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berücksichtigen ist weiterhin, daß mit der Erstürmung

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»ezützlich der «leinen Kren, er Hilt dir irruug ein ähnliche» Bautewp, für zweckmäßig, ersetze« find innerhalb der nächsten 16 Jahre Schiffe, die Lei Mehrung beträgt 16 Schiffe. Bei e« auf 16 Jahre bemessenen Lauplane entfallen in der Regel nach auf jede» Jahr 3 Stapel- gen.

»erden. Dabmch wird allerdings eine Zarückstelluug de» Ersatzes der Sachfenklaffe hinter die BermehrungS- baute« zur Ergänzung der aktiven Schlachtfl,tte be. btafct. E» ist dies ein erheblicher Nachthetl, erscheint aber angängig, da die Sachfenklaffe erst in den letzten Jahren einem größeres Umbau unterzogen worden ist. Dadurch find fteilich aus 25 Jahre alten Küsten- Panzerschiffe» keine vollwerthige» modernen Linien­schiffe geworden; immerhin aber find die Schiffe noch seesähig und stehen anch nur wenig hinter der gleichfalls zur Reserve - Schlachlflotte ge- hörigen Siegfriedklaffe au »rauchbarkeit »»rück.

Seheu wir nur nun die Kosten eines solchen Bauplanes an. Die Regierung giebt an, daß für die vorgeschlagenen BermehrungS- und Srfatzbanten uach de« Einheitspreisen des Etat» 1900 im Ganzen 1306 Millionen Mark erforderlich fein würden. Da» würde also durchschnittlich pro Jahr 81,6 Millionen Mark auSmacheo; die Regierung rechnet jedoch mit der Notwendigkeit einer Lerßärkung der schweren Artillerie und der MuuitiouScinrichtung und nimmt daher al» durchschnittliche« Jahresbedarf 89,6 Mil. Mark an. Dazu würden »och Kosten für den Bau von Kanonenboote» und Sprzialfchiffen, Umbauten älterer Schiffe, Preirsteigerungeu in Folge technischer Berbeflerunge» und vorausfichtliche Erhöhung der Materialpreise und Arbeitslöhne komme». Die Regierung setzt daher noch einen »eitere» Zuschlag von 12,4 Milliouen Mark pro Jahr in Rechnung. E» würde» also für Schiffsbau und Armierung für die 16 Jahren 1600 Millionen nothwendig werden; davon sollen o«8 jährlichen Anleihe« 603 Millionen, aus orde«t- lichen Einnahmen 997 Millionen gedeckt werden.

Bei der Frage de» Geldbedarf» wäre weiterhin noch zu berückfichtigen, daß Erweiterungen der Hafen- und Werstanlagen, der Küstenbefestigungen sowie der Garnisoneiurichtungeu mit der Annahme de» Flotten- gesctzeS nothwendig würden. Wa» diese Ausgaben anbetrifft, so lassen fit fich natürlich nicht genau fixireu, sondern nur schätzungsweise feststellen. Rach den bisherige« Erfahrungen nimmt die Regierung an, daß eine Durchschnittssumme von 15 Millionen jährlich, also iusgesammt 261 Millionen, auSreichen würden. Davon sollen 166 Millionen au» Anleihen, A5 Millionen auS ordentlichen Einnahmen gedeckt werde», ilsßer diese» einmalige« Ausgabe« würde» fortda«er«de durch die Personalvermehruvg entstehe«; eS werden daher in den ersten 10 Jahren 6 Mill. Mk. von da ab 4,8 Millionen pro Jahr in Rechnung gestellt. Schließlich ist noch da» Anwachsen de» PenfionS- fontS auf da» Dreifache der jetzige» Höhe und die Schuldzinsen in Anschlag gn bringen. Da» alle» b-rückstchttgt, ergebe» fich al» Gesammlkoste» für 16 Jahre Anleihen im Betrage von 769 Millionen Mk. uud eine durchschnittliche jährliche Steigerung der aus ordentlichen Einnahmen,» deckende» Beträge »m 11 Millionen Mark.

her nach Mafeking vorrückt, und e» erledigt fich dadurch da» Gerücht, daß Mafeking entsetzt fei.

ben britischen Trupp o, welch letztere in überwiegender Mehrzahl waren, stattgefuude» habe. Die Bure«

Bom Kriegsschauplätze.

