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Bom Kriegsschauplätze
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Asta schüttelte faflungsloS den Kopf.
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Prentzischet AbgeardnrtenhauS.
Das Abgeordnetenhaus wurde bl« Verhandlung über di« Gestütsverwaltung mit einer allgemeinen Besprechung über dir Lag« d«r Pferdezucht ein^deittt, an w lcher sich di« Abgiordnrten v. Tobeneck, v. Mendel, He old, v. Sand' n und andere betheiligten und in der namentlich auch die Frage der Aufzucht kaltblüriger Pferde ui d der Verhütung der E nfuhr winderwerthiger ausländischer, intbesond«r« amerikanischer Pferde behandelt toui b«. Der Herr Minister für Landwirlhschaft «itläit« dabei, daß nach bin Mittheilungen der Kriegs Verwaltung die Belchafferheit bes pienß'.schen Pferdematerial« sich nicht verschlechtere, vielmehr von Jahr zu Jahr verbessere, und zwar namentlich durch di« stäikrie Verwendung von Vollblutpferden zur Zucht. Tie amerikanischen Pferde eigneten sich nickt für die Zwecke der Militärverwaltung Auch werde forst aus dem Ausland« manches minder- werthig« Material eingesübrt. Es sei G'grnstand ernster Erwägung der Staate regierung, auf welchem Wege daraus sich ergebenden Mißständen vorgebeugt werden köune, ob durch veterinärpolizeilich« Maßregeln oder durch einen höheren Einfuarzoll, Der Etat wurde iu allen s inen Titeln an rnomm«m
Die Verhandlung über den Etat der Birg- und Hüttenverwaltung wurd« durch «ine allgemein« Besp echung der Frage des KohlenmangelS und der hohen Kohlei preise eingeleitet. Nachdem der Abg. Dr. Schultz dargelegt hatte, daß nach den jüngsten zuverlässigen tech- uischen Ermittelungen der Sohlenreichthum deS RuhrrevierS und Oberscklefien« nahezu unerschöpflich sei und der Abg. v. Eynatteu die Frage aufgeworfen hatte, ob nicht an den veihältnißwäßig hohen Preisen der Sohlen daS Kohlen- syndikat Scheid trage, erklärte der Herr Minister für Handel und Gewerbe, di« Steigerung der Kohleu- »rtlfe beweg« sich ganz paralell mit der Entwickelung der ndustriellen Produktion. Was das Syndikat anlange, so ei ihm bisher keinerlei Vorwurf in Bezug auf die Preis
bildung zu mach««. Im Gegeuthetl hab« es sich zweifellose Verdienste dadurch «rworben daß er sowohl die Preis« vor rin«r plötzlichen und übermäßigen Steigerung bewahrt, ÄS die Lohnverhältnisse so regulirt hab«, daß die Arbeiter auch von den steigenden Preisen ihren Vortheil haben und so Störungen in den Kohlenbergwerken vermieden seien, toie fit sitzt das Nachbarland zu beklagen hab«.
G«ger.über den Abgeordneten von W«rd«ck und von Bock«lb«rg, welche erklärt hatte«, daß den laud- wirthschaftlichen G«uosienschaft«n der direkte Bezug von Sohlen aus deu fiskalischen Kohlenbergwerken durch dir Konkurrenz der Händler übermäßig erschwert werd«, wi»S d«r H«rr Ministrr für Hand«l darauf hin, daß bi« Genossenschaften insofern Der btn Händlern bevorzugt würden, als sie bereits bei de« Bezug« von 30 000 Tonnen den höchsten Rabatt erhielten, währrnd di« Händler denselben erst bei einem Bezüge von 50000 Tonnen erhalten. An btt weiteren Verhandlung betheiligten fich noch bi« Abgeorbneten von Arnim unb Schmit bing, w«lch«r namentlich barauf hinwies, baß bei Sohlenmangel unb bk Höh« d«r Kohlenpreise im Auslaub«, namentlich in Englaub noch viel stärker sei als in Deutschland. Dann wurde bi« Be- rathung abgebrochen. Nächst« Sitzung Montag.
lieber bie Kämpfe am Tugela
Legen noch eine Menge von Eivzelnachrichten vor. Kir greifen die hauptsächlichsten derselbe» heraus: ilstcr den verwundeten Bure» in der Schlacht am Spion Cop befindet fich Schmitz-Dumont, der Direktor der Goch Mine unb angeblich der Bruder des Be- ßtzers der »Kölnischen Zeitung". Gespräche mit Leuten aus der englischen Front konstatiren die Kühnheit deS Angriffs der Buren und de» furchtbaren Schaden, den die Geschütze der Buren anrichte».
