erfahreuheit verleiten ließ, wie eine Marionette nach Ihrem Willen zn tanzen/
Asta lachte gezwnngln auf/
„Sie befinden fich in einer sonderbaren Stimmung, gnädiges Fräulein/
„Ja meine Stimmungen haben gewechselt, auch meine Anschauungen über die Geschehnisse der letzten Zeit und die darin verwickelten Personen und somit auch mein Urtheil über Sie, Frau v. Heldhansen. Ich habe dasselbe geändert. Nun ist eS nicht zum besten damit bestellt."
„Sie find ja sehr liebenswürdig."
„Anders als liebenswürdig in diese«, Ihrem Sinne kann ich mich Ihnen heute nicht zeigen. I« Begentheil, ich beabsichtige —*
Asta unterbrach sie, und mit einer kurze», un geduldigen Kopfbewegung fich Irma zuwendeud, sagte fie:
„Dann gestatten Sie mir, daß ich mich empfehle. Sich freiwillig den Lannen eines jungen Mädchens pretszugeben, ist von einer leidenden Fran ju viel verlangt und nicht nach meinem Geschmack."
Sie machte Miene, da» Zimmer zu verlost,».
Gisela trat einen Schritt vor. Ihr Auge drohte Asta hinüber.
Sie werden nicht fortgehen, Fran v. Heldhansen," betonte fi« fest, „entweder hier oder in Ihrem Zimmer, woselbst ich Sie gemeinsam mit meiner Freundin in dieser Stunde habe aufsuchen wollen, haben Sie mir Rede zu stehen."
„Das klingt ja sehr diktatorisch/
„Ich habe Sie auzn!lagen'.
„Nur zu, meine Beste, heraus mit der Sprache. Ich habe Ihre Winkelzüge satt". Ihr Ton klang hart und dreist; die Maske lüstete fich beretts ein wenig.
„Das sagen Sie «ir I" ries Gisela mti fliegendem Äthern und bebenden Lippen. „Das wagen Sie? Sie, die —' Sie stockte erschreckt. ES war ja ihr Vorsatz gewesen, fich nicht durch Heftig« kett fortreisen zu lösten, besonnen und gehalten zu bleiben.
Asta zog spöttisch ihren Mund herunter.
„Geht Ihnen schon der Muth anS?" höhnte fie.
„Nun denn, — Ihrem Wunsche gemäß, ohne Winkelzug: Sie find eine elende Heuchlerin I" rief Gisela. Widerwille und Verachtung sprühten aus ihrem überflammteu Antlitz.
Man sah eS dem erstarrten Gefichte AstaS an, daß sie auf einen solchen Ausfall nicht vorberettet gewesen war. Dieser Zuruf wirke auf fie wie ein unerwarteter, fie überwältigender Schlag. Ihre Züge versteinerten sich förmlich.
Trotz alledem, — ungleiche Kräfte maßen fich. Dieser Zustand der ÜnzurechnungSfähigkeit währte nur einen Augenblick, denn alles in ihr, voran die Unruhe des lösen Gewissen», spornte und peischte ihre Energie zur Gegenwehr.
Bon ihrer Haltung in dieser Stunde hing alles ab. Sie mußte vorerst Kühlung gewinn?» mit dem Vorhaben der ihr gegenüber stehenden leidenschaftlich erregten Nebenbuhlerin, also vigiliren und ihr Verhalte» auf dem ins Wanken geratene» Lode» abhängig vo» dem Erforschten machen. —
Sie war erkannt, natürlich, aber wodurch nnd in welchem Umfange? Ein dunkler Instinkt sagte ihr: völlig erkannt. — Würde diese» kampfbereite Mädchen dort, dar ihr mti einer Sicherheit ohne Gleichen herausfordernd gegenüberstand, diese» An« griff gewagt, ihr so «nverfrore» die „Heuchlerin" entgegengerufen haben, wenn ihr nicht die Waffen der Beweisgründe zur Verfügung ständen? Welche waren das?
