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A Wehrda, 4. Februar. In der Greif'sch« öilthschaft hielt gestern Abend Herr Schurig vom totb der Landwirthe eine Versammlung ab. Dieselbe mde vom Herrn Bürgermeister Löwer mit einem fog auf den Kaiser eröffnet, worauf der Redner auf je Nützlichkeit des Zusammenschluffes der Land- mthschaft treibenden Bevölkerung hiuwteS. 3« »ferm Orte gehören die meisten Leute sogar einige tzbeiter, dem Bund der Landwirthe an.

X Wehrda, 4. Febr. Der seit Montag Nacht

Heffen-Najsau und Nachbargebiete.

? Warburg, 4. Februar. ES soll, wenn wir recht informirt find, mit der demuächstigen Eröffnung der Bahnstrecke Warburg—Marburg von der König­lichen Eisenbahndttektio» Cassel bereits vorgesehen sein, den ersten Frühzug nach Marburg von Arolsen abzulassen und den letzten Spätzng von Marburg nur bis Arolsen laufen zu lassen. Im Interesse de» allgemeinen und durchgehenden Verkehrs dürfte diese Einrichtung als recht unprakttsch bezeichnet werden muffen. Der erste Frühzug nach Marburg soll um 5,30 abgelassen werden, eS würde das nichts weiter al» eine unvollkommene Lokal- Verbindung bedeuten die nur für Arolsen berechnet wäre, dem weder eine industrielle, noch als Verkehrs- station eine Bedeutung beizumessen ist. ES würde den Wünschen der hierbei interesstrten Kreise stcherltch mehr entsprechen, wenn der fragliche erste Frühzug, von Warburg um 5 Uhr abgelassen würde, wodurch die Verbindung nach Marburg und gleichzeitiger An­schluß au die Züge 9,11 (Lokalzug) und 11,33 (Schnellzug nach Gießen und Frankfurt a. M., hergestellt wäre.

ptung verdient es, daß diese Schwierigkeiten «tlich überwunden worden waren. Die äußerst t Darstellung — manche der Einzelleistungeu [en selbst schärfste Kritik Stand — ließ thatsächlich jiffen, daß man eine Liebhaberbühne vor fich

So konnte es nicht fehlen, daß sich unter den kheilnehmern bald eine äußerst behagliche Stimmung i machte und daß man fich der übermüthigen, nnb da noch durch lokale Anspielungen gewürzten ,ik willig überließ. Reicher Beifall kennzeichnete

und war iu der Nacht weil er e» nicht mehr vor Schmerze» anShatten konnte, iu die Marburger Klinik gegangen. Bon da ok8 meldete sich der Ver­schwundene, al» er hörte, welche Sorgen man fich um ihn machte.

SL Cappel, 4. Febr. Dieser Tage wurde in dem bei unserem Dorfe gelegenen Steinbruch da» Arbeiterhäuschen erbrochen und mehrere Hacken usw. gestohlen.

tfh Roth (Kr. Marburg), 4. Febr. Als vor einigen Tage» zwei Einwohner eine» Nachbardorfe» gegen Abend unseren Ort verließen, verfehlte einer derselbe« in der Dunkelhett de« Weg «nd gerieth bis zum Halse in» Wasser. Mit Hülfe seine» Be­gleiters gelang e» ihm, fich in Sicherhett zn bringe». Hoffentlich bringt ihm da» kalte Bad keine »ach­theiligen Folge».

*p Oberwalger«, 4. Febr. Auf dem Wege vo» Salzböden nach Fronhanse» kam gestern ei» Hand­werksmeister aus letzterem Orte zu Fall und brach ein Bein.

» Fronhausen, 4. Febr. Seit etwa 8 Tage» wird ein hiesiger Einwohner vermißt. Derselbe brachte sich nämlich am Montag in seiner Wohnung unacht­samer Weise eine Wunde an der Hand bet. Nachdem er sich in der Klinik zu Marburg hatte verbinden lassen, zertrümmerte er nach Hause kommend, eine Anzahl Gegenstände und ging dann querfeldein in der Richtung auf die Lahn zu. Ob er nun vielleicht dort seinen Tod fonb, weiß man nicht. Bis jetzt fehlt jede Spur.

Neueste Telegramm-

Wolffs «Sreau.

Et« Telegramm des Kaisers.