In London wird auS der Ankunft einer britischen Kolonne unter dem DivistonSgeneral Kenny Kelly im Norden der Küpkolonie uud andere» militärischen Bor- kehrunge» gefolgert, daß Lord Roberts beschlossen hat, BullerS Streitkräfte vorläufig nicht zu verstärke», sonder» de» lauggeplanteu Masseminfall in den Oranjesteistaat zu beginne». Wie «usicher aber der E-folg einer solche« Operation sei« würde, wird durch die neuerliche Niederlage bei ColeSberg, welche die Engländer durch die Kommaudanten Delareh, Grobler uud Schoemauu erlitte» habe», gerade jetzt wieder bestätigt.

Kommandant Delareh berichtet nämlich, daß er am Donnerstag eine starke englische Abtheiluug, die vorrückte, angegriffen und mit schweren Verluste» zurückgeschlage» habe. Auf Seite der Bure» seien zwei Mann leicht verwundet worden. General Grobler berichtet, daß seit Tages­anbruch ein heftiges Gefecht in Gange fei Die Engländer versuchte» mit einer starken Streit- macht die Stellungen der Bnre» zu umfassen. Schoern«», der auf der Hut war, kam Grobler zu Hilfe. Er kehrte um 8 Uhr Abends zurück und meldet, daß die Engländer geschlagen seien und die Bure» ihre Stellungen behauptet hätten. Der Ver­lust der Buren beziffert fich auf fünf verwnudete. Der Lerlust der Engländer ist nicht bekannt, aber er muß bedeutend sein. Auch ei» anderer Bersuch der Engländer, die Stellungen der Bure» zu umfafle», wurde vereitelt.

Auf dem kriegSschaoplatze i» Natal herrscht fett der Räumung des Spioukop durch die Eugläuder Ruhe uud alle Auzeichen deuten daranf hi», daß eS dort »icht so bald, wen« überhaupt »och zu ernste» Kämpfe» kommen wird. E» heißt denn auch, daß der Oberst de BtlleboiS-Mareuil, der als Stabschef Jouberts die Operationen bei Eolenso leitete, nach ColeSberg im Norden der Kapkolonte abgereist sei, wo mau nun den Hauptangriff der Engländer er- wartet. Buller telegraphirt übrigens jetzt, Oberst Thorne ycroft, welcher den Rückzug vom Spioukop auordnete, sei fein Tadel beizumessen, sein Verhalte» sei bewunderungswürdig.

DaSBureau Reuter" berichtet aus Pretoria vom 29. Januar, nach amtlichen Angaben betrügen die Verluste der Buren in der Schlacht

be» Spioukop namhafte Verluste verknüpft gewesen find. Liese fhb auch «och nicht vollständig bekaunt; die bisher veröffentlichten Listen beziffern diese Ver­luste an lebten und Verwundeten auf iuSgesammt 914 Mann.

Kimberley

»iib nach englische» Berichte» wieder heftiger be­schaffe».Die Bure» versuche»", so sagt der eng­lische Bericht,da» Sanatorium z» zerstören, in welchem Rhode» kürzlich wohnte, Verschiebe»- Häuser wurden zerstört uud da» Hospital wurde mehrere Male beinahe (!) getroffen. Nur wenige Personen wurde» geiödtet oder verletzt. I» be» letzten brei Tage» bet vorigen Woche sollen die Bure» 1000 Geschosse «ach Kimberley hineingeworfeu haben. Kein Viertel der Stadt sei sicher. Drei Shrapnel» platzte« i» be« belebteste« Straßen der Stadt, eine davon dicht 6ei der Menge, welche auf eine Suppen-Bertheilnng wartete."

Die Explosion i« Johannesburg.

Der frühere Vorsitzende de» Uitlander Council in Johannesburg, Herr HoSke», befindet fich äuge«, blicklich in London. Derselbe nimmt die auS Durban gemeldete Nachricht über die Explosion in Johanne», bürg nicht zu ernst. Er sagte, außer »egbie» Fabrik seien noch zwei andere große ähnliche Fabriken in Johannesburg, in denen man ebenfall» Geschoffe Herstellen könne; außerdem seien einige Mine», ,. v. Robinson», mit Einrichtungen versehen, die man znm Gießen von Geschossen benutzen könne.