Am gestrigen Tage noch hatte fie den Baron gesehen und gesprochen, er hatte sich unverändert liebenswürdig und gesammelt gezeigt, nnd er war einer, dem jegliche BerstellungSkunst fremd war. Sie durfte ihm ttauen. Und gestern, wie hing das zusammen — befand fich der Justizrath mit seiner Nichte noch auf Reise», das hatten ja die Erkundigungen ergebe»! War fie getäuscht worden, oder hatte die Rückkehr unvermuthet spät abeudS oder nachts stattgefunde»? Was konnte denn binnen weniger Stnnden vorgefallen fein, die Lage der Dinge plötzlich so schreckens- vofl zu verrücken? Hing etwa die Reise selbst damit zusammen? Hatte man Personen kenne» gelernt, welche--. Sie fand nicht Zeit, diesen düstere»
Gedanke», die blitzartig durch ihr Hirn schosse», nach- zuhängen. Eine erstickende Beklemmung hatte ihr Athem nnd Sprache geraubt. Aber nur sekundenlang. Meisterhafte Beherrschung stand ihr zur Verfügung und gab ihr die erstrebte Kühle und Ruhe zurück. Und mit dieser trat fie nun der stürmischen Streiterin entgegen, »m dieselbe in die Schranken der „Wohlauständigkeit" znrückznweisen.
(Fortsetzung folgt.)
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MchM ZeiiiW Wöchentliche Beilage«: Kreisblatt für die Kreise Marburg u«b Kirchhain.
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35. Jahrg.
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mw Zaire-der d«en Raum io Big., Rcklanm,: di, Zeil. 25 Donnerstag, 1. Februar 1900. E. L. Danb
Aiyeige» nehmen entgegen: di« Expedition dieser Blatter, die Annoncen- Bnreanr von Haasensteiu & Vogler, Frankfurt a. M., Cassel, Magdr- Rudolf Masse, Frankfurt a. M„ Berlin, München, Kolar Danb« * Co., Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari» rc.
L . Der südafrikanische Krieg, istv Vom Kriegsschauplätze
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Mit Ehre» aus diesem Kriege heranSzukl mmen l
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Saplande abspirlte» für keine Äenderung der Lage «sieht. Allerdings in gewiss: tu Sinne hat der Lord
lglivgi aletotl Zoppq Weßu surski, rc. - dschch
iß eine „wichtige" Meldung fetten« des Ober- dmmandtreuden der britischen Truppen, des General- ßltmarschalls Lord Roberts, eingetroffen, daß „in ter Lage (am Kap) keine Äenderung eingetreten , sei." Da dieses die erste Meldung des Lords »sch r Vorgängen am Tugela ist, so wird man zuge-
ßehen, daß ein kaltblütigeres ruhigeres Urtheil über I die Krise in Natal kaum abgegeben werden konnte, eweisü Eigentlich ist eS wirklich nrerkwürdig, daß die :r hakt, Mitwelt sich auftegt, während Großbritannien kühl «id zufrieden ist und die Bewegungen, die fich int
, «fgerieben ist und eS der größte» Anstrengungen ^nui Englands bedürfen möchte, auch nur einigermaßen
M « «cht: Seit dem 29. Oktober, als, nach bim Gefecht ” lei Nicholson Neck, Whites Division eingezirkelt «rrde, hat fich die Lage der Briten bis heute kaum rnosct! lerrfictt. Noch fitzen die Besatzungen in Maftkiug. Simbe.ley und Ladysmith vergeblich des Entsatzes >«- harrend, hungernd und spähend in ihren Stätten, i» gai heute wie damals!
8 Daß inzwischen in vier schweren Känipfe» Methuen hei Magerfontein, Gatacre bei de» Sim mbergen und Luller bei Colenso und am Spionkop geschlagen Korben find, hat eben die äußere Lage nicht verschoben. Nur die Kleinigkeit möchte seitens he» Lords doch noch erwähneswerth sein, daß in Hefen Kämpfen die Landarm re Großbritanniens fast
' Ueber die Räumung des Spionkop mei« siegen immer noch keine Berichte vor. Die Regierung 0enN schweigt fich über die Katastrophe vollständig auS.
