theüe» vertrete». Dasselbe aber gilt von der Betheiligung der verschiedeue» ländliche» Besitz- klaffe». Auch ste habe» iuSgesammt du Bunde der Landwirthe Platz und Stimme, sodaß der Botwnrf der Gegner, der Bund sei eine dnfeitige Jnteresseu- Serttetnng des GroßbefitzeS, vor de» Thatsachen nicht Stich hält und zwar umso weniger, al» gerade die Großgrundbesitzer nur einen kleine» Prozentsatz der Mitgliederzahl darstellen.

WaS nun die Verhandlungen der diesjährige» Geueralversammluug anbetrifft, so ist auS ihnen ein Hauptzifichtspunkt besonder» bemerkenSwerth. Deutlichkeit trat in den Reden der Führer deS Bundes daS Streben zutage, den Boden der Sammlungs- Politik innezuhalten uud ein geschloffenes Zusammen­wirken vou Industrie und Landwirthschaft zu befür­worten. Mau betonte, daß die vaterländische Industrie bezüglich der Behauptung de» einheimischen Markte» uud der Bekämpfung der ausländischen Konkurrenz dieselben Interessen habe wie die deutsche Landwttth- schäft, und sprach vomparitätischen Agrar- und Jndnstriestaate.* ES find diese Zeichen eine» ent­gegenkommenden Verhalten» freudig zu begrüßen.

Der südafrikanische Krieg.

Der Beginn der Katastrophe.

Die Lage am Tngela erscheint auf» Neue stark verschleiert. Nur das stete Schweigen läßt darauf schließe», daß es dort nicht zum Beste» steht. Wa» General Buller gegen die Offenfivbewegungeu Jouberts unternommen, ist noch gänzlich unbekannt. Das KriegSamt hat natürlich keine Nachrichten. Privatdepescheu melden aber Bullers schleunigen Rück­zug auf ber Straße gen Estcourt. Schon gestern Abend verlautete, General Barton sei am Donnerstag und Freitag mit seinen sämmtltche» verfügbare« Truppe» dem Feinde entgegengerückt, habe die die Straße Frere-Estcourt beherrschenden nächste» Dooru- kop Abhänge besetzt nnb kämpfe mit dem Gegner, ohne daß Näheres über den Ausgang dieser Operation bekannt sei. Nur wisse man, daß die Buren die nördliche» nnb westliche» KopjeS deS Doornkoop- Plateau» mit ihrer A-tillerie hielte« und vo» dort die Straße nach Springfield völlig beherrschten.

Winston Churchill telegraphirt heute, General Buller betrachte jetzt jede Aussicht auf de» Entsatz vo» Ladysmtth als geschwunden nnb halte für seine größere Pflicht, die Armee zur Lertheidigung Natal» zu erhalten. Diese Redewendung soll wohl das Etngestäudniß von dem schleunigen Rückzüge des Generals vorbereite». Hierzu kommt »och die iutereffavte Nachricht, daß jetzt auch durch dar Zululand jene angeblich 2000 Manu stark, bereits wiederholt ge­meldete Burenkolonue vordringt, die, vou Bryheid durch das Ngntuland nnb Jgogo kommend, fich An­fangs der Woche des Ortes Nkandalo bemächtigt hatte, nachdem die dortige englische Besatzung ihre Vonäthe verbrannt und daS Pulvermagazin in die Luft gesprengt hatte. Diese Kolonne wurde zuletzt als Eschowe, die Hauptstadt deS Zululaudes und de» Kopfpunkt der von dort nach der Tugelamündung und nach Durban führenden Eisenbahn bedrohend gemeldet. Heute heißt es, Durban sei fast gänzlich vo» Truppen eutblößt und befürchte einen Angriff dieser 2000 Manu. Ei» solcher Angriff ist jedoch u»wahrschei»lich, zumal jenes Kommando nur zwei Geschütze bei fich führe» soll. Jmmerhiu vermehrt es für Buller die Gefahr, in dieselbe Sage zu kommen, in der fich Methueu am Modder fluß befindet.

tfalen.