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Ma» wird daher auch wisieu, was ma» vou f-lgeuder Meldung der .St. James Gazette" zu halten hat: Aus guter Quelle wird berichtet, General Luller überschritt deu Tugela au drei Stellen. De»
Wucht getroffen, daß plötzlich ihre ganze Verwegenheit, die ganze Verstellungskunst zusammenbrach.
Sie hatte ihr Spiel verloren, ganz und gar.
ES gab überhaupt für fie nichts mehr'zu. verlieren; denn auch der äußere Flitter, den ihr die gesellschaftliche Stellung verlieh, «ar mtt der verlorenen Ehre dahin. Und dunkel in der Ferne anf- steigeud sah fie etwas furchtbares: ein Gemäuer mtt Gitterfenstern, dahinter wie weiße Punkte aufschimmernd das eine und andere Sträflingsgeficht nud darunter auch daS ihre — so verbittert und kalkweiS, wie es ihr manchmal aus dem Spiegel entgegeustarre» konnte.
Ah, fort mtt solcher Vorstellung. Noch fühlte fie fich stank und stei, noch gab es für fie eine Wette, wen» fie klug die Zeit auSnutzte. Daran, a» nichts anders hatte fie für den Augenblick zu denken. Warum also die Leute weiter äff.»? Da» raubte ihr ja Zett. Aber endlich einmal zeige» zu dürfen, was man dachte und fühlle, herauSschreieu zu könne» den ganze» ungestillte» Schmerz der Ent- sagung, die brennende Wuth, d-n flammenden Haß gege» Welt und Mensche» und gegen Diej-uige zumeist, die da so stolz nud ruhig überlegen vor ihr stand, so schön und vielleicht bald so — glücklich, der fie alles neidete, was er alles an ihr geliebt, das war auch etwas toertij. «le die künstlich abgedämmten Letbenschafte», die ihr das Mark des Lebens verzehrt, htnströmeu zu taffen, wohin fie drängten, — hm, da» war ei» Labsal l
Sie sah Gisela mit funkelnde» Angen an.
(Fortsetzung folgt.)
weinende Frau und wehrte Frau Irma erzürnt ab, als diese fich derselben mitleidig näher» wollte.
.Laß das, Irma, ich bitte Dich. Sei» freundliches Wort. Es wäre a» eine Unwürdige verschwendet." Und zu der immer noch Schluchzenden: .Wie lange gedenken Sie »och zu weine», Frau v. Heldhauseu?"
Ob fie verstände» worden war? Asta erhob sich plötzlich, tupfte fich mit ihrem Tuche das zwar etwas geröthete, aber thränenlose Gesicht und sagte in dem sanftesten Tone:
Ms Marburg und Umgegend.
Marburg, 2. Februar.
# Zur Handwerkerkammer. Nächsten Sonntag, den 4. ds. Mts., von Nachmittags 5 Uhr ab, halten die Vorstände der säwmtlicheu shiefigm Innungen und des Gewerbe-Vereins im Restaurant Freidhof auf Einladung der hiesigen Mitglieder der Handwerkerkammer eine Sitzung ab, in welcher eine Vorbesprechung über die Thätigkeit der am 1. April ins Leben treteudeu' Handwerkerkammer ßattfinden soll. Gleichzeitig solle» interne die einzelnen Innungen berührende Frage» besprochen und etwaige «»träge
Anzeigen nehmen entgegen: bi« Expedition biefeS Blattes, bie Annoncen- v>r«mx von Haasensteiu & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magde- " Frankfurt a. M., Berlin, Dtünchen, Köln; itt <l M., Berlin, Hannover, Paris rc.