ks find nur wenige weitere Bruchstücke über die Kämpfe am Spionkop veröffentlicht worden, die nur so weit reichen, wie die Engländer fich behaupteten. Der „Daily Mail" wird aus Spearman» Lager ttlegraphirt: Das Gewehrfeuer dauerte ununterbrochen «. Die Engländer wurden bei ihrer Rückkehr durch
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die von krepireuden Granaten angerichlete Verwirrung lehiudert, die englische Artillerie versuchte von einer «deren Position die Bmengeschutze ausfindig zu Milche», doch vergeblich, der Gipfel de» Berges war ein wahres Höllenmeer unter dem Hagel der darauf sollende» Geschosse. Die Buren atünchten bis auf 70 Meter in aufeiuanter folgenden Anläufen gegen msere Trancheen, von denen sie mit Bajonetten Mröckgeworfen wurden, sie kämpften mit der aller- äußersten Entschlossenheit und wurden nur durch herkulische Anstrengungen unserer Soldaten zurückge- schleudert. Unsere Verluste sind schwer. Der Verlust der Buren muß auch schwer sein, da fie fich häufig du Sturm über freies Terrain eiponirten. Loui» Lotha befehligte die Buren. Einer Loureuco KiarqueS» Meldung der „Times" zufolge beziffert „Standard and Diggers News" die Zahl der briti«
Nachdruck verboten
scheu Gefangenen auf 210. E n gefangener englischer Osficier erklärte, er war bei der Kapitulation der einzige noch in Aktion befindliche Osficier, er habe keinen Befehl zur Hissung der weißen Flagge gegeben, aber fie hätten, nachdem fie acht Stunden einem wüthenden Feuer ausgesetzt waren, geglaubt, daß nur noch zwanzig von ihnen übrig waren.
Die Vorgänge am Tugela.
Nach den bisherigen Darstellungen scheint eS fast, als habe General Buller auch feinen rechten Flügel gegen den Spionkop geführt, während die Brigaden Hart und Hilyard den Gesammtangnff im Cent: um unterstützten. Nur so werden auch die englischen Verlustlisten verständlich, die in ihrer ersten Ausgabe Warrers Brigade einige 200 Mann, LyttletonS Sri^abe einige 200 Mann und die übrigen Truppen einige 700 Mann verlieren ließen, aber infolge ihrer offenbar abfichtlich verwirrenden Aufstellung kein klares Bild von den ihatsächltchen Vorgängen gaben. Auch Bullers Bericht nennt bei dem entscheidenden Sturme zwei Rezimenter, die zu LyttletonS Brigade gehöre», und so scheint eS, daß WarrenS Truppe» schon durch die Kämpfe der vorhergeheuden Tage so erschöpft und aufgerieben waren, daß Buller am 24. gar nicht mehr WarrenS CorpS, sondern feine Übrigen Truppe» den letzte» verzweifelten Versuch mache» ließ, die Stellungen deS FeindiS zu forciren. Die gefammte Presse gesteht den» auch die Thatsache rückhaltlos zu, daß der ganze Natalfeldzug fehl- geschlagen und Latysmith verloren fei. A» die Frage: „WaS nun?" wagt fie fich meisten» »och nicht Hera», oder doch »ur indirekt, indem fie fast kommentarlos die angeblichen Unterhandlungen des Dr. Leyd» regifhirt, der „»ach Sondirung der Cabtuette von Paris, Petersburg und dem Haag gleichzeitig in Berlin und Newyorf die Intervention der Großmächte zwecks baldiger Herbeiführung des Friedens nachsucht, und dabei Deutschland Handels-, Eisenbahn- und Grubenmonopole, Differentialzölle und Unterstützung in der Delagoabai und Sanfibar aubietet.„ (sic!) Die „Times" schließt ihre» Leitartikel mit den bezeichnende» tragischen Worten: „Selbst wenn wir uns, wie ein deutscher General sagt, fast zu Tode bluten sollten, so rechnen wir darauf, daß wir dabei den Muth und die Ausdauer unserer Vorväter zeigen werden.
Wie da» „Reutersche Bureau" erfährt, ist die lang vermißte Kavallerie-Brigade Dnn- d o u a l d » am Sonnabend am Südufer de» Tugela eingetroffen; die Brigade LyttletonS habe noch die ursprüngliche Stellung (wo?) inne.