Die Chokolade der Königin

ist nun- auch am Modderfluß eiugeiroffe». Der Moruing-Post' wird weuigsten» von dort gemeldet: Die Chokolade der Köuigiu wurde unter Eceneu großer Begeisterung »rrtheilt. Eiu lebhafte» Bild bot das DivifionSpostaml dar, wohin die Truppen uach Verzehrung der Chokolade strömten, um die leeren Blechbüchsen au Verwandte und Freunde z» schicke». Sie zu kaufen ist fast unmöglich. Sester» Abend bot mau 5 Pfd. Sterl. (100 Mk.) pro Büchse.

Mafeking nicht entsetzt.

Wir hatten die Nachricht von dem Entsatz Mafeking» sofort augezweifelt. Die folgende Meldung beweist, daß wir recht hatte».

DieStaubard and Digger» New»' veröffent- licheu ein Telegramm aus Pretoria vom 25. Januar, welcher meldet, baß in bet Nähe der Krokodil-Pools ein Zusammenstoß zwischen be» Burenvorposten und

*W*J«* J®»*#** «« SBttftog« noch S»nu- mW Sthrtagra.

toEt «rveditinn 8 Mk-, bei all« «RaWUtTg

Mk. (ejfl. Betzll-eld). JnsertwuSaebühr: bi« ge* ,, "

IjgtawSgeobet b«wRaum 10Hf«., Rckl««: di«Z«il« 88Psg.__Frettllg, 2. FebrUllr 1900.

1902 bis 1913 durchzuführe«. Aber auch »be« bleibt die jährliche »authätigkeit noch eine so i d h «kichmäßige, daß e» richtig erscheint, de» Gesammi- »arf von 46 große» Schiffe» gleichmäßig über 6 Jahre z» vertheilen und al» Regel jährlich ! große Schiffe auf Stapel zu legen. Daß ein »lchkS »autemp, inne gehalten werde» kann, ist ldSfitz, Wh de» Erfahruuge» der letzte» Jahre, in denen für i leichfall» 3 große Schiffe auf Stapel gelegt worden de» Wch, nicht zu bezweifeln.

Die Flottenvorlage.

ii.

* Sehe» wir uns de» Bauplan an, be» die «a für bie Vermehrung der Flotte entwickelt, stade» wir znnächst, daß bie Berm hrungSbauteu i» bie Lücke» eivschiebe», welche bie io den ea Jahren fällig werbenden Ersatzbauten lassen zwar solle» zunächst der erheblichen Koste» die Ersatzbante» für große Schiffe in Frage en.

»en« man die im Flotiengesetze vorgesehene itirung der Seldmiitel außer Acht läßt und nur Alter der Schiffe in Betracht zieht, so werden tzfällig 1. im Jahre 1901: 7 große Schiffe Sachsenklaffe, König Wilhelm, Kaiser, Deutsch- ), 2. in den 12 Jahren 1902 bi» 1913: »roße Schiffe (Oldenburg, Kaiserin Augusta, iegfried), 3. in den 4 Jahren 1914 bi» 1917: große Schiffe (7 Siegfriedklaffe, 4 »randevburg- ss-, 6 Herthaklasse, Fürst Bismark).

Unter Berücksichtigung der Ersatzbauten wäre da- die erforderliche Vermehrung der Marine in den

»M«igm nehm« entgegen: die Expedition diese» Blatte», die Armonr«. B«««5 von Haasenstein & Bögler, Frmckfutt a. M., Cassel, Mägde- önra. Mm: Rudolf Moss«, Frankfutt a. M., Berlin, München, Köln: C. 2. Danbe » «o., Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Pari» x.

Daneben läuft noch der »au von Torpedoboot», istonen, Kanonenboote» und Spezialschiffe». Be- lich der Lebensdauer der neuen großen Torpedo- ie fehlt es zur Zeit noch au Erfahrungen. Nimmt dieselbe auf 16 Jahre an, so entfällt aus jede» hr die Stapellegung einer TorpedobootSdivifio, irhlH LermehrungSdiviflonen für das neue Geschwader, ixempli12 Ersatzdivifiouen für die vorhandene« beiden Ge- « « ^»ader und daS Küstenpauzetschifftgeschwader.)