lür büßen laffen, Frau v. Heldhauseu. Aber Ihr Thun verttägt kein Licht, daS ist eS. Mein Onkel wird Ihnen da» bester noch, als ich es kau», auS- einanders'tzen — und anderes mehr noch. Sie haben sich auch vor meinem Bräutigam bezüglich des Briefes zu verantworten, Sie habe» ihn iu unerhörter Weise verdächtigt. Ohne Winkelzüge, Fran von Heldhause»" — Giselas Stimme erhob fich — .Sie find die Derfasseri» deS anonymen Briefes, deu Sie wohlweislich Bei brennen ließen. Da find «tt klüger gewesen als Sie. Mein Onkel hctt das Orginal behalten. Er sah voraus, daß Sie eS verlieren oder vernichte» würde», spielte Ihne» daher die Abschrift in die Hand. Da find Sie die Ueberlistete gewesen. Die Graphologen habe» Ihre wttkltche Handschrift mit der verstellten verglichen »nd Aehnlichkeite» her- auSgefunde». — Kurzum, Sie find »ach allen Richtungen hin erkannt und — entlarvt."
Gisela schwieg hochaufathmend. Ihr war eS, als sei fie vou einer schweren Last befreit, die monatelang beklemmend ihre Stuft gedrückt.
Asta hatte fieberhaft aufgehorcht. Fest die Lippen zusammenpreffenb, bemühte fie fich, unter namenloser Anstrengung Gisela ohne ein Wort ter Entgegnung endigen zu lassen. Sie mußte erst alles wisteu und überblicke», ehe fie der jetzt tätlich Gehaßten ent- gegevtrat, ehe fie den letzten Versuch machen konnte, der Enge zn entschlüpfen, in die mau sie in aller Heimlichkett und Vorsicht hineingedrängt. War das überhaupt uoch möglich? Nein, jetzt nicht mehr. Denn fie .war in ihrem ganzen Denken und Thun, i» allem erkannt.
Die Offenbarnnge» hatten fie mit einer solchen
direkte Reiche steuer, mit dem bestehenden bayerischen Steuersystem nicht wohl vereinbar ist, so kann die Aufgabe nur durch Erhebung vou Gebühren im Namen des Reichs gelöst »erben, und hierbei liegt der Gedanke einer Erbschaftssteuer am nächsten. Da ferner die Einzelstaateu, die bereits eine Erbschaftssteuer haben, keinen Einnahmeausfall erleiden sollen, so müßte die neue Steuer erheblich höher sein, als die jetzige einzelstaatliche Besteuerung." Wtt haben neulich bereite zu der Frage einer Reichserbschaftssteuer Stellung genommen.
Nachdruck verbot«
Der Hochzeitstag.
8bm«! von H. Palm S Paysen.
(Fortfchmig.)
einer Granate getödtet worden. DaS eine wie daS andere ist wohl sehr zweif-lhaft.
Die Zusammenfassung der bisher bekannt gegebene» Verlustziffern ergiebt einen Gesammtverlust BullerS seit der erste» Ueberschreituug des Tugela 00» 301 Todteu, 1584 Verwundete» u»d 130 (Befangenen. Die Regierung bereitet j-doch bereits darauf vor, daß diese respektable» Zahlen die ganze bittere Wohrhett noch keineswegs enthalten. Läßt fie doch telegraphische Berichte aus Pretoria passtreu, wonach allein daS Laueashtre- Regiment 800 Mann — seine» ganzen Bestand — verloren hat. AuS Pretoria wird nämlich telegraphirt: Kapitän Freet; und 200 Mann vom Larcashire - Regiment, welche auf dem Spionkop gefangen wurden, find eiugetrvffen. Freeth sagt, die Schlacht am Spionkop werde die schwerste Verlustliste des Krieges aufweiseu. Die lm Kampf befindlichen Leute vom Lancashire-Regiment zählten etwa 800, wovon »ugefähr 300 ge falle», 300 verwundet find und der Rest gefangen wurde.
Generalmajor Kelly Kennys Vormarscs über RoSmead und Thebus ist von den Buren nicht unbemerkt geblieben. Einer Drahtung der »Daily News" zufolge bauen die Buren auf der Kopje westlich vo» Stormberg, das die Eisenbahn von StrynS- burg beherrscht, ein Fort, um dem Angriff von dieser Seite zu begegnen.
Sonst ist noch folgender Telegramm zu registriere»: ES verlautet, eine britische Streitmacht mit Artillerie habe Prieska am Oransifluß, südwestlich vou Kimberley besetzt, ohne daß fie Widerstand gesunde» hätte.
parlamentarisches.
Reichstag.