Explosion in Johannesburg.
Ein Telegramm der „Eentral News" auS Dnrban vom Freitag meldet: Ein hier eingetroffener Flüchtling aus Transvaal theilt mit, daß eine am 20. Januar stattgehabte Explosion die Jngenienrwerke i» Johannesburg zerstörte, in denen Transvaal seit Beginn deS Krieges (eine Granate» für die schweren Geschütze hergestellt hatte. Die Explosion erfolgte
während der Arbeitsstunde», und man glaubt, daß der Verlust an Menschenlebe» beträchtlich sei. — Die Meldung scheint nun doch sehr unsicher zu sei». Sie soll wohl nur in London wieder die Stimmung etwas heben.
Ueber die etwaigen Gebietsabtretungen, welche die Buren verlangen würden, äußerte fich der TranSvaalgesandte Dr. Lcydt» gegenüber einem Vertreter des „B. T." wie folgt: „Ich meine doch, daß der Freistaat einige Gebiete beanspruchen könnte, die ihm ftüher von den Engländer» fortgenommen wurden." „Sind nicht solche Gebiete zum Theil schon von Ihre» Truppen besetzt?" „Freilich, aber eS gießt noch mehr, die UNS früher die Engländer gestohlen (sie!) habe»! Und bann —" „Dann?" „Nun, ich weiß nicht, wie man z» Hause barüber bentt, aber ich glaube, daß Transvaal auch auf einen Hafen Anspruch erheben könnte." „Dieser Anspruch ist wohl neu?" „Aber durchaus nicht. Scho» früher hat sogar ein englischer hoher Beamter, Sir Hercules Robinson, diesen Wunsch «18 „legi- timed desire“ bezeichnet. Das wurde ihm in England arg verdacht. Aber viilleicht ist eS jetzt an der Zett, darauf zurückzukommen." „Und wo soll dieser Hofe» liegen?" „Nicht auf portugiesischem Gebiet; daS soll alles ganz unberührt bleiben. Wetter südlich! UebrigenS »och einmal: ich spreche da meine Ansicht au»/
Umschau.
Engländer-Hochmuth.
k. Der „Saniere di Napoli" veröffentlicht — wie fich das „Berliner Tageblatt" au» Rom tele» graphireu läßt — eine Unterredung mit dem englischen Botschafter, der unter heftigen Ausfällen gegen die „rebellischen" Buren die absolute Erklärung abgab, daß England unter keine» Umständen de» Frieden annehmen werde, ehe e» Transvaal gezüchtigt habe. England fei die» der Eivilisation, dem Rechte und der Freiheit schuldig, und Englands Sache fei die heiligste und gerechteste, für die e» jemals die Waffen ergriffen habe. Die Engländer würden eher alle in Südafrika untergeben al» auf den Sieg verzichten.
Die Engländer haben also anscheinend noch nicht gelernt, auf ihre Großsprecherei zu verzichten, selbst in einem Augenblick, da alle Welt weiß, daß hinter all der Ruhmredigkeit, der Selbstberäucherung und dem Phrasendrosch von „Recht, Freiheit und Eivilisation" da» absolute Nicht» steht. E» gab eine Zeit, wo John Bull besonder» den Deutsche» durch solch hoch- müthige» Geschwätz imponierte, diese Zeit ist nun Dank der DemaSkirung englischer Unterdrückungssucht, Grausamkeit und Nichtachtung von Recht, Freiheit und Eivilisation hoffentlich für immer vorüber: denn selbst die eifrigste» Anbeter der englischen „Muster" auf dem Festlande, die deutschen Demokraten und Freisinnigen, wage» eS unter den heutigen Ser«
HSltnissen nicht, für die Briten einzuttete». I» England ist man begreiflicherweise von der ein- müthige» Stellungnahme deS deutsche» Volke» zu Gunsten der Buren, deren fortwährende Siege bei uns zu Lande fast wie eigene Siege betrachtet werden, sehr unzufrieden. Wen» man aber so wenig von den Thatsachen zu lernen geneigt ist, wie an» den Aenßernngkn des römischen Botschafters hervorgeht, so wird man am allerwenigsten erwarten dürfen, irgendwo in civilifierten Ländern noch Sympathien zu finde».