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ibe der

Stamm vo» H. Palms Paysen, (Serif e«xng.)

wieder in der Heimath eingetroffen, rntt stolzer Genug- thunug vou Kaiser nnb Volk empfange». Gott segne Prinz Heinrich» Heimkehr zum Vaterland und eigenen Herd »ach langer Wikingsfahrt zu Deutschlands Hell

lich

De» Borschlägen zur Reform ber englischen Armee, bie bem Unterhanse am Montag vom Kriegsminister Lorv Lansdowne unterbreitet wurde» hat man in England mit begreiflicher Spannung entgegengesehen. Aber WaS der KtiegSrninister sagte, wttd den ernste» Kritiker unmöglich beliebigen können. ES war ein Spielen mit Zahle», die mehr oder weniger in der Luft schwebe», und der Umstand, daß die Reform fich hauptsächlich auf die Milizen, die Ieomanry und die Freiwillige» erstreckt, kau» bet de» ttaurtgen Er­fahrungen, die mit dieser Art vo» Soldaten gemacht find, unmöglich das Vertrauen erwecke«, daß Eng­land in Zukunft über eine wirklich schlagfertige starke Armee verfügen wird. Die Londoner Presse äußert sich denn auch zum Theil recht abfällig über die Regierung! Vorschläge. Ein drastisches Utiheil fällt der militärische Sachvetstäudlge des Moming Leader*. Er sagt, der ministerielle Plan sei im Großen nnb Ganzen ein kolossaler kost piefiger Schwindel, der bezwecke, einerseits das Land zu dem Glauben zu verleite», daß endlich eine befriedigende Reform des Militär wesens durchgeführt werden soll, andererseits de» ftemben Nationen Sand in die

Der Bund ber Landwirthe.

* Die Mem, bie wir gestern ans dem Geschäft», bericht des Bunde» der Landwirthe mttgetheilt haben, beweisen, baß fich die deutsche Landwirthschaft in der That imBunde der Landwirthe* eine umfassende und machtvolle Vertretung ihrer Interessen geschafft, und niemand wird ihr dies verargen wollen. Es ist im G.gentheil mit Freuden zu begrüßen, daß neben den übrigen Erwerbsstäuben auch die Landwirthe zu einer auf Freiwilligkeit nnb Selbstbetätigung rupenben Orgamsario» gelangt find, die es ihnen ermöglicht, ihre Ansichten und Wünsche mit Nachdruck geltend zu

Umschau.

Ei» Triukspruch des Kaisers.

Bei dem Festmahl im Köaigliche» Schlosse zu Ehre» des Prinzen Heinrich am Dienstag brachte der Kaiser einen Trinkspruch aus, der etwa wie folgt lautet:

Eure Königliche Hoheit, Mein themer Bruder! Ich heiße Dich von Herze» in unserem Vaterlande und unserer Hanptstadr willkommen. Bor zwei Jahre» sandte Ich Dich hinaus, um Deine Auf­gabe im fernen Osten zu löse», und konnte es nur Gott anheimstelleu, daß er Dir seinen Schutz, dem Werke Gelinge» gäbe. Der freudige, begeisterte Empfang aller Schichte» Meiner Residenzstadt Berlin giebt Dir Zeugniß davon, rntt welcher Theilnahme man Deine Au gaöe begleitet hat. Der Empfang hat aber auch roch eine tiefe« Be­deutung. Er ist ei» uuzweibeutiger Fingerzeig dafür, wie groß da» Verständniß für bie Stärkung unserer Seegeltung in der Bevölkerung geworden ist. Das deutsche Volk ist mit feinen Fürsten und seinem Kaiser darüber willenSeinig, daß es in seiner mächtige» Entwickelung einen neuen Mark- fieiu setzen will in der Schaffung einer großen, de» Bedürfnissen entsprechenden Flotte. Wie Kaiser Wilhelm der «roße uns die Waffe schuf, mit deren Hilfe wir wieder schwarz - weiß«roth geworden, so schickt fich daS deutsche Volk an, die Wehr fich zu schmiede», wodurch eS, so Sott will, in all: Ewig- kett schwarz, weiß - roih bleibe» kau» im Julande u»d im Auslände. Bei Deiner Heimkehr findest Du ein blühend Kuäblein in den Armen Deiner Gattin. Mögest Du als Pathen für ben neuen Zuwachs unsere junge Flotte bettachteu nnb Deinen Sohn fich unter Soltes Schutz in voller Stärke entwickeln sehen. Hurrah l*

»em, ntexeii t UNd ircirw.