Im Reichstag« führt« am Donnrrstag in ein« kurzen Sitzung bk Briathung des PoftetatS zu End«, indem er die einmaligen Ausgaben mit dem von der Budgetkommissioa vorgeschlagenen Abstrich an der Forderung für das Mannheimer Posigebäud« ohne erhebliche Debatten bewilligte, worauf ouch der Etat der Reichsdruckerei erledigt wurde. In den Plenarsitzungen tritt nunmehr eine mehrtägig« Unterbrechung ein, die für die KommifflovSarbeiten und für Vorbesprechungen über die Flotten vor lag« bestimmt ist. Diese kommt indessen in der nächsten S tzung, di« am Dienstag st-ttsindet, noch nicht zur Berattzuug, vielmehr wird zunächst die Berathurg der Novelle zum Strafgesetz buche wieder aufgenommen.
Msltmd.
England. Nu» hat England auch noch mit Schwierigkeiten in seinem sudanefischen Heer zu kämpfen. Die eingeborenen Offiziere der ägyptische» Armee im Sudan habe» schon feit einiger Zeit Zeichen von Unwillen gezeigt. Nach de» Niederlage» der Engländer in Südafrika ist ihre Sprache deutlicher und ihre Hallung drohend geworden. Briefe von Einwohnern von Omdurma» schilderten mit einigem Schrecken die wachsende Feindseligkeit und die Regierung beschloß darauf, den Truppe» die Munition zu entziehen, welche Maßregel von den Einwohner» als klug betrachtet wurde. Zwei sudanefische Bataillone in Omdurma» weigerten fich ober ihre Kugelpattoue» zmückzugebeu. Da die schwarzen Truppe» loyal, aber leicht durch Fanatismus zu mißleiten find, hält ma» es für unwahrscheinlich, daß fie die Insubordination begangen hätte», ohne dazu aufgestachelt zu sei». Strdar Wingate ist eiligst »ach Omdurma» abgereist.
Türkei. Die Türkei hat dem Ultimatum Italiens iu der alberne» Weiberaffatte nachgegeben. Silvia Gemelli ist in Konstantinopel in die italienische Botschaft geführt und ihrem Vater übergeben worden.
Deutsches Reich.
* Berli«, 2. Februar.
— Prinz Heinrich vo» Preußen pasfirte auf der Heimreise bereits am Donnerstag glücklich den Suezkanal. Prinz Heinrich wird am 8. d. M. in Triest eintreffen und in der Hofburg Gast des Kaisers Franz Josef sein.
— Die konservative Fraktion des Hauses der Abgeordnete» wählte in ihren Vorstand des Herren Ba.tels, v. Eiffa, v. Heydebrand und der Lass, Graf Kanitz, Kasch, v. Köller, Sra Limburg-Stirum, v. Neumann, v. Rautter, Dr. Schilling, Sielermanu.
— Die bayerische Regierung wird, wie gemeldet wird, im Buudesrath die Einführung einer Reichserbschaftssteuer beantragen. »Diese Ansicht steht — so wird geschrieben — in Zusammenhang mit der Erwägung, tote die Mittel für den neuen Flottenetat gedeckt werden sollen, falls die laufenden Einnahme» des Reichs wieder Erwarten nicht aus- reiche» sollte«. Die bayerische Regierung will diese Frage schon jetzt geregelt sehen. Da aber eine
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.Habe ich denn das gethan? DaS wäre ja lese« h^tt,ar' wenn ich bie Schuld an Ihrem ganzen i «b- trüge. Deshalb also Ihre Exaltation, Ihre «upörung, Ihre Wuth gegen mich. Nun begreife Werft 1 Aber erinnern Sie sich denn nicht, daß ich »ich Ihnen als Vermittlerin, als FriedenSstisteriu M Verfügung gestellt habe? Statt deffen soll ich «e Verleumderin gewesen fein. O mein Gott!"
.Nicht eben in Zusammenstellung der erwähnten «Häuptling, gleichwohl in der Absicht, meines vliuttgams Charakter zu belasten! — Sie haben ÖH feines Gehör für Slichworle, Frau v. Heldhausen, öne große Geschicklichkeit, Mißttaueu zu säe». Warum kleiner laten Sie das?"
«“W” Tag werbe gekämpft.
Ganz anders hört sich eine Nachricht an, wonach Ne Buren im Ruck.n BullerS auftauchen. AuS khieveley in Durban eiugetroff-ne Berichte melden nämlich die Bewegungen starker BurenkornrnandoS fidwärts von Colenso (also gegen Bullers Rück- Mgslinie).