Deutsches Reich.
* verli«, 31. Januar.
— Der „Schief. Ztg." wird au» Miliisch gemeldet: Anläßlich der Feier des Geburtstages de» Kaisers ist dem hiesigen Ulanen-Regiment Kaiser Alexander III. von Rußland (West- preußisches) Rr. 1 au» Nowgorod (Rußland) folgende» Telegramm des Wyborgschen Infanterie Regiments Kaiser Wilhelm II. zugegangen:
„DaS Offizierkorps des Wyborgschen Infanterie- Regiments „Kaiser Wilhelm II/, zur Feier des Geburtstages feines allergnädigsten Chefs festlich versammelt, bringt ein dreifaches Hoch und sendet herzliche kameradschaftliche Grüße dem schneidigen Ulanen-Regiment „Kaiser Alexander III." Oberst v. Becker."
Hierauf wurde folgende» Danktelegramm ab« gesandt:
„DcS Offizierkorps des Ulanen - RegimrittS „Kaiser Alexander III. von Rußland", erwidert mit herzlichem, kameradschaftlichem Dank da» treue dortige Gedenken deS heutigen ftohen Festtage» und die Grüße de» Regiment» Wyborg. Oberstleutnant v. Diest".
— Wie die „G«mrnia" berichtet, ist im Befinden de» Abg. Dr. Lieber von gestern auf heute eine erhebliche Besserung zu verzeichne», so daß nunmehr eine Lebensgefahr als überwunden erachtet wird.
parlamentarisches.
Reichstag.
In der weiteren Berathnng des Pofte!atS brschästigte fich du Reichstag am Dienstag mit den Kapiteln der Beawtengehälter, an die, tote gewöhnlich, Debatten allgemeinerer Natur geknüpft wurden. Als Ergebniß die,« Erörterungen kann f stgestellt werden, daß die Verwaltmg des gegenwärtigen Staatssekretärs auch in Be^ug ans da» Berhällnitz für Beamtenschaft seines Restarts, trotz der kurzen Zeit, während deren Herr ». PodbielSki fich in feinem Amte befindet, sehr erfreuliche Erfolge aufznweisen hat. Das empfindet die Sozialdemokratie schmerzlich und so hat fie die Entdeckung gemacht, daß der Chef der Post- Verwaltung der „starke Mann' der Konservativen sei, der dir Sozialdemokratie „erwürgen' soll. Hiermit eröffnete der Abgi Singer gegen den Staatssekretär einen Angriff, den er auf nicht» zu stützen wußte, al» auf die Verfügung,
eschD Zahl« ieutii4 t les» zürnt Heind
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3
larf r larf
Der Hochzeitstag.
Romern von H. Palm» Papse».
(Fortsetzung.)
Und ahnungslos, war kommen würde, tret die Erwartete ein, elegant und reizend gekleidet, trotz der to>?» Stunde, in welcher fie seit kurzem täglich in ko ihr vo» dem Baron zur Verfügung gestellten Wage» ihre Morgenfahrt durch den Wald zu machen pflegte.
Asta ging mit auSgestreckter Hand auf die ihr •tzegentreteude junge Frau zu, im ersten Augenblicke Eisela nicht bemerkend. Als die» geschah, stockte fc inmitten der Begrüßungsworte und erblaßte, •in sichtlicher Schreck durchzuckte fie.
„Sie hier?" stieß sie hervor, — „ich dachte — Ihnbte ganz bestimmt —"
„Daß wir noch lange nicht wiederkehrten," er» tt«zte Gisela in einem Tone, den Irma noch niemals an ihr gehört. Bitterer Hohn zuckte ihr nm «n Mund.
Asta starrte sie verständnislos an.
„Was wollen Sie damit sagen?"
„Daß fich alles viel rascher entwickelt hat, al» erwarten stand."
„Sie sprechen in Rätseln."
„Und daß wir Ihnen in Zukunft leider nicht Weber gefällig sein können, weder unsere Dienstboten, »ie fich nicht mehr aushorchen lasten dürfen, »och isir oder vielmehr ich, die ich mich durch mehre Un-