0,80; lunen aclfcs; «je- u. 5;6c?.- l e»t 50; 3. e» be­lach«.! »fte«:

(1001 Alles, was er soeben als höchst schwierig1 ®b für Glsela kaum ausführbar, peinvoll auch

Ktze-Admiral Prinz Heinrich von Preußen.

Bor zwei Jahren, pr einem Zettpuukte, ber eint kriegerische Verwicklung in Öfterste» als sehr möglich cheine» ließ, sandte bet Kaiser be» eigene» einzigen über al» Geschwaberches in jene ferne Zone, die m deutschen Einfluß erschlossen werden sollte. Die dem Name» nach pachtweise Erwerbung vou Kiarrt- on als erste» thattächliche» Stützpunkt für deutsche

»- und HandelSschifffahrt au de» Küste» deS efischeu Meeres ließ es als genugsam wichtig er- inen, dem Bruder des Kaiser» sowohl, wie dem fügen kommandireude» Admiral genaue persönliche ficht in bie dortigen Verhältnisse zu verschaffe». DeS deutschen Kaisers uud des deutsche» Volkes Segenswünsche begleiteten des Zollemprinzen Fahrt; en letzten Gruß tauschte er vor dem Abschied mit S Reiches großem, erstem Kanzler aus, den letzte» Gruß für dieses Leben. Nach glücklicher Fahrt um e halbe Erbe auf S. R. S.Deutschland*, elchem dieGefion* das Geleit gab, setzte der rinz - Admiral ben Fuß auf ben neu erworbenen oben, besuchte ben chrm fischen Kaiserhof, sobarru die lischeu nnb russischen Nachbarhäfen von Kiautschon, rall durch feine frische Männlichkeit und schlichte, gesuchte Liebenswürdigkeit die Herze» von hoch und ing gefangen nehmend.

Der Eindruck, einen so hochstehende» Fürste» als bgefanbte» des in aller Wett berühmten deutsche» iser» vor fich zu sehen, hat ber deutschen Sache fernen Oste» reichen Gewinn an nachhaltigem »sehe» gebracht. Prinz Heinrich war bis jetzt der ttrzige fürstliche Herr, de» ber Kaiser n»d bie Kaiseriu- ntter von China rntt bem Zugeständniß des gleichen angeS zu emvfaugeu wagte», ein in ben Jähr­lichem des chinefttcht» Volkes bisher unerhörter Fall, r legte einen vollgiltigen Beweis vou ber Achtung b vo» ber Furcht vor bem wachsenden deutschen lesen ab; Michels bescheidene AuSlandsrolleu sind sgespielt, er wird, nach Kaiser Wilhelms Wort, vo« nun an mit gepanzerter Faust de» Verwegenen ütteln, der ihm die schuldige Ehrfurcht versagen will.

Das zweijährige Kommando als Geschwaberches s Kontre-Admirals Prinzen Heimich lief ab. Zum ize-Admiral be Sebert, übergab er das Geschwader em Nachfolger, stattete auf bet Heimfahrt bem ge von Siam noch einen Besuch ab, welcher als »iberung von dessen Begrüßung be» beuischen er« in Berlin zu gelten hatte, und ist über eapel, Genua uud Wie» am gestrigen Dienstag

7 ui» cujus nur5 ®ui|u«) , !als

me fich schnell und leicht an« sich selbst ent- vtckelnde Norhwendigkett, in ihrer Folge als etwas »nnberfam Schönes.