Darmstadt, 4. Febr. Auf das aus Anlaß der gestern eröffneten Marineausstellung von dem Sroßherzog von Hessen an den Kaiser gerichtete Telegramm traf nachfolgende Antwort ein:

Meinen Dank für Dein der Marine-AnSstellnng in Deiner Residenz bethätigte Interesse. Die weitblickende Eiumüthigkett, mit welcher Deutsch­lands Fürsten Meine ans Kräftigung unserer Wehr zur See gerichteten Bestrebungen theileu, hat de» gesunden Siu» des Volke» für da», was seiner Wohlfahrt nützt, auch für DenschlaudS maritime Aufgaben geschärft. Die von Dir eröffnete Aus­stellung ist ein wesentliches Mittel zur Förderung solche» Verständnisses. Wilhelm I. R.

3 Knaben ertrunken.

Pilla«, 5. Februar. Beim Spielen auf dem Eise eines Grabens ertranken gestern 3 Knaben.

Ei« «««er Augriff Bullers.

London, 5. Febr. Eine Sonderausgabe der Sonntagsblätter berichtet ans Durban in der Nacht zum 4. ds.: General Buller Überschritt de« Tugela in der Nacht zum 2. b». und marschirt auf Ladysmith. Definitive Meldungen über seine Bewegungen werde» »icht eher durchgelassm, bis er Ladysmith befreit hat.

Ladysmith, 5. Februar. Ei» schwerer Ge- schützfener Buller's wurde gestem gehört. Wir kennen das Resultat »icht. Die Buren stehe» wieder in Massen bet Ladysmith. Sie bringen eine weitere Kanone »ach dem Snrprise-Hügel. Wir sind zum Empfange der Bure» bereit, falls fie eine» neuen Angriff wagen sollte». Hier ist Alle» wohl.

(Bereits durch Extrablatt mitgetheiü.)

Loudo«, 5. Februar. „Daily Mail* meldet au» Pietermaritzburg von gestern: General Buller sicherte fich zweifellos den Weg nach Ladysmith. „Daily Telegraph" meldet aus Spearmanscamp vom 2. Februar: Hier hat keine nene Kanonade stattgefunden. Lediglich gestern und heute war ein kleines Geplänkel auf der Strecke von dem Dongas- felsen östlich von Brokfontain nach Schietdrift zu. Die englische Infanterie steht auf den niedrigen einzel­stehenden Höhenzügen am Nordnfer der Tugela bei Potgietersdrift. Einige bei Swartkop posttrte eng­lische Kavalleristen, die abgesessen waren, rückten vor und hielten die Plänklerabtheilungeu der Buren völlig in Schach. Die Beschießung von Ladysmith dauert fort, ist aber unerheblich und richtet nur geringen Schaden an. — Bei Tag und Nacht werden zwischen den Lagern Buller's und White's häufig Mittheilungen ausgetauscht. Gemäß de« Anord-

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»ungut Bullers »nd der maßgebende« Milttäv- behördeu beglettet eine große, für die Truppe» t» Ladysmith bestimmte Proviastkolome die Sntsatz- truppeu.

London, 5. Febr. Das „Reuteifche Bureau* meldet auS Ladysmith vom 3. d».: Da» Feuer der Geschütze Bullers wnrde wieder gehört. Wettere Nachrichten werde« hier begierig erwartet. Die Bure» find im Süden n«d Weste« concentrirt, weniger «ach Nordosten.

Der südafrikanische Krieg.

London, 5. Febr. Da» Reutet'sche Bure« meldet auS Capstadt: General Robert» verfügte di« Freilassung von PretorinS, beffen Sein amputdt worden ist. Er bemerkte, er wolle den tapfer« Soldaten nicht festhatten. — Der Assistent be» Kommandant« von Ferreira (Distrikt Bryhetd) nahm 11 Weiße und 34 eingeborene Mau« der beritten« mglischm Polizei bei Ngut« nahe der Gr«ze de» Distritts Bryheid mtt all» Pferden, einer Anzahl Gewehr« und bettächtltch« Munllionsvorräthe» gefangen. Die Polizeimann­schaften patrouillirt« in der Richtung auf Bryheib. Die Gefangen« wurd« «ach Pretoria gesandt.

Lo«d0«, 5. Febr. Der „Standard* meldet auS Durban vom 3. b. M.: Die Durbaner Zeitung „Weekley Review and Critic“ wurde auf Anord­nung des Kommandanten, KapttänS Perey, unter­drückt, weg« eines Artikels, in dem Bullers Ver­halten im Feldzuge scharf kritisirt wurde. Die BüreauS des Blattes wurden verfchloffm und die Schlüffe! von einem Beamten in Verwahrung ge­nommen.

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