ütgetei leider,
. «fta sank plötzlich auf einen Seffel und barg ihr dkßcht krampfhaft auffchlnchzend in ihr Taschentuch.
Fran Irma war außer fich über SiselaS «uf. »Öen. Sie konnte aus der provozierten Szene keine» Mischen Schluß ziehe». Welch Unheil hatte Gisela bieder durch ihre Unvorsichtigkeit angerichtet. War stibazn berechtigt? War fie in der Thal in Bellagio Mesen? Davon wußte fie ja gar nichts. Der Aeublick eignete fich inbeffe» nicht zu Fragen unb »Klärungen. Gisela ließ fich auch gar nicht ins p°rt falle».
M___Wöchentliche Beilagen: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Illnstrirtes Sonntagsblatt.
Aus bem Burenlager bei Ladysmith wird gemeldet, ntaß Jameson durch ein Artilleriegeschoß schwer arwundet ist. Man sagt, er liege im neutralen Hospital von Bnlwana.
Andererseits behaupten nach englischen Meldungen Ne Eingeborenen, Joubert sei bei Ladysmith von
th-tch m fei
liegen neuere Meldungen von Bedeutung nicht vor, »eter vom Tugela, noch aus dem Norden der Kap kolonie, wo die Engländer auf de» bislang noch etwas mystischen .großen Vorstoß nach Bloemfontein" he-ng btt phantastischsten Hoffnungen setzen. Daß ihr Ilaube^ Optimismus trotz aller Schicksalsschläge noch nickt lait jj erstorben ist, wird übrigens auch durch einen Theil - bet Preßerörternngen bewiese», bie sich a» bie absonderliche Behauptung BullerS knüpfen, er halte trotz deS MckzugeS ben .Schlüffe! zu Ladysmith" in Hände». So erklärt die „Mor»ing Post", es werde allgemein geglaubt, daß eine gewaltige Anstrengung bevorstehe, nm die Burenlinien zu durchbrechen; BnBer sei entschlossen, Ladysmith zu befreien. Diesen Üblichen Entschluß hat der General bei seinem Vorstoß über PotgieterS- und TrichardSdrist auch schon gehabt, allein die Buren habe» ihm bewiesen, daß fie ein sehr störendes Element bei der Durchführung des Planes find, und werden daffelbe zweifellos auch Yun, wenn Buller wirklich roch den Versuch machen sollte, fie nun am unteren Tugela — in der Richtung über Weenen — zu umgehen. Eine solche Um ßkhung würde überhaupt nur bann einige Aussicht auf Erfolg bieten, wenn bet Segnet durch sie überrascht werden könnte, — und daran ist nach bet lanjen Sachlage gar nicht zu denken!
.Ich verzeihe Ihnen, Fräulein vo» Belendorf. Sie wisse« nicht, was Sie in Ihrer Heftigkeit, in Ihrem gegen mich gerichtete« blinde«, »«gerechtfertigtem Haß gesagt unb getha» habe». Sollte« Sie aber vo« mir gekränkt worben sein, bann bitte ich um Vergebung, eS ist unwissentlich geschehen."
Unb mit diesen Worten wandte fie sich ab, um bet Thür zuznschretten. Doch Gisela war ihr zuvor- gekommen und verlegte ihr den Weg zum AuSaaua.
.Ich muß Sie sehr hüten, Frau v. Heldhausen," agte fie mit einer Irma geradezu verblüffenden Sicherheit und Ruhe, .noch zu verweilen. Erstlich, weil ich noch lange nicht mit dem, toaS ich zu sagen habe, zu Ende bin, und dann, weil Sie so leichten Kaufes nicht davonkommen sollen. Denke» Sie wirklich, mit diesen paar billige« Worten alles gesühnt zu habe», was Sie uns an Leid und Thronen zugefügt habe», und daß ich mich zum zwetten Male vo» Jh»e» täusche» laffe? Ihre sanfte Stimme, Ihr ttanrigeS Lächeln kann mich nicht mehr bestechen. Sind Sie die Unschuldige, bie Sie zu spielen belieben' bann habe ich Sie ja unerhört beleidigt, bann werden Sie doch nicht bie .Heuchlerin und Intrigantin" ans Sie blickte mtt kalter Miene auf bie hysterisch fich fitze» laffe», bau» werden Sie mich doch da-