Dennoch vermochte Ulrich fich nicht annähernd in Welag Gemüihszutzaud zu verfitz». Das zarte, chüchterne Gefühl ihrer Liebe war allmählich zu einer itldeuschaft herangewachfin. Sie hatte still halten, Larrea, sich beugen müssen, Reue kenne» gelernt »d das zehrende Geiühl ber Sehnsucht. Nun plötz

sah fie sich am Ziel ihrer heißesten Wünsche, so »vernwthrt schnell, daß sie fassungslos war. Wo °u°te sie jetzt, wo eine jauchzende Freude ihr durch te Adern strömte, ihre Gedanken, ihre führerlos nm ^streifenden Gedanke» sammel», bie mit der be­dingten Hoff-uag davon flatterte» in die Höhe nnb eines Himmels, a« bim ihr Lebensglück wie de Sonne strahlte.

Sie ging wie betäubt neben dem Fürste» her, vvirrte, stockende Antwvne», ttotzdem der hohe st« war entzückt von ihr. Er ließ fich vv» bem

I Der Fürst würde fich einige kurze Augenblicke

*1 ihm auftialten, ein Glas Wein zu trinken geruhen L stch, nachdem ber Jagdwagen bespannt, verab- (100 ^bstbeu und dann . . .

----- Der Vorgang sollte fich dieser Voraussetzung ge= väß vollziehen.

MH ®4*T I»4 Ctan« o> gttntnga. »lyetgm nehmen entgegen: bie ExpHition diese» Blatte», die Amwneen-

Q»i5E-»«>nnemenrr-Prei^ bei dar «rpHtt-n ll Rk., bei allen Bxreexr ton Haasmsteirr & B-gler, Frankfurt a. M., Taffe!, Magde-

Mk. (ejtt. Bestellgüd). Alsertion»ßebühr: die ge» -t k. cy t. -«rxzxn bnra. Men; vmdolf Moffe, Franlfirrt a. M., Berlin, München, Köln;

spGwm Wie -der der« Stan» 10 W», AeLamen -di.ZM.MWg. D0NNerstllg, 15. FebNlllr 1900. < L. Danke » Frankfurt a. R., Berlin, Hannover, Pari» x.

Zauber ihrer Persönlichkeit ebenso wie die jüngeren Kavaliere umspinnen, und zuletzt mau befanb sich bereits in der großen, zum Herrenhaus führend ; Kiefem-Allee gelang es ihm auch, ein Lächeln uns einen kurzen, aufstrahlenden Blick ihrer schimmernden ; äugen aufzufange».

1 War es ein Wiederschei» jene» Blicke», der so­eben heimlich über Ulrichs Gesicht fottgehuscht wer?

Glsela hatte bemerkt, daß Ulrich ben Waldarbeiter mit irgend einem Bescheid in fein Haus vorausae» schickt hatte.

Er ging jetzt, selbst fei» Pferd führend, neben dem Fürsten her. Um fittreu Muud lag ein weicher, freundlicher Zag.

Ein Mal trafen fich ihre Blicke. Ihr schoß dabei eine Blutwelle ins Gesicht, sie sah schwll zur Seite, als sei ste bei einem Unrecht ei tappt, während Ulrichs Augen einen Augenbltck in zärtlicher Betrachtung an ihren Zügen hinge».

Dann aber, wie in schweigendem Einverständnis raffte« fie fich beide auf und war bien ihre Aufmerk- samkett bem Fürste» zu, denn nun war das Herren­haus erreicht.

Giselas Herz klopfte zu Zerspringen.

Sie stano still, als erwarte sie eine Aufforderung, hirreinzuireten. Dann besann fte fich enf die Sage und schritt dem Fürsten, der mit einer verbindlichen Handbewegung ihr den Lottritt liefe, voraus i» das große, feierlich stille Hans hinein. Stimme» und Schrttte widerhallt-n darin.

Ein vorausgeeilter Diener hatte die Thüre» eines der »ach dem Parke hinausgehenden Gemächer geöffnet und stand abwartend daneben.

Ulrich bat ben hohe» Herr» einzutretc» und Gisela sagte etwas dem Sehnliches, das aber dem Fürsten nicht recht zum Letstäudniß tarn.

tüt sich selbst angesehen hatte, bas erschien O" A® plötzlich als etwas ganz Einfaches