2. B.i ®a8 «« die Reihenfolge der Baute» (6 >bettifft, so stellt die Regierung al» ersten Gesichts- r alt den auf, möglichst schnell zu einer größere» üitärische» Leistungsfähigkeit zu gelange», sie ® e8 daher in erster Reihe erforderlich, eiu 5592 ÜtteB Geschwader aus modernen Linienschiffe» nebst »dehür fertig zu stellen. Nach Vollendung deffelbe» r, «u eine aktive Schlachtflotte auS 17 Linienschiffen »tNl fernster Konstruktion und eine Reserve-Schlachiflotte

8 17 miuderwerthigen Panzerschiffe» formirt

am Spionkop 53 Tobte uud 120 Verwundete.

Buller ist augenscheinlich mit dem Zählen noch nicht'wurden zum Rückzüge gezwungen, trieben aber, nachdem ertig; aber er hat dem KriegSamt eine ErgänzungS- sie Verstärkung erhalten, die britische» Truppe» au» liste der bei dem Gefecht am Spioukop am 24. ihrer Stellung. Sie hatten zwei Verwundete. v. Mi», erlittene Verluste gesandt; sie beziffert die Hierzu bemerktReuter» Bmeau": Diese Nachricht Zahl der Tobte» auf 139. Verwundet find 392, bezieht fich wahrscheinlich auf ei» Gefecht mit der vermißt 59, gefauge» 4. Die erste Liste zählte j Streitmacht be» Obersten Plumer, der vom Norde» 18 tobte, 142 Verwundete und 31 Vermißte. Zu "

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. .^chEche Bettle«: Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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Nachdruck verbot«

Der Hochzeitstag.

Roman von H. PalmS Paysen, (Fottichung.)

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« vud Sie ohne Antwort stehe» lasse. Sie ige» in kategorischer Kürze, daß ich Ihnen

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».Bitte, keine Abschweifung. Kritisieren Sie mich Beliebe». WaS liegt mir an dem Urtheil

H « Intrigantin, das find Sie, Fra» v. Heldhanse«.'

* -So, ei, haben Sie noch mehr Schmeichel ! de» in petto?

-3a. Wer heuchelt und ietrtguiert, der lügt >- Sie haben mich belogen, Frau v. Heldhausen." .Bitte weiter. Ich bi» begierig, z« scheu, ob mir vorgehalten!» Spiegel mein immer mehr Utes Gesicht erkennbar bleibt.'

k.Jhnen Ihr wahre» Gesicht zu zeigen, wie wir .»^t endlich erkannt habe», deshalb habe ich Sie lnma» «ufgesuchi, Frau ». Heldhausen. Strengen Sie TSuschungSversucheu nicht mehr an. ES

**t nichts mehr.'

2 Sich ein kaltes Lächeln auf die Lippi» zwingend, g ltt sie sehr ironisch:Sie befleißigen fich heute K F Segeuüber ja einer sehr gebildeten Sprache, mein * Fräulein. Hätte ich nicht gar so viel Mit- Z »mit Ihrem Geschicke und kennte nicht Ihr leicht - Hür Blut, so würde ich Ihnen jetzt den Rücken

5 e&e stehen" soll, recht unpassend auSgebrückt 'einer jungen Dame einer Frau gegenüber, und I' dunpseu mich gleiche» Augenblicks. Neunen Sie * .zur Rede stellen?"

llnd war weiter?"

Erwarten Sie noch mehr?"

»ei Ihrer reichen Phantaste würde e» mich nicht w»°der», wenn Sie zu derIntrigantin und Lügnerin, «och bieMörberin" gesellen."

-Das find Sie auch in meinem Sinne!" rief Gisela in flammender Empörung.Sie haben mein und Ulrich» Glück mit Füßen getreten, gemordet. Auch er wird Rechenschaft von Ihne» fordern. Daß Sie fich »icht schämen, ihre MaSke fest,»halten! Daß Sie fich erdreisten, die Wahrheit zn irooifiereü!'

Danken Sie e» meiner Geduld und «uimüthig- kett, daß ich Ihnen überhaupt zugehört habe. Eie find jung und rasch und sehr unbesonnen. Ich trage dem Rechnung. Es könnte Ihnen übel bekommen, wenn ich Ihre leichtfertig herauSgesprubelten Worte anders al» ironisch nähme und beantwortete."

Darauf kann ich e» ankommen lassen."

16er mm, bitte, eine andere Sprache und statt Andeutungen Positiver."

fxf -Sie haben meinen Bräutigam beschuldigt, Maria schlecht behandelt zu haben, Sie"

. j?t8,?a8 ~lachte sie kurz und hart aufSoll ich deshalb eine Heuchlerin, eine In­trigantin und Lügnerin sein?! Mein liebes Fräulein wie sjung find Sie wie sehr jung nab wie un­klug, das dem lieben Baron rnitgetheilt z» habe» Ich sagte Ihne» ja gleich damals, wen» man ihm das vorwerfe» wolle, so würde er außer fich geraten ^bildet sich ein, Maria sehr liebevoll gepflegt zu

Giselas Augen gingen groß und weit auf.

Sie halte» Ihre Worte aufrecht? Auch dann

noch wenn ich Ihnen sage, daß Zeuge» das Gegen- theil behaupten?"

Der gute Baron kann nicht fei» eigexer Zeuge ein. Sie habe» recht kindliche Begriffe von solchen Dingen, mein wertheS Fräulein."

Ich habe allerdings andere Begriffe von diese» Dingen als Sie, Frau v. Heldhausen. Wie nun, wenn die Fräulein Rohde und der Doktor Weller unS in Bellagio versichert haben, daß Ihre Auschulvig- ungen völlig aus der Luft gegriffen und eitel Ver­leumdungen find!"

Da» war fast zu viel für die fich jetzt in der Thai entlarvt haltende, furchtbar gereizte Frau. Ihr marmorweißes Gesicht erftante wieder für Sekunden. Dann ertönte von neuem dar gezwungene Lachen, durch das sie ihre jedesmalige Gettoffenheit und innere Wut zu verstecken suchte, diese» Mal in fast krampfhafte» Tönen. Sie hatte da» N.tz entdeckt, in dem sie gefangen werden sollte. Die Reise der Velevdorf» war nicht »ach dem Norde» gemacht, beide waren in Bellagio gewesen? Jetzt galt e» innere Sammlung, die ganze Biegsamkeit und Ge­wandtheit ihre» in allem Bösen geschulten Geist-». Sie durfte fich nicht erschreckt und geängstigt zeigen. Wirkungslos sollte der gut gezielte Pfeil von ihr abprallen.

Obgleich ihr das Herz bis zum Halse hinauf schlug, wußte sie doch ihrer Stimme den Klang großen Gleichmnthe» und eine gewisse Festigkeit zu geben, als sie sagte:

Du meine Güte, was wisse» diese Personen von Herrn v. d. Lüde und seinem Thun und Treiben im stille» Krankenzimmer! Ich dagegen bi« fast tag­

täglich »nd immer viele Stunde« darin beschäftigt ge­wesen und habe gut zu mache» gesucht, wa» in der Pflege versäumt ward'.

Ihre Pflege ist Humbug gewesen, und weiter nicht». Gebe» Sie da» Leugnen nm auf, Fra» ». Heldhausen'.

Asta schien e» für gut zu halte« den erstere» Vorwurf zu ignorier», auf den letzteren aber aut- mottete sie:

Das Leugnen? Ich halte meine Worte ja völlig aufrecht. Vielleicht habe ich mich »icht klar und treffend genug auSgebrückt und bin deshalb von Ihnen mißverstanden worden. Was habe ich den» eigentlich gesagt?"

DaS sollten Sie nicht mehr wissen?' er­widerte Gisela mit verächtlichem Lächeln.Meiner Freundin und mir haben Sie in langatmiger Auseinandersttzung beweisen wollen, daß mein Bräutigam seine erste Gattin schlecht behandelt habe."

Aber meine Liebe, wa» will da» sagen: schlecht behandelt!" DaS ist ei« ganz relativer Begriff. Warum legen Sie fich denselben so kraß au»? Ich verstehe darunter einenicht richtige" Behandlung. Ist da» eine Verleumdung eine Beleidigung? 1"

So nehmen Sie da» Gesagte zurück?"

Ju Ihrer Auffassung selbstverständlich!"

Und auch die Ausdrücke: grausam brutal?"

Ich weiß nicht, waS ich zu hören bekomme!" rief Asta immer sicherer werdend, in heller Ver­wunderung aus,grausam, brutal", der gute Baron! Und das soll ich gesagt habe»?!'

(Uvwsetznng fN*)